CH196301A - Verfahren zum Dichtmachen von flüssigkeitsdurchlässigem Material. - Google Patents

Verfahren zum Dichtmachen von flüssigkeitsdurchlässigem Material.

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CH196301A
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N V De Bataafsche Maatschappij
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Bataafsche Petroleum
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  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)

Description


  Verfahren zum     Dichtmachen    von     flüssigkeitsdurchlässigem    Material.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Dichtmachen von flüssigkeitsdurchläs  sigem Material, wie z. B. Böden und andern  erdigen Massen, wie unterirdischen     Sand-          oder    Kiesschichten, natürlichen und künst  lichen Gesteinen, Mauerwerken, Beton, Stein  aufschüttungen usw., durch Ausfüllung und  Dichtung der Zwischenräume,     Höhlen,

      Risse  und ähnlichen Unterbrechungen derartiger       3lassen.    Dieses Verfahren kommt zum Bei  spiel in Betracht zum     Erzeugen.    von     wasser-          oder    gasdichten oder nahezu dichten Schir  men in porösen und durchlässigen Böden,  zum Dichten     *von    leckenden Dämmen, Tun  nels und Kellerwänden, zum Verfestigen von  losen Böden, wie für Gründungen oder       Dammkörper,    zum Befestigen von Moormas  sen,     Flussbetten,    Sandschollen oder wandern  den Dünen, zum Dichten von Rissen und  Spalten in Felsen oder von Fugen in Stein  bekleidungen und Beton,

   zum Ausfüllen und  Zusammenkitten von     Steinaufschüttungen       entweder vor, während oder nach deren Bau,  zum Dichtmachen der Wände von, Bohr  löchern oder Quellen, wie bei der Gewin  nung     von.    Erdölen.  



  Es ist bereits für derartige Zwecke be  kannt, den     Boden.    oder die andere Masse mit       Imprägniermitteln-        verschiedener    Art, wie  mit     wässrigen        Bitumendispersionen,    Zement  oJer Tonsuspensionen und     nieders,chlagbil-          denden        Chemikalien    zu behandeln.  



  Vorliegende Erfindung betrifft     ein    Ver  fahren zum Dichtmachen von flüssigkeits  durchlässigem Material mittels     quellbarer     Stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass die       quellbaren    Stoffe im behandelten Material  durch Einwirkung eines     Solvatisierungsmit-          tels    zur     Quellung    gebracht werden und diese       Quellung    dadurch verlangsamt     wird,    dass  mindestens ein in das zu behandelnde Mate  rial einzuführender Stoff von einem das       Solvatisierungsmittel    abstossenden Stoff um  geben ist.

        Wenn, wie in den meisten Fällen, das       SolvatisierungsmittelWasser    oder eine     wäss-          rige    Lösung oder Dispersion ist, kommen als  brauchbare     quellbare    Stoffe insbesondere die       hy        drophilen    Kolloide, sowohl die anorgani  schen wie organischen, wie die mehr oder  weniger kolloidalen Tonarten,     Hydroxyde     der mehrwertigen Metalle, Kieselsäure. Alu  minate,     Polysaccha.ride,    wie Zellstoff oder  Stärke, arabischer Gummi,     Agar-Agar,     Lipoide. Eiweissstoffe, wie Kasein oder Al  bumin, organische Farbstoffe oder     dergl.,    in  Betracht.

   Als     Solvatisierungsinittel    können  aber auch organische Flüssigkeiten, wie Öle.       Kohlenwasserstoffe,    chlorierte Kohlenwasser  stoffe, Alkohole, Schwefelkohlenstoff und       dergl.,    dienen, in welchem Falle als     quell-          bare    Stoffe z. B.

   Kautschuk,     Balata.,        Schell-          lack,        Polymerisationsprodukte    von trocknen  den Ölen,     Faktis,    Nitrozellulose,     Azety        1-          zellulose.    Seifen und     dergl.    verwendet wer  den können.

       Die    in     Verbindung        finit    organi  schen     Solvatisierungsmitteln    verwendeten       quellbaren    Stoffe werden im vorliegenden  Zusammenhang unter den     Sammelbegriff    der  sogenannten     organophilen    Kolloide gefasst.  



