DE1801643B2 - Verfahren zur herstellung von kaltgewalzten elektrostahlbaendern und -blechen mit isotropen magnetischen eigenschaften - Google Patents
Verfahren zur herstellung von kaltgewalzten elektrostahlbaendern und -blechen mit isotropen magnetischen eigenschaftenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von kaltgewalzten Elektrostahlbändern und -blechen mit
isotropen magnetischen Eigenschaften, durch Walzen und Wärmebehandlung.
Es ist bekannt, daß sich die Qualität der bei der Herstellung von Transformatoren verwendeten Stahlbänder
und -bleche sprunghaft im Jahre 1935 verbesserte, als man statt der bis dahin erzeugten warmgewalzten
Bleche die Herstellung kaltgewalzter Transformatorenbänder bzw. -bleche mit der sogenannten Goss-Textur
einführte, die über gerichtete magnetische Eigenschaften verfügen. Diese Bänder besitzen jedoch den
Nachteil, daß ihre magnetischen Eigenschaften lediglich in der Richtung des Walzens vorteilhaft sind, während in
anderen Richtungen unvorteilhaftere magnetische Eigenschaften erscheinen. So beträgt z. B. der Wattverlust
Vio eines kaltgewalzten Bandes guter Qualität und
mit einer Goss-Textur 0,48 W/kg in der Richtung des Walzens bzw. 1,37 W/kg in senkrechter Richtung,
während seine Induktion in einem magnetischen Feld von 25 Am/cm in der Richtung des Walzens 18 900 G, in
senkrechter Richtung jedoch nur 14 200 G beträgt. Von Bändern, die über solche charakteristischen magnetischen
Eigenschaften verfügen, können selbstverständlich nur solche Transformatoren hergestellt werden, in
denen die Richtung der magnetischen Kraftlinien mit der Richtung des Walzens übereinstimmt. Daher
können die üblichen, durch Stanzen warmgewalzter Transformatorenplatten erzeugten E-, I- und M-Kerne
aus texturierten Transformatorenbändern und -blechen nicht hergestellt werden.
Mit Rücksicht auf die oben erwähnten Überlegungen wurden besondere und im Verhältnis zu den früheren
Methoden kostspieligere Verfahren zur Herstellung von Transformatoren (gewickelte bzw. gewickelte und
gestanzte Eisenanker) entwickelt. Infolge des höheren Preises und der schwereren Bearbeitung der kaltgewalzten
Bänder mit gerichteten magnetischen Eigenschaften werden die Transformatoren geringerer
Dimensionen eben heutzutage größtenteils aus warmgewalzten Stahlblechen mit isotropen, d. h. ungerichtetpn
magnetischen Eigenschaften hergestellt, obwohl die kaltgewalzten Bänder zahlreiche Vorteile über die
warmgewalzten Bänder bieten. Die hervorragendsten Vorteile solcher Natur sind die folgenden:
a) Die Maßtoleranz, die Qualität der Oberfläche und das Planliegen der kaltgewalzten Bänder sind viel
besser als die eier warmgewalzten Bleche. Daraus
folgt, daß die Raumerfüllung bei den aus kaltgewalzten Bändern gestanzten Ankern viel besser ist,
als bei den aus warmgewalzten Blechen gestanzten ίο Ankern.
b) Mit Rücksicht auf die Walzbarkeit darf der
Siliziumgehalt der kaltgewalzten Transformatorenmaterialien 3,3% nicht übersteigen. Bei den
warmgewalzten Transformatorplatten übersteigt dagegen der Siliziumgehalt — zwecks Verminderung
der Ummagnetisierungsverluste — auch 4%. Infolge dieses höheren Siliziumgehaltes verfügt ein
warmgewalztes Blech — bei einem gleichen Wattverlust — über eine geringere Induktion als
das kaltgewalzte Blech. Zu gleicher Zeit ist es auch viel spröder als letztere. Diese Sprödheit verursacht
Schwierigkeiten beim Stanzen und erhöht den Werkzeugverbrauch in einem beträchtlichen
Maße.
c) Bei der Erzeugung von Ankern aus kaltgewalzten Bändern, die zu einer dem Verwendungsziel
entsprechenden Breite zerschnitten werden, ist die Menge des Abfalls viel geringer als bei der
Bearbeitung warmgewalzter Bleche üblicher Dimension. Bei Bändern entfällt nämlich der durch
Breiteabschnitt gebildete Abfall, und auch die Menge der durch Endabschnitt hervorgerufenen
Abfälle wird infolge der Anwendung von unendlichen Bändern vernachlässigbar. Bei der Anwendung
von Bändern ist auch die Erhöhung der
Produktionsfähigkeit von gestanzten Ankern gesichert, da sie eine vorzügliche Ausnutzung von
Stanzautomaten hoher Kapazität ermöglichen.
