DE162952C - - Google Patents

Info

Publication number
DE162952C
DE162952C DENDAT162952D DE162952DA DE162952C DE 162952 C DE162952 C DE 162952C DE NDAT162952 D DENDAT162952 D DE NDAT162952D DE 162952D A DE162952D A DE 162952DA DE 162952 C DE162952 C DE 162952C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
prism
eye
prisms
telescopes
axes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT162952D
Other languages
English (en)
Publication of DE162952C publication Critical patent/DE162952C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
    • G02B23/16Housings; Caps; Mountings; Supports, e.g. with counterweight
    • G02B23/18Housings; Caps; Mountings; Supports, e.g. with counterweight for binocular arrangements

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

PATENTAMT.
- Λ* 162952 KLASSE 42 h.
Alle bisher gebräuchlichen Prismendoppelfernrohre sind so gebaut, daß für jedes Auge eine besondere Prismenanordnung vorhanden ist. Wenn man also die für die erforderliehe Vergrößerung nötige Länge der Licht-( strahlen erreichen will, ist man gezwungen, den Strahl entweder parallel zum Einfallstrahl zurück- und dann erst ins Auge zu leiten oder senkrecht zum Einfallstrahl hin- und herzuführen. Im ersten Falle werden die Einzelrohre sehr lang, im anderen sehr umfangreich, so daß das Doppelfernrohr selbst schwer und unhandlich wird, abgesehen von der Beeinträchtigung der Lichtstrahlen. Diese
Übelstände lassen sich vermeiden, wenn man nach vorliegender Erfindung den ganzen Raum zwischen den beiden Augenachsen zur Führung der Lichtstrahlen benutzt. Man hat zwar schon Doppelfernrohre gebaut, bei denen ein Teil des bezüglichen Raumes verwendet ist, aber den ganzen Raum auszunutzen ist schon deshalb ausgeschlossen, weil für jedes Auge ein besonderes Einzelrohr mit besonderer Strahlführung vorgesehen ist. Bei der vorliegenden Einrichtung sind aber die beiden Einzelrohre miteinander dadurch in größeren Zusammenhang gebracht, daß der Strahl in Richtung der einen Augenachse ein- und in Richtung der zweiten austritt. Es wird somit der ganze Raum zwischen den beiden Augenachsen von den Lichtstrahlen durchquert. Dadurch erreicht man eine Verringerung des Gewichts und der Größe des Doppelfernrohres und ganz hervorragende Lichtstärke. Die Gestalt desselben unterscheidet sich nur durch die Umhüllung des zwischen den beiden Einzelrohren gelegenen Raumes von den gewöhnlichen Doppelfernrohren ohne Prismenanordnung.
In der beiliegenden Zeichnung ist Fig. 1 ein Längsschnitt des Prismendoppelfernrohres, Fig. 2 ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. 1, Fig. 3 ein Querschnitt nach Linie C-D der Fig. ι; schließlich gibt Fig. 4 ein Bild von den angewendeten Prismen und dem eigentümliehen Gange der Strahlen. Das Fernrohr besteht aus zwei ineinander verschiebbaren Zylindern α und b, welche beide an einer' Seite mit einem Deckel c bezw. d verschlossen sind. Die Verschiebung der beiden Zylinder kann auf beliebige Weise geschehen. In der Zeichnung wird dieselbe bewirkt durch das Einschalten eines dritten Zylinders e, welcher einen Schlitz/ trägt. In diesen Schlitz greift ein an dem äußeren Zylinder α befestigter Stift g. Der innere Zylinder b ist mit einem Schlitze h versehen, um die Längsverschiebung zu gestatten. Wird nun e gedreht, zu welchem Zwecke der wulstförmige Rand i vorgesehen ist, so wird sich e durch Gleiten des Stiftes g in dem Schlitze h in der Längsrichtung bewegen.' Bei dieser Bewegung wird der mit e durch eine geeignete Vorrichtung verbundene Zylinder b mitgenommen. Diese Vorrichtung kann, wie in der Zeichnung angedeutet, einfach in einem auf b befestigten, in dem auf e befindlichen Schlitze j gleitenden Stifte k bestehen. Auf den beiden Zylindern a und b sind nun die Okulare und Objektive befestigt. Die auf die großen Zylinder aufgesetzten kleineren Zylinder I tragen mittels Verschraubung die Objektive m. Auf die
Zylinder η sind Hülsen ο aufgeschoben, welche, ebenfalls durch Verschraubung befestigt, die Okulare tragen, die in bekannter Weise durch die an beiden Enden mit Linsen q und r geschlossenen Hülsen ρ gebildet werden. Die beiden Okulare sind durch einen Steg verbunden, welcher die Änderung der Augenachsenentfernung gestattet. Zu diesem Zwecke ist der Steg geteilt, so daß sich die eine
