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HINTERGRUND
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Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft allgemein elektronische Geräte und insbesondere verformbare elektronische Geräte mit Bildgebern.
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Technischer Hintergrund
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Der Funktionsumfang bei heutigen tragbaren elektronischen Geräten wie Smartphones, Tablet-Computer, Smartwatches und dergleichen wird immer größer und anspruchsvoller. Mobiltelefone zum Beispiel waren einst mit einfachen Bildaufnahmeeinrichtungen ausgestattet, die lediglich Vorschaubilder mit geringer Auflösung erfassen konnten. Heutige Smartphones hingegen verfügen über Bildaufnahmeeinrichtungen, die Bilder und Video mit einer Qualität aufnehmen können, die selbst einer professionellen Studioausrüstung Konkurrenz macht. Ganze TV-Sendungen und sogar Spielfilme wurden nur mit einem Smartphone gedreht.
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Wer ein solches Gerät besitzt, nutzt dessen Bildaufnahmeeinrichtungen, um einzigartige Videoinhalte zu erstellen, sei es für den persönlichen Gebrauch, für die Verbreitung über Soziale Medien oder für andere Zwecke. Neue Zusatzgeräte, unter anderem Kamera-Dongles mit 360°-Sicht, erweitern den Funktionsumfang, den On-Board- bzw. integrierte Bilderfassungseinrichtungen bieten. Solche Zusatzgeräte sind jedoch umständlich zu befestigen, können gegebenenfalls beschädigt werden, wenn sie befestigt sind, und können verlorengehen, wenn sie nicht befestigt sind. Somit wäre es vorteilhaft, über verbesserte Verfahren und verbesserte elektronische Geräte verfügen zu können, die ohne notwendige externe Zusatzgeräte und ohne zusätzliche Spielereien ein umfangreicheres Nutzerlebnis bei der Bildaufnahme ermöglichen.
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Figurenliste
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Die anliegenden Zeichnungsfiguren, in denen baugleiche oder funktionsgleiche Elemente in den einzelnen Ansichten durchgehend mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sind, und die zusammen mit der nachstehenden detaillierten Erläuterung Teil der Beschreibung sind, dienen der näheren Darstellung verschiedener Ausführungsformen sowie der Erläuterung von verschiedenen Prinzipien und Vorteilen der vorliegenden Erfindung.
- 1 zeigt ein erklärendes verformbares elektronisches Gerät gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 2 ist eine Schnittansicht eines erklärenden verformbaren elektronischen Geräts gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 3 zeigt einen Benutzer bei der Handhabung eines erklärenden verformbaren elektronischen Geräts gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung, um für eine Formänderung des erklärenden elektronischen Geräts einen Biegevorgang durchzuführen;
- 4 zeigt ein erklärendes verformbares elektronisches Gerät, das durch eine oder mehrere Biegungen verformt ist, gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 5 zeigt ein erklärendes verformbares elektronisches Gerät, das durch eine oder mehrere Biegungen verformt ist, gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 6 zeigt ein weiteres erklärendes verformbares elektronisches Gerät gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung in einem nichtverformten Zustand des verformbaren elektronischen Geräts;
- 7 zeigt eine erste perspektivische Ansicht des erklärenden verformbaren elektronischen Geräts von 6 in einem verformten Zustand gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 8 zeigt eine zweite perspektivische Ansicht des erklärenden verformbaren elektronischen Geräts von 6 in einem verformten Zustand gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 9 zeigt eine Seitenansicht des erklärenden verformbaren elektronischen Geräts von 6 im verformten Zustand gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 10 zeigt ein erklärendes Verfahren gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 11 zeigt einen erklärenden Bildverarbeitungsmodus, der in Abhängigkeit von der Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung stattfindet;
- 12 zeigt einen weiteren erklärenden Bildverarbeitungsmodus, der in Abhängigkeit von der Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung stattfindet;
- 13 zeigt einen noch weiteren erklärenden Bildverarbeitungsmodus, der in Abhängigkeit von der Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung stattfindet;
- 14 zeigt einen noch weiteren erklärenden Bildverarbeitungsmodus, der in Abhängigkeit von der Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung stattfindet;
- 15 zeigt einen noch weiteren erklärenden Bildverarbeitungsmodus, der in Abhängigkeit von der Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung stattfindet;
- 16 zeigt einen oder mehrere erklärende Verfahrensschritte zur Verarbeitung von wenigstens zwei Bildern bei einem verformbaren elektronischen Gerät mit mindestens zwei Bildgebern gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 17 zeigt einen oder mehrere erklärende Verfahrensschritte zur Verarbeitung von wenigstens zwei Bildern bei einem verformbaren elektronischen Gerät mit mindestens zwei Bildgebern gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 18 zeigt einen oder mehrere erklärende Verfahrensschritte zur Verarbeitung von wenigstens zwei Bildern bei einem verformbaren elektronischen Gerät mit mindestens zwei Bildgebern gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 19 zeigt einen oder mehrere erklärende Verfahrensschritte zur Verarbeitung von wenigstens zwei Bildern bei einem verformbaren elektronischen Gerät mit mindestens zwei Bildgebern gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 20 zeigt einen oder mehrere erklärende Verfahrensschritte zur Verarbeitung von wenigstens zwei Bildern bei einem verformbaren elektronischen Gerät mit mindestens zwei Bildgebern gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 21 zeigt einen oder mehrere erklärende Verfahrensschritte zur Verarbeitung von wenigstens zwei Bildern bei einem verformbaren elektronischen Gerät mit mindestens zwei Bildgebern gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung;
- 22 zeigt verschiedene Ausführungsformen der Erfindung.
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Der Fachmann wird erkennen, dass Elemente in den Figuren der Einfachheit und Übersichtlichkeit halber nicht notwendigerweise maßstabsgetreu gezeichnet sind. So können zum Beispiel die Dimensionen von einigen Elementen in den Figuren im Vergleich zu anderen Elementen übertrieben sein, um dadurch die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung besser verständlich darzulegen.
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DETAILBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Vor der detaillierten Beschreibung der Erfindung ist anzumerken, dass die Ausführungsformen primär in Kombinationen von Verfahrensschritten und Vorrichtungskomponenten bestehen, die sich auf die Erkennung einer Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts mit wenigstens zwei Bildgebern und auf die Verarbeitung von wenigstens zwei Bildern in Abhängigkeit von der Geometrie des verformbaren elektronischen Geräts beziehen. Prozessbeschreibungen oder Blöcke in Flussdiagrammen stellen Module, Segmente oder Codeabschnitte dar, die eine oder mehrere ausführbare Anweisungen zur Implementierung von speziellen logischen Funktionen oder Schritten in dem Prozess enthalten. Es sind auch alternative Implementierungen umfasst, und es versteht sich in diesem Zusammenhang, dass Funktionen außerhalb der dargestellten oder angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden können, und zwar im Wesentlichen gleichzeitig oder in umgekehrter Reihenfolge, abhängig von den beteiligten Funktionen. Dementsprechend sind die Vorrichtungskomponenten und die Verfahrensschritte, wenn zweckdienlich, mit den üblichen Symbolen in den Zeichnungen dargestellt, wobei nur diejenigen spezifischen Details gezeigt sind, die für das Verständnis der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wesentlich sind. Auf diese Weise soll verhindert werden, die Beschreibung mit Details zu überfrachten, die sich dem Fachmann auf dem einschlägigen Gebiet auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung ohne Weiteres erschließen.
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Ausführungsformen der Erfindung beschreiben weder die Umsetzung einer alltäglichen Geschäftsmethode zur Verarbeitung von Geschäftsinformationen, noch wenden sie bekannte Geschäftsabläufe auf das besondere technologische Umfeld des Internets an. Darüber hinaus schaffen oder verändern Ausführungsformen der Erfindung keine vertraglichen Beziehungen, indem sie gattungsgemäße Computerfunktionen und konventionelle Netzwerkoperationen nutzen. Ganz im Gegenteil nutzen Ausführungsformen der Erfindung Verfahren, die bei Anwendung auf elektronische Geräte und/oder auf die Benutzerschnittstellentechnologie die Funktionsfähigkeit des elektronischen Geräts selbst verbessern durch eine Verbesserung der Nutzererfahrung insgesamt und durch die Beseitigung von Problemen, die speziell auf dem technischen Gebiet in Verbindung mit der Interaktion eines Benutzers und einem elektronischen Gerät bestehen.
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Es versteht sich, dass hier beschriebene Ausführungsformen der Erfindung aus einem oder mehreren üblichen Prozessoren und einmalig gespeicherten Programmanweisungen bestehen können, die den einen oder die mehreren Prozessoren steuern, so dass dieser oder diese in Verbindung mit Nichtprozessorschaltungen einige, die meisten oder alle Funktionen des Verarbeitens, Synthetisierens und/oder Kombinierens von wenigstens einem Bild und wenigstens einem weiteren Bild implementieren, die durch wenigstens einen Bildgeber und wenigstens einen Bildgeber eines verformbaren elektronischen Geräts in Abhängigkeit von der Geometrie dieses verformbaren elektronischen Geräts wie hierin beschrieben erfasst werden. Viele der folgenden Beispiele sind der Einfachheit halber auf Abläufe für ein einzelnes Bild gerichtet. Es versteht sich jedoch, dass die Verarbeitungs-, Synthetisierungs- und/oder Kombiniervorgänge gleichermaßen auf Bildfolgen, auf Video oder andere Mehrbild-Konstrukte angewendet werden könnten. Ferner können die Nichtprozessorschaltungen unter anderem Bildsensoren, Objektive, Bildverarbeitungsschaltungen und Prozessoren, Signaltreiber, Taktschaltungen, Stromquellenschaltungen und Benutzereingabevorrichtungen umfassen, ohne Beschränkung hierauf. Solchermaßen können diese Funktionen verstanden werden als Schritte eines Verfahrens zum Durchführen der Verarbeitung, der Synthese und/oder des Kombinierens von wenigstens zwei Bildern in Abhängigkeit von einer Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts und/oder von dem Winkel einer Biegung bei einem verformbaren elektronischen Gerät.
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Alternativ können einige oder alle Funktionen durch eine Zustandsmaschine implementiert werden, in der keine Programmanweisungen gespeichert sind, oder in einer oder mehreren anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs), in der bzw. in denen jede Funktion oder Kombinationen von einigen dieser Funktionen als kundespezifische Logik implementiert werden. Daher sind vorliegend Verfahren und Mittel für diese Funktionen beschrieben. Ferner wird davon ausgegangen, dass der Fachmann ohne Weiteres in der Lage ist, angeleitet durch die hier beschriebenen Konzepte und Prinzipien, bei minimalem Experimentieren solche Softwareanweisungen und Programme und ASICs zu generieren, ungeachtet eines möglicherweise erheblichen Aufwands und zahlreicher möglicher Lösungen, die zum Beispiel durch die verfügbare Zeit, die aktuelle Technologie und durch wirtschaftliche Überlegungen begründet sind.
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Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nunmehr im Detail beschrieben, wobei auf die anliegenden Zeichnungen Bezug genommen wird, in denen gleiche und ähnliche Elemente in sämtlichen Zeichnungsansichten gleich oder ähnlich gekennzeichnet sind. Sofern dies für vorliegende Beschreibung und die anliegenden Ansprüche zutreffend ist und der Kontext nicht ausdrücklich das Gegenteil vorschreibt, schließen die bestimmten Artikel „der, die, das“ und die unbestimmten Artikel „ein, eine“ auch den Pluralbezug ein. Relationale Begriffe wie erste/r/s und zweite/r/s oder oben und unten und dergleichen dienen lediglich der Unterscheidung einer Einheit oder Aktion von einer anderen Einheit oder Aktion, ohne dass notwendigerweise eine tatsächliche Beziehung oder Rangfolge zwischen solchen Einheiten oder Aktionen bestehen muss. Die Begriffe „Bildgeber“ und „Bilderfassungseinrichtung“ beziehen sich jeweils auf elektronische Geräte mit Sensoren für den Empfang von Licht - optional durch eine Linse - und auf die Wiedergabe von elektronisch erfassten Bildern, die ein Sichtfeld abbilden.
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Komponenten können vorliegend „betriebsmäßig verbunden“ sein, wenn gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer oder mehrerer weiterer Komponenten Informationen zwischen den Komponenten hin und her oder entlang eines Verbindungswegs gesendet werden können. Begriffe wie „im Wesentlichen“, „hauptsächlich“, „annähernd“, „etwa“ oder andere Versionen derselben wird der Fachmann als „nahe an“ verstehen, wobei dieser Begriff in einer die Erfindung nicht einschränkenden Ausführungsform als innerhalb von zehn Prozent liegend, in einer anderen Ausführungsform als innerhalb von fünf Prozent liegend, in einer wiederum anderen Ausführungsform als innerhalb von einem Prozent und in einer noch anderen Ausführungsform als innerhalb von einem halben Prozent liegend definiert wird. Wenn vorliegend der Begriff „gekoppelt“ verwendet wird, bedeutet dies „verbunden“, wenngleich nicht notwendigerweise direkt oder notwendigerweise mechanisch. Bezugszeichen, die in Klammern stehen, beziehen sich auf Komponenten, die in einer anderen als der aktuell erläuterten Figur dargestellt sind. Ist zum Beispiel bei der Erläuterung von Figur A von einem Gerät (10) die Rede, würde sich dies auf ein Element 10 beziehen, das in einer anderen Figur als Figur A dargestellt ist.
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Ausführungsformen der Erfindung stellen Verfahren und elektronische Geräte bereit, die mittels eines oder mehrerer Sensoren des elektronischen Geräts eine Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts, das wenigstens zwei Bildgeber aufweist, erkennen. Wenigstens ein Bildgeber erfasst wenigstens ein Bild, während wenigstens ein weiterer Bildgeber wenigstens ein weiteres Bild erfasst. Ein oder mehrere Prozessoren verarbeiten dann das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild in Abhängigkeit von der Geometrie des verformbaren elektronischen Geräts. Wie vorstehend bereits erwähnt wurde, können viele der folgenden Beispiele der Einfachheit halber auf Abläufe für ein einzelnes Bild gerichtet sein, jedoch versteht es sich, dass dieselben Beispiele gleichermaßen auf Bildfolgen, auf Video oder auf Mehrbild-Konstrukte angewendet werden könnten. Dementsprechend umfassen der Ausdruck „wenigstens ein Bild“ und der Ausdruck „wenigstens ein weiteres Bild“ ein einzelnes Bild, eine Bildfolge oder Video.
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Wenn das verformbare elektronische Gerät zum Beispiel eine Biegung definiert und sich wenigstens ein Bildgeber an einem ersten Gerätegehäuseteil befindet, der auf einer ersten Seite der Biegung positioniert ist, und sich wenigstens ein weiterer Bildgeber an einem zweiten Gerätegehäuseteil befindet, der auf der zweiten Seite der Biegung positioniert ist, wird in Ausführungsformen der Erfindung in Erwägung gezogen, dass das Sichtfeld des wenigstens einen Bildgebers und des wenigstens einen weiteren Bildgebers abhängig von dem Winkel der Biegung konvergiert oder divergiert. Diese Konvergenz oder diese Divergenz können genutzt werden, um das Sichtfeld eines einzelnen Bildgebers zu erweitern. Sobald also der Winkel der Biegung bekannt ist, können der eine oder die mehreren Prozessoren in einer oder in mehreren Ausführungsformen das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild in Abhängigkeit von diesem Winkel der Biegung verarbeiten, um nahtlos und benutzerfreundlich neue und aufregende Bilder zu erstellen, die sich ansonsten nicht erreichen ließen.
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Wenn zum Beispiel der erste Gerätegehäuseteil an den zweiten Gerätegehäuseteil stößt bzw. an diesem anliegt, so dass das Sichtfeld eines Bildgebers in eine Richtung orientiert ist, die zu jener des Sichtfelds eines weiteren Bildgebers im Wesentlichen entgegengesetzt ist, können der eine oder die mehreren Sensoren in einer oder in mehreren Ausführungsformen diese Geometrie erkennen, wobei dann der eine oder die mehreren Prozessoren die beiden Bilder verarbeiten, um ein Panoramabild zu erstellen. In anderen Ausführungsformen können der eine oder die mehreren Prozessoren zumindest einen Teil des ersten Bildes über zumindest einen Teil des weiteren Bildes legen, um ein Kompositbild mit einem breiteren Sichtfeld zu erstellen.
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Wenn der erste Gerätegehäuseteil im Wesentlichen orthogonal zu dem zweiten Gerätegehäuseteil orientiert ist, so dass das Sichtfeld des einen Bildgebers im Wesentlichen orthogonal zu einem weiteren Sichtfeld von weiteren Bildgebern orientiert ist, können der eine oder die mehreren Sensoren in einer oder in mehreren Ausführungsformen diese Geometrie ähnlich erkennen, wobei dann der eine oder die mehreren Prozessoren ein erstes Bild, das von einem Bildgeber erfasst wurde, und zweites Bild, das von einem zweiten Bildgeber erfasst wurde, verarbeiten, um zumindest einen Teil des ersten Bildes über zumindest einen Teil des zweiten Bildes zu legen, um ein Kompositbild zu erstellen.
