DE10131220C1 - Elektrohandwerkzeug mit einer Überlastkupplung - Google Patents

Elektrohandwerkzeug mit einer Überlastkupplung

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Abstract

Elektrohandwerkzeug mit einem Antriebsmotor, einer Antriebswelle zur Übertragung der Antriebsleistung, einem Abtriebsteil, der mit einem Werkzeug koppelbar ist und einer Kupplung, die zwischen Antriebswelle und Abtriebsteil angeordnet ist und zur Drehübertragung von der Antriebswelle auf dem Abtriebsteil dient, wobei die Kupplung als Überlastkupplung ausgebildet ist, zum Absenken des Drehmomentes beim Blockieren des Abtriebsteils, wobei die Drehmitnahme über Rastkörper erfolgt, die federnd zwischen Antriebswelle und Abtriebsteil gelagert sind, und wobei das Abtriebsteil bei Blockieren des Abtriebsteils über die Rastkörper durchrutscht und wobei die Rastkörper in axial verlaufende Nuten des Abtriebsteils eingreifen, um so die Drehmitnahme zu gewährleisten, wobei die Nuten über ihren axialen Verlauf zunehmend tiefer ausgebildet sind und so das ein Überrasten der Rastkörper verursachende Drehmoment durch axiale Verschiebung der Rastkörper in den Nuten einstellbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Elektrohandwerkzeug mit einem Antriebsmotor, einer Antriebswelle zur Übertragung der Antriebsleistung, einem Abtriebsteil, das an seinem einen Ende mit einem Werkzeug koppelbar ist und einer Kupplung, die zwischen Antriebswelle und Abtriebsteil angeordnet ist und zur Drehübertragung von der Antriebswelle auf das Abtriebsteil dient, wobei die Kupplung als Überlastkupplung ausgebildet ist, zum Unterbrechen der Drehmomentübertragung bzw. zum Absenken des Drehmoments beim Blockieren des Abtriebsteils, wobei die Drehmitnahme über Rastkörper erfolgt, die in radialer Richtung federnd zwischen Antriebswelle und Abtriebsteil gelagert sind und wobei die Rastkörper bei Blockieren des Abtriebsteils über das Abtriebsteil durchrutschen.
Derartige Elektrohandwerkzeuge mit einer Sicherheitskupplung sind aus einer Vielzahl von Dokumenten aus dem Stand der Technik bekannt.
Beim Gebrauch von Bohrgeräten, wie Bohrmaschinen, Bohrhämmern, aber auch Winkelschleifern etc. können bedingt durch den Untergrund hohe Drehmomente auftreten. Das maximal zulässige Drehmoment für einen Maschinentyp der genannten Art läßt sich relativ genau definieren. Die Wirkung des Drehmoments auf die Maschine einerseits und besonders bei handgeführten Geräten auf den Anwender andererseits kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Steht der Anwender auf einer Leiter und bedient das Gerät womöglich nur mit einer Hand, so bringt er weniger Gegenmoment auf, als wenn er am Boden stehend sich mit dem ganzen Körper gegen das Bohrgerät stemmt. Bei einem zähen Untergrund steigt das Drehmoment ersichtlicherweise langsamer an als bei einem Auftreffen auf einen extrem harten Untergrund. In ungünstigen Anwendungs- und Standsituationen kann schon eine sehr geringe Drehmomentveränderung, insbesondere ein Reaktionsmoment, zu folgenschweren Unfällen führen.
Als Schutz gegen ein zu hohes Drehmoment ist es bekannt, Rutsch- oder Rastkupplungen einzusetzen, deren Auslegung ein Kompromiss zwischen Anwender- und Maschinenschutz ist. Dieser Kompromiss ist jedoch stets unbefriedigend.
