DE19624555A1 - Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung

Info

Publication number
DE19624555A1
DE19624555A1 DE19624555A DE19624555A DE19624555A1 DE 19624555 A1 DE19624555 A1 DE 19624555A1 DE 19624555 A DE19624555 A DE 19624555A DE 19624555 A DE19624555 A DE 19624555A DE 19624555 A1 DE19624555 A1 DE 19624555A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
switch
voltage
commutation
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19624555A
Other languages
English (en)
Inventor
Juergen Petzoldt
Oliver Reimann
Gotthard Berger
Tobias Reimann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PETZOLDT JUERGEN PROF DR
Original Assignee
PETZOLDT JUERGEN PROF DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PETZOLDT JUERGEN PROF DR filed Critical PETZOLDT JUERGEN PROF DR
Priority to DE19624555A priority Critical patent/DE19624555A1/de
Publication of DE19624555A1 publication Critical patent/DE19624555A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02J—ELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J4/00—Circuit arrangements for mains or distribution networks not specified as AC or DC; Circuit arrangements for mains or distribution networks combining AC and DC sections or sub-networks
    • H02J4/20—Networks integrating separated AC and DC power sections
    • H02J4/25—Networks integrating separated AC and DC power sections for transfer of electric power between AC and DC networks, e.g. for supplying the DC section within a load from an AC mains system
    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M7/00—Conversion of AC power input into DC power output; Conversion of DC power input into AC power output
    • H02M7/02—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal
    • H02M7/04—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal by static converters
    • H02M7/12—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal by static converters using discharge tubes with control electrode or semiconductor devices with control electrode
    • H02M7/21—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal by static converters using discharge tubes with control electrode or semiconductor devices with control electrode using devices of a triode or transistor type requiring continuous application of a control signal
    • H02M7/217—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal by static converters using discharge tubes with control electrode or semiconductor devices with control electrode using devices of a triode or transistor type requiring continuous application of a control signal using semiconductor devices only
    • H02M7/219—Conversion of AC power input into DC power output without possibility of reversal by static converters using discharge tubes with control electrode or semiconductor devices with control electrode using devices of a triode or transistor type requiring continuous application of a control signal using semiconductor devices only in a bridge configuration

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Rectifiers (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung.
Eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art besteht prinzipiell aus Stromrichterschaltungen in Mittel- oder Brückenschaltung, die gleichstromseitig an einem Stromzwischenkreis angeschlossen sind. Werden die Stromrichterschaltungen mit aktiv einschaltbaren und passiv ausschaltbaren bidirektional spannungsführenden Schaltern ausgeführt, erhält man alle bekannten netzgelöschten Stromrichterschaltungen, deren Steuerung über den Zündwinkel nur getaktete Betriebsweise mit einem Steuerfreiheitsgrad erlaubt. Ein Übergang zum Pulsbetrieb ist in diesem Fall nur durch die Ergänzung der Schaltung durch eine Zwangslöscheinrichtung möglich. Stellvertretend für eine Vielzahl bekannter technischer Lösungen seien hier die Phasenfolgelöschung [IEEE IA 1980 pp. 501-512] und die Sternpunktkommutierung genannt. Nachteilig bei diesen Schaltungen sind die stromabhängigen Kommutierungszeiten und die relativ hohe Spannungsbelastung der Ventile.
