DE10113303A1 - Verfahren zur Verbesserung und Vergleichmäßigung der Datenübertragungsqualität in einem WDM-System und WDM-System zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung und Vergleichmäßigung der Datenübertragungsqualität in einem WDM-System und WDM-System zur Durchführung des Verfahrens

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung und Vergleichmäßigung der Datenübertragungsqualität in einem WDM-System und WDM-System zur Durchführung des Verfahrens, wobei erfindungsgemäß bei der Erkennung einer gegenseitigen nichtlinearen Beeinflussung der Kanäle der Signalpegel mindestens eines Kanals vermindert wird, beziehungsweise ein entsprechendes Regel-Modul (21) vorgesehen ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung und Vergleichmäßigung der Datenübertragungsqualität in einem Wel­ lenlängenmultiplex-System (WDM-System) mit einer Vielzahl op­ tischer Datenübertragungskanäle unterschiedlicher Wellenlänge von einer Senderseite zu einer Empfängerseite durch Beein­ flussung des Signalpegels der Datenübertragungskanäle, wobei die Qualität der Datenübertragung oder eine damit korrelierte Größe der einzelnen Kanäle gemessen wird.
Des weiteren betrifft die Erfindung ein WDM-System zur opti­ schen Datenübertragung zwischen einer Senderseite mit Multi­ plexer, einer Empfangsseite mit Demultiplexer und einer da­ zwischenliegenden Datenübertragungsstrecke, in der eine Viel­ zahl optischer Datenübertragungskanäle unterschiedlicher Wel­ lenlänge auf einer Faser mit mindestens einem einstellbaren zwischengeschalteten Gesamtverstärkungsglied übertragen wer­ den, wobei in ihrer Leistung regelbare Signalgeber je Kanal vor dem Multiplexer, Mittel zur Messung der Datenübertra­ gungsqualität oder einer damit korrelierten Größe der einzel­ nen Kanäle hinter einem Demultiplexer und eine Regelvorrich­ tung zur Leistungseinstellung der einzelnen Kanäle vorgesehen sind.
Wellenlängenmultiplex-Systeme (WDM-Systeme) zur optischen Ü­ bertragung von Daten auf einer Vielzahl von Kanälen mit un­ terschiedlicher Wellenlänge in einer Glasfaser sind allgemein bekannt. Naturgemäß ist man bemüht, die Datenleitungen solcher Systeme möglichst optimal auszunutzen und mit möglichst hoher Datenübertragungsrate zu beschicken, um einen effizien­ ten Datendurchsatz zu erreichen. Gleichzeitig steigen die Ka­ naldatenraten und die Kanalzahlen von Wellenlängenmultiplex- Systemen (WDM) aufgrund des immer größeren zu bewältigenden Datendurchsatzes an. Da außerdem immer längere Übertragungs­ strecken angestrebt werden, wächst auch die Zahl der Einflüs­ se auf die Signalqualität der Kanäle am Ende der Strecke deutlich an.
Probleme bei der optischen Datenübertragung in WDM(Wellen­ längenmultiplex)-Systemen bereitet die Wellenlängenabhän­ gigkeit einer Reihe von optischen Komponenten beziehungsweise deren Effekte auf die Datenkanäle. Diese führen im allgemei­ nen dazu, dass die Kanäle am Ende der Strecke unterschiedli­ che Pegel, Signal-zu-Rausch-Abstände und Verzerrungen aufwei­ sen. Da die maximal überbrückbare Streckenlänge eines WDM- Systems vom Kanal mit der schlechtesten Signalqualität be­ stimmt wird, bemüht man sich möglichst alle Kanäle so einzu­ stellen, dass sie eine gleich gute Übertragungsqualität oder gleich gute Bitfehlerraten aufweisen. Bei den hierfür bekann­ ten Verfahren und WDM-Systemen wird jeweils versucht, die Leistung der einzelnen Kanäle des Systems vor dem Multiplexer bei gleicher Gesamtleistung so zu regeln, dass eine möglichst gleichmäßig gute Übertragungsqualität auf allen Kanälen er­ reicht wird. Die Verstärker bleiben dabei in sich unverän­ dert, einzig die Eingangsleistungen in den ersten Verstärker werden bei gleicher Summenleistung verändert, d. h. die Kanäle mit schlechterer Signalqualität werden angehoben, die anderen abgesenkt. Mit zunehmender Ausreizung dieses Verfahrens und höher werdender Kanaldichte und Kanalleistungen zeigt sich jedoch, dass ein verbessertes Optimierungsverfahren und WDM- System notwendig sind.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und ein WDM-System darzustellen, welches auch im Grenzbereich des ma­ ximal möglichen Signalpegels der Datenübertragungskanäle eine gleichmäßigere Verteilung der erreichten Datenübertragungs­ qualität ermöglicht.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des ersten Verfahrensan­ spruches und des ersten Vorrichtungsanpruches gelöst.
