DE10018668A1 - Wechselrichter-Schaltungsanordnung - Google Patents
Wechselrichter-SchaltungsanordnungInfo
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Abstract
Wechselrichter-Schaltungsanordnung mit wenigstens zwei, im Betriebszustand zeitlich versetzt getakteten Wechselrichtern, an deren jeweils einer Phase zugeordneten Ausgängen sich jeweils ein erster Anschluß einer Spulenanordnung befindet, wobei jeweilige zweite Anschlüsse einander entsprechender Spulenanordnungen der jeweiligen Wechselrichter miteinander verbunden sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Wechselrichter-Schaltungsanord
nung. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Wechselrich
ter-Schaltungsanordnung, die zum Ansteuern einer Drehfeld-
Maschine (zum Beispiel einer Asynchron-, oder Synchronma
schine) geeignet ist.
Bei herkömmlichen Wechselrichter-Schaltungsanordnungen ist
es erforderlich, daß die durch die Taktung der Brückenzwei
ge entstehenden Strompulse zum Zwischenkreis hin abgeblockt
werden müssen, indem sog. Zwischenkreis-Kondensatoren mit
nennenswerten Kapazitäten eingesetzt werden. Mit anderen
Worten wird hier durch die Zwischenkreis-Kondensatoren die
Rückwirkung der Strompulse auf den Zwischenkreis aufgefan
gen. Dabei müssen diese Zwischenkreis-Kondensatoren so di
mensioniert sein, daß sie im taktfrequenten Wechsel während
eines entsprechenden Teils der Taktperiode praktisch den
vollen Laststrom aufnehmen bzw. abgeben können. Diese Zwi
schenkreis- oder Ausgleichskondensatoren sind voluminös,
kostentreibend und erhöhen die Fehlerrate der gesamten
Wechselrichter-Schaltungsanordnung.
Ausgehend von dieser Situation liegt der Erfindung das Pro
blem zugrunde, eine Wechselrichter-Schaltungsanordnung be
reitzustellen, die im Vergleich zum Stand der Technik kom
pakter baut, kostengünstiger ist und weniger fehleranfällig
ist.
Als Lösung dieses Problems wird eine Wechselrichter-Schal
tungsanordnung vorgeschlagen, mit wenigstens zwei, im Be
triebszustand zeitlich versetzt getakteten Wechselrichtern,
an deren jeweils einer Phase zugeordneten Halbbrückenmit
telpunkten jeweils ein erster Anschluß einer Spulenanord
nung befindet, wobei jeweilige zweite Anschlüsse einander
entsprechender Spulenanordnungen der jeweiligen Wechsel
richter miteinander verbunden sind.
Die Spulenanordnungen können dabei entweder in Form von In
duktivitäten (Drosseln) realisiert sein. Alternativ dazu
können diese Spulenanordnungen auch mittels eines magneti
schen Koppelelementes (transformatorisch) miteinander ver
bunden sein. Bei diesem magnetischen Koppelelement treten
praktisch keine Verluste, keine Ausgleichsströme und auch
keine Energiespeicherung auf. Damit kann dieses magneti
schen Koppelelement sehr kompakt ausgeführt sein.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung wird erreicht,
daß die bisher üblichen Zwischenkreis-Kondensatoren auf ei
nen Bruchteil ihrer bisher erforderlichen Kapazität redu
ziert werden können. Zum Beispiel kann - gleiche Leistung,
Stromentnahme aus der Wechselrichter-Anordnung etc. voraus
gesetzt - bei zwei erfindungsgemäß durch die Spulenanordun
gen miteinander verbundenen Wechselrichtern die Kapazität
auf etwa ein Viertel im Verhältnis zu der sonst erforderli
chen Anordnung reduziert werden. Da jedoch der Raumbedarf
der Spulenanordnungen (insbesondere auch bei der Ausfüh
rungsform mit dem magnetischen Koppelelement) erheblich ge
ringer ist, tritt ein merklich verringerter Bedarf an Bau
raum auf. Außerdem sind Induktivitäten auch weniger anfäl
lig für Störungen als Kondensatoren mit hoher Kapazität.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist
jeder der Wechselrichter wenigstens eine aus zwei in Serie
geschalteten Leistungshalbleitern gebildete Halbbrücken
schaltung auf, bei denen die jeweiligen beiden Leistungs
halbleiter mit einer Ansteuerschaltung verbunden sind, die
dazu eingerichtet ist, die jeweiligen beiden Leistungshalb
leiter gegenphasig leitend und sperrend zu schalten.
