DE2017671C3 - Verfahren zur biologischen Abwasserreinigung - Google Patents
Verfahren zur biologischen AbwasserreinigungInfo
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Description
#553Α
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20
Die Erfindung betrifft ein Verehren zur biologischen
Abwasserreinigung nach dem Belebungsverfahren, bei dem das Abwasser in ein Vorklärbecken eingeleitet
wird, aus dem der in diesem abgeschiedene Schlamm abgezogen, wenigstens ein Teil desselben in einem gesonderten Becken belüftet und anschließend wiederum
zumindest unmittelbar vor dem Belebungsbecken dem Abwasser zugegeben wird, bei dem des weiteren das
Abwasser aus dem Vorklärbecken in ein Belebungsbecken geleitet wird, dem belebter Schlamm zugeführt
wird, und bei dem nach Belüftung im Belebungsbecken das Abwasser in ein Nachklärbecken eingeleitet wird,
in dem der Schlamm abgeschieden wird.
Es ist ein Verfahren zur biologischen Abwasserreinigung unter Verwendung eines nitrierende Bakterien
enthaltenden Schlammes bekannt, bei dem ein Teil des Schlammes aus dem Vorklärbecken gemeinsam mit nitrierende Bakterien enthaltendem, gereinigtem Abwasser oder nitrierende Bakterien enthaltenden Schlamm
aus dem Nachklärbecken belüftet und dieses Gemisch dann zwischen Vorklärbecken und dem Belebungsbekken dem Abwasserstrom wieder zugefügt wird. Bei diesem Verfahren werden immer die Belüftung und die
Endreinigung mit rückgeführtem Schlamm und/oder Abwasser belastet, was zu einer Dimensionierung dieser Anlageteile führt, die größer ist als es der vornandenen Abwassermenge entspricht. Für die Rückführung sind des weiteren Pumpen und Rohrleitungen erforderlich.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, ein Verfahren zur biologischen Abwasserreinigung der eingangs genannten Art derart zu gestalten, daß unter Wahrung
einer gleichen Reinigungsleistung eine Rückführung von Schlamm aus dem Nachklärbecken in das Belebungsbecken vermieden wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in dem gesonderten Becken alleine aus dem
Vorklärbecken abgezogener Schlamm belüftet und alleine dieser Schlamm dem Belebungsbecken zugeführt
findlichkeit aer oeicuuiiB»". ·-·· ■>-=" . °~
bei Soßweiser Zufuhr gewisser Indusineabwasser
^Lhlich verringert, weil man durch Aufbere.tung
erheblicn verruß ^—^ ^ prjmarsch,ammes
Itur und Zugabe zum uw im Belebungsbecken
L-nüRi.»^» Schlammkultur, die dem
zugeführt wird, relativ einfach „n Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
ist es nicht erforderlich, die Menge des Endschlammes,
Sr abgeführt wird, und die Pumpen, die den anderen
Teil des Schlammes zurückpumpen, ir. solchen Fallen
"^wird'fmmer der gesamte Endschlamm· abgeführt
und keiner zurückgepumpt. Auch ist es bei dem erfindungsgSnäßen Verfahren möglich, die Anlage entsprechend der Höchstmenge an Abwasser, die in der Zeit-„ einheit anfallen kann, zu dimensionieren. Eine hierüber
hinausgehende Dimensionierung .st nicht erforderlich,
weil kein Schlamm zurückgepumpt wird.
Zweckmäßig ist es. bei dem erf.ndungsgemaßen Verfahren den aus dem Vorklärbecken abgezogenen
„ Schlamm vor seiner Belüftung zu homogenisieren.
In den FiK 1 bis 3 ist die Durchfuhrung des erfindungsgemäßen Verfahrens an einer Ausführungsform
einer Anlage beispielsweise dargestellt und wird nachstehend näher beschrieben. Es zeigt
F?g2ein schematisches Bild einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgeschlage-
nu
Fie j oeii in Fig.2 gezeigten Züchtungsbehälter
für den Primärschlamm in vergrößertem Maßstab.