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Wenn der erste Gerätegehäuseteil und der zweite Gerätegehäuseteil einen nichtorthogonalen Winkel definieren, wenn die Sichtfelder der Bildgeber konvergieren oder divergieren, können der eine oder die mehreren Prozessoren in einer oder in mehreren Ausführungsformen zumindest einen Teil eines Bildes über zumindest einen Teil eines weiteren Bildes legen bzw. diesem überlagern, um ein Kompositbild zu erstellen. Wenn der erste Gerätegehäuseteil und der zweite Gerätegehäuseteil eine Ebene bilden, ohne dass eine Biegung an dem elektronischen Gerät erfolgt, können der eine oder die mehreren Prozessoren in einer oder in mehreren Ausführungsformen das erste Bild und das zweite Bild synthetisieren, um ein Stereobild, eine Depth Map bzw. Tiefenkarte oder ein Doppelbild usw. zu erstellen.
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In Ausführungsformen der Erfindung wird auch in Betracht gezogen, dass sich die Möglichkeit, 360°-Bilder und Video zu erfassen, bei tragbaren elektronischen Geräten zu einem Format für Inhaltserstellung und -nutzung der nächsten Generation entwickelt. Dieses Inhaltserstellungsformat gewinnt für Konsumenten, Werbetreibende und Social-Media-Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus wird in Ausführungsformen der Erfindung in Betracht gezogen, dass dieses Bilderfassungsformat bei Videokonferenzen von Bedeutung ist, da die Ersteller von Inhalten, die an Videokonferenzen teilnehmen, in der Regel auf der Suche sind nach neuen und interessanten Funktionen, die es ihnen ermöglichen, ihre Kreativität noch besser zum Ausdruck zu bringen.
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Jedoch ist es umständlich und lästig, einen Extra-Dongle mitführen zu müssen, der 360°-Bilder aufnehmen kann, weil diese Dongles erst einmal befestigt werden müssen, bevor man Panoramabilder aufnehmen kann. Außerdem können sie verlorengehen, Erschütterungen ausgesetzt sein und beschädigt werden, wenn sie an einem elektronischen Gerät befestigt sind. Hinzu kommt, dass der Ersteller von Inhalten bzw. der Content Creator nur zwei Betriebsmoden zur Verfügung hat. Entweder ist der Dongle an dem elektronischen Gerät befestigt - dann sind alle Bilder 360°-Bilder, oder der Dongle ist abgenommen - dann ist kein Bild ein 360°-Bild. In der Summe bieten diese anbringbaren Dongles keinen Mechanismus für dynamisches Umschalten zwischen Panoramaansichten und Nicht-Panoramaansichten.
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Ausführungsformen der Erfindung bieten Lösungen für diese Probleme, indem sie neue, einzigartige elektronische Geräte bereitstellen, die verformbar sind und mehrere Bildgeber aufweisen. In einer oder in mehreren Ausführungsformen zum Beispiel umfasst ein verformbares elektronisches Gerät eine erste Bilderfassungseinrichtung und eine zweite Bilderfassungseinrichtung, die sich unter einer faltbaren Anzeigeeinrichtung befinden. In einer oder in mehreren Ausführungsformen verformt sich die faltbare Anzeigeeinrichtung nach außen, wenn das elektronische Gerät verformt wird, und erstreckt sich dadurch um die Außenseite eines konvexen Winkels, der durch die Biegung des elektronischen Geräts definiert wird.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen stellen der eine oder die mehreren Prozessoren ein logisches Bildverarbeitungssystem auf hohem Niveau für jede Bilderfassungseinrichtung bereit. In einer oder in mehreren Ausführungsformen können der eine oder die mehreren Prozessoren von den beiden (oder mehreren) Bilderfassungseinrichtungen erfasste Bilder verarbeiten, und zwar in Abhängigkeit von der Geometrie, z.B. von dem Grad der durch den Winkel zwischen dem ersten Gerätegehäuseteil und dem zweiten Gerätegehäuseteil definierten Biegung, in Abhängigkeit davon, ob der erste Gerätegehäuseteil und der zweite Gerätegehäuseteil aneinander anliegen usw., um Inhaltsströme bzw. Content Streams zusammenzufügen, zusammenzuführen, zu konzentrieren, einander zu überlagern und um andere Verarbeitungsschritte an den Inhaltsströmen auszuführen, die von jeder der Bilderfassungseinrichtungen erfasst werden. Begreifen Benutzer die Geometrie des elektronischen Geräts, die bei der Erfassung von Bildern entsteht, ermöglichen Ausführungsformen der Erfindung diesen Benutzern die nahtlose und sofortige Erstellung von Kompositbildern vielfältiger Art. Beispiele sind unter anderem „Selfie“-Bilder mit verbreitertem Sichtfeld, Bilder mit extremem Weitwinkel, Fusion-Bilder, Multi-User-Videokonferenzbilder, Vorderseiten/Rückseiten-Fusionsbilder konkatenierende Bilder von gegenüberliegenden Seiten des elektronischen Geräts, Fusionsansichten einer Front- und Rückkamera, die einen Benutzer und eine Szene abbilden, Videokonferenz-Fusionsansichten, in denen die Teilnehmer einander sehen und sehen, was die andere Person sieht, Vorder- und Rückseiten-Fusionsansichten, die zwei Benutzer auf jeder Seite des elektronischen Geräts zeigen, Erweiterungsansichten von jedem Bildgeber, um ein Semipanorama-Kompositbild zu erstellen, Dual-Kamera-Videologging-Ansichten, die eine kreative Filmgestaltung ermöglichen. Weitere Arten von Kompositbildern sind nachstehend beschrieben. Noch weitere erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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Es wird nunmehr auf 1 Bezug genommen. Darin ist ein erklärendes elektronisches Gerät 100 gezeigt, das gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung konfiguriert ist. Das elektronische Gerät 100 von 1 ist ein tragbares elektronisches Gerät. Dieses beispielhafte elektronische Gerät 100 hat eine Anzeigeeinrichtung 102, die berührungsempfindlich ist. Die Anzeigeeinrichtung 102 kann als primäre Bedienoberfläche des elektronischen Geräts 100 dienen. Benutzer können Eingaben in die Anzeigeeinrichtung 102 einer solchen Ausführungsform vornehmen, zum Beispiel durch Berührung mit dem Finger, mit einem Stift oder mit einem anderen Gegenstand, der in der Nähe der Anzeigeeinrichtung verfügbar ist.
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In einer Ausführungsform ist die Anzeigeeinrichtung 102 als organische Leuchtdioden(OLED)-Anzeigeeinrichtung konfiguriert, die auf einem flexiblen Kunststoffsubstrat hergestellt ist. Andere Arten von Anzeigeeinrichtungen erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung. In einer oder in mehreren Ausführungsformen ermöglicht ein OLED, das auf flexiblen Kunststoffsubstraten hergestellt ist, eine Flexibilität der Anzeigeeinrichtung 102 mit in einer oder in mehreren Ausführungsformen verschiedenen Biegeradien. Zum Beispiel ermöglichen einige Ausführungsformen Biegeradien zwischen dreißig und sechshundert Millimeter, um eine biegbare Anzeigeeinrichtung zu schaffen. Andere Substrate erlauben Biegeradien von etwa fünf Millimeter, um eine Anzeigeeinrichtung zu schaffen, die sich durch aktives Biegen falten lässt. Andere Anzeigeeinrichtungen können so konfiguriert sein, dass sie Biegungen und Faltungen ermöglichen. In einer oder in mehreren Ausführungsformen kann die Anzeigeeinrichtung aus mehreren Schichten eines flexiblen Materials bestehen, zum Beispiel aus flexiblen Polymerlagen oder anderen Materialien. Die Anzeigeeinrichtung 102 von 1 ist eine flexible Anzeigeeinrichtung, jedoch können in anderen Ausführungsformen ein oder mehrere starre Anzeigeeinrichtungen über eine Hauptfläche des elektronischen Geräts 100 hinweg platziert sein und gemeinsam genutzt werden, um eine Anzeigeeinrichtungseinheit zu definieren. Weitere Konfigurationen für die Anzeigeeinrichtung 102 erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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Das erklärende elektronische Gerät 100 von 1 hat auch ein Gehäuse 101, das die Anzeigeeinrichtung 102 trägt. In einer oder in mehreren Ausführungsformen ist das Gehäuse 101 flexibel. In einer Ausführungsform kann das Gehäuse 101 aus einem formbaren, biegbaren oder physisch verformbaren Material wie einem flexiblen Thermoplast, einem flexiblen Verbundmaterial, einem flexiblen Fasermaterial, einem flexiblen Metall, einem organischen oder anorganischen textilen oder Polymermaterial oder anderen Materialien hergestellt sein.
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In anderen Ausführungsformen könnte das Gehäuse 101 auch eine Kombination von starren Segmenten sein, die durch Scharniere 125, 126 oder flexible Materialien verbunden sind. Zum Beispiel könnte das elektronische Gerät 100 alternativ ein erstes Gerätegehäuse und ein zweites Gerätegehäuse aufweisen, mit einem Scharnier, das die beiden Gerätegehäuse derart verbindet, dass sich das erste Gerätegehäuse um das Scharnier selektiv zu dem zweiten Gerätegehäuse schwenken lässt. Das erste Gerätegehäuse kann selektiv um das Scharnier schwenkbar sein zwischen einer geschlossenen Position, einer zum Teil geöffneten Position und einer axial verlagerten geöffneten Position.
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In anderen Ausführungsformen könnte das Gehäuse 101 ein Verbund aus mehreren Komponenten sein. In einer weiteren Ausführungsform könnte das Gehäuse 101 eine Kombination von starren Segmenten sein, die durch Scharniere oder flexible Materialien verbunden sind. Noch weitere Konstrukte erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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Ist das Gehäuse 101 ein verformbares Gehäuse, kann es aus einem einzigen flexiblen Gehäuseelement oder aus mehreren flexiblen Gehäuseelementen bestehen. In diesem Ausführungsbeispiel kann eine Benutzerschnittstellenkomponente 103, bei der es sich um eine Taste oder um eine berührungsempfindliche Fläche handeln kann, auch entlang des Gehäuses 101 angeordnet sein, um die Bedienung des elektronischen Geräts 100 zu ermöglichen. In dem Ausführungsbeispiel von 1 umfasst die Benutzerschnittstellenkomponente 103 einen unter der Anzeigeeinrichtung 102 des elektronischen Geräts 100 angeordneten Fingerabdrucksensor. In anderen Ausführungsformen befindet sich die Benutzerschnittstellenkomponente 103 nicht unter der Anzeigeeinrichtung 102, sondern ist vielmehr an deren Seite platziert.
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Weitere Funktionen bzw. Einrichtungen können hinzugefügt werden und können sich auf der Vorderseite des Gehäuses 101, an den Seiten des Gehäuses 101 oder auf der Rückseite des Gehäuses 101 befinden. In einer oder in mehreren Ausführungsformen kann zum Beispiel eine erste Bilderfassungseinrichtung 105 auf einer Seite des elektronischen Geräts 100 angeordnet sein, eine zweite Bilderfassungseinrichtung 106 hingegen auf einer weiteren Seite des elektronischen Geräts 100. In dem Ausführungsbeispiel von 1 befinden sich die erste Bilderfassungseinrichtung 105 und die zweite Bilderfassungseinrichtung 106 jeweils unter der Bildanzeigeeinrichtung 102. In anderen Ausführungsformen könnten die erste Bilderfassungseinrichtung 105 und die zweite Bilderfassungseinrichtung 106 jedoch nicht unter der Anzeigeeinrichtung 102, sondern stattdessen neben der Anzeigeeinrichtung 102 angeordnet sein.
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1 zeigt auch ein schematisches Blockdiagramm 107 des elektronischen Geräts 100. In einer oder in mehreren Ausführungsformen ist das schematische Blockdiagramm 107 als eine in dem Gerätegehäuse 101 angeordnete Leiterplattenanordnung konfiguriert. Verschiedene Komponenten können durch Leiter oder einen Bus, die bzw. der entlang einer oder mehrerer Leiterplatten angeordnet sind bzw. ist, miteinander verbunden sein, wobei die Leiterplatten optional flexible oder alternativ starre Leiterplatten sein können, die durch einen oder mehrere flexible Leiter oder Substrate miteinander verbunden sind. Es sollte beachtet werden, dass das schematische Blockdiagramm 107 viele Komponenten zeigt, die optional sind, aber enthalten sind, um zu veranschaulichen, wie verschiedene elektronische Geräte, die gemäß Ausführungsformen der Erfindung konfiguriert sind, beschaffen sein können.
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Es versteht sich somit, dass das schematische Blockdiagramm 107 von 1 lediglich dem Zweck der Erläuterung und Darstellung eines erfindungsgemäßen elektronischen Geräts 100 dient. Das schematische Blockdiagramm 107 von 1 ist keine vollständige Darstellung der verschiedenen Komponenten, die für ein elektronisches Gerät 100 benötigt werden. Aus diesem Grund können andere elektronische Geräte gemäß Ausführungsformen der Erfindung verschiedene andere Komponenten enthalten, die in 1 nicht gezeigt sind, oder eine Kombination von zwei oder mehr Komponenten oder eine Aufteilung einer bestimmten Komponente in zwei oder mehr separate Komponenten, ohne dadurch den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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In einer Ausführungsform hat das elektronische Gerät 100 einen oder mehrere Prozessoren 108. Der eine oder die mehreren Prozessoren 108 können ein Mikroprozessor, eine Gruppe von Verarbeitungskomponenten, eine oder mehrere anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASISc), eine programmierbare Logik oder eine Verarbeitungseinrichtung einer anderen Art sein. Der eine oder die mehreren Prozessoren 108 können konfiguriert sein für die Verarbeitung und Ausführung von ausführbarem Softwarecode, um die verschiedenen Funktionen des elektronischen Geräts 100 auszuführen. Eine Speichereinrichtung, z.B. ein Speicher 109, kann optional den ausführbaren Softwarecode speichern, der während des Betriebs von dem einen oder den mehreren Prozessoren 108 verwendet wird.
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Wenn das elektronische Gerät 100 in einer oder in mehreren Ausführungsformen durch eine Biegung in einem verformbaren Bereich 110 des elektronischen Geräts 100 verformt wird, führt dies dazu, dass wenigstens ein Bildgeber, z.B. die Bilderfassungseinrichtung 106, auf einer ersten Seite des verformbaren Bereichs 110 des elektronischen Geräts 100 liegt, wohingegen wenigstens ein weiterer Bildgeber, z.B. die Bilderfassungseinrichtung 105, auf einer zweiten Seite des verformbaren Bereichs 110 des elektronischen Geräts 100 liegt. In einer oder in mehreren Ausführungsformen erfasst der wenigstens eine Bildgeber wenigstens ein Bild, während er auf der ersten Seite des verformbaren Bereichs 110 positioniert ist, und der wenigstens eine weitere Bildgeber erfasst wenigstens ein weiteres Bild, während er auf der zweiten Seite des verformbaren Bereichs 110 positioniert ist.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen können der eine oder die mehreren Prozessoren 108 das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild dann kombinieren, um ein Kompositbild zu erstellen. In einer oder in mehreren Ausführungsformen ergibt sich die Art und Weise, auf die der eine oder die mehreren Prozessoren 108 das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild kombinieren, in Abhängigkeit von der Geometrie des elektronischen Geräts 100. Zum Beispiel ergibt sich die Art und Weise, auf welche der eine oder die mehreren Prozessoren 108 das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild kombinieren, in einer oder in mehreren Ausführungsformen in Abhängigkeit von einem Winkel einer in dem verformbaren Bereich 110 des elektronischen Geräts 100 erfolgenden Biegung.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen sind der eine oder die mehreren Prozessoren 108 ferner zuständig für die Ausführung der primären Funktionen des elektronischen Geräts 100. In einer Ausführungsform zum Beispiel umfassen der eine oder die mehreren Prozessoren 108 eine oder mehrere Schaltungen, die wirksam sind für die Präsentation von Informationen wie Bilder, Text, Video auf der Anzeigeeinrichtung 102. Der von dem einen oder den mehreren Prozessoren 108 verwendete ausführbare Softwarecode kann als ein oder mehrere Module 111 konfiguriert sein, die mit dem einen oder den mehreren Prozessoren 108 betriebsfähig sind. Solche Module 111 können Instruktionen, Steuerungsalgorithmen usw. speichern.
