Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines kohlenoxydarmen Gases. Im Hauptpatent ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung eines kohlenoxydarmen Gases angegeben, wobei Prozesse nach bekannten Gleichungen be nützt werden, um in Wassergas den Ge halt an Kohlenoxyd zu verringern oder letz teres ganz zu entfernen. Die dort beschrie benen Reaktionsvorgänge vollziehen sich bei etwa 500 C und sind wärmeliefernd, während der Vorgang, die Reaktionsmasse durch Erhitzen auf etwa 800 bis 900 C wieder reaktionsfähig zu machen, wärme- verbrauchend ist.
Das Gasentgiftungsverfahren nach dem Hauptpatent erstreckt sich hauptsächlich darauf, bei Erzeugung eines kohlenoxyd- armen Gases aus Wassergas durch Umwand lung des Kohlenoxydes in ungiftiges Gas mit Hilfe der angegebenen bekannten Reak tionen von CO und Wasserdampf in Gegen wart einer Calciumverbindungen exthalten- den Reaktionsmasse sowohl diese Finwand- lungsreaktion, als auch die Reaktivierung der Reaktionsmasse während des Gesamtgas erzeugungsprozesses in einer solchen Weise durchzuführen,
dass die bei diesem Pro zess freiwerdende Wärmemenge (Gesamt abwärme) für die Reaktion und für die Massenreaktivierung dient., um die Erzeu gung kohlenoxy darmer Gase wirtschaftlich zu machen.
Während die im genannten Patent ange führten Ausführungsbeispiele sich auf ein Wassergas beziehen, das bei der Umwand lung des Kohlenoxydes in ungiftige Gase, Flugstaub und gegebenenfalls Teer enthält, bezieht sich die vorliegende Erfindung auf die Umwandlung eines gereinigten Wasser gases, z. ss. eines solchen, aus dem vor dem Umwandlungsprozess der Flugstaub und ge gebenenfalls der Teer unter Verwendung eines Skrubbers entfernt worden ist.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ermöglicht trotz der Abkühlung des zu entgiftenden Gases bei der zum Zwecke der Staub- oder Teerentfernung vorgenommenen Waschung eine wärmewirtschaftliche Durchführung, und zwar durch den teilweisen Wiederge- winn seiner dabei eingebüssten fühlbaren Wärme.
Die Erfindung gestattet insbesondere, auf in diskontinuierlichem Wege zu erzeu gendes Wassergas das Entgiftungsverfahren kontinuierlich anzuwenden. Dabei dient, wie im Hauptpatent beschrieben, die Gesamtab wärme des Gesamterzeugungsprozesses des Gases, der sich aus dem eigentlichen Gas erzeugungsprozess, dem Reaktionsprozess und dem Reaktivierungsprozess der Reaktions masse zusammensetzt, für die Reaktion und für die Wasserreaktivierung.
Sie kann so wohl zur Gewinnung des erforderlichen Wasserdampfes für die Prozesse der Gas erzeugung, als auch für die Umwandlung des Kohlenoxydes in andere Gase, und für sonstige Zwecke des Gasentgiftungsverfah- rens dienen.
Die angegebenen Zwecke werden gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass ein Teil des innerhalb der Gasungsperiode erzeugten gereinigten, z. ss. entstaubten oder entteer- ten Wassergases in einem Zwischenbehälter aufgespeichert und das aufgespeicherte Gas in der Warmblaseperiode des Gaserzeugungs- prozesses nach erfolgtem Wärmeaustausch mit den wärmetragenden Gasen den Reak tionsräumen zugeführt wird.
Auf diese Weise ist es möglich, die Vorgänge des Wärmeaustausches und der Kohlenoxydum- wandlung kontinuierlich zu gestalten.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer zur Durch führung des Verfahrens nach der Erfindung geeigneten Vorrichtung dargestellt. In der Zeichnung sind die Gasleitungen durch dicke Linien, die Windleitungen durch Doppel linien und die Dampfleitungen durch ein fache dünne Linien angedeutet.
