Elektrische Programmsteueranlage Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Programmsteueranlage, umfassend einen Elektromotor und ein Abfragegerät für ein Kom- mando-Speichermittel, welches Gerät mit einer Vielzahl von Fühlelementen zur Feststellung nume rischer Aufzeichnungselemente im genannten Spei chermittel versehen ist.
Programmsteueranlagen dieser Art werden bei spielsweise dazu verwendet, abhängig von den in einem geeigneten Kommandospeicher aufgezeich neten Informationen einen beweglichen Teil, wie bei spielsweise das angetriebene Objekt einer Werk zeugmaschine, in jeder einzelnen einer Vielzahl von vorgegebenen Stellungen automatisch in Bewegung zu setzen und anzuhalten, wobei der genannte Elek tromotor einen Bestandteil einer Nachlaufsteuerung bildet.
Die erfindungsgemässe Programmsteueranlage ist gekennzeichnet durch eine Leitvorrichtung, be stehend aus mehreren Geber-Induktionseinrichtun- gen, von denen jede relativ zueinander bewegliche Primär- und Sekundärwicklungen besitzt, durch von den Fühlelementen gesteuerte Mittel zur Einstellung einer der Wicklungen einer jeden der Induktions einrichtungen in Stellungen entsprechend den durch die Aufzeichnungen repräsentierten Zahlenwerten, durch einen Stellungsanzeiger, bestehend aus meh reren Induktionseinrichtungen,
von denen jede ein zelne einer Induktionseinrichtung in der Leitvor- richtung zugeordnet ist und jede eine beweglich an gebrachte, seitens des Motors mechanisch verstell bare Wicklung sowie eine induktiv damit gekoppelte zweite Wicklung besitzt, und durch von einem Stel lungsunterschied zwischen den einstellbaren Wick lungen der Induktionseinrichtungen der Leitvorrich- tung und den verstellbaren Wicklungen der zugeord neten Induktionseinrichtung des Stellungsanzeigers abhängige Mittel zur Steuerung der Motorerregung, damit der Motor rotiert und seine Welle in einer Stellung zum Stillstand kommt,
welche in bezug auf den von der Anfangsstellung aus zurückgelegten Ge- samtdrehwinkel mit dem Zahlenwert der genannten numerischen Aufzeichnungen übereinstimmt.
Induktionseinrichtungen der angegebenen Art werden meist als Synchron-Fernübertragungsgeräte bezeichnet und können in rotationssymmetrischer oder in geradliniger Bauart ausgeführt sein. Die rotationssymmetrische Bauart entspricht z. B. genau einem Induktionsmotor mit Schleifringanker, besitzt also einen Stator und einen Rotor sowie eine Primär- und eine Sekundärwicklung. Die geradlinige Bauart besitzt meist gegeneinander verschiebbare Teile eines Magnetsystems mit Primär- und Sekundär wicklungen. Bei den bekannten geradlinigen Typen erstrecken sich die Magnetsysteme längs einer ebenen Fläche, während bei den rotationssymmetri schen Typen zylindrische Magnetsysteme verwendet werden.
Beide Typen können in elektrischen Steuer anlagen wahlweise gegeneinander ausgetauscht wer den, obwohl für manche Anwendungen die eine Bau art vorteilhafter als die andere sein kann. Die rota tionssymmetrischen Typen lassen sich einfacher her stellen, weshalb in den Zeichnungen der vorliegen den Beschreibung die Leitvorrichtung und der Stel lungsanzeiger als mit Gebersystemen dieser Art aus gerüstet beschrieben ist (nachstehend als Dreh steuerorgan bezeichnet).
Bei der Steueranlage der genannten Art lässt sich mit jedem der vielen Drehsteuerorgane im Stellungs anzeiger zusammen mit dem zugeordneten Dreh steuerorgan in der Leivorrichtung ein verschiedener Genauigkeitsgrad bezüglich der Steuerung und des Einstellvorganges des angetriebenen Objekts errei chen.
Beispielsweise wird nur eine relativ grobe Steuerung möglich sein mittels eines Drehsteuer- organs, das über ein Zahnradgetriebe mit relativ niedrigem Übersetzungsverhältnis mit dem angetrie benen Objekt gekoppelt ist, etwa einer Übersetzung, die bei der Maximalbewegung des angetriebenen Objekts eine Verdrehung des Drehsteuerorganrotors von weniger als 180 ergibt.
Ein derartiges Dreh-, Steuerorgan sei als ltouriges bezeichnet und er gibt mit dem zugeordneten Drehsteuerorgan in der Leitvorrichtung ein 1-Tourensteuersystem. Die Ge nauigkeit der Steuerung kann mittels eines zusätz lichen zweiten Drehsteuerorgans verbessert werden, das über eine Zahnradübersetzung höheren über- setzungsverhältnisses mit dem angetriebenen Objekt gekoppelt ist, beispielsweise mit einer Übersetzung,
welche 10 Umdrehungen des Drehsteuerorganrotors bei einer Umdrehung des ltourigen Drehsteuerorgans der Grobsteuerung ergibt. Dieses lOtourige Dreh steuerorgan bildet zusammen mit dem zugehörigen Drehsteuerorgan in der Leitvorrichtung ein 10- Tourensteuersystem. Eine weitere Genauigkeitsstei gerung der Einstellsteuerung kann durch Verwen dung zusätzlicher Drehsteuerorgane erzielt werden,
welche mit dem angetriebenen Objekt durch über setzungen mit noch höherem Verhältnis als das Itourige Drehsteuerorgan verbunden sind, etwa 100: 1 oder l000:1, und die zusammen mit dem zugehörigen Drehsteuerorgan in der Leitvorrichtung ein 100-Tourensteuersystem bzw. ein 1000-Touren- steuersystem bilden.
Da die Phase der Ausgangs spannung eines rotationssymmetrischen Drehsteuer organs jeweils nach 180 Drehung sich umkehrt, sollte pro Steuersystem der Nachlaufmotor nur in einem eigenen Drehwinkelbereich von weniger als 180 gesteuert werden, weshalb geeignete Überlei tungsmittel die Weitergabe der Steuerung von dem jeweils höhertourigen Steuersystem zum nächst folgenden niedertourigeren Steuersystem bei einem bestimmten Drehwinkel innerhalb des 180 -Winkel- bereiches des höhertourigen Steuersystems vor nehmen müssen, wenn eine Abweichung des ange triebenen Objekts von der Sollstellung auftritt.
In entsprechender Weise sollen die Überleitungsmittel die Weitergabe der Steuerung des Nachlaufmotors von dem jeweils niedertourigeren zum nächsthöher- tourigen Steuersystem bei einem bestimmten Dreh winkel innerhalb des 180 -Winkelbereiches des nie dertourigeren Steuersystems ermöglichen, wenn sich umgekehrt das angetriebene Objekt der Sollstellung nähert.
Wie oben erwähnt, ist jedem mit dem angetrie benen Objekt gekuppelten Drehsteuerorgan des Stel lungsanzeigers ein entsprechendes Drehsteuerorgan in der Leitvorrichtung zugeordnet. Während der ge steuerten Einstellbewegung des angetriebenen Objekts soll von den Rotoren der höhertourigen Drehsteuer organe eine grosse Anzahl Umdrehungen ausgeführt werden; beispielsweise macht das 1000tourige Dreh steuerorgan bei einer Umdrehung oder bei 180 Drehwinkel des ltourigen Drehsteuerorgans insge samt 1000 bzw. 500 Umdrehungen.
Um ein Anhal- ten des angetriebenen Objekts in der genauen Soll stellung zu gewährleisten, ist eine Voreinstellung der Rotoren der Drehsteuerorgane in der Leitvorrich- tung auf genau jene Winkelstellung erforderlich, welche mit der Winkelstellung der Rotoren der zu gehörigen Drehsteuerorgane im Stellungsanzeiger übereinstimmt, die beim Erreichen der exakten Soll stellung des angetriebenen Objekts auftritt.
Mit Rücksicht auf eine Verringerung der Ein stellzeit und aus andern Gründen ist jedoch er wünscht, dass die höhertourigen Drehsteuerorgane in der Leitvorrichtung nicht die grossen Umdrehungs zahlen der ihnen zugeordneten Drehsteuerorgane des Stellungsanzeigers mitmachen müssen.
Die erfindungsgemässe Nachlaufsteueranlage soll nun ermöglichen, dass die Drehsteuerorgane in der Leitvorrichtung automatisch und abhängig. von In formationen, die z. B. in einem tabellarischen Glied gespeichert sind, von ihrer ursprünglichen Stellung mit weniger als einer vollen Umdrehung in die ge naue Winkelstellung gedreht werden, die sie zur exakten Einstellung des angetriebenen Objekts in die Sollstellung einnehmen müssen, unabhängig von der Zahl der vollständigen Umdrehungen, welche von den zugehörigen Drehsteuerorganen im Stel lungsanzeiger während der Bewegung des angetrie benen Objekts von seiner Anfangslage bis in seine Sollage ausgeführt werden.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung wer den nachstehend anhand der Zeichnung näher be schrieben. In dieser zeigt: Fig. 1 ein Schaltbild für einen Teil des ersten Ausführungsbeispiels der Programmsteueranlage; Fig. 2 ein perspektivisches Prinzipbild einer Einrichtung zur Umwandlung der in einem Speicher enthaltenen numerischen Informationen in entspre chende Winkelstellungen der Rotoren der Dreh steuerorgane in der Leitvorrichtung, Fig. 3 eine schematische Wiedergabe einer Loch karte, die als Speicher zur Aufzeichnung der erfor derlichen Informationen für die Programmsteuer- anlage dient,
Fig.4 ein schematisches Prinzipbild der Diffe rentialkopplung zwischen den sperrbaren Rädern der Umwandlungseinrichtung nach Fig. 2 und den Ro toren der Drehsteuerorgane der Leitvorrichtung, Fig. 5 ein Prinzipbild eines andern Ausführungs beispiels eines Teils der Einrichtung nach Fig. 4, Fig. 6 ein zur Erläuterung der Betriebsweise der Programmsteueranlage nach Fig. 1 dienendes Dia gramm,
Fig. 7 ein Diagramm über die Ausgangsspannung des Steuersystems abhängig von der Abweichung vom Sollwert, wiedergegeben in logarithmischem Massstab, Fig. 8 und 9 je ein schematisches Prinzipbild von andern Ausführungsbeispielen von statischen Loch kartenabfragegeräten, Fig. 10 ein anderes Ausführungsbeispiel einer Umwandlungseinrichtung für numerische Informa tionen.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, wird durch die Programmsteueranlage ein Objekt 1, beispielsweise ein Teil einer Werkzeugmaschine, der genau eine be stimmte Stellung einnehmen soll, mittels eines ge eigneten Antriebs, etwa durch den Gleichstrom- Nebenschlussmotor 2, bewegt. Das Objekt 1 kann dabei jedes beliebige bewegbare Glied einer Werk zeugmaschine sein. Beispielsweise kann als Objekt der Aufspanntisch einer Lochstange vorgesehen sein; in der vorliegenden Beschreibung wird deshalb das Objekt 1 weiterhin als Tisch bezeichnet.
Dem Anker des Motors 2 wird seitens des Aus gangskreises einer reversierbaren Thyratronregel- schaltung 3 eine für die gewünschte Drehrichtung geeignete Gleichspannung zugeführt. Diese Regel schaltung besitzt ein Thyratron 4, welches bei Zu führung einer genügend grossen Steuergleichspan nung zum Eingangskreis dem Motoranker eine der Vorwärtsbewegung entsprechende Gleichspannung liefert. Ferner ist ein Thyratron 5 vorhanden, wel ches bei Zuführung einer ausreichenden Steuer gleichspannung zum Eingangskreis dem Motoranker eine Gleichspannung umgekehrte Polarität liefert und den Motor in Rückwärtsrichtung antreibt.
Zur Beeinflussung der den Eingangskreisen zu geführten Steuerspannung der Thyratrons 4 und 5 ist ein Leitmechanismus 6 und ein Stellungsanzeiger 7 vorhanden. Der Leitmechanismus 6 enthält meh rere Drehsteuerorgane 8, 9, 10 und 11 als Geber, und der Stellungsanzeiger besitzt eine gleiche Anzahl entsprechender Drehsteuerorgane 12, 13, 14 und 15. Alle Drehsteuerorgane sind identisch, weshalb nach stehend lediglich das Drehsteuerorgan 12 mit seinen Einzelheiten beschrieben wird. Wie aus Fig. 1 er sichtlich, besitzt ein derartiges Steuerorgan 12 eine Einphasenwicklung 12a und eine verteilte Drei phasenwicklung 12b.
Jede der zwei Wicklungen kann auf dem Stator und die jeweils andere auf dem Rotor vorgesehen werden. Hier sei aber angenom men, dass die Einphasenwicklungen aller Drehsteuer organe des Leitmechanismus und des Stellungs anzeigers auf den Rotoren und die verteilten Drei phasenwicklungen jeweils auf den Statoren ange ordnet sind.