Die Erfinder haben erkannt, dass die Datenübertragungsquali­ tät und Bitfehlerrate in einem WDM-System mit größer werden­ der Signalstärke und abnehmendem Kanalabstand zunehmend durch nichtlineare Mehrkanaleffekte dahingehend negativ beeinflusst werden, dass im bekannten Regelverfahren zur Optimierung der Datenübertragungsqualität der gewünschte Effekt der Verbesse­ rung dieser Datenübertragungsqualität nicht erreicht wird und es sogar zu einer Verschlechterung der Übertragungsqualität für einzelne Kanälen kommen kann. Dieser Effekt ist nur dann zu vermeiden, wenn eine Limitierung durch nichtlineare Über­ tragungseffekte zwischen den Datenübertragungskanälen erkannt und im Falle eines Vorliegens dieses Effektes einer weiteren Erhöhung der Signalstärke mit dem Ziel einer Qualitätsverbes­ serung, die jedoch zu einer Verschlechterung führen würde, durch eine Reduktion der Signalstärke in den Kanälen entge­ gengesteuert wird.
Beispiele für die genannten nichtlinearen Mehrkanaleffekte sind Vierwellenmischung (FWM), Kreuzphasenmodulation (XPM), oder Stimulierte Raman Streuung (SRS). Die meisten dieser Ef­ fekte erzeugen charakteristische Merkmale in den übertragenen Signalen. So erzeugt beispielsweise die Kreuzphasenmodulation und die Vierwellenmischung eine charakteristische Wannenform der Kanalqualität über die Datenübertragungskanäle, wobei die randständigen Kanäle geringere Fehlerraten aufweisen als die zentraler gelegenen Kanäle. Es ist selbstverständlich, dass sich die Wannenform bei der Betrachtung einer reziproken Grö­ ße zur Kanalqualität, wie beispielsweise der Bitfehlerrate, horizontal spiegelt und Tonnen - mit Wölbung nach oben - an­ nimmt. Entscheidend ist der jeweils charakteristische Verlauf oder der signifikante Unterschied zwischen den, bezüglich der Frequenz, inneren und äußeren Datenübertragungskanälen.
Entsprechend dieser Erkenntnis schlagen die Erfinder vor, das bekannte Verfahren zur Verbesserung der Datenübertragungsqua­ lität in einem Wellenlängenmultiplex-System (WDM-System) mit einer Vielzahl optischer Datenübertragungskanäle unterschied­ licher Wellenlänge von einer Senderseite zu einer Empfänger­ seite durch Beeinflussung des Signalpegels der Datenübertra­ gungskanäle, wobei die Qualität der Datenübertragung oder ei­ ne damit korrelierte Größe der einzelnen Kanäle gemessen wird, dahingehend zu verbessern, dass bei Erkennung einer ge­ genseitigen nichtlinearen Beeinflussung der Kanäle der Sig­ nalpegel mindestens eines Kanals vermindert wird.
Im Sinne der Erfindung ist unter dem Signalpegel die Leistung des Lichtes in der Glasfaser zu verstehen, welche die eigent­ liche Datenübertragungsstrecke darstellt, wobei es sich je nach Ort der Betrachtung um den Eingangspegel oder den Pegel entlang der Strecke handelt, der den Einfluss von nichtlinea­ ren Effekten maßgeblich bestimmt.
Durch das oben beschriebene erfindungsgemäße Verfahren wird eine bessere und gleichmäßigere Verteilung der Datenübertra­ gungsqualität über die Datenkanäle erreicht, so dass sich letztendlich eine verbesserte und optimierte Ausnutzung der Datenkanäle einstellt.
Des weiteren ist darauf hinzuweisen, dass die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens und seiner nachfolgend beschrie­ benen besonderen Ausgestaltungen im Normalfall anschließend an oder im Zusammenhang mit der bekannten und allgemein übli­ chen Preemphase, bei der eine Grundoptimierung der Datenüber­ tragungskanäle stattfindet, angewendet wird und als zusätzli­ che Verbesserung dient.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens kann darin be­ stehen, daß der Signalpegel aller Datenübertragungskanäle vermindert wird.
