Verfahren zum gleichzeitigen Färben und Ausrüsten von Textilmaterialien Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum gleichzeiti gen Färben und Ausrüsten von Textilmaterialien, die mindestens teilweise aus Cellulose bestehen.
Seit etwa zehn Jähren sind Verfahren zum gleichzei tigen Färben und Ausrüsten von Textilmaterialien in zahlreichen Patentschriften beschrieben worden. Dabei ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Textilmate rialien mit harzreaktiven Farbstoffen, Aminoplastvor- kondensatoren und Zinksalzen als Katalysatoren zu im prägnieren und anschliessend zu erwärmen.
Es hat sich jedoch herausgestellt, dass es mit diesen bekannten Verfahren unmöglich ist, streng reproduzier- bare Ergebnisse zu erzielen oder überhaupt die Ergeb nisse innerhalb eines weiten Bereiches von Verfahrens bedingungen in Richtung zu vorbestimmten Produkt eigenschaften zu steuern.
Diese Nachteile der bisher bekanntgewordenen Ver fahren beruhen im wesentlichen darauf, dass man einen offenbar bestehenden, kritischen Zusammenhang zwi schen den Eigenschaften des verwendeten Farbstoffs, der Art und Menge des verwendeten Katalysators und der Art des verwendeten Harzvorkondensats nicht er kannte, insbesondere, dass man zwar einen Zusammen hang zwischen Katalysator und Harz, kaum aber zwi schen Katalysator und Farbstoff vermutete.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkennt nis, dass es für die Erzielung reproduzierbarer und vor herbestimmbarer Ergebnisse entscheidend ist, eine streng selektive Auswahl hinsichtlich der Charakteristika des zu verwendenden Farbstoffs, der Art des zu verwendenden Aminoplastvorkondensats und insbesondere der Art und Menge des anzuwendenden Katalysators zu treffen. Es wurde gefunden, dass nur wenige Katalysatoren, näm lich Zinksalze, und unter diesen wieder nur ganz be stimmte zur Erzielung reproduzierbarer und bisher un erreichter Ergebnisse geeignet sind, und dass insbeson dere ein kritischer Zusammenhang zwischen der Menge des Zinksalzes und der Farbstoffkonzentration besteht, der sogar durch eine mathematische Formel dargestellt werden kann.
Die vorliegende Erfindung lehrt aufgrund dieser Er kenntnisse ein Verfahren zum gleichzeitigen Färben und Ausrüsten von mindestens teilweise aus Cellulose beste henden Textilmaterialien, bei dem das Textilmaterial mit einer wässrigen Lösung imprägniert wird, die ein hartbares Aminoplast-Vorkondensat, mindestens einen Harzreaktivfarbstoff und als Katalysator eines oder meh rere Salze der Gruppe Zinknitrat, Zinkfluoroborat, Zink- fluorosilicat, Zinksulfat, Zinkchlorid, Zinkbromid, Zink- thiocyanat, Zinkbenzolsulfonat, Zinktoluolsulfonat und Zinkphenolsulfonat enthält, und anschliessend bei einer erhöhten Temperatur ausgehärtet wird,
welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Aminoplast-Vorkonden- sat verwendet, das mindestens zwei Methylolgruppen enthält, dass man ferner einen Farbstoff verwendet, der nahezu nicht Substantiv gegenüber Baumwolle ist, bis zu mindestens 4 Gew.% in einer 5 % Zinknitrathexahydrat und 7 % Dimethyloldihydroxyäthylenharnstoff enthalten den wässrigen Lösung löslich ist und in Gegenwart kata lytischer Mengen einer Säure mit Formaldehyd unter Bildung einer Methylolgruppe reagiert, und dass man den Katalysator auf das Textilmaterial in einer Menge auf trägt, die sich aus der Formel Z = x + y ³ n ³ Cp berech net, worin Z die Menge des auf das Textilmaterial auf zutragenden Katalysators in Gew.%,
Cp die Menge des auf das Textilmaterial aufzutragenden reinen Farbstoffs in Gew.%, a die Farbstoffaktivität und x und y Grössen sind, die aus der folgenden Tabelle zu entnehmen sind:
EMI0001.0014
Zinksalz <SEP> x <SEP> y
<tb> Zinknitrathexahydrat <SEP> 0,6-1,0 <SEP> 0,8-1,7
<tb> Zinkfluoroborat <SEP> 0,6-0,9 <SEP> 0,8-1,0
<tb> Zinkfluorosilikathexahydrat <SEP> 0,7-2,4 <SEP> <B>0,8-1,1</B>
<tb> Zinksulfatmonohydrat <SEP> 0,8-2,3 <SEP> 0,8-1,l
EMI0002.0001
Zinksalz <SEP> x <SEP> y
<tb> Zinkchlorid <SEP> 2,0-3,5 <SEP> 2,2-2,8
<tb> Zinkbromid <SEP> 2,1-3,7 <SEP> 2,4-3,0
<tb> Zinkthiocyanat <SEP> 2,2-4,0 <SEP> 2,5-3,1
<tb> Zinkbenzolsulfonathexahydrat <SEP> 1,1-2,2 <SEP> 4,0-4,4
<tb> Zinktoluolsulfonathexahydrat <SEP> 1,1-2,3 <SEP> 4,2-4,6
<tb> Zinkphenolsulfonatoctahydrat <SEP> 0,9-2,6 <SEP> 3,4-3,
R Mit dem erfindungsgemässen Verfahren lassen sich vor bestimmte Ergebnisse in reproduzierbarer Weise erzie len, wenn das Verfahren in bezug auf die Eigenschaften der Farbstoffe, der Art und Menge des Katalysators und der Art des Aminoplast-Vorkondensats unter den vor stehend spezifizierten Bedingungen durchgeführt wird.
Zur Anwendung eignen sich Harzreaktivfarbstoffe, das heisst bezüglich Baumwolle nahezu nicht Substantive Azo- und Anthrachinon-Farbstoffe, die bis zu minde stens 4 Gew.% in einer 5 % Zinknitrathexahydrat und 7 % Dimethylolhydroxyäthylenharnstoff enthaltenden wässri gen Lösung löslich sind und in Gegenwart katalytischer Mengen einer Säure mit Formaldehyd unter Bildung einer Methylolgruppe reagieren.