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In einer Ausführungsform sind der eine oder die mehreren Prozessoren 108 zuständig für den Betrieb der Betriebssystemumgebung 112. Die Betriebssystemumgebung 112 kann einen Kernel, einen oder mehrere Treiber 113 und eine Anwendungsdienstschicht 114 und eine Anwendungsschicht 115 umfassen. Die Betriebssystemumgebung 112 kann konfiguriert sein als ausführbarer Code, der auf einem oder mehreren Prozessoren oder einer oder mehreren Steuerschaltungen des elektronischen Geräts 100 ausgeführt wird.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen sind der eine oder die mehreren Prozessoren 108 zuständig für die Verwaltung bzw. Handhabung der Anwendungen des elektronischen Geräts 100. In einer oder in mehreren Ausführungsformen sind der eine oder die mehreren Prozessoren 108 auch zuständig für das Starten, Überwachen und Abbrechen bzw. Beenden der verschiedenen Anwendungen und der verschiedenen Anwendungsdienstmodule. Die Anwendungen der Anwendungsschicht 115 können als Clients der Anwendungsdienstschicht 114 konfiguriert sein, um über Anwendungsprogrammschnittstellen (APIs), Mitteilungen, Ereignisse oder andere prozessübergreifende Kommunikationsschnittstellen mit Diensten zu kommunizieren.
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In diesem Ausführungsbeispiel kann das elektronische Gerät 100 auch eine Kommunikationsschaltung 116 enthalten, die konfiguriert sein kann für eine drahtgebundene oder drahtlose Kommunikation mit einem oder mehreren anderen Geräten oder Netzwerken. Die Netzwerke können ein Wide Area Network, ein Local Area Network und/oder ein Personal Area Network umfassen. Die Kommunikationsschaltung 116 kann auch eine Drahtlostechnologie zur Kommunikation nutzen, unter anderem zum Beispiel Peer-to-Peer- oder Ad-hoc-Kommunikationen und andere Formen drahtloser Kommunikation wie beispielsweise die Infrarottechnologie. Die Kommunikationsschaltung 116 kann drahtlose Kommunikationsschaltkreise, einen Empfänger, einen Sender oder einen Sendeempfänger und eine oder mehrere Antennen 117 umfassen.
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In einer Ausführungsform enthält das elektronische Gerät 100 einen oder mehrere Sensoren 118, die wirksam sind zum Erkennen einer Geometrie des elektronischen Geräts 100. In einer oder in mehreren Ausführungsformen zum Beispiel erkennen der eine oder die mehreren Sensoren 118, die zum Erkennen der Geometrie des elektronischen Geräts 100 wirksam sind, Winkel zwischen einem ersten Gerätegehäuseteil 119 und einem zweiten Gerätegehäuseteil 120, der durch den verformbaren Bereich 110 des elektronischen Geräts 100 von dem ersten Gerätegehäuseteil 119 getrennt ist. Der eine oder die mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Ermitteln einer Geometrie des elektronischen Geräts 100, können erkennen, wenn der erste Gehäuseteil 119 um den verformbaren Bereich 110 relativ zu dem zweiten Gehäuseteil 120 geschwenkt, gebogen oder verformt wird. Der eine oder die mehreren Sensoren 118, die zum Ermitteln der Geometrie wirksam sind, können in verschiedener Form vorgesehen sein.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfassen der eine oder die mehreren Sensoren 118, die zum Ermitteln der Geometrie des elektronischen Geräts 100 wirksam sind, einen oder mehrere Flexsensoren, die von dem Gehäuse 101 getragen und mit einem oder mehreren Prozessoren 108 betriebsfähig sind, um einen Biegevorgang zu erkennen, der das Gehäuse 101 oder die Anzeigeeinrichtung 102 oder mehrere dieser Einrichtungen in eine verformte Geometrie bringt, wie sie zum Beispiel in 4, 5 und 7 bis 9 gezeigt ist. Der Einbau von Flexsensoren ist optional, weshalb in einigen Ausführungsformen keine Flexsensoren enthalten sind. Wenn in Abhängigkeit von der Geometrie des elektronischen Geräts 100 im verformten Zustand eine oder mehrere Bildverarbeitungsfunktionen des elektronischen Geräts 100 stattfinden, kann der Benutzer - wenn Flexsensoren nicht vorgesehen sind - den einen oder die mehreren Prozessoren 108 über die Bedienoberfläche oder mittels anderer Vorgehensweisen auf eine oder mehrere vorhandene Biegungen aufmerksam machen.
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Sind Flexsensoren vorgesehen, können diese in einer Ausführungsform passive Widerstandselemente aus einem Material umfassen, dessen Impedanz sich ändert, wenn das Material abgewinkelt, verformt oder gebogen wird. Durch die Erfassung der Impedanz in Abhängigkeit von dem Widerstand können der eine oder die mehreren Prozessoren 108 den einen oder die mehreren Flexsensoren nutzen, um ein Abwinkeln oder Biegen zu erfassen. In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst jeder Flexsensor einen bidirektionalen Flexsensor, der ein Abwinkeln oder Biegen in zwei Richtungen erkennen kann. In einer oder in mehreren Ausführungsformen weisen der eine oder die mehreren Flexsensoren eine Impedanz auf, deren Größe proportional zu dem Maß der Verformung oder Biegung zunimmt.
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In einer Ausführungsform ist jeder Flexsensor aus einer Reihe von Schichten in einer gestapelten Anordnung hergestellt. In einer Ausführungsform ist zumindest eine Schicht leitend und ist aus einer Metallfolie wie Kupfer hergestellt. Ein resistives Material stellt eine weitere Schicht bereit. In einer oder in mehreren Ausführungsformen können diese Schichten miteinander verklebt sein. Das resistive Material kann aus einer Vielfalt von teilweise leitfähigen Materialien bestehen, unter anderem aus Materialien auf Papierbasis, auf Kunststoffbasis, aus metallischen Materialien und aus Materialien auf Textilbasis. In einer Ausführungsform kann ein Thermoplast wie Polyethylen mit Kohlenstoff oder Metall imprägniert sein, damit er teilweise leitfähig und gleichzeitig flexibel ist.
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In einer Ausführungsform ist die resistive Schicht zwischen den beiden leitenden Schichten eingebettet. Elektrischer Strom fließt in die leitende Schicht, durch die resistive Schicht und aus der anderen leitenden Schicht. Wenn sich der Flexsensor biegt, ändert sich die Impedanz der resistiven Schicht, wodurch sich der Stromfluss bei einer gegebenen Spannung ändert. Der eine oder die mehreren Prozessoren 108 können die Änderung erfassen, um das Maß der Biegung zu bestimmen. Entlang jedes Flexsensors können Abgriffstellen hinzugefügt sein, um weitere Informationen zu gewinnen, unter anderem die Anzahl von Faltungen, den Grad jeder Faltung, die Stelle der Faltungen, die Richtung der Faltungen und so weiter. Der Flexsensor kann ferner durch zeitvariable Signale angesteuert werden, um auch die Menge der von dem Flexsensor erhaltenen Informationen zu vergrößern.
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Während eine mehrschichtige Einrichtung als Flexsensor eine Konfiguration ist, die geeignet ist zum Erkennen eines Biegevorgangs, der stattfindet, um das elektronische Gerät 100 zu verformen, und zum Erkennen der Geometrie des elektronischen Geräts 100 nach dem Biegevorgang, können auch andere Sensoren 118 für die Erfassung der Geometrie des elektronischen Geräts 100 verwendet werden. Ein Beispiel hierfür ist die Anordnung eines Magnets in dem ersten Gerätegehäuseteil 119 und eines Magnetsensors in dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 oder umgekehrt. Der Magnetsensor könnte ein Halleffekt-Sensor, ein Sensor, der auf dem Riesenmagnetowiderstandseffekt beruht, ein Sensor, der auf dem tunnelmagnetoresistiven Effekt beruht, ein Sensor, der auf dem anisotropen magnetoresistiven Effekt beruht, oder ein anderer Sensortyp sein.
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In noch weiteren Ausführungsformen können der eine oder die mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Ermitteln einer Geometrie des elektronischen Geräts 100, eine Induktionsspule umfassen, die in dem ersten Gerätegehäuseteil 119 angeordnet ist, und ein Metallstück, das in dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 angeordnet ist, oder umgekehrt. Wenn sich das Metallstück in unmittelbarer Nähe zur Spule befindet, erkennen der eine oder die mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Ermitteln einer Geometrie des elektronischen Geräts 100, den ersten Gerätegehäuseteil 119 und den zweiten Gerätegehäuseteil 120 in einer ersten Position. Wenn das Metall dagegen weiter von der Spule entfernt ist, können der eine oder die mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Ermitteln einer Geometrie des elektronischen Geräts 100, erkennen, dass sich der erste Gerätegehäuseteil 119 und der zweite Gerätegehäuseteil 120 in einer zweiten Position befinden, und so weiter.
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In anderen Ausführungsformen, können der eine oder die mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Ermitteln einer Geometrie des elektronischen Geräts 100, eine Trägheitsbewegungseinheit, die sich in dem ersten Gerätegehäuseteil 119 befindet, und eine weitere Trägheitsbewegungseinheit, die sich in dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 befindet, umfassen. Der eine oder die mehreren Prozessoren 118 können Sensormesswerte von jeder Trägheitsbewegungseinheit vergleichen, um die relative Bewegung und/oder Position des ersten Gerätegehäuseteils 119 zu dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 sowie des ersten Gerätegehäuseteils 119 und des zweiten Gerätegehäuseteils 120 relativ zur Schwerkraftrichtung 121 zu verfolgen. Die Daten können verwendet werden für eine direkte Bestimmung oder Nachverfolgung des Zustands und der Position des ersten Gerätegehäuseteils 119 und des zweiten Gerätegehäuseteils 120 bei deren Schwenken um den verformbaren Bereich 110 sowie der Orientierung bezüglich der Schwerkraftrichtung 121.
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Sofern die jeweilige Trägheitsbewegungseinheit als der eine oder die mehreren Sensoren 118 zum Ermitteln der Geometrie des elektronischen Geräts 100 vorhanden ist, kann diese eine Kombination von einem oder mehreren Beschleunigungsmessern, einem oder mehreren Gyroskopen und optional einem oder mehreren Magnetometern umfassen, um die Orientierung, die Winkelgeschwindigkeit und/oder die spezifische Kraft eines oder beider Gerätegehäuseteile 119, 120 zu ermitteln. Diese Trägheitsbewegungseinheiten können, wenn sie in dem elektronischen Gerät 100 enthalten sind, als Orientierungssensoren verwendet werden, um die Orientierung eines oder beider Gerätegehäuseteile 119, 120 im dreidimensionalen Raum 125 zu messen. Ähnlich können die Trägheitsbewegungseinheiten als Orientierungssensoren zum Messen der Bewegung eines oder beider Gerätegehäuseteile 119, 120 im dreidimensionalen Raum 125 verwendet werden. Ebenso können die Trägheitsbewegungseinheiten für andere Messungen verwendet werden.
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Wenn nur eine Trägheitsbewegungseinheit in dem ersten Gerätegehäuseteil 119 vorgesehen ist, kann diese konfiguriert sein zum Ermitteln einer Orientierung, unter anderem zum Messen des Azimuts, des Lots, der Neigung, der Winkelgeschwindigkeit, der Beschleunigung und der Winkelbeschleunigung des ersten Gerätegehäuseteils 119. Sind zwei Trägheitsbewegungseinheiten vorgesehen, von denen sich eine in dem ersten Gerätegehäuseteil 119 und eine weitere in dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 befindet, ermittelt jede der Trägheitsbewegungseinheiten die Orientierung ihres jeweiligen Gerätegehäuses. Die Trägheitsbewegungsmesseinheit kann Messungen von Azimut, Lot, Neigung, Geschwindigkeit, Winkelgeschwindigkeit, Beschleunigung, Winkelbeschleunigung des ersten Gerätegehäuseteils 119 vornehmen, während die Trägheitsbewegungsmesseinheit Messungen von Azimut, Lot, Neigung, Geschwindigkeit, Winkelgeschwindigkeit, Beschleunigung, Winkelbeschleunigung usw. des zweiten Gerätegehäuseteils 120 vornehmen kann, und so weiter.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen liefert jede Trägheitsbewegungsmesseinheit diese Orientierungsmessungen in Form von Orientierungsbestimmungssignalen an den einen oder die mehreren Prozessoren 108. Solchermaßen gibt die sich in dem ersten Gerätegehäuseteil 119 befindende Trägheitsbewegungseinheit ein erstes Orientierungsbestimmungssignal aus, das die ermittelte Orientierung des ersten Gerätegehäuseteils 119 umfasst, und die sich in dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 befindende Trägheitsbewegungseinheit gibt ein zweites Orientierungsbestimmungssignal aus, das die ermittelte Orientierung des zweiten Gerätegehäuseteils 120 umfasst.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen werden die Orientierungsbestimmungssignale an den einen oder die mehreren Prozessoren 108 geliefert, die die ermittelten Orientierungen an die verschiedenen Module, Komponenten und Anwendungen berichten, die in dem elektronischen Gerät 100 ausgeführt werden. In einer oder in mehreren Ausführungsformen können der eine oder die mehreren Prozessoren 108 konfiguriert sein für die Lieferung einer zusammengesetzten Orientierung, die ein Durchschnitt ist, oder einer anderen Kombination der Orientierung von Orientierungsbestimmungssignalen. In anderen Ausführungsformen sind der eine oder die mehreren Prozessoren 108 konfiguriert für die Lieferung des einen oder anderen Orientierungsbestimmungssignals an die verschiedenen Module, Komponenten und Anwendungen, die in dem elektronischen Gerät 100 ausgeführt werden.
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In einer weiteren Ausführungsform umfassen der eine oder die mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Erkennen einer Geometrie des elektronischen Geräts 100, Näherungssensoren, die ermitteln, wie weit ein erstes Ende des elektronischen Geräts 100 von einem zweiten Ende des elektronischen Geräts 100 entfernt ist. Noch weitere Beispiele des einen oder der mehreren Sensoren 118, die zum Erkennen einer Geometrie des elektronischen Geräts 100 wirksam sind, erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen können der eine oder die mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Erkennen einer Geometrie des elektronischen Geräts 100, einen Bilderfassungs-/Synthese-Manager 122 umfassen. Wenn das elektronische Gerät 100 eine Biegung in dem verformbaren Bereich 110 definiert, wobei die sich an dem ersten Gerätegehäuseteil 119 befindende Bilderfassungseinrichtung 106 auf einer Seite der Biegung und die sich an dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 befindende Bilderfassungseinrichtung 105 auf der zweiten Seite der Biegung positioniert ist, kann der Bilderfassungs-/Synthese-Manager 122 abhängig von dem Winkel der Biegung feststellen, dass das Sichtfeld der Bilderfassungseinrichtung 106 und das Sichtfeld der Bilderfassungseinrichtung 105 konvergieren oder divergieren, und kann die Geometrie ermitteln, indem Bilder von der Bilderfassungseinrichtung 106 und der Bilderfassungseinrichtung 105 verarbeitet werden, um den Winkel der Biegung zu bestimmen.
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Wenn zum Beispiel der erste Gerätegehäuseteil 119 an dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 anliegt (siehe 5 und 7 bis 9), so dass das Sichtfeld eines Bildgebers in eine Richtung orientiert ist, die der eines weiteren Sichtfelds eines weiteren Bildgebers im Wesentlichen entgegengesetzt ist, kann dies der Bilderfassungs-/Synthese-Manager 122 in einer oder in mehreren Ausführungsformen daran erkennen, dass entweder keines der Sichtfelder den gleichen Inhalt erfasst oder dass, wenn die Sichtfelder breit genug sind, nur Inhalt in der Peripherie jedes Sichtfelds gemeinsamer Inhalt zwischen den von der Bilderfassungseinrichtung 105 und der Bilderfassungseinrichtung 106 erfassten Bilder ist.
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Ähnliches gilt, wenn der erste Gerätegehäuseteil 119 im Wesentlichen orthogonal zu dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 orientiert ist, so dass das Sichtfeld der Bilderfassungseinrichtung 105 im Wesentlichen orthogonal zu einem weiteren Sichtfeld der Bilderfassungseinrichtung 106 orientiert ist. In diesem Fall kann der Bilderfassungs-/Synthese-Manager 122 in einer oder in mehreren Ausführungsführungsformen diese Geometrie dadurch erkennen, dass er feststellt, dass jedes der beiden Sichtfelder nur an Teilrandbereichen den gleichen Inhalt erfasst. Wenn der erste Gerätegehäuseteil 119 und der zweite Gerätegehäuseteil 120 einen nichtorthogonalen Winkel definieren, in dem die Sichtfelder der Bildgeber konvergieren (16) oder divergieren ( 19), kann dies der Bilderfassungs-/Synthese-Manager 122 in einer oder in mehreren Ausführungsformen feststellen, indem er die erwarteten Überlappungsmengen des in jedem Sichtfeld sichtbaren Inhalts ermittelt und so weiter. Noch weitere Arten des einen oder der mehreren Sensoren 118, die zum Ermitteln einer Geometrie des elektronischen Geräts 100 wirksam sind, erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfassen die erste Bilderfassungseinrichtung 105 und die zweite Bilderfassungseinrichtung 106 jeweils einen intelligenten Bildgeber 123. Sind die Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 als ein intelligenter Bildgeber 123 konfiguriert, kann jede Bilderfassungseinrichtung 105, 106 eines oder mehrere Bilder von Umgebungen des elektronischen Geräts 100 erfassen und feststellen, ob das Objekt die vorgegebenen Kriterien erfüllt. Zum Beispiel kann der intelligente Bildgeber 123 als Identifikationsmodul arbeiten, das mit einer optischen Erkennung ausgestattet ist, beispielsweise mit einer Bilderkennung, Zeichenerkennung, visuellen Erkennung, Gesichtserkennung, Farberkennung, Formerkennung und dergleichen. In vorteilhafter Weise kann der intelligente Bildgeber 123 erkennen, ob das Gesicht oder die Augen eines Benutzers auf einer ersten Seite des elektronischen Geräts 100 angeordnet sind, wenn dieses zugeklappt ist, oder auf einer zweiten Seite. Ähnlich kann der intelligente Bildgeber 123 in einer Ausführungsform erkennen, ob der Benutzer auf einen Bereich der Anzeigeeinrichtung 102 blickt, der auf einer ersten Seite einer Biegung liegt, oder auf einen anderen Bereich der Anzeigeeinrichtung 102, der auf einer zweiten Seite einer Biegung liegt. In einer noch weiteren Ausführungsform kann der intelligente Bildgeber 123 erkennen, wenn sich die Augen oder das Gesicht eines Benutzers relativ zu dem elektronischen Gerät 100 im dreidimensionalen Raum befinden.
