DE19731928C1 - Diagnostikeinrichtung - Google Patents
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- A61B1/042—Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor combined with photographic or television appliances characterised by a proximal camera, e.g. a CCD camera
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Description
Die Erfindung betrifft eine Diagnostikeinrichtung mit einer
Aufnahmevorrichtung zur Erzeugung von analogen Videosignalen
und einem Monitor zur Wiedergabe der Videosignale, bei der
eine endoskopische Fernsehkamera ein am Ende eines Glasfiber-
Schlauches angebrachtes Endoskop-Objektiv aufweist.
Die Endoskopie mit Fiber-Endoskopen ist eine medizinische
Standardanwendung, durch die Bilder von Innenräumen von Hohl
raumorganen oder Gefäßen betrachtet werden können. Ein derar
tiges Endoskop ist beispielsweise in der US 4,651,201 be
schrieben, bei dem mittels von am Endoskop angebrachten Kame
ras sich die endoskopischen Bilder auf einem Monitor darstel
len lassen. Diese Videosignale der Fernsehkamera können durch
einen Videorekorder aufgenommen werden. Während der gesamten
endoskopischen Untersuchung werden also mit einer festen Fre
quenz analoge Bilder erfaßt und bei Bedarf auf Video-Band
aufgezeichnet. Eine automatische elektronische Archivierung
und Dokumentation sowie eine digitale Nachverarbeitung der
endoskopisch gewonnenen Bilddaten sind auf diese Weise nicht
möglich. Eine Digitalisierung aller analog gewonnenen endo
skopischen Video-Daten während oder nach der Untersuchung ist
wenig sinnvoll, da auf diese Weise lediglich eine sehr große,
unüberschaubare Menge ungeordneter, d. h. nur dem zeitlichen
Verlauf der endoskopischen Untersuchung zuzuordnender digita
ler Daten erzeugt werden.
Aus der DE 36 33 744 C2 ist eine Endoskopvorrichtung bekannt,
bei der durch Betätigung einer Taste ein digitales Speicher
bild auf einem Monitor zum Erstellen einer Photographie wie
dergegeben wird. Auf einem zweiten Monitor kann das aktuelle
Bild weiter betrachtet werden. Dadurch lassen sich einzelne
Bilder abspeichern und anschließend betrachten und abphoto
graphieren. Zur automatischen elektronischen Speicherung so
wie digitalen Nachverarbeitung der endoskopisch gewonnenen
Bilddaten ist eine derartige Vorrichtung nicht geeignet.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der endoskopisch ge
wonnene Bilddaten zum Zweck rechnergestützter Archivierung,
Dokumentation und Nachverarbeitung automatisch und gezielt
digitalisiert und gespeichert werden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der
Nähe des Objektives ein Positionsgeber angebracht ist, der
mit einer Steuerschaltung verbunden ist, die bei Bewegung des
Positionsgebers eine Einspeicherung in eine an der Aufnahme
vorrichtung angeschlossene digitale Speichervorrichtung be
wirkt. Dadurch erhält man eine event-getriggerte Digitalisie
rung von Bilddaten, wobei die Events Bewegungen der Aufnahme
vorrichtung entsprechen.
Eine Digitalisierung erfolgt lediglich bei Bedarf, wenn die
digitale Speichervorrichtung einen mit der Steuervorrichtung
verbundenen Analog/Digital-Wandler aufweist.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn an der digitalen
Speichervorrichtung eine Workstation angeschlossen ist.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die digitale Spei
chervorrichtung ein sogenannter Framegrabber ist.
Eine vollständige Digitalisierung der Videosignale läßt sich
erreichen, wenn die digitale Speichervorrichtung auf kontinu
ierlichen Betrieb umschaltbar ist.
