DE15196C - Signal-Boje - Google Patents
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- DE15196C DE15196C DENDAT15196D DE15196DA DE15196C DE 15196 C DE15196 C DE 15196C DE NDAT15196 D DENDAT15196 D DE NDAT15196D DE 15196D A DE15196D A DE 15196DA DE 15196 C DE15196 C DE 15196C
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- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B22/00—Buoys
- B63B22/18—Buoys having means to control attitude or position, e.g. reaction surfaces or tether
-
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
FRANK BARR in NEW-YORK (V. S. A.).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1881 ab.
Die nachfolgend dargelegte Erfindung bezieht sich auf jene Klasse von Signal-Bojen, bei welchen
die Signale durch das Ausströmen von Luft hervorgerufen werden, wobei letztere durch
die in den Wellen stattfindende verticale Auf- und Abwärtsbewegung der Boje in einer Röhre
oder einem Cylinder comprimirt wird, der sich vom Boden der Boje abwärts in die ruhigen
Wellenschichten erstreckt.
Diese Einrichtung besteht 1. in der Combination einer Boje genannter Art mit einem
durch comprimirte Luft betriebenen Motor, 2. in der Combination einer solchen Boje und
ihres Motors mit einem durch letzteren betriebenen Apparate zur Erzeugung von elektrischem
Licht, 3. in der Combination einer einzelnen Boje mit einem Tag- und Nacht-, sowie mit
einem Nebelsignale und einem automatisch functionirenden Luftcompressions-Motor, endlich
4. in den neuen Details und ihrer Zusammensetzung zu einer verbesserten Signal-Boje.
Von der Thatsache, dafs in einer gewissen Tiefe unterhalb der Oberfläche der Meere das
Wasser stets in ruhigem Zustande sich befindet, mag die Oberfläche auch noch so sehr durch
Wellenschläge beunruhigt sein, ist schon vor langer Zeit bei der Construction automatisch
functionirender Bojen in der folgenden Weise mit Erfolg Gebrauch gemacht worden:
Die Boje wird mit einer nach abwärts gerichteten Röhre von solcher Länge versehen
(gegen 9 bis 12 m Länge beispielsweise), dafs ihr unteres Ende unterhalb der vom Wellenschlag
erregten Wassermassen des Meeres ausmündet. Dadurch wird in dem Rohre selbst der Wasserspiegel auf constanter Höhe erhalten.
Wenn die Boje infolge des Wellenschlages auf- und niederschwankt, so wird die vom Rohre
eingeschlossene Wassersäule kolbenartig wirken, indem beim Auf- und Niedergange der Röhre
der Wasserspiegel diesen Bewegungen nicht folgt, vielmehr auf constanter Höhe verbleibt.
Versieht man deshalb den oberen Theil der Röhre mit einem passenden Luftventil (oder
einer Klappe), so wird jedesmal, wenn die Boje von einer Welle gehoben wird, Luft durch
das Ventil angesaugt werden. Sinkt die Boje indessen wieder, so schliefst sich das Ventil;
die angesaugte Luft wird comprimirt und kann durch eine passende Oeffnung nach einer
Signalpfeife oder einem anderen Signalapparate hin entweichen und diese ertönen lassen, wobei
die Luft in die äufsere Atmosphäre ausströmt.
Auf diese Weise erhält man eine Boje, die akustische Signale automatisch abgiebt. Die
vorliegende Boje ist nun so eingerichtet, dafs sie aufser diesen Signalen auch optische oder
Lichtsignale giebt.
Auf beiliegender Zeichnung bedeutet A das äufsere Gehäuse oder die Kammer der Boje,
welche auf einem Boote B mit flachem Deck b
placirt ist. C ist die cylindrische Röhre, die sich vom Boden der Boje oder der Kammer A nach
unten hin durch den Boden, des Bootes erstreckt und von solcher Länge ist, dafs ihr
unteres Ende in das nicht vom Wellenschlag beunruhigte Wasser eintaucht.
Eine Röhre D führt vom oberen geschlossenen Ende der Röhre C durch die Bojenkammer
hindurch, mündet oberhalb der Decke derselben ins Freie/ und ist mit einem selbstthätig
sich öffnenden und schliefsenden Ventile (oder einer Klappe) d versehen, durch das Luft in
die Röhre C eintreten kann, sobald das Boot mit der darauf befindlichen Kammer sich hebt.
Wenn das Boot, vom Wellenschlage getra-gen, abwärtsgleitet, so öffnet sich bei gleichzeitigem
Schliefsen von d durch die nun erfolgende Compression der Luft in der Röhre D
ein Ventil (oder eine Klappe) d1 und die Luft tritt durch dasselbe in die hermetisch verschlossene
Kammer der Boje aus. Es bildet somit diese Kammer ein Reservoir für die comprimirte
Luft, die dazu benutzt wird, eine Maschine E oder einen anderen Motor von
passender Construction in Bewegung zu setzen, welcher die Benutzung comprimirter Luft zu
seinem Betriebe gestattet.
In der Zeichnung ist eine Maschine mit oscillirendem Cylinder dargestellt, die, wie es in
der Regel bei dieser Art von Maschinen der Fall ist, durch den einen hohlen Lagerzapfen
des Cylinders die Luft eintreten und durch den anderen in eine Abblaseröhre e1 entweichen
läfst, welche oben über die Decke der Bojenkammer hervorragt, hier nach abwärts gekrümmt
und mit einer Schutzkappe an ihrem Ende versehen ist, um bei stürmischer See das Eindringen
von Wasser zu verhüten.