  Die in Verbindung mit     hydrophilen    Kol  loiden zu verwendenden, (las     Solvatisie-          rungsmittel,    z. B. das Wasser,     abstossenden     Stoffe sind insbesondere die Öle, wie Mine  ralöle, Ölfraktionen und Rückstände, Teer  öle und     dergl.    Derartige abstossende Stoffe  werden im nachstehenden als     "hy        dropliob"     bezeichnet, während bei     Verwendung    von       organophilen    Kolloiden in entsprechender       Weise    von     "organophoben"    Stoffen die Rede  ist.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung  kann in verschiedener Weise und unter     An-          ivendung    von verschiedenen Stoffen durch  geführt werden, je nach den herrschenden  Verhältnissen und dem zu erzielenden Er  g     o        ebnis.        Einig        e        in        Betracht        kommende        Aus-          führungsformen    werden im     nachstehenden     näher beschrieben.  



  So kann man den     quellba.ren    Stoff, z. B.  ein     hydrophiles    Kolloid, in einem     hydro-          phoben    Stoff aufschlämmen und die erhal-         tene    Suspension, gegebenenfalls zusammen  mit dem     Solvatisierungsmittel,    in den zu   < lichtenden     Gegenstand    oder in die Masse  eindringen lassen; in     entsprechender    Weise  kann man ein     organophiles    Kolloid verwen  den, das in einem     organophoben    Stoff sus  pendiert ist und, gegebenenfalls zusammen  mit dem     Solvatisierungsinittel.    in die Masse  eingeführt wird.  



  Auch kann man die Teilchen des     hydro-          philen        bezw.        organophilen        Kolloids    nur mit  einer     dünnen    Haut, z. B. einem     Adsorptions-          häutchen,    eines     hydrophoben        bezw.        organo-          phoben    Stoffes bedecken, in welchem Falle  ein Träger oder     Suspendierungsmittel    erfor  derlich ist, der (das) zugleich das     Solvatisie-          rungsmittel    sein kann.  



  Weiter kann man diese Ausführungsfor  men kombiniert anwenden, wobei z. B. der       hy        drophobe    Stoff, der zum     hy        drophilen     Kolloid gehört, das     Solvatisierungsmittel    für  das     organophile    Kolloid, und     bezw.    oder der       organophobe    Stoff, der zum     organophilen     Kolloid gehört, das     Solvatisierungsmittel    für  das     hydrophile    Kolloid sein kann.  



  Die Eigenschaften des     hydrophoben    Stof  fes, bei Verwendung eines     hydrophilen        Kol-          loids,        bezw.    die Eigenschaften des     organo-          phoben    Stoffes, bei Verwendung eines       organophilen    Kolloids, geben die     Möglich-          liclikeit,    die     Solva.tisierungsgeschwindigkeit     zu regeln. Die Einstellung kann z.

   B. durch       geeignete    Wahl der Art und Menge     des          hydrophoben        bemv.        organophoben    Stoffes,  im Zusammenhang mit     (]er    Art und     Menge     lies dazu gehörenden     hydrophilen        bezw.          organophilen    Kolloids,

   vorgenommen      -erden     und ausserdem können die     Geschwindigkeit     und das Mass der     Quellung    durch eine ge  eignete Wahl des     Säuregrades    und der       Polarität    der verwendeten Stoffe beeinflusst  werden,      -elche        Eigenschaften.    gegebenen  falls auch durch Zusätze geändert werden  können.  



  In einer besonderen     Ausführungsform     kann man das     hydrophile        bezw.        organopliile     Kolloid während des     Einführens    in die zu       behandelnde        Masse        entstehen        lasssen,    in wel-           chem    Falle die Geschwindigkeit der Bildung  des Kolloids ebenso als regelbarer Faktor bei  der     Ausübung    des     Verfahrens    dienen kann.

    Die     verschiedenen:    Stoffe, welche den     quell-          baren    Stoff bilden, können entweder in Mi  schung oder gesondert in die zu     behandelnde     Masse eingeführt werden.  



  Die Anwendung der     Behandlungsmittel     gemäss ,der     Erfindung    kann nach den     allge-          meinen        Verfahren    geschehen, welche für das  Einführen der bekannten     Imprägnierunge-          mittel        in        Erdmassen        oder    Gesteine üblich  sind.