Mit dem Einsatz aktiv ein- und ausschaltbarer sperrfähiger Ventile entfällt die Notwendigkeit einer Zwangslöscheinrichtung, wobei dann zur Vermeidung von Überspannungen während der Kommutierung wechselstromseitig die Mittelpunkt- oder Brückenschaltungen mit Filterkapazitäten in Stern- oder Dreieckschaltung abgestützt werden müssen [IEEE IAS Annual Meeting 1988 pp. 302. . 307; IEEE IA 1992 pp. 64. . 71; EPE 1991 pp. 2.177-2.181]. Weiterhin sind Schaltungen bekannt, in denen der Sternpunkt der Filterkapazitäten über weitere zwei Schalter mit dem anoden- oder katodenseitigen Anschlußpunkten der Gleichstromseite verbunden ist [ IEEE IAS Annual Meeting 1985 pp. 442. . 447; IEEE IA 1987 pp. 256. . 262, EPE 1991 pp. 4.072-4.081]. Den genannten Schaltungen ist der Nachteil gemeinsam, daß die Schalter mit relativ hohen Verlusten hart ein- und ausschalten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung sowie Verfahren zu deren Steuerung zu schaffen, wodurch der Pulsbetrieb bei geringen Schaltverlusten, hohen Pulsfrequenzen und geringem Filteraufwand ermöglicht wird.
Die Aufgabe wird bei der Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis durch die kennzeichnenden Teile der Ansprüche 1 bis 7, sowie durch ein Verfahren zur Steuerung dieser Schaltungsanordnung gemäß den kennzeichnenden Teilen der Ansprüche 8 bis 12 gelöst.
Sowohl durch die Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 7 und die Steuerverfahren nach nach den Ansprüchen 8 bis 12 wird die Möglichkeit eröffnet, den Pulsbetrieb der Schaltungsanordnung bei geringen Schaltverlusten, hohen Pulsfrequenzen und geringem Filteraufwand zu realisieren. Die Schaltung wird unter Verwendung klassischer Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung aufgebaut. Die impedanzbehafteten Wechselspannungsquellen werden dabei mit mindesten zwei in Reihe geschalteten Kondensatoren abgeschlossen. Bei einer Erweiterung der Schaltung auf drei Phasen kann dies zu einer Stern- oder Dreieckschaltung führen. Die Mittelpunkte dieser Filterkondensatoren werden mit dem anoden- und/oder katodenseitigen Anschlußpunkt der Gleichstromseite über eine Kommutierungseinrichtung verbunden. Diese Kommutierungseinrichtung besteht aus der Reihenschaltung eines elektronischen Schalters SK und entweder einer Induktivität LK oder einer Kapazität CK oder einer Reihenschaltung einer Induktivität LK und einer Kapazität CK.
Bedingt durch die je nach Auswahl der Bauelemente genutzten Steuerverfahren muß der elektronische Schalter SK verschiedene Eigenschaften haben.
Der elektronische Schalter SK muß bidirektional Spannung und unidirektional Strom führen, falls in der Reihenschaltung der Kommutierungseinrichtung sich kein Kondensator befindet. Der elektronische Schalter SK muß unidirektional Spannung und bidirektional Strom führen, falls die Kommutierungseinrichtung mindestens aus der Reihenschaltung des elektronischen Schalters SK und eines Kondensators besteht. Eine Beanspruchung des Schalters SK in beide Strom- und Spannungsrichtungen tritt nur bei Stromrichtern mit einem Wechselstromzwischenkreis oder bei einem Steuerverfahren nach Anspruch 11 auf.
Die Schalter Sn des Stromrichters können durch eine Parallelkapazität Cp oder durch eine Reiheninduktivität LR von Schaltverlusten entlastet werden.
Die Steuerung der Schaltung erfolgt für den Fall, daß die Kommutierungseinrichtung nur aus einer Reihenschaltung einer Induktivität LK und eines elektronischen Schalters SK besteht, nach Anspruch 8. Die Kommutierung wird bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt beendet, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht. Bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig beginnt durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt, der mit dem passiven Ausschalten des
stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt endet, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht. Ein zweiter Kommutierungsabschnitt erstreckt sich bis zum passiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht. Ein dritter Kommutierungsabschnitt beendet die Kommutierung mit dem passiven Ausschalten des elektronischen Schalters SK in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null erreicht.
