DE19624555A1 - Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren SteuerungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder
mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung.
Eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art besteht prinzipiell aus
Stromrichterschaltungen in Mittel- oder Brückenschaltung, die gleichstromseitig an einem
Stromzwischenkreis angeschlossen sind. Werden die Stromrichterschaltungen mit aktiv
einschaltbaren und passiv ausschaltbaren bidirektional spannungsführenden Schaltern ausgeführt,
erhält man alle bekannten netzgelöschten Stromrichterschaltungen, deren Steuerung über den
Zündwinkel nur getaktete Betriebsweise mit einem Steuerfreiheitsgrad erlaubt. Ein Übergang zum
Pulsbetrieb ist in diesem Fall nur durch die Ergänzung der Schaltung durch eine
Zwangslöscheinrichtung möglich. Stellvertretend für eine Vielzahl bekannter technischer Lösungen
seien hier die Phasenfolgelöschung [IEEE IA 1980 pp. 501-512] und die Sternpunktkommutierung
genannt. Nachteilig bei diesen Schaltungen sind die stromabhängigen Kommutierungszeiten und die
relativ hohe Spannungsbelastung der Ventile.
Mit dem Einsatz aktiv ein- und ausschaltbarer sperrfähiger Ventile entfällt die Notwendigkeit einer
Zwangslöscheinrichtung, wobei dann zur Vermeidung von Überspannungen während der
Kommutierung wechselstromseitig die Mittelpunkt- oder Brückenschaltungen mit Filterkapazitäten
in Stern- oder Dreieckschaltung abgestützt werden müssen [IEEE IAS Annual Meeting 1988
pp. 302. . 307; IEEE IA 1992 pp. 64. . 71; EPE 1991 pp. 2.177-2.181]. Weiterhin sind Schaltungen
bekannt, in denen der Sternpunkt der Filterkapazitäten über weitere zwei Schalter mit dem anoden-
oder katodenseitigen Anschlußpunkten der Gleichstromseite verbunden ist [ IEEE IAS Annual
Meeting 1985 pp. 442. . 447; IEEE IA 1987 pp. 256. . 262, EPE 1991 pp. 4.072-4.081]. Den
genannten Schaltungen ist der Nachteil gemeinsam, daß die Schalter mit relativ hohen Verlusten hart
ein- und ausschalten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung sowie Verfahren zu
deren Steuerung zu schaffen, wodurch der Pulsbetrieb bei geringen Schaltverlusten, hohen
Pulsfrequenzen und geringem Filteraufwand ermöglicht wird.
Die Aufgabe wird bei der Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder
mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis durch die kennzeichnenden Teile der
Ansprüche 1 bis 7, sowie durch ein Verfahren zur Steuerung dieser Schaltungsanordnung gemäß
den kennzeichnenden Teilen der Ansprüche 8 bis 12 gelöst.
Sowohl durch die Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 7 und die Steuerverfahren nach
nach den Ansprüchen 8 bis 12 wird die Möglichkeit eröffnet, den Pulsbetrieb der
Schaltungsanordnung bei geringen Schaltverlusten, hohen Pulsfrequenzen und geringem
Filteraufwand zu realisieren. Die Schaltung wird unter Verwendung klassischer
Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung aufgebaut. Die impedanzbehafteten
Wechselspannungsquellen werden dabei mit mindesten zwei in Reihe geschalteten Kondensatoren
abgeschlossen. Bei einer Erweiterung der Schaltung auf drei Phasen kann dies zu einer Stern- oder
Dreieckschaltung führen. Die Mittelpunkte dieser Filterkondensatoren werden mit dem anoden-
und/oder katodenseitigen Anschlußpunkt der Gleichstromseite über eine Kommutierungseinrichtung
verbunden. Diese Kommutierungseinrichtung besteht aus der Reihenschaltung eines elektronischen
Schalters SK und entweder einer Induktivität LK oder einer Kapazität CK oder einer Reihenschaltung
einer Induktivität LK und einer Kapazität CK.
Bedingt durch die je nach Auswahl der Bauelemente genutzten Steuerverfahren muß der
elektronische Schalter SK verschiedene Eigenschaften haben.