   Gewöhnlich lässt man das     Behandlungs-          mittel        oder,die    Mittel mit Hilfe von Röhren  in die zu behandelnde Masse derart ein  dringen,     dass,    eine geeignete Imprägnierung  an der gewünschten Stelle herbeigeführt  wird, wodurch die verlangte Dichtung     ent-          steht.    Bei gleichzeitiger aber gesonderter       Einführung    verschiedener Stoffe, welche  den     quellbaren    Stoff bilden, kann die Injek  tion zweckmässig durch konzentrische Röh  ren erfolgen.  



  Das Injizieren oder Einpumpen der     Be-          handlungsmittel    kann unter gewöhnlichem  oder     erhöhtem        Druck    geschehen, wobei der  Druck     .gegebenenfalls    so hoch sein kann, dass  die Räume der behandelten     Maeseerweitert     werden, zum     Zweck    eines besseren     Eindrin-          gens    der     Flüssigkeiten.    Man kann die zu be  handelnde Masse auch vorausgehend oder  gleichzeitig einer gesonderten     Behandlung     zur     Änderung    der     Struktur    oder :

  der chemi  schen Beschaffenheit des zu imprägnierenden       Materials.    aussetzen, z. B. durch     Injizierung     von     geeigneten    Flüssigkeiten oder Gasen,  oder ,durch Wegspülen oder sonstiges Ent  fernen von Bodenbestandteilen.  



       Dao    Verfahren gemäss der Erfindung  kann     erwünschtenfalls    mit andern, bekann  ten Verfahren für das     Verfestigen    und Was  serdichtmachen von     Erdmassen    oder     dergl.     kombiniert werden, z.

   B.     mit    der Anwen  dung von     Bitumendispersionen,    von     Ument-          oder        Tonsuspensionen,    oder von Chemikalien,  die durch gegenseitige Einwirkung volumi  nöse Niederschläge bilden.     Insbesondere    kön  nen die letzteren Verfahren durch Verbin-         dung    mit :der vorliegenden Erfindung in     eine          praktisch.    besser durchführbare Form ge  bracht werden.

   So tritt zum Beispiel bei der       Durchführung    des     "Silikatisierungsverfah-          rens";    nach welchem die     Verfestigung    und       Dichtung    von     Erdmassen    und     Gesteinen     durch     ,gesondertes        Einführen    von Lösungen  von     Aluminiumsulfat    oder     Kalziumchlorid     und Wasserglas erzielt wird, gewöhnlich an  ,der     E:inbrings:telle        unmittelbar    Verstopfung  infolge schneller     Niederschlagbildung    auf.

    Dem kann     vorgebeugt    und eine gleichmässige  Imprägnierung     .befördert    werden,     wenn    man  ein     oder    beide     gegenseitig        reagierende    Chemi  kalien, gegebenenfalls     in        wässriger    Lösung,  in einem     lyopho!ben        (hydro-    oder     organo-          phoben)        :Stoff    suspendiert oder mit einer       A#dsorptions#haut    eines solchen ,Stoffes: be  kleidet.  



  Das     Verfahren        gemäss    der Erfindung       kann    auch     derart        :durchgeführt    werden, dass  man nacheinander     quellbare    Stoffe mit     ver-          schiedenerSolvatisierungsgeschwindigkeit        in-          jiziert;

      dies     kann    zum Beispiel in den Fällen  erwünscht     sein,    wo Wegspülung der injizier  ten     Flüssigkeiten    durch     strömendes        VTasser,     wie     durch    das Grundwasser, zu befürchten  ist.  



  In gewissen     Fällen    wird nur eine zeit  weilige     Dichtung        beabsichtigt,    was, zum Bei  spiel durch     Anwendung        unbescbrämkt    quell  barer Stoffe,     wie    Gummis oder Eiweissstoffe,  welche nach einiger     Zeit    wieder durch das       Wasser        herausgewaschen        werden,    oder orga  nischer     quellbarer        Stoffe,    welche     verfaulen     oder durch biologische, chemische oder an  dere,     Einwirkungen;

      ihre Struktur verlieren,  erzielt werden kann.  



