Anordnung zum wahlweisen Empfang amplitudenmodulierter oder frequenzmodulierter Wellen. Die Entwicklung neuer Übertragungs methoden unter Anwendung der Frequenz modulation schafft das Bedürfnis nach einem kombinierten Rundfunkgerät, welches sowohl 5 amplituden- wie auch frequenzmodulierte Wellen empfangen kann.
Es liegt in der Natur der Frequenz modulation, dass diese ein viel breiteres Fre- quenzspektrum erfordert als die Amplituden o modulation. Es ist deshalb nicht ohne weite res möglich, den Zwischenfrequenzteil eines Empfängers für beide Modulationsarten zu benützen. Die Entwicklung wurde noch da durch erschwert, dass frequenzmodulierte Sen 5 der vorzugsweise in einem besonderen ultra- kurzwelligen Band arbeiten.
Es sind Anordnungen für den wahlweisen Empfang von amplitudenmodulierten oder frequenzmodulierten Wellen bekannt, welche zur Verstärkung mindestens zwei verschie dene Kanäle verwenden, wobei diese Kanäle entweder getrennte Röhrensätze verwenden, oder deren Bandfilter von einem Kanal auf den andern umschaltbar sind.
Die vorliegende Erfindung stellt eine an dere Lösung dieses Problems dar.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum wahlweisen Empfang amplitudenmodu- lierter oder frequenzmodulierter Wellen, wobei a die Anordnung einen Superheterodynempfän- ger für amplitudenmodulierte Wellen, einen Frequenzdemodulator und eine Vormisch- stufe aufweist,
wobei bei Einstellung für den Empfang amplitudenmodulierter Wellen der Superheterodynempfänger allein benutzt ist und bei Einstellung für den Empfang fre- quenzmodulierter Wellen alle drei genannten Teile zusammen arbeiten, derart, dass durch eine Frequenzgegenkopplung in der Vormisch- stufe eine so starke Reduktion des Frequenz hubes stattfindet,
dass das vom Ausgang der Vormischstufe dem Superheterodynempfän- ger zur Selektion und weiteren Verstärkung zugeführte, im Frequenzhub reduzierte Signal die betreffenden Stufen desselben praktisch ohne Verzerrung durchläuft und in dem in den Superheterodynempfänger eingeschalte ten Frequenzmodulator demoduliert wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist im folgenden näher er läutert.
Die Anordnung besteht aus drei Teilen: Der erste Teil ist ein gewöhnlicher Super- heterodynempfänger für den Empfang am plitudenmodulierter Wellen. Dieser Teil ent hält einen Hochfrequenzverstärker, eine Mischstufe, einen Zwischenfrequenzverstär- ker, eine Demodulationsstufe, einen Nieder frequenzverstärker mit Lautsprecher sowie einen Speiseteil.
Der zweite Teil ist ein Frequenzdemodu- lator, welcher eine Begrenzerstufe enthält für die Ausscheidung störender Amplitudenmodu- lation sowie eine Stufe zur Umformung der Frequenzmodulation in Amplitudenmodula- tion unter gleichzeitiger Gleichrichtung der letzteren. Dieser Prequenzdemodulator hat zwei Ausgänge:
einer führt zum Niederfre- quenzverstärker im Superheterodynempfän- ger, der andere zum dritten Teil.
Dieser dritte Teil ist eine Vormischstufe, deren frequenzmodulierter Oszillator eine feste Mittelfrequenz aufweist. Die Frequenz- modulation erfolgt z. B. mittels einer Reak- tanzröhre, die durch das niederfrequente Ausgangssignal vom Frequenzdemodulator derart gesteuert wird, dass eine Frequenz gegenkopplung stattfindet.
Beim Empfang amplitudenmodulierter Wellen wird lediglich der Superheterodyn- empfänger benützt, indem die Antenne an dessen Eingang angeschlossen wird.
Beim Empfang frequenzmodulierter Wel len wird an Stelle der Amplitudendemodula- tionsstufe im Superheterodynempfänger der Frequenzdemodulator geschaltet. Die Antenne wird auf den Eingang der Vormischstufe umgeschaltet und der Ausgang der Vormisch- stufe an den Eingang des Superheterodyn- empfängers gelegt. Diese Umschaltungen er folgen durch einen Mehrfachschalter.
Kommt über die Antenne ein Signal, so wird es zunächst in der Vormischstufe ver stärkt, überlagert und im Frequenzhub re duziert, so dass am Ausgang derselben ein r Signal erscheint, dessen Trägerfrequenz in einem für Amplitudenmodulation üblich ver- wendeten Wellenband liegt.
Es gelangt in den Superheterodynempfänger, durchläuft dort den Hochfrequenzverstärker, die Misch stufe, den Zwisehenfrequenzverstärker und wird im Frequenzdemodulator demoduliert, und gelangt durch den Niederfrequenzver- stärk-er des Superheterodynempfängers in den Lautsprecher.
Die im Frequenzdemodulator erzeugte niederfrequente Spannung wirkt auf die Varmischstufe zurück, in der Weise, dass eine Frequenzgegenkopplung stattfindet, die bewirkt, dass das aus der Vormischstufe aus tretende Signal im Gegensatz zum in sie ein s tretenden Signal einen derartig reduzierten Frequenzhub aufweist, dass es ohne nennens werte Verzerrungen den Superheterodyn- empfänger durchlaufen kann.