Nach Fig. 1 sind an einem Wassergas erzeuger a beliebiger Bauart durch Gas leitungen ein als Wärmespeicher ausgebil deter Verbrennungsraum b (Zündkammer, Überhitzen Karburator und dergleichen) für die Warmblasegase und weiter ein Abhitze- kessel ai, ein Wärmeaustauscher e,
ein Eko- nomiser fi mit Kamin gi bezw. ein Skrubber lt und Reaktionskammern cl, d, mit Ekono- miser f2 angeschlossen.
Es besteht ferner eine direkte Verbindung 30 zwischen Gaserzeuger a bezw. Verbrennungsraum b mit den Re aktionskammern cl und dl. Sowohl der Wassergaserzeuger a, als auch die Reak tionskammer d ist, wie angedeutet, als W asserdampferzeuger ausgebildet.
Für die Einführung von Unterluft in den Gaser zeuger und von Verbrennungsluft in den Reaktionskammern ist ein Luftgebläse il vor gesehen, das durch eine Dampfturbine i3 an getrieben -wird. Mit dem Wärmeaustauscher e bezw. dem Skrubber 1a ist durch die Gas leitung 31 ein als Gasspeicher dienender Zwischenbehälter B verbunden.
Zur Förde rung des entweder aus dem Skrubber lt oder aus dem Zwischenbehälter B kommenden, bereits entstaubten bezw. entteerten Gases in den Wärmeaustauscher e und von dort in die Reaktionskammern<I>cl,</I> dl, dient ein Gasgebläse i2, das durch eine Dampfturbine i3 angetrieben wird.
i3' und i3 sind Turbi nen, die ihren Antriebsdampf vom kombi nierten Wassergas- und Dampferzeuger a oder vom Abhitzekessel ai oder von der als Dampfkessel ausgebildeten Reaktionskam mer d, oder schliesslich auch von allen die sen drei Dampferzeugungseinrichtungen ge meinsam beziehen können. Der Turbinen- Abdampf kann vorteilhaft für Zwecke der Gaserzeugung und der Kohlenoxydumwand- lung und für sonstige Zwecke des Gasent giftungsverfahrens dienen.
Die Vorgänge bei der Erzeugung des un giftigen Gases aus Wassergas sind nach Fig. 1 folgende: Während der Warmblaseperiode tritt die Luft bei geöffnetem Windschieber wi unten in den Wassergaserzeuger a ein und die Warmblasegase entweichen oben durch die geöffneten Schieber 1 und 2 in die Verbren nungskammer b, wobei die Absperrorgane 3 und 4 der Gasleitung geschlossen sind.
In der Kammer b werden die kohlenoxydhal- Ligen Warinblasegase verbrannt und die Ver brennungsgase derselben strömen durch den Abhitzekessel ai zum Wärmeaustauscher e.
Der W ärmeaustauscher e besteht vorteil haft aus Rohrelementen, die in einem allseitig geschlossenen hasten derart eingebaut sind, dass sich die kalten, zu erwärmenden Gase, mit den heissen, die Wärme abgebenden Ga sen nicht mischen können. Die Rohrele- inente von e, die aus hitzebeständigem Ma terial hergestellt sein müssen, werden aussen von den warmen Verbrennungsgasen um spült. Gleichzeitig wird kaltes, bereits ent staubtes bezw. entteertes Gas, das vor her im Zwischenbehälter B aufgespeichert wurde, von diesem mittelst des Gasgebläses i_ durch das Innere der Rohre von e ge fördert.
Die vom Abhitzekessel ai kommen den, staubhältigen Verbrennungsgase geben somit in e ihre fühlbare Wärme im Aus tauschwege an das vom Zwischenbehälter B kommende kalte Gas ab. Dabei sind die Ab sperrorgane 7, 8 in den Gasleitungen ge schlossen, 5, b aber geöffnet.
Vom Wärme- austauscher e strömen die verbrannten, be reits abgekühlten Warmblasegase durch den Ekonomiser <B>i</B> i, wo sie ihre restliche fühlbare Wärme an das Kesselspeisewasser abgeben, und weiter bei geöffnetem Absperrorgan 9 durch den Kamin g1 ins Freie.