Beim Stellungsanzeiger 7 werden sämtliche Ein phasenwicklungen 12a, 13a, 14a, 15a seitens einer geeigneten Wechselspannungsquelle über die Netz leitungen 16 gespeist, dienen demnach als Primär wicklungen und induzieren in den Sekundärwicklun gen 12b 13b, 14b und<I>15b</I> Wechselspannungen. Die Anschlüsse der Sekundärwicklungen 12b,<I>13b, 14b</I> und 15b sind unmittelbar mit den entsprechenden Anschlüssen der Wicklungen 8b bzw. 9b bzw. 10b bzw. 11 b der zugehörigen Drehsteuerorgane im Leit- mechanismus 6 verbunden, so dass die in den Wick lungen 12b bis 15b induzierten Spannungen an die entsprechenden Wicklungen 8b bis llb gelangen.
Demnach wirken die Einphasenwicklungen 8a, 9a, 10a, 11a in den Leitdrehsteuerorganen als Sekundär wicklungen, in denen Einphasenspannungen indu ziert werden, deren Phasenlage und Frequenz der jenigen der Speiseleitung 16 entsprechen, und deren Amplitude von der Winkellage zwischen den Win- dungsachsen der Primärwicklung des jeweiligen Drehsteuerorgans im Stellungsanzeiger 7 einerseits und der Sekundärwicklung des zugeordneten Dreh steuerorgans im Leitmechanismus 6 abhängig ist.
Stimmen beispielsweise die Primärwicklung 12a und die Sekundärwicklung 8a in ihrer Stellung überein, so ist die in der Sekundärwicklung 8a induzierte Spannung Null. übereinstimmung der Wicklungen 8a und 12a, also Stellungsgleichheit bedeutet hier, dass die Windungsachse der Wicklung 8a senkrecht zur Achse des von der Wicklung 8b erzeugten Ma gnetfelds verläuft. Anderseits tritt bei einer Ab weichung der Windungsachsen 8a und 12a um 90 gegen Stellungsgleichheit die maximale Spannung in der Wicklung 8a auf, während bei einer Abweichung um 180 gegenüber Stellungsgleichheit die Spannung wieder Null ist.
Also ändert sich zwischen Stel lungsgleichheit und 180 Abweichung die Amplitude der in der Sekundärwicklung 8a induzierten Span nung sinusförmig und wird nach 180 Abweichung in der Richtung umgekehrt.
Das Drehsteuerorgan 12 im Stellungsanzeiger 7 ist mit dem Drehsteuerorgan 13 über das Zahnrad getriebe 17 gekoppelt, beispielsweise mit einem über setzungsverhältnis 10 : 1, so dass für jede volle Um drehung des Steuerorgans 12 vom Steuerorgan 13 zehn volle Umdrehungen ausgeführt werden. Eben solche Getriebe 18 und 19 sind zwischen den Dreh steuerorganen 13 und 14 bzw. 14 und 15 vorge sehen, jeweils mit einem übersetzungsverhältnis von 10 : 1, also vollführt das Steuerorgan 14 zehn volle Umdrehungen bei einer vollen Umdrehung des Steuerorgans 13, und entsprechend läuft das Steuer organ 15 zehnmal um, wenn das Steuerorgan 14 eine Umdrehung ausführt. Bei jeder vollen Umdrehung des Steuerorgans 12 ergeben sich somit 10 bzw.
100 bzw. 1000 Umdrehungen an den Steuerorganen 13 bzw. 14 bzw. 15. Der Einfachheit halber werden die Steuerorgane deshalb ltourig bzw. lOtourig bzw. 100 tourig bzw. 1000 tourig bezeichnet.
Das 1000tourige Steuerorgan 15 ist mit dem be wegbaren Tisch 1 über ein Reduktionsgetriebe 20 verbunden, das eine geeignete Untersetzung besitzt, etwa derart, dass das Steuerorgan 15 eine volle Um drehung pro 25 mm Verschiebung des Tisches 1 längs seiner Leitspindel 21 ausführt. Dann vollbrin gen die Steuerorgane 14, 13 und 12 jeweils eine ganze Umdrehung bei einer Verschiebung des Tisches 1 um jeweils 250 mm bzw. 2500 mm bzw. 25 000 mm, und demnach entspricht einer Ver drehung der Organe 14, 13, 12 um 180 einer Tischverschiebung um 125 mm bzw. <B>1250</B> mm bzw. 12 500 mm.
Damit der Motor 2 den Tisch 1 in eine ge wünschte Lage bewegt, werden die in den Wick lungen 8a bis 11a induzierten Spannungen, nach ge eigneter Umformung durch elektronische Mittel, zur Steuerung der Leistungsabgabe der Thyratronröhren 4 und 5 benützt, die ihrerseits den Motor 2 speisen.
Da die in den Sekundärwicklungen der Drehsteuer organe des Leitmechanismus 6 induzierten Spannun gen ihre Phase umkehren; wenn die Winkelabwei chung zwischen diesen, und den ihnen zugeordneten Drehsteuerorganen im Stellungsanzeiger 7 den Wert von l80 überschreitet, muss der Winkelbereich, innerhalb welchen das ltourige, das lOtourige, das 100tourige und das 1000tourige Steuerorgan die Steuerung der Drehzahl und der Drehrichtung des Motors ausübt, auf weniger als 180 beschränkt wer den.
Demgemäss erfolgt die Überleitung der Steue rung von den höhertourigen Steuerorganen zum nächstfolgenden niedertourigeren Steuerorgan je weils innerhalb des 180 Winkelbereiches, also bei einer Stellung, bei welcher die Abweichung gegen über Stellungsgleichheit zwischen den - zusammen gehörigen Steuerorganen im Leitmechanismus 6 und im Stellungsanzeiger 7 weniger als 180 beträgt. NTähert sich also die Winkelabweichung, üblicher weise als Fehler bezeichnet,
zwischen dem 1000- tourigen Anzeigesteuerorgan 15 und dem 1000- tourigen Leitsteuerorgan 11 dem Wert 180 , so wird die Steuerung des Nachlaufmotors 2 auf das 100- Tourensteuersystem aus den Steuerorganen 10 und 14 übergeleitet.
In gleicher Weise erfolgt bei An näherung des Fehlers im 100-Tourensteuersystem an den 180 Wert die Überleitung der Steuerfunktionen auf das 10-Tourensteuersystem aus den Steuer organen 9 und 13. Wird schliesslich im 10-Touren- steuersystem der Fehler nahezu 180 , so wird die Steuerung des Motors 2 auf das 1-Tourensteuer- system aus den Steuerorganen 8 und 12 übergeleitet.
Wie bereits erwähnt, ist die Untersetzung des Ge triebes 20 zwischen dem ltourigen Steuerorgan 12 und dem Tisch 1 derart, dass bei einer Tischverschie bung von 12 500 mm eine Verdrehung um 180 er folgt. Für das vorliegende Ausführungsbeispiel sei angenommen, dass die maximale Verschiebung des Tisches 1 nur etwa 6250 mm beträgt. Dementspre chend erreicht der Fehler zwischen den Steuerorga nen 8 und 12 des 1-Tourensteuersystems niemals nahezu 180 .
Zwecks aufeinanderfolgenderüberleitung der Steue rung zwischen dem 1000-, 100-, 10- und 1 Touren steuersystem ist eine Überleitungsschaltung 22 vor gesehen, die aus einem Netzwerk aus festen und aus nichtlinearen, spannungsabhängigen Widerständen besteht. Einen wesentlichen Teil des Netzwerkes stellt ein Spannungsteiler dar, der abwechselnd aus festen und nichtlinearen Widerständen zusammen gesetzt ist.
Der Spannungsteiler umfasst den festen Widerstand 23, den nichtlinearen Widerstand 24, einen in zwei Teile<I>25a</I> und 25b unterteilten festen Widerstand 25 mit dem Mittelanschluss 25c, den nichtlinearen Widerstand 26, einen in zwei Ab schnitte 27a und 27b geteilten festen Widerstand 27 mit dem Mittelanschluss 27c, und einen nichtlinearen Widerstand 28. Die einandere entsprecenhden einen Anschlüsse der Sekundärwicklungen 8a bis 11a sind miteinander über die Leitung 29 verbunden, während die andern Anschlüsse an gewissen Punkten des nichtlinearen Spannungsteilers angeschlossen sind.
Die betreffenden Anschlüsse der Sekundärwicklun gen 8a und 11a sind mit den einander gegenüber liegenden Enden 28a bzw. 23a des Spannungsteilers verbunden, während die entsprechenden Anschlüsse der Sekundärwicklungen 9a und 1 0a an die zwischen liegenden Punkte 26a bzw. 24a angeschlossen sind.
Mit dem Spannungsteiler 23a bis 28a wirkt ein zweiter Spannungsteiler aus den festen Widerständen 30, 31 und 32 zusammen, die hintereinandergeschal- tet zwischen dem Punkt 23b des ersten Spannungs- teilers und dem Anschluss 33 liegen. Zwischen dem Abgriff 25c des ersten und dem Abgriff 30a des zweiten Spannungsableiters liegt eine Serienschal tung aus dem festen Widerstand 34 und dem nicht linearen Widerstand 35. Ferner ist zwischen dem Punkt 30a und dem Leiter 29 ein fester Widerstand 36 eingeschaltet. Auch zwischen dem Abgriff 31a und dem Leiter 29 liegt ein fester Widerstand 37, und den gleichen Abgriff 31a verbindet ein nicht linearer Widerstand 38 mit dem Abgriff 27c des ersten Spannungsteilers.
Eine Serienschaltung aus dem festen Widerstand 39 und einem nichtlinearen Widerstand 40 verbindet den Abgriff 23b am ersten Spannungsteiler mit dem gemeinsamen Leiter 29. Parallel zum nichtlinearen Widerstand 24 liegt ein fester Widerstand 41, und zwischen dem Anschluss 28a des ersten Spannungsteilers und dem Anschluss 33 ist ein nichtlinearer Widerstand 42 geschaltet.
Da die Spannungen der Sekundärwicklungen 8a, 9a, 10a, 11a zwischen dem gemeinsamen Leiter 29 und verschiedenen Punkten des ersten Spannungs- teilers liegen, können dieser gemeinsame Leiter 29 und diese Spannungsteileranschlüsse als Eingänge des Überleitungsnetzwerkes 22 betrachtet werden, während der Leiter 29 und der Anschluss 33 den Ausgang des Netzwerkes darstellen, da die dort ent stehende Spannung das Signal zur Steuerung des Motors 2 liefert. Der zwischen den beiden letzt genannten Punkten gelegene feste Widerstand 43 bildet dementsprechend den Belastungswiderstand des Netzwerkes.
Obwohl als nichtlineare Widerstände 24, 26, 28, 35, 38, 40 und 42 solche jeder geeigneten Bauart aus jedem beliebigen geeigneten Material verwend bar sind, werden vorzugsweise Widerstände aus einer Mischung von Siliziumkarbidkristallen mit einem geeigneten Bindemittel vorgesehen.
Die Wirkungsweise des Netzwerkes bei der Überleitung der Steuerung des Motors 2 von einem höhertourigen Drehsteuerorgan zum nächstfolgenden niedertourigeren Drehsteuerorgan bei einer Annähe rung des Fehlers im höhertourigen Steuersystem an 180 lässt sich anhand des Diagramms in Fig. 6 er klären, auf dessen Abszisse die Abweichung des IOOOtourigen Drehsteuerorgans gegenüber Stellungs gleichheit in Winkelgraden aufgetragen ist und dessen Ordinate die Fehlerspannung, das heisst die in den Wicklungen 8a bis 11a induzierten Spannun gen anzeigt.
Die Sinuslinie 44 stellt die Kurve der Amplitudenwerte dar, welche die Fehlerspannung des 1000-Tourensteuersystems durchläuft. Die Kurve 44 zeigt, dass die Amplitude mit zunehmender Win kelabweichung der Rotorwicklung lla des Leit- mechanismus 6 von der Stellungsgleichheit mit der Wicklung 15a im Stellungsanzeiger 7 vom Wert Null bis zu einem Maximalwert sinusförmig ansteigt.
Da die negativen Teile der Kurve 44 einen unerwünsch ten Drehrichtungswechsel des Motors 2 ergeben würden, muss die Steuerung dieses Motors zum 100- tourigen Drehsteuerorgan übergeleitet werden, bevor die Winkelabweichung zwischen den Wicklungen 11a und 15a einen Wert von 180 erreicht. Dies bewirkt die nichtlineare Fehlersignal-Überleitungs- schaltung 22.
