CH371908A - Verfahren zur Ultraschall-Prüfung von Körpern mit gekrümmten Oberflächen - Google Patents

Verfahren zur Ultraschall-Prüfung von Körpern mit gekrümmten Oberflächen

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CH371908A
CH371908A CH7300059A CH7300059A CH371908A CH 371908 A CH371908 A CH 371908A CH 7300059 A CH7300059 A CH 7300059A CH 7300059 A CH7300059 A CH 7300059A CH 371908 A CH371908 A CH 371908A
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CH7300059A
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Pohlman Reimar Dr Phil
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Usag Ultraschall Ag
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N29/00Investigating or analysing materials by the use of ultrasonic, sonic or infrasonic waves; Visualisation of the interior of objects by transmitting ultrasonic or sonic waves through the object
    • G01N29/22Details, e.g. general constructional or apparatus details
    • G01N29/221Arrangements for directing or focusing the acoustical waves

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Description


  



  Verfahren zur   Ultraschall-Prüfung    von Körpern mit gekriimmten Oberflächen
Die   Ultraschall-Prüfung    beliebiger Werkstücke erfolgt im allgemeinen mit Hilfe des Durchstrahlungsoder   Impulsechoverfahrens.      Als Anlagefläche fur    den Schallkopf sucht man nach Möglichkeit hierfür plane   Anlage-oder      Einstrahlungsflächen    auf. Bei Körpern mit gekrümmten Oberflächen ist dies jedoch nicht möglich. Um die Schwierigkeit der punkt-oder linienförmigen Auflage (z.

   B. bei Rohren) zu umgehen, schleift man daher die im allgemeinen aus Trolitul oder Plexiglas bestehenden Vorsatzst cke auf die konvexe oder konkave Krümmung der   Einstrahlungs-    flÏche ein, erhält zwar eine befriedigende   Ankoppe-    lung, nimmt jedoch die hierbei entstehende Schallbrechung in Kauf. Der   Strahlenverlauf    im Inneren des Prüflings ist daher durch die vorgegebene konvexe oder konkave Krümmung der Einstrahlungsfläche des Prüflings bestimmt und weicht im allgemeinen stark von dem gewünschten   Strahlenverlauf    im Inneren des   Prüflings    ab.

   Bei der bekannten Unterwasser-Schalltechnik, bei welcher der   Prüfling    und der bzw. die   Schallköpfe    zum Zwecke der   Ultraschall-Übertragung    in ein gemeinsames Flüssigkeitsbad gebracht werden, sind die genannten Schwierigkeiten noch grösser, da sich aus dem Verhältnis der   Schallgeschwindigkeiten    von Wasser zu Metall ein noch grösserer   Brechungs-    index ergibt als aus dem Verhältnis von Trolitul bzw.



  Plexiglas zu Metall.



   Die genannten Schwierigkeiten beseitigt das erfin  dungsgemässe    Verfahren zur   Ultraschall-Prüfung    von Körpern mit gekrümmten Oberflächen dadurch, dass mit Hilfe eines   schalloptischen Systems    alle Strahlen des   Schallbündels    so gerichtet werden, da¯ sie unter dem gleichen Einfallswinkel in den   Prüfling    eintreten.



  Die Fig.   1    bis 4 zeigen beispielsweise Durchführungsarten des erfindungsgemässen Verfahrens. Die Figuren stellen im einzelnen dar :
Fig. 1 die   Ultraschall-Untersuchung    eines Rohres mit ein oder zwei   Schallköpfen    nach dem Impulsechooder Durchstrahlungsverfahren,
Fig. 2 die Untersuchung einer Stange mit ein oder zwei   Schallköpfen    nach dem Impulsecho-oder Durch  strahlungsverfahren,   
Fig. 3 die   Untersuchung eines Prüflings    mit ver  änderlicher Wandstärke    und veränderlichem   Durch-    messer,
Fig. 4 eine besondere   Durchführungsart    des Im  pulsechoverfahrens.   



   In Fig. l ist mit 1 der   Ultrascballstrahler,    beispielsweise eine Platte aus piezoelektrischem Material, bezeichnet. Handelt es sich bei dem   Prüfling    2 um m einen zylinderf¯rmigen Körper, beispielsweise ein Rohr oder eine Stange, so ist dem Ultraschallstrahler   1    eine   schalloptische    Zylinderlinse 3 vorgeschaltet, welche das   Schallbündel    im freien   Scballfelde    zu einer   Brennlinie    4 zusammenziehen w rde. Derartige   Schaltinsen    sind in bekanntr Weise nach den schall optischen Gesetzen aus Kunststoff oder aus Metall gefertigt.

