DE19643045A1 - Vorrichtung zur Ermittlung der Gerätekonstanten bei einem in einem Fahrzeug verbauten Kontrollgerät - Google Patents
Vorrichtung zur Ermittlung der Gerätekonstanten bei einem in einem Fahrzeug verbauten KontrollgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ermittlung der Gerätekonstanten bei
einem in einem Fahrzeug verbauten Kontrollgerät nach dem Oberbegriff des ersten
Anspruchs.
Aufgrund nationaler Gesetzesvorschriften und auch aufgrund von Regelungen in der
Europäischen Gemeinschaft sind Fahrzeuge ab einem bestimmten zulässigen
Gesamtgewicht mit einem Kontrollgerät auszustatten, das die Lenkzeit des Fahrers,
die Uhrzeit, die Fahrzeuggeschwindigkeit und die vom Fahrzeug zurückgelegte
Weg Strecke registriert. Ein solches Kontrollgerät kann ein Fahrtschreiber sein. Zur
Erfassung der Fahrzeugbewegung wird an das Kontrollgerät ein Impulsgeber
angeschlossen, der im Fahrzeug an geeigneter Stelle - vorzugsweise in dessen
Getriebe - verbaut ist und bei dem die Abtastung der Rotation eines
Getriebezahnrades ein Impulssignal generiert, das der vom Fahrzeug
zurückgelegten Wegstrecke proportional ist.
Das Kontrollgerät ordnet eine bestimmte Anzahl Impulse einer bestimmten
Wegstrecke zu. Die Proportionalitätskonstante zwischen Impulszahl und
Wegstrecke ist die sogenannte Gerätekonstante des Kontrollgerätes. Die
Gerätekonstante wird bei der Fertigung des Kontrollgerätes werksseitig
voreingestellt und muß bei der Erstinstallation des Kontrollgerätes in ein Fahrzeug
an die tatsächlichen Gegebenheiten des Fahrzeugs angepaßt sowie später von Zeit
zu Zeit überprüft werden. Dabei nimmt der Radumfang wesentlichen Einfluß auf den
im Kontrollgerät einzustellenden Wert der Gerätekonstanten.
Die einzustellende Gerätekonstante wird häufig in der Werkstatt auf einem
Rollenprüfstand ermittelt. Rollenprüfstände als solche und die bei der Durchführung
des Meßverfahrens eingesetzten Prüfmittel sind an sich aus der Praxis bekannt. So
ist beispielsweise der Gebrauch eines Meßrechners üblich, an den ein Rollengeber
und eine Lichtschranke angeschlossen sind. Mit dem Rollengeber wird die
Umdrehungszahl der Rolle des Rollenprüfstandes erfaßt. Aus der Rollendrehzahl
errechnet der Meßrechner ein Wegstreckensignal. Die Lichtschranke erfaßt die
Umdrehungszahl eines vom Rollenprüfstand angetriebenen Fahrzeugrades. Der
Meßrechner ermittelt daraus ein Radumfangssignal. Das im Fahrzeug installierte
Kontrollgerät wird entweder direkt oder über zwischengeschaltete Elektronik mittels
eines Datenkabels an den Meßrechner angeschlossen. Das bedeutet, daß zumeist
sehr lange elektrische Leitungen lose durch die Werkstatt zu verlegen sind, was
unfallträchtig und nicht besonders komfortabel ist.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Arbeitssicherheit und den
Komfort bei der Handhabung einer Vorrichtung zur Ermittlung der Gerätekonstanten
bei einem in einem Fahrzeug verbauten Kontrollgerät zu verbessern.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des ersten Anspruchs
gelöst. Die abhängigen Ansprüche zeigen vorteilhafte Ausgestaltungen der
gefundenen Lösung.
Die gefundene Lösung hat den Vorteil, daß die Verlegung loser Leitungen zwischen
dem Fahrzeug und dem in der Werkstatt vorgesehenen Meßrechner entfällt,
wodurch die Arbeitssicherheit für das Werkstattpersonal erhöht wird. Zur
Durchführung des Meßverfahrens wird ein mobiles Funkterminal ins Fahrzeug mit
hineingenommen. Zur Übertragung der vom Kontrollgerät über dessen Impulsgeber
erfaßten Wegimpulse an das Funkterminal wird zwischen beiden Geräten eine
Datenverbindung hergestellt. Das kann durch elektrische Leitungen oder drahtlos z. B.
über eine Infrarotübertragungsstrecke erfolgen. In jedem Fall ist dazu nur eine
relativ kurze Verbindung innerhalb der Fahrzeugkabine erforderlich, die für das
Personal zu keiner Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit im Fahrzeug führt.
