DE1022397B - Geschwindigkeitsmesseinrichtung auf Grund des Dopplereffekts - Google Patents
Geschwindigkeitsmesseinrichtung auf Grund des DopplereffektsInfo
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- G01P5/242—Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring the direct influence of the streaming fluid on the properties of a detecting acoustical wave by using reflection of acoustical waves, i.e. Doppler-effect involving continuous, e.g. modulated or unmodulated, waves
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zum Messen der Geschwindigkeit eines sich in einem Strömungsmittel
bewegenden Schiffs od. dgl. unter Ausnutzung des Dopplereffekts bei reflektierter Druckwellenenergie.
Es ist bereits bekannt, daß man die Geschwindigkeit eines im Wasser fahrenden Schiffs in bezug auf
das Wasser bestimmen kann, indem man von dem Schiff aus durch das Wasser hindurch Schallwellen in
einer zur Bewegungsrichtung des Schiffs parallelen Richtung aussendet und diejenigen Wellen empfängt,
die von Unstetigkeiten im Wasser, z. B. Luftblasen, Verunreinigungen und thermischen Unterschiedlichkeiten,
zurückgeworfen werden, woraufhin man die Frequenz der aufgefangenen Wellen dazu benutzt, zusammen
mit den ausgesendeten Wellen eine Schwebung zu erzeugen. Der Frequenzunterschied variiert in Abhängigkeit
von der Fahrgeschwindigkeit des Schiffes, und daher kann man diese Geschwindigkeit mit Hilfe
der Dopplerfrequenz messen.
Bis jetzt ist es erforderlich, als Reflexionspunkt den Meeresgrund oder zufällig auftretende Unstetigkeiten
im Wasser zu wählen. Gemäß der Erfindung werden die Wellen dagegen auf einen Punkt in dem Medium
fokussiert bzw. konzentriert, so daß an diesem Punkte eine Kavitation hervorgerufen wird, die in dem Strömungsmittel
eine Unstetigkeit bildet, von der aus Energie auf einem höheren Niveau zu der Energiequelle
zurückgeworfen wird, wo der Dopplereffekt beobachtet und gemessen wird, um die Fahrt des
Schiffes zu ermitteln.
Das Fokussieren bzw. Bündeln des Druckwellenenergiestrahls erfolgt gemäß der Erfindung durch
einen Übertrager üblicher Ausführung mit einer Linse aus einem Material, dessen Dichte größer ist als die
Dichte des Wassers, sowie dadurch, daß man zuläßt, daß die Druckwellenenergie die Linse mit einer geringeren
Geschwindigkeit passiert als es beim Wasser der Fall ist. Chloroform, das nahezu den gleichen
akustischen Widerstand besitzt wie Wasser, ist ein solches Material, und für den erfindungsgemäßen
Zweck ist dieses Material vorzugsweise in einem Gehäuse enthalten, das schalldurchlässige Fenster aus
Gummi des Rho-c-Typs aufweist, um unerwünschte Unstetigkeiten, die von der Verwendung eines
Materials zwischen der Schallenergiequelle und dem Wasser, das einen anderen akustischen Widerstand
besitzt als Wasser, auf ein Mindestmaß herabzusetzen. Der Strahl kann auch an einem vorderen Brennpunkt
konzentriert werden, indem man die Berührungsfläche des sendenden piezoelektrischen Kristalls derart
formt, daß ein konvergierender Strahl entsteht. Diese Wirkung wird mittels eines konkav geschliffenen
Kristalls erzielt. Wenn man optimale Ergebnisse er-Geschwindigkeitsmeßeinrictitung
auf Grund des Dopplereffekts
auf Grund des Dopplereffekts
Anmelder:
Raytheon Manufacturing Co.,
Waltham, Mass. (V. St. A.)
Waltham, Mass. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Holzer, Patentanwalt,
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Robert E. Peterson, Old Lyme, Conn. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zielen will, kann es erforderlich sein, in Kombination mit dem besonders geformten Kristall eine Linse zu
verwenden. Die Verwendung der besonderen Kristallform oder einer Linse für das Empfangskristall ist
für das einwandfreie Arbeiten des Systems nicht wesentlich, und möglicherweise rechtfertigt die geringe
theoretische Verbesserung praktisch nicht die Verwendung einer solchen Konstruktion an Stelle
eines ebenen Kristalls ohne Linse.