Weiterhin ist bevorzugt mit dem den Ausgang jeder Halbbrüc
kenschaltung bildenden Mittelpunkt ein erster Anschluß der
jeweiligen Induktivität elektrisch leitend verbunden, und
die jeweiligen zweiten Anschlüsse der einander entsprechen
den Induktivitäten jeder Halbbrückenanordnung sind elek
trisch leitend miteinander verbunden.
Dabei sind die einander entsprechenden Spulenanordnungen
jeder Halbbrückenanordnung bei Vorhandensein des magneti
schen Koppelelementes an diesem so angeordnet, daß sie ent
gegengesetzt orientierte Magnetflüsse erzeugen.
Das magnetische Koppelelement ist bei hohen Taktfrequenzen
der Ansteuersignale der Wechselrichter (über etwa 100 kHz)
bevorzugt ein Ferrit-haltiges Bauteil, das die Induktivitä
ten miteinander koppelt. Bei niedrigeren Taktfrequenzen ist
das magnetische Koppelelement vorzugsweise aus Eisen(-ble
chen) gebildet.
Durch die Ansteuerschaltung werden die einzelnen Halbbrüc
ken (jeweils entsprechend einer Phase) eines Wechselrich
ters so angesteuert, wie es die angeschlossene elektrische
Maschine erfordert, um sich in der gewünschten Richtung und
mit der gewünschten Drehzahl zu drehen.
Weitere Eigenschaften, Merkmale, Vorteile und mögliche Ab
wandlungen der Erfindung werden anhand der nachstehenden
Beschreibung der Zeichnung deutlich, in denen Ausführungs
beispiele der Erfindung dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausfüh
rungsform der erfindungsgemäßen Wechselrichter-Schaltungs
anordnung mit zwei Wechselrichtern mit jeweils drei Phasen.
Fig. 2a zeigt eine schematische Seitenansicht eines magne
tischen Koppelelementes für die Wechselrichter-Schaltungs
anordnung nach Fig. 1 mit den Spulenanordnungen für zwei
miteinander zu koppelnde Wechselrichter.
Fig. 2b zeigt eine schematische Draufansicht des magneti
schen Koppelelementes nach Fig. 4a.
Fig. 3 zeigt einen schematischen Verlauf von Ansteuerungs
signalen für die Wechselrichter-Schaltungsanordnung nach
Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Wechsel
richter-Schaltungsanordnung. Ersichtlich werden in diesem
Ausführungsbeispiel zwei vollkommen identische Wechselrich
ter WR, WR' durch eine gemeinsame Ansteuerschaltung ECU
entsprechend einem von außen vorgegebenen Motor-Ansteuer
signal MAS angesteuert um die Drehzahl und Drehrichtung ei
ner elektrischen Maschine EM, zum Beispiel einer Asynchron
maschine vorzugeben. Da die beiden Wechselrichter WR, WR'
identisch sind, wird nachstehend nur einer der Wechselrich
ter beschrieben.