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Zusätzlich zu dem intelligenten Bildgeber 123 oder an dessen Stelle können ein oder mehrere Näherungssensoren, die mit sonstigen Sensoren und Komponenten 124 vorgesehen sind, ermitteln, auf welcher Seite des elektronischen Geräts 100 der Benutzer positioniert ist, wenn das elektronische Gerät 100 verformt wird. Die Näherungssensoren können auch eine oder mehrere Näherungsdetektorkomponenten umfassen. In einer Ausführungsform umfassen die Näherungssensorkomponenten lediglich Signalempfänger. Dagegen umfassen die Näherungsdetektorkomponenten einen Signalempfänger und einen entsprechenden Signalsender.
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Während jede Näherungsdetektorkomponente ein Näherungssensor eines beliebigen Typs sein kann, unter anderem zum Beispiel ein kapazitiver, magnetischer, induktiver, optischer/photoelektrischer Näherungssensor, ein Bildgeber, Laser, ein akustischer/Schall- Näherungssensor, ein radargestützter, Doppler-gestützter, thermischer und strahlungsbasierter Näherungssensor, ohne Beschränkung hierauf, können die Näherungsdetektorkomponenten in einer oder in mehreren Ausführungsformen Infrarotsender und -empfänger umfassen. Die Infrarotsender sind in einer Ausführungsform so konfiguriert, dass sie Infrarotsignale mit Wellenlängen von etwa 860 Nanometer übertragen, was eine oder zwei Größenordnungen kürzer ist als die Wellenlängen, die von den Näherungssensorkomponenten empfangen werden. Die Näherungsdetektorkomponenten können Signalempfänger aufweisen, die ähnliche Wellenlängen empfangen, d.h. etwa 860 Nanometer.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen haben die Näherungssensorkomponenten einen Erfassungsbereich größerer Länge als die Näherungsdetektorkomponenten, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass die Näherungssensorkomponenten Wärme, die vom Körper einer Person ausgeht (im Gegensatz zur Abstrahlung von dem Körper der Person), direkt erfassen, wohingegen sich Näherungsdetektorkomponenten auf Reflexionen von Infrarotlicht stützen, das von dem Signalsender ausgesandt wird. Zum Beispiel können die Näherungssensorkomponenten in der Lage sein, die Wärme des Körpers einer Person aus einer Entfernung von ca. 3,05 Meter (ca. zehn Fuß) zu erfassen, wohingegen die Signalempfänger der Näherungsdetektorkomponenten unter Umständen nur reflektierte Signale von dem Sender aus einer Entfernung von ca. 0,30 bis 0,60 Meter (ca. ein bis zwei Fuß) erfassen können.
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In einer Ausführungsform umfassen die Näherungssensorkomponenten einen Signalempfänger, damit sie Infrarotemissionen von einer Person erfassen können. Dementsprechend benötigen die Näherungssensorkomponenten keinen Sender, da außerhalb des Gehäuses 101 des elektronischen Geräts 100 befindliche Objekte Emissionen liefern, die von dem Infrarotempfänger empfangen werden. Da kein Sender benötigt wird, kann jede Näherungssensorkomponente mit einem sehr geringen Stromverbrauch arbeiten. Auswertungen zeigen, dass eine Gruppe von Infrarotsignalempfängern mit einem Gesamtstromverbrauch von nur wenigen Mikroampere (-10 Mikroampere je Sensor) arbeiten kann. Eine Näherungsdetektorkomponente, die einen Signalsender enthält, kann dagegen Hunderte von Mikroampere bis einige Milliampere verbrauchen.
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In einer Ausführungsform können ein oder mehrere Näherungsdetektorkomponenten jeweils einen Signalsender und einen Signalempfänger umfassen. Der Signalsender kann einen Infrarotlichtstrahl senden, der von einem nahegelegenen Objekt reflektiert und von einem entsprechenden Signalempfänger empfangen wird. Die Näherungsdetektorkomponenten können zum Beispiel verwendet werden, um die Entfernung zu einem nahegelegenen Objekt anhand von Charakteristiken in Verbindung mit den reflektierten Signalen zu berechnen. Die reflektierten Signale werden von dem entsprechenden Signalempfänger empfangen. Dieser kann eine Infrarot-Photodiode sein, die verwendet wird, um reflektiertes Licht von einer Leuchtdiode (LED) zu erfassen, auf modulierte Infrarotsignale zu antworten und/oder eine Triangulation von empfangenen Signalen durchzuführen.
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In einer Ausführungsform können der eine oder die mehreren Prozessoren 108 Befehle erzeugen oder Steuerungsvorgänge ausführen, die auf Informationen basieren, die von den verschiedenen Sensoren und Komponenten 124 empfangen werden, unter anderem von dem einen oder den mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Ermitteln der Geometrie des elektronischen Geräts 100, von der ersten Bilderfassungseinrichtung 105, von der zweiten Bilderfassungseinrichtung 106 oder von sonstigen Komponenten des elektronischen Geräts. Der eine oder die mehreren Prozessoren 108 können auch Befehle erzeugen oder Steuerungsvorgänge ausführen, die auf Informationen basieren, die von einer Kombination dieser Komponenten empfangen werden. Darüber hinaus können der eine oder die mehreren Prozessoren 108 die empfangenen Informationen allein oder in Kombination mit anderen Daten verarbeiten, zum Beispiel mit Informationen, die in dem Speicher 109 gespeichert sind.
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Die sonstigen Sensoren und Komponenten 124 können ein Mikrofon, einen Ohrhörerlautsprecher, einen Lautsprecher, Tastenwahlsensoren, einen Touchpad-Sensor, einen Berührungsbildschirm-Sensor, einen kapazitiven Berührungssensor und einen oder mehrere Schalter umfassen. Berührungssensoren können verwendet werden, um anzuzeigen, ob eines der auf der Anzeigeeinrichtung 102 vorhandenen Benutzerbetätigungsziele aktuell betätigt wird. Alternativ können Berührungssensoren, die in dem Gehäuse 101 angeordnet sind, verwendet werden, um zu ermitteln, ob das elektronische Gerät 100 von einem Benutzer an seinen Seitenkanten oder Hauptflächen berührt wird. Die Berührungssensoren können in einer Ausführungsform kapazitive Flächen- und/oder Gehäusesensoren umfassen. Die sonstigen Sensoren und Komponenten 124 können auch Videosensoren (wie eine Kamera) umfassen.
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Die sonstigen Sensoren und Komponenten 124 können auch Bewegungsdetektoren wie einen oder mehrere Beschleunigungsmesser oder Gyroskope umfassen. Zum Beispiel kann ein Beschleunigungsmesser in einen elektronischen Schaltkreis des elektronischen Geräts 100 eingebettet sein, um eine vertikale Orientierung oder eine konstante Neigung anzuzeigen, oder um anzuzeigen, ob sich das elektronische Gerät 100 in einem stationären Zustand befindet. Die Messung von Neigung relativ zu Schwerkraft wird als „statische Beschleunigung“ bezeichnet, wohingegen die Messung von Bewegung und/oder Vibration als „dynamische Beschleunigung“ bezeichnet wird. Ein Gyroskop lässt sich in ähnlicher Weise verwenden. In einer Ausführungsform sind die Bewegungsdetektoren auch wirksam zum Erfassen einer Bewegung des elektronischen Geräts 100 durch einen Benutzer und zum Erfassen der Bewegungsrichtung.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfassen die sonstigen Sensoren und Komponenten 124 einen Schwerkraftdetektor. Zum Beispiel können ein oder mehrere Beschleunigungsmesser und/oder Gyroskope verwendet werden zur Anzeige der vertikalen Orientierung, der Konstante oder einer Messung der Neigung im Verhältnis zur Schwerkraft 121. Dementsprechend können der eine oder die mehreren Prozessoren 108 in einer oder in mehreren Ausführungsformen den Schwerkraftdetektor nutzen, um eine Orientierung des elektronischen Geräts 100 im dreidimensionalen Raum 125 relativ zur Schwerkraftrichtung 121 zu ermitteln. Wenn beispielsweise die Schwerkraftrichtung 121 von einem ersten Teil der Anzeigeeinrichtung 102 zu einem zweiten Teil der Anzeigeeinrichtung 102 fließt, wenn das elektronische Gerät 100 gefaltet wird, können der eine oder die mehreren Prozessoren 108 daraus schließen, dass der erste Teil der Anzeigeeinrichtung nach oben weist. Wenn die Schwerkraftrichtung 121 dagegen von dem zweiten Teil zu dem ersten fließt, würde das Gegenteil zutreffen, d.h. es würde der zweite Teil der Anzeigeeinrichtung 102 nach oben weisen.
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Die sonstigen Sensoren und Komponenten 124, die mit dem einen oder den mehreren Prozessoren 108 betriebsfähig sind, können Ausgabekomponenten wie Videoausgänge, Audioausgänge und/oder mechanische Ausgänge umfassen. Beispiele von Ausgabekomponenten sind Audioausgänge, ein Ohrhörerlautsprecher, haptische Einrichtungen oder andere Alarmeinrichtungen und/oder Summer und/oder mechanische Ausgabekomponenten wie Vibrations- oder bewegungsbasierte Mechanismen. Noch weitere Komponenten erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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Es versteht sich, dass 1 lediglich zu Erläuterungszwecken und zur Darstellung von Komponenten des elektronischen Geräts 100 gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dient und nicht als vollständiges schematisches Diagramm der verschiedenen, für ein elektronisches Gerät benötigten Komponenten gedacht ist. Deshalb können andere elektronische Geräte gemäß Ausführungsformen der Erfindung verschiedene andere Komponenten enthalten, die in 1 nicht gezeigt sind, oder sie können eine Kombination von zwei oder mehr Komponenten oder eine Aufteilung einer bestimmten Komponente in zwei oder mehr separate Komponenten umfassen, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Nachdem vorangehend die verschiedenen Hardwarekomponenten beschrieben wurden, folgt nunmehr die Beschreibung von Verfahren, Systemen und Anwendungsfällen gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung. In 2 ist zunächst eine Schnittansicht des elektronischen Geräts 100 dargestellt. Zusammen mit dem elektronischen Gerät 100 sind die Anzeigeeinrichtung 102 und das Gehäuse 101 gezeigt, die in dieser Ausführungsform beide flexibel sind. Ebenfalls gezeigt sind die Bilderfassungseinrichtung 105 und die Bilderfassungseinrichtung 106, die jeweils in dem zweiten Gerätegehäuseteil 120 und in dem ersten Gerätegehäuseteil 119 positioniert sind.
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In diesem Ausführungsbeispiel umfassen der eine oder die mehreren Sensoren 118, die wirksam sind zum Erkennen der Geometrie des elektronischen Geräts 100, einen Flexsensor 201. Wie in 2 gezeigt ist, überspannt der Flexsensor 201 mindestens zwei Achsen des elektronischen Geräts 100 (entlang der Breite des Zeichnungsblatts und in das Zeichnungsblatt hinein, wie in 2 gezeigt).
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In diesem Ausführungsbeispiel sind die Bilderfassungseinrichtung 105 und die Bilderfassungseinrichtung 106 jeweils unter der Anzeigeeinrichtung 102 positioniert. In einer oder in mehreren Ausführungsformen hat die Anzeigeeinrichtung 102 einen ersten Pixelbereich 202, der sich über der Bilderfassungseinrichtung 105 und der Bilderfassungseinrichtung 106 befindet, und einen zweiten Pixelbereich 203, der sich in anderen Bereichen der Anzeigeeinrichtung 102 als den über den Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 liegenden Bereichen der Anzeigeeinrichtung 102 befindet.
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In einer Ausführungsform umfasst der erste Pixelbereich 202 nur transparente organische Leuchtdioden-Pixel. In einer weiteren Ausführungsform umfassen die in dem ersten Pixelbereich 202 angeordneten Pixel eine Kombination von transparenten organischen Leuchtdioden-Pixeln und reflektierenden organischen Leuchtdioden-Pixeln. Andere Konfigurationen erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen steht das gesamte Ausmaß der Anzeigeeinrichtung 102 für die Präsentation von Bildern zur Verfügung. Zwar sind in 2 einige Ränder gezeigt, doch ist es in einer oder in mehreren Ausführungsformen nicht notwendig, dass das Gerätegehäuse 101 des elektronischen Geräts 100 Ränder aufweist, die die Anzeigeeinrichtung 102 einrahmen. In einer oder in mehreren Ausführungsformen kann die Anzeigeeinrichtung 102 im Gegenteil die gesamte Hauptfläche des elektronischen Geräts 100 überspannen, so dass die gesamte Hauptfläche als aktiver Anzeigebereich genutzt werden kann.
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Ein Weg zum Erreichen dieser „randlosen“ Anzeigeeinrichtung ist das Platzieren der Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 und optional einiger weiterer Sensoren unter dem ersten Pixelbereich 202, so dass die Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 und/oder sonstige Sensoren mit dem ersten Pixelbereich 202 oder Bereichen kolloziert sind. Dies ermöglicht, dass die Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 und/oder sonstige Sensoren Signale durch die transparenten Bereiche des ersten Pixelbereichs 202 hindurch empfangen. In vorteilhafter Weise können die Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 Bilder durch den ersten Pixelbereich 202 erfassen und müssen daher nicht der Anzeigeeinrichtung 102, d.h. deren Seite, benachbart sein. Dadurch kann die Anzeigeeinrichtung 102 bis zum Rand der Oberseite des elektronischen Geräts 100 reichen, anstatt eigens Raum nur für die Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 zu erfordern.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst der zweite Pixelbereich 203 nur reflektierende Leuchtdioden-Pixel. Inhalt kann auf einem ersten Pixelbereich 202 präsentiert werden, der nur transparente organische Leuchtdioden-Pixel oder Sub-Pixel oder eine Kombination von transparenten organischen Leuchtdioden-Pixeln oder Sub-Pixeln und reflektierenden organischen Leuchtdioden-Pixeln oder Sub-Pixeln umfasst. Der Inhalt kann auch auf dem zweiten Pixelbereich 203 präsentiert werden, der nur die reflektierenden organischen Leuchtdioden-Pixel oder Sub-Pixel umfasst.
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Wenn ein Benutzer mit einer oder beiden Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 ein Bild aufnehmen will, veranlassen der eine oder die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts 100 in einer oder in mehreren Ausführungsformen, dass die transparenten organischen Leuchtdioden-Pixel kein Licht mehr aussenden. Diese Beendigung der Lichtemission verhindert, dass von den transparenten organischen Leuchtdioden-Pixeln oder Sub-Pixeln ausgesandtes Licht auf den ersten Pixelbereich 202 fallendes Licht beeinflusst. Werden die transparenten organischen Leuchtdioden-Pixel oder Sub-Pixel ausgeschaltet, werden sie in einer oder in mehreren Ausführungsformen optisch transparent.
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In einigen Ausführungsformen bleibt der zweite Pixelbereich 203 angeschaltet, wenn der erste Pixelbereich 202 kein Licht mehr aussendet. In anderen Ausführungsformen wird der zweite Pixelbereich 203 jedoch ebenfalls ausgeschaltet. Die erforderlichen Bilderfassungseinrichtungen 105, 106 können dann betätigt werden, um von dem durch die transparenten Leuchtdioden-Pixel oder Sub-Pixel hindurchtretenden Licht ein Bild zu erfassen. Danach können der eine oder die mehreren Prozessoren (108) die Präsentation von Daten entlang des ersten Pixelbereichs 202 der Anzeigeeinrichtung 102 wieder aufnehmen. In einer oder in mehreren Ausführungsform umfasst dies die Aktivierung der transparenten organischen Leuchtdioden-Pixel oder Sub-Pixel, die dadurch veranlasst werden, erneut mit dem Aussenden von Licht zu beginnen.