Das in e vor gewärmte Wassergas strömt bei geöffnetem Absperrorgan 11 durch die Gasleitung 3,2 in die Reaktionskammer cl und von hier durch die Leitung 33 bei geöffnetem Absperrorgan 1.2 in die Reaktionskammer di. In den mit CaO gefüllten Kammern<I>cl,</I> d, finden die im Hauptpatent erwähnten Reaktionen in Gegenwart von durch die Dampfleitungen bei geöffneten Absperrorganen d5 und d6 eingeleitetem Wasserdampf, beispielsweise Abdampf von der Dampfturbine i3 statt,
wodurch die Verringerung bezw. Entfernung des CO-Gehaltes bewirkt wird. Das nun ent giftete Gas gelangt schliesslich in den Ekono- miser <B>f2.</B> der zweckmässig das Speisewasser für die Reaktionskammer d, vorwärmt und weiter zur Röhrenkühleranlage <B>11,</B> 12,<B>13.</B> Die Absperrorgane 7. 8, 13, 14 der Gas- leitung sind während der Warmblaseperiode geschlossen.
Auf die Warmblaseperiode folgt die Gaseperiode. Während dieser dient der Aus puffdampf der Dampfturbinen i3, i3\ für den Gaserzeugungsprozess und für den Prozess der Umwandlung des CO in andere Gase in den Reaktionskammern ei und dl. Dieser Auspuffdampf wird für die Gaserzeugung entweder (beim Gasen von unten) direkt unten durch das geöffnete Absperrorgan di der Abdampfleitung dio in den Gaserzeuger a.
eingeleitet oder er strömt (beim Gasen von oben) von der Turbine i3 über das ge öffnete Absperrorgan d2 der Abdampflei- tung dii durch den Wärmespeicher des Verbrennungsraumes b, überhitzt sich dort und tritt durch das geöffnete Absperrorgan d4 der Dampfleitung die oben in den Gas erzeuger a ein.
Beim "Gasen von unten" sind die Ab sperrorgane di der Abdampfleitung und 1, 3, 7, 6 der Gasleitung geöffnet und d2 der Auspuffdampfleitung, d3 der Frischdampf- leitnng d13, und d4 der Leitung d12 für über hitzten Dampf, ferner die Absperrorgane 2, 4 der Gasleitung und wi der Windleitung geschlossen.
Beim "Gasen von oben" sind die Absperrorgane d2, ch und gegebenen falls d3, ferner die Absperrorgane 1, 2, 4, 7, 6 der Gasleitung geöffnet und die Absperr organe d1, ferner 3, 5, 8 und w1 geschlossen. Der in b überhitzte Wasserdampf kann beim "Gasen von oben" sowohl durch die Dampfleitung die bei geöffnetem Absperr organ d4, als auch durch die Gasleitung bei geöffneten Absperrorganen 1 und 2 dem Generator a zuströmen.
Der in den Gaserzeuger a einströmende Dampf, der beim "Gasen von oben" im Verbrennungsraum b überhitzt wird, erzeugt Wassergas, das zum Abhitzekessel a1 strömt und hier einen Teil seiner fühlbaren Wärme abgibt, während es den Rest seiner fühl baren Wärme beim Durchstreichen durch den W ärmeaustauscher e und Ekonomiser f i zum Kühlwäscher lt abgibt.
Das in dieser Gaserzeugungsperiode erzeugte Wassergas bestreicht in gleicher Weise wie die Verbren nungsgase des Warmblasegases der voran gegangenen Warmblaseperiode die Rohre des Wärmeaustauschers e von aussen, sodann gelangt es durch den Ekonomiser f i und die Gasleitung 34 bei geöffnetem Absperrorgan 10 in die Tauchvorlage des Kühlwäschers (Skrubber) h. Das Absperrorgan 9 ist in dieser Periode geschlossen. Beim "Gasen von unten" wird Dampf, z.
B. Abdampf bei ge öffnetem Absperrorgan di unten in den Generator eingeleitet; der Dampf durch strömt das darin befindliche heissgeblasene Vergasungsmaterial unter Wassergasbildung. Das Wassergas zieht in diesem Falle oben bei geöffneten Absperrorganen 1 und 3 ab und gegen ai, <I>e,</I> fi, h. Geöffnet sind in der Gasleitung die Absperrorgane 3, 7, 6.<B>10,</B> geschlossen 2, 4, 5, 8, 9.