  In :den nachfolgenden     Beispielen    werden       einige    besondere     Ausführungsformen    der       Erfindung    beschrieben, ohne     dass.    aber :die       Anwendung    der Erfindung auf :diese Bei  spiele     beschränkt    ist. Alle Prozentsätze und  Verhältnisse sind auf Gewicht berechnet.

      <I>Beispiel Z:</I>  Ein     kolloidaler    Ton, wie     Bentonit,    wird  mit ungefähr     %    seines     Gewichtes    Edeleanu-           extrakt    von Kerosin umhüllt. und     daraufhin     in einer 5fachen Menge Wasser     suspendiert.     Das erhaltene Gemisch wird     mittels    in be  stimmten gegenseitigen     Abständen    angeord  neten     Röhren    in geeigneter Tiefe in einen  Sandboden injiziert.

   Infolge der langsamen       Quellung    der mit     T)1    umhüllten     Tonteilchen     wird eine     wasserundurchlässige    Masse mit  gutem Zusammenhang gebildet.  



  Die     Quellung    des Tons im     CTemisclit          kann    gegebenenfalls dadurch     verlangsamt     werden,     da.ss    man dem     Edeleanuextrakt    noch  einen stark wasserabstossenden Stoff.     wie          Anthrazenöl,    zusetzt, und     bezw.    oder das       )Vasser    mehr oder wenig ansäuert.     Dagegen     kann die     Quellung    des Tons     dadurch    geför  dert werden.

   dass man dein     Edeleanuextrakt     einen weniger stark     wasserabstossenden    Stoff.  wie Benzin, zusetzt und     bezw.    oder das  Wasser alkalisch macht, oder     auch    dass man  dem     Edeleanuextrakt    oder     dem        Wasser    einen  löslichen. Stoff, wie Alkohol, zusetzt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Man lässt     eine        ?0    ö ixe Suspension von       CTela.tine    in Gasöl in eine     poröse        Beton-Kai-          mauer        eindringen;    dabei     bewirbt    das für Be  ton anwesende Wasser die     Quellung    der       Gelatine,        wodurch    die Dichtung des Betons  erzielt wird.  



  <I>Beispiel,</I>     ;2:     Zwecks Verfestigung eines aus     grobem     Sand und Kies     bestehenden        Kerns    eines       Eisenbahndammes    werden in geeigneten Ab  ständen     Sätze    von     zwei    konzentrischen Röh  ren in den Dammkörper getrieben.

   Durch  das äussere Rohr      -ard    eine     wässrige    Disper  sion von Kasein (welches Kasein voraus  gehend mit     10?(,'    einer     aromatreiehen        Schmier-          iAfra.ktion    befeuchtet     wurde).    und     gleieIi-          zeitig        durch    das innere     Rohr    eine     0.5a11          ,,    xe       Sodalauge    injiziert.

   Sollte man reines Was  ser als     Solva.tisierungsmittel        verwenden,     dann wären die Geschwindigkeit und das  Ausmass der     Quellung    zu niedrig.     während     mit alkalischem Wasser eine bedeutende     Be-          schleuniguno-    und Zunahme der     Quellung    er  zielt  -erden.

           Beispiel        i:     Zwecks Befestigung eines aus Sand be  te .stehenden     Flussbettes        werden    Teile des     Bettes     nacheinander mittels eines     caisson-    oder       glockenförmigen        Senkkastens,    .dessen Rand  bis zu einer     gewissen    Tiefe in den Sand ein  sinkt, abgedeckt.

   In diesen Senkkasten wird       über    dem     Sand    eine Mischung von 1 Teil       Kautschuklatex    und 4 Teilen eines     Cre-          inisches    von 80% Kerosin und Benzol       eiirgepuinpt.        hfan    führt     eine    solche Menge  dieser     Mischung    in den Senkkasten ein, dass  eine     Iiuprä.gnierung    bis zu einigen     Dezi-          metern    unterhalb der Oberfläche des Bettes  stattfindet.