Erfindungsgemäß kann die Aufnahmevorrichtung auch ein Ultra
schall-Sensor sein. Dadurch erhält man event-getriggerte di
gitale Ultraschall-Bilddaten, wobei die Events Bewegungen des
Ultraschall-Sensors des Arztes entsprechen.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In der Figur ist eine endoskopische Diagnostikeinrichtung
dargestellt, die eine Fernsehkamera 1 aufweist, an der ein
Glasfiber-Schlauch 2 angebracht ist, an dessen anderem Ende
ein Endoskop-Objektiv 3 angeordnet ist. Dieses Endoskop wird
zur Untersuchung beispielsweise durch eine Speiseröhre 4 in
ein Hohlorgan, beispielsweise den Magen 5, eingeführt. Dort
wird in bekannter Weise von dem Objektiv 3 das Bild erfaßt,
über den Glasfiber-Schlauch 2 zur Fernsehkamera 1 weiterge
leitet. Zur Wiedergabe der endoskopischen Bilder ist an der
Fernsehkamera 1 ein Monitor 6 angeschlossen. Durch einen Vi
deorekorder 7, dem ebenfalls das Videosignal der Fernsehkame
ra 1 zugeführt wird, kann die gesamte Untersuchungsszene zur
nachfolgenden Betrachtung aufgezeichnet werden.
Erfindungsgemäß ist an der Fernsehkamera 1 eine digitale
Speichervorrichtung 8, beispielsweise ein sogenannter Frame
grabber angeschlossen, der mit einem Bedien-Interface, bei
spielsweise einem Fußschalter 9, verbunden sein kann. Durch
Betätigung des Fußschalters 9 kann das analoge Videosignal
der Fernsehkamera 1 durch die Speichervorrichtung 8 digitali
siert und festgehalten werden. Dieses gespeicherte Bild kann
dann beispielsweise einem Steuerrechner oder einer Workstati
on 9 zugeführt werden, die eine Archivierung und Nachbearbei
tung der digitalen Bilddaten bewirkt. Somit wird aufgrund ei
nes Ereignisses, der Betätigung des Fußschalters 9 beispiels
weise durch den Arzt, ein digitales Bild erzeugt, das nach
verarbeitbar und speicherbar ist.
Weiterhin weist die endoskopische Diagnostikeinrichtung er
findungsgemäß einen Positionsgeber 11 auf, der möglichst nahe
an der Endoskopspitze, beispielsweise in der Nähe des Endo
skop-Objektives 3 am Glasfiber-Schlauch 2 des Endoskops ange
bracht ist. Der Positionsgeber 11 ist mit einer Steuerschal
tung 12 verbunden, die einen Triggerimpuls für den Framegrab
ber 7 erzeugt, wenn eine Bewegung, ein Ereignis des Endoskop-
Schlauches 2 erfolgt. In der Steuerschaltung 12 kann eine
Schwellwertschaltung enthalten sein, die nur dann einen Trig
gerimpuls erzeugt, wenn eine genügend große Bewegung des Po
sitionsgebers 11 erfolgt. Dadurch wird sichergestellt, daß
eine Einspeicherung lediglich dann erfolgt, wenn der Glasfi
ber-Schlauch bewußt bewegt wurde. Ein an der Steuerschaltung
12 angeordneter Umschalter 13 kann die Steuerschaltung 12 von
dem automatischen Betrieb auf Dauerbetrieb umschalten, so daß
beispielsweise einzelne Szenen sich vollständig digitalisie
ren und abspeichern lassen.
Der Fußschalter 9 kann auch direkt an der Steuerschaltung 12
angeschlossen sein, so daß zusätzlich unabhängig zur Bewegung
ein digitales Bild bei Bedarf abspeicherbar ist. Der Umschal
ter 13 kann dann mehrere Schaltstellungen aufweisen. In einer
ersten Stellung wird beispielsweise nur die Eingabe des Fuß
schalters 9 zugelassen. In einer zweiten Stellung kann zu
sätzlich die automatische, bewegungsabhängige Digitalisierung
erfolgen. In einer dritten Stellung des Umschalters 13 wird
ein Dauerbetrieb ermöglicht.
Die erfindungsgemäße Online-Erzeugung digitaler endoskopi
scher Bilddaten besteht darin, daß die - wie bisher als Vi
deosignale empfangenen - analogen Bilddaten während der endo
skopischen Untersuchung genau dann digitalisiert werden, wenn
sich die Position der Endoskop-Spitze, beispielsweise des En
doskop-Objektives, über eine bestimmte, vorgebbare Distanz
bewegt und/oder ihre Orientierung um einen bestimmten, vor
gebbaren Winkel geändert hat. So kann genau dann ein vom En
doskop geliefertes Bild digitalisiert werden, wenn das Endo
skop verschoben und/oder der Raumwinkel des Endoskop-Objek
tivs verändert wurde.