Als härtbare Aminoplast-Vorkondensate eignen sich die üblichen Vorkondensate für Kunstharz-Ausrüstungen von Textilien, die in monomerer Form mindestens zwei Methylol-Gruppen besitzen. Besonders geeignet sind Vorkondensate, die Gruppen wie
EMI0002.0002
aufweisen, beispielsweise Dimethylolharnstoff, Dimetlyloläithylenharnstoff, Tetramethylolacetylendiharnstoff, Dimethylolpropylenharnstoff, Dimethylolalkyltriazon, Dimethyloluron und Polymethylolmelamine.
Die Methylol-Gruppen dieser härtbaren Aminoplaste können z. B. zu Dimethoxymethylätlylenharnstoff alky liert werden. Von den genannten Aminoplasten sind noch die sogenannten Faserreaktivvorkondensate den Filmbildnern wie Dimethylolharnstoff vorzuziehen. Ein vorzugsweise verwendetes Aminoplast-Vorkondensat ist ein modifizierter Dimethyloldihydroxyätlylenharnstoff, der bei der Kondensation von Harnstoff, Formaldehyd und Glyoxal im molaren Verhältais von 1 : 2 : 1 entsteht (im folgenden meistens mit Harz CR bezeichnet).
Obwohl das Aminoplast-Vorkondensat über einen weiten Konzentrationsbereich verwendet werden kann, sollte vorzugsweise bei Konzentrationen gearbeitet wer den, die zu einem Auftragen von etwa 3 bis 10 Gew.% des festen Aminoplast-Vorkondensats auf das Textil material führen, das heisst, es sollte sich um die bei den üblichen wash and wear -Ausriistungen verwendeten Konzentrationen handeln.
Besonders gut geeignete lösliche Zinksalze sind Zinknitrat, Zinkfluoroborat, Zinkfluorosilikat, Zinksul fat, Zinkbenzolsulfonat, Zinktoluolsulfonat und Zink- pllenolsulfonat. Den besten Wirkungsgrad hat Zinknitrat, während Zinkchlorid, welches als Lewis-Säure beträcht licher Starke bekannt ist, ausgerechnet bei einer Reak tion, die im allgemeinen mit Säurekatalyse bezeichnet wird, den geringsten Wirkungsgrad der aufgeführten Zinksalze besitzt.
Zinkfluoroborat führt bei vergleichbarem Gewicht zu geringeren Knittererholungswinkel und zu einer geringe ren Zugfestigkeit als Zinknitrat, besonders wenn der normalerweise in den handelsüblichen Substanzen vor handene, geringe Teil an Fluoroborsäure nicht vor dem Gebrauch neutralisiert wird. Die anderen löslichen Zink salze sind bei vergleichbarem Gewicht deshalb nicht mit Zinknitrathexahydrat äquivalent, weil die zur Erzielung ähnlicher wash and wear -Effekte erforderlichen Men gen unterschiedlich sind. Ausserdem ist der maximale Knittererholungswinkel, der mit nahezu allen diesen Zinksalzen ohne ernsthaften Verlust an Zugfestigkeit erreichbar ist, etwas kleiner als der, der sich mit Zink nitrat ergibt.
Trotzdem erhält man mit den oben aufge zählten Zinksalzen bei erfindungsgemässer Anwendung gute Ergebnisse, nämlich gleichzeitig Knittererholungs winkel von 230 bis 260 und mehr und einen Verlust an Zuofestigkeit von weniger als 40 %.
Von grösster Bedeutung ist die Feststellung, dass die als Katalysator verwendete Zinksalzmenge stärker von clr Menge an reinem Farbstoff, die auf den Stoff aufge tragen wird, als von der Menge an Aminoplast abhängt. Bisher war man der Annahme, dass bei den Verfahren zum gleichzeitigen Färben und Ausrüsten mit Kunsthar zen die Menge des zum Aushärten des ausrüstenden Aminoplast-Vorkondensats direkt von dessen Menge in der Lösung abhängt.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung reagiert das Aminoplast-Vorkondensat sehr wahrscheinlich in ähn licher Weise wie mit der Baumwolle auch mit dem Farb stoff. Das heisst, wenn eine konstante Menge an Amino- plast-Vorkondensat auf den Stoff aufgetragen wird, dann sollte überraschenderweise die Zugabe (bezüglich des Gewichtes des Baumwollstoffes) kleiner Mengen Farb stoff diejenige Zinksalzmenge beträchtlich beeinflussen bzw.
iindern, die zur Erzeugung eines gefärbten Baum wollstoffes mit der gleichen Knittererholung und Zug festigkeit benötigt wird, die ein ungefärbter Baumw011- stoff nach der Ausrüstung mit einem Aminoplast-Vor- kondensat allein aufweist.@Bei der Verwendung von bei spielsweise Zinknitrat als Katalysator und bei Vorausset zung vorgewählter wash and wear -Effekte sollten auf den Baumwollstoff 2 bis 3Zinknitrathexahydrat auf-
(Tetragen werden, wenn man den Stoff mit mässig tiefen Farbtönungen versehen will (etwa 1 bis 1,5?" Farbstoff auf das Gewicht des Baumwollstoffes). Dagegen sind in Abwesenheit von Farbstoffen rnur 0,6 bis 1,0"" Zink nitrat'hexahydrat, berechnet auf das Gewicht des Baum wollstoffes, notwendig, um einen ungefärbten Baumwoll stoff rnit vergleichbarer Knittererholung und Zugfestig keit zu erhalten.
Die Verwendung von 2 bis 3 Gew.3; Zinknitrathexahydrat auf das Gewicht des Baumwoll stoffes ohne Anwesenheit von Farbstoffen oder bei Farb- stoffkonzentrationen, die helle Farbtönungen erzeugen (bis etwa I; , ,\%;) führt zu unerwünscht grossen Verlusten der Zugfestigkeit des ausgerüsteten Baumwollstoffes.
Es wurde erkannt, dass die Schwankungen der Zug festigkeit und der Knittererholung aufgrund verschieden grosser, auf dem Stoff aufgetragener Mengen an Harz reaktivfarbstoff sehr viel grösser als diejenigen Schwan kungen sind, die durch verschieden grosse Mengen an aushärtbarem Aminoplast-Vorkondensat erzeugt wer den.
Die Fig. 1 bringt die beträchtlichen Verluste an Zug festigkeit und die etwas geringeren Verluste an Knitter erholung (Knittererholungswinkel KEW) zum Ausdruck, wenn 5 % festes Vorkondensat ( Harz CR ) und 1,33 % Zinknitrathexahydrat zusammen mit einem Farbstoff C , dessen Strukturformel später noch angegeben wird und der 0,2 bis 1,6% reinen Farbstoff enthält, auf ein Drucktuch auf Baumwolle aufgetragen werden.