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Es wird nunmehr auf 3 Bezug genommen. Hier führt ein Benutzer 300 einen Biegevorgang 301 an dem elektronischen Gerät 100 durch, um an einem Verformungsbereich 110 des elektronischen Geräts 100 eine Verformung desselben zu bewirken. In dieser Darstellung übt der Benutzer 300 an der ersten Seite 302 und an einer zweiten Seite 303 des elektronischen Geräts 100 eine Kraft (in das Zeichnungsblatt hinein) aus, um sowohl das in dieser Ausführungsform biegbare Gehäuse 101 als auch die Anzeigeeinrichtung 102 in dem Verformungsbereich 110 zu biegen. Innenliegende Komponenten, die entlang flexibler Substrate angeordnet sind, lassen sich ebenfalls entlang des Verformungsbereichs 110 biegen. Dieses Verfahren zum Verformen des Gehäuses 101 und der Anzeigeeinrichtung 102 ermöglicht dem Benutzer 300 ein einfaches und schnelles Biegen des elektronischen Geräts 100 in eine gewünschte verformte physische Konfiguration oder Gestalt.
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In anderen Ausführungsformen stützt man sich nicht auf die manuelle Kraftausübung. Stattdessen kann das elektronische Gerät einen mechanischen Aktuator 304 aufweisen, der mit dem einen oder den mehreren Prozessoren (108) betriebsfähig ist, um das Gerätegehäuse 101 und die Anzeigeeinrichtung 102 durch eine oder mehrere Biegungen zu verformen. Ein Motor oder ein anderer mechanischer Aktuator zum Beispiel können mit Bauteilen betriebsfähig sein, um das elektronische Gerät 100 in einer oder in mehreren Ausführungsformen in bestimmten Winkeln und physischen Konfigurationen zu biegen. Die Verwendung eines mechanischen Aktuators 304 erlaubt einen präzisen Biegewinkel oder eine vordefinierte verformte physische Konfiguration, der oder die wiederholt erzielt werden, ohne dass der Benutzer Einstellungen vornehmen muss. In anderen Ausführungsformen jedoch entfällt der mechanische Aktuator 304, um die Komponentenkosten zu senken.
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Ungeachtet dessen, ob der Biegevorgang 301 manuell oder mit Hilfe eines mechanischen Aktuators 304 erfolgt, ist das Ergebnis eine Verformung des Gehäuses 101 und der Anzeigeeinrichtung 102 durch eine oder mehrere Biegungen. Ein Ergebnis 400 des Biegevorgangs 301 ist in 4 gezeigt. In diesem Ausführungsbeispiel ist das elektronische Gerät 100 durch eine einzige Biegung 401 in dem Verformungsbereich 110 verformt. In anderen Ausführungsformen können die eine oder die mehreren Biegungen jedoch eine Mehrzahl von Biegungen umfassen. Weitere verformte Konfiguration erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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In einer Ausführungsform sind der eine oder die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts 100 wirksam, um festzustellen, dass ein Biegevorgang 301 stattfindet, indem eine Impedanzänderung des einen oder der mehreren Flexsensoren (201) erfasst wird. Der eine oder die mehreren Prozessoren (108) können diesen Biegevorgang 301 auch auf andere Weise erfassen. So können zum Beispiel die Berührungssensoren Berührung und Druck durch den Benutzer (300) erfassen. Alternativ können die Näherungssensoren erkennen, wenn sich die erste Seite 302 und die zweite Seite 303 des elektronischen Geräts 100 einander nähern. Auch können Kraftsensoren die Größe einer Kraft messen, die der Benutzer (300) auf das Gehäuse 101 ausübt. Der Benutzer (300) kann Informationen eingeben, die darauf hinweisen, dass das elektronische Gerät 100 gebogen wurde. Diese Eingabe kann über die Anzeigeeinrichtung 102 oder eine andere Benutzerschnittstelle erfolgen. Trägheitsbewegungssensoren können in der bereits beschriebenen Weise zum Einsatz kommen. Weitere Vorgehensweisen, um festzustellen, dass ein Biegevorgang (301) stattgefunden hat, erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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Verschiedene Vorteile, die die „Biegbarkeit“ von Ausführungsformen der Erfindung bietet, sind in 4 dargestellt. In einer oder in mehreren Ausführungsformen sind der eine oder die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts 100 zum Beispiel wirksam zum Präsentieren von Inhalt, von Informationen und/oder von Benutzerbetätigungszielen auf einem ersten Teil der Anzeigeeinrichtung 102, der auf einer ersten Seite 402 der Biegung 401 liegt, wenn die Anzeigeeinrichtung 102 durch eine oder mehrere Biegungen verformt ist, während eine Benutzereingabe in Form einer Berührung auf dem zweiten Teil der Anzeigeeinrichtung 102, der auf einer zweiten Seite 403 der Biegung 401 liegt, empfangen wird. Dies ermöglicht in einer oder in mehreren Ausführungsformen, dass ein Benutzer (300) Inhalt auf dem ersten Teil sehen kann und den Inhalt durch eine Berührungseingabe in den zweiten Teil steuern kann. Wenn das elektronische Gerät 100 darüber hinaus die physische Konfiguration wie in 4 gezeigt aufweist, die einer zu einem „Zelt“ gefalteten Karte gleicht, kann das elektronische Gerät 100 mit seinen Seiten oder Enden auf einer ebenen Fläche stehen, zum Beispiel auf einem Tisch. Diese Konfiguration kann ermöglichen, dass der Benutzer (300) einen besseren Blick auf die Anzeigeeinrichtung 102 hat, da er/sie das elektronische Gerät 100 nicht in den Händen halten muss.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen sind der eine oder die mehreren Prozessoren (108) wirksam zum Erfassen der Anzahl von Faltungen in dem elektronischen Gerät 100, die das Ergebnis des Biegevorgangs 301 sind. Nach dem Ermitteln der Anzahl von Faltungen können der eine oder die mehreren Prozessoren (108) in einer oder in mehreren Ausführungsformen die Anzeigeeinrichtung 102 des elektronischen Geräts 100 als weitere Funktion der einen oder mehreren Faltungen unterteilen. Da in diesem Fall nur eine Biegung 401 vorliegt, wurde die Anzeigeeinrichtung 102 in dieser Ausführungsform in einen ersten Teil und einen zweiten Teil unterteilt, wobei sich der jeweilige Teil auf gegenüberliegenden Seiten des „Zelts“ befindet.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen kann der Biegevorgang 301 ausgehend von der physischen Konfiguration von 4 fortgesetzt werden, bis das elektronische Gerät 100 in dem Verformungsbereich 110 vollständig gefaltet ist, wie in 5 gezeigt. In Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird in Betracht gezogen, dass ein Benutzer (300) das elektronische Gerät 100 in dieser verformten physischen Konfiguration gegebenenfalls in einer Hand hält. In der gefalteten Konfiguration von 5 kann der Benutzer das elektronische Gerät 100 zum Beispiel als Smartphone nutzen und als Tablet-Computer in der aufgefalteten bzw. aufgeklappten Konfiguration von 1 oder 3.
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In 6 bis 9, auf die nunmehr Bezug genommen wird, ist ein weiteres erklärendes elektronisches Gerät 600 gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung gezeigt. Während die physische Konfiguration des elektronischen Geräts 600 von 6 bis 9 kaum von dem elektronischen Gerät (100) von 1 bis 5 abweicht, enthält das dem elektronischen Gerät 600 zugeordnete schematische Diagramm in einer oder in mehreren Ausführungsformen einige oder alle Komponenten, die vorangehend im Zusammenhang mit dem schematischen Blockdiagramm (107) von 1 beschrieben sind. Dementsprechend umfasst das elektronische Gerät 600 in einer oder in mehreren Ausführungsformen einen oder mehrere Prozessoren (108), einen oder mehrere Sensoren (118), die wirksam sind zum Erkennen einer Geometrie des elektronischen Geräts 600, und optional einen Bilderfassungs-Analyse/Synthese-Manager (122).
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Wie das elektronische Gerät (100) der 1 bis 5 ist das elektronische Gerät 600 der 6 bis 9 ein verformbares elektronisches Gerät mit einem Gerätegehäuse 601 und einer Anzeigeeinrichtung 610, die beide durch eine oder mehrere Biegungen, Verformungen oder Faltungen verformbar sind. Das elektronische Gerät 600 der 6 bis 9 ist in 6 in einer nicht verformten Konfiguration und in den 7 bis 9 in einer vollständig verformten Konfiguration gezeigt. Insbesondere definiert die Geometrie des elektronischen Geräts 600 in 6 eine Ebene, wohingegen in den 7 bis 9 ein erster Gerätegehäuseteil 602 an einem zweiten Gerätegehäuseteil 603 anliegt.
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Wie zuvor hat das elektronische Gerät 600 wenigstens einen Bildgeber. In dem Ausführungsbeispiel der 6 bis 9 hat das elektronische Gerät 600 wenigstens einen Bildgeber 604, der auf einer ersten Seite 606 eines verformbaren Bereichs 608 des elektronischen Geräts 600 angeordnet ist, und wenigstens einen weiteren Bildgeber 605, der auf einer zweiten Seite 607 des verformbaren Bereichs 608 des elektronischen Geräts 600 angeordnet ist. In diesem Ausführungsbeispiel befinden sich der wenigstens eine Bildgeber 604 sowie der wenigstens eine weitere Bildgeber 605 unter der Anzeigeeinrichtung 610 des elektronischen Geräts 600.
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Wie in den 7 bis 9 gezeigt ist, definiert die Geometrie des elektronischen Geräts 600 in einer oder in mehreren Ausführungsformen eine Biegung 700, wobei sich wenigstens ein Bildgeber 604 an dem ersten Gerätegehäuseteil 602 befindet und auf einer ersten Seite der Biegung 700 positioniert ist und wobei sich der wenigstens eine weitere Bildgeber 605 an dem zweiten Gerätegehäuseteil 603 befindet und auf einer zweiten Seite der Biegung 700 positioniert ist. Das Ergebnis ist, dass ein Sichtfeld 801 des wenigstens einen Bildgebers 604 in eine Richtung orientiert ist, die einem weiteren Sichtfeld 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers 605 im Wesentlichen (und in diesem Beispiel exakt) entgegengesetzt ist.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen ist das Sichtfeld 801 des wenigstens einen Bildgebers 604 und das Sichtfeld 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers 605 jeweils ein Sichtfeld von 180 Grad. Dadurch können der wenigstens eine Bildgeber 604 und der wenigstens eine weitere Bildgeber 605 Panoramabilder von 360 Grad aufnehmen, wenn das elektronische Gerät 600 so verformt wird, dass der erste Gerätegehäuseteil 602, der den wenigstens einen Bildgeber 604 trägt, an den zweiten Gerätegehäuseteil 603, der den wenigstens einen weiteren Bildgeber 605 trägt, stößt und das Gesichtsfeld 801 und das weitere Gesichtsfeld 701 dabei im Wesentlichen in entgegengesetzte Richtungen orientiert sind. In anderen Ausführungsformen können eines oder beide der Sichtfelder 801 und 701 weniger als 180 betragen. In einigen Ausführungsformen können das Sichtfeld 801 und das weitere Sichtfeld 701 eingestellt werden, indem Linsen bewegt werden, die sich zwischen den Sensoren des wenigstens einen Bildgebers 604 und des wenigstens einen weiteren Bildgebers 605 und der Anzeigeeinrichtung 610 befinden.
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Das elektronische Gerät 600 enthält einen oder mehrere Sensoren (118), die wirksam sind zum Erkennen einer Geometrie des elektronischen Geräts 600. Außerdem enthält das elektronische Gerät 600 einen oder mehrere Prozessoren (108), die wirksam sind zum Kombinieren von wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber 604 aufgenommen wurde, und wenigstens einem weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber 605 aufgenommen wurde. Da das Sichtfeld 801 des wenigstens einen Bildgebers 604 im Wesentlichen in die dem Sichtfeld 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers 605 entgegengesetzte Richtung orientiert ist, können der eine oder die mehreren Prozessoren (108) in einer oder in mehreren Ausführungsformen zum Beispiel das von dem wenigstens einen Bildgeber 604 aufgenommene wenigstens eine Bild und wenigstens ein weiteres, von dem weiteren Bildgeber 605 aufgenommenes Bild in Abhängigkeit von dieser verformten Geometrie verarbeiten, indem sie das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild zu einem Panoramabild synthetisieren. Bei ausreichender Breite des Sichtfelds 801 des wenigstens einen Bildgebers 604 und des weiteren Sichtfelds 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers 605 ist ein Kompositbild möglich, das eine 360-Grad-Ansicht rund um das elektronische Gerät 600 bietet, ohne dass hierfür ein Dongle oder ein Zusatzgerät benötigt werden.
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Solchermaßen stellt das elektronische Gerät 600 der 6 bis 9 duale Bilderfassungseinrichtung bereit, bei der sich wenigstens ein Bildgeber 604 und wenigstens ein weiterer Bildgeber 605 unter einer Anzeigeeinrichtung 610 befinden. In einer oder in mehreren Ausführungsformen ist das Gerätegehäuse 601 derart biegbar, dass sich die Anzeigeeinrichtung 610 in einer nach außen weisenden Konfiguration biegt, bei der die Anzeigeeinrichtung 610 selbst dann sichtbar ist, wenn das Gerätegehäuse 601 vollständig umgebogen ist, so dass der erste Gerätegehäuseteil 602 und der zweite Gerätegehäuseteil 603 aneinander anliegen. Durch ein Arbeiten Hand in Hand mit dem Bilderfassungs-Analyse/Synthese-Manager 122 definieren der eine oder die mehreren Prozessoren (108) ein übergeordnetes logisches Bilderfassungssystem. Und zwar sind der eine oder die mehreren Prozessoren (108) in einer oder in mehreren Ausführungsformen in der Lage, wenigstens ein Bild, das mit dem wenigstens einen Bildgeber 604 aufgenommen wurde, und wenigstens ein weiteres Bild, das mit dem wenigstens einen weiteren Bildgeber 605 aufgenommen wurde, zusammenzufügen, zusammenzuführen, zu synthetisieren, zu konkatenieren bzw. zu verketten und übereinander zu legen.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen findet diese Verarbeitung des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes in Abhängigkeit von der Geometrie des elektronischen Geräts 600 statt. Es ist zum Beispiel zu beachten, dass der wenigstens eine Bildgeber 604 und der wenigstens eine weitere Bildgeber 605 relativ zu dem Verformungsbereich 608 symmetrisch angeordnet sind. Bei einer solchen Anordnung des wenigstens einen Bildgebers 604 und des wenigstens einen weiteren Bildgebers 605 bewirkt die vollständig gefaltete Konfiguration der 7 bis 9, dass die zentralen Achsen des Sichtfelds 801 und des weiteren Sichtfelds 701 kollinear sind. Anders ausgedrückt wird dadurch ermöglicht, dass das Sichtfeld 801 und das weitere Sichtfeld 701 auf den entgegengesetzten Seiten des elektronischen Geräts 600 liegen und dabei entlang derselben zentralen Achse zentriert sind.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen erkennen der eine oder die mehreren Sensoren (118) eine Geometrie des elektronischen Geräts 600. In einer oder in mehreren Ausführungsformen geben der eine oder die mehreren Sensoren (118), die die Geometrie des elektronischen Geräts 600 erkennen, diese Geometrie dem einen oder den mehreren Prozessoren (108) und dem Bilderfassungs-Analyse/Synthese-Manager (122) bekannt. In einer oder in mehreren Ausführungsformen verarbeiten der eine oder die mehreren Prozessoren (108) das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild in Abhängigkeit von der Geometrie des elektronischen Geräts 600, wie das nachstehend mit Bezug auf die 11 bis 22 näher erläutert wird.
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In 10 ist ein erklärendes Verfahren 1000 zur Verwendung des elektronischen Geräts (600) der 6 bis 9, des elektronischen Geräts (100) der 1 bis 5 oder von anderen elektronischen Geräten gezeigt, die gemäß Ausführungsformen der Erfindung konfiguriert sind. Das Verfahren 1000 löst in vorteilhafter Weise verschiedene Probleme, die mit Geräten des Stands der Technik verbunden sind. Zunächst beseitigt es die Notwendigkeit von externen Zusatzgeräten, die bei der Aufnahme von Panoramabildern an dem elektronischen Gerät angebracht werden müssen. Zweitens ermöglicht das Verfahren 1000, dass das elektronische Gerät dynamisch umschaltet von der Nutzung seiner Bilderfassungseinrichtungen als Standardbildgeber auf deren Nutzung als Panoramabildgeber oder Bildgeber einer anderen Art. Weiterhin stellt das Verfahren 1000 neue und einmalige Funktionen bereit, die es Nutzern, die mit Videokonferenzen oder mit der Erstellung von neuem Content befasst sind, ermöglicht, ihre Kreativität zu erweitern. Weiterer Nutzen und weitere Vorteile durch das Verfahren 1000 erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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Das Verfahren beginnt bei Schritt 1001. Hier wird eine Bilderfassungseinrichtung aktiviert, die mit wenigstens zwei Bilderfassungseinrichtungen arbeitet. In Schritt 1002 ermitteln einer oder mehrere Sensoren des elektronischen Geräts eine Geometrie des elektronischen Geräts.