Gemäß der FR-PS 14 37 673 wird die Decarbonisation nicht an einem festen Band, sondern noch vor dem Guß, an dem geschmolzenen Material des Bandes durchgeführt; eben dies ist das Wesen des Verfahrens. So weicht dieses bekannte Verfahren von dem erfindungsgemäßen Verfahren grundsätzlich ab, auch wenn das Grundmaterial mit Silizium und Aluminium legiert wird.
Gemäß der FR-PS 14 37 673 wird die Decarbonisation nicht an einem festen Band, sondern noch vor dem Guß, an dem geschmolzenen Material des Bandes durchgeführt; eben dies ist das Wesen des Verfahrens. So weicht dieses bekannte Verfahren von dem erfindungsgemäßen Verfahren grundsätzlich ab, auch wenn das Grundmaterial mit Silizium und Aluminium legiert wird.
Die DT-AS Nr. 12 2b 128 bezieht sich auf eine Wärmebehandlung in magnetischem Feld. Bei dieser
Technologie wird also eine weitere, qualitätsverbessernde Behandlung an dem fertiggestellten isotropen
Stahlband durchgeführt. So ist auch dieses Verfahren grundsätzlich von dem erfindungsgemäßen Verfahren
verschieden,
Zweck der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens, das — durch Kaltwalzen und durch eine
kurze Wärmebehandlung — die Herstellung elektrotechnischer Stahlbänder und -bleche mit geringem
Wattverlust und mit isotropen magnetischen Eigenschaften in in einer einfachen und raschen Weise
ermöglicht.
Die Erfindung beruht unter anderem auf der Erkenntnis, daß man die magnetischen Eigenschaften
der Stahlbänder und -bieche mit isotropen magnetischen
Eigenschaften eben bei einer kurzen Wärmebe-6<;
handlung auf einen äußerst günstigen Wert einstellen kann, falls die zu walzende Ausgangs-Stahibramme eine
gewisse Menge Aluminium und/oder Gallium enthält. Diese Beobachtung ist ziemlich überraschend, weil
18 Ol
bisher im allgemeinen angenommen wurde, daß der Aluminiumgehalt von kaltgewalzten Transforrnatorbändern
die magnetischen Eigenschaften nachteilig beeinflußt
Ferner beruht die Erfindung auf der Erkenntnis, daß _ falls man zum Walzen eine eine gewisse Menge
Aluminium und/oder Gallium enthaltende Stahlbramme verwendet - die Dauer der letzten Wärmebehandlung
um mehrere Größenordnungen herabgesetzt werden kann, und eben das die magnetischen Eigenschaften
nachteilig beeinflussende Altern unterbleibt, wenn man das letzte Kaltwalzen mit einer Dickeverminderung von
3 bis 10% durchführt. Diese Beobachtung ist überraschend, weil man gar nicht voraussehen konnte, daß es
möglich sei, die Dauer der letzten Wärmebehandlung von den bisher üblichen 4 Stunden auf einige Minuten zu
verkürzen, mit besonderer Rücksicht auf den Umstand, daß bei den bisher üblichen Verfahren die Dauer der
letzten Wärmebehandlung manchmal eben 100 Stunden überstieg. Es ist ferner gleichfalls überraschend, daß —
trotz einem mit einer Dickeverminderung von 3 bis 10%
durchgeführten Walzen - keine Alterungserscheinungen zum Vorschein kamen.
Einen weiteren Grund der Erfindung bildet jene Erkenntnis, daß man die Texturfreiheit der in dem
letzten Schritt des Kaltwalzens durch eine bestimmte Dickeverminderung erzeugten Bänder sichern kann,
wenn man eine eine bestimmte Menge Aluminium und/oder Gallium enthaltende Stahlbramme als Ausgangsstoff
benutzt und die Erwärmung auf die Anlaßtemperatur vor dem let/ten Schritt des Kaltwalzens,
ferner die Erwärmung auf die Temperatur der letzten Wärmebehandlung mit einer großen Anwärmegeschwindigkeit
durchführt.