Im Kühlwäscher h kommt das staub- bezw. teerhältige Gas mit Wasser in Berüh rung und verliert seinen Staub- bezw. Teer gehalt.
Aus 1a entnimmt das Gasgebläse i2 einen Teil des in der Gasungsperiode durch <B>lt</B><I>.</I> strömenden Gases und fördert es durch die Rohre des Wärmeaustauschers e über die Leitung 32 zu den Reaktionskammern<B>ei</B> und dI. Ein Teil des in der Gasungsperiode durch h strömenden Gases gelangt im ent staubten bezw. entteerten Zustande vorüber gehend in den Zwischenbehälter B zur Auf speicherung, um während der nächstfolgen den Warmblaseperiode, wie oben beschrie ben, entnommen zu werden.
Auch während dieses Vorganges bleiben die Absperrorgane 11, 12 der Gasleitungen 32, 33 geöffnet, während 13 und 14 geschlossen bleiben. Aus den Reaktionskammern ei, d, gelangt das kohlenoxydfreie oder -arme Wassergas entgiftet zum Ekonomiser f2, wobei es so- @vohl in der Reaktionskammer di als auch im Ekonomiser seine fühlbare Wärme abgibt, bevor es zu der Röhrenkühleranlage 1i, 12,
1s gelangt.
Aus vorstehendem ist ersichtlich, dass durch die Anordnung des Wärmeaustau- schers <I>e</I> und Zwischenbehälters <I>B</I> der Ent- giftungsprozess in den Reaktionskammern ej, d, während der Zeit, in welcher mehrere Perioden des Wassergasprozesses ausgeführt werden, kontinuierlich erfolgen kann, bevor eine verhältnismässig nur kurze Zeit an dauernde fallweise Unterbrechung für das Reaktivieren des Reaktionsstoffes erforder lich wird.
Aber auch diese Unterbrechung ist durch die in Fig. 2 dargestellte paar weise Anordnung von Reaktionskammern oder durch Vermehrung derselben überhaupt vermeidbar.
Die Reaktivierung der Reaktionsmassen in den Reaktionskammern cl, d, geschieht in der gleichen Weise wie im Hauptpatent be schrieben, während einer Warmblaseperiode fallweise nur dann, wenn die Reaktions massen ihre Aufnahmefähigkeit für die Kohlensäure aus dem umgewandelten Gas verlieren.
In diesem Fall wird bei geschlos senen Absperrorganen 3, 4. 6, 7, 11, 12 und geöffneten Absperrorganen 5, 8, 13, 14, 15, 16 die Wassergaserzeugung unterbrochen und ein Teil der von der Verbrennungskam mer b kommenden Warmblasegase wird durch die Leitung 30 in die Kammer ei oder d, oder in beide zugleich eingeführt und in denselben mit Sekundärluft bei geöffneten Windschiebern w3 oder/und w4 verbrannt.
Der Rest der Warmblasegase wird in b ver brannt, d. h., es wird in b durch verringer ten Luftzusatz nur ein kleiner Teil des CO in den Blasegasen verbrannt. Dadurch er hitzen sich die Reaktionsstoffe (CaC0s bezw. kalkhaltige Stoffgemische, wie Ankerit) auf die erforderliche Reaktionstemperatur, etwa <B>900'</B> C, wobei die vorher durch die Reak tionsstoffe absorbierte Kohlensäure aus letz teren ausgetrieben wird und durch die Ka mine<I>g2,</I> gs entweicht.
Dabei kann die Ein richtung in den Reaktionskammern cl, d, der art getroffen sein, dass die fühlbare Wärme der entweichendem kohlensäurehaltigen Ab gase zur Dampferzeugung gewinnbringend verwendet wird. Um .den Wassergasprozess durch die Reaktivierung nicht zu oft unter brechen zu müssen, J. h. um auch die Kohlen oxydumwandlung vollkommen kontinuierlich vornehmen zu können, können die Reaktions- kammern ei, d, paarweise angewendet werden, ähnlich wie dies nachstehend anhand der Fig. 2 beschrieben ist.