Das hier zur Bestimmung des Knittererholungswin- kels angewendete Verfahren ist eine Abart eines ameri kanischen Prüfverfahrens (American Association of Tex tile Chemists and Colorists tost method 66-1959T). Die Abweichung besteht darin, dass anstelle eines Gewichtes von 500 g ein Gewicht von 680 g verwendet wird und dass die Ergebnisse als Summe der mittleren Knitter erholungswinkel für Kette und Schuss angegeben werden.
Bei dem Verfahren zur Bestimmung der Zugfestig keit handelt es sich ebenfalls um die Abart eines ameri kanischen Verfahrens (Unitod States Government Gene ral Specifications CCC-T-191a for the Grab Method). Die Abänderung besteht darin, dass anstelle von fünf nur drei Proben verwendet werden und dass die Zugfestig keit nur in Kettenrichtung gemessen wird. Die Ergeb nisse sind in prozentualen Verlusten an Zugfestigkeit in bezug auf den nicht behandelten Stoff gegeben.
Bei einem Verfahren, das kommerziell verwertet werden soll, sollten die Baumwollstoffe in allen praktisch vorkommenden Farbtönungen gefärbt und mit ähnlichen Eigenschaften ausgerüstet werden können. Die Verluste an Zugfestigkeit und die Knittererholungswinkel können ziemlich konstant gehalten werden, wenn eine konstant Menge an härtbarem Aminoplast-Vorkondensat verwen det und bis zu 2% oder mehr reiner Farbstoff aufgetra gen wird (die Grenze hingt hauptsächlich von der Lös lichkeit des Farbstoffs in der Klotz-Lösung ab), in dem auf noch zu beschreibende Art und Weise allein die Menge des verwendeten Katalysators variiert wird.
Die Gewichtsprozente des Katalysators, die auf das Textilmaterial, z. B. einen Baumwollstoff, aufgetragen werden sollen, um die Zugfestigkeit, die Knittererholung und die damit verbundenen wash and wear -Effekte zu ergeben, wird nach der folgenden Formel berechnet: x + y a Cp = Z (Formel I) Bei der Verwendung von Zinknitrathexahydrat liegt der Faktor x zwischen 0,6 und 1, der Faktor y zwischen 0,8 und 1,7, a ist die Farbstoffaktivität des verwendeten reinen Farbstoffs, Cp ist die Menge des reinen, auf das Textilmaterial aufzutragenden Farbstoffs in Gew.%, und Z ist die Menge des auf das Textilmaterial aufzutragen den Katalysators, hier Zinknitrathexahydrat, in Gew.%.
Da die katalytischen Aktivitäten der löslichen Zink salze verschieden sein können, hängen x und y von dem jeweiligen Zinksalz ab. Die Werte für x und y in Formel I sind in der folgenden Tabelle 1 angegeben, und die Gew.% für den Katalysator werden anhand der Tabelle für jedes einzelne Salz berechnet.
EMI0003.0007
Tabelle <SEP> 1
<tb> Zinksalz <SEP> x <SEP> y
<tb> Zinknitrathexahydrat <SEP> 0,6-1,0 <SEP> 0,8-1,7
<tb> Zinkfluoroborat <SEP> 0,6-0,9 <SEP> 0,8-1,0
<tb> Zinkfluorosilikathexahydrat <SEP> 0,7-2,4 <SEP> 0,8-1,1
<tb> Zinksulfatmonohydrat <SEP> 0,8-2,3 <SEP> 0,8-1,1
<tb> Zinkchlorid <SEP> 2,0-3,5 <SEP> 2,2-2,8
<tb> Zinkbromid <SEP> 2,1-3,7 <SEP> 2,4-3,0
<tb> Zinkthiocyanat <SEP> 2,2-4,0 <SEP> 2,5-3,1
<tb> Zinkbenzolsulfonathexahydrat <SEP> 1,1-2,2 <SEP> 4,0-4,4
<tb> Zinktoluolsulfonathexahydrat <SEP> 1,1-2,3 <SEP> 4,2-4,6
<tb> Zinkphenolsulfonatoctahydrat <SEP> 0,9-2,6 <SEP> 3,4-3,8 Eine Überschreitung der angegebenen Werte für die Faktoren x und y bei den angegebenen Zinksalzen würde grössere Verluste an Zugfestigkeit und an Knittererho lung bewirken, während bei einer Unterschreitung die Farbausbeute,
die Waschechtheit und die Knittererho lungswinkel schlechter würden.
In der Formel 1 bedeutet x ein Faktor für den Harz katalysator, der (bezüglich des Gewichtes, das auf das Textilmaterial aufgetragen werden soll) den Anteil des Katalysators in Gew.% angibt, der notwendig ist, um eine gleiche Zugfestigkeit und Knittererholung, wie bei einem Behandlungsbad ohne Farbstoff (das heisst, wenn Cp = 0 und keine anderen Variablen verändert werden) zu er halten. Der Faktor für den Harzkatalysator ist für alle gebräuchlichen Appreturharze, die mit Säure gehärtet werden und bei dem Verfahren nach der Erfindung ver wendet werden können, konstant, wenn die Vorkonden sate in den Kunstharz-Ausrüstungen üblichen Konzen trationen verwendet werden (das heisst zu 3-l0 Gew.% an festem Harzvorkondensat auf dem Stoff führen).
Da die Menge des Katalysators erstens mit der Menge des reinen, auf das Textilmaterial aufgetragenen Farbstoffes und zweitens mit der Art des verwendeten Farbstoffes schwankt, das heisst, die verschiedenen hier verwendeten Farbstoffe erzeugen nicht die gleichen Än derungen der erforderlichen Katalysatormenge, gibt die Formel 1 den Einfluss aller dieser Variablen auf das Endergebnis an.
In der Formel I bedeutet weiter y einen Farbstoff/ Katalysator-Faktor, während das Produkt y(rC,, die jenige Menge des Katalysators in Gew.'()' angibt, die bei Änderungen der Farbstoffkonzentration eingestellt wer den muss, um die gleiche Zugfestigkeit und Knittererho lung bei sonst konstanten Variablen zu erhalten.
Der Farbstoff,@Kat:rlysator-Faktor y kann, wie spü- ter noch erklärt wird, empirisch ermittelt werden.
