DD151120C2 - Schalldaempfer fuer maschinen zur formherstellung nach dem schiessprinzip - Google Patents

Schalldaempfer fuer maschinen zur formherstellung nach dem schiessprinzip

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Description

ffitel der Erfindung
Schalldämpfer für Maschinen zur Formherstellung nach dem Schießprinzip
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer zur Minderung des Lärmesι der bei der Herstellung von Formen und Kernen nach dem Schießprinzip durch die plötzliche Entspannung der Schießluft entsteht.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Das Verfahrensprinzip des Sandschießens bei Maschinen zur Formhersteilung nach dem Schießprinzip beruht auf der plötzlichen Expansion eines begrenzten Druckluftvolumens, durch die der Form- oder Kernsand mit hoher Geschwindigkeit in einen Form- oder Kernkasten eingeschlossen wird.
Der bei der plötzlichen Expansion auftretende Lärmpegel übersteigt in erheblichem Maße die zulässige Höhe. Zur Minderung des Lärmes beim Entspannen von Luft oder anderen gasförmigen Medien werden in der Regel Schalldämpfer verwendet.
Bei den bisher zum Einsatz gekommenen Schalldämpfern ergab sich immer das Problem des Versandens des Schalldämpfungselementes, da der in der Schießluft enthaltene Form- und Kernsand vor dem Eintritt in das Schalldämpfungselement nicht von der Schießluft getrennt wurde.
Ein Versanden bzw. Zusetzen ist gleichbedeutend mit dem Ausfall dieses Elementes, was wiedrum ein Auswechseln und somit Stillstand bedeutet.
Aus diesem Grunde wurde in vielen Fällen kein Schalldämpfungselement verwendet. In diesen Fällen wurde die Schießluft direkt ins Freie bzw. in speziell dafür vorgesehene Gruben geleitet, wobei die Ableitung der mit Form- und Kernsand vermischten Schießluft ins Freie zu einer erheblichen Umweltverschmutzung führt.
Bei der Anwendung von Gruben bzw. Behältern zur Lärmminderung und Ableitung der mit Form- und Kernsand vermischten Schießluft ergibt sich ein hoher Bauaufwand, hoher Platzbedarf und ein relativ großer Wartungsaufwand.
In der DE-OS 2747260 (B 22C, 15/16) wird die Lösung eines Schalldämpfers für Kernschießmaschinen beschrieben, durch welche die genannten Nachteile zum größten Teil beseitigt werden.
15' Es handelt sich hierbei um einen Schalldämpfer, der aus einer Vor- und einer Dämpfungskammer besteht, wobei die Vorkammer auf Grund ihrer Konstruktion die in der Schießluft enthaltenen gröberen Kornfraktionen des Kernformstoffes teilweise abscheidet und die Dämpfungskammer die erforderliche Lärmminderung bewirkt.
Durch diesen Aufbau wird versucht, mit geringerem ökonomischen Aufwand eine bessere Lärm- und Staubminderung zu erzielen
Um die Entfernung des in der Vorkammer abgelagerten Kernformstoffes zu ermöglichen, sind die Vorkammer und die Dämpfungskammer durch Anschraubflansche miteinander verbunden. Desweiteren gestattet diese lösbare Verbindung den notwendigen Austausch der in der Dämpfungskammer enthaltenen Dämpfungsmaterialien, die, obwohl eine gewisse Selbstreinigungskraft ausgewiesen wird, sich ebenfalls mit Kernformstoff zusetzen und somit den Schalldämpfer funktionsuntüchtig werden lassen.
Der zum Entfernen des in der Vorkammer abgelagerten Kernformstoffes erforderliche Wartungsaufwand ist auf Grund der konstruktiven Ausbildung hoch· Nachteilig macht sich auch die Tatsache bemerkbar, daß Kernformstoff in die Dämpfungskammer eindringen kann und somit in Abhängigkeit von der Art des Kernformstoffes und der in der Schießluft enthaltenen Kernformstoffmenge das Dämpfungsmaterial auszutauschen ist, was wiederum mit einem relativ hohen Zeit- und Materialaufwand verbunden ist.
Auf Grund dieser konstruktiven Ausbildung des Schalldämpfers ist auch die Durchführung einer Kontrolle zur Peststellung einer eventuell notwendigen Wartung nicht möglich.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, den Wartungsaufwand an Schalldämpfern der beschriebenen Art bei geringstmöglichem Materialeinsatz und garantierter Lärmminderung entscheidend zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch konstruktive Maßnahmen ein Eindringen des Form- oder Kernsandes in das Schalldämpfungselement zu verhindern sowie einfache Kontrollen über den Zustand des Schalldämpfungselementes zu ermöglichen, Erfindungsgemäß wird diese Aufgäbe dadurch gelöst, daß der Schalldämpfer aus einer Vorkammer und einer Dämpfungskaramer besteht, über die die Schießlüft in die freie Atmosphäre gelangt,und daß die Vorkammer zyklonartig aufgebaut und der Dämpfungskammer ein Filterelement vorgeschaltet ist. Durch den zyklonartigen Aufbau der Vorkammer wird ein Abscheiden der gröberen Kornfraktionen sowie eine Reduzierung der Geschwindigkeit der eintretenden Luft bewirkt.