Der elektronische Schalter SK muß bidirektional Spannung und unidirektional Strom führen, falls in
der Reihenschaltung der Kommutierungseinrichtung sich kein Kondensator befindet. Der
elektronische Schalter SK muß unidirektional Spannung und bidirektional Strom führen, falls die
Kommutierungseinrichtung mindestens aus der Reihenschaltung des elektronischen Schalters SK und
eines Kondensators besteht. Eine Beanspruchung des Schalters SK in beide Strom- und
Spannungsrichtungen tritt nur bei Stromrichtern mit einem Wechselstromzwischenkreis oder bei
einem Steuerverfahren nach Anspruch 11 auf.
Die Schalter Sn des Stromrichters können durch eine Parallelkapazität Cp oder durch eine
Reiheninduktivität LR von Schaltverlusten entlastet werden.
Die Steuerung der Schaltung erfolgt für den Fall, daß die Kommutierungseinrichtung nur aus einer
Reihenschaltung einer Induktivität LK und eines elektronischen Schalters SK besteht, nach Anspruch
8. Die Kommutierung wird bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig
durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten
des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt beendet, in dem dessen Spannung den Wert
Null oder einen Schwellspannungswert erreicht. Bei positiver Spannung über dem
stromübernehmenden Schalterzweig beginnt durch das aktive Einschalten des elektronischen
Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt, der mit dem passiven Ausschalten des
stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt endet, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht. Ein zweiter Kommutierungsabschnitt erstreckt sich bis zum passiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht. Ein dritter Kommutierungsabschnitt beendet die Kommutierung mit dem passiven Ausschalten des elektronischen Schalters SK in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null erreicht.
stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt endet, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht. Ein zweiter Kommutierungsabschnitt erstreckt sich bis zum passiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht. Ein dritter Kommutierungsabschnitt beendet die Kommutierung mit dem passiven Ausschalten des elektronischen Schalters SK in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null erreicht.
Durch diese Art der Entlastung entsteht in der Induktivität der Kommutierungseinrichtung während
eines Steuerabschnittes ein Gleichstrom. Dieser Gleichstrom führt zu einer Ladungsverschiebung der
Filterkondensatoren. Dem wirken die Steuerverfahren nach Anspruch 11 und 12 entgegen. Das
Verfahren nach Anspruch 11 benötigt elektronische Schalter SK in der Kommutierungseinrichtung
für beide Strom- und Spannungsrichtungen. Hierbei wird bei negativer Spannung über dem
stromübernehmenden Schalterzweig vor dem Ausschalten des stromführenden Schalters der Schalter
SK eingeschaltet und nach Beendigung der Kommutierung durch den Stromnulldurchgang der
Schalter SK ausgeschaltet. Dies muß derart gesteuert werden, daß innerhalb eines Steuerabschnittes
kein Mittelwert des Stromes der Kommutierungseinrichtung existiert.
Beim Verfahren nach Anspruch 12 folgen auf anodenseitige/katodenseitige
Kommutierungsvorgänge katodenseitige/anodenseitige Kommutierungsvorgänge derart, daß der
Strom durch die gemeinsame Induktivität LK keinen Mittelwert innerhalb eines definierten
Zeitabschnitts aufweist.
Für den Fall, daß die Kommutierungseinrichtung aus einer Reihenschaltung aus Kondensator CK,
Induktivität LK und elektronischen Schalter SK besteht und die Schalter Sn des Stromrichters
kapazitiv (Nullspannungsschalter) entlastet werden, muß eine Steuerung nach Anspruch 9
vorgesehen werden. Die Kommutierung wird bei negativer Spannung über dem
stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters
eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt
beendet, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht. Bei
positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig beginnt durch das aktive
Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt, der mit dem
passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt endet, in dem dessen Strom
den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht. Ein zweiter sich anschließender
Kommutierungsabschnitt dauert bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in
dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung
erreicht hat.
Für den Fall, daß die Kommutierungseinrichtung aus einer Reihenschaltung aus Kondensator CK,
Induktivität LK und elektronischen Schalter SK besteht und die Schalter Sn des Stromrichters
induktiv (Nullstromschalter) entlastet werden, muß eine Steuerung nach Anspruch 10 vorgesehen
werden. Die Kommutierung wird bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden
Schalterzweig durch das aktive Einschalten des stromübernehmenden Schalters eingeleitet und
endet durch das passive Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen
Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht. Bei negativer Spannung über dem
stromübernehmenden Schalterzweig beginnt durch das aktive Einschalten des elektronischen
Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt, der mit dem passiven Ausschalten des
stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt endet, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen
Schwellstromwert erreicht. Ein zweiter Kommutierungsabschnitt schließt sich an und dauert bis zum
aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator
CK wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat.