ίο Hälfte s in bezw. über die andere t schieben kann. Die Bewegung des Steges und damit die Änderung des Abstandes zwischen Okular und Objektiv wird in bekannter Weise durch eine Schraubenspindel ii erreicht, welche sich in der mit einem Handrädchen ν versehenen Mutter w bewegt. Das Festhalten der Spindel u geschieht durch das Schräubchen \. Um die Beweglichkeit der einzelnen Teile in der Längsrichtung zu sichern, sind dieselben mit entsprechenden Schlitzen ausgestattet. Zwischen den Okularen und Objektiven sind nun die Prismen 1, 2, 3, 4 eingeschaltet. Je zwei Prismen (1 und 2, 3 und 4) sind zusammengelegt und werden erforderlichenfalls durch lichtundurchlässige Zwischenlagen 5 bezw. 13 getrennt. Die Prismenpaare sind an den Deckeln c und d befestigt. Eine Ausführungsform dieser Befestigung zeigt Fig. 3. Auf einer Platte 6, die mit den Deckeln fest verbunden ist, sind die Rahmen 7 angebracht, welche, über die Kanten der Prismenpaare fassend, dieselben festhalten. Die Wirkung des Fernrohres beruht nun auf dem eigentümlichen Gange der einfallenden Lichtstrahlen.
Der Deutlichkeit halber sind in Fig. 4 die nicht sichtbaren Flächen mit punktierten Bezugszeichen versehen und ist die Zwischenlage zusammen mit den beiden an ihr anliegenden Flächen als 5 bezw. 13 bezeichnet.
Der durch das Objektiv eintretende Lichtstrahl χ geht durch die Fläche 8 des Prismas 2 und trifft auf 5. Von hier reflektiert gelangt er nach 9, von wo aus er wieder zurückgeworfen wird und durch die Fläche 10 in den Raum zwischen den beiden Augenachsen tritt. Er fällt durch die Fläche ii des Prismas 3 und wird in diesem von der Fläche 12 auf 13 geworfen, welche ihn durch die Fläche 14 in das Okular schickt. Einen ähnlichen Weg nimmt der Strahly. Derselbe tritt durch die Fläche 15 des Prismas 4 ein, trifft auf 13, wird von hier auf 16 und von 16 weiter durch die Fläche 17 in den Raum zwischen den Augenachsen geworfen. In das Prisma 1 tritt er durch die Fläche 18, dann gelangt er auf 19, wird auf 5 und von 5 durch 20 in das Okular geworfen. Auf dem Wege tritt völlige Umkehr des Bildes, wie sie erforderlich ist, ein.
Das Merkmal der vorliegenden Erfindung 6p ist also die Benutzung des zwischen den Augenachsen belegenen Raumes zum erforderlichen Wege der Lichtstrahlen. Dadurch erreicht man, daß die Größe des Fernrohres gegenüber den bisher üblichen Prismenfernrohren sehr gering ist und daß dasselbe sich nur durch die Einhüllung des zwischen den Augenachsen gelegenen Teiles von den einfachen, nur aus Linsen bestehenden Doppelfernrohren unterscheidet. Außerdem ist es möglich geworden, selbst bei kleinem Abstande des Okulars vom Objektiv genügende Vergrößerung zu erhalten, da eben durch die Benutzung des Raumes zwischen den beiden Augenachsen die Lichtstrahlen einen genügend langen Weg machen müssen. Die Einstellung der beiden Zylinder α und b hat den Zweck, die Entfernung der Augenachsen dem Augenabstand des jeweiligen Benutzers anzupassen. Ist diese festgestellt, so geschieht das Einstellen auf Schärfe des Bildes in bekannter Weise durch das Stellwerk, welches durch das Handrädchen ν betätigt wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Prismendoppelfernrohr, dadurch gekennzeichnet, daß die eintretenden Lichtstrahlen die Zwischenräume von einer Augenachse zur anderen, und zwar zwischen den Prismen senkrecht zu den Augenachsen ein oder mehrere Male durchlaufen, zum Zweck der Verkürzung und zur Erzielung leichterer Bauart des Instruments.
2. Ausführungsform desPrismendoppelfernrohres nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Prisma aus zwei vierflächigen, mit schrägen Seitenflächen aneinander gelegten Teilen (1, 2 und 3, 4) besteht, wobei die Teilprismen mit einer lichtundurchlässigen Zwischenlage (5, 13) versehen sein können.
3. Ausführungsform des Prismendoppelfernrohres nach Anspruch ,1 und 2 mit Parallelverstellung der Einzelfernrohre zur Einstellung auf den Augenabstand, dadurch gekennzeichnet, daß diese Verstellung mit Hilfe eines zwischen den röhrenförmigen Prismenbehältern eingeschobenen Hohlzylinders (e) erfolgt, durch dessen Drehung eins der Einzelfernrohre in einer zur optischen Achse senkrechten Richtung verschoben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT162952D Active DE162952C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE162952C true DE162952C (de)