Die Reaktionskammern können abwechselnd für die Durchführung der Reaktion und für die Reaktivierung der Reaktionsstoffe benützt werden. Es genügt aber auch, eine Reaktionskammer ei und zwei Reaktionskammern d, anzuordnen, wenn in die Kammer c- eine Reaktionsmasse, z. B. An kerit, eingebracht wird, die -weniger oft der Reaktivierung bedarf als der in die zwei Kammern d, eingebrachte gebrannte Kalk.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausfüh rungsform der Einrichtung ist eine Anord nung vorgesehen, die gleichfalls zur Erzeu gung von entgiftetem Wassergas, das von allen Gasen den grössten CO-Gehalt aufweist, dient und im Wesen der Einrichtung nach Fig. 1 entspricht. Gegenüber dem Ausfüh rungsbeispiel nach Fig. 1 unterscheidet sich jedoch .die Ausführungsform nach Fig. 2 in folgendem Als Gaserzeuger a. .dient ein kombinierter Gas- und Wasserdampferzeuger für Wasser gas, wie im Hauptpatent beschrieben.
Der Abhitzekessel ai der Fig. 1 ist weggefallen, da der kombinierte Gas- und Dampferzeuger a für die Aufnahme und Verwertung von Ab liitze eingerichtet ist. Es sind vier Reaktionskammern<B>ei,</B> di und eile dn für die Aufnahme verschiedenartiger Calciumverbindungen enthaltender Reak tionsstoffe vorgesehen, welche abwechselnd für den Umwandlungsprozess und für den Reaktivierungsprozess der Reaktionsmasse dienen.
Bei den Kammern di, dii ist wieder angedeutet, dass.diese als Dampfkessel ausge bildet sind, um die Abwärme aus dem Re aktionsprozess und aus dem Reaktivierungs- prozess nutzbringend zu verwerten.
Das Luft gebläse ü und das Gasgebläse i2 sind zu einem Aggregat vereinigt, welches durch eine Dampfturbine i3 angetrieben wird. Ausser .den in Fig. 1 dargestellten Teilen ist noch ein Karburator C für die allfällige Erzeugung von entgiftetem karburiertem Wassergas vor handen. Die Warmblaseperiode geht folgender massen vor sich: An dem Wassergaserzeuger a ist .durch Gasrohrleitungen ein als Wärme speicher ausgebildeter Verbrennungsraum b für die Warmblasegase angeschlossen.
Die in b verbrannten Blasegase ziehen im Falle der Erzeugung von Blauwassergas bei ge öffnetem Absperrorgan 3' und geschlossenen Absperrorganen 13', 12' und im Falle der Er zeugung von heisskarburiertem Wassergas bei geöffneten Absperrorganen 12' und 1.3' und geschlossenen Absperrorganen 3', 11' in den äussern Mantelraum des kombinierten Gas- und Dampferzeugers a. Die Verbrennungsgase umspülen den Röhrenkessel von a und geben hier einen 'feil ihrer Wärme zum Zwecke der Dampferzeugung ab.
Vom äussern 31antelraum des Erzeugers a strömen die Verbrennungsgase bei geschlossenen Ab sperrorganen 1' und 2' der Gasleitung 35 durch die Leitung 36 zum Wärmeaustau- sc.her e, und zwar umspülen sie die Röh ren von e genau so -,wie in Fig. 1 von aussen, wobei sie das Gas, das innerhalb der Röh ren des Wärmeaustauschers strömt, erwär men.
Von e ziehen die Verbrennungsgase durch den Ekonomiser <B>f l,</B> wo sie ihre rest liche Wärme zur Vorwärmung von Kessel speisewasser abgeben, weiter bei geöffnetem Absperrorgan 4' und geschlossenem Absperr organ 5' durch den Kamin g ins Freie.
Während der Warmblaseperiode wird das zu entgiftende Gas dem Zwischen behälter i3 durch das Gasgebläse i2 ent nommen und durch die Rohre von e ge fördert, wo der vorerwähnte Wärmeaustausch vor sich geht. Der Wärmeaustauscher e be steht auch bei dieser Ausführungsform aus Rohrelementen, die in einem allseitig ge schlossenen Kasten derart eingebaut sind, dass sich das kalte, zu erwärmende Gas mit dem warmen Gase, das Wärme abzugeben hat, nicht mischen kann. Die Rohrelemente müssen auch in diesem Falle aus hitzebe ständigem Material hergestellt sein. Es liegt nicht in der Absicht der Erfinder, sich auf diese Konstruktion des Wärmeaustauschers zu beschränken.