Wie aus dem in Fig. 1 gezeigten Fließ-Schema ersichtlich ist wird das einlaufende Abwasser zu einer
Vorbehandlungseinrichtung geführt die beispielsweise aus einem konventionellen Sieb und Sandfang bestehen
kann Das Abwasser wird hiervon zu einem Vorklärbecken geleitet, von welchem der abgeschiedene Pnmärschlamm über eine Homogenisierungse.nrichtung
Γ einem separaten Becken zwecks Züchtung eines hochaktiven Schlammes geleitet wird. Der so erhaltene
hochaktive Schlamm wird danach dem Abwasser vor dessen Einlauf in ein Belebungsbecken züge uhrt und
vom Belebungsbecken wird das schlammhaltige Abwasser zu einem Rockungsbecken, gegebenen alls
, nach Zusatz von Flockungsmitteln, geleitet. Vom Flokkungsbecken wird die Suspension zu einem Nachklärbecken geleitet, in welchem man teils den Schlamm
durch Absetzen. Flotation oder Filtrierung entfernt, und teils das gereinigte Wasser ableitet. Wie mit stnchs punktierten Linien angedeutet ist kann man. falls gewünscht zwecks einer ersten Impfung eine kleine Menge der vom Belebungsbecken erhaltenen Suspension in
den Züchtungsbehälter einleiten.
Wie aus dem Fließ-Schema hervorgeht, wird der im Vorklärbecken abgeschiedene Primärschlamm zur Aufbereitung
einer Bakterienkultur verwendet, die im folgenden als ein hochaktiver Schlamm bezeichnet wird.
Dieser hochaktive Schlamm wird erfindungsgemäß zum Impfen des Belebungsverfahrens anstatt des bei
früheren Verfahren verwendeten Rücklaufschlammes verwendet Der Primärschlan.m kann zweckmäßig vor
Einführung in den separaten Züchtungsbehälter homogenisiert werden. Die zur Züchtung verwendete Menge ;o
des Primärschlammes kann beliebig variiert werden, wobei gegebenenfalls hierzu nicht benutzter Primärschlamm
zu einer gesonderten Anlage zwecks weiterer Behandlung geleitet wird.
Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zweckmäßige Vorrichtung ist in F i g. 2 veranschaulicht
Diese Anlage umfaßt ein Sieb oder einen Sandfang 1 und ein anschließendes Vorklärbecken 2.
Der im Vorklärbecken 2 anfallende Primäirschlamm wird nach einer Homogenisierung in einem Desintegrator
3, einer Kugelmühle od. dgl. zu einem separaten Züchtungsbehälter 4 geführt Dem Züchtungsbehälter 4
wird Luft in solcher Weise zugeführt, daß eine innige Mischung und Belüftung des Primärschlammies erzielt
wird. Nach der in F i g. 3 näher gezeigten Ausbildung
hat der Züchtungsbehälter 4 eine zylindrische Form mit einem sich verjüngenden Boden 5 und ist weiterhin mit
einem inneren Zylinder 6 zwecks Erzielung der angestrebten Zirkulation versehen. Die Luftzufuhr zum
Züchtungsbehälter 4 wird durch ein im Boden des Behälters angeordnetes ringförmiges Rohr 7 mit einer
Anzahl Löcher 8 erzielt.
Der homogenisierte Schlamm wird in den oberen Teil des Züchtungsbehälters eingeführt. Durch die Luftzufuhr
wird der Inhalt im Behälter mit einer nach unten gerichteten Bewegung im inneren Zylinder 6 zirkuliert.