   Es gelingt nun unschwer, den Prüfling, beispielsweise das in Fig. l mit 2 bezeichnete Rohr so in den konvergenten Strahlengang der Zylinderlinse zu bringen, dass die Einfallswinkel   ai    =   a.    werden. Diese Bedingung ist nämlich immer dann erf llt, wenn die genannte   Brennlinie    4 parallel zur Achse des zylin  derförmigen    Körpers zu liegen kommt, und zwar in seine durch die Achse bestimmte Schnittebene   5,    welche parallel zur Strahlerfläche 1 verläuft.

   Man ersieht leicht aus rechnerischen oder geometrischen ¯berlegungen, da¯ bei Gleichheit der Winkel   ai    und   a2 auch alle Einfallswinkel der zwischen ihnen lie-    genden Strahlen des Bündels nur sehr wenig   vonein-      ander abweichen, dass    also alle Strahlen des weit ge öffneten und somit eine grosse Energie übertragenden  Bündels unter dem gleichen Winkel in den   Prüfling    einfallen und somit an der Grenzfläche in gleicher Weise gebrochen werden.

   Unter den Bedingungen von Fig. l geht somit das einfallende   schraffiert gezeich-    nete Bündel 6 infolge der bereits genannten grossen   Schallbrechung    in das in der Rohrwandung entlanglaufende schraffiert gezeichnete Bündel 7 über und kann bei Benutzung des   Impulsechoverfahrenas durch    Rückwirkung auf die piezoelektrische Platte   l    zum   Fehlernachweis    benutzt werden. Anderseits tritt das Bündel 7 jedoch bei 8 wieder aus der Rohrwandung aus und kann mit Hilfe des   Durchstrahlungsverfahrens    durch einen aus den Elementen   1'und 3'gemäss    dem Sender   aufgebauten Empfänger ebenfalls zur Auffin-    dung eines   Materialfehlers    dienen.



   In Fig. 2 ist als Beispiel die Ultraschall-Prüfung einer Stange gezeigt. Der   Prüfling    ist wiederum mit   2    bezeichnet und auch die übrigen Ziffern haben die zu Fig. l korrespondierende Bedeutung. Man erkennt deutlich, dass für alle Strahlen trotz des hohen Brechungsindexes zwischen Wasser und dem beispielsweise aus Stahl bestehenden Prüfling, infolge des für jeden Strahl exakt senkrechten Einfalles keinerlei   Brechung    stattfindet und die gewünschte Bedingung vorliegt,   dal3,    abgesehen von den unvermeidlichen Reflexionsverlusten, bei Anwendung des   Impulsechoverfahrens    die Wirkungsweise die gleiche ist, als wenn eine ebene    Einstrahlungsfläche vorliegen würde,

   bei Anwendung    des Durchstrahlungsverfahrens ebenfalls wunschgemäss das gesamte eingestrahlte Bündel den   Empfän-    ger trifft. Ausserdem erkennt man, dass die Empfind  lichkeit    beider Verfahren für die achsennahe Zone besonders hoch ist, was insbesondere zur Auffindung von Fadenlunkern sehr wertvoll ist.



   Aus Fig. 2 ersieht man jedoch ebenfalls, dass eine lückenlose Erfassung des   Prüflings      2    sowie auch des Rohres 2 in Fig. l nur bei einer Relativbewegung   zwischen Prüfling    und   Schallbündel    m¯glich ist. Soll beispielsweise im Rohr 2 (Fig. l) nur eine   Längs-    schweissnaht untersucht werden, so ist die Schweissnaht in den Strahlengang 7 zu bringen, und es genügt, eine Längsbewegung des Rohres in Richtung seiner Achse. Soll jedoch das gesamte Rohr bzw. die gesamte Stange 2 lückenlos untersucht werden, so ist eine zusätzliche Rotation erforderlich, so dass eine schraubenlinienförmige Abtastung stattfindet, deren Vorschub pro Umdrehung kleiner als die Länge der Brennlinie 4 sein soll.