Es kann zur Durchführung des Entgiftungsverfahrens auch ein Wärme austauseher beliebiger Konstruktion, der z. B. aus feuerfestem Mauerwerk hergestellt ist und bei welchem sowohl eine wärme speichernde als auch eine rekuperative Vor wärmung der zu entgiftenden Gase vorge sehen werden kann, gewählt werden. Dies gilt auch von dem in Fig. 1 dargestellten Wärmeaustauscher e.
Vom Wärmeaustauscher e ziehen die vorgewärmten staubfreien bezw. teerfreien zu entgiftenden Gase durch die Leitungen 37, 38, 39, 40 zu den Reaktionskammern cI, d, bezw. <B>en,</B> dII. Hierbei sind die Absperr organe 6', 7', 8' ,9' geöffnet und die Ab sperrorgane 14', 15', 16', 17', 20', 21' der Gasleitung.<I>W3,</I> w4, 2v5, w6 der Windleitung geschlossen und dz, d3, d4,
d5 der Dampf leitung geöffnet. Die entgifteten Gase strömen von den Reaktionsräumen durch die Ekonomiser <B><I>f2,</I></B> f 3 hindurch, wo sie ihre fühlbare Wärme abgeben, und zwar im Falle der Blauwassergaserzeugung bei ge öffnetem Absperrorgan 10' durch die Gas leitung 41 zu den Röhrenwasserkühlern h, l=, <B>13,</B> wo sie gekühlt und dann als Fertig gase die Anlage verlassen. Die Absperr organe 18', 19' sind hierbei geschlossen.
Im Falle der Erzeugung von heisskarburiertem Wassergas können die von den Ekonomisern <B><I>f2,</I></B> f 3 kommenden Gase vor der Kühlung bei geöffnetem Absperrorgan 19' durch die Lei tung 42 der Karburierungsanlage C zuge führt werden, von wo sie dann im karbu- rierten Zustande bei geöffnetem Absperr organ 18' durch die Leitung 43 zu den Röhrenkühlern li, 12,<B>13</B> ziehen. Das Absperr organ 10' ist hierbei geschlossen.
Die Karbu- rierungsaulage C besteht zweckmässiger weise aus zwei Karburatoren, die bawech- selnd von den Warmblasegasen erhitzt und für die Heisskarburierung mit 01 und der gleichen dienen können.
Soll in einer Warmblaseperiode die Reak tionsmasse in einem der Reaktionsräume ei, dl, <B><I>en,</I></B> dl, reaktiviert werden, so wird die be treffende Gruppe durch Schliessen der Ein lass-Absperrorgane 6' oder 8' und Öffnen der Absperrorgane 14' bezw. 15', 16' bezw. 17' von dem Gaserzeugungsvorgang abgeschaltet.
Zur Durchführung der Reaktivierung der Reaktionsmasse strömt aus b bei geöffnetem Absperrorgan 11' durch die Gasleitungen 44 und 45 ein Teil der Warmblasegase in die betreffenden Reaktionsräume ei, dI, ei, oder dn ein.
Durch öffnen der Sekundär-Wind- schieber im bezw. w4, evs bezw. u,6 werden diese Warmblasegase in der betreffenden Re aktionskammer verbrannt und erzeugen die für die Reaktivierung der Reaktionsmasse (Abtreibung der absorbierten Kohlensäure) erforderliche Reaktivierungstemperatur von etwa<B>90,0'</B> C.
Die kohlensäurehaltigen Ver brennungsgase entweichen bei geöffnetem Absperrorgan 20' oder 21' durch die Kamine gi oder g2 ins Freie; dabei geben sie vorher noch ihre fühlbare Wärme an .die als Dampf kessel ausgebildeten Reaktionskammern d, oder dl, ab.
Bei der nun auf die Warmblaseperiode folgenden Gaseperiode kann die Wassergas erzeugung abwechselnd "von unten" und "von oben" oder nur "von oben" allein erfol gen. Auch hier ist vorgesehen, dass der für die Gaserzeugung erforderliche Dampf, sowie auch jeder Dampf, der für den Emwand- lungsprozess oder für sonstige Zwecke des Gasentgiftungsverfahrens erforderlich ist, dem Auspuff der Turbine i3 über die Aus puffleitung 48 entnommen werden kann.
