CH352149A - Integrationsverfahren und Einrichtung zu dessen Durchführung - Google Patents

Integrationsverfahren und Einrichtung zu dessen Durchführung

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CH352149A
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Dietiker Max
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Corti Ulrich A Dr
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01DMEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01D1/00Measuring arrangements giving results other than momentary value of variable, of general application
    • G01D1/04Measuring arrangements giving results other than momentary value of variable, of general application giving integrated values

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)

Description


      Integrationsverfahren    und Einrichtung zu dessen     Durchführung       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Integra  tionsverfahren und eine Einrichtung zu dessen  Durchführung.  



  Mechanische     Integratoren    sind seit langem be  kannt. Ihr Anwendungsgebiet beschränkt sich im  wesentlichen auf     das        Planimetrieren    von zeichnerisch  dargestellten Flächen. Da die Flächen von Hand um  fahren werden müssen, ist die     Messgenauigkeit    von  Fall zu Fall verschieden. Ein weiterer Nachteil     dieser          Messmethode    besteht darin, dass alle zu integrieren  den Grössen zuerst in einem Diagramm dargestellt  werden müssen.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, Inte  grationen ohne die vorstehend erwähnten Nachteile  auszuführen; sie basiert darauf, dass es heute möglich  ist, jede mechanische, optische, akustische oder  thermische Grösse in eine elektrische Spannung ent  sprechender Amplitude umzuformen. Das Verfahren  ist dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz eines       Oszillators    entsprechend der zu integrierenden Grösse  moduliert und die Summe aller vom     Oszillator     während der Integrationsdauer abgegebenen Impulse  elektronisch bestimmt wird. Daraus geht hervor,,  dass in den     meisten    Fällen der Umweg über die zeich  nerische Darstellung des Vorganges entfallen kann.  



  Das erfindungsgemässe Integrationsverfahren ist  im folgenden an Hand der beiliegenden Zeichnung,  die ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur  Durchführung dieses Verfahrens zeigt, beispielsweise  erläutert; es zeigt:       Fig.    1 das Blockschema eines elektronischen  Integrators,       Fig.    2 das Schaltschema eines     frequenzmodulier-          ten        Multivibrators,          Fig.    3 die     Kennlinie    des     Multivibrators.     



  Ist die zu integrierende Grösse eine elektrische    Spannung, so kann sie unmittelbar dem elektro  nischen Verstärker 1 zugeführt werden.  



  Ist dies nicht der Fall, so muss die zu integrie  rende Grösse zuerst in eine elektrische Spannung  umgeformt werden. Die dazu notwendigen Umfor  mer sind bekannt (z. B. Mikrophon, Seismometer,  Photozelle,     Thermoelement    usw.).  



  Der elektronische Verstärker muss dem verwen  deten Umformer bzw. der Amplitude und der Fre  quenz des Eingangssignals angepasst sein.  



  Da elektronische Verstärker in geeigneter Aus  führung bekannt sind, sollen sie hier nicht     näher    be  schrieben werden.  



  Die vom elektronischen Verstärker 1 abgegebene  Spannung wird einem     Multivibrator    2 zugeführt,  welcher mit dieser Spannung     frequenzmoduliert    wird.  



  Das Schaltschema des     Multivibrators    ist in     Fig.    2,  seine     Kennlinie    in     Fig.    3 dargestellt.  



  Der     frequenzmodulierte        Multivibrator    hat somit  die Funktion eines Umformers von Spannungsampli  tuden in Zahlenwerte. Wie aus     Fig.    3 hervorgeht,  entspricht jeder Eingangsspannung     U"    eine bestimmte  Frequenz     f    am Ausgang<I>A</I>     (Fig.    2). Der Ausgang<I>A</I>  des     Multivibrators    wird nun über einen Schalter S  einem elektronischen Zählgerät 3 zugeführt     (Fig.    1).  Das elektronische Zählgerät muss der Ausgangs  frequenz     f    des     Multivibrators    angepasst sein.

   Da  solche Geräte in     geeigneter        Ausführung    bekannt     sind,,     sollen sie hier nicht näher beschrieben werden.  



  Der Schalter S wird durch     ein        Zeitmessgerät    4  gesteuert. Das     Zeitmessgerät    misst die Dauer des In  tegrationsvorganges. Es kann manuell oder automa  tisch gesteuert werden.  



  Der     Messvorgang    geht folgendermassen vor sich:  Die zu integrierende Spannung wird im elektronischen       Verstärker    1 auf den notwendigen Pegel verstärkt      und als     Moduliersignal    dem     Multivibrator    2 zuge  führt     (Fig.    4). Wie aus der Kennlinie     Fig.    3 hervor  geht, entspricht jedem     Momentanwerte    der Eingangs  spannung     U,    eine bestimmte Impulsfrequenz f am  Ausgang     (Fig.    5).  



  Wird daher die Summe aller     Ausgangsimpulse     des     Multivibrators,    welches das  
EMI0002.0010     
    darstellt, durch die     Messzeit    T     dividiert,    so erhält man  die mittlere     Impulsfrequenz        f",        (Fig.    5), welcher eine  bestimmte mittlere Eingangsspannung     U",    entspricht       (Fig.4).    Die     Fläche    F ergibt sich dann durch das  Produkt<I>U", - T.</I> Es ist nicht notwendig, dass die zu  verarbeitenden Grössen von vornherein die Form  einer elektrischen Spannung     haben,

      da alle physika  lischen Grössen mit Hilfe von bekannten Umformern  in eine entsprechende elektrische Spannung umge  wandelt werden können.  



