DE10000933A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Identifizieren von Audiostücken - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Identifizieren von AudiostückenInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Identifizieren von Audiostücken umfaßt eine Empfangseinrichtung zum Empfangen eines Empfangssignals, das ein Audiosignal und ein dem Audiosignal zugeordnetes Datensignal aufweist, wobei das Datensignal Identifizierungsinformationen enthält, die die Identifizierung von Audiostücken in dem Empfangssignal ermöglichen. Neben einer Einrichtung zum Extrahieren der Identifizierungsinformationen ist ferner eine Einrichtung zum Speichern der ein Audiostück identifizierenden Informationen ansprechend auf eine Benutzereingabe während des Empfangs des Audiostücks vorgesehen.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
und ein Verfahren zum Identifizieren von Audiostücken und
insbesondere auf solche Vorrichtungen und Verfahren, die ei
ne Bestellung bzw. einen Erwerb von derart identifizierten
Audiostücken ermöglichen.
Einem Hörer, der derzeit ein Musikstück hört, ist es in der
Regel nicht möglich, unmittelbar eine Identifizierung des
Musikstücks durchführen zu können. Eine einzige Ausnahme
hiervon ist ein Rundfunkhörer, der Musik über ein RDS-taug
liches (RDS = Radio Data System) oder ein PAD-taugliches
(PAD = Program Associated Data) Rundfunkgerät hört. Einige
Rundfunkstationen nutzen sowohl RDS als auch PAD aus, um zu
sätzlich zu einem übertragenen Audiosignal ein dem Audiosi
gnal zugeordnetes Datensignal zu übertragen, das es einem
Benutzer ermöglicht, auf einem Display des Rundfunkgeräts
das gewählte Programm, bzw. in neuerer Zeit auch den Titel
bzw. den Interpreten eines gerade gesendeten Musikstücks, in
Erfahrung zu bringen. Eine solche Identifizierung ermöglicht
es dem Benutzer somit, einen Musiktitel, der ihn anspricht,
in einem Musikgeschäft zu erwerben. bzw. über einen Anbieter
zu bestellen, sofern der Benutzer noch an diesen Titel
denkt, wenn er das nächste Mal die Gelegenheit hat, ein Mu
sikgeschäft aufzusuchen bzw. über einen Anbieter zu bestel
len.
Bezüglich Musikstücken, die ein Hörer über Rundfunkgeräte,
die die oben beschriebenen Fähigkeiten nicht besitzen bzw.
von beliebigen Quellen hört, beispielsweise auf der Straße,
aus einem geöffneten Fenster, am Bahnhof und dergleichen,
existiert in der Regel keine adäquate Möglichkeit, Titel und
Interpreten des Musikstücks in Erfahrung zu bringen. Somit
ist ein Erwerb bzw. eine Bestellung eines solchen Musik
stücks schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.
Die oben beschriebenen Verfahren machen es somit schwierig
oder unmöglich, unbekannte Musikstücke, die ein Interessent
vernimmt, zu erwerben, sei es in einem Musikgeschäft oder
per Bestellung über Internet oder herkömmliche Bestelldien
ste.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Vor
richtungen und Verfahren zu schaffen, die einem Benutzer die
Möglichkeit geben, ihm beim Hören unbekannte Audiostücke,
insbesondere Musikstücke, zu bestellen bzw. zu erwerben.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1
und ein Verfahren nach Anspruch 10 gelöst.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zum Iden
tifizieren von Audiostücken, insbesondere Musikstücken, die
eine Empfangseinrichtung zum Empfangen eines Empfangssignals
aufweist, wobei das Empfangssignal ein Audiosignal und ein
diesem zugeordnetes Datensignal aufweist, wobei das Datensi
gnal Identifizierungsinformationen enthält, die die Identi
fizierung von Audiostücken in dem Empfangssignal ermögli
chen. Ferner ist eine Einrichtung zum Extrahieren der Iden
tifizierungsinformationen vorgesehen. Schließlich weist die
erfindungsgemäße Vorrichtung eine Einrichtung zum Speichern
der ein Audiostück identifizierenden Informationen anspre
chend auf eine Benutzereingabe während des Empfangs des
Audiostücks auf.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst ein Emp
fangssignal, wie es oben beschrieben ist, empfangen, worauf
hin die Identifizierungsinformationen aus dem Empfangssignal
extrahiert werden. Die ein Audiostück identifizierenden In
formationen werden ansprechend auf eine Benutzereingabe wäh
rend des Empfangs des Audiostücks gespeichert.