Schließlich beruht die Erfindung auf der Erkenntnis,
daß im Falle einer bei aus kalt auf Maß gewalzten Bändern gestanzten geformten Blechstücken durchgeführten
letzten Wärmebehandlung die magnetischen Eigenschaften der Bänder durch Entwicklung eines sich
drehenden magnetischen Feldes in dem unter dem Curiepunkt liegenden Abkühlungsabschnitt noch weiter
verbessert werden können.
Bis jetzt wurde eine magnetische Behandlung während der Wärmebehandlung nur in einem gerichteten
magnetischen Feld verwendet, wobei die magnetisehe Anisotropie durch diese Behandlung erhöht wurde.
So hätte man erwarten können, daß die Behandlung in einem sich drehenden magnetischen Feld im Falle von
Ankern isotropischer Struktur infolge der Herabsetzung der Isotropie nachteilig sein wird.
Gegenstand der Erfindung ist also ein Verfahren zur Herstellung von kaltgewalzten Elektrostahlbändern und
-blechen mit isotropen magnetischen Eigenschaften mit einem Siliziumgehalt von höchsten 4%, wobei man den
Aluminiumgehalt der zu walzenden Stahlbramme auf einen Wert von 0,05 bis 0,5% und/oder den Galliumgehalt
mindestens auf 3 ppm einstellt, die Stahlbramme warmwalzt, bei einer Abnahme von 3 bis 10% kaltwal/t,
sodann bei einer Temperatur von 800 bis 1000"C mindestens 2 Minuten lang in einer reduzierenden oder
inerten Atmosphäre wärmebehandelt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man vor dem letzten Schritt des
Kaltwalzens eine Erwärmung auf die Weichglühtemperatur bei einer Erwärmungsgeschwindigkeit von mindestens
150°C/Min., vorzugsweise von 300 bis 5000C/
Min., vornimmt und das Weichglühen selbst mindestens 2 Minuten lang bei einer Temperatur von mindestens
7000C durchführt.
Zweckmäßig beträgt die Dickeverminderung vorzugsweise 4 bis 6%.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens geht man derart vor,
daß während der letzten Wärmebehandlung von auf Endmaß gewalzten Bändern in der Abkühlungsperiode
bei einer Temperatur zwischen 600 und 300° C in einer
wasserdampfhaltigen Atmosphäre eine elektrisch isolierende Oxidschicht auf der Oberfläche der Bänder
gebildet wird.
Bei Herstellung von aus auf Endmaß gewalzten Bändern aus gestanzten Teilen und Kernen wird die
letzie Wärmebehandlung bei einer Temperatur von 800 bis 1!500C mindestens 5 Minuten lang in einer
reduzierenden oder inerten Atmosphäre durchgeführt. Bei der letzten Wärmebehandlung dieser Teile und der
Kerne ist es zweckmäßig, in der unter dem Curiepunkt liegenden Abkühlungsperiode ein sich drehendes
magnetisches Feld anzuwenden.
Die letzte Wärmebehandlung von aus auf Endmaß gewalzten Bändern gestanzten Teilen und Kernen soll
zweckmäßig dort angewendet werden, wo der Betrieb, der die kaltgewalzten und über isotrope magnetische
Eigenschaften verfügenden elektrotechnischen Stahlbänder benutzt, Möglichkeiten zu einer Wärmebehandlung
beshzt. bin besonderer Vorteil dieser Methode ist. daß ein wesentlicher Nachteil der bisher üblichen
Methoden vermieden w ird. Bei dem Stanzen von Teilen und Kernen, besonders aber bei Verwendung ungenügend
vorbereitetet oder abgenutzter Werkzeuge war nämlich die Falzenbildung unvermeidlich. Infolge der
entlang der Ränder auftretenden plastischen Verformungen wurden die magnetischen Eigenschaften in
extremen Fällen bis um 25% verschlechtert. Im Falle solcher letzten Wärmebehandlungen hängt die Dauer
der Wärmebehandlung von der Temperatur ab, indem bei niedrigeren Temperaturen eine längere Wärmebehandlung
erforderlich ist.