Die Farbstoffaktivität in Formel 1 sieht Korrek turen für die Katalysatorkonzentration vor, die wegen des unterschiedlichen Verhaltens in katalytischer Hin sicht bei verschiedenen Farbstoffen notwendig werden.
Für einen bestimmten Farbstoff ist die Farbstoff aktivität nahezu konstant und auch bei Variation der anderen Variablen (Art des Harzes. Konzentration des Harzes und Art des Katalysators) unveränderlich. Wenn z. B. Z'inknit:rathexahydrat als Katalysator verwendet wird, dann gibt die Farbstoffaktivität (r das Gewicht des Zinknitrathexahydrats an, das pro Gramm Farbstoff über die durch den Faktor x angegebene Menge 'hinaus bei y -= 1 notwendig ist, um die gleiche Zugfestigkeit und Knittererholung wie bei einer gleichen Behandlung ohne Farbstoff zu erhalten.
Der Koeffizient (t kann, wie später noch beschrieben wird, auf viele Arten ermittelt werden.
Die Farbstoffaktivität (r für irgendeinen Farbstoff kann nach der Fig. 2 ermittelt werden. Wenn Farbstoff mit verschiedenen Farbstoffaktivitäten in einer bestimm ten Konzentration auf Baumwollstoffe aufgetragen und alle anderen Variablen des Verfahrens konstant gehalten werden, dann sind die prozentualen Verluste an Zug festigkeit für jeden Farbstoff verschieden.
Die Linie TM der Fig. 2 gibt diese prozentualen Verluste an Zugfestig keit für irgendeinen Wert von a an, wenn der folgend Standardtest ausgeführt wird: Eine mercerisierte Probe aus Baumwolle mit 80 ¿ 80 Fäden und einem Gewicht von etwa 90 g pro m wird bis zu einer Aufnahme von 0,2 % Alkylarylpolyätheralkohol ( Triton X-100 ), 5 % festem Dimethylolhydroxyäthy- lenharnstoff, einem Farbstoff mit 0,8 reinem Farb stoff und 2 % Zinknitrathexahydrat geklotzt. Die Probe wird dann im Ofen bei 107 C getrocknet, bei 149 C 5 Min. lang ausgehärtet, 2 Min. bei Kochtemperatur mit einer verdünnten Lösung von kalzinierter Soda und einem Reinigungsmittel ( Duponol RA - einem verstärkten Ätheralkoholsulfat) behandelt und getrocknet.
Der aus gerüstete Stoff wird auf den Verlust an Zugfestigkeit in Kettrichtung untersucht, indem mindestens 5 Proben mit verschiedenen Kettfäden verwendet werden.
Der Schnittpunkt der Linie TM in der Fig.2 mit dem gemessenen Verlust an Zugfestigkeit ist gleichzeitig der Schnittpunkt der Linie TM mit dem entsprechenden Wert der Farbstoffaktivität a. Ein gemessener Verlust an Zugfestigkeit von 40% des Baumwollstoffes gemäss der obigen Beschreibung würde die Linie TM bei b schneiden und anzeigen, dass der verwendete Farbstoff eine Farbstoffaktivität a = 1,2 hat, wenn man das näher liegende Zehntel berücksichtigt.
Da a und y in der Formel positiv sind und keiner der beiden Faktoren 0 sein kann, folgt, dass ein Auftragen von grösseren Mengen Farbstoff grössere Katalysator mengen erforderlich macht und umgekehrt. Der Wert y a Cp kann niemals 0 sein, da gleichzeitig Farbstoff und Aminoplast-Vorkondensat auf Textilien aufgebracht wird, das heisst. Cp muss grösser als 0 sein.
Die Farbstoffaktivität a kann für jeden Farbstoff als konstant angesehen werden und ist nach einer einmaligen Bestimmung nicht nachmals zu bestimmen. Das bedeu tet, dass die Verwendung von verschiedenen Aminoplast- Vorkondensaten in unterschiedlichen Mengen, verschie denen Katalysatoren in unterschiedlichen Mengen, ver schiedenen Textilzusammensetzungen und verschiedenen Zusätzen, wie z. B. Benetzungsmitteln, Weichmachern und Stärkemitteln keine Anderung der Farbaktivität erforderlich macht.
Alle Veränderungen für a, die erfor derlich sein können, um ein unterschiedliches Anspre chen oder eine unterschiedliche Aktivität der verschie denen Farbstoffe bei einem veränderten Verfahren zu kompensieren, werden hier für unbedeutend oder für zu gering erachtet, um zusätzliche Korrekturen notwendig zu machen. Aus diesem Grunde ist es auch möglich, die Farbstoffaktivität a für irgendeinen verwendbaren Farb stoff einfach dadurch zu bestimmen, dass man eine Kon zentration des auf den Stoff aufgetragenen Farbstoffes aufsucht, die praktisch die gleiche Zugfestigkeit und Knittererholung wie ein Farbstoff mit einem bekannten Aktivitätskoeffizienten a ergibt, der in gleicher Weise mit einer bekannten Konzentration auf die Fasern auf getragen ist.
Der Vergleich der beiden Farbstoffe muss selbstverständlich bei sonst gleichen Bedingungen durch geführt werden, wobei nur der Farbstoff selbst und die Menge des Farbstoffes verändert werden darf. Das für den Vergleich gewählte Verfahren braucht nicht identisch mit demjenigen Verfahren zu sein, das zur ur- sprünglichen Bestimmung der Farbstoffaktivität a für den Farbstoff mit der bekannten Farbstoffaktivität durchgeführt wurde.
Unter Verwendung eines Farbstoffes mit bekanntem a können die Werte für x und y für einen gegebenen Zinksalz-Katalysator dadurch bestimmt werden, dass verschiedene, bekannte Konzentrationen des Katalysa- tors zusammen mit festen bekannten Mengen reiner Farbstoffe, 0,2% Arylalkylpolyätheralkohol ( Triton X-100 ) und 5 % festem Harz CR in Gew.% pro Ge wicht des Stoffes auf etwa 90 g/m schwere Proben mit 80 ¿ 80 Fäden mercerisierter Baumwolle aufgetragen werden.
Nach dem Aushärten werden die Knittererholungs winkel und Zugfestigkeitsverluste gemessen und, wie später erklärt wird, in eine Kurve eingetragen.