Unter Extrahieren wird im Rahmen der vorliegenden Anmeldung
das Wiedergewinnen der Identifizierungsinformationen aus dem
Empfangssignal verstanden, wobei dabei die Identifizierungs
informationen in dem Signal, aus dem sie wiedergewonnen wer
den, verbleiben können, wie dies beispielsweise bei der Was
serzeichentechnologie, auf die später Bezug genommen wird,
der Fall ist. Alternativ können die Identifizierungsinforma
tionen nach dem Extrahieren derselben aus dem Signal, aus
dem dieselben extrahiert werden, entfernt sein.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden jeweils Informatio
nen gespeichert, wie sie beispielsweise derzeit bereits
teilweise über Radio mitübertragen werden, die beispielswei
se Titel und Interpreten bzw. Bestellinformationen hinsicht
lich eines Audiostücks, insbesondere eines Musikstücks, de
finieren. Diese Informationen ermöglichen den unmittelbaren
oder späteren Erwerb bzw. die unmittelbare oder spätere Be
stellung des identifizierten Audiostücks. Beispielsweise
können diese Informationen dann einen direkten Zugang auf
einen Musikvertrieb ermöglichen, beispielsweise über das In
ternet.
Erfindungsgemäß ist das Datensignal des Empfangssignals vor
zugsweise als Wasserzeichen in das Audiosignal eingebracht.
Ein solches Wasserzeichen ist ein nicht hörbares Datensig
nal, das unterhalb einer Maskierungsschwelle liegend derart
in ein Audiosignal eingebracht wird, daß es unterhalb der
Mithörschwelle liegt. Hinsichtlich der Wasserzeichentechnik
sei auf die internationale Patentanmeldung WO 97/33391 ver
wiesen, deren Offenbarung hinsichtlich der Wasserzeichen
technik hiermit durch Bezugnahme aufgenommen ist. Bei dieser
Wasserzeichentechnik wird kein zusätzlicher Kanal zur Über
tragung eines einem Audiosignal zugeordneten Datensignals
verwendet, sondern vielmehr wird das Audiosignal in seinem
im wesentlichen nicht hörbaren Bereich modifiziert, um das
Datensignal zu enthalten. Das Datensignal verbleibt somit
unabhängig von der verwendeten Übertragungsart, z. B. digital
oder analog, oder der Art des Audiosignals, beispielsweise
Rundfunksignal oder akustisches Signal, in dem Audiosignal.
Das Empfangssignal kann erfindungsgemäß sowohl ein Rundfunk
signal sein, das über einen herkömmlichen Rundfunkempfänger
als Empfangseinrichtung empfangen wird. Ein solcher Rund
funkempfänger weist üblicherweise auch eine Vorrichtung zum
Wiedergeben des Audiosignals des Rundfunksignals auf, wobei
dann ein Benutzer während einer Wiedergabe des Programmbei
trags eine Benutzereingabe, beispielsweise per Knopfdruck
oder akustisch, durchführen kann, so daß die den Programm
beitrag identifizierenden Informationen gespeichert werden.
Das wiedergegebene Audiosignal kann dann entweder die Iden
tifizierungsinformationen noch enthalten, z. B., wenn das Da
tensignal per Wasserzeichen codiert ist, oder kann ein aus
dem Rundfunksignal durch Beseitigen der Identifizierungsin
formationen extrahiertes Audiosignal sein.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung ist die Vorrichtung zum Identifizieren von Audio
stücken rundfunkunabhängig, d. h. beliebige, akustisch, d. h.
