DE1802840C - Druckzylinder - Google Patents

Druckzylinder

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DE1802840C
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Germany
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pressure
cylinder
bellows
printing cylinder
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Jürgen Dr Ing Jorde Joachim Dipl Ing 4300 Essen Hartwig
Original Assignee
Fried Krupp GmbH, 4300 Essen
Publication date

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Description

L 802
Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckzylinder, insbesondere für hydraulische Hubvorrichtungen, dessen Druckraum durch ein eingesetztes Druckkissen aus Gummi oder dergleichen Werkstoff mit hoher elastischer Verformbarkeit abgedichtet ist, das an seinem Zylinder mit einer Bewehrung aus starrem Werkstoff umgeben ist.
Bei Druckzylindern für hydraulische Hubvorrichtungen ist eine vollständige Abdichtung des Druckraums in manchen Anwendungsfällen erforderlich, ir> beispielsweise in Walzwerken mit hydraulischer Regelung des Walzenabstandes. Eine Abdichtung durch entsprechend genaue Passung zwischen Kolben und Zylinder könnte besonders bei größeren Durchmessern zum Verkanten und beim Auftreten von Temperaturdriferenzen zum Verklemmen des Kolbens führen.
Das bisher bekannte Einsetzen eines Druckkissens aus Metall beseitigt diese Nachteile, ist jedoch nur bei geringen Kolbenhüben brauchbar, da die dem ao Druckkissen dabei aufgeprägten Zugspannungen die Elastizitätsgrenze des betreffenden Metalls nicht überschreiten dürfen. Würde man jedoch statt dessen ein Druckkissen aus Gummi oder dergleichen Werkstoff von hoher elastischer Verformbarkeit einsetzen, as so würde dieses infolge des Innendruckes so fest an die Seitenwand des Zylinders groreßt werden, daß es an einer Hubbewegung dps Kolbens nur mit einem eng begrenzten Gebiet teilnehme : könnte. Die dort auftretenden örtlichen Dehnungen erzwingen ebenfalls eine Beschränkung auf geringe Kolbenhübe.
Um das Anpressen des aus Gummi bestehenden Druckkissens an die Seitenwand des Zylinders zu vermeiden, ist es auch schon bekannt, den zylindrischen Teil dieses Druckkissens von außen mit metallischen Ringen zu bewehren. Diese Ringe verändern ihren Durchmesser nicht und können — je nach ihrer Bemessung — an der Zylinderwand entlanggleiten. Der Abstand von je zwei benachbarten Ringen muß so klein sein, daß die nicht bewehrten Teile des Gummikissens zwischen den Ringen durch den Innendruck nicht bis an die Seitenwand des Zylinders gepreßt werden. Daher ist eine große Anzahl von Ringen erforderlich, was eine entsprechend aufwendige Konstruktion bedingt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile zu beseitigen, also eine Abdichtung mittels Druckkissens aus Gummi oder dergleichen Werkstoff mit hoher elastischer Verformbarkeit zu schaffen, das an seinem zylindrischen Teil mit einer Bewehrung aus starrem Werkstoff umgeben ist, wobei diese Abdichtung trotz verhältnismäßig einfacher Konstruktion auch größere Kolbenhübe zulassen soll. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bewehrung aus einem Faltenbalg besteht, der im Durchmesser so bemessen ist, daß seine Wellungen an der Seitenwrnd des Zylinders anliegen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Axialschnitt schematisch dargestellt.
Der unterhalb des Kolbens 1 gelegene Druckraum eines starkwandigen Hochdruckzylinders 2 ist dadurch abgedichtet, daß in ihn ein Druckkissen 3 aus Gummi eingesetzt ist. Dieses stützt sich im Bereich der Seitenwand des Zylinders auf einem Faltenbalg 4 ab, der mit einem sinusförmig gewellten Hauptteil an der Seitenwand des Zylinders und mit ebenen Randteilen in ringförmigen Ausdrehungen S und 6 liegt, mit denen die den Druckraum begrenzenden Stirnflächen des Zylinders bzw. des Kolbens versehen sind. Die Höhe der Ausdrehungen 5 und 6 entspricht der Wandstärke des Faltenbalges 4, so daß das Druckkissen 3 an allen Begrenzungsflächen des Druckraumes glatt anliegt.
Wenn infolge Druckmittelzuflusses durch die Leitung 7 und dadurch bedingter Druckerhöhung der Kolben 1 gehoben wird, folgt der Faltenbalg 4 dem Kolben dadurch, daß sich die sinusförmigen Wellen entsprechend strecken. Dieselbe Verformung tritt auch beim Gummikissen 3 auf. Beim Senken des Druckes treten Verformungen im entgegengesetzten Sinn auf.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Druckzylinder, insbesondere für hydraulische Ku'uvuii iLHiuiigcli, dessen Druekiauüi durch ein eingesetztes Druckkissen aus Gummi oder dergleichen Werkstoff mit hoher elastischer Verformbarkeit abgedichtet ist, das an seinem zylindrischen Teil mit einer Bewehrung aus starrem Werkstoff umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrung aus einem Faltenbalg (4) besteht, der im Durchmesser so bemessen ist, daß seine Wellungen an der Seitenwand des Zylinders (2) anliegen.
2. Druckzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Druckraum begrenzenden Stirnflächen des Zylinders (2) und des Kolbens (1) mit ringförmigen Ausdrehungen (5 bzw. 6) zur Aufnahme der dort anliegenden Randteile des ringförmigen Faltenbalges (4) versehen sind.
3. Druckzylinder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Faltenbalg mit Löchern und/oder Schlitzen versehen ist.

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