Den Antriebsdampf erhält die Turbine i3 in die sem Falle entweder vom kombinierten Gas- und Dampferzeuger a über die Frischdampf leitung 46 oder von den als Dampf kessel ausgebildeten Reaktionskammern dI und dII über die Leitung 47 oder von allen dampferzeugenden Einrichtungen gemein sam. Wird Wassergas auf normalem Wege erzeugt, so wird zu Beginn der Gaseperiode das Absperrorgan d6 der Auspuffleitung 48, 49 geöffnet und es strömt der Dampf unten in den Schacht des Gaserzeugers a ein.
Das erzeugte Wassergas strömt bei geöffnetem Absperrorgan 1' (2' ist beim "Gasen von unten" geschlossen) zum Wärmeaustauscher e. Beim "Gasen von oben" tritt der Aus- puffdanipf bei geöffnetem Absperrorgan d, und geschlossenem Absperrorgan d6 unten in den Verbrennungsraum l). Beim Durch strömen durch den Wärmespeicher des Ver- brennungsraumes b überhitzt sich der Dampf, strömt bei geöffnetem Absperrorgan d7 oben voll b ab,
tritt oben durch die Lei tung<B>50</B> in den Schacht des Gaserzeugers ca ein und durchströmt denselben. Das auf diese Weise gebildete Wassergas zieht dann durch das geöffnete Absperrorgan ?' der Gasleitung 35 (l' ist dabei geschlossen) zum Wärnieaustauscher e. Beim Gasen sind die Absperrorgane 3', 13', 11', 1\?' geschlossen; desgleichen auch wi, ?c2.
Das erzeugte Wassergas, das natürlich noch Flugstaub und gegebenenfalls Teer enthält, umspült die Röhren von e, zieht von hier durch den Ekonomiser f i und bei geöffnetem Absperrorgan 5' und geschlosse nem Absperrorgan 4' zum Kühlwäscher (Skrubber) lr ab, wo es entstaubt wird. Ist im Gase auch Teer vorhanden, so kann in der Nähe des Skrübbers (entweder vorher oder nachher) eine in Fig. ? nicht darge stellte Einrichtung zur Entfernung des Teeres aus dem Gase vorgesehen sein.
In der Gasepeiiode wird aus dem Zwischengas behälter 13 kein zu entgiftendes Gas ent nommen., sondern es wird im Gegenteil ein Teil des in dieser Periode erzeugten ent staubten bezw. entteerten ssrassergases durch die Leitung 5'_' in den Behälter B geführt und hier vorübergehend für die nächst folgende @Varmblaseperiode aufgespeichert.
Ein Teil des erzeugten Wassergases wird über die Leitung 53 vom Gebläse i2 ange saugt und über die Leitung 54 durch die Röhren von e wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel hindurchgedrückt, wo bei es Wärme aus dem heissen Wassergase, das die Röhren des Wärmeaustauschers aussen bestreicht, aufnimmt. Im vorge wärmten Zustande strömt das Gas dann vom Wärmeaustauscher e zu den Reaktions-. räumen ei, dr, c11, dii, falls beide Gruppen augenblicklich für den LTmwandlungsprozess zur Verfügung stehen.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, findet bei der Einrichtung nach Fig. ? trotz des diskontinuierlichen Gaser- zeugungsprozesses keine Unterbrechung des Umwandlungsprozesses für das CO in an dere ungiftige Gase statt. Dies ist wesent lich für den Erfindungsgegenstand. Der kontinuierliche MTärmeaustauschprozess im Wärmeaustauscher e kann für jedes vor seiner Entgiftung vorzuwärmende Wasser gas erfolgen.
Hierbei braucht das Gas nach seiner Entstaubung bez-,v. Entteerung bloss zum Wärmeaustauscher e zurückgeleitet zu werden, um sich hier an dem nachströmen den Gas vor Eintritt in den Reaktionsraum, wo die Kohlenoxyd-Umwandlung vor sich geht, vorzuwärmen.