über Schallwellen, zu vernehmende Musikstücke, können iden
tifiziert werden, solange das akustische Signal als Emp
fangssignal sowohl ein Audiosignal als auch ein demselben
zugeordnetes Datensignal umfassen. Dies ist insbesondere
dann der Fall, wenn das akustische Signal beispielsweise von
einem Rundfunkgerät stammen, das ein Audiosignal wiedergibt,
das mit einem Wasserzeichen versehen ist. In diesem Fall be
steht die Empfangseinrichtung der erfindungsgemäßen Identi
fizierungsvorrichtung aus einem Mikrophon, das das akusti
sche Signal empfängt. Aus diesem empfangenen akustischen Si
gnal können dann wiederum die Identifizierungsinformationen
extrahiert und in einem Speicher abgespeichert werden.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht zum einen die Nutzung
von Rundfunk für den Musikvertrieb, ermöglicht es jedoch zum
anderen auch, daß Benutzer Musikstücke, die sie aus beliebi
gen Quellen vernehmen, identifizieren können, um somit eine
Bestellung bzw. einen Erwerb derselben durchführen zu kön
nen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
werden nachfolgend bezugnehmend auf die beiliegenden Zeich
nungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines ersten bevorzug
ten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;
und
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines zweiten bevorzug
ten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung.
Bezugnehmend auf Fig. 1 wird nachfolgend ein erstes bevor
zugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung näher
erläutert, das sich auf eine Vorrichtung zum Identifizieren
von über Rundfunk empfangenen Audiostücken bezieht. Ein
Rundfunksignal 10 wird an einer Empfangseinrichtung 12 emp
fangen, an der aus dem Rundfunksignal 10 ein Audiosignal 14
und Identifizierungsinformationen 16 gewonnen werden. Die
Identifizierungsinformationen 16 können dabei durch ein in
dem Rundfunksignal 10 enthaltenes Datensignal gebildet sein,
oder können alternativ nur durch einen Teil des Datensignals
gebildet sein. In jedem Fall ist die Empfangseinrichtung an
gepaßt, um aus dem Rundfunksignal die Identifizierungsinfor
mationen 16 extrahieren zu können. Die Identifizierungsin
formationen 16 können beispielsweise der Name des Interpre
ten und der Titel eines Musikstücks sein, können jedoch al
ternativ oder zusätzlich weitere Bestellinformationen hin
sichtlich des Musikstücks enthalten.
Das Audiosignal 14 wird einer Wiedergabevorrichtung 16 zuge
führt, an der eine Wiedergabe des Audiosignals erfolgt. Bei
Verwendung der Wasserzeichentechnologie kann das Audiosignal
14 dabei auch das Datensignal enthalten, das auch nach Ex
trahierung desselben in dem Audiosignal verbleibt.
Die extrahierten Identifizierungsinformationen 16 werden auf
eine Benutzereingabe 18 hin in einem Speicher 20 gespei
chert. Eine solche Benutzereingabe 18 erfolgt beispielswei
se, wenn der Benutzer oder Hörer im Rundfunk ein interessan
tes Musikstück hört, das er gerne öfter hören bzw. dauerhaft
besitzen möchte. Diesen Wunsch teilt er über die Benutzer
eingabe 18 dem Gerät mit, das daraufhin die Speicherung des
Datensignals 16 in dem Speicher 20 veranlaßt. Die Benutzer
eingabe 18 kann beispielsweise über einen dafür vorgesehen
Knopf bzw. Schalter erfolgen oder alternativ akustisch über
ein dafür vorgesehenes Mikrophon. Jedoch kann eine beliebige
Benutzerschnittstelle vorgesehen sein, die eine entsprechen
de Eingabe durch den Benutzer ermöglicht.
Die obige Vorgehensweise kann sich für eine Mehrzahl von für
den Benutzer interessanten Musikstücken wiederholen, so daß
sich schließlich eine Anzahl von Musikstücken, die der Be
nutzer gerne erwerben möchte, in dem Speicher 20 befindet.
Der Speicher 20 kann somit nachfolgend die Grundlage für ei
nen Erwerb bzw. eine Bestellung dieser Musikstücke dienen.
Zu diesem Zweck kann der Speicher 20 vorzugsweise als ein
Wechselspeichermedium, beispielsweise eine Wechselfestplat
te, ausgeführt sein, die dann in einen Computer eingebracht
werden kann, um über Internet die Bestellung der gewünschten
Musikstücke zu veranlassen.
Ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungs
gemäßen Vorrichtung ist in Fig. 2 dargestellt, bei dem die
Empfangseinrichtung 30 durch ein Mikrophon gebildet ist, das
ein akustisches Signal 32, das beispielsweise ein akusti
sches Musikstück darstellt, empfängt. Aus dem durch das Mi
krophon aus dem akustischen Signal erzeugten elektrischen
Signal 34 wird dann in einem geeigneten Decodierer 36 das
Datensignal extrahiert. Identifizierungsinformationen 38 des
Datensignals werden wiederum ansprechend auf eine Benutzer
eingabe 18 in dem Speicher 20 gespeichert. Die Benutzerein
gabe 18 kann dabei beispielsweise über das Betätigen eines
Knopfs zum Aktivieren eines Musikerkennungs-Modes erfolgen.
Die bezugnehmend auf Fig. 2 beschriebene Vorrichtung kann
beispielsweise ein relativ einfach aufgebautes tragbares Ge
rät sein, das zusätzlich eine Anzeigevorrichtung enthält,
beispielsweise ein drei- bis vierzeiliges LCD. In einem sol
chen Fall kann der Knopf, über den eine Benutzereingabe ge
tätigt wird, neben dem Aktivieren des Musikerkennungs-Modes
auch zum Scrollen unter bereits erkannten und gespeicherten
Titeln verwendet werden. Ein solches Gerät enthält ferner
vorzugsweise einen digitalen Signalprozessor (DSP) mit einem
zugeordneten Flash-Memory, der die gesamte Steuerung des Ge
räts samt Anzeige, inklusive Extrahierung der Identifizie
rungsinformationen 38, übernimmt. Diese Extrahierung ist bei
bevorzugten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung
eine Wasserzeichen-Decodierung, wie sie in der oben genann
ten WO 97/33391 beschrieben ist, wobei die dort offenbarte
Technik ohne weiteres auf eine Decodierung von Wasserzeichen
aus akustischen Signalen übertragbar ist.
Hört ein Benutzer nun irgendwo, beispielsweise im Fernseher,
im Radio, im Auto oder irgendwo auf der Straße, ein Musik
stück und möchte den Titel wissen, drückt er den Musikerken
nungs-Mode-Aktivierungsknopf, woraufhin das Datensignal in
der Anzeige erscheint und auch in dem Speicher abgespeichert
wird. Somit kann bei nächster Gelegenheit der Titel erworben
werden, indem auf den Speicherinhalt zugegriffen wird. Al
ternativ kann auch ein Ausdruck der gespeicherten Daten er
folgen, um den Erwerb bzw. die Bestellung der Musikstücke
auf der Grundlage des Ausdrucks durchzuführen.
Alternativ zu dem oben beschriebenen einfach aufgebauten
tragbaren Gerät kann eine Integration der obigen Funktiona
lität auch in ein an sich bereits bekanntes Gerät erfolgen,
nämlich ein Mobiltelefon (Handy). Mobiltelefone sind bereits
sehr weit verbreitet und akzeptiert, so daß es nicht notwen
dig ist, zur Audiostückidentifizierung ein zusätzliches Ge
rät mit sich herumzutragen. Die Integration der Musikerken
nung könnte ein "added value" sein, wobei per Online-Order
eine Sofort-Bestellung durchgeführt werden könnte. Basierend
darauf könnte dann eine Auslieferung der Musik per e-mail
oder direkt zurück in das Handy erfolgen. Weiterhin alterna
tiv könnte das Mobiltelefon zusätzlich mit einem Rundfunk
empfänger ausgestattet sein.
Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung handelt es sich beim
Ausdruck "Identifizierungsinformationen", die in dem Daten
signal enthalten sind, um solche Informationen, die eine
Identifizierung von Audiostücken, insbesondere Musikstücken,
auf eine beliebige Art und Weise ermöglichen. Solche Infor
mationen können beispielsweise Label-Informationen sein, die
sich beispielsweise auf Seriennummern in einem Katalog be
ziehen. Alternativ oder zusätzlich beziehen sich diese In
formationen auf den Titel und den Interpreten eines Musik
stücks. Wiederum alternativ oder zusätzlich können diese
Identifizierungsinformationen andere Bestellinformationen
hinsichtlich des Vertreibers der Musikstücke und dergleichen
enthalten. Die Identifizierungsinformationen können dabei
das gesamte Datensignal oder nur einen Teil desselben umfas
sen.