Die Erfindung wird an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines akustischen Logs, bei dem sich die Erfindung anwenden läßt;
Fig. 2 ist eine teilweise als Schnitt gezeichnete schematische Darstellung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung;
Fig. 3 zeigt im Schnitt Einzelheiten einer Abwandlung der Mittel zum Konzentrieren von Druckwellenenergie;
Fig. 4 zeigt im Schnitt Einzelheiten einer weiteren Abwandlung der Mittel zum Konzentrieren von
Druckwellenenergie;
Fig. 5 zeigt im Schnitt Einzelheiten einer weiteren Abwandlung der Mittel zum Konzentrieren von
Druckwellenenergie.
In Fig. 1 ist eine Einrichtung zum Messen der Geschwindigkeit gezeigt, mit der sich ein Schiff durch
das Wasser bewegt; diese Einrichtung umfaßt zwei Übertrager 10 und 11, wobei der Übertrager 10 zum
Senden und der Übertrager 11 zum Empfangen dient. Als Beispiel ist eine Signalquelle gezeigt, die einen
Kristalloszillator 12 umfaßt, der mit einer Frequenz
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von 1 Megahertz arbeitet; der Oszillator wird kontinuierlich erregt und speist den Sendeübertrager 10.
Die von dem Übertrager ausgesandten Ultraschallsignale werden durch ein noch zu beschreibendes
Linsensystem konzentriert, um sie auf einen Punkt zu fokussieren, von dem aus die Energie zurückgeworfen
wird, um von dem Empfangsübertrager 11 aufgenommen
zu werden. Die Signale werden von dem Empfangsübertrager 11 zu einem Demodulator 14 geleitet. Bei die-
den an der Stütze 22 c· innerhalb der öffnung 23 α befestigten
Kristall 21 α verteilt, um in dem Kabel 26 c eine elektrische Ausgangsleistung zu erzeugen, die
durch die Schaltung nach Fig. 1 in eine Anzeige der 5 Fahrt des Schiffs verwandelt wird.
Den Gummi 24 kann man durch ein beliebiges anderes Material ersetzen, das annähernd den gleichen
akustischen Widerstand besitzt wie Seewasser und die Schallwellen mit etwa der gleichen Geschwindigkeit
sem Demodulator handelt es sich zweckmäßigerweise io passieren läßt wie Seewasser. Bei dem Material der
um ein Mischgerät, in dem die ausgesendeten und die Linse kann es sich um jedes Material handeln, das die
empfangenen Signale gemischt werden, um die Unter- Schallwellen mit einer niedrigeren Geschwindigkeit
schiedsfrequenz zu erzeugen, die dann durch den passieren läßt, als es bei Seewasser der Fall ist.
Rechner 15, bei dem es sich um eine zur Frequenz- Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der zum Konzeti-
messung dienende Brückenschaltung handeln kann, 15 trieren der Druckwellenenergie dienenden Mittel, bei
gemessen wird. Die Dopplerfrequenz und damit auch der die Linse 25 nach Fig. 2 durch einen hinter dem
die Genauigkeit der Geschwindigkeitsanzeige wird Kristall 21 b angeordneten sphärischen Spiegel 31 erdurch
die Temperatur, den Salzgehalt und den Druck setzt ist. Der Kristall wird durch einen Armstern 32
des von den Signalen durchlaufenen Wassers beein- unterstützt, und er ist in der Fortpflanzungsrichtung
flußt. Diese Veränderlichen werden kompensiert, in- 20 in einem Abstand von der Oberfläche des sphärischen
dem man die Schallgeschwindigkeit in dem Wasser Spiegels angeordnet, der größer ist als die Hälfte des
mittels eines geeigneten Meßgeräts 16 bestimmt, das Radius des Spiegels. Eine dünne Wand 33 aus einem
so ausgebildet ist, daß es eine proportionale Spannung schalldurchlässigen Material trennt den Übertrager
liefert. Diese Spannung kann man an den Rechner 15 von dem Fortpflanzungsmedium, ζ. B. von dem Seeanlegen,