Auf der Eingangsseite der erfindungsgemäßen Schaltungsan
ordnung liegen zum Beispiel etwa 42 Volt Gleichspannung an
drei parallel geschalteten Halbbrücken H1, H2, H3 an, die
jeweils durch zwei zwischen die Eingangssspannung (42 Volt)
und Masse in Reihe geschaltete Leistungshalbleiter S11,
S12; S21, S22; S31, S32 gebildet sind. Vorzugsweise handelt
es sich bei den Leistungshalbleitern um Power-MosFETs oder
IGBTs, bei denen zusätzlich jeweils eine Diode D in Sperr-
Richtung (wie beispielhaft lediglich für den Leistungshalb
leiter S31 gezeigt) parallel geschaltet ist.
Jeweils am Mittelabgriff der drei Halbbrücken H1, H2, H3
ist jeweils ein Anschluß einer der Spulenanordnungen L1,
L2, L3 angeschlossen. Diese Spulenanordnungen L1, L2, L3
haben gleiche Windungszahlen (L1 = L2 = L3). Jeweils einan
der entsprechende Spulenanordnungen L1, L1', L2, L2', L3,
L3' der beiden Wechselrichter WR, WR' sind miteinander
durch ein magnetisch leitendes Koppelelement T verbunden,
wodurch jeweils ein (Ausgleichs-)Transformator gebildet
wird.
In der gezeigten Ausführungsform handelt es sich bei dem
Koppelelement T um einen Ferrit-Kern (wegen der hohen Be
triebsfrequenz von mehreren Hundert Kilohertz) mit zwei
Schenkeln K1, K2 die jeweils von einer der Induktivitäten
Ln, Ln' umgeben sind. An ihren jeweiligen beiden Stirnsei
ten sind die beiden Schenkel K1, K2 durch durch ein Joch
J1, J2 verbunden. (siehe Fig. 2a, 2b). Es versteht sich,
daß der Ferrit-Kern als Ganzes ein einstückiges Teil sein
kann, oder als EI-, M, oder L-Ferritkern ausgestaltet sein
kann. Dieses magnetisches Koppelelement T wirkt als Aus
gleichstransformator, der im wesentlichen keine elektrische
Energie speichert. Bei einer Wechselrichter-Schaltungsan
ordnung mit mehr als zwei miteinander über die Spulenanord
nungen verbundenen Wechselrichtern sind für jeden weiteren
Wechselrichter ein zusätzlicher, über die Joche J1, J2 verbundener
Schenkel vorzusehen, um die die Spulenanordnung
aufzunehmen.
In Fig. 2b ist darüberhinaus für die jeweiligen Spulenan
ordnung Ln, Ln' der Wicklungssinn angegeben. Für die hier
gezeigte erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist eine der
der Anzahl der Phasen entsprechende Anzahl von Koppelele
menten T erforderlich. Die Windungsanzahl der einzelnen
Spulenanordnungen hängt von der erforderlichen Durchflutung
des Koppelelementes T ab. Im einfachsten Fall können die
beiden Spulenanordnungen Ln, Ln' auch durch zwei Leitungs
abschnitte gebildet sein, die durch das Koppelelement T in
der in Fig. 2b gezeigten Weise hindurchgesteckt sind.
Die drei Halbbrücken H1, H2, H3 bzw. die sechs Leistungs
halbleiter S11, S12; S21, S22; S31, S32 in Fig. 3 werden
durch eine elektronische Ansteuerschaltung ECU über sechs
Steuerleitungen a, a\; b, b\; c, c\so angesteuert, daß
sich der gewünschte Stromverlauf an den Eingangsleitungen
der elekrischen Maschine EM ergibt.