Eine erfindungsgemäße Digitalisierung während einer endosko
pischen Untersuchung kann auch dann erfolgen, wenn der unter
suchende Arzt mit Hilfe des Bedien-Interfaces, des Fußschal
ters 9, die Digitalisierung initiiert.
Die Digitalisierung der Bilddaten erfolgt somit eventgetrig
gert, wobei unter Events beliebige Endoskop-Bewegungen bzw.
die Auslösung durch den untersuchenden Arzt verstanden wer
den.
Die Digitalisierung der analogen endoskopischen Bilddaten er
folgt beispielsweise mit Hilfe einer bekannten Framegrabber-
Karte. Diese Digitalisierungs-Karte wird von einem sehr klei
nen Positionsgeber 11, der möglichst nahe an der Endoskop
spitze oder in einem festen, bekannten Abstand zur Endoskop
spitze angebracht ist, genau dann getriggert, wenn die Endo
skop-Spitze einen vorgebbaren Weg beispielsweise durch Schie
ben des Arztes zurückgelegt hat und/oder sich die Lage der
Endoskop-Spitze im Raum durch Drehen des Arztes um einen vor
gebbaren Winkel geändert hat. Der Positionsgeber 11 liefert
dabei ständig räumliche Ortskoordinaten sowie räumliche Ori
entierungen der Endoskop-Spitze. Positionsgeber 11 dieser Art
sind erhältlich. So läßt sich beispielsweise das auf elektro
magnetischer Übertragung beruhende Positionsgeber-System
"Carto" der Fa. Biosense verwenden, das bei endokardialen Ka
theterapplikationen Verwendung findet.
Eine Initiierung durch den Arzt mittels des Fußschalters 9
kann zeitlich vor und/oder nach einer medizinischen Interven
tion, beispielsweise einem endo-chirurgischen Eingriff, er
folgen. So können Bilddaten, die vor und nach einer medizini
schen Intervention digitalisiert wurden, sehr einfach vergli
chen werden, beispielsweise mit Hilfe gleichzeitiger Visuali
sierung der beiden digitalisierten Bilder. Weiterhin können
die beiden erzeugten Bilder mit digitalen Bildverarbeitungs
methoden voneinander subtrahiert werden. Ein Differenz-Bild
kann nach erfolgter Subtraktion dargestellt werden, so daß
die Auswirkungen des medizinischen Eingriffs im Differenzbild
sichtbar werden.
Da der Arzt während einer endoskopischen Untersuchung Endo
skopbilder auch ohne Bewegung des Endoskops oder Einzelauslö
sung digitalisieren möchte, um beispielsweise Blutfluß nach
Eingriffen, die während der endoskopischen Untersuchung
stattfinden, zu beobachten, muß der Erfassungsmodus der Fra
megrabber-Digitalisierungskarte während der Untersuchung zwi
schen positionsgetriggerter Digitalisierung und kontinuierli
cher Digitalisierung schaltbar sein. Dies kann beispielsweise
durch Knopfdruck an der Endoskop-Halterung oder durch den Um
schalter 13 erfolgen.
Da sich die Lage des Endoskops und des daran angebrachten Po
sitionsgebers 11 während der Untersuchung bedingt durch re
spiratorische Aktivitäten des Patienten verändern kann, kann
die Notwendigkeit bestehen, die empfangenen Positionsdaten um
Atmungsartefakte zu korrigieren. Die hierzu nötige Informati
on kann in einer Lernphase gewonnen werden, in der das Endo
skop und der zugehörige Positionsgeber 11 nicht vom Arzt be
wegt werden. In dieser Lernphase werden die ausschließlich
durch Respiration verursachten Positionsänderungen des Posi
tionsgebers 11 erfaßt. Mit Hilfe dieser Positionsdaten können
Positionen des Endoskop-Objektivs 3, die während der Untersu
chung erfaßt werden, korrigiert werden.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der endoskopischen Dia
gnostikeinrichtung erhält man eine Speichervorrichtung, bei
der die Datenmenge der im Verlauf einer Untersuchung anfal
lenden digitalisierten endoskopischen Bilddaten wird durch
sogenannte Events - Endoskop-Bewegungen oder manuelle Trigge
rung - und nicht durch die Zeitdauer der endoskopischen Un
tersuchung bestimmt wird, so daß sich eine sehr deutliche Re
duktion der aufgenommenen Datenmenge ergibt.