der dafür sorgt, daß durch das Anzeigegerät 25 wasser. Der Raum zwischen der Wand 33 und dem
17 berichtigte Anzeigewerte angezeigt werden. Spiegel 31 ist mit Rizinusöl gefüllt, wie es bei 24 &
Einzelheiten der Übertrager gehen aus Fig. 2 her- angedeutet ist, oder man verwendet ein anderes
vor, die die Übertrager 10 und 11 zeigt, welche an Material mit dem gleichen akustischen Widerstand
einer Strebe 20 eines Schiffes befestigt sind. Der wie das Medium, in dem das Gerät benutzt werden
Übertragerkristall 21 ist auf Stützen 22 auf beliebige 30 soll, z. B. Seewasser. Die von dem Kristall 31 abgeeignete
Weise in einer öffnung 23 der Strebe an- gestrahlte Energie wird durch das Rizinusöl 24 b und
geordnet. Der zwischen dem Kristall 21 und einem die Wand 33 hindurch in das betreffende Medium
Fenster 24 liegende Teil der Öffnung ist mit einer hinein reflektiert, und zwar in Gestalt eines konver-Flüssigkeit
gefüllt, die den gleichen akustischen gierenden Bündels, das sich bei 28 genügend stark
Widerstand besitzt wie Wasser und sich zur Verwen- 35 konzentriert, um eine Kaviation hervorzurufen,
dung in Berührung mit dem Kristall eignet. Im vor- Fig. 4 zeigt, wie man die gewünschte Konzentration
liegenden Falle wird Rizinusöl verwendet. Das Fenster dadurch hervorrufen kann, daß man den Kristall 21
24 besteht aus einem schalldurchlässigen Gummi, z. B. mit einer konkaven Fläche versieht, die Linse 25 nach
Rho-c-Gummi, und es besitzt eine linsenförmige Öff- Fig. 2 fortläßt und an ihrer Stelle eine Wand 33 a aus
nung, die mit einem Material 25, z. B. Chloroform, 40 schalldurchlässigem Material verwendet. Die Rizinusgefüllt ist, das die Druckwellen mit einer geringeren ölfüllung wird bei diesem abgeänderten Ausführungs-Geschwindigkeit
überträgt als Wasser. Der Kristall beispiel beibehalten. Die konkave Fläche des Kristalls
21 ist über das Zweileiterkabel 26, das mit dem erzeugt einen konvergierenden Strahl 27 b von Druck-Kristall
durch die Elektroden 26 α und 26 & verbun- energie, der ebenso wie bei den anderen Ausführungsden
ist, an die elektrische Schaltung nach Fig. 1 an- 45 beispielen dazu neigt, eine Kavitation hervorzurufen,
geschlossen. Der Empfangsübertrager 11 ist im Fig. 5 läßt erkennen, wie man den mit einer konwesentlichen
ebenso ausgebildet wie der Sendeüber- kaven Fläche versehenen Kristall nach Fig. 4 mit der
trager 10. Linse nach Fig. 2 kombinieren kann, um einen schärfe-
Während des Betriebes der Einrichtung pflanzen ren Brennpunkt zu erzeugen, als es jeweils allein mitsich
die durch den Kristall 21 des Sendeübertragers 50 tels des geformten Kristalls 21 α oder der Linse 25
erzeugten Druckwellen durch das Rizinusöl und das möglich ist.
Gummifenster 24 hindurch fort, bis sie auf die Flüs- Es liegt auf der Hand, daß man den geformten
sigkeitslinse 25 auftreffen, wo ihre Wrellenfront je Kristall 21a auch zusammen mit dem sphärischen
nach der Dicke der verschiedenen Linsenabschnitte um Spiegel 31 benutzen könnte, um einen scharf ausgeunterschiedliche
Beträge verlangsamt wird. Hierdurch 55 prägten Brennpunkt zu erzeugen, bei dem eine größere
entsteht ein konvergierender Strahl bzw. ein Bündel Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Kavitation
27, in dem sich die Energie zunehmend konzentriert, gegeben ist. Jedem Fachmann ist es bekannt, daß auch
bis sie an einem Punkt 28 eine solche Intensität er- noch weitere Mittel zur Verfügung stehen, um Druckreicht,
daß Kavitation bzw. Hohlsog auftritt. Wegen wellenenergie innerhalb eines Strömungsmittels zu
der im Wasser auftretenden Dämpfungsverluste kann 60 konzentrieren.