So wird vom Konstrukteur ein kritisches Drehmoment festgelegt, wobei die Maschinen kurz vor Erreichen dieses Drehmomentes eine Sicherheitskupplung aktivieren, wobei ein Durchrutschen oder Überrasten der Kupplung bewirkt wird. Stellt man jedoch das kritische Drehmoment so ein, daß es auch bei Arbeiten in kritischen Positionen, z. B. auf Leitern und Gerüsten etc., ein gefährliches Ausschlagen der Maschine sicher verhindert, wenn sich z. B. der Bohrer verhakt, also würde die Maschine so eingestellt, daß sie auch in kritischen Situationen gut beherrschbar ist, so wäre das unter optimalen oder weniger kritischen Arbeitsbedingungen zu erzielende Drehmoment zu gering.
Aus DE 38 32 202 C1 ist eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere ein Bohrhammer, bekannt, bei der in verschiedenen Anwendungsfällen verschieden hohe Drehmomente von der Bedienperson gehalter werden müssen. Um ein möglichst belastungsarmes Arbeiten zu ermöglichen, soll das Auslösedrehmoment der Sicherheitskupplung deswegen einstellbar sein. Hierzu soll vorgesehen sein, dass die Sicherheitskupplung mehrstufig ist.
Nachteilig ist hierbei, dass lediglich drei Stufen eingeschaltet werden können, wobei es bei einer der Schaltstufen zu einem vollkommenen Blockieren und damit zu einem Aufhebung der Wirkung der Kupplung kommt.
Darüber hinaus ist die beschriebene Gestaltung verhältnismäßig aufwendig.
Weiterhin sind die zuvor beschriebenen Sicherheitskupplungen beispielsweise aus der DE 43 02 083 A1 bekannt, die ein kraftgetriebenes Werkzeug, insbesondere ein Elektrowerkzeug offenbart, bei der Rollkörper gegen eine Federkraft radial bewegt werden können, und so ein Überrasten derselben möglich wird, damit bei einem Verklemmen beispielsweise des Bohrers keine weitere Drehmomentübertragung stattfindet. Darüber hinaus soll in dieser Kupplung neben der Sicherheitsfunktion auch die Funktion des Umschaltens zwischen Bohr- und reinem Hammerbetrieb gewährleistet sein.
Eine ähnliche Sicherheitskupplung beschreibt die DE 199 29 833 A1, die ebenfalls eine Überlastkupplung offenbart, bei der ein Eingraben des Verriegelungsbereichs in die Gegenfläche der Rasttasche verhindert wird, indem die Verriegelungselemente an einem schwenkbar gelagerten einarmigen Hebel angelenkt sind.
Schließlich ist hierzu noch aus der EP 0 133 645 B1 ein Winkelschleifer bekannt, der ebenfalls eine Sicherheitskupplung beinhaltet.
Schließlich versucht die EP 0 694 706 A1 dem Problem dadurch Rechnung zu tragen, daß die Vorspannfeder mit steigendem Antriebsmoment stärker gegen einen mit dem abtriebsseitigen Wellenteil verbundenen Rastkörper drückt. Hierdurch soll erreicht werden, daß durch diese adaptive Rutschkupplung die Vorspannung der Feder derart gesteuert wird, daß das Auslösemoment der Rutschkupplung in Anpassung an das am Wellenteil verlangte Moment eingestellt wird. Hierdurch kann das Auslösemoment der Rutschkupplung dem Drehmoment des Elektrohandwerkzeuges nachgeführt werden und lediglich bei einem spontanen Anstieg des Drehomentes, wie er bei einem Verhaken des Werkzeuges beispielsweise bei einem "Eisentreffer" auftritt, wird die Rutschkupplung ausgelöst und die Rastelemente überrasten.
Zum Nachführen ist hierbei z. B. eine Kulissenführung vorgesehen, die das Auslösemoment selbsttätig einstellt. Generell ist eine derartige adaptive Kupplung jedoch recht aufwendig gestaltet, da eine Nachführung der Federvorspannung gewährleistet und trotzdem ein gewisses Dämpfungsmoment vorhanden sein muß, um eine Auslösung der Überlastkupplung zu gewährleisten.