Der Linienzug 45 in Fig. 6 stellt die Kurve der Amplituden der Fehlerspannung des 100-Touren- steuersystems in gleichem Zeitmassstab wie 44 dar. Wie der Verlauf zeigt, variiert die Span-. nungsamplitude zwischen dem Wert Null und einem Maximalwert bei wachsender Winkelabwei chung der Rotorwicklung 10a des Leitmechanis- mus 6 gegenüber Stellungsgleichheit mit der Ro- torwicklung 14a im Stellungsanzeiger.
Die negativen Teile der Kurve 45 zeigen, dass die in der Wicklung 10a induzierte Spannung ihre Richtung gegenüber derjenigen der Spannungsquelle 16 umkehrt. Da dies auch hier einen Drehrichtungswechsel des Motors 2 ergeben würde, muss vor dem Erreichen einer 180"- Winkelabweichung die Steuerung vom 100-Touren- steuersystem zum 10-Tourensteuersystem übergelei tet werden.
Das gleiche gilt für das 10-Tourensteuersystem, dessen Spannungsamplitudenkurve zum Teil den, Linienzug 46 zeigt, der wie die Kurven 44 und 45 sinusförmig verläuft.
Entsprechend dem Winkel bereich der Abszisse in Fig. 6, sind nur die ersten 36 der Hüllkurve 46 wiedergegeben, entsprechend einem Winkelbereich von 3600 des 1000-Touren- steuersystems. Vor der Richtungsumkehr der in der Rotorwicklung 9ca induzierten Fehlerspannung wird die Steuerung des Motors vom 10-Tourensteuer- system zum 1-Tourensteuersystem übergeleitet, dessen Spannungsamplituden durch die Kurve 47 teilweise angedeutet sind.
Wegen des beschränkten Winkelbereiches der Abszisse ist hiervon aus Fig. 6 nur der Verlauf der ersten 3,6 ersichtlich.
Die Fig. 7 zeigt den Verlauf der Ausgangsspan nung 48 (33-29) der überleitungsschaltung 22 ab hängig von der Winkelabweichung des 1000-Touren- steuersystems. Um den ganzen Winkelbereich von 180 des 1-Tourensteuersystems, entsprechend einem Winkelbereich von 180 000' des 1000-Tourensteuer- systems, wiedergeben zu können, sind logarith misch eingeteilte Koordinaten in Fig.7 verwendet. Bei Stellungsgleichheit, also dem Fehler Null zwi schen den Wicklungen des Leitmechanismus 6 und denjenigen des Stellungsanzeigers 7 des 1-,.
10-, 100- und 1000-Tourensteuersystems; besitzen sämtliche Kurven 44 bis 47 gleichzeitig den Wert Null, was nur im Koordinatenursprung der Fig.6 der Fall ist. Beim Fehler Null wird also in keiner der Wicklungen 8a bis lla eine Spannung induziert. Dementsprechend ist bei Stellungsgleichheit die Aus gangsspannung am Anschluss 33 des Netzwerkes 22 gegenüber der Leitung 29 ebenfalls Null und der Linienzug 48 weist die Ordinate Null auf.
Mit zu nehmender Winkelabweichung zwischen den Rotoren im Leitmechanismus und denjenigen im Stellungs anzeiger treten Spannungen in den Wicklungen 11a, 10a, 9a und 8a auf, deren Amplituden durch die Li nien 44 bzw. 45 bzw. 46 bzw. 47 in Fig. 6 wieder gegeben werden. Bei sehr niedrigen Spannungen sind die Widerstandswerte aller nichtlinearen Wider stände 24, 26, 28, 35, 38, 40, 42 extrem hoch, näm lich grösser als 10 Megohm. In diesem Falle können also die Widerstandswerte der nichtlinearen Wider stände als unendlich gross angesehen werden, so dass die Ausgangsspannung des Netzwerks nur noch eine Funktion der festen Widerstände der Schaltung ist.
Bei kleinen Abweichungen gegenüber Stellungs gleichheit übertrifft die seitens des 1000-Touren- steuersystems gelieferte Spannung bei weitem die seitens der andern Steuersysteme gelieferten Span nungen und bestimmt weitgehend die Ausgangsspan nung entsprechend dem Teil des Linienzuges 48 in Fig. 7 von Null bis zum Punkt 48a. Bei Zunahme der Abweichung nimmt die in der Wicklung 11n des 1000tourigen Steuerorgans induzierte Spannung rasch auf Null ab und weist dann mit umgekehrtem, Vorzeichen wieder einen Anstieg auf.
Bei Umkehr der Richtung beginnen die nichtlinearen Widerstände wirksam zu werden und begrenzen den von dieser Spannung an den Ausgang der überleitungsschaltung 22 gelangenden Teil, so dass im Bereich der Punkte 48a bis 48b der Ausgangsspannung 48 der vom 100-Tourensteuersystem gelieferte Anteil dominiert, der grösser als die Spannungen seitens des 10- und des 1-Tourensteuersystems ist und demnach den Verlauf der Ausgangsspannung bestimmt. Bei wei terem Anwachsen der Abweichung nimmt die vom 100-Tourensteuersystem gelieferte Spannung auf Null ab und kehrt dann ihre Richtung um.
Nun werden ebenfalls die nichtlinearen Widerstände der überleitungsschaltung wirksam und begrenzen den am Ausgang derselben auftretenden Anteil der in der Sekundärwicklung 10a induzierten gegenphasigen Spannung, so dass die vom 10-Tourensteuersystem gelieferte Spannung den Verlauf der Ausgangsspan nung 48 zwischen den Punkten 48b und 48c be stimmt.
Somit entsteht am Ausgang der überleitungs- schaltung 22 mit wachsender Abweichung eine Fehlerwechselspannung, deren Amplitudenwert ge mäss der Hüllkurve 48 verläuft.
Diese Fehlerwechselspannung wird mittels der als Kathodenverstärker arbeitenden Doppeltrioden röhre 49 verstärkt - es können aber natürlich auch andersartige Röhrenverstärker verwendet werden, falls erwünscht. Die Ausgangsspannung an den An oden 49a und 49b der Verstärkerröhre 49 gelangt zum Transformator 50, dessen Primärwicklung 50a an diesen beiden Anoden 49a und 49b liegt und der über seine Sekundärwicklungen die verstärkte Fehler wechselspannung den Anoden/Kathodenkreisen eines elektrischen Röhrendiskriminators 51 zuführt, der einen einpoligen Ausgang besitzt. Vorzugsweise be steht dieser Diskriminator 51 aus zwei Doppeltrioden 52 und 53.
Die Anoden 52a und 53a der beiden Röhren sind mit den beiden Enden der Sekundär wicklung. 50b verbunden, während beide Kathoden über die Widerstände 54 und 55 am Mittelabgriff dieser Wicklung liegen. In entsprechender Weise sind die Anoden 52b und 53b mit den beiden Enden der Sekundärwicklung 50c verbunden, deren Mittel abgriff über die Widerstände 56 und 54 an den Ka thoden 52c und 53c liegt.
Zu den Eingangskreisen beider Röhren 52 und 53 gelangen Wechselspannungen der gleichen Fre quenz wie an die Anoden. Hierzu dient die Verbin dung der Steuergitter 52d und 53d mit den beiden Enden der Wicklung 57b des Transformators 57, deren Primärwicklung 57a von der Wechselspan- nungs-Netzleitung 16 gespeist wird; der Mittelabgriff der Wicklung 57b ist über den Widerstand 55 mit den Kathoden 52c und 53c verbunden.
In entspre chender Weise sind die Steuergitter 52e und 53e mit den beiden Enden der zweiten Sekundärwicklung 57c zusammengeschaltet, deren Mittelabgriff über den Widerstand 56 an den Kathoden 52f und 53f liegt.
Im Prinzip arbeitet der Diskriminator 51 folgen dermassen: Bei Stellungsgleichheit zwischen den Ro- torwicklungen 12a, 13a, 14a und 15a des Stellungs anzeigers 7 und den Rotorwicklungen 8a, 9a, 10a und 11a des Leitmechanismus erhält das überlei- tungsnetzwerk 22 keine Spannung, weshalb weder zum Verstärker 49 noch zu den Anodenkreisen des Diskriminators eine Spannung gelangt. Also sind die Röhren 52 und 53 nicht stromführend und die am Widerstand 54 auftretende Spannung ist Null.
Jeder Fehler, das heisst jede Winkelabweichung der Rotoren im Stellungsanzeiger 7 gegenüber Stellungs gleichheit mit den Rotoren des Leitmechanismus, liefert dem überleitungsnetzwerk 22 eine Fehler wechselspannung. Diese Spannung wird im Netz werk 22 umgeformt, ergibt einen Amplitudenverlauf entsprechend dem Linienzug 48 in Fig. 7, wird ver stärkt und dann den Anoden der Röhren 52 und 53 zugeführt. Für eine Richtung der Abweichung ist die zu den Anoden 52a und 53a gelangende Wech selspannung in Phase mit der an den Steuerelektro den 52e und 53e liegenden Spannung, während die Spannung an den Anoden 52b und 53b gegenüber den Spannungen an den Steuergittern 52d und 53d eine Phasenverschiebung von 180 besitzt.
Also wer den nur die rechtsseitigen Teile der Doppelröhren 52 und 53 Strom führen, nicht aber die linksseitigen Teile. Dies ergibt am Widerstand 54 im Ausgangs stromkreis eine Gleichspannung, bei welcher der rechtsseitige Anschluss positiv ist und deren Grösse bei kleinen Abweichungen ungefähr proportional zu derselben ist.
Bei einer Abweichung in umgekehrter Richtung entsteht an den Anschlüssen des Ausgangswider stands 54 eine Gleichspannung umgekehrter Polari tät. Somit ist die am Ausgangswiderstand 54 des Diskriminators 51 auftretende Gleichspannung in ihrer Polarität von der Richtung der Winkelabwei chung abhängig, und in ihrer Grösse bei kleinen Ab weichungen denselben proportional.
Die am Ausgangswiderstand 54 des Diskrimina- tors 51 entstehende Gleichspannung gelangt zum Eingangskreis eines Kathodenverstärkers mit einer Röhre 58 geeigneter Bauart, die in üblicher Weise mit Gleichstrom aus einer Spannungsquelle über die Leitungen 59, 60, 61 gespeist wird. Die Leitung 61 führt Erdpotential, die Leitung 60 besitzt eine Span nung von 100 Volt gegen Erde und die Leitung 59 eine Spannung von 300 Volt gegen Erde. Die An ode 58a der Kathodenverstärkerröhre 58 ist mit der 300-V Leitung 59 verbunden, während die Kathode 58b über die Kathodenwiderstände 62 und 63 an der Erdleitung 61 liegt.
Der Eingangskreis der Kathodenverstärkerröhre 58 erhält die Ausgangs spannung des Diskriminators 51. Der Eingangskreis des Kathodenverstärkers besteht aus dem Ausgangs widerstand 54 des Diskriminators 51, und erhält über diesen an der Leitung 60 angeschlossenen Wider stand sowie über die Widerstände 66, 65 und 64 eine Vorspannung von 100 Volt.
Beim Betrieb folgt die Spannung an der Kathode derjenigen am Steuer gitter, unterscheidet sich aber genügend, um die Än derungen der Gitter/Kathoden-Spannung zu ermöb lichen, welche die erwünschten Kathodenstromände- rungen zur Folge haben. Die Ausgangsspannung kann vom gesamten oder einem Teil des Kathoden widerstands abgenommen werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die am Kathodenwider stand 63 auftretende Ausgangsspannung dem Eingang einer Verstärkerstufe der reversierbaren Motorregel schaltung 3 zugeführt. Dieser Verstärker besteht aus.
einer Doppeltriodenröhre 67, deren Anoden 67a und 67b über die beiden gleichgrossen Widerstände 68 bzw. 69 mit der 300-Volt-Leitung 59 verbunden sind, während die beiden Kathoden 67c und 67d zu sammengeschaltet und über einen gemeinsamen Wi derstand 70 von hohem Wert zur Erdleitung geführt sind.
Die Steuerelektrode 67e der linken Triode liegt unmittelbar an der 100-V-Leitung 60, während die Steuerelektrode<B>67f</B> der rechten Triode mit dem Mittelanschluss 63a der Kathodenwiderstände 62 und 63 des Kathodenverstärkers verbunden ist, so dass der kathodengekoppelte Verstärker 67 ein- gangsseitig die Ausgangsspannung am Widerstand 63 erhält. Die Spannung zwischen den Anoden 67a und 67b bildet die Ausgangsspannung des Verstär kers 67 und wird den Eingangskreisen der Thyratron- röhren 4 und 5 der reversierbaren Motorregelschal- tung zugeführt.
