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Ein-Richtungs-Meßgeräteprüfer für ein Rohrleitungssystem Die Erfindung
betrifft einen Ein-Richtungs-Meßgeräteprüfer für ein Rohrleitungssystem, der vorzugsweise
mit mehreren Dichtelementen arbeitet. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf
einen Ein-Richtungs-Meßgeräteprüfer ohne Ventile, der in einem Rohrleitungssystem
für gasförmige oder flüssige Fluida angeordnet ist.
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Die Erfindung führt zu einer Verbesserung von Ein-Richtungs-Meßgeräteprüfern
der Rücklauftype, bei denen ein Meßgerät in der Rohrleitung liegt und bei denen
räumlich voneinander getrennte, in einem geeichten Abschnitt des Meßgeräteprüfers
angeordnete Erfassungsglieder von Dichtelementen betätigt werden, die sich mit dem
Fluid durch diesen Abschnitt bewegen. Die Erfindung sieht vor allem mindestens einen
Einlaß zum Anschluß des Systems und einen Auslaß vor, der davon getrennt, in Strömungsrichtung
nach dem Einlaß zum Austritt des
Fluids aus dem System vorgesehen
ist, wobei sowohl Einlaß als auch Auslaß mit dem System über foraminifere Mittel
verbunden sind, die den Eintritt des Fluids in das System erlauben.
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Eine Drehvorrichtung, vorzugsweise ein Drehkreuz, befindet sich innerhalb
des Systems und läßt sich in 90-Grad-Schritten drehen. Die Drehvorrichtung dient
dazu, ein zurückgekehrtes, kugeliges Dichtelement hinter den Auslaß zu bringen und
wird von außerhalb des Systems betätigt.
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Es sind mindestens drei Dichtelemente im-System vorhanden, wovon ein
Dichtelement zum Überprüfen des Meßgerätes von dem durch den Einlaß zugeführten
Fluid hinter das davon getrennte Erfassungsglied transportiert wird. Mindestens
eines der Dichtelemente dient als Abdichtung zwischen Ein- und Auslaß.
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Die Dichtelemente sind vorzugsweise kugelig. Es können auch Dichtelemente
aus kompressiblem oder deformierbarem Material verwendet werden, das an der Innenseite
der Rohrleitung dicht anliegt. Die Drehvorrichtung ist so ausgeführt, daß sie das
zurückgekehrte Dichtelement in die Abdichtstellung und von da in eine Stellung bringt,
von der aus es unter der Wirkung dos durch den Einlaß eingetretenen Fluids vorwärts
bewegt wlrdO Die Drehvorrichtung, vorzugsweise ein Drehkreuz, ist so ver klinkt,
daß sie sich in 90-Grad-Schritten in Flußrichtung bewegen läßt. Da bei dieser Anordnung
der Einlaßdruk größer ist als der Auslaßdruck, wird auf diese Weise werhladert,
daß sich die kugeligen Dicht elemente in dem Ein-Richtungs-Rücklauf- System rückwärts
bewegen. Das Drehkreuz ist wseckmäßig in einem Gehause eingeschlosson, so daß etwaige
Lockströme zwischen den kugeligen Dichtelerenten in den Auslaß gelangen.
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Die Drehvorrichtung rlt den Dichtelementen läßt sich azßeEhaRb des
Systemes mittels einer Welle von Hand oder auf andere Weiae botlgen.
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Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug
genommen. Es zeigt: Fig. 1 eine Ansicht des bevorzugten Systems mit einem am Einlaß
angeordneten Meßgerät und mit an den Meßgerätprufzähler angeschlossenen Erfassungsechaltern,
wobei der Prufzähler seinerseits mit dem Impuisgenerator verbunden ist, Fig. 2 eine
Ansicht der Drehvorrichtung und der kugeligen Dichtelemente in der Außer-Betrieb-Stellung,
Fig. 3 eine Ansicht der Anordnung nach Fig. 2, wobei eines der drei Dichtelemente
in das System injiziert ist und Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht, Jedoch
mit vier anstelle von drei kugeligen Dichtelementen.
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In dein in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist 10
ein Ein-Richtungs-Meßgeräteprüfsystem mit Einlaß 11 und Auslaß 12 vorgesehen mit
voneinander getrennten ersten und zweiten Schaltern oder Erfassungsgliedern 13 und
14, die auf noch zu beschreibende Weise an einen Meßgeräteprüfzähler und ein Meßgerät
angeschlossen sind. Im System befinden sich mindestens drei kugelige Dichtelemente
15, 16 und 17, die in der Stellung zum Abdichten und zum Schleudern in den'geeichten
Abschnitt 18 des Systems 10 dargestellt sind, der zwischen erster und zweitem Erfassungsglied
13 bzw. 14 liegt.
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Fig. 2 zeigt die kugeligen Dichtelemente 15, 16 und 17 in ihrer Lage
zwischen Einlaß 11 und Auslaß 12. Auslaß 12 und Einlaß 11 sind an das System 10
über geschlitzte oder foraminifere Vorrichtungen 20 und 21 angeschlossen. Die foraminiferen
Vorrichtungen 20 und 21 ermöglichen den Durchtritt des Fluids vom Einlaß in das
System und von diesem zum Auslaß.