Außerdem sind sogenannte "Drehmoment-Kupplungen" bekannt, mit denen ein Abschaltdrehmoment vorgewählt werden kann, bei dem die Maschine abschaltet auf mechanische oder elektronische Weise. Die bekannten Lösungen beruhen auf dem Prinzip, daß mittels Federn vorgespannte Elemente ab einem bestimmten zu übertragenden Drehmoment überrasten können. Durch die Wahl der Federvorspannung kann dieses Abschaltmoment voreingestellt oder konstruktiv bestimmt werden. Einstellbare Abschaltkupplungen sind bei Schraubern in einem Drehmomentbereich weit unterhalb des maximal möglichen Drehmoments einstellbar oder auf starren Durchtrieb (ohne Abschaltung) schaltbar. Ein Abschalten oder Überrasten kurz unterhalb des maximal möglichen Drehmoments ist bei den bekannten Lösungen nicht einstellbar.
Der Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, ein Elektrohandwerkzeug mit einer Überlastkupplung bereitzustellen, bei der das Auslösedrehmoment einstellbar ist, um es verschiedenen Betriebssituationen anzupassen und bei der trotzdem eine einfache konstruktive Gestaltung beinhaltet ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch Bereitstellen eines Elektrohandwerkzeugs, bei dem die Rastkörper in axial verlaufenden Nuten des Abtriebsteils eingreifen, um so die Drehmitnahme zu gewährleisten, wobei die Nuten über ihren axialen Verlauf zunehmend tiefer ausgebildet sind und so das ein Überrasten der Rastkörper verursachende Drehmoment durch axiale Verschiebung der Rastkörper einstellbar ist.
Eine derartige Ausgestaltung bietet den Vorteil, daß durch die axiale Verschiebung der Rastkörper in den axialen Nuten und die verschiedene Tiefe der Nuten über ihren axialen Verlauf eine mehr oder weniger tiefe Nut zum Überrasten der Rastkörper überwunden werden muß, d. h., die Rastkörper müssen je nach ihrer axialen Lage in der Nut mehr oder weniger weit in radialer Richtung gegen die Vorspannkraft der Feder bewegt werden, um zu überrasten. Auf diese Weise läßt sich besonders einfach die Kraft variieren, die notwendig ist, um ein Überrasten auszulösen. Für jeden Anwendungsfall wird dabei anders als bei einer adaptiven Rutschkupplung ein Auslösemoment vorgewählt. So kann z. B. der Benutzer eines entsprechenden Handwerkzeuges, sobald er mit dem Handwerkzeug auf eine Leiter steigt, ein geringeres Auslösemoment einstellen, da er auf einem derartigen Untergrund bei Führung mit womöglich nur einer Hand nur ein geringeres Gegenmoment aufzubringen vermag. Die Ausgestaltung ist daher gegenüber der adaptiven Kupplung mit automatischer Drehmomentnachführung deutlich vereinfacht.
Durch eine derartige Sicherheitskupplung, bei der verschiedene Auslösedrehmomente einstellbar sind, wird zum einen die Sicherheit des Benutzers erhöht, aber auch gleichzeitig die maximal mögliche Drehmomentausnutzung verbessert. So können beispielsweise Personen mit geringerer Kraft ein geringeres Auslösemoment wählen, um die Gefahren eines Ausschlagens der Maschine zu minimieren.
Es kann dabei vorgesehen sein, daß die Vorspannkraft der Federn, die die Rastkörper zum Zwecke der Drehmitnahme gegen den Abtriebsteil drückt, auch bei axialer Verschiebung der Rastkörper im wesentlichen konstant bleibt.
Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, daß der Boden der Nut über deren axialen Verlauf annähernd achsparallel verläuft. D. h., der Abstand des Bodens der Nut von der Achse bleibt über den gesamten Verlauf der Nut konstant. Hierdurch wird erreicht, daß auch bei Verschiebung der Rastkörper keine Stauchung oder Ausdehnung der Federelemente, also Verformung der Federelemente, vorgenommen wird, so daß die Vorspannkraft der Federelemente stets konstant bleibt. Daß die Tiefe der Nut trotzdem variiert, kann dann z. B. dadurch erreicht werden, daß die seitlichen Flanken der Nut über deren axialen Verlauf in radialer Richtung unterschiedlich lang gestaltet werden, so daß eine Nut mit verschiedenen Tiefen über ihren axialen Verlauf entsteht. Das Drehmoment, das dann anliegen muß, um die Schultern oder seitlichen Flanken der Nut über die Rastkörper hinwegzudrücken, ist dann umso größer, je länger die Schulter oder Flanke der Nut ausgebildet ist. D. h., je tiefer die Nut ist, desto größer ist das kritische Auslösedrehmoment, und umso besser kann das maximale Drehmoment ausgenutzt werden.