Die Verminderung der Signalpegel zumindest teilweise kann durch eine Reduktion der Verstärkung mindestens eines Ver­ stärkers zwischen Sender- und Empfangsseite, oder durch Be­ einflussung des Datenübertragungssignals durch Filter, oder durch Absenkung der Eingangspegel des Signals mittels opti­ scher Abschwächer erfolgen.
Wie bereits erwähnt, kann die Erkennung der nichtlinearen Be­ einflussung, beispielsweise aufgrund des charakteristischen Verlaufs der Bitfehlerrate über die Datenübertragungskanäle, vorzugsweise durch die Wannenform im Falle einer Kreuzphasen­ modulation oder Vierwellenmischung, oder aufgrund einer ge­ messenen Verbesserung der Qualität der Datenübertragung nach versuchsweiser Reduktion des Signalpegels mindestens eines Kanals, vorzugsweise aller Kanäle, oder auch aufgrund des Auftretens zusätzlicher Frequenzkomponenten außerhalb der vorhandenen Datenkanalfrequenzen erfolgen.
Als Qualitätsmerkmal für die Datenübertragungsqualität kann beispielsweise die Güte Q des Signals, die Anzahl der korri­ gierten Bits in Systemen mit Forward Error Correction (FEC) (= Vorwärtsfehlerberichtigung), die Bitfehlerrate oder sonsti­ ge Parameter, die mit der Qualität des Datenübertragungssig­ nals korrelieren, verwendet werden. Zur Definition der Güte Q des Signals wird auf Neal S. Bergano et al., "Margin Measure­ ments in Optical Amplifier Systems, IEEE Photonics Technology Letters, Vol. 5, No. 3, March 1993, verwiesen. Der Begriff Forward Error Correction (FEC) ist vielfach und mit unter­ schiedlichen Berechnungsmethoden in der Patentliteratur be­ schrieben.
Eine Analyse des elektrischen beziehungsweise optischen Sig­ nalspektrums und ein elektrisches Amplitudensampling können zusätzliche Informationen über limitierende Effekte liefern.
Entsprechend dem zugrundeliegenden Erfindungsgedanken schla­ gen die Erfinder auch vor, das bekannte WDM-System zur opti­ schen Datenübertragung zwischen einer Senderseite mit Multi­ plexer, einer Empfangsseite mit Demultiplexer und einer da­ zwischenliegenden Datenübertragungsstrecke, in der eine Viel­ zahl optischer Datenübertragungskanäle unterschiedlicher Wel­ lenlänge auf einer Faser mit mindestens einem einstellbarem zwischengeschalteten Gesamtverstärkungsglied übertragen wer­ den, wobei in ihrer Leistung regelbare Signalgeber je Kanal vor dem Multiplexer, Mittel zur Messung der Datenübertra­ gungsqualität oder eine damit korrelierte Größe der einzelnen Kanäle hinter einem Demultiplexer und eine Regelung zur Leis­ tungseinstellung der einzelnen Kanäle vorgesehen sind, dahin­ gehend zu verbessern, dass ein Regel-Modul zur Einstellung mindestens eines Mittels zur Beeinflussung des Signalpegels und Mittel zur Detektion nichtlinearer Mehrkanaleffekte vor­ gesehen sind, wobei das Regel-Modul derart ausgebildet ist, dass es bei der Detektion mindestens eines nichtlinearen Mehrkanaleffektes den Signalpegel mindestens eines Kanals re­ duziert.
Als Mittel zur Beeinflussung des Signalpegels können entweder ein oder mehrere Gesamtverstärkungsglieder eingesetzt werden, so dass entsprechend alle oder ein großer Teil hiervon ange­ steuert werden kann. Zur Beeinflussung des Signalpegels kön­ nen allerdings auch Dämpfungsglieder für den Gesamtpegel oder Filter, mit denen die Frequenzen der einzelnen Kanäle gere­ gelt werden, eingesetzt werden. Beispielsweise kann ein "Per Channel Power Equalizer" verwendet werden.
Eine besondere Ausführung des erfindungsgemäßen WDM-Systems kann darin bestehen, dass das Mittel zur Detektion nichtline­ arer Mehrkanaleffekte eine Vielzahl empfängerseitiger Quali­ tätssensoren für einzelne Datenübertragungskanäle, vorzugs­ weise alle Datenübertragungskanäle, vorzugsweise einen Bit­ fehlerratensensor, einen Prozessor und Programm-Mittel zur Detektion nichtlinearer Mehrkanaleffekte aufweist.