Durch diese Kommutierungseinrichtung und deren Steuerung können alle Ventile als
Nullspannungs- oder Nullstromschalter arbeiten. Dadurch lassen sich die Schaltverluste verringern.
Bedingt durch diese Verringerung der Schaltverluste können die Pulsfrequenz der Schaltung erhöht,
die passiven Bauelemente verkleinert, das Regelverhalten der Schaltung verbessert und die
Bauelemente besser ausgenutzt werden. Außerdem wird ein besserer Wirkungsgrad der Schaltung
erreicht, was zu einer Verkleinerung des Kühlsystems führt.
Anhand der Zeichnungen wird die Schaltungsanordnung und das Verfahren zur Steuerung
nachstehend näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Schaltungsanordnung am Beispiel einer zweiphasigen Mittelpunktschaltung
Fig. 2 zeigt die Schaltungsanordnung am Beispiel einer einphasigen Brückenschaltung
Fig. 3 zeigt die Schaltungsanordnung am Beispiel einer dreiphasigen Brückenschaltung mit einer
Ankopplung der Kommutierungseinrichtung über sechs in Dreieck geschalteten
Kondensatoren
Fig. 4 zeigt die zeitlichen Verläufe von Strom und Spannung während eines
Kommutierungsvorganges in der Hilfskommutierungseinrichtung für den Fall einer
Reihenschaltung eines Kondensators CK und des elektronischen Schalters SK in der
Hilfskommutierungseinrichtung nach Fig. 1
Fig. 5 zeigt die zeitlichen Verläufe von Strömen in ausgewählten elektronischen Schaltern
während der Kommutierungen in der Schaltung nach Fig. 3
Fig. 6 zeigt die Schaltungsanordnung am Beispiel einer dreiphasigen Brückenschaltung mit einer
Ankopplung der Kommutierungseinrichtung über drei in Stern geschalteten Kondensatoren
Fig. 1 stellt die Schaltungsanordnung in einer Mittelpunktschaltung dar. Die Stromrichterschaltung
kann durch den Zwischenkreisstrom Id jeden Strommittelwert bei entsprechender Pulsung in das
Wechselstromnetz einprägen. Dabei wird das Wechselstromnetz über einen einphasigen
3-Wicklungstrafo in Mittelpunktschaltung angeschlossen.
Um den Strom in das Wechselstromnetz in Amplitude und Phase einzustellen, müssen sich die
Schalter S₁ und S₂ in ihrer Stromführung ablösen. Dabei kann der stromübernehmende Schalter S₂
bei positiver Spannung aktiv eingeschaltet werden. Während der folgenden Stromkommutierung
wird der Strom in dem vor der Kommutierung stromführenden Schalter den Wert Null erreichen und
passiv ausschalten.
Falls die Spannung über dem Schalter S₂ vor der Kommutierung negativ ist, kommt die
Kommutierungseinrichtung zum Einsatz. Der Schalter SK wird eingeschaltet. Durch die vor der
Kommutierung entsprechend gepolte Spannung am Kondensator CK wird ein positiver Strom durch
den Schalter S₁ getrieben. Durch den folgenden Schwingvorgang erreicht der Strom durch Schalter
S₁ den Wert Null, worauf dieser passiv ausschaltet. Der Schalter SK muß dann den
Zwischenkreisstrom führen. Der Kondensator CK hat durch den Schwingvorgang seinen
Ladezustand geändert, kann jetzt aber mit Hilfe des Zwischenkreisstromes wieder aufgeladen
werden. Wenn der Kondensator eine definierte Ladung erreicht hat, kann der Schalter S₂ wieder
eingeschaltet werden.
In bestimmten Einsatzfällen kann auch bei positiver Spannung über dem Schalter S₂ die
Kommutierungseinrichtung benutzt werden. Dadurch schalten die Schalter auch während dieser
Spannungsverhältnisse verlustarm als Nullstromschalter.
Fig. 4 zeigt den Spannungs- und Stromverlauf der Kommutierungseinrichtung für den Fall, daß die
Spannung über dem Schalter S₂ vor der Kommutierung negativ ist.
