DE19617840C2 - Zweikammer-Motorlager mit Entkopplungseinrichtung - Google Patents
Zweikammer-Motorlager mit EntkopplungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Zweikammer-Motorlager, insbesondere für
Kraftfahrzeuge, mit einer Tragfeder, die eine Motorlagerplatte abstützt
und eine mit hydraulischer Flüssigkeit gefüllte Arbeitskammer begrenzt
und mit einer Ausgleichskammer, die eine elastische Wandung auf
weist, wobei die Arbeitskammer mit der Ausgleichskammer über einen
Überströmkanal hydraulisch in Verbindung steht und wobei eine Ent
kopplungseinrichtung vorgesehen ist, die ein Entkopplungsmittel und
eine elektrorheologische Flüssigkeit aufweist, deren Viskosität durch
elektrische Mittel beeinflußbar ist.
Ein derartiges Motorlager ist aus der DE 38 20 818 C1 bekannt. Die
ses Lager weist eine Tragfeder auf, die eine Motorlagerplatte abstützt
und eine Arbeitskammer begrenzt. Es ist weiter eine Ausgleichskam
mer mit einer elastischen Wandung vorgesehen. Die beiden Kammern
sind über eine Zwischenplatte getrennt, in der ein wendelförmiger
Überströmkanal vorgesehen ist, der beidseitig durch Faltenbälge abge
schlossen wird. In dem Überströmkanal schwingt eine Säule aus nie
derviskoser Flüssigkeit, während die Arbeitskammer und die Aus
gleichskammer mit elektrorheologischer Flüssigkeit gefüllt sind. Zu
sätzlich ist im Zentrum der Zwischenplatte in einer Aussparung eine
Entkopplungsplatte frei beweglich aufgenommen, die von einem Ring
spalt mit elektrischen Elektroden begrenzt ist. Die Arbeitskammer und
die Ausgleichskammer sind über den Ringspalt verbunden. Zur Beein
flussung des Federungs- und Dämpfungsvermögens des Motorlagers
kann die Zähigkeit der elektrorheologischen Flüssigkeit im Ringspalt
durch die Elektroden beeinflußt werden.
Nachteilig bei diesem bekannten Motorlager ist, daß eine relativ große
Menge an elektrorheologischer Flüssigkeit erforderlich ist. Derartige
elektrorheologische Flüssigkeiten sind gegenüber den normalen Hydro
lagerflüssigkeiten vergleichsweise teuer. Weiter ist eine exakte Steue
rung der Viskosität und damit der Federungs- und Dämpfungseigen
schaften des Motorlagers auf Grund der relativ großen Menge an elek
trorheologischer Flüssigkeit nicht exakt möglich.
Die JP 57-129944 A beschreibt ein Motorlager mit einer Entkopp
lungseinrichtung, die mit einer elektrorheologischen Flüssigkeit gefüllt
ist. Die Entkopplungseinrichtung ist zwischen einer Arbeitskammer
und einer Ausgleichskammer angeordnet und weist stirnseitig Mem
branen auf, die den beiden Kammern zugeordnet sind. Sie besitzt ei
nen hohen zylindrischen Grundkörper, in dem die beiden über eine
Bohrung miteinander verbundenen Kammern vorgesehen sind. Der
Durchfluß der elektrorheologischen Flüssigkeit durch die Bohrung kann
mittels eines Elektromagneten beeinflußt werden.
Die auf die Anmelderin zurückgehende DE 41 22 360 C2 beschreibt
ebenfalls ein Motorlager unter Verwendung einer elektrorheologischen
Flüssigkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zweikammer-Motorlager
vorzuschlagen, bei dem die akustische Entkopplung adaptiv abhängig
vom vorliegenden Betriebszustand verändert werden kann und nur
geringe Mengen an elektrorheologischer Flüssigkeit erforderlich sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Zweikammer-Motorlager
der eingangs genannten Art vorgeschlagen, daß die Entkopplungsein
richtung einen hohlzylinderförmigen Grundkörper aufweist, der an sei
ner Stirnseite mit einer der Arbeitskammer zugeordneten gummielasti
schen Membran versehen ist und zur flüssigkeitsdichten Aufnahme
der elektrorheologischen Flüssigkeit ausgebildet ist, daß das Entkopp
lungsmittel als Entkopplungsmembran ausgebildet ist, die in einem
konzentrisch angeordneten Ringspalt des Grundkörpers eingebracht
ist, daß die Entkopplungsmembran an ihrem Außenumfang einen ring
förmigen Rollbalg aufweist, der flüssigkeitsdicht am Grundkörper fest
gelegt ist und daß der Grundkörper mit mindestens einer elektrischen
Steuerelektrode versehen ist, mit der der Freiweg und/oder die Feder
charakteristik der Entkopplungsmembran beeinflußbar ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Motorlager sind somit zwei getrennte hy
draulische Systeme vorgesehen. Das erste hydraulische System ist mit
einer herkömmlichen, relativ kostengünstigen Hydrolagerflüssigkeit
gefüllt, während das zweite hydraulische System eine elektrorheologi
sche Flüssigkeit aufweist, deren Viskosität steuerbar ist. Hierdurch
sind nur geringere Mengen an elektrorheologischer Flüssigkeit erfor
derlich. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann die akusti
sche Entkopplung durch die Entkopplungseinrichtung adaptiv verän
dert werden. Dabei wird das zur Erzielung hoher Dämpfungsarbeit
gewünschte Überschwingen der Flüssigkeit im Bereich der Kanalreso
nanz ausgenutzt und das Lager im akustischen Bereich durch die ad
aptiv regelbare Entkopplungseinrichtung auf ein besseres Isolationsni
veau eingestellt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Un
teransprüchen.
