CH93077A - Windmotor. - Google Patents

Windmotor.

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CH93077A
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wind
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turbine
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Schmidt Hugo
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Schmidt Hugo
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      1W'indmotor.       Bei den bisher verwendeten Windmotoren  wird fast ausschliesslich der freie Wind als  "Triebkraft benützt. Infolgedessen müssen  diese     Motore,    um für praktische Zwecke  brauchbar zu sein, unverhältnismässig grosse  Abmessungen haben. Ein weiterer Übelstand  dieser     Motore    liegt darin, dass sie erst bei  einer gewissen Windstärke (Geschwindig  keit) in Betrieb geraten und deshalb der an  vielen Orten zumeist     -,vehende    Wind von  zwei bis drei Meter Geschwindigkeit pro Se  kunde für sie als Antrieb     gar    nicht in Be  tracht kommt, so dass trotz der kostenlosen  Kraftquelle derartige Anlagen unwirtschaft  lich sein würden.  



  Trotzdem nun seit Herstellung von  leistungsfähigen Akkumulatoren sich eine  kontinuierliche Kraft- oder Lichtquelle durch       Windmotore    leicht schaffen lässt, ist aus den  vorstehend angeführten Gründen eine allge  meine Verwendung von Windmotoren nicht  eingetreten.  



  Diesem Mangel der nicht genügend aus  genutzten Windkraft soll durch die vor  ]legende Erfindung abgeholfen werden. Ihr    Gegenstand ist ein Windmotor, der in jeder  Grösse ohne bedeutende Kosten so gebaut  werden kann, dass bereits Wind von     ganz     geringer     Geschwindigkeit    ihn in Betrieb  setzt. Ausserdem kann er überall, auch auf  jedem     Hanse,    mit     Leichtigkeit    angebracht  und bedient werden.  



  In der beiliegenden     Zeichnung    ist ein     Aus-          iülirimgsbeispiel    der     Eriiuduiiy    dargestellt.       Fig.    1     zeigt    eine Seitenansicht mit     teilweisem     Schnitt nach der Linie     _3-P    in     Fig.    2,     Fig.    2  eine Oberansicht, ebenfalls mit teilweisem  Schnitt, und     Fig.    3 einen Schnitt nach     G-D     von     Fig.    1:     Fig.    4 betrifft eine Variante.  



  Ein     trichterförmiger        Windfänger    1 ist mit  Zapfen 2 drehbar auf     eincin    Bockgestell 3,  das auf ein     Hausdach,    ein Gerüst oder einen  Turm aufgesetzt ist, angebracht und wird  durch einen     Arm    4, der mit einer Rolle 5  auf einem Kranz 6 läuft, sicher abgestützt.  Durch ein Steuer 7 wird der     trichterartige     Windfinger 1 in bekannter Weise stets in  Richtung des Windes gehalten. Nach hinten  zu verengt sich der Windfänger 1 derart,      dass der Windstrom nur durch einen schmalen  Spalt e gegen ein     "Turbinenrad    9 wirken  kann, das mit einer Welle 10 in Kugellagern  11 gelagert ist.

   Zwei im Innern des Wind  fängers 1 dicht vor dem Spalt 8 seitlich an  gebrachte kleine Leitflächen 12 und 13 leiten  den Windstrom nach der Mitte des Turbinen  rades und verhindern, dass er teilweise an  den Seitenwänden des Rades ungenutzt vor  beiströmt. Nach Wirkung     -legen    das Tur  binenrad 9 strömt der Wind durch eine       trichter    artige Erweiterung     1-1    frei aus.  



       Aui    der Welle 10 sitzt einerseits ein  Schwungrad 15, anderseits eine Riemen  scheibe 16, über die ein Treibriemen 17 läuft,  der mittelst einer kleinen Riemenscheibe 18  auf der Welle 19 eine Dynamomaschine 20  antreibt. Von den Stromabnehmern der  Dynamomaschine     hihrt    eine Leitung 21     zii     einem Schleifring     22,    von dem aus eine  Schleiffeder 23 den Strom durch eine Lei  tung 2 4 einer     Akkumulatorbatterie    zuleitet.  