Nachstehend sei die Wirkungsweise des kathoden gekoppelten Verstärkers 67 kurz erläutert. Solange die Spannung an beiden Steuergittern 67e und 67f gleich gross sind, entstehen auch gleichgrosse Anoden spannungen, und die Eingangskreise der Thyratron- röhren 4 und 5 erhalten ebenfalls gleiche Spannun gen. Tritt jedoch an der einen Steuerelektrode eine kleine Spannungsänderung relativ zur andern auf, so variiert der Strom in der ersten Triode sowie der Spannungsabfall am Kathodenwiderstand, was eine Änderung in umgekehrtem Sinn in der andern Triode bewirkt.
Wird beispielsweise angenommen, dass die Spannung an der Steuerelektrode 67f negativer wird, dann verringert sich der Stromfluss durch die rechte Triode, die Spannung am Kathodenwider stand 70 nimmt ab, womit die Gitter/Kathoden- Vorspannung an der linken Triode kleiner wird und sich dem festen Wert derselben nähert. Dies bewirkt einen Stromanstieg im linken Triodensystem, bis der ursprüngliche Gesamtkathodenstrom, zusammen gesetzt aus dem Stromfluss durch beide Röhren, wieder erreicht ist.
Der Motor 2 zur Verschiebung des Tisches 1 wird im Ankerstromkreis seitens der Wicklung<B>71b</B> des Transformators 17 gespeist, und zwar über die umgekehrt parallel geschalteten Thyratronröhren 4 und 5, bei denen die Anode 4a mit der Kathode 5b und dem einen Anschluss des Ankers verbunden ist, während die Anode 5a mit der Kathode 4b zusam men am einen Anschluss der Wicklung 71b liegt. Die Primärwicklung 71a des Transformators 71 wird seitens der Netzleitung 16 gespeist.
Die Anode 67a des kathodengekoppelten Ver stärkers ist mit dem Gitterkreis der Thyratronröhre 4 verbunden, und zwar über eine phasendrehende Brückenschaltung, deren Arme aus dem Widerstand 72, dem Kondensator 73 und den beiden Hälften der Sekundärwicklung 71c des Transformators 71 bestehen. Dem Gitterkreis der Thyratronröhre 4 wird auf diese Weise eine Spannung zugeführt, deren Wechselspannungskomponente gegenüber ihrer An odenspannung phasenverschoben ist, und deren Gleichspannungskomponente in der Grösse veränder lich ist.
Wird die zusammengesetzte Spannung in der Amplitude geändert, so variiert der Zündzeitpunkt bei jeder positiven Halbperiode der Anodenspannung abhängig von der Gleichspannungskomponente. Eine entsprechende phasendrehende Brückenschaltung ist im Gitterkreis der Thyratronröhre 5 zwischen dem Steuergitter 5c und der Anode 67b des kathoden gekoppelten Verstärkers 67 vorgesehen.
Die bisher beschriebenen Teile der Nachlauf steueranlage arbeiten wie folgt: Bei Stellungsgleich heit der Rotoren der Drehsteuerorgane 12 bis 15 im Stellungsanzeiger 7 gegenüber den ihnen zugeordne ten Drehsteuerorganen 8 bis 11 im Leitmechanismus 6 ist die Spannung am Widerstand 54 des Diskrimi- nators 51 Null.
Dementsprechend herrscht am Ab griff 63a des Kathodenverstärkers eine Spannung, die in beiden Hälften der kathodengekoppelten Dop peltriode 67 gleichgrosse Ströme bewirkt, und die sich gerade in der Mitte des möglichen Variations bereiches befindet. Gleichgrosse Ströme in beiden Hälften der Röhre 67 ergeben gleichgrosse Spannun gen solcher Grösse, dass die Thyratronröhren 4 und 5 den Anker des Motors 2 mit gleichgrossen, aber ent gegengesetzt gerichteten und relativ geringen Strömen speisen, so dass der Motor 2 stillsteht.
Weisen die Rotoren der Drehsteuerorgane des Stellungsanzeigers 7 eine Abweichung gegenüber Stellungsgleichheit mit den zugehörigen Drehsteuer organen des Leitmechanismus 6 auf, existiert also ein Fehler, so tritt - wie oben bereits erläutert eine Fehlerspannung am Ausgangswiderstand 54 des Diskriminators 51 auf. Es sei angenommen, dass bei einer Winkelabweichung, die der Vorwärtsrichtung entspricht, die Fehlerspannung am Anschluss 54a positiv ist, dann steigt der Stromfluss im Kathoden verstärker 58 an und erzeugt eine zunehmende posi tive Spannung am Anschluss 63a.
Hierdurch wird der Stromfluss in der rechten Triode der Doppel röhre 67 vergrössert und in der linken Triode ver ringert, wodurch die positive Anodenspannung an der Anode 67a gegenüber derjenigen an der Anode 67b überwiegt. Der Spannungsanstieg an der Anode 67a bewirkt eine Vorverlegung des Zündzeitpunktes der den Vorwärtslauf des Motors steuernden Thyratronröhre 4, so dass der Anker des Motors 2 einen grösseren Strom erhält.
Umgekehrt bewirkt der Spannungsrückgang an der Anode 67b eine Rück verlegung des Zündzeitpunktes der den Rückwärts lauf des Motors steuernden Thyratronröhre 5 und verringert deren Stromfluss. Somit rotiert der Motor 2 in Vorwärtsrichtung, wodurch mit dem Tisch 1 die Rotoren der Drehsteuerorgane 12 bis 15 im Stel lungsanzeiger 7 in Richtung der Stellungsgleichheit gegenüber den Drehsteuerorganen 8 bis 11 im Leit- mechanismus 6 verdreht werden.
Sobald die Rotoren im Stellungsanzeiger die Stellungsgleichheit mit den Rotoren des Leitmechanismus erreichen, wird die Ausgangsspannung der Wicklungen<I>8a, 9a,</I> 10a, 11a zu Null. Ebenso verschwindet die Ausgangsspan nung am Widerstand 54 des Diskriminators 51 und der Motor 2 hält an, so dass der Tisch 1 in der neuen Stellung stillsteht, nachdem er eine Bewegung proportional der gesamten Drehbewegungen der Rotoren im Stellungsanzeiger 7 ausgeführt hat.
Bei einer Winkelabweichung der Rotoren im Stellungsanzeiger und im Leitmechanismus in der entgegengesetzten Richtung besitzt die am Wider stand 54 des Diskriminators auftretende Fehlerspan nung die umgekehrte Polarität. Dementsprechend wird der Motor 2 für Rückwärtslauf erregt und be wirkt eine Rückdrehung der Rotoren im Stellungs- anzeiger in Richtung auf Stellungsgleichheit mit den Rotoren im Leitmechanismus, wobei gleichzeitig der Tisch 1 eine Rückwärtsbewegung ausführt und nach einer Verschiebung proportional der gesamten Ver drehung der Rotoren des Stellungsanzeigers zum Stillstand kommt.
Um die obenbeschriebene Steueranlage zur Aus führung von Bewegungen des Tisches 1 in vorbe stimmte Stellungen verwenden zu können, in Ab hängigkeit von numerischen Informationen, die in einem tabellarischen Glied, etwa einer Lochkarte 75 gemäss Fig. 3, aufgezeichnet sind, sind Abfragemittel für solche Lochkarten vorgesehen, die auf Grund der ermittelten Informationen die Rotoren des Leit mechanismus 6 in Winkelstellungen entsprechend jenen bringen, welche die Rotoren des Stellungs anzeigers in der gewünschten Stellung des Tisches 1 einnehmen würden.
Die Fig. 2 zeigt ein Prinzipschema eines Ab fragegerätes 76 für bewegte Lochkarten, eine Ein richtung 77 zur Speicherung der von den Loch kartentabellen ermittelten numerischen Informa tionen, zwecks Benützung nach dem Durchgang der betreffenden Lochkarte durch das Abfragegerät, und Mittel 78 zur Verwertung der gespeicherten Infor mationen zwecks Verdrehung der Rotoren von Dreh steuerorganen im Leitmechanismus 6 in jene Win kelstellungen, welche die Rotoren im Stellungs anzeiger 7 einnehmen würde, wenn der Tisch 1 die seitens der numerischen Informationen auf der Loch karte 75 vorbestimmte Lage erreicht.
Wegen ihrer Wirkungsweise werden die Mittel 78 als Rotor einstellgerät bezeichnet. Es sei dabei erwähnt, dass bei der Einstellung der Rotoren in Abhängigkeit und ilbereinstimmung mit numerischen Informationen, eine Umwandlung der digitalen in eine analoge In formation erfolgt.
Das Kartenabfragegerät 76 besitzt eine von der Antriebswelle 80 elektrisch isolierte Kontaktwalze 79, die seitens . geeigneter Mittel (nicht gezeichnet) gedreht wird. Von der Welle 80 wird ferner ein zur impulsartigen Kontaktgabe geeigneter Schalter 81 betätigt, der bei jeder abzutastenden Kolonne der Lochkarte den Stromkreis des Betätigungsmagneten 82a eines Schrittschalters 82 schliesst. Für jede Dezimalkolonne der Lochkartentabelle ist je ein der artiger Schalter 82 vorhanden. Der eine gezeichnete Schalter 82 soll als der Hunderter -Kolonne zu gehörig betrachtet werden.
Entsprechende Schalter (nicht gezeichnet) sind vorgesehen für die Zehner -, Einer -, Zehntel -, Hundertstel - und Tau- sendstel -Kolonnen.
Im Lochkartenabfragegerät 76 sind mehrere Ko- lonnenabtastbürsten vorgesehen, von denen jene mit 83 bezeichnet ist, welche der Hunderter -Kolonne zugeordnet sei. Zur Erläuterung der Wirkungsweise des Lochkartenabfragegerätes und der Speicher einrichtung sei angenommen, dass aus der Hunder- ter-Kolonne der Lochkarte, welche eben abgetastet wird, ein der Zahl 2 entsprechendes Loch ausge- stanzt ist. Diese Lochkarte soll der Fig. 3 entspre chen.
Solange die Abtastbürste 83 die Kontaktrolle 79 wegen Fehlens eines Loches in der Hunderter-Ko- lonne nicht berührt, wird lediglich der Impulskontakt 81 bei den Rastnummern 0 und 1 (der horizontalen Reihe) betätigt. Da jedoch der Bürstenstromkreis über den Leiter 86 offen ist, ergibt dies weiter keine Wirkung. Wird jedoch die Rastnummer 2 erreicht, so ermöglicht das dort befindliche Loch eine Be rührung der Abtast'bürste 83 mit der Kontaktwalze 79 und nunmehr wird bei Betätigung des Impuls kontaktes 81 der Stromkreis für den Betätigungs magnet 82a des Schrittschalters 82 zu den Strom versorgungsleitungen 84 und 85 geschlossen.
Das Einschalten und anschliessende Abschalten des Ma gneten 85a bewirkt eine Fortschaltung des Schleif- arms 82b des Schrittschalters 82 von seinem Ruhe kontakt zum Kontakt Nummer Neun. Wenn die Lochkarte 75 im Abtastgerät weiterläuft, wird der über das Loch geschlossene Stromkreis wieder ge öffnet und bleibt weiterhin offen, da natürlich in der Hunderter-Kolonne keine weiteren Löcher aus gestanzt sind. Jedoch betrifft dies nicht den Strom kreis des Magneten 82a, denn dieser verläuft nun über die Leitung 86, den Impulskontakt 81, die, sämtlich parallel geschalteten Kontakte der untern Kontaktbank des Schrittschalters, und den Kontakt arm 82b.
Wird also die Lochkarte 75 über die ver bleibenden sieben Abtastrasten weitertransportiert, so schliesst und öffnet der Impulskontakt 81 bei jeder Raststelle den Magnetstromkreis, so dass die Schleifarme 82a und 82b jeweils um einen Schritt weitergeschaltet werden, bis der Kontakt Nummer Zwei erreicht ist, der mit der Position 2 des Loches der Hunderter-Kolonne in der Lochkarte 75 übereinstimmt.
In gleicher Weise werden die Schleifarme der beiden Kontaktbänke der Schrittschalter für jede der übrigen Dezimalkolonnen der Lochkartentabelle ver stellt und nehmen jene Kontaktnummern ein, die den numerischen Positionen des betreffenden Loches in jeder Kolonne entsprechen. Ist beispielsweise in der Position Drei der Zehner-Kolonne ein Loch aus gestanzt, dann werden die Schleifarme der untern und obern Kontaktbank des Schrittschalters (nicht gezeichnet) für die Zehner-Kolonne fortgeschaltet,, bis der Kontakt Nummer Drei erreicht ist.
Das Rotoreinstellgerät 78 besitzt in dem dar gestellten Ausführungsbeispiel eine drehbar gela gerte zentrale Welle 87 zusammen mit Mitteln zur Winkelverstellung derselben in Vorwärts- und Rück wärtsrichtung, und zwar je einmal pro Einstell vorgang an der gesteuerten Maschine, oder wahl weise pro Lochkartentabelle, die das Abfragegerät passiert. Das Mittel zur Ausführung dieser pendeln den Winkelbewegung besteht hier aus einem Motor 88 mit konstanter Drehzahl, einer Nockenscheibe 89, einer elektromagnetisch betätigten Eintouren kupplung 90 zur Verbindung der Nockenscheibe 89 nur einmal während jedes Zyklus der gesteuerten Maschine.