Die in der Fig. 2 dargestellte Schaltung zeigt die Anordnung als einphasiger Stromrichter in
Brückenschaltung. Jeder der Schalter S₁. . . S₄ kann durch die Wirkung des entsprechenden
Hilfskommutierungskreises als Nullstromschalter betrieben werden. Dazu wird beispielsweise bei der
Kommutierung von Schalter S₁ auf S₂ der Hilfsschalter SK1 eingeschaltet. Wenn der Kondensator CK
vor der Kommutierung aufgeladen ist, wird der Strom in Schalter S₁ bis auf den Wert Null
abnehmen, wodurch dieser passiv ausschaltet. Schalter S₂ schaltet ein, wenn der Kondensator CK die
gleiche Ladung wie vor der Kommutierung erreicht hat.
Dieser Schaltungsaufbau ermöglicht ein Schalten der Schalter S₁. . . S₄ im stromlosen Zustand bei allen
Spannungsverhältnissen.
Fig. 3 zeigt die Schaltung in der Ausführung einer dreiphasigen Stromrichterschaltung in
Brückenschaltung. Die Schaltung kann mit Hilfe des Zwischenkreisstroms Id einen beliebigen
Strommittelwert bei entsprechenden Pulsverfahren in das Drehstromnetz einprägen.
Die Ansteuerung während der Kommutierung verläuft in nachfolgender Weise.
Im Falle der negativen Spannung über dem Schalter S₂ wird der Schalter S₁ ausgeschaltet, und der
Zwischenkreisstrom lädt die Kapazitäten Cp über den Schaltern um. Der Schalter S₂ schaltet bei
Spannung Null ein und übernimmt damit den Zwischenkreisstrom.
Im Falle der positiven Spannung über dem Schalter S₂ wird der Schalter der
Kommutierungseinrichtung SK1 eingeschaltet. Wenn der Strom im Schalter SK1 den Wert des
Zwischenkreisstroms erreicht hat, kann der Schalter S₁ des Stromrichters ausgeschaltet werden.
Durch den nun folgenden Schwingvorgang werden die Schalterkondensatoren Cp der Schalter S₁
und S₂ umgeladen. Der stromübernehmende Schalter schaltet bei Spannung Null ein. Durch die
geänderten Spannungsverhältnisse verringert sich der Strom im Schalter SK1. Wenn dieser Strom
den Wert Null erreicht hat, kann der Schalter SK1 passiv ausgeschaltet werden.
Um einer Ladungsverschiebung der Filterkondensatoren vorzubeugen, kann das in Anspruch 11 oder
12 beschriebene Verfahren benutzt werden. Dadurch fließt während einer Pulsperiodendauer in der
Drossel LK ein Wechselstrom ohne Mittelwert. Fig. 5 zeigt die Stromverläufe in den Schaltern
während einer Pulsperiodendauer mit Ladungsausgleich nach Anspruch 12.
Die Schaltung nach Fig. 6 entspricht einer dreiphasigen Stromrichterschaltung in Brückenschaltung.
Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird die Kommutierungseinrichtung mit einer
Sternschaltung von Kondensatoren an den Stromrichter angeschlossen. Durch diese Schaltung
werden nur zwei gesteuerte elektronische Bauelemente benötigt. Schalter SK1 ist für die
Kommutierung der Schalter S₁. . . S₃ und Schalter SK2 für die Kommutierung der Schalter S₄. . . S₆
verantwortlich.