Von den wichtigeren Vorteilen des erfindungsgemäßen Verfahrens sollen zunächst die folgenden erwähnt
werden:
1. Das Verfahren ist industriell einfach durchzuführen.
2. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung von kaltgewalzten Transformatorbändern, deren Qualität
und magnetische Eigenschaften besser sind, als die der warmgewalzten Transformatorbleche.
Während z. B. der Vi0-Verlust eines 0,35 mm dicken
warmgewalzten Blechs im allgemeinen 1,1 bis 1,8 W/kg beträgt, und Verluste unter 1,1 W/kg nur
durch eine besondere Technologie erreicht werden können, ferner die Werte der Induktion fts 14 400
bis 14 500 Am/cm betragen, ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren das Erreichen von
Vio-Verlusten von 0,8 bis 1,1 W/kg und von Induktionen über 15 500 Am/cm.
3. Die zu vorzüglichen Qualitäten führende Wärmebehandlung soll nur für äußerst kurze Dauer und
bei niedrigeren Temperaturen angewendet werden.
4. Die Herstellung von Bändern mit einer oxydierten,
d. h. mit einer Isolierschicht versehenen Oberfläche wird ermöglicht.
5. Während des Herstellungsverfahrens wird keine nachteilige Textur gebildet, und daher übersteigt
die magnetische Anisotropie der hergestellten Bänder 15% nicht.
6. Das Altern, das die magnetischen Eigenschaften der Stoffe während des Gebrauchs stark herabsetzt,
kann beseitigt werden.
18 Ol
Das Kornwachstum, das vom Gesichtspunkt der magnetischen Eigenschaften aus sehr wichtig ist, wird
durch die Gesamtheit der erfindungsgemäßen Mikrolegierungskomponenten vorteilhaft beeinflußt Gleichzeitig wird dadurch die Bildung einer Rekristallisationstex-
tür, die während der nach einer Kaltverformung stattfindenden Rekristallisation bei unlegierten oder bei
mit Silizium legierten Stählen auftreten i:nd die vom Gesichtspunkt der Anwendung aus unerwünschte
mag-ictische Anisotropie zu erhöhen pflegt, vermindert,
was in Kenntnis des Standes der Technik für den Durchschnittsfachmann nicht naheliegend war. Die
Kombination der Mikrolegierungs- und der Herstellungstechnologie sichert ausgezeichnete, für einen
Fachmann unerwartete magnetische Eigenschaften.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand der
nachstehenden Beispiele durch mehrere empfohlene Herstellungsmethoden eines 0,35 mm dicken Bandes mit isotropen magnetischen Eigenschaften näher erläutert. Es muß jedoch bemerkt werden, daß mittels des
erfirsdungsgemäßen Verfahrens auch elektrotechnische Stahlbänder bzw. -bleche mit isotropen magnetischen
Eigenschaften und von unterschiedlichen Dimensionen hergestellt werden können.
In einem Lichtbogenofen wird eine Eisen-Silizium-Legierung
hergestellt, die einen nominellen Siliziumgehalt von 2,9% und einen nominellen Aluminiumgehah
von 0,18% besitzt und nur eine geringe Menge von Verunreinigungen enthält.
Die Stahlbramme wird bis zu einer Dicke von 2,0 bis 2,2 mm warmgewalzt. Nach Beizen wird das Produkt
kaltgewa'zt, bis in mehreren Stufen eine Dicke von 0,37 mm erreicht wird. Danach wird das Produkt in
einem Ofen mit einer Erwärmungsgeschwindigkeit von 400 bis 500°C/Minute auf 86O0C erwärmt und 3 Minuten
lang bei dieser Temperatur gehalten. Das Weichglühen wird in einer Craek-Ammoniak-Atmosphäre von einem
Taupunkt zwischen +200C und +500C durchgeführt.
Sodann wird das letzte Walzen von 0,37 mm Dicke bis zu 0,35 mm fortgesetzt.