Es ist zweckmässig, Klotzbäder zu verwenden, die auf den Stoffproben solche Mengen von Farbstoff nie derschlagen, dass aufgrund des Gehaltes an reinem Farb stoff aCp = 0,4; aCp = 0,8 und aCp = 1,2 ist. Daher würden für einen Farbstoff mit a = 1 an reinem Farb stoff 0,4, 0,8 oder 1,2 Gew.% bezüglich des Stoffes auf getragen, während bei a = 2 die entsprechenden Men gen 0,2, 0,4 und 0,6% betragen würden. Jede dieser Farbstoffkonzentrationen wird bei verschiedenen Kata lysatorkonzentrationen aufgeklotzt, so dass Stoffproben mit I , 2, 3 und 4 ,'(; Zinksalz bezüglich des Stoffgewich tes erhalten werden.
Auf diese Weise entstehen 12 Pro ben aus gefärbter Baumwolle mit bekannten Farbstoff und Katalysatorkonzentrationen, und aus den Färbun gen können x- und y-Werte für die verwendeten Zink salze, wie später noch beschrieben wird, errechnet wer den. Genauere Ergebnisse ergeben sich natürlich, wenn mehr als ein Farbstoff verwendet, das Verfahren für jeden Farbstoff wiederholt und anschliessend das Mittel der Ergebnisse gebildet wird.
Die Baumwollproben, die imprägniert und abgequetscht werden und die angegebe nen Mengen der oben angegebenen Stoffe aufgenommen haben, werden bei 107" C getrocknet, 5 Min. lang bei 149' C ausgehärtet und 2 Min. lang mit einer verdünn ten Lösung von kalzinierter Soda und einem Reinigungs mittel am Kochpunkt gereinigt. Die ausgerüsteten Pro ben werden bezüglich ihrer prozentualen Verluste an Zugfestigkeit und des Knittererho,lungswinkels unter sucht.
Anschliessend werden diese prozentualen Verluste für alle 12 Proben getrennt aufgetragen, und es wird für jeden Anteil @in Farbstoff in Abhängigkeit vom Zinksalz anteil in New..";;, bezogen auf das Textilmaterial, eine Kurve durch oder nahezu durch die aufgezeichneten Punkte gezogen (Fig. 3 und 4).
Aus den Fig. 3 und 4 erhält man die Fig. 5, indem man das Produkt von (i und dem Anteil an reinem Farbstoff, der pro Gewicht des Stoffes aufgetragen ist. Gegen den ebenso erreichten Anteil an Zinksalz aufträgt. Die Fig. 5 gibt die maximalen und minimalen Werte für x und y für einen gegebenen Katalysator an, die Knitter erholungswinkel von mindestens 230", einen Verlust an Zugfestigkeit von weniger als etwa 40 einen guten Wirkungsgrad in bezug auf Farbausbeute und gute Waschbeständigkeit ergeben.
Die aus der Fig. 3 extra polierten Werte für die Zinksalzkonzentration, die einen Verlust an Zugfestigkeit von 38 3" für jeden der drei verwendeten Farbstoffkonzentrationen bewirken, sind ebenfalls in der Fig. 5 eingezeichnet. Dann wird eine gerade Linie A13 gezogen, die diesen drei Punkten mög lichst na lte kommt.
Die Neigung dieser Linie AB ist der Maximalwert von y, und ihr Schnittpunkt mit der Ordi nate (kein Farbstoff, das heisst aCp = 0) ist der Maximal wert von x für das verwendete Zinksalz. Ähnlich werden die extrapolierten Zinksalzkonzentrationen, die Knitter erholungswinkel von 230 erzeugen, für jede der drei Farbstoffkonzentrationen der Fig. 4 entnommen und in die Fig. 5 eingetragen. Anschliessend wird eine Linie CD gezogen, die diesen drei Punkten möglichst nahe kommt. Die Steigung der Geraden CD ist der Minimalwert von y, und ihr Schnittpunkt mit der Ordinate (kein Farbstoff auf das Gewicht des Stoffes) ist der Mindestwert von x für das verwendete Zinksalz.
Die Fig. 6 ist der Fig. 5 ähnlich und zeigt die Grenz werte von x und y für den Katalysator Zinknitrathexa- hydrat. Die Fläche zwischen den Linien AB und CD in der Fig. 6 gibt diejenigen Konzentrationen an Zink- nitrat'hexahydrat an, die einen guten Wirkungsgrad in bezug auf Farbstoffausbeute, Verlust an Zugfestigkeit (weniger als etwa 40 %) und Knittererholung ergeben, das heisst im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegen.
Diejenigen Gebiete der Fig. 6, die grössere Konzentratio nen an Zinksalz als die im schraffierten Bereich gebilde ten angeben, führen zu guten wash and wear -Effekten mit hervorragender Farbausbeute, doch sind die Verluste an Zugfestigkeit grösser als 40% und für den erfindungs gemässen Zweck unbrauchbar. Diejenigen Bereiche der Fig. 6, die geringere Zinksalzkonzentrationen als die schraffierte Fläche angeben, sind wegen ungenügender wash and wear -Effekte. Knittererholungswinkel und Farbausbeuten erfindungsgemäss ebensowenig brauchbar.
Stufenweise Änderungen der Zinksalzmengen, die pro Gewicht des Stoffes aufgetragen werden, führen bei sonst konstanten Variablen im allgemeinen auch nur zu stufen weisen Änderungen der prozentualen Verluste an Zug festigkeit, des Knittererholungswinkels, der Farbausbeute und der Waschechtheit. Das Gebiet zwischen den Linien AB und CD umfasst alle Werte, die eine optimale Wir kung und Reproduzierbarkeit ergeben und erfindungs gemäss brauchbar sind.
In ähnlicher Weise bringt ein engerer Bereich der x- und y-Werte noch günstigere Ergebnisse, da man dann bei der Aufzeichnung der Fig. 6 geringere Verluste an Zugfestigkeit und/oder grössere Knittererholungswin kel zugrunde legt.
Die Bestimmung der Grenzwerte für x und y kann empirisch erfolgen.
Die in obiger Weise bestimmten Grenzwerte für x und y sind nur für ein speziell betrachtetes Zinksalz charakteristisch. Bei der Bestimmung kann das verwen dete Zinksalz durch das gleiche Zinksalz mit einem ver schiedenen Hydratationsgrad ersetzt sein, wenn nur eine mit dem verwendeten Zinksalz äquimolare Menge ver wendet wird, da in wässriger Lösung gemessen wird. Äquimolare Mengen gleicher Zinksalze mit verschiede nen Hydratationsgraden sind also bei der Bestimmung als äquivalent anzusehen.