Bezugszeichenliste
LR: Reiheninduktivität zu den Hauptschaltern
Cp: Parallelkapazität zu den Hauptschaltern
LK: Reiheninduktivität der Kommutierungseinrichtung
CK: Reihenkapazität der Kommutierungseinrichtung
Sn: n-ter Hauptschalter des Stromrichters
SKnn: n-ter Schalter der Kommutierungseinrichtung
Cp: Parallelkapazität zu den Hauptschaltern
LK: Reiheninduktivität der Kommutierungseinrichtung
CK: Reihenkapazität der Kommutierungseinrichtung
Sn: n-ter Hauptschalter des Stromrichters
SKnn: n-ter Schalter der Kommutierungseinrichtung
Claims (12)
1. Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen
Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis, unter Verwendung von Stromrichterschaltungen in
Mittelpunkt- oder Brückenschaltung, die den Energiefluß zwischen impedanzbehafteten
Wechselspannungsquellen und Gleich- bzw. Wechselstromkreisen niedrigerer Frequenzen steuern,
deren bidirektional spannungsführenden elektronischen Schaltern anoden- und/oder katodenseitige
gemeinsame Anschlußpunkte mit dem Gleich- bzw. Wechselstromkreis aufweisen, die zwei oder
mehrere Anschlußpunkte mit der Wechselspannungsquelle besitzen, dadurch gekennzeichnet,
daß die impedanzbehafteten Wechselspannungsquellen mit mindestens zwei in Reihe geschalteten
Kondensatoren abgeschlossen sind, daß die gemeinsamen Anschlußpunkte der Kondensatoren mit
den anoden- oder katodenseitigen Anschlußpunkten der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt-
oder Brückenschaltung über eine Kommutierungseinrichtung verbunden sind,
die aus der Reihenschaltung eines elektronischen Schalters SK und entweder einer Induktivität LK
oder einer Kapazität CK oder einer Reihenschaltung einer Induktivität LK und einer Kapazität CK
besteht.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter
SK bidirektional Spannung führt und dessen unidirektionaler Stromfluß zum katodenseitigen oder
entgegengesetzt zum anodenseitigen Anschluß gerichtet ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter
SK unidirektionaler Spannung zum anodenseitigen oder entgegengesetzt zum katodenseitigen
Anschluß gerichtet ist und einen bidirektionalen Stromfluß führt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter
SK bidirektional Spannung führt und einen bidirektionalen Stromfluß führt.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schalterzweige der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung
Parallelkapazitäten Cp aufweisen.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schalterzweige der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung
Reiheninduktivitäten LR aufweisen.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Zwei Kommutierungseinrichtungen der Stromrichterschaltungen in Brückenschaltung
eine gemeinsame Induktivität LK existiert.
8. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 4, 5 oder 7 dadurch
gekennzeichnet,
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, beendet wird,
daß bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt, der bis zum passiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, dauert und
ein sich anschließender dritter Kommutierungsabschnitt, der mit dem passiven Ausschalten des elektronischen Schalters SK in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null erreicht, beendet wird.
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, beendet wird,
daß bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt, der bis zum passiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, dauert und
ein sich anschließender dritter Kommutierungsabschnitt, der mit dem passiven Ausschalten des elektronischen Schalters SK in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null erreicht, beendet wird.
9. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 3, 5 oder 7 dadurch
gekennzeichnet,
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, beendet wird,
daß bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator CK wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat, beendet wird.
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, beendet wird,
daß bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator CK wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat, beendet wird.
10. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 3, 6 oder 7 dadurch
gekennzeichnet,
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des stromübernehmenden Schalters eingeleitet und durch das passive Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht hat, beendet wird,
daß bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator CK wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat, beendet wird.
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des stromübernehmenden Schalters eingeleitet und durch das passive Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht hat, beendet wird,
daß bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator CK wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat, beendet wird.
11. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 4, 5, 7 oder 8 dadurch
gekennzeichnet,
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig vor dem Ausschalten des stromführenden Schalters der Schalter SK eingeschaltet wird und dieser Schalter nach Beendigung der Kommutierung durch den Stromnulldurchgang ausgeschaltet wird.
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig vor dem Ausschalten des stromführenden Schalters der Schalter SK eingeschaltet wird und dieser Schalter nach Beendigung der Kommutierung durch den Stromnulldurchgang ausgeschaltet wird.
12. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 4, 5, 7 oder 8 dadurch
gekennzeichnet,
daß auf anodenseitige/katodenseitige Kommutierungsvorgänge katodenseitige/anodenseitige Kommutierungsvorgänge folgen, derart,
daß der Strom durch die gemeinsame Induktivität LK keinen Mittelwert innerhalb eines definierten Zeitabschnitts aufweist.
daß auf anodenseitige/katodenseitige Kommutierungsvorgänge katodenseitige/anodenseitige Kommutierungsvorgänge folgen, derart,
daß der Strom durch die gemeinsame Induktivität LK keinen Mittelwert innerhalb eines definierten Zeitabschnitts aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19624555A DE19624555A1 (de) | 1996-06-20 | 1996-06-20 | Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19624555A DE19624555A1 (de) | 1996-06-20 | 1996-06-20 | Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19624555A1 true DE19624555A1 (de) | 1998-01-02 |
Family
ID=7797432
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19624555A Withdrawn DE19624555A1 (de) | 1996-06-20 | 1996-06-20 | Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19624555A1 (de) |
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| WO2007048838A1 (fr) * | 2005-10-27 | 2007-05-03 | Airbus France | Dispositif mixte de controle du transfert de puissance entre deux coeurs d'un reseau continu et d'alimentation d'un moteur a courant alternatif |
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1996
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