Auf Grund der reduzierten Geschwindigkeit wird der größte Teil des mit der Schießluft mitgerissenen Form- oder Kernsandes schon vor dem dem eigentlichen Dämpfungselement vorgeschalteten Filter abgeschieden, so daß die durch das Filterelement noch abzuscheidende Menge an Form- oder Kernsand relativ gering ist. Diese geringe Menge an Formoder Kernsand kann erfindungsgemäß relativ schnell und einfach aus dem Filterelement entfernt werden. Erfindungsgemäß geschieht das dadurch, daß Druckluft entgegen der Strömungsrichtung der Schießluft durch das Filterelement geleitet wird. Hierzu ist ein Druckluftanschluß vorhanden, welcher zum Zwecke der Säuberung des Filterelementes nur zu öffnen ist
Erfolgt diese Säuberung automatisch in bestimmten Zeitabständen, so ist die Kontrolle des Filterelementes nur in sehr großen Zeitabständen erforderlich. Der durch die Zyklonwirkung abgeschiedene Kernformstoff wird in einem Sammelbehälter gelagert. Von dort kann er je nach Erfordernis entfernt werden.
Der zum Abtransport des abgeschiedenen Form- oder Kernsandes dienende Behälter ist direkt und abnehmbar am Sammelbehälter angebracht.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird erreicht, daß kein Kernformstoff in die Dämpfungskammer gelangt, so daß bei minimalem Wartungsaufwand eine sehr hohe Lebensdauer des Schalldämpfers gewährleistet ist.
Ausführungsbeispiel
Anhand eines Beispieles soll der erfindungsgemäße Schalldämpfer näher erläutert werden
ЗО - Figur 1 zeigt einen solchen Schalldämpfer
- Figur 2 zeigt den oberen Teil der zyklonartig aufgebauten Vorkammer in der Draufsicht
Während des Schießvorganges tritt die Schießluft tangential in den oberen Teil einer zyklonartig aufgebauten Vorkammer 1 ein und gerät dort in eine Ratationsbewegung, wobei der in der Schießluft enthaltene Роил- und Kernsand an die Wand geschleudert wird und nach unten in einen Sammelbehälter 2 fällt·
Der zyklonartige Aufbau der Vorkammer gewährleistet weiterhin, daß bei erneutem Eintreten von Schießluft der abgelagerte Form- oder Kernsand nicht wieder aufgewirbelt wird.
Bedingt durch den EatSpannungsvorgang beim Eintritt der Schießluft in das große Volumen der Vorkammer 1 und eine teilweise Umlenkung durch das weit in den oberen Teil der Vorkammer ragende Abluftrohr 8 gelangt die Schießluft, die noch schwebende Feinanteile des Form- und Kernsandes enthält, mit einer geringeren Geschwindigkeit an das Filterelement 3 (handelsübliches Metallfilterelement-Sinterbronze), Auf Grund der schon zum größten Teil erfolgten Entstaubung der Schießluft und der geringen Geschwindigkeit, mit der die Schießluft auf das Filterelement 3 trifft, ist die durch das Filterelement 3 gelangende Schießluft von Verunreinigungen v/eitestgehend befreit, so daß die Dämpfungskammer 4 (Pneumatikschalldämpfer 63-250 TGL 20737) frei von Formstoffablagerungen bleibt und somit praktisch keinem Verschleiß unterliegt«,
Auf diese Weise erhöht sich die Lebensdauer der Dämpfungskammer 4 erheblich.
Die sich trotz der Vorreinigung in der zyklonartig aufgebauten Vorkammer am Filterelement 3 absetzenden Formstoffpartikel können durch einfaches Durchblasen von Druckluft entgegen der Strömungsrichtung der Schießluft entfernt werden· Hierzu ist ein absperrbarer Druckluftanschluß 5 vorhanden, welcher zum Zwecke der Säuberung des Filterelementes 3 nur zu öffnen ist·
Die Häufigkeit der Säuberung des Filterelementes 3 ist ѵоза jeweiligen Form- oder Kernschießmaschinentyp abhängig, wobei die Zeitspanne zwischen den Säuberungen zwischen zehn Minuten und acht Stunden liegen kann· Da die zur Säuberung des Filterelementes 3 erforderliche Zeitdauer im Sekundenbereich liegt, ist der notwendige Aufwand zur Wartung minimal«
Der im Sammelbehälter 2 abgelagerte Formstoff kann durch öffnen des Schiebers 6 aus dem Sammelbehälter 2 mit Hilfe eines Transportbehälters, z. B. eines Sackes, entfernt werden·

Claims (3)

Erfindungsanspruch
1, Sohalldämpfer für Maschinen zur Pormherstellung nach dem Schießprinzip mit einer Vorkammer und einer Dämpfungskammer, gekennzeichnet dadurch, daß die Vorkammer (1) zyklonartig aufgebaut ist und der Dämpfungskammer (4·) ein Filterelement vorgeschaltet ist·
2. Schalldämpfer nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß am Filterelement (3) ein Druckluftanschluß (5) zum Durchblasen von Druckluft entgegen der Strömungsrichtung der Schießluft angebracht ist.
3· Schalldämpfer nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß zum Abtransport des abgeschiedenen Form- oder Kernsandes ein Behälter (7) vorgesehen ist,
Ц-, Schalldämpfer nach Punkt 1 und 3f gekennzeichnet dadurch, daß der zum Abtransport des abgeschiedenen Form- oder Kernsandes dienende Behälter (7) direkt und abnehmbar am Sammelbehälter (2) angebracht ist·
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