Family

ID=428695

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT162952D Active DE162952C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE162952C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3025186C2 (de) Optisches System mit veränderbarer Betrachtungsrichtung, insbesondere für Endoskope
DE3826069C2 (de) Prismensystem für ein ophthalmoskopisches Stereomikroskop
EP1191381A2 (de) Stereo-Mikroskopieanordnung
DE602005000583T2 (de) Optische Abbildungsvorrichtung
DE4123279C2 (de) Stereomikroskop für mehrere Beobachter
DE4114646C2 (de) Ophthalmoskopie-Vorsatz für ein Operationsmikroskop
DE20219151U1 (de) Okular für ein astronomisches Fernrohr
DE102009020262A1 (de) Objektiv mit zwei Blickrichtungen für ein Endoskop
DE2222411A1 (de) Makro-zoom-objektiv
DE7148540U (de) Vorrichtung zum scharfeinstellen eines feldstechers
CH664223A5 (de) Zusatzeinrichtung fuer stereomikroskope.
DE102005063245A1 (de) Fernrohr mit variabler Vergrößerung
DE9305447U1 (de) Zusatzmodul für ein Stereomikroskop
DE1497621A1 (de) Optisches System mit variabler Vergroesserung
DE2520793A1 (de) Vario-linsensystem
DE2058675A1 (de) Bildumlenksystem fuer Stereomikroskope
DE162952C (de)
DE3813992A1 (de) Okular mit variabler brennweite
DE3329785A1 (de) Endoskopoptik
DE4116810A1 (de) Einrichtung zur verwendung eines medizinischen operationsmikroskopes
DE102004048101A1 (de) Mikroskoptubus
DE2801441C3 (de) Endoskop
DE8902035U1 (de) Stereoskopisches Operationsmikroskop
DE3005479C2 (de)
AT20755B (de) Optisches Prisma.