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Ein drehbar gelagertes Drehkreuz 23 ist an einer Welle 24 befestigt,
die aus dem System 10 hinausführt. Diese Drehvorrichtung dreht sich in Pfeilrichtung
und ist so verklinkt, daß sie sich in 90-Grad-Schritten im Uhrzeigersinn drehen
kann. Wenn sich, wie in Fig. 2, drei kugelige Dichtelemente am Einlaß 11 befinden,
wird die Abdichtung zwischen Einlaß 11 und Auslaß 12 durch das Dichtelement 15 hergestellt.
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In Fig. 3 ist das Drehkreuz 23 um 90 Grad gedreht, wodurch das kugelige
Dichtelement 15 (gestrichelt dargestcllt) direkt hinter die Mittelachse des Einlasses
11 gebracht ist und nun vom Fluiddruck in das System injiziert wird. Die Abdlohtung
zwischen Einlaß 11 und Auslaß 12 wird nun von dem kugeligen Dichtelement 16 hergestellt.
Das kugelige Dichtelement 15 ist in Fig. 3 links gestrichelt nach seinem Durchgang
durch den geeichten Abschnitt 18 dargestellt und nähert sich dem Drehkreuz 23,.um
die bisherige Stellung des kugeligen Dichtelementes 17 in flug. 2 einzunehmen. Man
erkennt, daß zu jeder Zeit durch eines der kugeligen Dichtelemente eine Abdichtung
zwischen Einlaß 11 und Auslaß 12 bewirkt wird.
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Ein Gehäuse 25 schließt das verklinkte Drehkreuz 23 dicht ein.
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In Fig. 4 ist ein System 10A mit vier kugeligen Dichtelementen anstelle
von drei vorgesehen mit dem Unterschied, daß der Einlaß 11A von Auslaß 12 weiter
entfernt ist und daß, wie gezeigt, die Abdichtung zwischen Einlaß und Auslaß durch
zwei Dichtelemente hergestellt ist. Zur Überprüfung auf Undichtigkeinen und deren
Erfassung ist hinter den Dichtkugeln eine Sperr- und Ablaßanordnung mit einem Ablaßhahn
9 vorgesehen.
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Fur diese Sperr- und Ablaßanordnung sind vier Kugeln rforderlich.
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Gemäß Fig. 1 ist am Einlaß 11 fur das in das System 10 ein~ tretende
Fluid ein Meßgerät 26 vorhanden, das ein Verdrängungsmesser oder auch ein anderes
Meßgerät wie etwa ein Geschwindidkeits
- oder Durchflußmesser u.
dgl. sein kann. Der erste Erfassungsschalter 13 steht über eine elektrische Leitung
27 mit einem Meßgeräteprüfzähl.r 28 in Verbindung, der seinerseits über eine elektrische
Leitung 29 mit einem Impulsgenerator 30 verbunden ist, der an das Meßgerät 26 angeschlossen
ist. Ein Meßgerätzähler 31 ist mit dem Impulsgenerator 30 verbunden0 Der elektrische
Meßgeräteprüfzähler 28 wird von der Stromversorgung 32 mit elektrischer Energie
versorgt. Zum zweiten Erfassungsschalter 14 führt eine elektrische Leitung 27.
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Während des Betriebs des Gerätes bleiben, wie die Zeichnung zeigt,
die verschiedenen kugeligen Dichtelemente 15, 16, 17 und 19 innerhalb des Systems,
so daß kein Ventil erforderlich ist. Eines der größten Probleme bei Ein-Richtungs-Meßgeräteprüfern
ergab sich durch das normalerweise zum Aufnehmen und Abschleudern der Kugeln verwendete
Ventil. Dieses Ventil muß auch dann sicher abdichten, wenn sich das kugelige Dichtelment
im Durchgang durch die Prüfschleife des Systems befindet.
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Ein solches Ventil ist nicht nur eine Quelle von Undichtigkeiten und
damit von Pehlern, sondern ist auch ziemlich kostspielig. Der Wegfall dieses Wechselventiles
ist deshalb von großer Bedeutung. Es wird somit durch die Erfindung eine sichere
Abdichtung, eine Beseitigung der Quelle von Undichtigkeiten und Fehlern sowie ein
Gewinn an Wirtschaftlichkeit erzielt. Beim Ein-Richtungs-Prüfsystem gemäß der Erfindung
entfällt das Ventil und es wird mit mehreren kugeligen Dichtelementen'dieselbe Funktion
wie bei einem Ein-Richtungs-PrUfsystem mit Ventil erreicht. Die Erfindung vermeidet
sowie das Ventil und schafft ein genaues sowie lecksicheres Prüfsystem.
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Wie die einzelnen Figuren zeigen, wird jeweils eines der kugeligen
Dichtelemente durch den geeichten Abschnitt 18 und hinter das erste Erfassungsglied
oder den Schalter 13 befördort, die Eichvorrichtung betätigt und beim Vorbeigang
am zweiten Erfassungsglied oder Schalter 14 der Eichdurchlauf
beendet.
Infolge der durch die Kugeln gegebenen Abdichtung sind kostspielige und zu Undichtigkeiten
neigende Ventile überflüssig. Dies ist von großer Bedeutung und erlaubt eine weite
Anwendung.
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Das Ein-Richtungs-Rücklauf-Prüfsystem ähnelt demjenigen, das in einer
Broschüre des American Petroleum Institut wAPI Standard 2531w, erste Ausgabe, Dezember
1963, unter dem Titel wMechanical Displacement Meter Provers1 beschrieben ist. Auf
Seite 19 dieser Broschüre findet sich die Beschreibung einos jener typischen Ein-Richtungs-Rücklauf-Prüfsysteme,
die durch die vorliegende Erfindung wesentlich verbessert werden.