Vorteilhaft weist die Entkopplungsmembran eine Beschichtung aus
elektrisch leitfähigem Gummi auf.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist der Grundkörper zwei
beabstandete Ringplatten auf, wobei in mindestens einer Ringplatte
eine elektrische Steuerelektrode aufgenommen ist.
Die Entkopplungsmembran kann mit von den Außenseiten abragenden
Ringwulstanschlägen versehen sein, die in zugeordneten Aussparungen
am Grundkörper einliegen.
Vorteilhaft ist der Überströmkanal in einer Zwischenplatte vorgesehen,
die die Arbeitskammer von der Ausgleichskammer trennen. Hierbei
kann der Überströmkanal spiralförmig und/oder als Durchgangsbohrung
ausgebildet sein.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Entkopplungseinrichtung in
einer Zwischenplatte aufgenommen, die die Arbeitskammer von der
Ausgleichskammer trennt.
Die erfindungsgemäße Entkopplungseinrichtung kann auch bei einem
prinzipiell bekannten Hydrolager zum Einsatz kommen, bei dem die
Tragfeder in einem topfförmigen Gehäuse aufgenommen ist und die
Ausgleichskammer an der Außenseite der Tragfeder vorgesehen ist. Ein
derartiges Hydrolager ist aus der EP-0 253 373 B1 der Anmelderin be
kannt. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird die Entkopp
lungseinrichtung mit ihrer stirnseitig vorgesehenen gummielastischen
Membran der Arbeitskammer zugeordnet. Hierdurch wird der Flüssig
keitsdruck der Arbeitskammer über die gummielastische Membran an
die elektrorheologische Flüssigkeit der akustischen Entkopplungsein
richtung übertragen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen nä
her erläutert, die in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellt
sind. Hierbei zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erste Ausführungsform mit
auf beiden Seiten der Entkopplungsmembran vorgesehenen
Steuerelektroden,
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform mit einer einzigen Steuerelek
trode, und
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform bei einem Motorlager mit an
der Außenseite der Tragfeder vorgesehener Ausgleichskam
mer.
Das in Fig. 1 dargestellte Motorlager 10 besitzt eine Arbeitskammer
11, die durch eine Tragfeder 14 aus gummielastischem Material be
grenzt ist. In der Tragfeder 14 wird eine Motorlagerplatte 15 aufge
nommen, von der ein Schraubbolzen 16 zur motorseitigen Befestigung
abragt. Weiterhin weist das Motorlager 10 ein Gehäuse 13 auf, das mit
einem randseitigen Tragflansch 13a ausgebildet ist. An dem Trag
flansch 13a stützt sich die Tragfeder 14 ab. Durch eine Zwischenplatte
20, die sich aus zwei Teilplatten 20a, 20b aufbaut, ist die Arbeits
kammer 11 von einer Ausgleichskammer 12 getrennt. In der Zwi
schenplatte 20 ist ein Überströmkanal 21 vorgesehen, der bei dem Mo
torlager 10 spiralförmig ausgebildet ist. Hierbei ist im Bereich der Ar
beitskammer 11 eine Öffnung 22a und im Bereich der Ausgleichskam
mer 12 eine Öffnung 22b vorgesehen. Die Ausgleichskammer 12 weist
eine volumenweiche, elastische Wandung 17 auf. Ein nach innen ge
zogener Randbereich 13b des Gehäuses 13 dient der Festlegung einer
Bodenplatte 18 und der elastischen Wandung 17 an der Zwischenplat
te 20. Von der Bodenplatte 18 ragt ein Schraubbolzen 19 ab, der der
Festlegung des Motorlagers 10 an der Fahrzeugkarosserie dient.