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Bei Entscheidung 1003 wird ermittelt, ob eine Benutzereingabe empfangen wird, die einen Betriebsmodus für den wenigstens einen Bildgeber und den wenigstens einen weiteren Bildgeber des elektronischen Geräts definiert. Zum Beispiel kann ein Benutzer den wenigstens einen Bildgeber und den wenigstens einen weiteren Bildgeber für die Aufnahme eines „Selfie“ konfigurieren, indem er an einer Benutzerschnittstelle des elektronischen Geräts eine Benutzereingabe vornimmt. Alternativ kann der Benutzer wünschen, ein Bild durch Übereinanderlegen zu erstellen, wie das nachstehend mit Bezug auf 19 erläutert wird, und kann über die Benutzerschnittstelle eine Benutzereingabe vornehmen, die veranlasst, dass diese Konfiguration erfolgt. Wird eine solche Benutzereingabe empfangen, führt das Verfahren 1000 weiter zu Schritt 1005, in dem der Betriebsmodus durch die Benutzereingabe definiert wird.
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Wenn eine Benutzereingabe, die speziell einen Betriebsmodus definiert, nicht empfangen wird, führt das Verfahren 1000 zu Schritt 1004, in dem der Betriebsmodus des einen oder der mehreren Prozessoren, des wenigstens einen Bildgebers und des wenigstens einen weiteren Bildgebers durch die Geometrie des elektronischen Geräts bestimmt wird. Beispiele, in welcher Weise dies geschehen kann, sind nachstehend mit Bezug auf die 11 bis 15 beschrieben.
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Beträgt der Winkel der Biegung bei einer Verformung etwa 135 Grad und ist die Anzeigeeinrichtung entlang der konkaven Seite des elektronischen Geräts positioniert, führt Schritt 1004 in einer oder in mehreren Ausführungsformen dazu, dass der wenigstens eine und der wenigstens eine weitere Bildgeber in einem Portrait-Modus konfiguriert werden, in dem das Sichtfeld des wenigstens einen Bildgebers und das Sichtfeld des wenigstens einen weiteren Bildgebers einander teilweise überlappen. Dadurch können der eine oder die mehreren Prozessoren wenigstens ein Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber erfasst wurde, und wenigstens ein weiteres Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber erfasst wurde, synthetisieren, um kombinierte Portraits oder Selfies zu erstellen, indem ein größeres Sichtfeld verfügbar ist, das über das hinausgeht, was entweder der wenigstens eine Bildgeber oder der wenigstens eine weitere Bildgeber für sich allein erfassen könnten.
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Wenn der erste Gerätegehäuseteil und der zweite Gerätegehäuseteil des elektronischen Geräts im Wesentlichen eine Ebene definieren, kann Schritt 1004 in einer oder in mehreren Ausführungsformen zu einem Modus von vielfältigen Moden führen. Als Beispiel: In einer Ausführungsform veranlasst Schritt 1004, dass der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber Stereobilder erfassen. In einer weiteren Ausführungsform veranlasst Schritt 1004, dass der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber dreidimensionale Bilder erfassen. In einer noch weiteren Ausführungsform veranlasst Schritt 1004, dass der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber Tiefenscans von Objekten erfassen. In einer oder in mehreren Ausführungsformen kann der Benutzer durch eine entsprechende Eingabe in eine Benutzerschnittstelle des elektronischen Geräts unter diesen drei Optionen wählen.
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Wenn der Winkel der Biegung des Verformungsbereichs etwa 225 Grad beträgt und die Anzeigeeinrichtung entlang der konvexen Seite des elektronischen Geräts positioniert ist, führt Schritt 1004 in einer oder in mehreren Ausführungsformen dazu, dass der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber in einem Weitwinkel oder Landschaftsmodus konfiguriert werden. In einer oder in mehreren Ausführungsformen führt dies wiederum dazu, dass das Sichtfeld des wenigstens einen Bildgebers und das weitere Sichtfeld des wenigstens einen weiteren Bildgebers einander teilweise überlappen. Dadurch können der eine oder die mehreren Prozessoren wenigstens ein Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber erfasst wurde, und wenigstens ein weiteres Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber erfasst wurde, synthetisieren, um kombinierte Weitwinkel-Landschaftsaufnahmen mit einem größeren Sichtfeld zu erstellen, das über das hinausgeht, was entweder der wenigstens eine Bildgeber oder der wenigstens eine weitere Bildgeber jeweils für sich alleine erfassen könnten.
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Wenn der Winkel der Biegung des Verformungsbereichs etwa 270 Grad beträgt und die Anzeigeeinrichtung entlang der konvexen Seite des elektronischen Geräts positioniert ist, kann Schritt 1004 in einer oder in mehreren Ausführungsformen zu einem „Fusions“-Modus führen. Vorliegend führt der „Fusions“-Modus dazu, dass der eine oder die mehreren Prozessoren des elektronischen Geräts einen kombinatorischen Vorgang mit dem wenigstens einen Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber erfasst wurde, und dem wenigstens einen weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber erfasst wurde, durchführt. Diese kombinatorischen bzw. Kombinationsfunktionen können ein Übereinanderlegen, eine Konkatenation bzw. Verkettung, ein teilweises Übereinanderlegen und weitere kombinatorische Funktionen umfassen. Beispiele hierfür werden nachstehend mit Bezug auf die 18 bis 19 beschrieben.
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Wenn der Winkel der Biegung des Verformungsbereichs etwa 315 Grad beträgt und die Anzeigeeinrichtung entlang der konvexen Seite des elektronischen Geräts positioniert ist, führt Schritt 1004 in einer oder in mehreren Ausführungsformen dazu, dass der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber in einen von zwei Betriebsmoden gesetzt werden. Wenn eine Person das elektronische Gerät hält, führt Schritt 1004 dazu, dass das elektronische Gerät in einer oder in mehreren Ausführungsformen in einen Porträtmodus gesetzt wird. Ein Beispiel hierfür wird nachstehend mit Bezug auf 19 beschrieben. Ist das elektronische Gerät auf einer ebenen Fläche positioniert, so dass der Verformungsbereich nach oben orientiert ist, kann Schritt 1004 veranlassen, dass der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber in einer oder in mehreren Ausführungsformen in einen Multi-User-Videochatmodus wechseln. Ein diesbezügliches Beispiel wird nachstehend mit Bezug auf 20 beschrieben.
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Wenn das elektronische Gerät derart verformt wird, dass der auf einer Seite des Verformungsbereichs liegende erste Gerätegehäuseteil und der auf der einer zweiten Seite des Verformungsbereichs liegende zweite Gerätegehäuseteil aneinander anliegen, wie in den vorangehenden 7 bis 9 dargestellt, kann Schritt 1004 in einer oder in mehreren Ausführungsformen zu einer Vielzahl von Betriebsmoden führen. In einer Ausführungsform findet ein Fusionsmodus statt, in dem der wenigstens eine Bildgeber ein Bild von dem Benutzer erfasst, während der wenigstens eine weitere Bildgeber ein Bild erfasst, in dem abgebildet ist, was der Benutzer sieht. In diesem Modus also würde das kombinierte Bild abbilden, was der Benutzer sieht, und auch das Gesicht des Benutzers.
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Wenn der wenigstens eine Bildgeber ein Bild von einer Person und der wenigstens eine weitere Bildgeber ein Bild von einer weiteren Person erfasst, präsentiert der Fusionsvorgang in einer weiteren Ausführungsform beide Benutzer auf dem Bild. In einer noch weiteren Ausführungsform führt Schritt 1004 zu einem Panorama- oder Halbpanorama-Betriebsmodus, in welchem Bilder, die jeweils von dem wenigstens ein Bildgeber und von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber erfasst wurden, zu Halbpanorama- oder Panoramabildern synthetisiert werden können. In einer noch weiteren Ausführungsform führt Schritt 1004 dazu, dass der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber in einen Dual-Bildgeber-Videologging-Betriebsmodus gesetzt werden. In einer noch weiteren Ausführungsform führt Schritt 1004 dazu, dass der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber in einen kreativen Filmproduktions-Betriebsmodus gesetzt werden.
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In Schritt 1006 erfassen der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber jeweils wenigstens ein Bild und wenigstens ein weiteres Bild. In Schritt 1007 verarbeiten der eine oder die mehreren Prozessoren des elektronischen Geräts das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild. Wenn das Verfahren 1000 über Schritt 1005 fortgesetzt wird, erfolgt die in Schritt 1007 stattfindende Verarbeitung in Abhängigkeit von der an der Benutzerschnittstelle empfangenen Benutzereingabe. Wenn das Verfahren 1000 über Schritt 1004 fortgesetzt wurde, erfolgt die in Schritt 1007 stattfindende Verarbeitung in Abhängigkeit von der Geometrie des elektronischen Geräts. Sobald die Verarbeitung abgeschlossen ist, wird die Ausgabe - in einer oder mehreren Ausführungsformen ein zusammengesetztes Bild oder Video - in Schritt 1008 wiedergegeben.
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Die in Schritt 1007 stattfindende Verarbeitung kann in einer oder in mehreren Ausführungsformen optional auch in Abhängigkeit von einem Geräteorientierungs-Listener 1009 erfolgen. Der Geräteorientierungs-Listener 1009 ist ein logischer Algorithmus, der Eingaben von dem einen oder den mehreren Sensoren und von sonstigen Komponenten des elektronischen Geräts erhält, die helfen, einen Betriebsmodus automatisch und ohne notwendige Benutzereingabe zu ermitteln. Ein Beispiel: In einer oder in mehreren Ausführungsformen kann der Geräteorientierungs-Listener 1009 die Trägheitsbewegungseinheiten (wenn vorhanden) des elektronischen Geräts überprüfen, um festzustellen, ob der wenigstens eine Bildgeber und der wenigstens eine weitere Bildgeber nach unten auf den Benutzer zeigen, um ein höchst schmeichelhaftes Selfie aufzunehmen. Ist das nicht der Fall, können der eine oder die mehreren Prozessoren den Benutzer auffordern, das elektronische Gerät neu zu orientieren, um die Qualität des Selfie-Bildes zu verbessern. Der Geräteorientierungs-Listener 1009 kann auch überprüfen, ob der wenigstens eine Bildgeber oder der wenigstens eine weitere Bildgeber versehentlich von einer Hand des Benutzers verdeckt werden. Ist das der Fall, können der eine oder die mehreren Prozessoren des elektronischen Geräts den Benutzer auffordern, die Hand zu bewegen, und so weiter. Weitere Beispiele von Sensorinformationen, die durch den Geräteorientierungs-Listener 1009 verarbeitet werden können, erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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In den 11 bis 15, auf die nunmehr Bezug genommen wird, sind einige der vorstehend beschriebenen verschiedenen Betriebsmoden dargestellt. Es sollte beachtet werden, dass in den 11 bis 15 zwar bestimmte Beispiele dargestellt sind, die den bestimmten Geometrien des elektronischen Geräts entsprechen, dass aber der Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung erkennen wird, dass in vielen Ausführungsformen die Betriebsmoden, mit denen sich Kompositbilder erzielen lassen, z.B. Bilder mit erweitertem Sichtfeld, Halbpanoramabilder oder Panoramabilder, die durch Konkatenation, Übereinanderlegen oder andere Techniken erstellt werden, auf andere als die in dem speziellen Beispiel gezeigten Geometrien anwendbar sind. Während 13 zum Beispiel einen Multi-User-Videochat-Betriebsmodus in einer Zeltposition des elektronischen Geräts zeigt, könnte die Geometrie von 13 auch verwendet werden, um Fusionsbilder entsprechend dem mit Bezug auf 12 beschriebenen Beispiel zu erstellen, und so weiter.
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Beginnend mit 11 wird in diesem Beispiel das elektronische Gerät 600 so verformt, dass der erste Gerätegehäuseteil 602 an dem zweiten Gerätegehäuseteil 603 anliegt und die Anzeigeeinrichtung 610 an der Außenseite der Verformung positioniert ist. Dies wird als „360-Grad-Biegung“ bezeichnet. Wie vorstehend mit Bezug auf die 7 bis 9 ausgeführt wurde, führt dies dazu, dass ein Sichtfeld 801 von wenigstens einem Bildgeber (604) in eine Richtung orientiert ist, die einem weiteren Sichtfeld 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605) im Wesentlichen entgegengesetzt ist.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung das Synthetisieren wenigstens eines Bildes, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und wenigstens eines weiteren Bildes, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, zu einem Panoramabild. In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung, dass wenigstens ein Teil des wenigstens einen Bildes, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und wenigstens ein Teil des wenigstens einen weiteren Bildes, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, übereinandergelegt werden.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung das Synthetisieren wenigstens eines Bildes, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und wenigstens eines weiteren Bildes, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, zu einem Video-Logging-Kompositbild von zwei Bildgebern. In noch weiteren Ausführungsformen, umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung das Durchführen eines Fusionsvorgangs an wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und an dem wenigstens einen weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde. Beispiele hierfür werden nachstehend mit Bezug auf 21 beschrieben.
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In einer weiteren Ausführungsform umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung das Durchführen eines Konkatenationsvorgangs an wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und an wenigstens einem weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, wobei die Bilder sowohl einen Benutzer als auch das zeigen, was der Benutzer sieht. In einer noch weiteren Ausführungsform, umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung einen kombinatorischen Vorgang an wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und an wenigstens einem weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, um Halbpanorama- oder Panoramabilder zu erstellen. In einer noch weiteren Ausführungsform umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung das Durchführen eines Fusionsvorgangs an wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und an wenigstens einem weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, wodurch das elektronische Gerät in einen Betriebsmodus für eine kreative Filmerstellung gesetzt wird. Diese Beispiele der Verarbeitung, die in Schritt 1007 stattfinden kann, wenn sich das elektronische Gerät 600 in einem 360-Grad-Faltzustand befindet, dienen lediglich der Darstellung. Weitere Beispiele erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung. In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst das Kompositbild, das das Ergebnis von Schritt 1007 ist, wenn das elektronische Gerät 600 die in 11 gezeigte Geometrie aufweist, zumindest eine Halbpanorama-Konkatenation bzw. -Verkettung des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes.
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In 12 ist ein elektronisches Gerät 600 gezeigt, das in einer „315-Grad-Faltung“ orientiert ist, bei der ein erster Gerätegehäuseteil 602 im Wesentlichen orthogonal zu dem zweiten Gerätegehäuseteil 603 ist. Das Ergebnis ist eine Orientierung des ersten Gerätegehäuseteils 602 im Wesentlichen orthogonal zu dem zweiten Gerätegehäuseteil 603. Die Anzeigeeinrichtung 610 ist auf der konvexen Seite des elektronischen Geräts 600 positioniert, was dazu führt, dass ein Sichtfeld 801 des wenigstens einen Bildgebers (604) im Wesentlichen orthogonal zu einem weiteren Sichtfeld 701 wenigstens eines weiteren Bildgebers (605) orientiert ist.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung, dass zumindest ein Teil von wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, über zumindest einen Teil von wenigstens einem weiteren Bild gelegt wird, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde. In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung, dass die Gesamtheit von wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, über die Gesamtheit von wenigstens einem weiteren Bild gelegt wird, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde.
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Die in 12 gezeigte Orientierung des elektronischen Geräts 600 ist die Orientierung, die das elektronische Gerät 600 aufweisen könnte, wenn eine Person das elektronische Gerät 600 in ihrer Hand hielte. In der Ausführungsform, die in 13 gezeigt ist, wurde das elektronische Gerät 600 dagegen in die Zeltform gebracht, die vorangehend mit Bezug auf 4 beschrieben wurde. In einer oder in mehreren Ausführungsformen können ein oder mehrere Sensoren des elektronischen Geräts 600 erkennen, dass der Verformungsbereich 608 einen Scheitel des elektronischen Geräts 600 relativ zur Schwerkraftrichtung 121 definiert. Wenn dies der Fall ist, umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung, dass wenigstens ein Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wird, und wenigstens ein weiteres Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wird, in einem Videokonferenzmodus verwendet werden. Ein Beispiel hierfür ist nachstehend mit Bezug auf 20 gezeigt.