  Die Regulierung und     Ausserbetriebsetzung     des Windmotors geschieht in einfachster  Weise durch eine in die Wandung des Wind  fängers 1 eingesetzte Klappe 25, die unter  leichtem Federdruck in einer Lage festgehal  ten wird, in der sie einen Teil der genannten       Wandung    bildet     (Fig.    1). An einer Seite  aussen trägt sie einen Hebel 26, an dem eine  herabhängende Schnur 27 befestigt ist. Durch  Zug an dieser Schnur kann man die Klappe  25 aus ihrer Ruhelage herabziehen, so dass  sie sich vor den Spalt 8 legt und einen grö  sseren oder kleineren Teil des Windstromes  nach oben ableitet, so dass er aus dem sonst  durch die Klappe verschlossen gehaltenen  Loch in der Wandung des Windfängers ent  weicht und ohne Wirkung bleibt.  



  Eine     Umkleidung    28 dient zum Schutz der  empfindlicheren Maschinenteile gegen     Witte-          rungse'nflüsse    und als Lager für die Wellen  10 und 19.  



  Die Schwankungen der Windgeschwindig  keiten bedingen natürlich starke Schwankun  gen der Umdrehungszahl der Dynamo. Zur       Beseit'.gung    dieses Mangels wird durch ent  sprechende Einstellung der Klappe 25 ein der         jeweiligen    Windgeschwindigkeit entsprechen  der Teil des Windstromes abgeleitet,     ohne     dass er zur Wirkung auf das Turbinenrad ge  langt.  



  Eine Ausführungsform für     eine    selbsttätige  Regelung des Windstromes ist in     Fig.    4 dar  gestellt. Durch Schwungpendel 29 wird bei  zunehmender Windgeschwindigkeit, sobald  der Druck einer Feder 30 überwunden ist,  ein Hebel 31 angezogen, der auf eine Zug  stange 32 am untern Arm eines um einen  Zapfen 34 drehbaren Winkelhebels 33     wirkt.     Dieser drückt dann mit seinem obern Arm  den     Zughebel    26 der Klappe 25 herab, so  dass sie sich schräg nach unten umlegt. Der  Spalt 8, durch den der gepresste Wind gegen  Turbinenrad 9 strömt, wird also mehr oder.

    weniger, je nach der Windgeschwindigkeit,       verschlossen    und ein Teil des Windes ent  weicht nach aussen, so dass die     Gesch <  < -indi--          keit    des Turbinenrades alsbald sinkt.  



       Ge,-ebeiieiilalls    kann die     Dynamomaschine     noch mit einer beliebigen bekannten Einrich  tung zur Regelung der Klemmenspannung  versehen werden.  



  Die grosse Bedeutung der Klappe 25 liegt,  ausser in der Möglichkeit der Turbinenrege  lung, in Abhängigkeit von der     Windgescli-#%-in-          digkeit,    in Folgendem: Eine Windturbine ist  in Gegenden, in denen nicht, wie etwa an ge  wissen Punkten der Meeresküste, dauernd  mit starkem Winde gerechnet werden kann,  nur dann nutzbar zu verwenden, wenn sie  auch Wind von nur geringer Geschwindigkeit  ausnutzt. Diesem Zweck dient der grosse  Windfänger 1. Ein solcher bringt nun aber  die     grossä    Gefahr mit sich, dass er bei     ge-          legentlicheintretendem    starken Wind diesem  eine zu grosse Widerstandsfläche darbietet,  was zu Zerstörungen führen könnte.

   Dem  hilft nun die     Windableitungsklappe    25 ab:  Wird der Wind so stark, dass er für die Tur  bine, das Turmgerüst usw. gefährlich wer  den könnte, so wird die Klappe mehr oder  weniger geöffnet und leitet den erforderlichen  Teil des Windes unschädlich ab. Deshalb  kann man ohne Gefahr den Windfänger so  gross machen, dass auch bei ganz schwachem      Winde schon eine ausreichende Antriebskraft  für die Turbine erlangt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Windmotor, gekennzeichnet durch einen den Wind auf ein Turbinenrad leitenden Windfänger, der den "Zweck hat, auch bei schwachem Wind einen bei der gegebenen Belastung zum Antrieb des Turbinenrades ausreichenden Windstrom zu sammeln, und dessen Wandung, um nicht eine bei sehr star- kein Wind gefährlich werdende Winddruck fläche darzubieten, eine Abzugsöffnung be sitzt, die für gewöhnlich durch eine Klappe verschlossen ist, welche so verstellt werden kann, dass sie, sieh vor einen zum Turbinen rad führenden Windzuleitungsspalt des Wind fängers legend,
    einen kleineren oder grösseren "Teil des Windstromes vom Turbinenrad ab leitet und in das Freie entweichen lässt.
CH93077D 1916-11-14 1919-02-01 Windmotor. CH93077A (de)

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CH93077D CH93077A (de) 1916-11-14 1919-02-01 Windmotor.

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