In der Zwischenplatte 20 ist eine Entkopplungseinrichtung 23 aufge
nommen, die einen konzentrisch zur Längsachse 32 angeordneten
hohlzylinderförmige Grundkörper 24 aufweist. Der Grundkörper 24
baut sich aus zwei Ringplatten 24a, 24b auf, die mit Abstand zueinan
der angeordnet sind und einen Ringspalt 26 begrenzen. In dem Ring
spalt 26 ist eine Entkopplungsmembran 28 angeordnet, die an ihrem
Außenumfang einen ringförmigen Rollbalg 31 aufweist. Der aus gum
mielastischem Material hergestellte Rollbalg 31 liegt flüssigkeitsdicht in
einer am Grundkörper 24 vorgesehenen Aussparung 33 ein. Die Fest
legung des Rollbalgs 31 erfolgt mittels einer Ringhülse 27.
Der Grundkörper 24 weist eine Zentralbohrung 25 auf, die an den ge
genüberliegenden Stirnseiten des Grundkörpers 24 jeweils durch eine
gummielastische Membran 34, 35 flüssigkeitsdicht verschlossen ist.
Somit ist die gummielastische Membran 34 der Arbeitskammer 11 und
die gummielastische Membran 35 der Ausgleichskammer 12 zugeord
net.
Die Entkopplungsmembran 28 weist eine innenliegende Membranplatte
29 auf, die außenseitig mit einer leitfähigen Gummibeschichtung 30
versehen ist. Ebenfalls besteht der Rollbalg 31 aus einem leitfähigem
Gummimaterial.
Im Bereich des Ringspalts 26 sind in dem Grundkörper 24 zwei Steuer
elektroden 36a, 36b angeordnet. Die Steuerelektroden 36a, 36b sind
mit einer Hochspannungsquelle 37a, 37b gekoppelt und getrennt an
steuerbar. Demgegenüber ist die Entkopplungsmembran 28 mit der
Masse 38 elektrisch verbunden.
Von der Oberseite der Entkopplungsmembran 28 ragen beidseitig
Ringwulstanschläge 39 ab, die in zugeordneter Aussparung 40 am
Grundkörper 24 einliegen. Im Zentrum der Entkopplungsmembran 28
ist eine zentrale Bohrung 41 vorgesehen.
Das Motorlager 10 besitzt ein erstes hydraulisches System, das die
Arbeitskammer 11 und die Ausgleichskammer 12 sowie den zwischen
liegend angeordneten Überströmkanal 21 umfaßt. Dieses erste hydrau
lische System ist mit einer konventionellen Hydraulikflüssigkeit gefüllt.
Das zweite hydraulische System ist in der Entkopplungseinrichtung 23
vorgesehen, die mit einer elektrorheologischen Flüssigkeit gefüllt ist.
Hierbei erfolgt die Übertragung des Flüssigkeitdrucks von der Arbeits
kammer 11 auf die Entkopplungseinrichtung 23 durch die der Arbeits
kammer 11 zugeordnete gummielastische Membran 34.
Mit der Entkopplungseinrichtung 23 kann die akustische Entkopplung
steuerbar oder regelbar, insbesondere in Abhängigkeit von den Be
triebszuständen des Fahrzeugs, erfolgen. Hierbei kann der Freiweg
und/oder die Federcharakteristik der Entkopplungsmembran 28 mittels
der zugeordneten Steuerelektroden 36a, 36b beeinflußt werden.
Die Entkopplungsmembran 28 ist durch den randseitig vorgesehenen
Rollbalg 31 nahezu freibeweglich gelagert. Durch eine derartige Anord
nung der Entkopplungsmembran zwischen den beiden Steuerelektroden
26a, 36b wird der elektrorheologisch besonders effektive Squeezemo
de zur Einschränkung und/oder Phasenverschiebung der Membranbe
wegungen genutzt. Hierbei stellt die mit der elektrisch leitfähigen Be
schichtung 30 versehene Entkopplungsmembran 28, die mit dem La
gergehäuse 13 elektrisch leitfähig verbunden ist, gegenüber den Steue
relektroden 36a, 36b die Masseelektrode dar. Die Bewegungsmöglich
keit der Entkopplungsmembran 28 wird durch die Ringwulstanschläge
39 begrenzt, um einen Kontakt zwischen der Entkopplungsmembran
28 und den Steuerelektroden 36a, 36b zu vermeiden.