Die auf das vorgeschriebene Maß gewalzten Bänder 4J
werden ir* einem Ofen bei 9000C in einer reduzierenden
Schutzgasatmosphäre einer Wärmebehandlung derart unterworfen, daß das Material 7 Minuten lang bei der
vorgeschriebenen Temperatur bleibt. Um eine Isolierschicht zu entwickeln, wird die Atmosphäre des Ofens
derart kontrolliert, daß die wärmebehandelten Produkte während ihrer Abkühlung von 5800C auf 300°C durch
eine Zone passieren, die mit dem reduzierenden Schutzgas obiger Zusammensetzung und von einem
Taupunkt zwischen +2O0C und +500C gesättigt ist.
Die auf diese Weise hergestellten grauen, mit einer gut anhaftenden Oxidschicht versehenen Bänder sind
sowohl auf Spulen aufgewickelt oder in Stücken zerkleinert als Bleche lieferbar; Vio-Wattverlust:
1,08 W/kg.
60
Die gewünschten geformten Blechstücke werden aus den auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise hergestellten
und bis zu einer Dicke von 0,35 mm gewalzten Bändern gestanzt, und in einem Ofen bei 9000C in einer
25% H2 und 75% N2 enthaltenden reduzierenden
Schutzgasatmosphäre eine Stunde lang einer Wärmebe handlung unterworfen. Der V,0-Wattverlust der auf
diese Weise hergestellten fertigen geformten Blechstükke beträgt 1,03 W/kg.
Man geht auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise vor, jedoch wird der Aluminiumgehalt der Legierung
auf 0,09% eingestellt. Die derart hergestellten Stahlbänder weisen einen V10-Wattverlust von 1,09 W/kg auf.
In einem Lichtbogenofen wird eine Eisen-Silizium-Legierung hergestellt, die einen nominellen Siliziumgehalt
von 2,9% und einen nominellen Aluminiumgehah von 0,10% besitzt und nur eine geringe Menge von
Verunreinigungen enthält. Dabei wird zur Einführung des Aluminiums ein solcher Aluminiumblock verwendet,
der vorangehend mit 1 Gew.-% Gallium legiert wurde. Darauffolgend verfährt man auf die im Beispiel 1
beschriebene Weise. Die derart hergestellten Stahlbänder besitzen einen V,o-Wattveriust von 0,88 W/kg.
ln'einem Induktions-Tiegelofen wird eine Eisen-Siliziuni-Legierung
hergestellt, die einen nominellen Siii/iumgehalt
von 3,1% und einen nominellen Galliumgehalt von 50 mg/kg besitzt und nur eine geringe Menge von
Verunreinigungen enthält. Im folgenden verfahrt man auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise. Die derart
hergestellten Stahlbänder zeigen einen V10-WattverluM von 0,90 W/kg.
In einem Lichtbogenofen wird eine 3,2% Silizium und
0,09% Aluminium enthalterde Eisen-Silizium-Legierung hergestellt, die nur eine geringe Menge von
Verunreinigungen enthält. Das Gießen und Warmwalzen der Legierung wird auf die im Beispiel 1
beschriebene Weise vorgenommen. Nach Beizen wird in mehereren Schritten Kaltwalzen bis zu einer Dicke
von 0,50 mm durchgeführt, sodann das Produkt durch eine in einer exothermen Schutzgasatmosphäre in
einem Ofen bei 7200C 4 Stunden lang durchgeführte Wärmebehandlung angelassen. Danach folgt Kaltwalzen
bis zu einer Dicke von 0,38 mm. Dann werden die Bänder in einem Ofen in einer reduzierenden Atmosphäre
mit einer Erwärmungsgeschwindigkeit von 400 bis 500°C/Minute auf 800°C erwärmt, und auf diese
Temperatur 5 Minuten lang angelassen. Sodann folgt das letzte Walzen von 0,38 mm zu 0,35 mm.
Die auf das gewünschte Maß gewalzten Bänder werden in einem bei 900°C, in einer Crack-Ammoniakgas-Atmosphäre
von einem Taupunkt zwischen +2O0C und +500C einer Wärmebehandlung derart unterworfen,
daß die Bänder 12 Minuten lang bei der Wärmebehandlungstemperatur bleiben. Die auf diese
Weise hergestellten Bänder zeigen einen Vm-Wattverlust
von 0,99 W/kg.
Man geht wie im Beispiel 2 beschrieben vor, jedoch werden die geformten Blechstücke in dem Abkühlungsabschnitt der letzten Wärmebehandlung — nach
Erreichen einer Temperatur von 7000C — der Wirkung
eines sich drehenden magnetischen Feldes der Stärke von 15 Oe ausgesetzt. Die auf diese Weise hergestellten
geformten Blechstücke besitzen einen Wattverlust von 0,96 W/kg.