Ein möglicher Verlauf Verlauf der Ansteuerungssignale auf
den sechs Steuerleitungen a, a\; b, b\; c, c\ist in Fig. 3
veranschaulicht. Im gezeigten Signalverlauf sind die Phasen
der Halbbrücken H1 und H2 bzw. jeweils mit fast 50% (48%)
ausgesteuert, während die Phasen der Halbbrücke H3 mit fast
100% (96%) ausgesteuert ist. Die Phasen der Halbbrücken
H1', U2' und H3' sind demgegenüber um die halbe Takt-Perio
dendauer versetzt. Die gezeigten Signale bilden einen sich
über die Darstellunglänge sich nicht verändernden dreipha
sigen Sinus ab. Die elektronische Ansteuerschaltung ECU hat
dabei sicherzustellen, daß die invertierten und nicht-in
vertierten Ausgängen x, x\sich nicht zeitlich "überlap
pen". Vielmehr muß zwischen den Pegelwechseln bei den in
vertierten und den nicht-invertierten Ausgängen x, x\eine
auf das Schaltverhalten der sechs Leistungshalbleiter S11,
S12; S21, S22; S31, S32 angepaßte Totzeit (zum Beispiel ei
nige 100 Nanosekunden) eingehalten sein.
Eingangsseitig ist außerdem parallel zu den Halbbrückenan
ordnungen H1, H2, H3 ein Glättungskondensator C1 angeord
net. Dieser kann im Verhältnis zu herkömmlichen Wechsel
richter-Schaltungen mit erheblich geringerer Kapazität di
mensioniert sein.
Das Koppelelement aus Ferrit (oder Eisenblechen) kann als
Kühlkörper für die sechs Leistungshalbleiter S11, S12; S21,
S22; S31, S32 verwendet werden.
Claims (5)
1. Wechselrichter-Schaltungsanordnung (WR, WR'), mit wenig
stens zwei, im Betriebszustand zeitlich versetzt getakteten
Wechselrichtern, an deren jeweils einer Phase zugeordneten
Ausgängen (A1, A2, A3; A1', A2', A3') sich jeweils ein er
ster Anschluß einer Spulenanordnung (Ln, Ln') befindet, wo
bei jeweilige zweite Anschlüsse einander entsprechender
Spulenanordnungen (Ln, Ln') der jeweiligen Wechselrichter
miteinander verbunden sind.
2. Wechselrichter-Schaltungsanordnung (WR, WR') nach An
spruch 1, wobei die Spulenanordnungen entweder als Indukti
vitäten oder als Wicklungen einer Transformatorenanordnung
mit einem magnetischen Koppelelement (T) realisiert sind.
3. Wechselrichter-Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, wo
bei
- - jeder der Wechselrichter (WR, WR') wenigstens eine aus zwei in Serie geschalteten Leistungshalbleitern (S11, S12; S21, S22; S31, S32; S11', S12'; S21', S22'; S31', S32') ge bildete Halbbrückenschaltung (H1, H2, H3; H1', H2', H3') aufweist, bei denen die jeweiligen beiden Leistungshalblei ter (S11, S12; S21, S22; S31, S32; S11', S12'; S21', S22'; S31', S32') mit einer Ansteuerschaltung (ECU) verbunden sind, die dazu eingerichtet ist, die jeweiligen beiden Lei stungshalbleiter (S11, S12; S21, S22; S31, S32; S11', S12'; S21', S22'; S31', S32') gegenphasig leitend und sperrend zu schalten.
4. Wechselrichter-Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, wo
bei
- - mit dem den Ausgang jeder Halbbrückenschaltung (H1, H2, H3; H1', H2', H3') bildenden Halbbrückenmittelpunkten (A1, A2, A3; A1', A2', A3') ein erster Anschluß der jeweiligen Spulenanordnung (L1, L1', L2, L2', L3, L3') elektrisch lei tend verbunden ist, und
- - die jeweiligen zweiten Anschlüsse der einander entspre chenden Spulenanordnungen (L1, L1', L2, L2', L3, L3') jeder Halbbrückenanordnung (H1, H1', H2; H2', H3, H3') elektrisch leitend miteinander verbunden sind.
5. Wechselrichter-Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, wo
bei
- - die einander entsprechenden Spulenanordnungen (L1, L1', L2, L2', L3, L3') jeder Halbbrückenanordnung (H1, H1', H2; H2', H3, H3') in dem magnetischen Koppelelement (T) entge gengesetzt orientierte Magnetflüsse erzeugen.
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