Die bei der Bewegung der Entkopplungsmembran 28 in Folge der
Schwingungsbewegung der Flüssigkeitsmasse verursachten Flüssig
keitsströme auf beiden Membranseiten können durch durch die ange
legte Spannung zwischen den Steuerelektroden 36a, 36b und der Ent
kopplungsmembran 28 beeinflußt werden. Infolge der starken Dros
selwirkung der Ringwulstanschläge 39 wird sich der Flüssigkeitsstrom
bevorzugt in Richtung des Rollbalgs 31 bewegen, was in Abhängigkeit
von der Blähsteifigkeit des Rollbalgs 31 zu einer Druckveränderung im
Innern des Rollbalgs 31 führt. Da die Steuerung der Spannungen zwi
schen den beiden Steuerelektroden 36a, 36b und der Entkopplungs
membran 28 gemeinsam oder getrennt erfolgen kann, wird neben einer
einfachen Veränderung der Einspannsteifigkeit der Entkopplungsmem
bran 28 auch eine gezielte Phasenverschiebung der Membranbewegung
gegenüber der Schwingungsbewegung der Flüssigkeitsmasse in der
Entkopplungseinrichtung 23 möglich sein. Dieser Effekt kann zur ge
zielten Reduktion der dynamischen Steifigkeit des Motorlagers 10 im
hochfrequenten Bereich ausgenutzt werden, wodurch eine optimale
akustische Isolation erzielt wird.
Das in Fig. 2 dargestellte Motorlager 45 unterscheidet sich lediglich
hinsichtlich der Entkopplungseinrichtung 23 von dem Motorlager 10
gemäß Fig. 1. Zur Beschreibung von Fig. 2 sollen die bereits einge
führten Bezugszeichenvergleiche oder funktionsgleiche Teile verwendet
werden.
Die Entkopplungseinrichtung 23 bei dem Motorlager 45 besitzt eine
Entkopplungsmembran 28, die lediglich an einer einzigen Außenseite
mittels eines ringförmigen Rollbalgs 31 flüssigkeitsdicht an dem
hohlzylinderförmigen Grundkörper 24 festgelegt ist. Weiterhin ist ledig
lich die in Fig. 2 obenliegend angeordnete Ringplatte 24a des Grund
körpers 24 mit einer ringförmigen Steuerelektrode 36a versehen. Eine
Kammer 46, die durch die gummielastische Membran 34 und die Ent
kopplungsmembran 28 begrenzt ist, ist mit einer elektrorheologischen
Flüssigkeit gefüllt. Somit arbeitet die Entkopplungsmembran 28 gegen
die Umgebungsluft. Somit ist die Steuerelektrode 36a auf der Zugseite
angeordnet. Ebenfalls ist es jedoch auch möglich, eine Steuerelektrode
lediglich druckseitig vorzusehen.
Darüber hinaus sind nicht dargestellte Ausführungsvarianten möglich,
bei denen der Überströmkanal nicht spiralförmig sondern beispielsweise
als die Zwischenplatte 20 durchdringende Durchgangsbohrung ausge
bildet ist.
Fig. 3 zeigt ein Zweikammer-Motorlager 50, das einen prinzipiell an
deren Aufbau als die Ausführungsformen gemäß den Fig. 1 und 2
aufweist. Zur Beschreibung des Motorlagers 50 sollen die bereits ein
geführten Bezugszeichen für gleiche oder funktionsgleiche Teile Ver
wendung finden.
Das Motorlager 50 besitzt ein topfförmiges Gehäuse 13, in dem eine
kegelförmige, eine Motorlagerplatte 15 abstützende Tragfeder 14 aus
gummielastischem Material aufgenommen ist. Die Tragfeder 14 be
grenzt eine Arbeitskammer 11, die über einen Überströmkanal mit einer
an der Außenseite der Tragfeder 14 angeordneten Ausgleichskammer
12 verbunden ist. Hierbei ist im Bereich der Arbeitskammer 11 eine
Öffnung 22a und im Bereich der Ausgleichskammer 12 eine Öffnung
22b an der Tragfeder 14 eingebracht. Die Ausgleichskammer 12 ist
flüssigkeitsdicht mittels einer volumenweichen elastischen Wandung
17 abgedichtet. Weiterhin weist das Motorlager 50 ein Deckelteil 51
auf, das das topfförmige Gehäuse 13 umgreift.