18 Ol 643
und diese in einem Ofen bei 900" C in einer
Beispiel 8 Schutzgasatmosphäre eine Stunde lang einer Wärmebe
handlung unterworfen. In dem Abkühlungsabschnitt der
Man geht auf die im Beispiel 4 beschriebene Weise Wärmebehandlung wird auf die im Beispiel 7 beschrievor,
es werden jedoch aus den zu einer Dicke von 5 bene Weise ein sich drehendes magnetisches FeIc
0,35 mm gewalzten Bändern — ohne eine letzte angewendet. Die derart hergestellten geformten Blech
Wärmebehandlung — geformte Blechstücke gestanzt, stücke zeigen einen Wattverlust von 0,79 W/kg.
Claims (1)
18 Ol 643
Patentanspruch:
Verfahren zur Herstellung von kaltgewalzten Elektrostahlbändern und -blechen mit isotropen
magnetischen Eigenschaften mit einem Siliziumge halt von höchsten 4%, wobei man den Aluminiumge
halt der zu walzenden Stahlbramme auf einen Wert von 0,05 bis 0,5% und/oder den Galliumgehalt
mindestens auf 3 ppm einstellt, die Stahlbramme warmwalzt, bei einer Abnahme von 3 bis 10%
kaltwalzt, sodann bei einer Temperatur von 800 bis 1000° C mindestens 2 Minuten lang in einer
reduzierenden oder inerten Atmosphäre wärmebehandelt, dadurch gekennzeichnet, daß
man vor dem letzten Schritt des Kaltwalzens eine Erwärmung auf die Weichglühtemperatur bei einer
Erwärmungsgeschwindigkeit von mindestens 150°C/Min.. vorzugsweise von 300 bis 500cC/Min..
vornimmt und das Weichglühen selbst mindestens 2 Minuten lang bei einer Temperatur von mindestens
700° C durchführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HUSE001385 | 1967-10-09 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1801643A1 DE1801643A1 (de) | 1969-06-26 |
| DE1801643B2 true DE1801643B2 (de) | 1976-12-16 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681801643 Withdrawn DE1801643B2 (de) | 1967-10-09 | 1968-10-07 | Verfahren zur herstellung von kaltgewalzten elektrostahlbaendern und -blechen mit isotropen magnetischen eigenschaften |
Country Status (6)
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| DE (1) | DE1801643B2 (de) |
| FR (1) | FR1589243A (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0334224A3 (de) * | 1988-03-25 | 1991-01-30 | ARMCO Inc. | Verfahren zur Herstellung nichtorientierter Elektrobleche durch Schnellaufheizung |
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|---|---|---|---|---|
| JPS4926415B1 (de) * | 1970-09-26 | 1974-07-09 | ||
| JPS5037127B2 (de) * | 1972-07-08 | 1975-12-01 | ||
| GB2267715B (en) * | 1992-06-03 | 1995-11-01 | British Steel Plc | Improvements in and relating to the production of high silicon-iron alloys |
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1968
- 1968-10-03 AT AT963368A patent/AT313339B/de not_active IP Right Cessation
- 1968-10-07 DE DE19681801643 patent/DE1801643B2/de not_active Withdrawn
- 1968-10-09 YU YU234868A patent/YU32387B/xx unknown
- 1968-10-09 GB GB4794068A patent/GB1220260A/en not_active Expired
- 1968-10-09 SU SU1280535A patent/SU368760A3/ru active
- 1968-10-09 FR FR1589243D patent/FR1589243A/fr not_active Expired
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| EP0334224A3 (de) * | 1988-03-25 | 1991-01-30 | ARMCO Inc. | Verfahren zur Herstellung nichtorientierter Elektrobleche durch Schnellaufheizung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE1801643A1 (de) | 1969-06-26 |
| YU234868A (en) | 1974-04-30 |
| YU32387B (en) | 1974-10-31 |
| SU368760A3 (de) | 1973-01-26 |
| AT313339B (de) | 1974-02-11 |
| FR1589243A (de) | 1970-03-23 |
| GB1220260A (en) | 1971-01-27 |
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