Zur Bestimmung von x und y könnten andere Textil- tnaterialien und insbesondere andere Harze wie die oben angegebenen verwendet werden. Jedoch führen nicht alle Harze, die beim erfindungsgemässen Verfahren verwen det werden können, zu gleichen Ergebnissen für x und y, auch wenn sie in ähnlicher Weise verwendet werden. Da her ist es angebracht, als Standard zur Bestimmung der Grenzwerte für x und y das oben definierte Harz zu ver wenden. Weiterhin ist es vorteilhaft, zum Vergleich der verschiedenen Zinksalze nur eine Stoffart zu verwenden.
Damit die Zugfestigkeit und die Knittererholungs winkel bei mehreren Färbungen mit den gleichen oder mehreren Farbstoffen und einem gegebenen Katalysator auf dem gleichen Stoff bei verschiedenen Farbtönungen nahezu konstant bleiben, sollten bei allen Färbungen die x- und y-Werte konstant gehalten werden, während die Gesamtmenge des verwendeten Katalysators im Rahmen der Formel 1 verändert werden muss, weil sich der Wert von C" ändert.
Beispielsweise werden bei Verwendung eines Farb stoffes mit einer Farbstoffaktivität von a = 0,75 und bei konstanten Werten für x und y für die in der Tabelle 11 angegebenen Mengen an reinem Farbstoff die folgenden Mengen an Zinknitrathexahydrat verwendet:
EMI0005.0012
Tabelle <SEP> 11
<tb> Farbe <SEP> (%) <SEP> Zinknitrathexahydrat <SEP> (%)
<tb> 0,2 <SEP> 0,95
<tb> 0,4 <SEP> <B>1,10</B>
<tb> 0,8 <SEP> 1,40
<tb> 1,2 <SEP> 1,70
<tb> 1,6 <SEP> 2,00 Beiden Mengen liegt das Gewicht des Baumwoll stoffes und die Formel 1 mit x = 0,8,y == 1,0 und u 0,75 zugrunde.
Auf einer Baumwollprobe mit 80 ;C 80 Fäden und mit 5 3 Dimethyloldihydroxyäthylenharns@toff erhält man hierbei einen Verlust an Zugfestigkeit von etwa 30 und einen Knittererholungswinkel von etwa 260 . Bei einem Farbstoff mit (c =<B>1,5</B> würden jeweils halbe Mengen des reinen Farbstoffs (Tabelle<B>11)</B> äqui valente wash and wear -Effekte erzielen.
Die Gesamtmenge an Zinksalz, die zur Behandlung eines Baumwolle enthaltenden Stoffes erforderlich ist, braucht sich nicht aus einem einzigen Zinksalz zu er geben, das heisst, der Katalysator kann zwei oder meh rere verschiedene Zinksalze enthalten. lm einfachsten Fall wird mit den Werten der Tabelle 1 als Katalysator ein Zinksalz verwendet, dessen Menge den richtigen Fak tor x für den Harzkatalysator einstellt, während ein wei teres Zinksalz für die Befriedigung des Farbstoff/Kataly- sator-Faktors y sorgt. Anderseits können Bruchteile des für den Faktor x erforderlichen Katalysators aus zwei oder mehreren Zinksalzen bestehen, wenn nur die Summe dieser Bruchteile gleich 1 ist.
Die erforderliche Menge des Zinksalzkatalysators, die in einem solchen Fall zu verwenden ist, kann gefunden werden, wenn die gleichen Bruchteile der x-Werte für das entsprechende Zinksalz genommen werden. In ähnlicher Weise kann die Katalysatormenge für den Faktor y durch Bruchteile aus zwei oder mehreren Zinksalzen zusammengesetzt sein, wenn nur die Bruchteile zusammen 1 ergeben. Die folgende Tabelle 3 zeigt Beispiele zur Berechnung sol cher Zusammensetzungen, wobei der Hydratationsgrad der tabellierten Zinksalze der gleiche wie in der Tabelle <B>1</B> ist.
EMI0006.0001
Tabelle <SEP> 111
<tb> aus <SEP> Tabelle <SEP> t <SEP> erwünschter <SEP> erwünschter <SEP> verwendeter <SEP> verwendeter
<tb> Beispiel <SEP> Zinksalz <SEP> x-Wert <SEP> y-Wert <SEP> Bruchteil <SEP> von <SEP> x <SEP> Bruchteil <SEP> von <SEP> y <SEP> Bruchteil <SEP> von <SEP> x <SEP> Bruchteil <SEP> von <SEP> y
<tb> a <SEP> Nitrat <SEP> 0,6-1,0 <SEP> 0,8-1,7 <SEP> l <SEP> 0 <SEP> 0,6-1,0 <SEP> 0
<tb> Sulfat <SEP> 0,8-2,3 <SEP> 0,8-1,1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0,8-l,1
<tb> b <SEP> Nitrat <SEP> 0,6-1,0 <SEP> 0,8-1,7 <SEP> 1/2 <SEP> 0 <SEP> 0,3-0,5 <SEP> 0
<tb> Sulfat <SEP> 0,8-2,3 <SEP> 0,8-1,1 <SEP> 1/2 <SEP> 1 <SEP> 0,4-1,15 <SEP> 0,8-1,1
<tb> c <SEP> Nitrat <SEP> 0,6-1,0 <SEP> 0,8-1,7 <SEP> 1/3 <SEP> 0 <SEP> 0,2-0,33 <SEP> 0
<tb> Sulfat, <SEP> 0,8-2,3 <SEP> 0,8-1,l <SEP> 2/3 <SEP> 0 <SEP> 0,53-l,53 <SEP> 0
<tb> Fluorosilikat <SEP> 0,7-2,
4 <SEP> 0,8-1,1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0,8-1,1
<tb> d <SEP> Nitrat <SEP> 0,6-l,0 <SEP> 0,8-l,7 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0,6-l,0 <SEP> 0
<tb> Sulfat <SEP> 0,8-2,3 <SEP> 0,8-1,1 <SEP> 0 <SEP> 3/4 <SEP> 0 <SEP> 0,6-0,83
<tb> Fluorosilikat <SEP> 0,7-2,4 <SEP> 0,8-1,1 <SEP> 0 <SEP> 1/4 <SEP> 0 <SEP> 0,2-0,28
<tb> e <SEP> Nitrat <SEP> 0,6-1,0 <SEP> 0,8-1,7 <SEP> 1/4 <SEP> 0 <SEP> 0,15-0,25 <SEP> 0
<tb> Sulfat <SEP> 0,8-2,3 <SEP> 0,8-1,1 <SEP> 3/4 <SEP> 1/2 <SEP> 0,6-1,73 <SEP> 0,27-0,37
<tb> Fluorosilikat <SEP> 0,7-2,4 <SEP> 0,8-1,1 <SEP> (1 <SEP> 1/3 <SEP> 0 <SEP> 0,27-0,37
<tb> Chlorid <SEP> 2,0-3,5 <SEP> 2,2-2,8 <SEP> 0 <SEP> 1/3 <SEP> 0 <SEP> 0,73-0,93 Dauer und Temperatur für das Aushärten beim gleichzeitigen Färben und Ausrüsten nach dem Verfah ren der Erfindung sind im allgemeinen die gleichen,
die beim Ausrüsten mit dem entsprechenden Harz auch nor malerweise vorgeschlagen werden. Die Temperaturen sollten etwa zwischen 138 und 191''C liegen, während die Härtezeit zwischen 10 Min. und 1/2 Min. liegen soll ten, wobei die längere Zeit zur geringeren Temperatur gehört. Typische Werte sind 5 Min. bei 149 C.