Diese Maschine (oder ein sonstiger Motor), mit einer aufserhalb der Bojenkammer zu handhabenden
Steuerung versehen, mittelst welcher man die Geschwindigkeit passend reguliren kann,
betreibt eine dynamo-elektrische Maschine F, welche bei Schliefsung des dadurch erzeugten
elektrischen Stromes in der Lampe oder Laterne G elektrisches Licht erzeugt.
Falls man die Anwendung einer Oellampe oder Laterne, eines Fresnel'schen Lichtes z. B.,
wünschen sollte, so kann der Motor dazu benutzt werden, das OeI von dem Boden der
Boje oder dem Deck des Bootes, das Vorrath für einige Monate aufnehmen kann, nach oben
in die Lampe zu pumpen, welche mit einem Asbestdocht oder einem anderen unverbrennbaren
Dochte versehen werden und ein Ueberlaufrohr
haben kann, wodurch das überflüssige OeI wieder in das Oelreservoir zurückgeführt
wird.
Der Motor kann aber auch bei Anwendung von Gaslicht oder irgend einem anderen Lichte
passende Verwendung finden.
Die Dimensionen des Bootes sind derartig, dafs es als Tagessignal vermöge seiner Gröfse
dienen kann; wie es als Nachtsignal dient, ist beschrieben worden. Durch Anbringung einer
Pfeife oder eines anderen Apparates, durch den man einen Ton hervorbringen kann, macht
man die Boje auch als Nebelsignal geeignet. Dies kann in der folgenden, sehr einfachen
Weise und unabhängig von den Lichtsignal-Apparaten bewirkt werden:
Die nach abwärts gehende cylindrische Röhre C wird durch eine verticale Scheidewand c, Fig. 2
und 4, in zwei Abtheilungen e und f getheilt; der weitere Theil e bildet den Behälter für die
comprimirte Luft, welche von der darin stehenden, auf constanter Höhe verbleibenden Wassersäule
in der beschriebenen Weise durch das Auf- und Abwärtsschwanken des Bootes mit der
Röhre gebildet wird.
Die engere Abtheilung f der Röhre mündet in die . Röhre H ein, welche durch die ganze
Bojenkammer hindurch sich erstreckt und mit einem Ventile und einer zur Hervorbringung
eines Tones geeigneten Einrichtung / versehen ist, welche über der Decke der Bojenkammer
angeordnet wird. Es ist vorzuziehen, jenen Theil der Röhre H, der durch den oberen
Theil oder die Kammer A sich erstreckt, zu erweitern, wie aus Fig. 2 zu ersehen, um ein
Reservoir zu bilden, das zur Aufnahme einer gröfseren Quantität von comprimirter Luft fähig
ist, welche die betreffende Einrichtung zur Hervorbringung eines akustischen Signals betreiben
soll.
Wenn das Boot mit der Boje von einer Welle emporgehoben wird, dann tritt ein Luftstrom
durch die Röhre H in die Abtheilung / ein und zwar durch das Rückschlagventil, das
sofort geschlossen wird, wenn das Boot wieder fällt; die hierbei in / comprimirte Luft nimmt
dann ihren Weg durch das Ventil der Signalpfeife und läfst diese ertönen.
Das Boot der Boje hat die in Fig. 3 dargestellte Construction und ist mit einem Tripel-Kiel
versehen, d. h. einem Kiele, der aus einem mittleren Stück, dem eigentlichen Kiel K besteht,
welcher sich von dem oberen Theile des Boot-Stevens nach abwärts bis an die Röhre C
hinzieht, und aus zwei mit jenem Kiele parallel liegenden Seitenstücken L L, welche von der
Mitte der Röhre C bis an das hintere Ende des Bootes reichen.
Durch diese Anordnung eines mittleren und zweier Seitenkiele an dem Boote erreicht man
eine grofse Stetigkeit und Ruhe in der Bewegung desselben, so dafs es in jedem Fahrwasser
eine verticale Lage behält.
Durch eine Kette oder ein Stahlseil M von passender Länge befindet sich diese Boje mit
einer kleineren Boje iVin Verbindung, die durch eine Kette O vor Anker gelegt wird.
Diese Anordnung gewährt der Boje A B eine freiere Verticalbewegung, als wenn sie das Gewicht
der schweren Ankerkette selbst zu tragen hätte. Dies Gewicht wird besser von der
kleineren Boje N getragen und aufserdem noch hierdurch der Uebelstand vermieden, dafs das
Rohr C an die Ankerkette anschlagen könnte.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
An einer Courtenay'schen Boje, die dargestellte Anordnung, um durch die in derselben comprimirte Luft eine dynamo-elektrische Maschine zur Erzeugung eines elektrischen Lichtes zu betreiben.
Die dargestellte Einrichtung, neben diesem elektrischen Licht an derselben Boje durch eine Theilung des Luftrohrs und durch eine zweite Luftkammer auch akustische Signale hervorzurufen.Die eigenthümlictie Einrichtung der Boje zu diesen Zwecken, bestehend·■' aus der Verbindung eines Bootes B, das einen mittleren Kiel K und zwei Seitenkiele L L besitzt, mit dem nach unten offenen, unter dem Boden des Bootes hervorragenden Rohre C und dem zweiten Rohre H, das über dem Dache der Luftkammer A in eine Pfeife / einmündet und eine derartige Ventilanordnung besitzt, dafs durch die Bewegung des Bootes Luft gesaugt und comprimirt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15196C true DE15196C (de) |
Family
ID=292241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT15196D Active DE15196C (de) | Signal-Boje |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE15196C (de) |
-
0
- DE DENDAT15196D patent/DE15196C/de active Active
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