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In 14, auf die nunmehr Bezug genommen wird, ist das elektronische Gerät 600 mit einer Positionierung des ersten Gerätegehäuseteils 602 und des zweiten Gerätegehäuseteils 603 in einer „180-Grad“-Biegung gezeigt. Mit dieser Geometrie definieren der erste Gerätegehäuseteil 602 und der zweite Gerätegehäuseteil 603 eine Ebene. Dies führt dazu, dass ein Sichtfeld 801 von wenigstens einem Bildgeber (604) im Wesentlichen parallel zu einem weiteren Sichtfeld 701 von wenigstens einem weiteren Bildgeber (605) orientiert ist.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen kann die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung in mehreren Formen erfolgen, wenn das elektronische Gerät 600 diese Geometrie aufweist. In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung zum Beispiel das Synthetisieren von wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und von wenigstens einem weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, um ein dreidimensionales Bild zu erstellen. In einer weiteren Ausführungsform umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung das Synthetisieren von wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und von wenigstens einen weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, um eine Tiefenkarte zu erstellen. In einer noch weiteren Ausführungsform umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung das Synthetisieren von wenigstens einem Bild, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und von wenigstens einem weiteren Bild, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, um ein Stereobild zu erstellen.
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Es wird nunmehr auf 15 Bezug genommen, in der das elektronische Gerät 600 in einer konkaven Biegung ausgerichtet ist, wobei ein erster Gerätegehäuseteil 602 und ein zweiter Gerätegehäuseteil 603 einen nichtorthogonalen Winkel definieren. Die Anzeigeeinrichtung 610 ist auf der konkaven Seite des elektronischen Geräts 600 positioniert, was dazu führt, dass sich ein Sichtfeld 801 von wenigstens einem Bildgeber (604) und ein weiteres Sichtfeld 701 von wenigstens einem weiteren Bildgeber (605) distal von dem nichtorthogonalen Winkel erstrecken, der von dem ersten Gerätegehäuseteil 602 und dem zweiten Gerätegehäuseteil 603 definiert wird.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen umfasst die in Schritt 1007 des Verfahrens (1000) von 10 stattfindende Verarbeitung, dass zumindest ein Teil des wenigstens einen, von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfassten Bildes über wenigstens einen Teil des wenigstens einen weiteren, von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfassten Bildes gelegt wird. Die Geometrie von 15 kann zum Beispiel für ein „super Selfie“ verwendet werden, bei welchem das wenigstens eine, von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasste Bild und das wenigstens eine weitere, von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasste Bild einander derart überlappen, dass das durch die Überlagerung entstehende Bild durch ein breiteres Sichtfeld als jenes des wenigstens ersten Bildgebers (604) oder jenes des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605) definiert wird.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen ist das Maß der Überlagerung des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes eine Funktion des Winkels der Biegung. Zum Beispiel beträgt der Winkel zwischen dem ersten Gerätegehäuseteil 602 und dem zweiten Gerätegehäuseteil 603 in 15 etwa 150 Grad. Dementsprechend kann der Teil des wenigstens einen Bildes, der über den Teil des wenigstens einen weiteren Bildes gelegt wird, abhängig von diesem Winkel sein. In einer oder in mehreren Ausführungsformen können anstelle eines Übereinanderlegens von Teilen nichtüberlappende Teile des wenigstens einen Bildes oder des wenigstens einen weiteren Bildes an überlappende Teile des jeweils anderen wenigstens einen Bildes oder wenigstens einen weiteren Bildes angefügt werden.
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Beispiele dieser Verarbeitungsmechanismen sind in den 16 bis 21 gezeigt. Es wird mit 16 begonnen. Hier ist ein Benutzer 1600 gezeigt, der ein elektronisches Gerät 600 hält, wobei das elektronische Gerät 600 die Geometrie aufweist, die in 15 gezeigt ist. Insbesondere ist das elektronische Gerät 600 in einer konkaven Biegung orientiert bzw. ausgerichtet, wobei ein erster Gerätegehäuseteil 602 und ein zweiter Gerätegehäuseteil 603 einen nichtorthogonalen Winkel bilden. Die Anzeigeeinrichtung 610 befindet sich auf der konkaven Seite des elektronischen Geräts 600, wodurch sich ein Sichtfeld 801 von wenigstens einem Bildgeber (604) und ein weiteres Sichtfeld 701 von wenigstens einem weiteren Bildgeber (605) ergibt, das sich distal von dem durch den ersten Gerätegehäuseteil 602 und den zweiten Gerätegehäuseteil 603 definierten nichtorthogonalen Winkel erstreckt.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen erkennen der eine oder die mehreren Sensoren (118) des elektronischen Geräts 600 den Biegevorgang, den der Benutzer 1600 durchgeführt hat, um das elektronische Gerät 600 mit einer Biegung derart zu verformen, dass der wenigstens eine Bildgeber (604) auf einer Seite und der wenigstens eine weitere Bildgeber (605) auf der anderen Seite der Biegung liegt. Der wenigstens eine Bildgeber (604) erfasst dann wenigstens ein Bild 1601, während der wenigstens eine weitere Bildgeber (605) ein weiteres Bild 1602 erfasst.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen synthetisieren der eine oder die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts anschließend das wenigstens eine Bild 1601 und das wenigstens eine weitere Bild 1602 in Abhängigkeit von dem Winkel der Biegung, um ein Kompositbild 1603 zu erstellen. Wie in 16 gezeigt ist, ist das Sichtfeld des Kompositbildes 1603 wegen der teilweisen Überlappung des Sichtfelds 801 des wenigstens einen Bildgebers (604) und des weiteren Sichtfelds 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605) größer als das Sichtfeld des wenigstens einen Bildes 1601 oder des wenigstens einen weiteren Bildes 1602. Diese Überlappung wird durch den Winkel der Biegung definiert. Dementsprechend bedeutet eine geringere Biegung eine geringere Überlappung, und eine größere Biegung bedeutet eine größere Überlappung.
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Wie dargestellt ist, ermöglicht dies dem Benutzer 1600 die Aufnahme eines „super Selfie“, wobei sich das wenigstens eine Bild 1601 und das wenigstens eine weitere Bild 1602 entweder teilweise überlappen oder konkateniert bzw. verkettet sind, um ein erweitertes Bild mit einem breiteren Sichtfeld zu erstellen. In einer oder in mehreren Ausführungsformen legt der eine oder legen die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts zumindest einen Teil des wenigstens einen, von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfassten Bildes 1601 über wenigstens einen Teil des wenigstens einen weiteren, von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfassten Bildes 1602, um das Kompositbild 1603 zu erstellen.
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In 17 dagegen, auf die nunmehr Bezug genommen wird, ist der Benutzer 1600 dargestellt, der das elektronische Gerät 600 hält, wobei der erste Gerätegehäuseteil 602 und der zweite Gerätegehäuseteil 603 in einem größeren Winkel gebogen sind. Insbesondere ist das elektronische Gerät 600 in einer konvexen Biegung orientiert, wobei ein erster Gerätegehäuseteil 602 und der zweite Gerätegehäuseteil 603 einen nichtorthogonalen Winkel definieren. Die Anzeigeeinrichtung 610 ist auf der konvexen Seite des elektronischen Geräts 600 positioniert, was dazu führt, dass sich ein Sichtfeld 801 des wenigstens einen Bildgebers (604) und ein weiteres Sichtfeld 701 wenigstens eines weiteren Bildgebers (605) sich distal von der konvexen Seite des nichtorthogonalen Winkels erstrecken, der durch den ersten Gerätegehäuseteil 602 und den zweiten Gerätgehäuseteil 603 definiert wird.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen erkennen der eine oder die mehreren Sensoren (118) des elektronischen Geräts 600 den Biegevorgang, den der Benutzer 1600 durchgeführt hat, um das elektronische Gerät 600 mit einer Biegung derart zu verformen, dass der wenigstens eine Bildgeber (604) auf einer Seite und der wenigstens eine weitere Bildgeber (605) auf der anderen Seite der Biegung liegt. Der wenigstens eine Bildgeber (604) erfasst dann wenigstens ein Bild 1701, während der wenigstens eine weitere Bildgeber (605) ein weiteres Bild 1702 erfasst.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen synthetisieren der eine oder die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts anschließend das wenigstens eine Bild 1701 und das wenigstens eine weitere Bild 1702 in Abhängigkeit von dem Winkel der Biegung, um ein Kompositbild 1703 zu erstellen. Wie in 17 gezeigt ist, ist das Sichtfeld des Kompositbildes 1703 größer als jenes des Kompositbildes (1603) von 16, da der in Richtung auf den Benutzer 1600 orientierte Winkel nicht konkav, sondern konvex ist. Darüber hinaus ist das Sichtfeld des Kompositbildes 1703 wegen der geringeren Teilüberlappung des Gesichtsfelds 801 des wenigstens einen Bildgebers (604) und des weiteren Gesichtsfelds 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605) größer als das Gesichtsfeld von entweder dem wenigstens einen Bild 1601 oder von dem wenigstens einen weiteren Bild 1602. Diese Überlappung ist wieder von dem Winkel der Biegung definiert.
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Wie dargestellt ist, ermöglicht dies dem Benutzer 1600, ein „mega Selfie“ aufzunehmen, wobei das wenigstens eine Bild 1701 und das wenigstens eine weitere Bild 1702 einander zumindest teilweise überlappen oder konkateniert bzw. miteinander verkettet werden, um ein erweitertes Bild mit einem breiteren Sichtfeld zu erstellen. Dadurch kann das Kompositbild 1703 nicht nur den Benutzer 1600 zeigen, sondern auch den hohen Baum hinter dem Benutzer 1600. In einer oder in mehreren Ausführungsformen legt der eine oder legen die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts zumindest einen Teil des wenigstens einen, von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfassten Bildes 1601 über wenigstens einen Teil des wenigstens einen weiteren, von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfassten Bildes 1602, um das Kompositbild 1603 zu erstellen. In einer oder in mehreren Ausführungsformen können anstelle eines Übereinanderlegens von Teilen nichtüberlappende Teile des wenigstens einen Bildes 1701 oder des wenigstens einen weiteren Bildes 1702 auch an überlappende Teile des jeweils anderen wenigstens einen Bildes 1701 oder wenigstens einen weiteren Bildes 1702 angefügt werden.
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In 18 ist ein ähnlicher Effekt des Erweiterns des Gesamtsichtfelds durch ein Verformen des elektronischen Geräts 600 zu sehen. In 18 möchte ein Benutzer 1600 eines elektronischen Geräts 1800, das gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung konfiguriert ist, eine Szene 1801 aufnehmen, in der zwei Freunde an einem langen Konferenztisch sitzen. Das elektronische Gerät 1800 hat zwischen einem ersten Gerätegehäuse und einem zweiten Gerätegehäuse ein Scharnier, um welches das erste Gerätegehäuse relativ zu dem zweiten Gerätegehäuse schwenkbar ist. Das elektronische Gerät 1800 hat wenigstens einen Bildgeber 1802, der von dem ersten Gerätegehäuse getragen wird, und wenigstens einen weiteren Bildgeber 1803, der von dem zweiten Gerätegehäuse getragen wird.
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Eine Anzeigeeinrichtung ist dem Benutzer zugewandt, und der wenigstens eine Bildgeber 1802 und der wenigstens eine weitere Bildgeber 1803 sind jeweils an den Hauptflächen des ersten Gerätegehäuses und des zweiten Gerätegehäuses gegenüber den die Anzeigeeinrichtung tragenden Hauptflächen (die die dem Konferenztisch zugewandte und dem Benutzer 1600 abgewandte Seite des elektronischen Geräts 1800) positioniert. Sofern vorhanden, kann diese zweite Anzeigeeinrichtung entweder eine das Scharnier überspannende flexible Anzeigeeinrichtung sein (ähnlich wie die Anzeigeeinrichtung (610) in den 6 bis 9) oder alternativ zwei Anzeigeeinrichtungen, von denen eine erste Anzeigeeinrichtung von dem ersten Gerätegehäuse und eine zweite Anzeigevorrichtung von dem zweiten Gerätegehäuse gestützt wird, wobei der wenigstens eine Bildgeber 1802 entweder unter der ersten Anzeigeeinrichtung oder neben der ersten Anzeigeeinrichtung positioniert ist und wobei der wenigstens eine weitere Bildgeber 1803 entweder unter der zweiten Anzeigeeinrichtung oder neben der zweiten Anzeigeeinrichtung positioniert ist. Alternativ könnte eine nach außen weisende Anzeigeeinrichtung entweder an dem ersten Gerätegehäuse oder an dem zweiten Gerätegehäuse positioniert sein, wobei der entsprechende Bildgeber unter dieser Anzeigeeinrichtung oder neben dieser Anzeigeeinrichtung positioniert ist und wobei der weitere Bildgeber einfach von einer Fläche des weiteren Gerätegehäuses gestützt wird. Andere Konfiguration für das elektronische Gerät 1800 erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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In 18 befinden sich die Freunde angesichts der Entfernung zwischen dem Benutzer 1600 und der Szene 1801 außerhalb des Sichtfeldes eines einzigen Bildgebers, zum Beispiel des wenigstens einen Bildgebers 1802 oder des wenigstens einen weiteren Bildgebers 1803. Da aber das elektronische Gerät 1800 gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung konfiguriert ist, kann der Benutzer 1600 die Aufnahme der Szene 1801 schnell, intuitiv und spielend einfangen.
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Dazu führt der Benutzer 1600 ganz einfach einen Biegevorgang durch, in dem er das erste Gerätegehäuse um das Scharnier relativ zu dem zweiten Gerätegehäuse biegt, so dass das Sichtfeld 1804 des wenigstens einen Bildgebers 1802 von dem weiteren Sichtfeld 1805 des wenigstens einen weiteren Bildgebers 1803 divergiert. Da in diesem Beispiel jedes Sichtfeld 1804, 1805 einen Winkel zwischen 135 Grad und 180 Grad aufweist, ermöglicht die in 18 gezeigte Biegung, dass diese Sichtfelder 1804, 1805 divergieren, aber sich dennoch teilweise überlappen.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen erkennen der eine oder die mehreren Sensoren des elektronischen Geräts 1800 den Biegevorgang und ändern die Betriebsmoden des wenigstens einen Bildgebers 1802 und des wenigstens einen weiteren Bildgebers 1803. Und zwar können einer oder mehrere Prozessoren, die in dem elektronischen Gerät 1800 arbeiten, das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild auf überlappenden Inhalt analysieren, wenn der wenigstens eine Bildgeber 1802 und der wenigstens eine weitere Bildgeber 1803 jeweils wenigstens ein Bild 1806 und wenigstens ein weiteres Bild 1807 erfassen, um zu ermitteln, in welchem Maß sich das Sichtfeld 1804 des wenigstens einen Bildgebers 1802 und das Sichtfeld 1805 des wenigstens einen weiteren Bildgebers 1803 überlappen.
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Mit Kenntnis dieser Überlappung synthetisieren der eine oder die mehreren Prozessoren des elektronischen Geräts 1800 in einer oder in mehreren Ausführungsformen anschließend das wenigstens eine Bild 1806 und das wenigstens eine weitere Bild 1807 in Abhängigkeit von der Überlappung des Sichtfelds 1804 und des weiteren Sichtfelds 1805, um ein Kompositbild 1808 zu erstellen. Wie in 18 gezeigt ist, bestätigt die Tatsache, dass die gesamte Szene 1801 in dem Kompositbild 1808 erscheint, dass das Sichtfeld des Kompositbildes 1808 größer ist als das Sichtfeld des wenigstens einen Bildes 1806 oder des wenigstens einen weiteren Bildes 1807.
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Wie dargestellt ist, ermöglicht dies dem Benutzer 1600 die Aufnahme eines Halbpanoramabildes. Der eine oder die mehreren Prozessoren des elektronischen Geräts 1800 erstellen dieses Halbpanoramabild entweder durch teilweises Überlappen des wenigstens einen Bildes 1806 und des wenigstens einen weiteren Bildes 1807 oder durch Konkatenieren bzw. Verketten der Bilder miteinander, um die kombinierten Sichtfelder der Bildgeber zu einem Halbpanorama-Sichtfeld zu erweitern. In einer oder in mehreren Ausführungsformen legt der eine oder legen die mehreren Prozessoren des elektronischen Geräts 1800 zumindest einen Teil des wenigstens einen Bildes 1806, das von dem wenigstens einen Bildgeber 1802 erfasst wurde, über zumindest einen Teil des wenigstens einen weiteren Bildes 1807, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber 1803 erfasst wurde, um das Kompositbild 1808 zu erstellen.
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In 19, auf die nunmehr Bezug genommen wird, ist ein Beispiel dargestellt, in welchem der eine oder die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts 600 einen Fusionsvorgang durchführen. Der hier abgebildete Benutzer 1600 hält das elektronische Gerät 600, dessen erster Gerätegehäuseteil 602 und zweiter Gerätegehäuseteil 603 so gebogen sind, dass sie einen im Wesentlichen orthogonalen Winkel bilden. Insbesondere ist das elektronische Gerät 600 in einer konvexen Biegung orientiert, bei der ein erster Gerätegehäuseteil 602 und der zweite Gerätegehäuseteil 603 einen orthogonalen Winkel definieren. Die Anzeigeeinrichtung 610 befindet sich auf der konvexen Seite des elektronischen Geräts 600, mit dem Ergebnis, dass das Sichtfeld 801 des wenigstens einen Bildgebers (604) im Wesentlichen orthogonal zu dem weiteren Sichtfeld 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605) orientiert ist.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen erkennen der eine oder die mehreren Sensoren (118) des elektronischen Geräts 600 den Biegevorgang, den der Benutzer 1600 durchgeführt hat, um das elektronische Gerät 600 so zu verformen, dass sich der wenigstens eine Bildgeber (604) auf der einen Seite der Biegung und der wenigstens eine weitere Bildgeber (605) auf der anderen Seite der Biegung befindet. In einer oder in mehreren Ausführungsformen ändern der eine oder die mehreren Prozessoren (108) anschließend den Betriebsmodus des wenigstens einen Bildgebers (604) und des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605) in Abhängigkeit von dieser neuen Geometrie.