Des weiteren kann das Programm-Mittel, zur Detektion nichtli­ nearer Mehrkanaleffekte, über mindestens ein Modul zur Be­ stimmung des Verlaufs der Datenübertragungsqualität über die Datenübertragungskanäle und zum Vergleich mit einer vorgege­ benen Verlaufsform, die auf eine nichtlineare Mehrkanalwech­ selwirkung deutet, verfügen.
Alternativ oder additiv kann das Programm-Mittel zur Detekti­ on nichtlinearer Mehrkanaleffekte, auch mindestens ein Modul aufweisen, welches kurzfristig die Verstärkungsleistung in mindestens einem der Gesamtverstärkungsglieder absenkt und bei signifikanter Verbesserung der Datenübertragungsqualität auf eine nichtlineare Mehrkanalwechselwirkung schließt.
Eine weitere Möglichkeit zur Detektion nichtlinearer Mehrka­ naleffekte, kann ein optischer Frequenzanalysator zur Detek­ tion von Nebenfrequenzen sein, wobei das Auftreten von Neben­ frequenzen auf eine nichtlineare Mehrkanalwechselwirkung hin­ weist.
Zusätzliche Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungs­ beispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es stellen dar:
Fig. 1: Qualität eines Datenübertragungskanals als Funktion des Signalpegels;
Fig. 2: Verlauf der Qualität von acht Datenübertragungska­ nälen unterschiedlicher Frequenz beim Auftreten nichtlinearer Effekte;
Fig. 3: WDM-System mit erfindungsgemäßer Verstärkungsrege­ lung auf der Datenübertragungsstrecke;
Fig. 4: WDM-System entsprechend Fig. 3, jedoch mit zusätz­ licher Regelung der eingangsseitigen Transmitter.
Die Fig. 1 zeigt das grundsätzliche Problem der nichtlinea­ ren Mehrkanaleffekte am Beispiel der Qualität eines Daten­ übertragungskanals als Funktion des Signalpegels P. Der Kur­ venverlauf zeigt zunächst ein kontinuierliches Ansteigen der Qualität der Datenübertragung mit zunehmendem Pegel. Beim Ü­ berschreiten der optimalen Leistung Popt erfährt die Qualität Q des betrachtenden Datenübertragungskanals mit steigender Signalleistung P eine drastische Verminderung, so daß die herkömmlichen Einstellmechanismen der Signalpegel nicht mehr funktionieren, da bei sich vermindernder Qualität regelmäßig versucht wird eine höhere Leistung zu erreichen, wobei jedoch der gegenteilige Effekt, nämlich eine Qualitätsverminderung, zustande kommt.
Wird umgekehrt im Bereich dominierender nichtlinearer Effek­ te, also rechts von Popt, eine Reduktion der Signalleistung durchgeführt, so ergibt sich hieraus eine Verbesserung der Qualität des Datenübertragungskanals, woraus auf das Vorlie­ gen nichtlinearer Mehrkanaleffekte geschlossen werden kann.
Die Fig. 2 zeigt den Qualitätsverlauf von acht Datenübertra­ gungskanälen 1 bis 8, bei denen ein hoher Signalpegel vor­ liegt, der bereits zu nichtlinearen Mehrkanaleffekten geführt hat, so daß der charakteristische ballenförmige Verlauf der Qualität entsteht. Hierbei werden die mittleren Kanäle, also die Kanäle die beidseits von Nachbarfrequenzen umschlossen sind, stärker beeinflußt als die randständigen Kanäle, so daß der dargestellt charakteristische Verlauf entsteht, aus dem wiederum in erfindungsgemäßer Weise auf das Vorliegen nicht­ linearer Effekte geschlossen werden kann, woraufhin zur Ver­ besserung der Datenübertragungsqualität eine Reduktion des Signalpegels eingeleitet wird. Dieses Verhalten der, bezüg­ lich ihrer Frequenz, benachbarten Kanäle wird allgemein auch als Übersprechen bezeichnet.