Diese Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft, da hierbei nur geringe Betätigungskräfte beim Verstellen der Kupplung erforderlich werden, da keine Erhöhung der Federvorspannung eintritt. D. h., die Betätigung der Verstellung erfolgt nicht gegen die Federvorspannung. Darüber hinaus werden hierdurch die Federn über die Lebensdauer der Maschine nur verhältnismäßig gering belastet.
Alternativ können die Nuten so ausgebildet sein, daß der Boden der Nut nicht achsparallel verläuft, sondern die Flanken der Nut einen achsparallelen Verlauf besitzen. Hierbei verstellt sich dann jedoch zugleich die Vorspannkraft der Feder, so daß zwei Komponenten auf das Auslösedrehmoment einen Einfluß besitzen, nämlich zum einen die geringer werdende Vorspannkraft der Feder, aber zum anderen im Gegenzug dazu eine höhere Kraft aufgebracht werden muß, um die höheren Seitenflanken zu überwinden. Die zuerst genannte Ausgestaltung besitzt demgegenüber Vorteile, da hier bei der Einstellung des auslösenden Drehmomentes nur eine Größe, nämlich Tiefe der Nut, verändert wird.
Es kann dabei vorgesehen sein, daß die Nuten kegelig ausgebildet sind.
Insbesondere wenn als Rastkörper Rollen verwendet werden, kann es sinnvoll sein, die Nuten in axialer Richtung stufig auszubilden, so daß die Rastkörper über ihre gesamte Längserstreckung in axialer Richtung gegen eine gerade Fläche des Nutbodens anliegen bzw. der gesamte Rastkörper von einer geraden Flanke überrastet wird, um über die gesamte Rolle die Belastung zu verteilen und die Rastkörper nicht frühzeitig oder unregelmäßig zu verschleißen.
Alternativ können, insbesondere wenn als Rastkörper Kugeln eingesetzt werden, die Nuten in axialer Richtung stufenlos verlaufen.
Wie bereits ausgeführt, können als Rastkörper Rollen oder Kugeln dienen, die federunterstützt gelagert sind. Alternativ können auch entsprechende formelastische Elemente eingesetzt werden, wie beispielsweise gebogener Federdraht, bei dem die Funktion der Rollen durch einen gebogenen Kreisbogen übernommen wird.
Als Federn zum Belasten der Rastelemente in Richtung auf die Abtriebswelle können Blattfedern oder Tellerfederpakete eingesetzt werden, die Federpakete können hierbei an der Antriebswelle gelagert sein, z. B. in einer Nabe, die mit der Welle zusammenwirkt. Wichtig ist hierbei, daß ein ausreichender Raum zur Verformung der Federelemente besteht, um ein Überrasten zu ermöglichen.
Es kann dabei vorgesehen sein, daß das Elektrohandwerkzeug einen Betätigungshebel umfaßt, mit dem die Rastkörper in axialer Richtung verschiebbar sind. Die Verschiebung kann hierbei zusammen mit den vorspannenden Federn erfolgen. Der Hebel zur Betätigung der Rastkörper ist dabei im Betrieb unbelastet, da eine Verschiebung der Rastelemente nicht während des Betriebes des Elektrohandwerkzeuges vollzogen wird. Hierdurch wird der Verschleiß deutlich gesenkt.