Derartig endoskopische Bilddaten, die durch das erfindungsge
mäße Verfahren digitalisiert wurden, können auf elektroni
schen Archivierungsmedien rechnergestützt dokumentiert, ar
chiviert und mit Hilfe von Datenbankanwendungen verwaltet
werden. Sie können auch an medizinischen Workstations darge
stellt und über Rechner-Netzwerk-Verbindungen problemlos
transferiert werden. Weiterhin können diese digitalen Bildda
ten unter Verwendung des DICOM-Standards herstellerunabhängig
nachverarbeitet werden. Ebenfalls können alle heute in der
medizinischen Bildverarbeitung gängigen Nachverarbeitungs
schritte wie beispielsweise Viewing, Einblendung von Grafik-
und Text-Elementen, Markierung, ROI-Auswertung, Cine-Mode,
Windowing, Filterung, Mustererkennung, Segmentierung, usw.
können nach erfolgter Digitalisierung der Bilddaten angewandt
werden.
Bei genügend hoher Rechner-Performance können die online-
digitalisierten Daten online, also während der Untersuchung,
rechnergestützt dargestellt, verarbeitet und ausgewertet wer
den.
Die beschriebene Methode kann für alle medizinischen und auch
nichtmedizinischen Akquisitionsmodalitäten angewandt werden,
bei denen ein Sensor zur Erfassung von analogen Bilddaten in
teraktiv bewegt wird. Dies können beispielsweise auch endo
skopische Ultraschall-Untersuchungen von Gefäßen, wobei der
Ultraschall-Sensor dann mit einem Positionsgeber 11 verbunden
wäre, oder Methoden der minimalinvasiven Chirurgie sein. Dies
Verfahren läßt sich aber auch in der Röntgentechnik einset
zen.
Claims (5)
1. Diagnostikeinrichtung mit einer Aufnahmevorrichtung (1
bis 3) zur Erzeugung von analogen Videosignalen und einem Mo
nitor (6) zur Wiedergabe der Videosignale, bei der eine endo
skopische Fernsehkamera (1 bis 3) ein am Ende eines Glasfi
ber-Schlauches (2) angebrachtes Endoskop-Objektiv (3) auf
weist, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Nähe des Objektives (3) ein Positionsgeber (11)
angebracht ist, der mit einer Steuerschaltung (12) verbunden
ist, die bei Bewegung des Positionsgebers (11) eine Einspei
cherung in eine an der Aufnahmevorrichtung (1 bis 3) ange
schlossene digitale Speichervorrichtung (8) bewirkt.
2. Diagnostikeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die digitale Speicher
vorrichtung (8) einen mit der Steuerschaltung (12) verbun
denen Analog/Digital-Wandler aufweist.
3. Diagnostikeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß an der di
gitalen Speichervorrichtung (8) eine Workstation (10) ange
schlossen ist.
4. Diagnostikeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die di
gitale Speichervorrichtung (8) ein sogenannter Framegrabber
ist.
5. Diagnostikeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die di
gitale Speichervorrichtung (8) auf kontinuierlichen Betrieb
umschaltbar ist.
Priority Applications (2)
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| DE19731928A DE19731928C1 (de) | 1997-07-24 | 1997-07-24 | Diagnostikeinrichtung |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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ID=7836815
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| DE (1) | DE19731928C1 (de) |
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| CN116627080B (zh) * | 2023-07-19 | 2023-09-15 | 欧米勒电气有限公司 | 一种适用于塑壳断路器运行数字化智能控制系统 |
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- 1997-07-24 DE DE19731928A patent/DE19731928C1/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPH11234661A (ja) | 1999-08-27 |
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Legal Events
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