Die Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung eines WDM- Systems mit der Anzahl n der Datenübertragungskanäle entspre­ chend der Anzahl der n-Eingangstransmitter 10, welche die einzelnen Kanäle in einen Multiplexer 11 einspeisen, der die Datenübertragungskanäle bündelt und auf eine Glasfaserstrecke 24 weiterleitet. Im Verlauf der Glasfaserstrecke 24 befindet sich zunächst ein regelbarer Booster 12, der das gesamte Da­ tensignal verstärkt und in den Streckenabschnitt 13 einspeist. Nachfolgend sind schematisch weitere k-Streckenab­ schnitte dargestellt, die jeweils aus einem Zwischenverstär­ ker 14 und der eigentlichen Strecke 15 bestehen. Vor dem Ein­ tritt in den Demultiplexer 17 folgt nochmals ein Vorverstär­ ker 16, anschließend werden die Datenübertragungskanäle im Demultiplexer 17 aufgespalten und an n-Empfänger 18 weiterge­ leitet. Erfindungsgemäß sind anschließend n Messstellen 19 für die Signalqualität angeordnet, welche die einzelnen Da­ tenübertragungskanäle abgreifen und deren Qualität messen und hieraus ein Regelsignal über die Regelleitung 22, zur Rege­ lung 20 des Systems, weiterleiten. In der Regelung 20 befin­ det sich ein zusätzliches Regel-Modul 21, welches - wie be­ schrieben - das Vorliegen nichtlinearer Effekte bestimmt und entsprechend über die Steuerleitungen 23 einen Booster 12 o­ der mehrere Zwischenverstärker 14 in der Übertragungsstrecke beeinflusst, um im Falle eines Vorliegens eines nichtlinearen Mehrkanaleffektes den Signalpegel P zu reduzieren und damit eine Verbesserung der Datenübertragungsqualität zu erreichen.
Alternativ zur Reduktion der Leistung einzelner oder mehrerer Verstärker besteht auch die Möglichkeit, im Anschluss an die Verstärker regelbare Dämpfungsglieder zu setzen, die eben­ falls zu einer Verminderung des Signalpegels und damit einer Reduktion der nichtlinearen Mehrkanaleffekte führen.
Die Fig. 4 zeigt ebenfalls einen schematischen Aufbau eines WDM-Systems gemäß Fig. 3, jedoch ist zusätzlich eine weitere Steuerleitung 25 vorgesehen, die eine Regelung der Ausgangs­ leistung der n-Transmitter 10 bewirken kann, so dass bereits am Eingang der Datenübertragungsstrecke die Signalpegel so gewählt werden können, dass nichtlineare Mehrkanaleffekte vermieden werden. Dies ist jedoch nur möglich für den Fall gewinngeregelter Verstärker, also wenn eine geringere Eingangsleistung in den Verstärker auch eine geringere Ausgangs­ leistung ergibt.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Insgesamt wird also durch die Erfindung erreicht, dass eine bessere Systemeffizient erzielt wird, indem durch das Vermei­ den von nichtlinearen Mehrkanalwechselwirkungen zwischen den einzelnen Datenübertragungskanälen die Qualität der einzelnen Kanäle vergleichmäßigt und dadurch eine verbesserte Auslas­ tung der gesamten Datenübertragungsstrecke möglich wird.

Claims (19)

1. Verfahren zur Verbesserung der Datenübertragungsqualität in einem Wellenlängenmultiplex-System (WDM-System) mit einer Vielzahl optischer Datenübertragungskanäle unterschiedlicher Wellenlänge von einer Senderseite zu einer Empfängerseite durch Beeinflussung des Signalpegels der Datenübertragungska­ näle, wobei die Qualität der Datenübertragung oder eine damit korrelierte Größe der einzelnen Datenübertragungskanäle ge­ messen wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erkennung einer gegenseitigen nichtlinearen Beein­ flussung der Kanäle der Signalpegel mindestens eines Kanals (1-8) vermindert wird.
2. Verfahren gemäß dem vorstehenden Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalpegel aller Datenübertragungskanäle (1-8) vermindert wird.
3. Verfahren einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verminderung der Signalpegel zumindest teilweise durch eine Reduktion der Verstärkung durch mindestens einen der Verstärker (10, 12, 14) zwischen Sender- und Empfangssei­ te erfolgt.
4. Verfahren einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verminderung der Signalpegel zumindest teilweise durch ein regelbares Dämpfungsglied zwischen Sender- und Emp­ fangsseite erfolgt.
5. Verfahren einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verminderung der Signalpegel zumindest teilweise ka­ nalspezifisch durch mindestens ein regelbares Filter zwischen Sender- und Empfangsseite erfolgt.
6. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennung der nichtlinearen Beeinflussung aufgrund des charakteristischen Verlaufs der Signalqualität oder einer damit korrelierten Größe über die Datenübertragungskanäle (1­ -8), vorzugsweise durch die Wannenform im Falle einer Kreuz­ phasenmodulation oder Vierwellenmischung und Betrachtung der Signalqualität, erfolgt.
7. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennung der nichtlinearen Beeinflussung aufgrund einer gemessenen Verbesserung der Qualität der Datenübertra­ gung nach versuchsweiser Reduktion des Signalpegels mindes­ tens eines Kanals, vorzugsweise aller Kanäle (1-8), er­ folgt.
8. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennung der nichtlinearen Beeinflussung aufgrund des Auftretens zusätzlicher Frequenzkomponenten außerhalb der vorhandenen Datenkanalfrequenzen erfolgt.
9. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Qualitätsmerkmal für die Datenübertragungsqualität die Bitfehlerrate, die Anzahl korrigierter Bits in Systemen mit Forward Error Correction (= Vorwärtsfehlerberichtigung) oder der Qualitätsfaktor Q verwendet wird.
10. WDM-System zur optischen Datenübertragung zwischen einer Senderseite mit Multiplexer (11), einer Empfangsseite mit De­ multiplexer (17) und einer dazwischen liegenden Datenübertra­ gungsstrecke (13, 15), in der eine Vielzahl optischer Daten­ übertragungskanäle (1-N) unterschiedlicher Wellenlänge auf einer Faser (24) mit mindestens einem einstellbarem zwischen­ geschalteten Gesamtverstärkungsglied (12, 14) übertragen wer­ den, wobei in ihrer Leistung regelbare Signalgeber (10) je Kanal vor dem Multiplexer (11), Mittel zur Messung der Daten­ übertragungsqualität (19) oder einer damit korrelierten Größe der einzelnen Kanäle hinter einem Demultiplexer (17) und eine Regelung (20) zur Signalpegeleinstellung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Regel-Modul (21) zur Einstellung mindestens eines Mittels zur Beeinflussung des Signalpegels (12, 14) und Mit­ tel zur Detektion nichtlinearer Mehrkanaleffekte (19, 21) vorgesehen sind, wobei das Regel-Modul (21) derart ausgebil­ det ist, dass es bei der Detektion mindestens eines nichtli­ nearen Mehrkanaleffektes den Signalpegel mindestens eines Ka­ nals reduziert.
11. WDM-System gemäß dem vorstehenden Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittel zur Beeinflussung des Signalpegels als Ge­ samtverstärkungsglied (12, 14) oder als Dämpfungsglied ausge­ bildet ist.
12. WDM-System gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Gesamtverstärkungsglied als erster Booster-Verstärker (12) ausgebildet ist.
13. WDM-System gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Gesamtverstärkungsglied (14) als Zwi­ schenverstärker eines Streckenabschnitts (15) ausgebildet ist.
14. WDM-System gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Mittel zur Beeinflussung des Signalpegels als Dämpfungsglied ausgebildet ist.
15. WDM-System gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Mittel zur Beeinflussung des Signalpegels als je Kanal unabhängig regelbares Filter für mindestens zwei Kanäle ausgebildet ist, vorzugsweise ein "Per Channel Power Equalizer" ist.
16. WDM-System gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (19, 21) zur Detektion nichtlinearer Mehrka­ naleffekte je empfängerseitigem Datenübertragungskanal einen Qualitätssensor (19), vorzugsweise einen Bitfehlerratensen­ sor, einen Prozessor und Programm-Mittel zur Detektion nicht­ linearer Mehrkanaleffekte aufweist.
17. WDM-System gemäß dem vorstehenden Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm-Mittel zur Detektion nichtlinearer Mehrka­ naleffekte, mindestens ein Modul zur Bestimmung des Verlaufs der Datenübertragungsqualität über die Datenübertragungskanä­ le und zum Vergleich mit einer vorgegebenen Verlaufsform, die auf eine nichtlineare Mehrkanalwechselwirkung deutet, auf­ weist.
18. WDM-System gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 16 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm-Mittel zur Detektion nichtlinearer Mehrka­ naleffekte, mindestens ein Modul aufweist, welches kurzfris­ tig die Verstärkungsleistung in mindestens einem der Gesamt­ verstärkungsglieder absenkt und bei signifikanter Verbesse­ rung der Datenübertragungsqualität auf eine nichtlineare Mehrkanalwechselwirkung schließt.
19. WDM-System gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Detektion nichtlinearer Mehrkanaleffekte, mindestens einen Frequenzanalysator zur Detektion von Neben­ frequenzen, aufweist, wobei das Auftreten von Nebenfrequenzen auf eine nichtlineare Mehrkanalwechselwirkung hinweist.
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