Der in dieser Weise erhaltene hochaktive Schlamm wird am Boden 5 des Behälters abgelassen und durch
eine mit einer Pumpe 9 versehene Leitung 10 in das vom Vorklärbecken 2 abfließende Abwasser unmittelbar
vor oder nach dessen Einführung in das Belebungsbecken Il gefördert Das Belebungsbecken U ist in an
sich bekannter Weise an eine Einrichtung 12 zum kontinuierlichen Einblasen von Luft angeschlossen. Das im
Belebungsbecken 11 behandelte Wasser wird danach zu einem zweckmäßig mit Umrührern versehenen
Flockungsbecken 13 bewegt, in welchem man durch eine Dosiervorrichtung 14 etwaige Flockungsmittel,
wie beispielsweise Aluminiumsulfat, Ferrichlorid oder Kalk zuführen kann. Anschließend wird die Suspension
in ein Nachklärbecken 15 geleitet, in welchem sich der Schlamm absetzt und das gereinigte Wasser abläuft.
Der hierbei erhaltene Schlamm kann danach zweckmäßig zu einem Becken 16 für eine endgültige, beispielsweise
aerobe Schlammstabilisierung geführt werden. Dieses Becken 16 kann auch für eine Stabilisierung des
etwaigen restlichen Primärschlammes verwendet werden. Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann somit
auch die Verwendung von konventionellen Faulräumen zur Stabilisierung des Primärschlammes ausgeschaltet
werden.
Gegebenenfalls kann der Züchtungsbehälter 4 in mehrere, reihengeschaltete Einheiten 4,4a, geteilt werden,
wodurch ein erhöhter Schutz gegen eine etwaige Vergiftung des Prozesses erhalten wird.
Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Verwendung eines hochaktiven Schlammes werden weiterhin
folgende Vorteile erzielt:
A) Ein beschleunigtes Belebungsverfahren und hierdurch eine beträchtlich kürzere Reaktionszeit.
B) Das erfindungsgemäße Verfahren führt zu einem verbesserten Ausnutzen des Substrates und ermöglicht
dadurch einen höheren Reinigungseffekt.
C) Die separate Züchtung des hochaktiven Schlammes kann beispielsweise durch eine verzögerte
Primärschlammzuführung durchgeführt werden, so daß ein Schutz gegen Vergiftung des Prozesses
entsteht.
D) Die Prozeßregelung kann erfindungsgemäß hauptsächlich auf ein variables Ableiten vom Züchtungsbehälter beschränkt werden.
E) Die Verwendung von Rücklaufschlamm kann gänzlich vermieden werden.
F) Erfindungsgemäß ist eine Stabilisierung von Primärschlamm normalerweise nicht notwendig.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur biologischen Abwasserreinigung nach dem Belebungsverfahren, bei dem das Abwasser in ein Vorklärbecken eingeleitet wird, aus dem
der in diesem abgeschiedene Schlamm abgezogen, wenigstens ein Teil desselben in einem gesonderten
Becken belüftet und anschließend wiederum zumindest unmittelbar vor dem Belebungsbecken dem
Abwasser zugegeben wird, bei dem des weiteren das Abwasser aus dem Vorklärbecken in ein Belebungsbecken geleitet wird, dem belebter Schlamm
zugeführt ivird, und bei dem nach Belüftung im Belebungsbecken das Abwasser in ein Nachklärbekken eingeleitet wird, in dem der Schlamm abgeschieden wird, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem gesonderten Becken alleine aus dem Vorklärbecken abgezogener Schlamm belüftet und
alleine dieser Schlamm dem Belebungsbecken zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Vorklärbecken abgezogene Schlamm vor seiner Belüftung homogenisiert
wird.
wird u j- ;„niae Belüftung, wenigstens eines Teiles
Durch die'"n'g,!efwlrd dieser zu einer hochaktiven
des Primärsch■■""« *£^ ^ im wesentlichen aus
«*^Sj3«r Substanz angepaßten
-.», vorhandenen^anorg n ^^ ^ ^^ ^ Rrf_
das erfindungsgemaße Verfahren
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