  Der     Mittelwert        U",    berechnet sich jeweils nach  folgender Formel:  
EMI0002.0022     
    die Impulszahl, T die     Messdauer    und     K1,        K2    Kon  stanten sind.  



  Daraus folgt für die     Fläche:     <I>F =</I>     U",        #T     Es sind z. B. folgende Messungen möglich:  Bestimmung des     Mittelwertes    einer variierenden  elektrischen Spannung, oder anderer Grössen, die mit  Hilfe von     Umformern    in eine elektrische Spannung  umgewandelt werden können.  



  Messung des Mittelwertes einer variierenden  elektrischen Spannung oder irgendeiner Grösse, die  mit     Hilfe    von     Umformern    in eine elektrische Span  nung umgewandelt werden kann, wobei das Resultat  in Form von Ziffern abgelesen werden kann.  



  Messung des arithmetischen Mittelwertes- von  Wechselspannungen mit einer untern Grenzfrequenz  von 0 Hz, oder irgendeiner Grösse, die mit Hilfe  von Umformern     in    eine elektrische Spannung ent  sprechende Frequenz umgewandelt werden kann.  



  Zur Ausbildung der     einzelnen    Elemente der     Mess-          einrichtung    ist folgendes zu sagen:  Der elektronische Verstärker kann je nach Ver  wendungszweck z. B. als Wechselstrom-, Gleich  strom- oder     Trägerfrequenz-Verstärker    ausgebildet  sein. Der Verstärkungsfaktor und der Frequenz  gang müssen den entsprechenden Verhältnissen an  gepasst sein. Als     frequenzmodulierter        Oszillator    kann  jede geeignete     Ausführung    verwendet werden.

   Die       Frequenzmodulation    kann elektronisch wie im vor  liegenden Beispiel, mit     Hilfe    von     Reaktanzröhren,     magnetisch z. B. durch     Permeabilitätsänderung    eines         Eisenkerns,        mechanisch    z. B. durch mechanische  Änderung einer Kapazität oder einer     Induktivität,     oder durch irgendeine andere geeignete Methode er  folgen. Die     Frequenzvariation    durch die zu integrie  rende Grösse muss     linear    verlaufen. Die Wellenform  des     Oszillators    kann beliebig     sein.     



  Die Lage der     Frequenzvariation    im Frequenz  spektrum muss dem     Messvorgang    angepasst werden.  Das elektronische Zählgerät muss dem vorge  schalteten     frequenzmodulierten        Oszillator    hinsicht  lich     Eingangsempfindlichkeit,        Zählgeschwindigkeit     und Speichervermögen angepasst sein. Der     Messwert     kann entweder weiteren Rechengeräten     zugeführt     werden, oder er     kann    optisch, z.

   B. durch     Glimm-          lampen    hinter durchsichtigen Platten mit     eingravier-          ten    Zahlen, durch Zeiger von elektrischen     Mess-          instrumenten,        durch        besondere    Anzeigeröhren, die  gleichzeitig ein Bestandteil der     Zählerschaltung    sind,  durch     Gasentladungsröhren,    durch mechanische  Zählwerke usw. angezeigt werden. Die Registrierung  der     Messwerte        kann    z. B. durch elektrische Druck  werke, elektrische Schreibmaschinen oder andere  geeignete Geräte erfolgen.

   Die     Messwerte    können  bei sehr schnellen Vorgängen magnetisch, optisch  usw.     gespeichert    werden, und nach beendigtem     Mess-          vorgang    durch ein geeignetes Verfahren registriert  werden.  



  Das     Zeitmessgerät    misst die Dauer des Integra  tionsvorganges. Es kann automatisch durch die zu  integrierende Grösse, oder manuell gesteuert werden.  



  Das     Zeitmessgerät    kann als zeitbestimmendes  Element z. B. ein Feder-Uhrwerk, eine elektrische       Netz-Synchronuhr,    einen Quarz-Generator usw., ent  halten.  



  Mit dem     Zeitmessgerät    können zusätzlich noch  andere Vorgänge gesteuert werden, wie z. B. die  Registrierung von Zwischenwerten während des     Mess-          vorganges,    die Verteilung der     Messwerte    auf verschie  dene Zählgeräte usw. Die     Messwerte    können bei  sehr schnellen Vorgängen z. B. magnetisch ge  speichert und nach beendigtem     Messvorgang    durch  ein geeignetes Verfahren registriert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Integrationsverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz eines Oszillators entsprechend der zu integrierenden Grösse moduliert und die Summe aller vom Oszillator während der Integrationsdauer abgegebenen Impulse elektronisch bestimmt wird. UNTERANSPRUCH 1. Integrationsverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zu integrierende Grösse in eine elektrische Spannung umgeformt wird, mit welcher Spannung, nach ihrer elektronischen Verstärkung, der Oszillator frequenzmoduliert wird.
    PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Spannungsquelle, deren Ausgang zur Frequenzmodu- lation eines Oszillators mit dem letzteren verbunden ist, wobei der Ausgang des Oszillators über einen durch ein durch ein Zeitmessgerät gesteuerten Schalter an ein elektronisches Impuls-Zählgerät angeschlossen ist. UNTERANSPRUCH 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannungsquelle ein elek tronischer Verstärker nachgeschaltet ist, dessen Aus gang an einen als Oszillator dienenden Multivibrator angeschlossen ist.
CH352149D 1957-06-07 1957-06-07 Integrationsverfahren und Einrichtung zu dessen Durchführung CH352149A (de)

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