Nach dem Aushärten des hartbaren Aminoplast-Vor- kondensats ist eine Reinigung des Stoffes erwünscht, um alle nicht waschechten Farb- und Vorkondensatreste oder auf dem Stoff getrocknete Salze oder andere Stoffe zu entfernen. Am wirksamsten ist hier eine alkalische Wäsche.
Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens können alle Geräte verwendet werden, die die erforder lichen chemischen Materialien entweder gleichförmig, z. B. Klotz- oder Sprühvorrichtungen, oder ungleichför mig, z. B. Filmdruck- oder Walzendruckmaschinen auf dem Stoff auftragen. Weitere Verfahren zum Auftragen der chemischen Stoffe sind dem Fachmann bekannt. Das Trocknen und Aushärten nach dem Imprägnieren des Stoffes kann mit Heisslufttrocknern, Trockenrahmen oder mit anderen bekannten Geräten sowie durch Anwendung von Infrarotbestrahlung geschehen. Das Aushärten kann aber auch durch den Durchgang durch ein Bad aus ge schmolzenem Metall erfolgen. Dem Fachmann sind die Nützlichkeit des zusätzlichen Trocknens und Aushärtens bekannt.
Das Auswaschen und abschliessende Trocknen kann auf bekannte Weise geschehen, die für diesen Zweck geeignet ist und sowohl bei gleichförmiger als auch bei ungleichförmiger Auftragung angewendet wer den kann. Zur Ausübung des Verfahrens ist es nicht notwendig, dass die angegebenen Schritte für das Im prägnieren, Aushärten, Waschen und Trocknen in kon tinuierlicher Weise durchgeführt werden. Das Verfahren kann vielmehr zeitweise unterbrochen und der Stoff nach irgendeinem der genannten Schritte gelagert wer den, bis zu einem späteren Zeitpunkt die übrigen Schritte nachgeholt werden.
Zusätzlich zu den für das Verfahren notwendigen Stoffen können noch weitere Chemikalien im Behand- lungsbad vorhanden sein. Als Benetzungsmittel könnte beispielsweise Arylalkylpolyätheralkohol ( Triton X- 100 ) und als weiterer Zusatz Natriumalkylnaphthalin- sulfonat ( Nekal NF ) vorhanden sein, damit die Be handlungslösung Leichter in die Fasern des Stoffes ein dringt. Einen weicheren Griff vermittelt Weichmacher, wie Fettamide ( Ahcovel NC ) und Polyäthylenemulsio nen ( Cyanalube Softener TSI Special), während Stärkemittel, wie Polyvinylacetat ( Wicaset S-55 ), für einen besseren Halt sorgen. Verdickungsmittel, z. B.
Magnesium-Aluminiumsilikat ( Veegum ), setzen das Fliessvermögen der Behandlungslösung herab, während wasserabstossende Mittel, z. B. Siliconemulsionen, und ihre notwendigen Katalysatoren ( Aerotex Water Repel- lent S ), Harzmischungen ( Permel B oder Ranedare PF ) und Halogenkohlenwasserstoffe, z. B. Flu.oro- chemical 208 , dazu verwendet werden können, um den Stoff wasserabstossend zu machen.
Schliesslich kön nen dem Behandlungsbad auch organische Usungsmit- tel und Emulsionen als Egalisierrnittel, als Lösungsmit tel oder als Zusätze zu anderen Zusätzen zugegeben wer den. Dem Fachmann sei hiermit lediglich gesagt, dass bereits bekannte, für das Ausrüsten gefärbter, Baum wolle enthaltender Stoffe angewendete Modifikationen auch bei diesem Verfahren möglich sind. Die einzige Einschränkung liegt in der selbstverständlichen Forde rung, dass alle zusätzlichen Mittel mit der für dieses Verfahren erforderlichen Lösung verträglich sein müssen.
Wenn das erfindungsgemässe Verfahren zum Färben und Ausrüsten von Textilmaterialien dienen soll, die ausser Baumwolle auch andere Fasern enthalten, z. B. Baumwolle-Polyester-Mischungen, dann können gleich zeitig beide Fasern gefärbt und der Stoff ausgerüstet werden. Abarten, die erforderlich sein können, um gleichzeitig Baumwolle und eine oder mehrere zusätz liche Fasern zu färben, sind dem Fachmann bekannt. Diese Abarten führen nicht dazu, dass die zur Ausübung des beschriebenen Verfahrens auf Baumwolle erforder lichen Zusammensetzungen verändert werden.
Bei Ver wendung einer Baumwoll-Polyester-Mischu,ng kann die Abänderung beispielsweise darin bestehen, dass ein Di- spersionsfarbstoff und ein Verdickungsmittel zusätzlich in das Behandlungsbad gegeben und anschliessend die Temperatur beim Aushärten erhöht wird, damit der Di- spersionsfarbstoff während dieses Schrittes in geeigneter Weise auf die Polyesterfasern aufgetragen werden kann. Wenn man statt 100 % iger Baumwolle ein Gemisch von Baumwolle mit sehr zerreissfestem Reyon ( Avril ) be handelt, dann erhält man ebenfalls ausgezeichnete Er gebnisse.
In diesem Fall werden nämlich beide Fasern durch dieses Verfahren gefärbt, wobei die Färbung der Baumwolle intensiver ist.