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In 19 erfasst dann der wenigstens eine Bildgeber (604) wenigstens ein Bild, während der wenigstens eine weitere Bildgeber (605) wenigstens ein weiteres Bild erfasst. Da das elektronische Gerät 1800 so gebogen ist, dass der erste Gerätegehäuseteil 602 und der zweite Gerätegehäuseteil 603 einen im Wesentlichen orthogonalen Winkel definieren, führt dies zu dem Ergebnis, dass in dem wenigstens einen Bild Sterne über dem Kopf des Benutzers 1600 abgebildet sind, in dem wenigstens einen weiteren Bild hingegen der Benutzer 1600 abgebildet ist.
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In einer oder in mehreren Ausführungsformen synthetisieren der eine oder mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts anschließend das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild in Abhängigkeit von der Geometrie des elektronischen Geräts 600. Hier beinhaltet die Synthese einen Fusionsvorgang, der Teile des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes kombiniert. Wie gezeigt ist, extrahiert das Kompositbild 1901 Teile des wenigstens einen Bildes - hier die Abbildung des Benutzers - und verschmilzt diese mit Teilen, die aus dem wenigstens einen weiteren Bild extrahiert wurden - hier der Himmel und die Sterne. Daher zeigt das Kompositbild 1901 nach der Fusion bzw. Verschmelzung den zwischen den Sternen am Himmel schwebenden Benutzer. Solche optischen Illusionen würden gewöhnlich teures Computer-Equipment, viele Bearbeitungsstunden und fortgeschrittene Kenntnisse der Fotobearbeitungssoftware erfordern. In 19 dagegen ist alles, was der Benutzer 1600 tun muss, das elektronische Gerät 600 zu einem orthogonalen Winkel zu biegen, wobei der wenigstens eine Bildgeber (604) und der wenigstens eine weitere Bildgeber (605) von der konvexen Seite des elektronischen Geräts 600 nach außen orientiert sind. Den Rest erledigen der eine oder die mehreren Prozessoren (108) automatisch, indem sie den Fusionsvorgang automatisch durchführen. Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung bieten Inhaltserstellern, wie zum Beispiel dem Benutzer 1600, auf vorteilhafte Weise die Möglichkeit, ihre Kreativität zu zeigen, indem sie tolle neue Funktionen wie jene nutzen, die durch Ausführungsformen der Erfindung bereitgestellt werden und vorliegend mit Bezug auf 19 beschrieben sind.
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In 20 ist ein weiterer Betriebsmodus des elektronischen Geräts 600 dargestellt, und zwar ein Videokonferenz-Betriebsmodus. Wie gezeigt ist, wurde das elektronische Gerät 600 durch Biegen in eine Zeltposition gebracht, in der der erste Gerätegehäuseteil 602 und der zweite Gerätegehäuseteil 603 mit ihrem jeweiligen Ende auf einem Tisch platziert sind und die Zeltspitze nach oben zeigt. In einer oder in mehreren Ausführungsformen erkennen der eine oder die mehreren Sensoren (118) des elektronischen Geräts 600 nicht nur diese Geometrie, sondern auch die Schwerkraftrichtung 121, die vom Scheitelpunkt der Zeltfaltung des elektronischen Geräts 600 und zwischen den Enden des ersten Gerätegehäuseteils 602 und des zweiten Gerätegehäuseteils 603 nach unten verläuft. Dementsprechend nutzen der eine oder die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts 600 diese Information zum Ändern des Betriebsmodus des wenigstens einen Bildgebers (604) und des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605).
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Da der wenigstens eine Bildgeber (604) in einer oder in mehreren Ausführungsformen auf einer ersten Seite der Biegung und der wenigstens eine weitere Bildgeber (605) auf einer zweiten Seite der Biegung angeordnet ist, wenn sich das elektronische Gerät 600 in dieser Zeltstellung befindet, überführen der eine oder die mehreren Prozessoren (108) den wenigstens einen Bildgeber (604) und den wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) in einen Videokonferenz-Betriebsmodus, in dem der wenigstens eine Bildgeber (604) ein Video von einer ersten Person im Sichtfeld 701 des wenigstens einen Bildgebers (604) und ein Video von einer zweiten Person in einem weiteren Sichtfeld 801 des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605) aufnimmt. Dieses Videokonferenz-Video jeder Person kann zur Einbindung in eine Videokonferenz über ein Netzwerk übertragen werden.
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In 21 sind weitere Beispiele eines Fusionsvorgangs dargestellt, der mit Benutzung eines elektronischen Geräts 600, das gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung konfiguriert ist, stattfinden kann. Wie gezeigt ist, hat der Benutzer 1600 an dem elektronischen Gerät 600 eine Biegung um 360 Grad ausgeführt, so dass der erste Gerätegehäuseteil 602 an dem zweiten Gerätegehäuseteil 603 anliegt und die Anzeigeeinrichtung 610 an der Außenseite der Verformung positioniert ist. Das Ergebnis ist, dass ein Sichtfeld 801 wenigstens eines Bildgebers (604) in eine Richtung orientiert ist, die einem weiteren Sichtfeld 701 des wenigstens einen weiteren Bildgebers (605) im Wesentlichen entgegengesetzt ist.
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In diesem Beispiel erfasst das Sichtfeld 701 des wenigstens einen Bildgebers (605) Bilder von dem Benutzer 1600, während das andere Sichtfeld 801 des wenigstens einen weiteren Bildgebers (604) Bilder von der Freundin des Benutzers erfasst. Der Benutzer 1600 steht vor einem Baum, während seine Freundin vor „Buster's Chicken Stand“ steht - einem sehr beliebten Restaurant am Ort. Einer oder mehrere Sensoren (118) des elektronischen Geräts 600 erkennen nicht nur die Geometrie des elektronischen Geräts in diesem Beispiel, sondern auch den Inhalt des wenigstens einen Bildes 2101, das von dem wenigstens einen Bildgeber (604) erfasst wurde, und des wenigstens einen weiteren Bildes 2102, das von dem wenigstens einen weiteren Bildgeber (605) erfasst wurde, um einen Fusionsvorgang an den Bildern durchzuführen. Dieser Fusionsvorgang kann verschiedene Formen annehmen.
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Wie in 21 dargestellt ist, zeigt das wenigstens eine Bild 2101 den Benutzer 1600 und den Baum. Ähnlich zeigt das wenigstens eine weitere Bild 2102 die Freundin und „Buster's Chicken Stand“. In einer oder in mehreren Ausführungsformen transformieren und projizieren der eine oder die mehreren Prozessoren (108) des elektronischen Geräts 600 das wenigstens eine Bild 2102 oder das wenigstens eine weitere Bild 2102 oder beide, wählen Teile des wenigstens einen Bildes 2101 und des wenigstens einen weiteren Bildes 2102 und deduplizieren redundante und/oder überlappende Teile des wenigstens einen Bildes 2101 und des wenigstens einen weiteren Bildes 2102, um die Fusionsansicht zu erstellen, die in dem resultierenden Kompositbild abgebildet ist.
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In einer oder in mehreren Ausführungformen enthält die Fusionsansicht des Kompositbildes Hintergrundelemente aus einem Bild und Vordergrundelemente aus dem weiteren Bild. Zum Beispiel enthält das Kompositbild 2103 den Benutzer (Vordergrund des wenigstens einen Bildes 2101) und „Buster's Chicken Stand“ (Hintergrund des wenigstens einen weiteren Bildes 2102). In einer weiteren Ausführungsform enthält das Kompositbild 2104 die Freundin (Vordergrund des wenigstens einen weiteren Bildes 2102) und den Baum (Hintergrund des wenigstens einen Bildes 2101).
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In einer noch weiteren Ausführungsform enthält das Kompositbild 2104 Elemente des Vordergrunds des wenigstens einen Bildes 2101 wie auch des wenigstens einen weiteren Bildes 2102 und des Hintergrunds des wenigstens einen Bildes 2101. Dadurch enthält das Kompositbild 2105 in einer Ausführungsform den Benutzer und die Freundin, die vor dem Baum stehen. Es könnte auch die entgegengesetzte Fusion erfolgen, bei der dann der Benutzer und die Freundin vor „Buster's Chicken Stand“ stehend in dem Kompositbild 2106 abgebildet sind. Selbstverständlich könnte eine Kombination dieser Effekte genutzt werden, um ein Super-Mashup-Fusionsbild zu erstellen, das den Benutzer und die Freundin sowohl vor dem Baum als vor „Buster's Chicken Stand“ stehend abbildet. Diese Kombinationen, die in Fusionsbildern erfolgen, sind lediglich beispielhaft. Weitere Kombinationen erschließen sich dem Fachmann auf der Grundlage der vorliegenden Beschreibung.
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In 22 sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung gezeigt. Die Ausführungsformen von 22 sind in dieser Figur als beschriftete Felder gezeigt, da die einzelnen Komponenten dieser Ausführungsformen in den 22 vorangehenden 1 bis 21 bereits im Detail dargestellt wurden, so dass eine Wiederholung an dieser Stelle nicht mehr notwendig ist, um die Ausführungsformen zu verstehen, weshalb die Ausführungsformen als beschriftete Felder gezeigt sind.
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Bei 2201 umfasst ein Verfahren bei einem elektronischen Gerät das Erkennen einer Geometrie eines verformbaren elektronischen Geräts mit wenigstens zwei Bildgebern mittels eines oder mehrerer Sensoren. Bei 2201 umfasst das Verfahren das Erfassen wenigstens eines Bildes mit wenigstens einem Bildgeber und wenigstens eines weiteren Bildes mit wenigstens einem weiteren Bildgeber. Bei 2201 umfasst das Verfahren das Verarbeiten des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes in Abhängigkeit von der Geometrie des verformbaren elektronischen Geräts mit einem oder mehreren Prozessoren.
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Bei 2202 definiert die Geometrie des verformbaren elektronischen Geräts 2201 eine Biegung, wobei der sich an einem ersten Gerätegehäuseteil befindende wenigstens eine Bildgeber auf einer ersten Seite der Biegung und der sich an einem zweiten Gerätegehäuseteil befindende wenigstens eine weitere Bildgeber auf einer zweiten Seite der Biegung positioniert sind. Bei 2203 liegt das erste Gerätegehäuse von 2202 an dem zweiten Gerätegehäuseteil an, so dass ein Sichtfeld des wenigstens einen Bildgebers in eine Richtung orientiert ist, die einem weiteren Sichtfeld des wenigstens einen weiteren Bildgebers im Wesentlichen entgegengesetzt ist.
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Bei 2204 umfasst die Verarbeitung 2203 das Synthetisieren des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes zu einem Panoramabild. Bei 2205 umfasst die Verarbeitung 2203 das Überlagern wenigstens eines Teils des wenigstens einen weiteren Bildes mit wenigstens einem Teil des wenigstens einen Bildes.
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Bei 2206 ist das erste Gerätegehäuse von 2202 im Wesentlichen orthogonal zu dem zweiten Gerätegehäuse orientiert, so dass das Sichtfeld des wenigstens einen Bildgebers im Wesentlichen orthogonal zu dem weiteren Sichtfeld des wenigstens einen weiteren Bildgebers orientiert ist. Bei 2207 umfasst die Verarbeitung von 2206 das Überlagern zumindest eines Teils des wenigstens einen weiteren Bildes mit wenigstens einem Teil des wenigstens einen Bildes.
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Bei 2208 definieren das erste Gerätegehäuse von 2202 und der zweite Gerätegehäuseteil einen nichtorthogonalen Winkel, wobei sich ein Sichtfeld des wenigstens einen Bildgebers und ein weiteres Sichtfeld des wenigstens einen weiteren Bildgebers distal von dem nichtorthogonalen Winkel erstrecken. Bei 2209 umfasst die Verarbeitung von 2208 das Überlagern wenigstens eines Teils des wenigstens einen weiteren Bildes mit wenigstens einem Teil des wenigstens einen Bildes.
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Bei 2201 definiert die Geometrie des verformbaren elektronischen Geräts von 2202 eine Ebene, wobei ein Sichtfeld des wenigstens einen Bildgebers im Wesentlichen parallel zu einem weiteren Sichtfeld des wenigstens einen weiteren Bildgebers orientiert ist. Bei 2211 umfasst die Verarbeitung von 2210 das Synthetisieren des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes zum Erstellen eines dreidimensionalen Bildes.
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Bei 2212 umfasst die Verarbeitung von 2210 das Synthetisieren des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes zum Erstellen einer Tiefenkarte. Bei 2213 umfasst die Verarbeitung von 2210 das Synthetisieren des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes zum Erstellen eines Stereobildes.
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Bei 2214 hat ein verformbares elektronisches Gerät einen oder mehrere Sensoren, die eine Geometrie des elektronischen Geräts erkennen. Bei 2214 hat das elektronische Gerät wenigstens einen Bildgeber, der auf einer ersten Seite eines verformbaren Bereichs des elektronischen Geräts angeordnet ist und wenigstens ein Bild erfasst, und wenigstens einen weiteren Bildgeber, der auf einer zweiten Seite des verformbaren Bereichs des verformbaren elektronischen Geräts angeordnet ist und wenigstens ein weiteres Bild erfasst. Bei 2214 kombinieren der eine oder die mehreren Prozessoren das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild zur Erstellung eines Kompositbildes in Abhängigkeit von der Geometrie des verformbaren elektronischen Geräts.
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Bei 2215 ist die Geometrie von 2214 durch eine Biegung in dem verformbaren Bereich definiert. Bei 2215 kombinieren der eine oder die mehreren Prozessoren das wenigstens eine Bild und das wenigstens eine weitere Bild durch Überlagern zumindest eines Teils des wenigstens einen weiteren Bildes mit wenigstens einem Teil des wenigstens einen Bildes.
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Bei 2216 ist das Kompositbild von 2215 durch ein breiteres Sichtfeld als jenem des wenigstens einen Bildes oder des wenigstens einen weiteren Bildes definiert. Bei 2217 ist das Maß, in dem das wenigstens eine Bild von 2215 über das wenigstens eine weitere Bild gelegt wird, eine Funktion des Winkels der Biegung. Bei 2218 umfasst das Kompositbild 2214 zumindest eine Halbpanorama-Konkatenation des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes.
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Bei 2219 umfasst ein Verfahren bei einem elektronischen Gerät das Erkennen eines Biegevorgangs mittels eines oder mehrerer Sensoren, wobei der Biegevorgang des elektronischen Geräts letzteres mit einer Biegung derart verformt, dass sich wenigstens ein Bildgeber auf einer Seite der Biegung und wenigstens ein weiterer Bildgeber auf der anderen Seite der Biegung befindet. Bei 2219 umfasst das Verfahren das Erfassen wenigstens eines Bildes mit dem Bildgeber und wenigstens eines weiteren Bildes mit dem wenigstens einen weiteren Bildgeber.
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Bei 2219 umfasst das Verfahren das Synthetisieren des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes als Funktion eines Winkels der Biegung, um ein Kompositbild zu erstellen. Bei 2200 ist das Sichtfeld des Kompositbildes 2219 größer als ein weiteres Sichtfeld des wenigstens einen Bildes und des wenigstens einen weiteren Bildes.
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In der vorstehenden Beschreibung sind verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung erläutert. Der Fachmann wird jedoch erkennen, dass innerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindung, der in den anliegenden Ansprüchen angegeben ist, verschiedene Modifikationen und Änderungen möglich sind. Es versteht sich, dass die Erfindung durch die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen nicht eingeschränkt wird. Dem Fachmann erschließen sind zahlreiche Modifikationen, Änderungen, Variationen, Substitutionen und Äquivalente, ohne von dem Erfindungsgedanken abzuweichen und den Schutzrahmen der Erfindung zu verlassen, der durch die anliegenden Ansprüche definiert wird.
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Solchermaßen dienen die Beschreibung und die Figuren lediglich als Beispiel und stellen keine Einschränkung der Erfindung dar. Sämtliche Modifikationen fallen in den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung. Der Nutzen, die Vorteile, die Problemlösungen und alle Elemente, die dazu führen können, dass ein Nutzen, ein Vorteil oder eine Lösung entstehen oder deutlicher hervortreten, sind nicht als entscheidende, notwendige oder wesentliche Merkmale oder Elemente eines oder aller Ansprüche zu verstehen.