Die Empfangsanordnung wird folgender massen auf einen frequenzmodulierten Sender abgestimmt: Die Oszillatormittelfrequenz in der Vormischstufe bleibt unverändert, und variiert wird lediglich die Oszillatorfrequenz der Mischstufe des Superheterodynempfän- gers,
wodurch dieser auf die am Ausgang der Vormischstufe auftretende Kombinationsfre quenz abgestimmt wird. Die Oszillatormittel- frequenz der Vormischstufe ist so gewählt, dass die Kombinationsfrequenz innerhalb eines für Amplitudenmodulation üblichen Frequenzbandes liegt.
Beträgt beispiels weise die Sendefrequenz 45 MHz und die Oszillatormittelfrequenz 34 MHz, so er scheint am Ausgang der Vormischstufe die Kombinationsfrequenz von 11 MHz, auf wel che der Superheterodynempfänger abzustim- men ist. Diese Frequenz von 11 MHz liegt in einem üblichen Kurzwellenband.
Der Oszillator der Vormischstufe kann auch auf verschiedene Mittelfrequenzwerte, umschaltbar ausgebildet sein.
Arrangement for the optional reception of amplitude-modulated or frequency-modulated waves. The development of new transmission methods using frequency modulation creates the need for a combined radio device that can receive both amplitude and frequency modulated waves.
It is in the nature of frequency modulation that it requires a much broader frequency spectrum than amplitude modulation. It is therefore not easily possible to use the intermediate frequency part of a receiver for both types of modulation. The development was made even more difficult by the fact that frequency-modulated sensors preferably work in a special ultra-short-wave band.
There are arrangements for the selective reception of amplitude-modulated or frequency-modulated waves are known which use at least two different channels for amplification, these channels either using separate tube sets, or their band filters can be switched from one channel to the other.
The present invention is another solution to this problem.
The invention relates to an arrangement for the optional reception of amplitude-modulated or frequency-modulated waves, the arrangement having a superheterodyne receiver for amplitude-modulated waves, a frequency demodulator and a premixing stage,
with the setting for the reception of amplitude-modulated waves the superheterodyne receiver is used alone and with the setting for the reception of frequency-modulated waves all three named parts work together in such a way that a frequency negative feedback in the premixing stage results in such a strong reduction in the frequency range,
that the signal fed from the output of the premixing stage to the superheterodyne receiver for selection and further amplification, with a reduced frequency deviation, passes through the relevant stages of the same with practically no distortion and is demodulated in the frequency modulator switched on in the superheterodyne receiver.
An embodiment of the subject invention is explained in more detail below.
The arrangement consists of three parts: The first part is an ordinary superheterodyne receiver for receiving amplitude-modulated waves. This part contains a high frequency amplifier, a mixer, an intermediate frequency amplifier, a demodulation stage, a low frequency amplifier with loudspeaker and a power supply.
The second part is a frequency demodulator, which contains a limiter stage for eliminating interfering amplitude modulation and a stage for converting the frequency modulation into amplitude modulation while rectifying the latter. This frequency demodulator has two outputs:
one leads to the low frequency amplifier in the superheterodyne receiver, the other to the third part.
This third part is a premix stage whose frequency-modulated oscillator has a fixed center frequency. The frequency modulation takes place z. B. by means of a reaction tube that is controlled by the low-frequency output signal from the frequency demodulator in such a way that a frequency negative feedback takes place.
When receiving amplitude-modulated waves, only the superheterodyne receiver is used by connecting the antenna to its input.
When receiving frequency-modulated waves, the frequency demodulator is switched in place of the amplitude demodulation stage in the superheterodyne receiver. The antenna is switched to the input of the premix stage and the output of the premix stage is connected to the input of the superheterodyne receiver. These switchings he follow through a multiple switch.
If a signal comes through the antenna, it is first amplified, superimposed and reduced in frequency deviation in the premixing stage, so that a signal appears at the output of the antenna, the carrier frequency of which is in a waveband commonly used for amplitude modulation.
It gets into the superheterodyne receiver, goes through the high frequency amplifier, the mixer, the dual frequency amplifier and is demodulated in the frequency demodulator, and then passes through the low frequency amplifier of the superheterodyne receiver into the loudspeaker.
The low-frequency voltage generated in the frequency demodulator acts back on the Varmischstufe in such a way that a frequency negative feedback takes place, which has the effect that the signal emerging from the premixing stage, in contrast to the signal entering it, has a frequency deviation that is so reduced that it does not Significant distortions can pass through the superheterodyne receiver.
The receiving arrangement is matched to a frequency-modulated transmitter as follows: The oscillator center frequency in the premix stage remains unchanged, and only the oscillator frequency of the mixer stage of the superheterodyne receiver is varied,
whereby this is matched to the frequency occurring at the output of the premixing Kombinationsfre. The oscillator center frequency of the premix stage is selected so that the combination frequency lies within a frequency band customary for amplitude modulation.
For example, if the transmission frequency is 45 MHz and the oscillator center frequency is 34 MHz, it appears at the output of the premixing stage to be the combination frequency of 11 MHz, to which the superheterodyne receiver is to be tuned. This frequency of 11 MHz is in a common shortwave band.
The oscillator of the premix stage can also be designed to be switchable to different medium frequency values.