Durch diese Art der Entlastung entsteht in der Induktivität der Kommutierungseinrichtung während eines Steuerabschnittes ein Gleichstrom. Dieser Gleichstrom führt zu einer Ladungsverschiebung der Filterkondensatoren. Dem wirken die Steuerverfahren nach Anspruch 11 und 12 entgegen. Das Verfahren nach Anspruch 11 benötigt elektronische Schalter SK in der Kommutierungseinrichtung für beide Strom- und Spannungsrichtungen. Hierbei wird bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig vor dem Ausschalten des stromführenden Schalters der Schalter SK eingeschaltet und nach Beendigung der Kommutierung durch den Stromnulldurchgang der Schalter SK ausgeschaltet. Dies muß derart gesteuert werden, daß innerhalb eines Steuerabschnittes kein Mittelwert des Stromes der Kommutierungseinrichtung existiert.
Beim Verfahren nach Anspruch 12 folgen auf anodenseitige/katodenseitige Kommutierungsvorgänge katodenseitige/anodenseitige Kommutierungsvorgänge derart, daß der Strom durch die gemeinsame Induktivität LK keinen Mittelwert innerhalb eines definierten Zeitabschnitts aufweist.
Für den Fall, daß die Kommutierungseinrichtung aus einer Reihenschaltung aus Kondensator CK, Induktivität LK und elektronischen Schalter SK besteht und die Schalter Sn des Stromrichters kapazitiv (Nullspannungsschalter) entlastet werden, muß eine Steuerung nach Anspruch 9 vorgesehen werden. Die Kommutierung wird bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt beendet, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht. Bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig beginnt durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt endet, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht. Ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt dauert bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat.
Für den Fall, daß die Kommutierungseinrichtung aus einer Reihenschaltung aus Kondensator CK, Induktivität LK und elektronischen Schalter SK besteht und die Schalter Sn des Stromrichters induktiv (Nullstromschalter) entlastet werden, muß eine Steuerung nach Anspruch 10 vorgesehen werden. Die Kommutierung wird bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des stromübernehmenden Schalters eingeleitet und endet durch das passive Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht. Bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig beginnt durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt endet, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht. Ein zweiter Kommutierungsabschnitt schließt sich an und dauert bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator CK wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat.
Durch diese Kommutierungseinrichtung und deren Steuerung können alle Ventile als Nullspannungs- oder Nullstromschalter arbeiten. Dadurch lassen sich die Schaltverluste verringern. Bedingt durch diese Verringerung der Schaltverluste können die Pulsfrequenz der Schaltung erhöht, die passiven Bauelemente verkleinert, das Regelverhalten der Schaltung verbessert und die Bauelemente besser ausgenutzt werden. Außerdem wird ein besserer Wirkungsgrad der Schaltung erreicht, was zu einer Verkleinerung des Kühlsystems führt.
Anhand der Zeichnungen wird die Schaltungsanordnung und das Verfahren zur Steuerung nachstehend näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Schaltungsanordnung am Beispiel einer zweiphasigen Mittelpunktschaltung
Fig. 2 zeigt die Schaltungsanordnung am Beispiel einer einphasigen Brückenschaltung
Fig. 3 zeigt die Schaltungsanordnung am Beispiel einer dreiphasigen Brückenschaltung mit einer Ankopplung der Kommutierungseinrichtung über sechs in Dreieck geschalteten Kondensatoren
Fig. 4 zeigt die zeitlichen Verläufe von Strom und Spannung während eines Kommutierungsvorganges in der Hilfskommutierungseinrichtung für den Fall einer Reihenschaltung eines Kondensators CK und des elektronischen Schalters SK in der Hilfskommutierungseinrichtung nach Fig. 1
Fig. 5 zeigt die zeitlichen Verläufe von Strömen in ausgewählten elektronischen Schaltern während der Kommutierungen in der Schaltung nach Fig. 3
Fig. 6 zeigt die Schaltungsanordnung am Beispiel einer dreiphasigen Brückenschaltung mit einer Ankopplung der Kommutierungseinrichtung über drei in Stern geschalteten Kondensatoren
Fig. 1 stellt die Schaltungsanordnung in einer Mittelpunktschaltung dar. Die Stromrichterschaltung kann durch den Zwischenkreisstrom Id jeden Strommittelwert bei entsprechender Pulsung in das Wechselstromnetz einprägen. Dabei wird das Wechselstromnetz über einen einphasigen 3-Wicklungstrafo in Mittelpunktschaltung angeschlossen.