Die erfindungsgemäße Identifizierungsvorrichtung kann, wie
oben ausgeführt, Teil eines Rundfunkempfängers sein, oder
als rundfunkunabhängiges, vorzugsweise tragbares Gerät auf
gebaut sein.
Zur Online-Bestellung von gespeicherten Musikstücken ist
beispielsweise eine Schnittstelle direkt in der Stereoanlage
möglich, was jedoch aufgrund einer ungenügenden Verfügbar
keit derartiger Schnittstellen derzeit schwerlich realisier
bar ist, so daß Lösungen über derzeitige FM-Rundfunk- und
Computer-Schnittstellen ins Auge gefaßt werden.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Identifizierungsinforma
tionen, die erfindungsgemäß abgespeichert werden, durch di
gitale Begleitinformationen (PAD), RDS und dergleichen, oder
per Wasserzeichen, siehe beispielsweise WO 97/33391, über
tragen werden können. Erfindungsgemäß ist es jedoch bevor
zugt, mittels der Wasserzeichentechnologie codierte Datensi
gnale zu verwenden, da derartige Datensignale unabhängig von
der Art des Empfangssignals verwendet werden können. Ferner
kann direkt der Audio-Bitstrom gespeichert und weiter ver
wendet werden, da bei der Wasserzeichentechnologie der
Audio-Bitstrom die ein Audiostück identifizierenden Informa
tionen enthält, so daß durch die Speicherung des Audio-Bit
stroms selbst diese Informationen gespeichert werden.
Die gespeicherten Musikerkennungsinformationen können bei
spielsweise per GSM-Rückkanal oder auch später per Inter
net-PC-Zugang oder mittels eines Transfers der Erkennungsda
ten per Wechselmedium als Musikbestellung an den zuständigen
Provider übertragen werden. Der Provider kann dann den Mu
siktitel in einwandfreier Tonqualität, codiert und persona
lisiert, beispielsweise im Push-Betrieb auf die Festplatte
oder einen anderen Speicher der künftigen heimischen Stereo
anlage oder in die Mailbox des Kunden liefern, um ein späte
res Herunterladen zu ermöglichen. Falls das Empfangssignal
ein Rundfunksignal ist, kann der Provider vorzugsweise auch
der das Rundfunksignal sendende Rundfunksender sein, so daß
die vorliegende Erfindung in vorteilhafter Weise die Ausnut
zung des Mediums Rundfunk für den Vertrieb von Audiostücken
ermöglicht.
Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung kann eine Speichereinrichtung vorgesehen sein, in
der jeweils die letzten x Minuten eines gewählten Rundfunk
programms gespeichert werden. Aus Kostengründen wird hierbei
vorzugsweise eine Audiocodierung eingesetzt, bzw. beim digi
talen Rundfunk das dort verwendete Datenformat. Somit ist es
möglich, beispielsweise unter Verwendung der MPEG-Audio-
Layer-3-Codierung eine Stereowiedergabe einer Länge von acht
Minuten in "CD-Qualität" unter Verwendung eines Speichers
von 8 MByte zu speichern, während ohne Audiocodierung ein
Speicherbedarf von 80 MByte vorliegen würde. Bei einem der
zeitigen kontinuierlichen Abspeichern des jeweils gewählten
Rundfunkprogramms kann ein Benutzer dann durch Tätigen einer
entsprechenden Eingabe ohne Interaktion mit einer externen
Vorrichtung nach Ablauf eines Musikstücks dasselbe basierend
auf den gespeicherten Identifizierungsinformationen nochmals
abspielen. Neben der Wiedergabe des oder der gespeicherten
Musikstücke direkt durch den Rundfunkempfänger können die
digitalen Musikdaten darüber hinaus auch auf ein anderes Ge
rät mit einem größeren Archiv-Speicher übertragen werden,
beispielsweise in den Personalcomputer des Hörers oder in
die Festplatte einer künftigen Stereoanlage oder alternativ,
bei kleinformatigen Wechselmedien, in einen Taschenspieler.