Weitere Ausgestaltungen und Merkmale sowie Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Unterlagen. Die Erfindung soll im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden, dabei zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Überlastkupplung in zwei Ansichten,
Fig. 2 eine zweite Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Überlastkupplung in zwei Ansichten und
Fig. 3 eine dritte Ausgestaltung gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausgestaltung der Erfindung in zwei Ansichten, wobei die Ansicht A einen Längsschnitt durch eine Überlastkupplung bei einem erfindungsgemäßen Elektrohandwerkzeug zeigt und die Darstellung B einen entsprechenden Querschnitt. Die Überlastkupplung, die in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 10 versehen ist, ist dabei auf einer Antriebswelle 12 angebracht, die zum Zwecke der Drehmitnahme in axialer Richtung verlaufende Stege 14 umfaßt. Auf der Antriebswelle 12 ist die Überlastkupplung 10 angeordnet, die zum einen mit der Antriebswelle 12 und zum anderen mit dem Abtriebsteil 16 in Verbindung steht, und das Drehmoment von der Antriebswelle 12 auf den Abtriebsteil 16 und letztendlich auf das Werkzeug überträgt.
Die Überlastkupplung 10 umfaßt dabei eine Nabe 18, die entsprechende Aussparungen aufweist und mit der Antriebswelle 12 über eine Nut/Steg (14)-Verbindung in drehfester Verbindung steht.
Die Nabe 18 weist dabei Aufnahmen für Blattfedern 20 auf, die in der Nabe 18 mit ihren Enden 22 festgelegt sind und mit ihren Mittelteilen 24 frei in der Nabe 18 liegen und so gewissen elastischen Verformungen unterworfen werden können.
Die Mittelteile 24 der Blattfedern 20 weisen dabei Ausbuchtungen 26 auf, in denen Rastkörper 28, die hier eine Rollenform besitzen, gelagert sind. Die Festlegung der Blattfedern 20 sowie der Rastkörper 28 in axialer Richtung erfolgt zum einen durch einen Flansch 30 der Nabe 18 sowie durch eine Fixierscheibe 32, die zur Festlegung gegenüber dem Flansch 30 dient.
Des weiteren umfaßt die Überlastkupplung 10 ein Betätigungselement 34, über das die Überlastkupplung 10 in axialer Richtung um die Pfeilstrecke 36 verschiebbar ist.
Die Rastkörper 28 sind dabei in Nuten 38 geführt, wobei der Boden 40 der Nut 38 über die gesamte axiale Länge der Nut 38 den gleichen Abstand von der Achse 42 aufweist. In axialer Richtung besitzt die Nut 38 jedoch eine unterschiedliche Tiefe, die über ihren axialen Verlauf in Pfeilrichtung 44 ansteigt, da die Flanken der Nut 38 abgestuft ausgebildet sind und in Pfeilrichtung einen immer kleiner werdenden Abstand von der Achse 42 besitzen. Die stufige Ausbildung ist dabei über die gesamte Innenfläche 46 des Stirnrades (Abtriebsteil 16) ausgebildet, so daß die Nuten 38 lediglich in die Innenfläche 46 des Stirnrades hineingeschnitten werden müssen. Die Herstellung des Stirnrades ist dadurch deutlich vereinfacht.
Im normalen Betriebsfall erfolgt die Übertragung des Antriebsdrehmomentes von der Antriebswelle 12 über die Rastkörper 28, die formschlüssig in den Nuten 38 geführt sind, auf das Stirnrad und hierüber auf eine Werkzeugspindel und das Werkzeug.
Tritt nun ein Überlastfall ein, insbesondere, indem das Werkzeug, z. B. ein Bohrer, blockiert und so die Werkzeugspindel zum Stehen kommt, so überrasten ab einem bestimmten Auslösedrehmoment die Rastkörper 28 das Stirnrad, wodurch sich dann die Blattfedern 20 derart verformen, dass diese in Richtung auf die Achsmitte zugebogen werden. Die Rastkörper 28 können dann ebenfalls in Richtung der Achse 42 radial ausweichen und die Rastkörper 28 überlaufen dann das Stirnrad. Eine Drehmitnahme findet in diesem Fall nicht länger statt.