Um den Strom in das Wechselstromnetz in Amplitude und Phase einzustellen, müssen sich die Schalter S₁ und S₂ in ihrer Stromführung ablösen. Dabei kann der stromübernehmende Schalter S₂ bei positiver Spannung aktiv eingeschaltet werden. Während der folgenden Stromkommutierung wird der Strom in dem vor der Kommutierung stromführenden Schalter den Wert Null erreichen und passiv ausschalten.
Falls die Spannung über dem Schalter S₂ vor der Kommutierung negativ ist, kommt die Kommutierungseinrichtung zum Einsatz. Der Schalter SK wird eingeschaltet. Durch die vor der Kommutierung entsprechend gepolte Spannung am Kondensator CK wird ein positiver Strom durch den Schalter S₁ getrieben. Durch den folgenden Schwingvorgang erreicht der Strom durch Schalter S₁ den Wert Null, worauf dieser passiv ausschaltet. Der Schalter SK muß dann den Zwischenkreisstrom führen. Der Kondensator CK hat durch den Schwingvorgang seinen Ladezustand geändert, kann jetzt aber mit Hilfe des Zwischenkreisstromes wieder aufgeladen werden. Wenn der Kondensator eine definierte Ladung erreicht hat, kann der Schalter S₂ wieder eingeschaltet werden.
In bestimmten Einsatzfällen kann auch bei positiver Spannung über dem Schalter S₂ die Kommutierungseinrichtung benutzt werden. Dadurch schalten die Schalter auch während dieser Spannungsverhältnisse verlustarm als Nullstromschalter.
Fig. 4 zeigt den Spannungs- und Stromverlauf der Kommutierungseinrichtung für den Fall, daß die Spannung über dem Schalter S₂ vor der Kommutierung negativ ist.
Die in der Fig. 2 dargestellte Schaltung zeigt die Anordnung als einphasiger Stromrichter in Brückenschaltung. Jeder der Schalter S₁. . . S₄ kann durch die Wirkung des entsprechenden Hilfskommutierungskreises als Nullstromschalter betrieben werden. Dazu wird beispielsweise bei der Kommutierung von Schalter S₁ auf S₂ der Hilfsschalter SK1 eingeschaltet. Wenn der Kondensator CK vor der Kommutierung aufgeladen ist, wird der Strom in Schalter S₁ bis auf den Wert Null abnehmen, wodurch dieser passiv ausschaltet. Schalter S₂ schaltet ein, wenn der Kondensator CK die gleiche Ladung wie vor der Kommutierung erreicht hat.
Dieser Schaltungsaufbau ermöglicht ein Schalten der Schalter S₁. . . S₄ im stromlosen Zustand bei allen Spannungsverhältnissen.
Fig. 3 zeigt die Schaltung in der Ausführung einer dreiphasigen Stromrichterschaltung in Brückenschaltung. Die Schaltung kann mit Hilfe des Zwischenkreisstroms Id einen beliebigen Strommittelwert bei entsprechenden Pulsverfahren in das Drehstromnetz einprägen.
Die Ansteuerung während der Kommutierung verläuft in nachfolgender Weise.
Im Falle der negativen Spannung über dem Schalter S₂ wird der Schalter S₁ ausgeschaltet, und der Zwischenkreisstrom lädt die Kapazitäten Cp über den Schaltern um. Der Schalter S₂ schaltet bei Spannung Null ein und übernimmt damit den Zwischenkreisstrom.