Beim Ansprechen der Eintourenkupplung 90 führt die Abtriebsseite derselben jeweils eine volle Umdrehung aus. Ein drehbar gelagertes Zahn rad 91 mit dem Drehbolzen 91.a ist mittels des Ge stänges 92 mit einem entsprechenden Drehbolzen 89a an der Nockenscheibe 89 verbunden. Auf der zentralen Welle 87 ist ein Zahnrad 93 befestigt, das sich in Eingriff mit dem Zahnrad 91 befindet und entsprechend der Drehzahl der Nockenscheibe 89 eine pendelnde Winkelbewegung der Welle 87 be wirkt.
Vorzugsweise werden die Übersetzungen und das Gestänge 92 derart bemessen, dass bei jeder vollen Umdrehung der Abtriebsseite der Kupplung 90 die Welle 87 eine nahezu vollendete Pendel bewegung ausführt, nämlich eine Winkelbewegung von etwa 300 in Vorwärts- und Rückwärtsdrehrich- tung.
Auf der Welle 87 sind in entsprechendem axialem Abstand voneinander mehrere Sperrad getriebe angeordnet, und zwar je eines pro Schritt schalter bzw. für jede Dezimal-Kolonne der Loch kartentabelle. In Fig. 2 sind nur zwei derartige Sperr- radgetriebe 94 und 95 dargestellt, und nur das der Hunderter-Dezimalkolonne zugeordnete Getriebe 94 ist nachstehend näher beschrieben, da die Getriebe für die andern Dezimalkolonnen vorzugsweise iden tisch aufgebaut sind. Ein derartiges Getriebe besteht aus dem Sperrad 96 mit zehn längs 27011 des Um fangs gleichmässig verteilten Sperrzähnen, die den Zahlen Null bis Neun entsprechen.
Das Sperrad 96 ist relativ zur Welle 87 verdrehbar. In einer auf der Welle 87 fest angebrachten Nabe ist ein Querstift 94a befestigt, der mit der Welle 87 um einen Winkel von 300 hin und her pendelt. In den vom Querstift 94a bestrichenen Bereich ragt ein auf dem Sperrad 96 befestigter Axialstift 96a hinein.
Eine Federvorspannung des Sperrades 96 ent gegen dem Uhrzeigersinn, bestehend aus einer am einen Ende an der Nabe 96b des Sperrades 96 und am andern Ende am Gehäuse (nicht gezeichnet) be festigten Spiralfeder 97, dreht das Sperrad 96 in seine Endlage. Zur Arretierung des Sperrades 96 in einer beliebigen der zehn gleichweit voneinander entfernten Zahlenraststellungen ist ein Sperrklinken magnet 98 vorgesehen. Dieser besteht aus einer Ma gnetwicklung 98a, einem beweglichen Anker 98b und einer Sperrklinke 98c am Anker. In der Ruhe lage, also bei stromloser Wicklung 98a, wird der Anker 98b durch eine Feder (nicht gezeichnet) ab gehoben und die Sperrklinke 98c vom Sperrad 96 zurückgezogen.
Bei Erregung der Wicklung 98a wird der Anker 98b angezogen und die Sperrklinke 98c mit der Zahnung des Sperrades 96 in Eingriff ge bracht, also dasselbe in einer der Zahlenraststellun- gen angehalten.
Auf der Welle 87 ist ferner ein Kontaktarm 99a eines Impulsverteilschalters 99, dessen zehn statio näre Nummernkontakte mit den entsprechenden i Kontakten der obern Kontaktbank des Schrittschal- ters 82 für die Hunderter-Kolonne verbunden ist. Es sei daran erinnert, dass je ein besonderer Schritt schalter 82 für jede getrennte Dezimalkolonne der Lochkartentabelle vorhanden ist. Der Kontaktarm 99a ist über den Arbeitskontakt eines Schalters 100 mit der positiven Stromversorgungsleitung 84 ver bunden.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, wird der Schalter 100 seitens der Nockenscheibe 89 betätigt, welche derart ausgebildet ist, dass während der Drehung der Welle 87 und der mitdrehenden Querstifte 94a,<I>95a</I> usw. im Uhrzeigersinn der Schalter 100 geöffnet und im Gegendrehsinn geschlossen wird.
Nachstehend sei die Wirkungsweise des sperr baren Getriebes 94 für die Hunderter-Kolonne kurz beschrieben; die übrigen Sperradgetriebe - je eines pro Dezimalkolonne - arbeiten in gleicher Weise: Während der Abwicklung einer Arbeitsperiode der gesteuerten Maschine wird das Lochkartenabtast- gerät 76 betätigt und transportiert die Lochkarten tabelle 75 für die Einstellung zur nächstfolgenden Arbeitsperiode durch die Raststellungen des Abtast- organs. Da die Lochkarte 75 in der Hunderter- Kolonne ein dem Zahlenwert Zwei entsprechendes Stanzloch aufweist,
wird der Schleifarm 82b des Hunderter-Schrittschalters 82 auf den stationären Kontakt Nummer Zwei eingestellt. Sobald die un mittelbar vorausgehende Arbeitsperiode der ge steuerten Maschine vollendet ist, wird die Eintouren kupplung 90 betätigt und bewirkt eine vollständige Hin- und Rückschwenkbewegung der Welle 87. Während der Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn liegt, der Querstift 94a am Axialstift 96a an und nimmt das Sperrad 96 in seine Endlage in dieser Drehrichtung mit, während gleichzeitig der Kontakt arm 99a bis hinter den Kontakt Nummer Null des Impulsverteilschalters 99 gedreht wird.
Infolge der Vorspannung seitens der Spiralfeder 97 folgen der Axialstift 96a und das Sperrad 96, ebenso wie der Kontaktarm 99a, der Rückwärts drehung des Querstifts 94 entgegen dem Uhrzeiger sinn nach.
Sobald hierbei der Kontaktarm 99a seinen. stationären Kontakt Nummer Zwei berührt, wird ein Erregerstromkreis für die Wicklung 98a des Sperr klinkenmagneten 98 geschlossen, der von der positiven Stromversorgungsleitung 84, über den nockenschei- benbetätigten Schalter 100 (der während der Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn geschlossen ist), den Kontaktarm 99a, den Kontakt Nummer Zwei des Impulsverteilschalters 99, den Kontakt Nummer Zwei und den Schleifarm 82c des Hun- derter-Schrittschalters 82, zur Magnetwicklung 98a und von da zur negativen Stromversorgungsleitung 85 führt.
Durch die Erregung bringt der Sperrklin- kenmagnet 98 die Sperrklinke 98c in Eingriff mit der Verzahnung des Sperrades 96 und arretiert das selbe in einer dem Zahn Nummer Zwei entspre chenden Winkelstellung. Die Welle 87, der Quer stift 94a und der Kontaktarm 99a vollenden ihren Rücklauf in die Ruhestellung, während das Sperr- rad 96 durch die sich selbst festhaltende Sperrklinke in der dem Zahn Nummer Zwei entsprechenden Winkellage verharrt.
Wie bereits erwähnt, ist je ein Sperradgetriebe für jede einzelne Dezimal-Kolonne der Lochkarten tabelle vorhanden. Es sei angenommen, dass die Lochkarte 75 sechs verschiedene Dezimal-Kolonnen besitzt, wie in Fig.3 dargestellt, so dass zusätzlich zum beschriebenen Sperradgetriebe 94 für die Hun- derter-Kolonne und dem in Fig. 2 ebenfalls angege benen Sperradgetriebe 95 für die Zehner-Kolonne, weitere Sperradgetriebe 101, 102, 103 und 104 für die Einer-, Zehntel-;
Hundertstel- und Tausendstel- Kolonnen vorhanden sind, wie in Fig. 4 schematisch dargestellt. In Abhängigkeit vom Durchlauf der Lochkarte 75 durch das Abtastgerät wird das Sperr- rad jedes dieser Sperradgetriebe in einer bestimmten, einem Zahlenwert entsprechenden Winkellage arre tiert, der dem Zahlenwert der Stanzlöcher in den zu geordneten jeweiligen Dezimal-Kolonnen der Loch karte entspricht. Der Vorgang ist dabei gleich dem oben für das Sperradgetriebe 94 beschriebenen.
Aus den obenstehenden Darlegungen ergibt sich, dass die in den Dezimal-Kolonnen der Lochkartentabelle auf gezeichneten numerischen Informationen in Zahlen wert-Winkelstellungen mehrerer Sperräder umgewan delt werden, wobei pro Kolonne ein eigenes Sperrad vorgesehen ist.
Zur Umwandlung dieser numerischen Winkel stellungen der Sperräder in die endgültigen analo- gen Rotorstellungen -der Drehsteuerorgane 8, 9, 10 und 11 des Leitmechanismus 6 sind geeignete Diffe rentialgetriebe vorgesehen, um die einzelnen Dreh steuerorgane mit dem zugehörigen Sperrad mecha nisch zu koppeln,
und ausserdem eine gegenseitige Kopplung der einzelnen Drehsteuerorgane zu erzielen zwecks Rückführung eines vorbestimmten Bruchteils der Verstellgrösse des Drehsteuerorgans der nächst niedrigeren Dezimalstelle zu den einzelnen jeweils einer höheren Dezimalstelle zugeordneten Dreh steuerorganen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird durch ein Differentialglied<B>105</B> eine Verbindung des Sperrades 96 des Hunderter-Sperradgetriebes mit dem l tourigen Drehsteuerorgan 8 und dem l Otouri- gen Drehsteuerorgan 9 geschaffen. Das Differential glied 105 besitzt ein Abtriebsrad 105a, das über das Zahnrad 106 mit dem ltourigen Drehsteuerorgan 8 verbunden ist, sowie ein Antriebsrad 105b, mit dem das Sperrad 96 über das Zahnradgetriebe 107 gekoppelt ist.
Die Übersetzung zwischen dem Sperr- rad 96 und dem Drehsteuerorgan 8 ist derart ge wählt, dass beim Festhalten des einen Antriebsrades 105b das Drehsteuerorgan 8 um 36 verdreht wird, wenn sich das Sperrad von einem Zahn zum an dern, also um 30 , bewegt. Somit wird durch ein Stanzloch mit dem Zahlenwert 2 in der Hunderter- Kolonne der Lochkarte der Rotor des Drehsteuer organs von seiner Anfangsstellung aus um 72 ver dreht.
Ebenso ist das Sperrad des Zehner-Sperrad- getriebes 95 über die Zahnradübersetzung 110, das Differentialglied 109 und das Zahnrad 108 mit dem 10tourigen Drehsteuerorgan 9 verbunden. Wie aus Fig. 2 und dem Schema in Fig. 4 ersichtlich, be steht eine Verbindung zwischen dem lOtourigen Drehsteuerorgan 9 und dem Itourigen Drehsteuer organ 8 über das Differentialglied<B>105</B> und dessen zweites Antriebsrad 105b sowie ein Zahnradgetriebe <B>111</B> mit dem Übersetzungsverhältnis 1 : 10.
Infolge dessen wird bei einer Verdrehung des Steuerorgans 9 um 10 eine zusätzliche Winkelverstellung des Steuer organs 8 um 1 bewirkt. Diese Rückführung vom Steuerorgan 9 zum Steuerorgan 8 addiert sich zu der ursprünglichen Winkelverstellung des Dreh steuerorgans 8, hervorgerufen während der Ver drehung des Sperrades 96 entgegen dem Uhrzeiger sinn von der Endlage im Uhrzeigerdrehsinn. Die Übersetzungsverhältnisse der Zahnrädergetriebe <B>108,</B> 109, 110 sind gleich jenen der Getriebe 106, 105, 107; also erfährt das Drehsteuerorgan 9 bei der Ver drehung des Sperrades 95 um eine Zahnteilung eine Winkelverstellung um 36 .
Ein Stanzloch mit dem Zahlenwert Drei in der Zehner-Kolonne der Lochkartentabelle bewirkt demnach eine Winkel verstellung des Drehsteuerorgans 9 um 108 aus seiner Anfangsstellung, wobei infolge der Rück führung im Verhältnis 1 : 10 über das Getriebe 111 und das Differentialglied 105 der ursprünglichen Winkelverstellung der ltourigen Drehsteuerorgans 8 von 72 eine solche um weitere 10,8 hinzugefügt wird.
Für die weiteren Sperradgetriebe 101, 102, 103 und 104 sind entsprechende mechanische Differen- tialglieder 112,<B>113,</B> 114 und 115 vorgesehen. Die Differentialglieder 112 und 113 verbinden die Sperr- räder der Sperradgetriebe 101 bzw. 102 mit dem 100tourigen bzw. dem 1000tourigen Drehsteuerorgan 10 bzw. 11.