es erforderlich werden, die akustische Leistung des Es sei bemerkt, daß man an den vorstehend be
Kristalls zu steigern, um die Kavitation hervorzurufen,
oder die Linse für eine kürzere Brennweite auszulegen, wenn sich eine Steigerung der Leistung nicht
durchführen läßt. Die an dieser Stelle erzeugten 65 reflektierenden Medien 30 bilden eine ortsfeste Unstetigkeit, von der aus die Energie reflektiert wird, um
längs des Strahls oder Bündels 27 a zurückzukehren
und zu dem Aufnahmeübertrager 11 und dessen Linse
25a zu gelangen, welche die Energie gleichmäßig über 70
durchführen läßt. Die an dieser Stelle erzeugten 65 reflektierenden Medien 30 bilden eine ortsfeste Unstetigkeit, von der aus die Energie reflektiert wird, um
längs des Strahls oder Bündels 27 a zurückzukehren
und zu dem Aufnahmeübertrager 11 und dessen Linse
25a zu gelangen, welche die Energie gleichmäßig über 70
schriebenen Ausführungsbeispielen Abwandlungen und Abänderungen vornehmen kann, ohne den Bereich der
Erfindung zu verlassen.
Claims (4)
1. Unter Ausnutzung des Dopplereffektes wirksame Geschwindigkeitsmeßeinrichtung, gekennzeichnet
durch einen Druckwellengenerator (12),
ferner durch einen Sender (10) zum Abstrahlen der Druckwellenenergie in Form eines konvergierenden
Strahlenbündels (27), dessen Konvergenzzone (28) innerhalb des Mediums, in welches die Druckwellenenergie
abgestrahlt wird, einen Kavitationsbereich (30) hervorruft, weiterhin durch einen
Empfänger (11) mittels welchem die am Kavitationsbereich reflektierte Druckwelle aufgenommen
wird, und endlich durch einen Frequenzvergleicher (14), in welchem die Frequenzen der
abgestrahlten und der reflektierten Welle miteinander verglichen werden.
2. Geschwindigkeitsmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender
(10) zum Abstrahlen der Druckwellenenergie in einer akustischen Linse (24, 25) besteht, die mit
dem Druckwellengenerator (12) wirkungsmäßig verbunden ist.
3. Geschwindigkeitsmeßeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
akustische Linse (24, 25) aus einem Werkstoff besteht, in welchem sich Druckwellenenergie mit
niedrigerer Geschwindigkeit ausbreitet als in Wasser.
4. Geschwindigkeitsmeßeinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sender (10) zum Abstrahlen der Druckwellenenergie aus einer Chloroformlinse (25) besteht, die
in einem aus Rho-c-Gummi gebildeten Körper (24) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 848/27 12.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER19992A DE1022397B (de) | 1951-03-30 | 1956-11-13 | Geschwindigkeitsmesseinrichtung auf Grund des Dopplereffekts |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US218463A US2770795A (en) | 1951-03-30 | 1951-03-30 | Acoustic log |
| DER19992A DE1022397B (de) | 1951-03-30 | 1956-11-13 | Geschwindigkeitsmesseinrichtung auf Grund des Dopplereffekts |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1022397B true DE1022397B (de) | 1958-01-09 |
| DE1022397C2 DE1022397C2 (de) | 1958-06-19 |
Family
ID=25991172
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER19992A Granted DE1022397B (de) | 1951-03-30 | 1956-11-13 | Geschwindigkeitsmesseinrichtung auf Grund des Dopplereffekts |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1022397B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1297919B (de) * | 1964-06-26 | 1969-06-19 | Litton Industries Inc | Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs mit Bezug auf ein umgebendes Fluid |
-
1956
- 1956-11-13 DE DER19992A patent/DE1022397B/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1297919B (de) * | 1964-06-26 | 1969-06-19 | Litton Industries Inc | Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs mit Bezug auf ein umgebendes Fluid |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1022397C2 (de) | 1958-06-19 |
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