Die beschriebene direkte Nutzung der unmittelbar im Rund
funksystem empfangenen Musiksignale ist jedoch nachteilig
dahingehend, daß die Musiksignale bereits den gesamten Rund
funk-Kanal durchlaufen haben und somit entsprechende Störun
gen aufweisen, beispielsweise ein Dazwischenreden der Mode
ratoren über eine Toncodierung sowie klangliche Färbungen
der Musikstücke bis hin zu den üblichen Empfangsproblemen,
die insbesondere bei einem Mobilempfang auftreten.
Vorzugsweise werden daher erfindungsgemäß lediglich die Mu
sikwünsche des Hörers gespeichert, indem die Identifizie
rungsinformationen in einen Speicher abgelegt werden. Dabei
kann es sich, wie oben bereits angegeben, neben dem Titel
und dem Interpreten eines Musikstücks zusätzlich um Bestell
daten des Anbieters, beispielsweise die Bestelladresse im
Internet, den Preis je nach Nutzung und dergleichen, han
deln. Der Speicher kann fest im Empfänger eingebaut sein
oder ein Wechselmedium sein, beispielsweise für den Trans
port vom Autoradio ins Wohnzimmer.
Die Bestellung der gewünschten Musikstücke kann dann auf un
terschiedliche Arten erfolgen. Der Hörer kann die gespei
cherten Textdaten von seinem Empfänger lesen und die Musik
stücke beim Online-Versand seiner Wahl bestellen. Alternativ
kann der Hörer die gespeicherten Bestelldaten auf seinen PC
übertragen, der dann die gewünschten Musikstücke "automa
tisch" beim Online-Versand bestellt. Eine solche Online-Be
stellung kann bei Vorliegen geeigneter Schnittstellen auch
direkt durch das Empfangsgerät realisiert werden.
Die Übertragung der bestellten Musik zum Benutzer bzw. Hörer
kann dann wiederum auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Ne
ben einem normalen Paketdienst ist hierbei eine elektroni
sche Musikverteilung über das Internet bzw. in einem glei
chen oder einem anderen Rundfunksystem unter Verwendung von
Push-Diensten möglich. Die Abrechnung für die gelieferten
Musikstücke kann ebenfalls variabel durchgeführt werden,
beispielsweise über Rechnung, Kreditkarte oder Electronic-
Commerce.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht somit eine große Fle
xibilität, um einem Benutzer den Erwerb von ihn interessie
renden Audiostücken, insbesondere Musikstücken, zu ermögli
chen. Darüber hinaus kann die vorliegende Erfindung jedoch
auch zur Bestellung bzw. zum Erwerb anderer Audiostücke,
beispielsweise von Hörspielen und dergleichen, verwendet
werden. Diesbezüglich ermöglicht die vorliegende Erfindung
den schnellen, kostengünstigen Erwerb von Musikstücken, die
einem Benutzer an einem beliebigen Ort zu Gehör kommen, was
- vorteilhaft für den Provider - Impulskäufe deutlich unter
stützt.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Identifizieren von Audiostücken, mit
folgenden Merkmalen:
einer Empfangseinrichtung (12; 30) zum Empfangen eines Empfangssignals (10; 32), das ein Audiosignal (14) und ein dem Audiosignal zugeordnetes Datensignal aufweist, wobei das Datensignal Identifizierungsinformationen (16; 38) enthält, die die Identifizierung von Audiostücken in dem Empfangssignal (10; 32) ermöglichen;
einer Einrichtung (12; 36) zum Extrahieren der Identifi zierungsinformationen (16; 38); und
einer Einrichtung (20) zum Speichern der ein Audiostück identifizierenden Informationen (16; 38) ansprechend auf eine Benutzereingabe (18) während des Empfangs des Au diostücks.