   Die     Quellung    geschieht durch  langsame     @ufnahine    des     Ols        durch    die     Kaut-          sehukteilchen.    Gegebenenfalls können der  Mischung noch     Vulkanisiermittel.        Beschleu-          niger,    Füllstoffe usw.     zut-e.z#etrt    werden.  <I>Beispiel</I> 5:  Die Höhlen unter einer auf Holz     gegrün-          ihMen        Selileuse        werden    dadurch ausgefüllt.

    dass gleichzeitig aber sondert,     einerseits           < ,in        Geiniseli    von 100 Teilen     Portland-          7,enient,    Ton oder     dergl.    und 50 Teilen eines       Er < lt@lrückstandes,    der bis auf gerade     ver-          ptimphai@e    Konsistenz mit Gasöl verdünnt       ist,    und     anderseits    20 Teile eines auf 20       liautschukgehalt    verdünnten Latex.

   oder  einer 20     %        i        geil        wässrigen        Dispersion    von       Eisennaphthenat,        Aluminiumpalmitat        oder          rlergl..        eingeführt    werden.  



       Erwünscbtenfalls    kann man. an Stelle der       obenerwälinten        gesonderten    Anwendung, auch  eine vorausgehend hergestellte Mischung von  <B>100</B> Teilen Zement, Ton oder     dergl.,    50 Tei  len mit Gasöl verdünntem     Erdölrückstand          und    ?I> Teilen eines     20%igen    Kautschuk  latex oder einer     2ü%igen        wässrigen    Disper  sion von     Eisennaphtbenat,        Aluminiumpalmi-          tat    oder     dergl.,    einbringen.  



  Die     Quellung    der     Masse    kann dadurch  verlangsamt werden. dass dem Latex     voraus-          Kasein    zugesetzt wird.  



       @@@eliend        17,     <I>Beispiel 6:</I>  Die Fugen eines aus losen, aufgeschichte  ten Granitblöcken     bestehenden    Wellenbre-           chers    und die Höhlen der am Fuss des Wel  lenbrechers auf dem     Meeresboden    befind  lichen     Steinaufsthüttung,    lässt man, .gegebe  nenfalls mit Hilfe von Röhren, mit einer Mi  schung von 10 Teilen Kautschuklatex und  einer     Dispersion,    die durch     Dispergierung     von mit 15 Teilen     Kreosotöl    verdünnten 15  Teilen Bitumen in 200 Teilen einer 0,

  3 %     igen          wässrigen        Seifelösung    hergestellt wurde, und  welcher Dispersion 100 Teile Füllstoff, wie       feingemahlenes    Steinpulver,     Baryt,        Schlak-          ken    oder     dergl.,    zugesetzt würden sind,     voll-          laufen.       <I>Beispiel</I>  Zwecks Abdeckung des Ufers eines  schnellströmenden     Flusses    mit einer zusam  menhängenden     Steinbekleidung    verwendet  man eine Mischung von gleichen Teilen Kies  und Sand,

   welcher Mischung     l0%        eines     20 %     igen        Kautschuklatex    und<B>30%</B>     Edel-          eanuextrakt    von     Spindelöl    zugesetzt werden.

    Diese Mischung bildet eine leicht     aus:giess-          bare    Masse, die mit Hilfe von     Rinnen        auf,die          Steinbekleidung    gegossen wird und auf die  Ufer     und    den Boden des Flusses sinkt,<B>wo-</B>  durch eine wasserdichte, schützende     Abdek-          kung    gebildet wird.  



  <I>Beispiel 8:</I>  Zwecks Verfestigung eines     Dünenfusses     werden in regelmässigen Abständen Röhren  in geringer Tiefe in den     .Sand    getrieben und  durch diese Röhren wird eine Mischung von  1 Teil feinpulverisiertem Aluminiumsulfat,  das in 2 Teilen     Spindelöl    suspendiert ist,  und 5 Teilen     20%iger        Wasserglaslösung    ein  geführt.

   Die Bildung von Aluminiumsilikat  verläuft so langsam, dass über eine grosse  Injektionstiefe und     -breite    eine gleichmässige       Dichtung    und Verfestigung des     Sandes    er  zielt     wird.            mittels    zur     Quellung    gebracht werden und  diese     Quellung    dadurch verlangsamt wird,  dass mindestens ein in das zu behandelnde  Material einzuführender Stoff von einem das       Solvatssierungsmittel    abstossenden Stoff um  geben ist.  