Das Funkterminal steht mit dem Meßrechner in bidirektionaler Funkverbindung. So
können Daten des Meßrechners zum Funkterminal und auch Daten sowie
Steueranweisungen vom Funkterminal an den Meßrechner übertragen werden. Zu
den Steueranweisungen gehört beispielsweise das Ein- und Ausschalten des
Antriebs der Rollen des Prüfstandes sowie das Heben und Senken von dessen
Hubbalken. Auch die im Meßrechner ablaufenden Prüfprogramme sind vom
Funkterminal aus bedienbar. Damit kann das gesamte Meßverfahren vom
Funkterminal aus, d. h. von der Fahrzeugkabine aus gesteuert werden. Dies erhöht
den Bedienungskomfort.
Zur Ermittlung der Gerätekonstanten bei einem in einem Fahrzeug verbauten
Kontrollgerät ist es unabdingbar, daß die vom Kontrollgerät gelieferten Wegimpulse
in Echtzeit an den Meßrechner übertragen werden, damit dort ein Abgleich mit dem
vom Rollenprüfstand erfaßten Wegstreckensignal und Radumfangssignal erfolgen
kann. Denn aus dem Wegstreckensignal und dem Radumfangssignal ermittelt der
Meßrechner ebenfalls eine Wegimpulszahl, die mit den zeitgleich vom Kontrollgerät
gelieferten Wegimpulsen zu vergleichen ist. Wenn beide Zahlenwerte von einander
abweichen, muß die Gerätekonstante des Kontrollgerätes solange verändert
werden, bis zwischen beiden Wegimpulszahlen Gleichheit besteht.
Es ist von Vorteil, wenn das Funkterminal aus dem Bordnetz des Fahrzeugs oder
aus Akkus energieversorgt wird, weil dann während des Meßvorgangs keine
Versorgungsleitungen aus der Fahrzeugkabine herausgeführt werden müssen. Die
Energieversorgung kann im Fahrzeug durch eine Leitungsverbindung zu dessen
Zigarettenanzünder erfolgen.
Das Funkterminal ist ein mit Rechnerintelligenz, mit Anzeigemitteln, mit
Bedienelementen sowie mit diversen Schnittstellen ausgestattetes Gerät, das zur
Kommunikation mit anderen Geräten über einen Funkempfänger und einen
Funksender verfügt. Wenn das Funkterminal als ein um eine Funkempfangs- und
Sendeeinheit erweiterter, handelsüblicher Kleinrechner, z. B. als ein Laptop oder
Notebook ausgebildet ist, können vom Meßrechner ermittelte Meßwerte sowie eine
geeignete Bedienerführung für die Prüfprogramme am Display dieses Funkterminals
zur Anzeige gebracht werden. Steueranweisungen sind dann durch die Tastatur des
Kleinrechners aus lösbar.
Je nach der Plazierung des Meßrechners in der Werkstatt mag es vorteilhaft sein,
daß der Meßrechner über eine gerätemäßig von ihm getrennte Funkempfangs- und
Sendeeinheit verfügt und mit dieser über eine bidirektionale serielle Datenleitung
verbunden ist. Die im Vergleich zum Meßrechner klein bauende Funkempfangs- und
Sendeeinheit kann in der Werkstatt so angeordnet werden, daß aus der
Fahrzeugkabine heraus eine störungsfreie Funkübertragung zum Meßrechner hin
gewährleistet ist.
Ebenfalls ist es von Vorteil, wenn das Funkterminal über eine Funkuhr verfügt, weil
dann in Verbindung mit den bereits genannten Mitteln im Funkterminal alles zur
Verfügung steht, was für eine Prüfung des Kontrollgerätes erforderlich ist.
Anhand einer Figur soll die vorgeschlagene Vorrichtung noch kurz erläutert werden.
Die Figur bedient sich dabei einer schematisch vereinfachten Darstellung, die sich
auf die erfindungswesentlichen Komponenten beschränkt.
In einem Fahrzeug 12 ist ein Kontrollgerät 5 verbaut. Bei einer Fahrzeugbewegung
registriert dieses Kontrollgerät mittels eines an ihm angeschlossenen Impulsgebers,
der hier nicht dargestellt ist, die Fahrzeuggeschwindigkeit sowie die vom Fahrzeug
zurückgelegte Wegstrecke. Zur Ermittlung der Gerätekonstanten des Kontrollgeräts
befindet sich das Fahrzeug 12 auf einem Rollenprüfstand 8. Mit einer Lichtschranke
7 wird die Umdrehungszahl eines vom Rollenprüfstand 8 angetriebenen
Fahrzeugrades erfaßt. Ein Rollengeber 9 erfaßt die Umdrehungszahl der treibenden
Rolle des Rollenprüfstandes. Die Ausgangssignale von Rollengeber 9 und
Lichtschranke 7 werden einem Meßrechner 10 zur weiteren Verarbeitung zugeführt.