einer Empfangseinrichtung (12; 30) zum Empfangen eines Empfangssignals (10; 32), das ein Audiosignal (14) und ein dem Audiosignal zugeordnetes Datensignal aufweist, wobei das Datensignal Identifizierungsinformationen (16; 38) enthält, die die Identifizierung von Audiostücken in dem Empfangssignal (10; 32) ermöglichen;
einer Einrichtung (12; 36) zum Extrahieren der Identifi zierungsinformationen (16; 38); und
einer Einrichtung (20) zum Speichern der ein Audiostück identifizierenden Informationen (16; 38) ansprechend auf eine Benutzereingabe (18) während des Empfangs des Au diostücks.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Datensignal des
Empfangssignals (10; 22) als Wasserzeichen in das Audio
signal (14) desselben eingebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Einrich
tung (20) zum Speichern ein Wechselspeichermedium ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, bei der die
Audiostücke Musikstücke sind, wobei die Identifizie
rungsinformationen (16; 38) den Titel und den Interpre
ten des Musikstücks umfassen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die Identifizie
rungsinformationen (16; 38) ferner Bestelldaten hin
sichtlich des Musikstücks enthalten.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, die ferner
eine Einrichtung zum Speichern von eine vorbestimmte
Zeitdauer des Audiosignals darstellenden Daten aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, bei der die
Empfangseinrichtung (12) ein Rundfunkempfänger ist, bei
der das Empfangssignal (10) ein Rundfunksignal ist, und
bei der die Audiostücke Programmbeiträge sind, wobei die
Vorrichtung ferner eine Einrichtung (16) zur Wiedergabe
des Audiosignals (14) aufweist, und wobei die Einrich
tung (20) zum Speichern der einen Programmbeitrag iden
tifizierenden Informationen (16) zum Speichern derselben
ansprechend auf eine Benutzereingabe (18) während einer
Wiedergabe des Programmbeitrags ausgelegt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, bei der die
Empfangseinrichtung (30) ein Mikrophon zum Empfang von
akustischen Signalen (32), die das Empfangssignal defi
nieren, aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der das Mikrophon das
Mikrophon eines Mobiltelefons ist.
10. Verfahren zum Identifizieren von Audiostücken, mit fol
genden Schritten:
Empfangen eines Empfangssignals (10; 32), das ein Audio signal und ein dem Audiosignal zugeordnetes Datensignal aufweist, wobei das Datensignal Identifizierungsinforma tionen (16; 38) enthält, die die Identifizierung von Au diostücken in dem Empfangssignal (10; 32) ermöglichen;
Extrahieren der Identifizierungsinformationen (16; 38); und
Speichern der ein Audiostück identifizierenden Informa tionen (16; 38) ansprechend auf eine Benutzereingabe (18) während des Empfangs des Audiostücks.
Empfangen eines Empfangssignals (10; 32), das ein Audio signal und ein dem Audiosignal zugeordnetes Datensignal aufweist, wobei das Datensignal Identifizierungsinforma tionen (16; 38) enthält, die die Identifizierung von Au diostücken in dem Empfangssignal (10; 32) ermöglichen;
Extrahieren der Identifizierungsinformationen (16; 38); und
Speichern der ein Audiostück identifizierenden Informa tionen (16; 38) ansprechend auf eine Benutzereingabe (18) während des Empfangs des Audiostücks.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem das Datensignal des
Empfangssignals (10; 32) als Wasserzeichen in das Audio
signal desselben eingebracht ist.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, bei dem die Audio
stücke Musikstücke sind, wobei die Identifizierungsin
formationen (16; 38) den Titel und den Interpreten des
Musikstücks umfassen.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem die Identifizie
rungsinformationen (16; 38) ferner Bestelldaten hin
sichtlich des Musikstücks enthalten.
14. Verfahren nach Anspruch 13, das ferner den Schritt des
kontinuierlichen Speicherns von eine vorbestimmte Zeit
dauer des Audiosignals darstellenden Daten aufweist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-14, bei dem das
Empfangssignal (10) ein Rundfunksignal ist und bei dem
die Audiostücke Programmbeiträge sind, das ferner den
Schritt des Wiedergebens des Audiosignals aufweist, wo
bei die einen Programmbeitrag identifizierenden Informa
tionen (16) ansprechend auf eine Benutzereingabe (18)
während einer Wiedergabe des Programmbeitrags gespei
chert werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-15, bei der das
Empfangssignal ein akustischen Signal ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE10000933A DE10000933A1 (de) | 1999-07-19 | 2000-01-12 | Vorrichtung und Verfahren zum Identifizieren von Audiostücken |
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Family
ID=7914855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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2000
- 2000-01-12 DE DE10000933A patent/DE10000933A1/de not_active Withdrawn
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