Durch Verstellen der Überlastkupplung 10 in Richtung der Pfeilstrecke 36 kann das Auslösedrehmoment gewählt werden, bei dem die Rastkörper 28 das Stirnrad überrasten. Dies wird dadurch erreicht, daß die Nut 38 über ihren axialen Verlauf verschieden tief ausgebildet ist und so zum Überrasten eine verschieden große Kraft aufgebracht werden muß, da die Rastkörper 28 dann einen unterschiedlich weiten Weg zurücklegen und dabei gegen eine unterschiedlich starke Kraft der Blattfedern 20 wirken müssen.
D. h., das Auslösemoment nimmt von rechts nach links (Pfeilrichtung 44) in der Zeichnung zu. So kann beispielsweise eine Einstellung ganz rechts gewählt werden, wenn eine schwächere Person das Werkzeug bedient oder beispielsweise der Bediener auf schlechtem Untergrund steht oder lediglich eine Hand zum Führen des Elektrohandwerkzeugs frei hat.
Eine Einstellung ganz links in der Darstellung A der Fig. 1 kann gewählt werden, wenn entweder die Bedienperson kräftig ist oder sich auf stabilem Untergrund befindet und das Elektrohandwerkzeug mit beiden Händen führen kann. Es kann dann das maximal mögliche Drehmoment des Elektrohandwerkzeugs besonders gut ausgenutzt werden.
Insbesondere ist es vorteilhaft, daß die Vorspannkraft der Blattfedern 20 über den gesamten Verstellweg konstant bleibt, da die Tiefe der Nut 38 nicht dadurch variiert wird, daß ihr Boden schräg zur Achse 42 verläuft, sondern die Wände der Flanken der Nut 38. Hierdurch kann auf besonders einfache Weise eine genaue Vorhersage des Auslösemomentes getroffen werden. Darüber hinaus wird der Verschleiß gesenkt. Eine Verformung der Blattfedern 20 in unterschiedlich starkem Maße findet lediglich im Auslösefall statt.
Fig. 2 zeigt nun eine andere Ausführungsform der Überlastkupplung 10, wobei das Elektrohandwerkzeug ebenfalls eine Antriebswelle 12 und ein Stirnrad umfaßt, das als Abtriebsteil 16 dient. Das Abtriebsteil 16 ist an seiner Innenfläche 46 wiederum stufig ausgebildet und weist ebenso wie die in Fig. 1 gezeigte Darstellung Nuten 38 zur Aufnahme von Rastkörpern 28 auf, die hier ebenfalls als Rollen ausgebildet sind. Insbesondere bei der Verwendung von Rollen ist die stufige Ausgestaltung der Flanken der Nuten 38 sinnvoll, da dann die Rolle mit ihrer zylindrischen Außenfläche beim Überrasten gleichmäßig belastet wird und nicht verkantet, da ebenfalls eine parallel zur Achse 42 verlaufende Fläche über sie hinweg gleitet.
Die Rastkörper 28 sind dabei in einer Rastkörperscheibe 48 nabenseitig gelagert, wobei sich die Rastkörperscheibe 48 gegen ein Tellerfederpaket 50 abstützt.
Auch hier kann die Überlastkupplung 10 samt der Nabe 18 in Richtung der Pfeilstrecke 36 verschoben werden, um so ein unterschiedliches Auslösemoment für das Überrasten der Rastkörper 28 zu erzeugen.
Die Betätigung erfolgt hierbei mittels des Betätigungsmittels 34, das von außen von der Bedienperson eingestellt werden kann.
Dabei ist in den Fig. 1 und 2 die Einstellung des kleinsten Auslösemomentes ganz rechts im Bild in der unteren Hälfte der Achse 42 in Darstellung A gezeigt und die Endlage ganz links in der oberen Hälfte.
