1W'indmotor. Bei den bisher verwendeten Windmotoren wird fast ausschliesslich der freie Wind als "Triebkraft benützt. Infolgedessen müssen diese Motore, um für praktische Zwecke brauchbar zu sein, unverhältnismässig grosse Abmessungen haben. Ein weiterer Übelstand dieser Motore liegt darin, dass sie erst bei einer gewissen Windstärke (Geschwindig keit) in Betrieb geraten und deshalb der an vielen Orten zumeist -,vehende Wind von zwei bis drei Meter Geschwindigkeit pro Se kunde für sie als Antrieb gar nicht in Be tracht kommt, so dass trotz der kostenlosen Kraftquelle derartige Anlagen unwirtschaft lich sein würden.
Trotzdem nun seit Herstellung von leistungsfähigen Akkumulatoren sich eine kontinuierliche Kraft- oder Lichtquelle durch Windmotore leicht schaffen lässt, ist aus den vorstehend angeführten Gründen eine allge meine Verwendung von Windmotoren nicht eingetreten.
Diesem Mangel der nicht genügend aus genutzten Windkraft soll durch die vor ]legende Erfindung abgeholfen werden. Ihr Gegenstand ist ein Windmotor, der in jeder Grösse ohne bedeutende Kosten so gebaut werden kann, dass bereits Wind von ganz geringer Geschwindigkeit ihn in Betrieb setzt. Ausserdem kann er überall, auch auf jedem Hanse, mit Leichtigkeit angebracht und bedient werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus- iülirimgsbeispiel der Eriiuduiiy dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt nach der Linie _3-P in Fig. 2, Fig. 2 eine Oberansicht, ebenfalls mit teilweisem Schnitt, und Fig. 3 einen Schnitt nach G-D von Fig. 1: Fig. 4 betrifft eine Variante.
Ein trichterförmiger Windfänger 1 ist mit Zapfen 2 drehbar auf eincin Bockgestell 3, das auf ein Hausdach, ein Gerüst oder einen Turm aufgesetzt ist, angebracht und wird durch einen Arm 4, der mit einer Rolle 5 auf einem Kranz 6 läuft, sicher abgestützt. Durch ein Steuer 7 wird der trichterartige Windfinger 1 in bekannter Weise stets in Richtung des Windes gehalten. Nach hinten zu verengt sich der Windfänger 1 derart, dass der Windstrom nur durch einen schmalen Spalt e gegen ein "Turbinenrad 9 wirken kann, das mit einer Welle 10 in Kugellagern 11 gelagert ist.
Zwei im Innern des Wind fängers 1 dicht vor dem Spalt 8 seitlich an gebrachte kleine Leitflächen 12 und 13 leiten den Windstrom nach der Mitte des Turbinen rades und verhindern, dass er teilweise an den Seitenwänden des Rades ungenutzt vor beiströmt. Nach Wirkung -legen das Tur binenrad 9 strömt der Wind durch eine trichter artige Erweiterung 1-1 frei aus.
Aui der Welle 10 sitzt einerseits ein Schwungrad 15, anderseits eine Riemen scheibe 16, über die ein Treibriemen 17 läuft, der mittelst einer kleinen Riemenscheibe 18 auf der Welle 19 eine Dynamomaschine 20 antreibt. Von den Stromabnehmern der Dynamomaschine hihrt eine Leitung 21 zii einem Schleifring 22, von dem aus eine Schleiffeder 23 den Strom durch eine Lei tung 2 4 einer Akkumulatorbatterie zuleitet.
Die Regulierung und Ausserbetriebsetzung des Windmotors geschieht in einfachster Weise durch eine in die Wandung des Wind fängers 1 eingesetzte Klappe 25, die unter leichtem Federdruck in einer Lage festgehal ten wird, in der sie einen Teil der genannten Wandung bildet (Fig. 1). An einer Seite aussen trägt sie einen Hebel 26, an dem eine herabhängende Schnur 27 befestigt ist. Durch Zug an dieser Schnur kann man die Klappe 25 aus ihrer Ruhelage herabziehen, so dass sie sich vor den Spalt 8 legt und einen grö sseren oder kleineren Teil des Windstromes nach oben ableitet, so dass er aus dem sonst durch die Klappe verschlossen gehaltenen Loch in der Wandung des Windfängers ent weicht und ohne Wirkung bleibt.
Eine Umkleidung 28 dient zum Schutz der empfindlicheren Maschinenteile gegen Witte- rungse'nflüsse und als Lager für die Wellen 10 und 19.
Die Schwankungen der Windgeschwindig keiten bedingen natürlich starke Schwankun gen der Umdrehungszahl der Dynamo. Zur Beseit'.gung dieses Mangels wird durch ent sprechende Einstellung der Klappe 25 ein der jeweiligen Windgeschwindigkeit entsprechen der Teil des Windstromes abgeleitet, ohne dass er zur Wirkung auf das Turbinenrad ge langt.
Eine Ausführungsform für eine selbsttätige Regelung des Windstromes ist in Fig. 4 dar gestellt. Durch Schwungpendel 29 wird bei zunehmender Windgeschwindigkeit, sobald der Druck einer Feder 30 überwunden ist, ein Hebel 31 angezogen, der auf eine Zug stange 32 am untern Arm eines um einen Zapfen 34 drehbaren Winkelhebels 33 wirkt. Dieser drückt dann mit seinem obern Arm den Zughebel 26 der Klappe 25 herab, so dass sie sich schräg nach unten umlegt. Der Spalt 8, durch den der gepresste Wind gegen Turbinenrad 9 strömt, wird also mehr oder.
weniger, je nach der Windgeschwindigkeit, verschlossen und ein Teil des Windes ent weicht nach aussen, so dass die Gesch < < -indi-- keit des Turbinenrades alsbald sinkt.
Ge,-ebeiieiilalls kann die Dynamomaschine noch mit einer beliebigen bekannten Einrich tung zur Regelung der Klemmenspannung versehen werden.
Die grosse Bedeutung der Klappe 25 liegt, ausser in der Möglichkeit der Turbinenrege lung, in Abhängigkeit von der Windgescli-#%-in- digkeit, in Folgendem: Eine Windturbine ist in Gegenden, in denen nicht, wie etwa an ge wissen Punkten der Meeresküste, dauernd mit starkem Winde gerechnet werden kann, nur dann nutzbar zu verwenden, wenn sie auch Wind von nur geringer Geschwindigkeit ausnutzt. Diesem Zweck dient der grosse Windfänger 1. Ein solcher bringt nun aber die grossä Gefahr mit sich, dass er bei ge- legentlicheintretendem starken Wind diesem eine zu grosse Widerstandsfläche darbietet, was zu Zerstörungen führen könnte.
Dem hilft nun die Windableitungsklappe 25 ab: Wird der Wind so stark, dass er für die Tur bine, das Turmgerüst usw. gefährlich wer den könnte, so wird die Klappe mehr oder weniger geöffnet und leitet den erforderlichen Teil des Windes unschädlich ab. Deshalb kann man ohne Gefahr den Windfänger so gross machen, dass auch bei ganz schwachem Winde schon eine ausreichende Antriebskraft für die Turbine erlangt wird.