   Handelt es sich um einen zylinderförmigen Körper, dessen Durchmesser oder auch dessen Wandstärke in Achsenrichtung variiert (Fig. 3), so muss die Einstrahlungsrichtung, der Abstand des Stahlers und in seltenen FÏllen auch sein   Öffnungsverhältnis    an die Form des   Prüflings    angepasst werden. Fig. 3 zeigt die Verhältnisse im achsenparallelen Schnitt. Mit   1    ist wiederum die piezoelektrische Platte, mit 3 die von oben gesehene Zylinderlinse und mit 6 das einfallende   Ultraschallbündel    bezeichnet, das senkrecht zur Achse gesehen natürlich nicht   konvergiert.    Im Inneren des zylinderförmigen Körpers ist lediglich die Richtung 7 des Schallbündels angedeutet.

   Da diese aus Symmetriegründen stets senkrecht auf der Achse des zylinderförmigen Körpers stehen muss, ist zur Erreichung dieser Bedingung   (7')    eine Schwenkung des Strahlers 1', 3'um den Winkel   99    erforderlich. Da sich au¯erdem der Durchmesser verringert, ist bei erneuter Parallelstellung des Strahlers gegebenenfalls eine weitere Bewegung des Strahlers senkrecht zur Rohrachse notwendig. In einfachen FÏllen kann die ge  nannte    Steuerung des Senders durch den Prüfling selbst erfolgen, indem beispielsweise der Sender (und Empfänger) mit Laufrollen auf der Oberfläche des   Prüflings    aufsitzt und somit von dieser selbst gesteuert wird.

   In komplizierten Fällen kann es empfehlenswert sein, den   Prüfling    ohne Vorschub rotieren zu lassen und den Sender (und Empfänger) mit Hilfe einer entsprechend berech, neten Schablone am   Prüfling    entlanglaufen zu lassen.



   Soll vornehmlich mit dem Impulsechoverfahren gearbeitet werden, so wirkt sich die durch die den   Prüfling    umgebende Flüssigkeit verursachte starke Abstrahlung als Dämpfung ungünstig aus. Da anderseits aber eine Flüssigkeit zur   Ubertragung    des fokussierten   Ultraschallbundels notwendig    ist, wird nach Fig. 4 so vorgegangen, dass nur ein Teil des   Prüflings    2 in das Flüssigkeitsbad 9 eingetaucht wird und der Sender   l    mit vorgeschaltetem schalloptischen System 3 im bereits erwähnten Strahlengang von unten ein" strahlt.

   Da der Körper 2 nunmehr fast an seiner gesamten Umrandung an Luft grenzt, kann im Gegensatz zu Fig.   l    das   Schallbündel    7 den Körper nicht mehr verlassen und pflanzt sich, beispielsweise in der Rohrwandung entlanglaufend, der jeweiligen DÏmpfung des Materials entsprechend praktisch über den   Rohrumfang    fort. Dieses ganz besonders, wenn der Einstrahlungswinkel so gewählt wird, dass in an sich bekannter Weise Plattenwellen bzw. Rohrwandwellen erregt werden. Bei nicht stark dämpfendem Material gelingt es auf diese Weise, nicht nur ohne Rotation praktisch den gesamten Rohrumfang zu prüfen, sondern ausserdem durch die verminderte Dämpfung die Fehlererkennbarkeit entsprechend zu erhöhen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Ultraschall-Prüfung von Körpern mit gekrümmten Oberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe eines schalloptischen Systems alle Strahlen des Schallbündels so gerichtet werden, dass sie unter dem gleichen Einfallswinkel in den Prüfling eintreten.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle der Ultraschall-Durch- strahlung auch der Empfänger mit dem gleichen schalloptischen System ausgerüstet ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch zur Prüfung zylinderförmiger Körper, dadurch gekennzeichnet, dass als schalloptische Systeme Zylinderlinsen verwendet werden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zylinderförmige Körper in Richtung seiner Achse durch das fokussierte Schallbündel hindurchbewegt wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zylinderförmige Körper bei gleichzeitiger Rotation in Achsenrichtung durch das fokussierte Schallbündel hindurchbewegt und auf diese Weise schraubenlinien- förmig abgetastet wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei nicht gleichbleibender Wanddicke und verÏnderlichem Radius des zylinderförmigen Körpers Einstrahlungsrichtung, Abstand und Aperbur des fokussierten Schallbündels beim Abtastvorgang durch den Prüfling selbst gesteuert werden.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspriichen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Einstrahlungsrichtung, Abstand und Apertur des fokussierten Schallbündels beim Abtastvorgang durch eine Schablonenführung gesteuert werden.
    7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, da¯ der zylinderförmige K¯rper nur zum Teil in die das fokussierte Schallb ndel bertragende Fl ssigkeit eingetaucht wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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