Das Differentialglied 112 ermöglicht eine Rückführung zwischen dem 1000tourigen und dem 100tourigen Drehsteuerorgan, während das Dif ferentialglied 109 eine entsprechende Rückführung zwischen dem 100tourigen und dem lOtourigen Drehsteuerorgan bewirkt. Das übersetzungsverhält- nis dieser Rückführungswege ist jeweils 1 : 10.
Da die vier vorgesehenen Drehsteuerorgane 8, 9, 10 und 11 in der Lage sind, die geforderte maximale Genauigkeit der Steuerung zu liefern, sind keine solchen Drehsteuerorgane für die Hundertstel- und die Tausendstel-Kolonnen der Lochkarte angegeben. Die seitens dieser Kolonnen gelieferten numerischen Informationen beim Durchgang der Lochkarten durch das Abtastgerät führen zu entsprechenden Winkeleinstellungen der Sperräder der Sperrad getriebe 103 und 104, und diese Winkeleinstellungen erzeugen entsprechende Verdrehungen der Abtriebs- räd'er 114a und 115a der Differentialglieder 114 bzw. 115.
Ein Zehntel der Winkelverstellung des Abtriebrades 114a wird über den Rückführungsweg zur Verstellung des 1000tourigen Drehsteuerorgans 11 hinzuaddiert. Ebenso wird ein Zehntel der Dreh- Bewegung des Abtriebsrades 115a über das Antriebs rad 114b auf das Differentialglied 114 zurückgeführt, und hiervon gelangt wiederum ein Zehntel - zu sammen also ein Hundertstel der Drehbewegung des Abtriebsrades 115a - zurück zum 1000tourigen Drehsteuerorgan 11, zwecks Addition zu dessen Winkelverstellung.
Falls erwünscht, kann auch auf das Differentialglied 115 verzichtet und das Sperr- rad des Sperradgetriebes 104 unmittelbar mit dem zweiten Antriebsrad 114b des Differentialgliedes 114 verbunden werden, wie in Fig. 5 schematisch wieder gegeben.
Aus den bisherigen Erläuterungen ergibt sich, dass als Folge des Durchlaufs einer Lochkarten tabelle 75 durch das Kartenabtastgerät das Sperrad der einzelnen Sperradgetriebe aus seiner Endlage im Uhrzeigerdrehsinn um jene Anzahl von Zähnen ver dreht wird, die der Position des in der zugeordneten Dezimal-Kolonne vorhandenen Stanzloches in Bezug auf die Zahlenwertreihe entspricht. Ferner werden die mit den einzelnen Sperrädern verbundenen Dreh steuerorgane 8, 9, 10 und 11 während der Dreh bewegung der Sperräder im Uhrzeigersinn in eine als Anfangsstellung definierte Endlage im Uhrzeiger ; drehsinn gebracht.
Während der Drehbewegung der einzelnen Sperräder entgegen dem Uhrzeigersinn wird das zugehörige Drehsteuerorgan dann von dieser Anfangsstellung aus um einen Winkelbereich gedreht, der ein der durchlaufenen Zähnezahl des jeweiligen Sperrades entsprechendes Vielfaches von 36 ist, vermehrt um ein Zehntel der gesamten Win kelverstellung des der nächstniedrigen Dezimalstelle zugeordneten Drehsteuerorgans.
Nach den obenstehenden Erläuterungen der ein zelnen Bauteile und deren Zusammenwirken sei nunmehr die Wirkungsweise der Steueranlage anhand eines Beispiels beschrieben. Hierbei sei angenom men, dass der Tisch 1 in eine Lage verschoben wer den soll, die einen vorbestimmten Abstand von einer Anfangslage besitzen soll - dieser Abstand wird ebenso wie die andern Längenmasse nachstehend in englischen Zoll (") angegeben und soll 235,164" betragen. Da das 1000tourige Drehsteuerorgan 15 mit dem Tisch 1 über ein Getriebe verbunden ist, das eine volle Umdrehung des Steuerorgans pro 1" der Tischbewegung verursacht, macht dasselbe 235 volle Umdrehungen und weitere 164/1000 einer Umdrehung während der Tischverschiebung um 235,164".
Also kommt der Rotor dieses Steuer organs in einer Stellung zum Stillstand, die einer Winkelverdrehung von der Anfangsstellung um 0,164 X 360 = 59,04 entspricht. Durch eine ent sprechende Berechnung ergibt sich, dass bei einer Verschiebung des Tisches 1 um 235,164" die Dreh steuerorgane 12, 13, 14 und 15 jeweils in einer Stel lung zum Stillstand kommen, welche von der An fangsstellung um die in Tafel I angegebenen Dreh winkel entfernt ist.
EMI0011.0026
<I>Tafel <SEP> 1</I>
<tb> Drehsteuerorgan <SEP> 12 <SEP> 13 <SEP> 14 <SEP> 15
<tb> Winkelverstellung <SEP> 84,65904 <SEP> 126,5904 <SEP> 185,904 <SEP> 59,04 Um den Tisch 1 durch die Nachlaufsteueranlage in einem Abstand von 235,164" von der Anfangs stellung zum Stillstand zu bringen, müssen die zu gehörigen Drehsteuerorgane 8, 9, 10 und 11 im Leitmechanismus auf genau die gleichen Winkel voreingestellt werden, welche die Dreh steuerorgane im Stellungsanzeiger nach dem Er reichen des Abstandes von 235,164" des Tisches 1 von seiner Anfangsstellung einnehmen.
Also ist die Voreinstellung der Drehsteuerorgane 8, 9, 10, 11 auf die in Tafel I angegebenen Winkelverstellungen für die Drehsteuerorgane 12 bzw. 13 bzw. 14 bzw. 15 des Stellungsanzeigers erforderlich. Diese Vor einstellung muss mit Hilfe des Lochkartenabtast- gerätes durch Umwandlung von numerischen Infor mationen auf der Lochkartentabelle in Winkel einstellungen der Rotoren der Leitmechanismus er folgen. Dies bedeutet, dass die Einstellvorrichtung für die Rotoren die Digital-Informationen in Analog- Informationen umwandelt.
Wenn, wie angenommen wurde, der Tisch 1 in eine Lage mit einem Abstand von 235,164" von seiner Anfangslage verschoben und dort an.eehalten werden soll, dann müssen in den Dezimal-Kolonnen der Lochkarte 75 die Stanz- löcher in den aus Fig.3 ersichtlichen Positionen der Zahlenwertreihen vorgesehen sein. Wie bereits früher erwähnt, ist in der Hunderter-Kolonne ein Stanzloch in der Zahlenwertreihe 2 und in der Zehner-Kolonne ein Stanzloch in der Zahlenwert reihe 3 angebracht usw.
Das Stanzloch in der Tausendstel-Kolonne mit dem Zahlenwert 4 erzeugt eine Drehung von 4 X 36 = 144 des Abtriebrades des Differential glieds 115, und bewirkt infolge der oben beschrie benen Rückführung eine Drehung von 0,4 X 36 = 14,4 des Abtriebsrades am Differentialglied 114, ferner eine Drehung von 0,04 X 36 = 1,44 des Rotors des 1000tourigen Drehsteuerorgans 11, eine Drehung von 0,004 X 36 = 0,l44 des Rotors des 100tourigen Drehsteuerorgans 10, eine Drehung von 0,0004 X 36 = 0,
0144 des Rotors des lOtourigen Drehsteuerorgans 9, und schliesslich eine Drehung von 0,00004 X 36 = 0,00144 des Rotors des ltourigen Drehsteuerorgans B. Die obengenannten Werte der Verdrehung der Drehsteuerorgane 8, 9, 10 und 11 sind auch in der sechsten Zeile der Tafel <B>11</B> aufgeführt: <I>Tafel 11</I> Winkelverstellungen von der Bezugsstellung der Rotoren der Drehsteuerorgane im Leitmechanis- mus infolge der in der Lochkartentabelle ausge stanzten Zahlenwerte.
EMI0012.0004
Rotor <SEP> des <SEP> Rotor <SEP> des <SEP> Rotor <SEP> des <SEP> Rotors <SEP> des
<tb> Kolonne <SEP> Zahl <SEP> ltourigen <SEP> lOtourigen <SEP> 100tourigen <SEP> 1000tourigen
<tb> Drehsteuer- <SEP> Drehsteuer- <SEP> Drehsteuer- <SEP> Drehsteuer organs <SEP> 8 <SEP> organs <SEP> 9 <SEP> organs <SEP> 10 <SEP> organs <SEP> 11
<tb> Hunderter <SEP> 2 <SEP> 72,0 <SEP> - <SEP> - <SEP> Zehner <SEP> 3 <SEP> 10,8 <SEP> 108,0 <SEP> - <SEP> Einer <SEP> 5 <SEP> 1,8 <SEP> 18,0 <SEP> 180,0 <SEP> Zehntel <SEP> 1 <SEP> 0,036 <SEP> 0,36 <SEP> 3,6 <SEP> 36,0
<tb> Hundertstel <SEP> 6 <SEP> 0,0216 <SEP> 0,216 <SEP> 2,16 <SEP> 21,6
<tb> Tausendstel <SEP> 4 <SEP> 0,00144 <SEP> 0,0144 <SEP> 0,144 <SEP> 1,44
<tb> Gesamtverdrehung
<tb> des <SEP> Rotors <SEP> von <SEP> der
<tb> Bezugsstellung <SEP> - <SEP> 84,65904 <SEP> 126,5904 <SEP> 185,
904 <SEP> 59,04 Wie in der fünften Zeile der Tafel II angegeben, erzeugt das Stanzloch mit dem Zahlenwert 6 der Hundertstel-Kolonne eine Drehung von 6 X 36 = 2l6 des Abtriebsrades des Differentialglieds 114 und infolge der Rückführungen jeweils Drehungen von 21,6 bzw. 2,16 bzw. 0,21611 und 0,021611 der Steuerorganrotoren 11 bzw. 10 bzw. 9 bzw. 8 von deren Anfangslage.
Ebenso bewirkt das Stanzloch mit dem Zahlenwert 1 in der Zehntel-Kolonne der Lochkarte (Zeile 4 der Tafel 1I) eine Drehung von 36 des Rotors des 1000tourigen Drehsteuerorgans 11, und infolge der Rückführungen eine Drehung von 3,6 bzw. 0,36 bzw. 0,036 der Steuerorgane 10 bzw. 9 bzw. B.
Wie aus der dritten Zeile der Tafel II ersichtlich ist, erzeugt das Stanzloch mit dem Zahlenwert 5 eine Drehung von 180 des 100tourigen Drehsteuerorgans 10, und infolge der Rückführungen eine Verstellung der Drehsteuerorgane 9 und 8 von 18 bzw.
1,8 . Das Stanzloch mit dem Zahlenwert 3 in der Zehner-Kolonne bewirkt eine Verdrehung des lOtourigen Drehsteuerorgans 9 von 108 und wegen der Rückführung zum ltourigen Drehsteuer organ 8 dort eine solche von 10,8 .
Schliesslich ergibt das Stanzloch mit dem Zahlenwert 2 in der Hunder- ter-Kolonne eine Verdrehung des ltourigen Dreh steuerorgans 8 von 72 , von dem aus, als dem der höchsten Dezimalstelle zugeordneten Steuerorgan, keine Rückführung zu einem einer noch höheren Dezimalstelle zugeordneten Steuerorgan erfolgt.
In der siebenten Zeile der Tafel II ist in den ein zelnen Kolonnen die Gesamtverdrehung des Rotors der jeweiligen Drehsteuerorgane angegeben. Beim Vergleich mit der Tafel I ist ersichtlich, dass die Ge- samtwinkelverstellung gegenüber einer Anfangsstel lung für jedes der Drehsteuerorgane genau gleich derjenigen des zugehörigen Drehsteuerorgans im Stellungsanzeiger ist, wenn der Tisch 1 eine Lage mit einem Abstand von 235,164" von der Anfangs lage erreicht.
Beim Durchgang der Lochkarte 75 durch das Lochkartenabtastgerät sind die Drehsteuerorgane 12, 13, 14 und 15 im Stellungsanzeiger stromlos mittels eines elektromagnetisch betätigten Relais (nicht ge zeichnet) in der Stromversorgungsleitung zu den Primärwicklungen der Steuerorgane. Das Ein- und Ausschalten dieses Relais erfolgt durch Kontakte, die seitens einer Nockenscheibe ähnlich der mit 89 bezeichneten gesteuert werden.