Fig. 3 zeigt noch einmal im wesentlichen eine Überlastkupplung 10 gemäß Fig. 2 in vergrößerter Darstellung, wobei hier die Verzahnung 51 gesehen werden kann, mit der das Abtriebsteil 16 mit der Werkzeugspindel oder einer Zwischenwelle in Kontakt steht. Auch hier ist der Rastkörper 28 in einer Rastkörperscheibe 48 gehaltert. Der Anpreßdruck in die Nut 38 wird hierbei ebenfalls über ein Tellerfederpaket 50 aufgebracht, wodurch die Rastkörper 28 in Pfeilrichtung 52 in die Nut 38 hineingepreßt werden. Gut erkannt werden kann die abgestufte Flanke 40 der Nut, die von rechts nach links in der Darstellung in Richtung auf die Achse 42 zu verläuft. D. h., der Abstand der Flanke 40 von der Achse 42 nimmt von rechts nach links in der Darstellung der Fig. 3 ab.
Im übrigen erfolgt das Überrasten sowie die Drehmitnahme im Betriebsfall wie zuvor beschrieben.
Die Verwendung einer derartigen Überlastkupplung 10 bietet folgende Vorteile:
  • - Eine Einstellbarkeit des Auslösedrehmoments je nach Betriebsfall und dadurch erhöhte Sicherheit bei gleichzeitigem maximal möglichem Drehmoment (beste Drehmomentausnutzung)
  • - Es sind lediglich geringe Betätigungskräfte beim Verstellen der Überlastkupplung 10 notwendig, da die Verstellung nicht gegen die Federkräfte der Feder wirkt, die die Rastkörper 28 in die Nut 38 drückt.
  • - Lediglich eine geringe Federbelastung durch relativ konstante Abschaltdrehmomente über die Lebensdauer.
  • - Das Betätigungsmittel 34 für die Verstellung der Rutsch- oder Überlastkupplung 10 ist im Betrieb unbelastet.

Claims (13)

1. Elektrohandwerkzeug mit einem Antriebsmotor, einer Antriebswelle (12) zur Übertragung der Antriebsleistung, einem Abtriebsteil (16), das mit einem Werkzeug koppelbar ist und einer Kupplung, die zwischen Antriebswelle (12) und Abtriebsteil (16) angeordnet ist und zur Drehübertragung von der Antriebswelle (12) auf das Abtriebsteil (16) dient, wobei die Kupplung als Überlastkupplung (10) ausgebildet ist, zum Unterbrechen der Drehmomentübertragung bzw. zum Absenken des Drehmoments beim Blockieren des Abtriebsteils (16), wobei die Drehmitnahme über Rastkörper (28) erfolgt, die federnd zwischen Antriebswelle (12) und Abtriebsteil (16) gelagert sind, und wobei die Rastkörper (28) bei Blockieren des Abtriebsteils (16) über das Abtriebsteil (16) durchrutschen, wobei die Rastkörper (28) in axial verlaufende Nuten (38) des Abtriebsteils (16) eingreifen, um so die Drehmitnahme zu gewährleisten, und wobei die Nuten (38) über ihren axialen Verlauf zunehmend tiefer ausgebildet sind und so das ein Überrasten der Rastkörper (28) verursachende Drehmoment durch axiale Verschiebung der Rastkörper (28) in den Nuten (38) einstellbar ist.
2. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannkraft der auf die Rastkörper (28) wirkenden Feder bei axialer Verschiebung der Rastkörper (28) im wesentlichen gleichbleibt.
3. Elektrohandwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Nut (38) über deren axialen Verlauf achsparallel verläuft.
4. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (38) kegelig ausgebildet sind.
5. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (38) in axialer Richtung stufenlos verlaufen.
6. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (38) in axialer Richtung stufig ausgebildet sind.
7. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Rastkörper (28) Rollen oder Kugeln dienen.
8. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Rastkörper gebogener Federdraht dient.
9. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Federn Blattfedern (20) oder Tellerfederpakete (50) dienen.
10. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlastkupplung (10) eine Rutschkuppelung ist.
11. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Elektrohandwerkzeug ein Betätigungsmittel (34) umfaßt, mit dem die Rastkörper (28) in axialer Richtung verschiebbar sind.
12. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsmittel (34) im Betrieb unbelastet ist.
13. Elektrohandwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (12) und das Abtriebsteil (16) koaxial zueinander angeordnet sind.
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