Der Arbeitskammer 11 ist eine Entkopplungseinrichtung 23 zugeord
net, deren Aufbau der Entkopplungseinrichtung 23 des Motorlagers 45
gemäß Fig. 2 entspricht. Demgemäß arbeitet die in der Entkopp
lungseinrichtung 23 vorgesehene Entkopplungsmembran 28 gegen
Umgebungsluft, die durch eine Bohrung 52 eintritt, die an dem Boden
teil 18 vorgesehen ist. Die Arbeitskammer 11 und die Ausgleichskam
mer 12 sind mit einer konventionellen Hydraulikflüssigkeit gefüllt.
Demgegenüber ist in der Entkopplungseinrichtung 23 eine elektrorheo
logische Flüssigkeit aufgenommen.
Grundsätzlich ist es bei dem Motorlager 50 gemäß Fig. 3 auch mög
lich eine Entkopplungseinrichtung 23 vorzusehen, die den in Fig. 1
dargestellten Aufbau aufweist.
Allen vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam,
daß die akustische Entkopplung abhängig von dem Betriebszustand des
Fahrzeugs gesteuert oder geregelt werden kann, indem die Viskosität
der in der Entkopplungseinrichtung 23 eingebrachten elektrorheologi
schen Flüssigkeit verändert wird.
Claims (9)
1. Zweikammer-Motorlager, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer
Tragfeder (14), die eine Motorlagerplatte (15) abstützt und eine mit
hydraulischer Flüssigkeit gefüllte Arbeitskammer (11) begrenzt und
mit einer Ausgleichskammer (12), die eine elastische Wandung (17)
aufweist, wobei die Arbeitskammer (11) mit der Ausgleichskammer
(12) über einen Überströmkanal (21) hydraulisch in Verbindung steht
und wobei eine Entkopplungseinrichtung (23) vorgesehen ist, die ein
Entkopplungsmittel und eine elektrorheologische Flüssigkeit aufweist,
deren Viskosität durch elektrische Mittel beeinflußbar ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Entkopplungseinrichtung (23) einen hohlzylin
derförmigen Grundkörper (24) aufweist, der an seiner Stirnseite mit
einer der Arbeitskammer (11) zugeordneten gummielastischen Mem
bran (34) versehen ist und zur flüssigkeitsdichten Aufnahme der elek
trorheologischen Flüssigkeit ausgebildet ist, daß das Entkopplungsmit
tel als Entkopplungsmembran (28) ausgebildet ist, die in einem kon
zentrisch angeordneten Ringspalt (26) des Grundkörpers (24) einge
bracht ist, daß die Entkopplungsmembran (28) an Ihrem Außenum
fang einen ringförmigen Rollbalg (31) aufweist, der flüssigkeitsdicht
am Grundkörper (24) festgelegt ist, und daß der Grundkörper (24) mit
mindestens einer elektrischen Steuerelektrode (36a, 36b) versehen
ist, mit der der Freiweg und/oder die Federcharakteristik der Entkopp
lungsmembran (28) beeinflußbar ist.
2. Motorlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Entkopplungsmembran (28) eine Beschichtung (30) aus elek
trisch leitfähigem Gummi aufweist.
3. Motorlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (24) zwei beabstandete Ringplatten (24a,
24b) aufweist, wobei in mindestens einer Ringplatte (24a, 24b)
eine elektrische Steuerelektrode (36a, 36b) aufgenommen ist.
4. Motorlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Entkopplungsmembran (28) mit von der Au
ßenseite abragenden Ringwulstanschlägen (39) versehen ist, die
in zugeordneten Aussparungen (40) am Grundkörper (24) ein
liegen.
5. Motorlager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Überströmkanal (21) in einer Zwischenplatte
(20) vorgesehen ist, die die Arbeitskammer (11) von der Aus
gleichskammer (12) trennt.
6. Motorlager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Entkopplungseinrichtung (23) in einer Zwi
schenplatte (20) aufgenommen ist, die die Arbeitskammer (11)
von der Ausgleichskammer (12) trennt.
7. Motorlager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zwischenplatte einen Überströmkanal (21) aufweist, der spiral
förmig und/oder als Durchgangsbohrung ausgebildet ist.
8. Motorlager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Tragfeder (14) in einem topfförmigen Gehäuse
(13) aufgenommen ist und die Ausgleichskammer (12) an der
Außenseite der Tragfeder (14) vorgesehen ist.
9. Motorlager nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Entkopplungseinrichtung (23) eine Entkopplungsmembran (28)
aufweist, die flüssigkeitsdicht am Grundkörper (24) festgelegt
ist und gegen die Umgebungsluft arbeitet.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19617840A1 (de) | 1997-11-13 |
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