Es sei nunmehr angenommen, dass die Rotoren 12a, 13a, 14a und 1.5a des Stellungsanzeigers 7 in der Lage sich befinden, die sie bei Vollendung der vorausgehenden Arbeitsperiode der gesteuerten Ma schine einnehmen, während infolge des Durchgangs der Lochkarte 75 durch die Abtastraststellungen des Abtastgerätes die Verdrehung der Rotoren der Drehsteuerorgane 8, 9, 10 und 11 im Leitmechanis- mus zuerst in ihre der Endlage im Uhrzeigersinn entsprechende Anfangslage erfolgt und dann diesel ben um die Gesamtwinkel gemäss der letzten Zeile der Tafel 1I verstellt werden.
Nach Vollendung des Durchgangs der Lochkarte 75 durch das Abtast- gerät werden die Primärwicklungen 12a, 13a, 14a und 15a des Stellungsanzeigers erregt, indem das sei tens einer Nockenscheibe betätigte obenerwähnte Relais eingeschaltet wird. Dies führt zu induzierten Spannungen in den Wicklungen<I>8a, 9a,</I> 10a und 11a im Leitmechanismus, die zur überleitungsschaltung 22 gelangen.
Die dann am Anschluss 29 der über leitungsschaltung 22 gegen die Leitung 33 auftre tende Spannung dient, in der obenerläuterten Weise, zur Erregung des Motors 2 auf Höchsttourenzahl im richtigen Drehsinn um den Tisch 1, um eine Strecke von 235,164" von seiner Anfangslage aus zu verschieben.
Wenn sich der Tisch 1 bis auf etwa 45" seiner vorbestimmten Endlage genähert hat, hat der Rotor des ltourigen Drehsteuerörgans im Stellungsanzeiger bis auf etwa 16,2 Stellungsgleichheit mit dem Rotor des ltourigen Drehsteuerorgans 8 im Leitmecha- nismus erreicht. Wie durch Extrapolation der Linie 47 der Fig. 6 ersichtlich ist, sinkt die in der Wick lung 8a induzierte Spannung auf einen solch niedri gen Wert, dass dieselbe aufhört, die Ausgangsspan nung der Überleitungsschaltung wesentlich zu be stimmen.
Nunmehr dominiert aber, von dieser Lage des Tisches 1 ab bis zur Annäherung desselben an seine Sollage bis auf etwa 4,5 , die in der Sekundär wicklung des lOtourigen Drehsteuerorgans 9 indu zierte Spannung in der Ausgangsspannung der über leitungsschaltung und steuert die Erregung des Nach laufmotors 2. In entsprechender Weise erfolgt die Überleitung der Steuerung des Motors 2 vom 10- auf das 100-Tourensteuersystem und vom<B>100-</B> auf das 1000-Tourensteuersystem, sobald die Rotoren 13a bzw. 14a des Stellungsanzeigers nacheinander Stel lungsgleichheit mit den Rotoren 9a bzw. 10a des Leit- mechanismus jeweils bis auf etwa 16,2 erreichen.
Wird vom Rotor des 1000tourigen Drehsteuerorgans im Stellungsanzeiger bis auf etwa 16,2 Stellungs gleichheit mit dem 1000tourigen Drehsteuerorgan im Leitmechanismus erreicht, so sinkt die in der Wick lung 1 l ca induzierte Spannung auf einen solch niedri gen Wert, dass sich die Phase der dem Eingangskreis der gerade dominierenden Thyratronröhre (beispiels weise die bei Vorwärtsbewegung aktive Thyratronröhre 4) zugeführten Spannung umgekehrt und die Drehzahl des Motors 2 dementsprechend vermindert wird.
Gleichzeitig mit dem Einlaufen des Tisches 1 in die von der Anfangslage nur 235,164" entfernte Sollage erreichen sämtliche Rotoren 12a,<I>13a, 14a</I> und 15a des Stellungsanzeigers volle Stellungsgleichheit mit den ihnen zugeordneten Rotoren 8a, 9a, 10a und 11a im Leitmechanismus, in welchen nunmehr keine Spannung mehr induziert wird. Die dem Eingangs kreis der Thyratronröhre 4 zugeführte Spannung erreicht damit einen Wert, bei welchem beide Thyratronröhren 4 und 5 mit gleich geringem, aber entgegengesetztem Strom den Ankerkreis des Motors 2 speisen. Dementsprechend hält der Motor 2 an, und der Tisch 1 befindet sich genau um 235,164" von seiner Anfangslage entfernt.
Bei dem eben beschriebenen Beispiel war ange nommen worden, dass der Tisch 1 eine Strecke von 235,164" zurücklegt. Dementsprechend vollbringt das 1000tourige Drehsteuerorgan 15 insgesamt 235,164 Umdrehungen und das 100tourige Dreh steuerorgan 23,5164 Umdrehungen. Es sei jedoch daran erinnert, dass die zugeordneten Drehsteuer organe 10 und 11 im Leitmechanismus von ihrer Anfangsstellung aus weniger als eine volle Um drehung ausführen.
Falls erwünscht, kann anstelle des mit bewegten Lochkarten arbeitenden Abtastgeräts nach Fig. 2 auch ein für ruhende Karten eingerichtetes Abfrage gerät gemäss Fig.8 verwendet werden. Da hierbei während der Abtastung die Lochkarten ruhen, ist keine Speichereinrichtung wie bei der Anlage nach Fig. 1 und 2 erforderlich, und die Schrittschalter 82, von denen je einer pro Dezimal-Kolonne erforder lich war, können hier fortfallen.
Das mit ruhenden Lochkarten arbeitende Abtastgerät besitzt eine Viel zahl von Kolonnen-Kontaktstäben, und zwar je einen Kontaktstab pro Kolonne auf der Lochkartentabelle. Der Stab<B>117</B> sei jener für die Hunderter-Kolonne und ist über die Leitung 118 mit dem einen An schluss des Sperrklinkenmagnets 98 (Fig. 2) verbun den. Die übrigen Kontaktstäbe für Dezimal-Kolon- nen sind an den Erregerstromkreisen der Sperr klinkenmagnete der Sperradgetriebe für Zehner, Einer, Zehntel, Hundertstel und Tausendstel ange schlossen.
Das Abtastgerät nach Fig. 8 besitzt ferner eine den Zahlenwertreihen zugeordnete Schienenbau einheit mit den leitenden Kontaktschienen 119, von denen je eine für die Zahlenwertreihen von 0 bis 9 vorgesehen ist und die mit je einer Kontaktbürste pro Kolonnenstab versehen sind. Diese Kontakt schienen sind unmittelbar mit den stationären Kon takten 0 bis 9 des Impulsverteilschalters 99 (Fig. 2) verbunden.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Steuer anlage mit dem für ruhende Lochkarten eingerich teten Abtastgerät nach Fig. 8 sei angenommen, dass in der Hunderter-Kolonne der Lochkarte 75 ein Stanzloch mit dem Zahlenwert 2 vorhanden ist. Wird die Lochkarte in die Abtastlage gebracht, so macht eine Bürste der Zahlenwertschiene 2 mit der Hun- derter-Kolonnenstange 117 Kontakt.
Wenn der Kon taktarm 99a des Impulsverteilerschalters 99 den Kontakt Nummer 2 bei der Rücklaufbewegung ent gegen dem Uhrzeigersinn der Welle 87 berührt, wird ein Stromkreis zur Erregung des Sperrklinkenmagnets 98 des Hunderter-Sperradgetriebes geschlossen, der von der positiven Stromversorgungsleitung 84, über den nockenscheibenbetätigten Schalter 100, den Kontaktarm 99a, den stationären Kontakt Nummer Sieben, die dem Zahlenwert 2 zugeordnete der Schienen 119 des Lochkartenabtastgerätes,
die durch das Stanzloch den Kontaktstab 117 der Hunderter- Kolonne berührende Bürste, und die Wicklung 98a zur negativen Stromversorgungsleitung 85 führt.
Durch die Erregung des Sperrklinkenmagnets 98 bringt dieser seine Sperrklinke in Eingriff mit der Zahnung des Sperrades 96 des Hunderter-Sperrad- getriebes und arretiert dasselbe am Zahn entspre chend dem Zahlenwert 2 bei der Pendelbewegung der Welle 87, wodurch das ltourige Drehsteuer organ 8 des Leitmechanismus bei einer Winkelver stellung von 72 gegenüber seiner Anfangslage fest gehalten wird.
Auf entsprechende Weise werden die übrigen, den Dezimal - Kolonnen zugeordneten Sperradgetriebe samt den zugehörigen Drehsteuer organen im Leitmechanismus in diejenigen Winkel stellungen gebracht, welche den Zahlenwerten der in den zugeordneten Dezimal-Kolonnen der Loch karte 75 vorhandenen Stanzlöchern entsprechen. Die übrigen Vorgänge wickeln sich gleich ab, wie oben anhand der Fig. 1 und 2 bereits beschrieben.
In Fig. 9 ist ein anderes Ausführungsbeispiel eines mit ruhenden Lochkarten arbeitenden Abtast- gerätes dargestellt, das ebenfalls die Schrittschalter 82 in Fig. 2 entbehrlich macht. Es ist hier ein oberes Stiftfach 120 und ein unteres Stiftfach 121 vor handen, die beide eine Vielzahl von Stiftkolonnen aufweisen (je eine pro Dezimal-Kolonne der Loch karte), deren Stifte in Zahlenwertreihen 0 bis 9 an geordnet sind.
Im obern Stiftfach 120 sind viele Schalter 122 eingebaut, je einer pro Stift des untern Stiftfaches 121, und in gleicher Weise in Dezimal-Kolonnen und Zahlenwertreihen angeord net. Von jedem, einem Zahlenwert entsprechenden Schalter aller Dezimal-Kolonnen führt eine Leitung zur entsprechenden Kontaktnummer des Impuls- verteilschalters 99 (Fig. 2), wobei je eine Leitung pro Zahlenwert vorhanden ist.
Es sei angenommen, dass die Zahlenwertschalter 122 der Hunderter-Kolonne angehören, und dass die andern Kontakte aller Schalter dieser Kolonne über eine gemeinsame Lei tung 123 mit der Erregerwicklung 98a des Sperr klinkenmagnets des Hunderter-Sperradgetriebes ver bunden (Fig. 2) sind.
Beim Lochkartenwechsel wird jeweils die vorher gehende Lochkarte aus dem Schlitz zwischen den beiden Stiftfächern herausgezogen und die nächst folgende (die unterste des Lochkartenstapels) ein geschoben. Die Stifte des untern Stiftfaches dringen; durch die Stanzlöcher in der Lochkartentabelle und schliessen die betreffenden Schalter im obern Stift fach.
Der in jeder der Dezimal-Kolonnen betätigte Schalter schliesst einen Erregerstromkreis für die Be tätigungswicklung des der betreffenden Kolonne zu geordneten Sperrklinkenmagneten. Es sei angenom men, dass der dem Zahlenwert 2 in der Hunderter- Kolonne entsprechende Schalter von einem durch das entsprechende Loch in der Lochkarte 75 hin durchdringenden Stift geschlossen wird.
Dann wird ein Stromkreis zur Erregung der Wicklung 98a des Sperrklinkenmagnets des Hunderter-Sperradgetriebes vorbereitet und wird bei der Rückdrehung der Welle 87 entgegen dem Uhrzeigersinn während deren Pen delbewegung geschlossen, sobald der Kontaktarm 99a den stationären Kontakt Nummer 2 berührt. Damit erfolgt dann die Arretierung des Sperrades 96 samt dem zugehörigen Drehsteuerorgan in der dem Zahlenwert 2 entsprechenden Winkelstellung. Die übrigen Vorgänge der mit dem Abtastgerät nach Fig. 9 ausgestatteten Steueranlage verlaufen gleich wie oben bereits anhand von Fig. 1 und 2 beschrieben.
Der Zwischenspeicher gemäss Fig. 1 und 2 wird auch bei Verwendung des mit bewegten Lochkarten arbeitenden Abtastgerätes entbehrlich, wenn der Durchgang einer Lochkarte 75 durch die aufeinan derfolgenden, je einem Punkt in der Zahlenwert reihe entsprechenden Abtaststellen mit der Winkel pendelbewegung der Sperrädergetriebe längs der nu merischen Winkelstellungen 0 bis 9 synchronisiert wird, wie in Fig. 10 dargestellt. Hier sind gleiche Bauteile wie in Fig. 1 und 2 mit den gleichen Be- zugszeichen versehen.
Wie aus der Fig. 10 ersicht lich, sind die Transportwalzen 125 und<B>126</B> mit der Kontaktwalze 79 des Kartenabtastgerätes über ein geeignetes Getriebe verbunden und werden unmittel bar seitens der Abtriebsseite der Eintourenkupplung 90 angetrieben, an welcher ausserdem die je einer Dezimal-Kolonne zugeordneten Sperradgetriebe 94, 95 usw. zwecks Ausführung einer Winkelpendel bewegung angeschlossen sind, wie oben bereits er läutert.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 wird die Winkelpendelbewegung der Sperradgetriebe sei tens einer Exzenterscheibe 89 bewirkt, welche auf der Abtriebswelle 80 der Eintourenkupplung 90 an gebracht ist, zusammen mit dem damit zusammen wirkenden Steuersektor 127, dessen Zahnflanke mit dem Ritzel 93 auf der anzutreibenden Welle 87 der Sperradgetriebe in Eingriff sich befindet.