Im Falle der positiven Spannung über dem Schalter S₂ wird der Schalter der Kommutierungseinrichtung SK1 eingeschaltet. Wenn der Strom im Schalter SK1 den Wert des Zwischenkreisstroms erreicht hat, kann der Schalter S₁ des Stromrichters ausgeschaltet werden. Durch den nun folgenden Schwingvorgang werden die Schalterkondensatoren Cp der Schalter S₁ und S₂ umgeladen. Der stromübernehmende Schalter schaltet bei Spannung Null ein. Durch die geänderten Spannungsverhältnisse verringert sich der Strom im Schalter SK1. Wenn dieser Strom den Wert Null erreicht hat, kann der Schalter SK1 passiv ausgeschaltet werden.
Um einer Ladungsverschiebung der Filterkondensatoren vorzubeugen, kann das in Anspruch 11 oder 12 beschriebene Verfahren benutzt werden. Dadurch fließt während einer Pulsperiodendauer in der Drossel LK ein Wechselstrom ohne Mittelwert. Fig. 5 zeigt die Stromverläufe in den Schaltern während einer Pulsperiodendauer mit Ladungsausgleich nach Anspruch 12.
Die Schaltung nach Fig. 6 entspricht einer dreiphasigen Stromrichterschaltung in Brückenschaltung. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird die Kommutierungseinrichtung mit einer Sternschaltung von Kondensatoren an den Stromrichter angeschlossen. Durch diese Schaltung werden nur zwei gesteuerte elektronische Bauelemente benötigt. Schalter SK1 ist für die Kommutierung der Schalter S₁. . . S₃ und Schalter SK2 für die Kommutierung der Schalter S₄. . . S₆ verantwortlich.
Bezugszeichenliste
LR: Reiheninduktivität zu den Hauptschaltern
Cp: Parallelkapazität zu den Hauptschaltern
LK: Reiheninduktivität der Kommutierungseinrichtung
CK: Reihenkapazität der Kommutierungseinrichtung
Sn: n-ter Hauptschalter des Stromrichters
SKnn: n-ter Schalter der Kommutierungseinrichtung

Claims (12)

1. Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis, unter Verwendung von Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung, die den Energiefluß zwischen impedanzbehafteten Wechselspannungsquellen und Gleich- bzw. Wechselstromkreisen niedrigerer Frequenzen steuern, deren bidirektional spannungsführenden elektronischen Schaltern anoden- und/oder katodenseitige gemeinsame Anschlußpunkte mit dem Gleich- bzw. Wechselstromkreis aufweisen, die zwei oder mehrere Anschlußpunkte mit der Wechselspannungsquelle besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß die impedanzbehafteten Wechselspannungsquellen mit mindestens zwei in Reihe geschalteten Kondensatoren abgeschlossen sind, daß die gemeinsamen Anschlußpunkte der Kondensatoren mit den anoden- oder katodenseitigen Anschlußpunkten der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung über eine Kommutierungseinrichtung verbunden sind, die aus der Reihenschaltung eines elektronischen Schalters SK und entweder einer Induktivität LK oder einer Kapazität CK oder einer Reihenschaltung einer Induktivität LK und einer Kapazität CK besteht.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter SK bidirektional Spannung führt und dessen unidirektionaler Stromfluß zum katodenseitigen oder entgegengesetzt zum anodenseitigen Anschluß gerichtet ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter SK unidirektionaler Spannung zum anodenseitigen oder entgegengesetzt zum katodenseitigen Anschluß gerichtet ist und einen bidirektionalen Stromfluß führt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronische Schalter SK bidirektional Spannung führt und einen bidirektionalen Stromfluß führt.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalterzweige der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung Parallelkapazitäten Cp aufweisen.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalterzweige der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung Reiheninduktivitäten LR aufweisen.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zwei Kommutierungseinrichtungen der Stromrichterschaltungen in Brückenschaltung eine gemeinsame Induktivität LK existiert.
8. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 4, 5 oder 7 dadurch gekennzeichnet,
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, beendet wird,
daß bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt, der bis zum passiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, dauert und
ein sich anschließender dritter Kommutierungsabschnitt, der mit dem passiven Ausschalten des elektronischen Schalters SK in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null erreicht, beendet wird.
9. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 3, 5 oder 7 dadurch gekennzeichnet,
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das Ausschalten des stromführenden Schalters eingeleitet und durch das passive Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Spannung den Wert Null oder einen Schwellspannungswert erreicht, beendet wird,
daß bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator CK wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat, beendet wird.
10. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 3, 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet,
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei positiver Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des stromübernehmenden Schalters eingeleitet und durch das passive Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht hat, beendet wird,
daß bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig durch das aktive Einschalten des elektronischen Schalters SK ein erster Kommutierungsabschnitt beginnt, der mit dem passiven Ausschalten des stromführenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem dessen Strom den Wert Null oder einen Schwellstromwert erreicht, endet,
ein zweiter sich anschließender Kommutierungsabschnitt bis zum aktiven Einschalten des stromübernehmenden Schalters in dem Zeitpunkt, in dem der Kondensator CK wieder den Wert der Spannung vor der Kommutierung erreicht hat, beendet wird.
11. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 4, 5, 7 oder 8 dadurch gekennzeichnet,
daß die Kommutierung von einem stromführenden Schalterzweig auf einen stromübernehmenden Schalterzweig der Stromrichterschaltungen in Mittelpunkt- oder Brückenschaltung bei negativer Spannung über dem stromübernehmenden Schalterzweig vor dem Ausschalten des stromführenden Schalters der Schalter SK eingeschaltet wird und dieser Schalter nach Beendigung der Kommutierung durch den Stromnulldurchgang ausgeschaltet wird.
12. Verfahren zur Steuerung der Schaltung nach einem der Ansprüche 1, 4, 5, 7 oder 8 dadurch gekennzeichnet,
daß auf anodenseitige/katodenseitige Kommutierungsvorgänge katodenseitige/anodenseitige Kommutierungsvorgänge folgen, derart,
daß der Strom durch die gemeinsame Induktivität LK keinen Mittelwert innerhalb eines definierten Zeitabschnitts aufweist.
DE19624555A 1996-06-20 1996-06-20 Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung Withdrawn DE19624555A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19624555A DE19624555A1 (de) 1996-06-20 1996-06-20 Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19624555A DE19624555A1 (de) 1996-06-20 1996-06-20 Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19624555A1 true DE19624555A1 (de) 1998-01-02

Family

ID=7797432

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19624555A Withdrawn DE19624555A1 (de) 1996-06-20 1996-06-20 Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem ein- oder mehrphasigen Wechselstromkreis und einem Gleichstromkreis und Verfahren zu deren Steuerung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19624555A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007048838A1 (fr) * 2005-10-27 2007-05-03 Airbus France Dispositif mixte de controle du transfert de puissance entre deux coeurs d'un reseau continu et d'alimentation d'un moteur a courant alternatif

Non-Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