Je nach Anordnung des Meßrechners 10 in der Werkstatt kann es sinnvoll sein, eine
vom Meßrechner 10 gerätemäßig getrennte Funkempfangs- und Sendeeinheit 1
vorzusehen, die über eine bidirektionale serielle Datenleitung 11 mit dem
Meßrechner 10 verbunden ist und deren Anordnung in der Werkstatt eine
störungsfreie Funkübertragung zur Fahrzeugkabine gewährleistet. Zur Durchführung
des Prüfverfahrens nimmt das Werkstattpersonal ein mobiles Funkterminal 4 mit in
die Fahrzeugkabine und stellt zwischen dem Kontrollgerät 5 und dem Funkterminal 4
eine Datenverbindung 3 her, die aus einem elektrischen Prüfkabel bestehen kann.
Sofern das Funkterminal 4 nicht über eine autarke Stromversorgung verfügt, ist es
vorteilhaft, es aus dem Bordnetz des Fahrzeugs 12 mit elektrischer Energie zu
versorgen. Dazu kann eine elektrische Verbindung z. B. zum Zigarettenanzünder 6
hergestellt werden. Vom Kontrollgerät 5 an das Funkterminal 4 abgegebene
Meßsignale werden im laufenden Prüfvorgang in Echtzeit über die Funkstrecke 2 an
die Funkempfangs- und Sendeeinheit 1 und von dort an den Meßrechner 10
übertragen. Der besondere Vorteil dieses Meßaufbaus besteht darin, daß in der
Werkstatt zwischen dem Fahrzeug 12 und dem Meßrechner 10 keine losen Kabel
verlegt werden müssen.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Ermittlung der Gerätekonstanten bei einem in einem Fahrzeug
verbauten Kontrollgerät,
- a) wobei an das Kontrollgerät (5) ein im Fahrzeug angeordneter Impulsgeber zur Erfassung der vom Fahrzeug zurückgelegten Wegstrecke angeschlossen ist,
- b) wobei die Ermittlung der im Kontrollgerät (5) aufgrund der Fahrzeugbeschaffenheit einzustellenden Gerätekonstanten auf einem Rollenprüfstand (8) durchgeführt wird,
- c) wobei der Rollenprüfstand (8) durch Erfassung der Rollendrehzahl ein Wegstreckensignal und durch Erfassung der Umdrehungszahl eines vom Rollenprüfstand angetriebenen Fahrzeugrades ein Radumfangssignal an einen Meßrechner (10) liefert, gekennzeichnet durch ein im Fahrzeug anordbares mobiles Funkterminal (4),
- d) das über eine Datenverbindung (3) zum Kontrollgerät (5) die von dessen Impulsgeber erfaßten Wegimpulse aufnimmt,
- e) das mit dem Meßrechner (10) in bidirektionaler Funkverbindung (2) steht und
- f) von dem aus die Wegimpulse in Echtzeit an den Meßrechner (10) zum Abgleich mit dem vom Rollenprüfstand (8) erfaßten Wegstreckensignal und Radumfangssignal übertragbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vom Funkterminal (4)
aus das Betriebsverhalten des Meßrechners (10) steuerbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Funkterminal (4) aus dem Bordnetz des Fahrzeugs energieversorgt wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Funkterminal (4) ein um eine Funkempfangs- und
Sendeeinheit erweiterter, handelsüblicher Kleinrechner (Laptop oder Notebook)
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Meßrechner (10) über eine gerätemäßig von ihm
getrennte Funkempfangs- und Sendeeinheit (1) verfügt und mit dieser über eine
bidirektionale serielle Datenleitung (11) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Funkterminal (4) über eine Funkuhr verfügt.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19643045A DE19643045A1 (de) | 1996-10-18 | 1996-10-18 | Vorrichtung zur Ermittlung der Gerätekonstanten bei einem in einem Fahrzeug verbauten Kontrollgerät |
| EP97117367A EP0837332B1 (de) | 1996-10-18 | 1997-10-08 | Vorrichtung zur Ermittlung der Gerätekonstanten bei einem in einem Fahrzeug verbauten Kontrollgerät |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19643045A DE19643045A1 (de) | 1996-10-18 | 1996-10-18 | Vorrichtung zur Ermittlung der Gerätekonstanten bei einem in einem Fahrzeug verbauten Kontrollgerät |
Publications (1)
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