       UNTERANSPRÜCHE:     1. Verfahren nach Patentanspruch,     dadurcli     gekennzeichnet, dass .der     quellbare        Stoff     in einem das     Solvatisierungsmittel    ab  stossenden Stoff     suspendiert    ist, und  diese Suspension in die zu behandelnde  Masse eingebracht wird.  



  2. Verfahren nach Patentanspruch und Un  teranspruch 1,     dadurch    .gekennzeichnet,  dass man die Suspension zusammen mit  dem     .Solvatisierungsmittel    in die zu be  handelnde Masse einbringt.  



  3. Verfahren nach     Patentanspruch,    .dadurch  gekennzeichnet,     dass    .die Teilchen des       quellbaren    Stoffes mit einer Haut des  das.     Solvatisierungsmittel    abstossenden  Stoffes umhüllt, und diese Teilchen in  einer Flüssigkeit suspendiert werden,  welche     gleichzeitig    das     Solvatisierungs-          mittel    bildet.  



  4. Verfahren nach     Patentanspruch    und Un  teranspruch     .3,    .dadurch gekennzeichnet,  dass man kolloidalen Ton mit einem  Mineralöl umhüllt und den derart um  hüllten Ton in Wasser suspendiert, wor  auf diese     Suspension    in das zu behan  delnde     Material    eingeführt wird.  



  5. Verfahren nach     Patentanspruch,    dadurch  gekennzeichnet, dass gleichzeitig ein       hydrophiles    Kolloid mit einem     hydro-          phoben    Stoff und ein     organophiles    Kol  loid mit einem     organophoben    Stoff ver  wendet werden.  



  6. Verfahren nach Patentanspruch und Un  teranspruch<B>5,</B> dadurch gekennzeichnet,  dass der zum     hydrophilen    Kolloid ge  hörende     hydrophobe    Stoff das     Solvati-          sierungsmittel    für das     organophile    Kol  loid ist.  



  ?. Verfahren nach Patentanspruch     und    Un  teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet,

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Dichtmachen von flüssig keitsdurchlässigem Material mittels quell- barer Stoffe, da-durch gekennzeichnet, dass die quellbaren Stoffe im behandelten Mate rial .durch Einwirkung eines Solvatisierungs- dass der 'zum organophilen Kolloid ge hörende organophobe Stoff das Solvati- sierungsmittel für das hydrophile Kol loid ist. 8.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in die zu be handelnde hasse verschiedene Stoffe einführt, aus, welchen frühestens wäh rend der Einführung ein quellbarer Stoff entsteht. 9. Verfahren nach Patentanspruch und U n teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens einen der gegen seitig reagierenden Stoffe in einem das Solvatisierungsmittel abstossenden Stoff. der die Bildung des quellbaren Stoffes verlangsamt. suspendiert. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens einen der gegen seitig reagierenden Stoffe mit einer Haut aus einem Stoff umhüllt, der das Sol- vatisierungsmitte1 abstösst und die Bil dung des quellbaren Stoffes verlang samt. 11. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Stoffe, welche den quellbaren Stoff bilden, in 3ti,chung in die zu behandelnde Hasse eingeführt werden. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch @8, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Stoffe, welche den quellbaren Stoff bilden, gleichzeitig aber gesondert in die zu behandelnde hasse eingefiihrt werden. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüehen 8 und 12, dadurch gekenn zeichnet, dass die verschiedenen Stoffe durch Injektion durch gesonderte Röh ren in die zu behandelnde l@sasse einge führt werden. 14. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 8, 12 und 13, .dadurch ge kennzeichnet, dass die Injektion durch konzentrische Röhren erfolgt. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass quellbare Stoffe mit verschiedener Solvatisierungsgesehwin- digkeit nacheinander eingeführt werden. 16. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als quellbarer Stoff ein vulkanisierbarer Stoff zusammen mit Vulkanisierungsmittel verwendet wird. 7 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1,6, dadurch gekennzeichnet, dass als quellbarer Stoff Kautschuk in Form einer Kautschukdispersion verwen det wird.
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