Das über setzungsverhältnis zwischen dem Ritzel 93 und dem Steuersektor 127 ist derart gewählt, dass die Rück drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn der Welle 87 samt den Querstiften 94a, 95a usw. und den Sperrädern synchron mit dem Durchgang der Loch karte 75 unter den Abtastbürsten derart erfolgt, dass je eine Zahnteilung der Sperräder dem Abstand zweier benachbarter Zahlenwertreihen entspricht und beim Durchgang der Lochkarte gleichzeitig durchlaufen wird.
Während also die Sperräder ihren in zehn Zahnteilungen unterteilten Winkelbereich von 300 durchlaufen, werden zehn Zahlenwertreihen unter den Abtastbürsten durchgeschoben, und zwar synchron zur Winkelbewegung der Sperräder. Damit das Öffnen und Schliessen der Stromkreise über die Betätigungswicklungen der Sperrklinkenmagnete nicht durch die Abtastbürsten selbst erfolgt, wird das Schliessen der vorbereiteten Stromkreise durch den Impulskontakt des Schalters 81 bewirkt, nach dem die Bürsten die Verbindung mit der Kontakt walze 79 hergestellt haben und das Öffnen bereits bevor die Verbindung zwischen den Bürsten und der Kontaktwalze unterbrochen wird.
Beim Betrieb befindet sich dann, wenn die Querstifte 94a, 95a usw. bei ihrer Pendelbewegung gerade ihre Endlage im Uhrzeigerdrehsinn erreicht haben, die Zahlenwertreihe Null der Lochkarte 75 kurz vor den Abtastbürsten. Bei der Rückdreh bewegung der Sperräder entgegen dem Uhrzeiger sinn gelangt jeweils ein weiterer Zahn der Sperr- räder in Eingriffstellung für die Sperrklinke, wenn gleichzeitig die nächstfolgende Zahlenwertreihe der Stanzlöcher in der Lochkarte unter die Abtastbürsten läuft.
Wird ein Zahlenwertstromkreis durch ein in einer Dezimal-Kolonne der Lochkarte befindliches Stanzloch geschlossen, so bringt der betreffende erregte Sperrklinkenmagnet seine Sperrklinke in Ein griff mit dem Sperrad und bewirkt eine Arretierung desselben in einer Winkelstellung entsprechend dem Produkt aus dem betreffenden Zahlenwert und 30 . Die weitere Wirkungsweise des Ausführungsbeispiels der Steueranlage nach Fig.10 gleicht genau der anhand von Fig. 1 und 2 oben bereits beschriebenen.
Um die Einleitung einer Arbeitsperiode der ge steuerten Maschine so lange zu verhindern, als die gesteuerten Glieder nicht die richtige Anfangslage eingenommen haben, sind besondere Mittel vor gesehen, welche eine solche Einleitung unmöglich machen, bis die Drehsteuerorgane des Stellungs anzeigers 7 volle Stellungsgleichheit mit den zuge ordneten Drehsteuerorganen im Leitmechanismus 6 erreicht haben. Diese Mittel bestehen aus der in Fig. 1 vorgesehenen Fehlerermittlungsschaltung 128.
Dieselbe besitzt ein oder mehrere Relais, deren Kontakte in einem Stromkreis liegen, der zur Ein leitung einer neuen Arbeitsperiode der gesteuerten Maschine geschlossen (oder geöffnet) sein muss, und umfasst ferner eine elektronische Kontroll- einrichtung, die durch jeden Fehler des Steuer systems beeinflussbar ist, also durch eine Winkel abweichung der Drehsteuerorgane des Leitmecha- nismus gegenüber jenen des Stellungsanzeigers, und. welche die Erregung der erwähnten Relais steuert.
Die elektronische Kontrolleinrichtung besitzt eine Doppeltriode 129 mit den Anoden 129a und 129b, den Kathoden 129c und<I>129d</I> sowie den Steuer gittern 129e und 129f. Die Anoden/Kathoden-Strom- kreise werden seitens einer geeigneten Gleichstrom quelle gespeist, angedeutet durch die Stromversor gungsleitungen 59 und 60, welche - wie oben be reits erwähnt - eine positive Spannung von 300 V bzw. 100 V gegenüber der geerdeten Leitung 61 führen. Im Anodenstromkreis der linken Triode der Doppelröhre liegt die Betätigungswicklung 130a eines Relais 130 mit einem Arbeitskontakt, während im Anodenkreis der rechten Triode die Betätigungs-, wicklung 131a des Relais 131 mit einem Ruhe kontakt vorgesehen ist.
An den Stromversorgungsleitungen 59 und 61 ist ein aus den Widerständen 132, 133, 134 in Hin-. tereinanderschaltung bestehender Spannungsteiler angeschlossen. Das Steuergitter 129e der linken Triode der Röhre 129 liegt über einen Widerstand 135 am Abgriff 132a des Spannungsteilers, der bei spielsweise 100 Volt Spannung gegenüber Erde führt. Ebenso ist das Steuergitter<B>129f</B> der rechten Triode über einen Widerstand 136 am Abgriff 133a des Spannungsteilers, an dem eine positive Spannung von 90 Volt herrschen möge. Der Abgriff 132 des Span- nungsteilers ist ferner mit dem Anschluss 63a des Kathodenverstärkers 58 verbunden.
Bei Stellungsgleichheit des Steuersystems, also beim Fehler Null, weist der Anschluss 63a des Ka thodenverstärkers eine Spannung auf, die beispiels weise -f-100 Volt gegenüber Erde sei. Somit er hält das Steuergitter 129e der linken Triode eine Spannung von 100 Volt und das Steuergitter 129f der rechten Triode eine Spannung von 90 Volt. Der Anodenstrom der linken Triode reicht hierbei aus, um das Relais 130 zum Ansprechen zu bringen und dessen Arbeitskontakt zu schliessen, während der Anodenstrom der rechten Triode unterhalb des Ab fallstromes für das Relais 131 gelegen ist, so dass dessen Ruhekontakt geschlossen bleibt.
Da die hintereinandergeschalteten Kontakte beide geschlos sen sind, wird über einen an denselben angeschlos senen Stromkreis die Einleitung einer neuen Arbeits periode der gesteuerten Maschine ermöglicht.
Zeigt aber das Steuersystem einen Fehler, das heisst eine Winkelverstellung zwischen den Dreh steuersystemen im Leitmechanismus und im Stel lungsanzeiger, so ist einer der Kontakte 130 und 131 geöffnet, und es kann keine neue Arbeitsperiode der gesteuerten Maschine eingeleitet werden. Ist bei spielsweise eine Winkelabweichung in jener Richtung vorhanden, dass der Anschluss 63a des Kathoden verstärkers eine höhere positive Spannung als 100 Volt aufweist, dann ist die Spannung am Abgriff 133a genügend positiv, um einen Stromanstieg in der rechten Triode zu bewirken, der den Ansprech- strom für das Relais 131 überschreitet, das seinen Ruhekontakt öffnet und den Startstromkreis unter bricht.
Ist dagegen ein Fehler umgekehrter Rich tung vorhanden, dann sinkt die Spannung am An schluss 63a unter 100 Volt, und die Spannung am Steuergitter 129e sinkt auf einen Wert, dass der Anodenstrom der linken Triode kleiner als der Ab fallstrom für das Relais 130 wird, das nunmehr seinen Arbeitskontakt öffnet und dabei den Start stromkreis unterbricht.
Um zu gewährleisten, dass auch beim geringsten Fehler im Steuersystem die Einleitung einer neuen Arbeitsperiode der gesteuerten Maschine verhindert wird, sind Mittel vorhanden, damit die Fehler ermittlungsschaltung auf Stellungsgleichheit langsam, aber auf Fehler rasch anspricht. Dies wird durch einen Kondensator 137 zwischen der Kathode 129c und dem Steuergitter 129e der linken Triode, und durch einen gleichen Kondensator 138 zwischen der Kathode 129d und dem Steuergitter 129f der rechten Triode erreicht.
Der Kondensator 137 und der Wi derstand 135 bilden zusammen ein Verzögerungs glied, da der Widerstand die Aufladung des Kon- densators verlangsamt und dadurch den Spannungs anstieg am Steuergitter 129e bei einer Spannungs zunahme am Anschluss 63a des Kathodenverstärkers. abflacht. Parallel zum Widerstand 135 liegt ein Gleichrichter 139, der so gepolt ist, dass er bei einer Spannungsabnahme am Anschluss 63a des Kathoden verstärkers als überbrückung des Widerstandes wirkt und eine rasche Entladung des Kondensators ermög licht.
Ebenso liegt parallel zum Widerstand 136 ein Gleichrichter 140. Der Widerstand 136 verlangsamt die Entladung des Kondensators<B>138</B> bei einem Span nungsabfall am Anschluss 63a des Kathodenverstär kers, während der Gleichrichter 140 eine über brückung des Widerstandes ergibt, sobald am An schluss 63a die Spannung ansteigt, so dass hierbei eine rasche Aufladung des Kondensators 138 mög lich ist.
Weist das Steuersystem eine Abweichung gegen über Stellungsgleichheit in solcher Richtung auf, dass die Spannung am Anschluss 63a des Kathoden verstärkers unter 100 Volt beträgt, so erfolgt bei Annäherung an die Stellungsgleichheit ein Span nungsanstieg. Hierbei verringert aber der Wider stand 135 die Ladegeschwindigkeit des Kondensa- tors 137, so dass das Steuergitter 129e nicht sofort jenen Wert erreicht, bei welchem der Anodenstrom der linken Triode den Ansprechstrom für das Relais 130 überschreitet, sondern erst wenn vollständige Stellungsgleichheit eingetreten ist.
Ist dagegen eine Abweichung in umgekehrter Richtung vorhanden, so ist die Spannung am Anschluss 63a des Kathoden verstärkers grösser als 100 Volt, und die Kondensa toren 137 und 138 sind auf die entsprechende Span nung aufgeladen. Nimmt der Fehler nun ab, so sinkt die Spannung am Anschluss 63a und der Kondensa tor<B>138</B> entlädt sich, wobei die Spannung am Steuer gitter 129f zunehmend negativer wird.
Jedoch ver langsamt der Widerstand 136 die Entladung des Kondensators 137, weshalb die Spannung der Steuer elektrode 129f nicht sofort auf jenen Wert absinkt, bei welchem der Anodenstrom der rechten Triode sich auf einen zum Abfallen des Relais<B>131</B> aus reichenden Wert erniedrigt, sondern erst wenn das Steuersystem die volle Stellungsgleichheit erreicht hat.
Somit spricht die Fehlerermittlungsschaltung auf Stellungsgleichheit verzögert an und das Schliessen des Startstromkreises zur Einleitung einer neuen Arbeitsperiode wird verhindert, bis volle Stellungs gleichheit erreicht ist und alle Glieder sich in ihrer Anfangslage befinden.
Ist anderseits volle Stellungsgleichheit im Steuer system erreicht, und entsteht plötzlich ein Fehler in solcher Richtung, dass die Spannung am Anschluss 63a des Kathodenverstärkers ansteigt, dann wird der Kondensator 138 über den eine Überbrückung dar stellenden Gleichrichter 140 aufgeladen, so dass der Widerstand 136 keine Verzögerung verursachen kann. Dementsprechend erfolgt ein rascher Span nungsanstieg am Steuergitter 129f, und der Anoden strom in der rechten Triode steigt schnell auf den Ansprechwert des Relais 131, das seinen Ruhe kontakt öffnet.
Entsteht dagegen plötzlich ein Fehler in entgegengesetzter Richtung und nimmt die Span nung am Anschluss 67a ab, so kann sich der Kon densator<B>137</B> über den Gleichrichter 139 entladen und durch den Widerstand 135 tritt keine Verzöge rung auf. Also erfolgt ein schneller Spannungsabfall am Steuergitter 129e auf jenen Wert, bei welchem der Anodenstrom der linken Triode unter den Ab fallstrom des Relais 130 sinkt. Das Relais 130 öffnet dann seinen Arbeitskontakt und unterbricht den Startstromkreis.
Somit spricht die Fehlerermittlungs- schaltung rasch auf Fehler, das heisst auf Winkel abweichungen zwischen den Drehsteuerorganen im Leitmechanismus und im Stellungsanzeiger an.
Obwohl die Nachlaufsteueranlage oben anhand einer konkreten Apparatur beschrieben und dabei das Prinzip erläutert wurde, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Apparatur lediglich ein Aus- führungsbeispiel wiedergeben soll und die Erfin dung hierauf keineswegs beschränkt ist.