DÖRGE,Günter: Solar-, Wind- und Biogasanlage Körkwitz. In: der elektromeister + deutsches elektrohandwerk, 20/95, S.1718-1722 *
JP 60-194761 A.,In: Patents Abstracts of Japan, E-381,Feb. 15,1986,Vol.10,No.39 *
McMurray,William: Resonant Snubbers with auxiliary Switches.In: IEEE Transactions on Industry Applications, Vol.29,No.2,March/April 1993, S.355-361 *

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007048838A1 (fr) * 2005-10-27 2007-05-03 Airbus France Dispositif mixte de controle du transfert de puissance entre deux coeurs d'un reseau continu et d'alimentation d'un moteur a courant alternatif
FR2892867A1 (fr) * 2005-10-27 2007-05-04 Airbus France Sas Dispositif mixte de controle du transfert de puissance entre deux coeurs d'un reseau continu et d'alimentation d'un moteur a courant alternatif
JP2009514494A (ja) * 2005-10-27 2009-04-02 エアバス・フランス 直流ネットワークの2つのコア間の電力伝達を制御し、かつ交流電流エンジンに給電するために組み合わされた装置
CN101297454B (zh) * 2005-10-27 2010-08-04 法国空中客车公司 控制直流电网的两个核之间的功率传送以及为交流发动机提供功率的组合装置
RU2407128C2 (ru) * 2005-10-27 2010-12-20 Эрбюс Франс Комбинированное устройство для управления передачей мощности между двумя центрами сети постоянного тока и питания двигателя переменного тока
US7902783B2 (en) 2005-10-27 2011-03-08 Airbus France Mixed device for controlling power transfer between two cores of a direct current network and supplying an alternating current motor

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0852842B1 (de) Verlustarmer leistungs-wechselrichter
DE102008014898A1 (de) Verfahren zur Steuerung eines mehrphasigen Stromrichters mit verteilten Energiespeichern bei niedrigen Ausgangsfrequenzen
EP1047180A2 (de) ARCP Dreipunkt- oder Mehrpunktstromrichter
EP2654190A2 (de) Verfahren zum Betreiben einer elektrischen Schaltung
EP0852841B1 (de) Netzfreundlicher stromrichtergesteuerter, spannungseinprägender schrägtransformator grosser leistung
EP3622621B1 (de) Multilevelstromrichter
DE2106310A1 (de) Mehrphasen Leistungskonverterschaltung
CH693523A5 (de) Einrichtung zur Begrenzung der Aenderungsgeschwindigkeit der ausgangsseitigen Spannung eines selbstgeführten mehrphasigen Umrichters.
DE19961382A1 (de) Elektrische Schaltung, insbesondere für einen Mittelspannungsstromrichter
EP0087593B1 (de) Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere für Fernsprechvermittlungsanlagen
EP3462586A1 (de) Vorladung eines stromrichterspannungszwischenkreises mittels einer hilfsenergieversorgung
EP2733837A1 (de) Umrichter
EP0489947B1 (de) Löschkreis
DE102011087283A1 (de) Taktverfahren eines Serienresonanz-DC/DC-Stromrichters eines Mehrpunkt-Mittelfrequenz-Einspeisestromrichters eines Traktionsstromrichters
DE3035305A1 (de) Wechselrichterschaltung fuer den antrieb eines synchronmotors
EP0474060A2 (de) Vierquadranten-Wechselstrom-Umrichter
EP1081841B1 (de) Schaltungsanordnung für einen Gleichrichter
DE4447406C1 (de) GTO-Stromrichter mit weicher Kommutierung
DE10138751B4 (de) Wechselrichter mit schnellschaltenden ansteuerbaren elektronischen Schaltern, insbesondere IGBT-Schaltern, sowie Verfahren zur Ansteuerung eines derartigen Wechselrichters
EP3363089A1 (de) Blindleistungskompensationseinrichtung sowie verfahren zum betreiben einer blindleistungskompensationseinrichtung
DE102019135718A1 (de) Wechselrichter und Verfahren zum Betreiben eines Wechselrichters
EP1089423A2 (de) Schaltung und Verfahren zur Einschaltentlastung von abschaltbaren Leistungsschaltern
EP3853058A1 (de) Steuerungseinrichtung für einen wechselrichter, wechselrichter für ein fahrzeug, fahrzeug und verfahren zum betreiben eines wechselrichters
DE4342414A1 (de) Schaltungsanordnung zur Energieübertragung zwischen einem Gleichstrom- und einem Gleichspannungskreis und Verfahren zur Steuerung der Schaltung
EP1103330B1 (de) Schweiss- oder Plasmaschneidgerät und Verfahren zum Betreiben eines Schweiss- oder Plasmaschneidgerätes

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8139 Disposal/non-payment of the annual fee