In den folgenden Beispielen sind alle Mengenanteile in Gew.% und alle Temperaturen in C angegeben. Die verwendeten Farbstoffe sind durch Buchstaben gekenn zeichnet und in der folgenden Tabelle zusammen mit ihren Strukturformeln und Aktivitäten angegeben:
EMI0007.0003
EMI0007.0004
EMI0007.0005
worin X entweder H- oder Na- ist. Beispiel 1 Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Fäden wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Alkylarylpolyätheralkohol ( Triton X-100 ), 7,1 Teile Harz CR , 1,6 Teile Zinknitrathexahydrat und 0,445 Teile Farbstoff A auf 100 Teile der Lösung enthält. Die imprägnierte Probe wird durch Quetschwalzen ge führt, damit eine Feuchtigkeitsaufnahme von 72,6 Tei len der Lösung auf 100 Teile der Probe stattfindet, an schliessend bei 107 C getrocknet und 5 Min. lang bei 149 C ausgehärtet.
Die Probe wird sodann 2 Min. lang in einer kochenden, verdünnten Lösung von kalzinierter Soda und Atheralkoholsulfat ( Duponol RA ) gewa schen und anschliessend getrocknet.
Die verwendete Menge an Zinknitrathexahydrat ent spricht in diesem Beispiel einem x-Wert von 0,8 und einem y-Wert von 1,5.
Die Baumwollprobe wird mit einer mässig tiefgelben Farbtönung versehen, die ausserordentlich waschfest ist. Der Verlust an Zugfestigkeit beträgt 37 f', wenn man in Kearichtung misst. Der Knittererholungswinkel ist 272 .
Analog Beispiel 1 werden weitere Lösungen bereitet, indem die 0,445 Teile des Farbstoffs A und die 1,6 teile Zinknitrathexahydrat durch die entsprechenden, in der folgenden Tabelle angegebenen Mengen ersetzt werden. Die zugehörigen x- und y-Werte sind ebenfalls tabelliert. Die Lösungen werden zum gleichzeitigen Kir- ben und Ausrüsten von Baumwollstoffen verwendet, und man crhiilt sehr waschbestiindige Färbungen.
Die erzeug ten Farbtönungen, die Verluste\ an Zugfestigkeit in Kett- riehtung und die Knittererholungswinkel sind in der fol genden Tabelle zusammengestellt:
EMI0008.0005
Verlust <SEP> an <SEP> Knitter Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Katalysator* <SEP> erzeugte <SEP> Farbe <SEP> Zugfestigkeit <SEP> erholens- <SEP> x <SEP> y
<tb> Beispiel <SEP> Farbstoff
<tb> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> in <SEP> % <SEP> winkel
<tb> 2 <SEP> A <SEP> 0,89 <SEP> 2,0 <SEP> gelb <SEP> 36 <SEP> 273 <SEP> 0,8 <SEP> 1,34
<tb> 3 <SEP> A <SEP> 1,78 <SEP> 2,9 <SEP> do.
<SEP> 36 <SEP> 273 <SEP> 0,8 <SEP> 1,34
<tb> 4 <SEP> C <SEP> 0,476 <SEP> 1,6 <SEP> rotorange <SEP> 33 <SEP> 255 <SEP> 0,8 <SEP> 1,5
<tb> 5 <SEP> C <SEP> 0,95 <SEP> 2,0 <SEP> do. <SEP> 33 <SEP> 273 <SEP> 0,8 <SEP> 1,35
<tb> 6 <SEP> C <SEP> 1,90 <SEP> 2,9 <SEP> do. <SEP> 37 <SEP> 264 <SEP> 0,8 <SEP> 1,35
<tb> 7 <SEP> D <SEP> 0,565 <SEP> 1,6 <SEP> bordeaux <SEP> 29 <SEP> 25l <SEP> 0,7 <SEP> 1,0
<tb> 8 <SEP> D <SEP> 1,13 <SEP> 2,0 <SEP> do. <SEP> 26 <SEP> 243 <SEP> 0,7 <SEP> 0,83
<tb> 9 <SEP> D <SEP> 2,26 <SEP> 2,95 <SEP> do. <SEP> 28 <SEP> 240 <SEP> 0,7 <SEP> 0,8
<tb> 10 <SEP> E <SEP> 0,480 <SEP> 1,6 <SEP> blau <SEP> 40 <SEP> 259 <SEP> 0,7 <SEP> 1,10
<tb> 11 <SEP> E <SEP> 0,96 <SEP> 2,0 <SEP> do. <SEP> 34 <SEP> 259 <SEP> 0,7 <SEP> 0,90
<tb> 12 <SEP> E <SEP> l,92 <SEP> 2,9 <SEP> do.
<SEP> 33 <SEP> 26l <SEP> <SEP> 0,7 <SEP> 0,92
<tb> * <SEP> Der <SEP> Katalysator <SEP> ist <SEP> Zinknitrathexahydrat. Beispiel 13 Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Fii- den wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Triton X-100 . 6 Teile Harz CR , 1,66 Teile Zink- nitrathexahydrat und 0,548 Teile Farbstoff A auf 100 Teile der Lösung enthiilt. Die imprägnierte Probe wird durch Quetschwalzen geführt, damit auf 100 Teile der Probe 67 Teile der Lösung aufgenommen werden, wo nach bei 107 C getrocknet und 5 Min. lang bei 149 C ausgehärtet wird.
Der Stoff wird dann 2 Min. lang in einer verdünnten Lösung von kalzinierter Soda und Atheralkoholsulfat ( Duponol RA ) beim Kochpunkt gewaschen und danach getrocknet. Die in diesem Bei spiel verwendete Menge an Zinknitrathexahydrat ent spricht einem x-Wert von 0,8 und einem y-Wert von 1,13. Die Baumwolle ist gelb gefärbt und besitzt eine sehr gute Waschbeständigkeit. Der Verlust an Zugfestigkeit beträgt 29% in Kettrichtung, und der Knittercrholungs- winkel ist 232 .
Es werden weitere Lösungen hergestellt, indem die 0.548 Teile des Farbstoffs A durch andere Mengen anderer Farbstoffe und die 1,66 Teile Zinknitrathexa- hydrat durch andere Mengen der gleichen Substanz ge mäss der folgenden Tabelle ersetzt werden. In den Bei spielen 14-20 ist der Wert für x jeweils 0,8, während der Wertfür y tabelliert ist. Die Firbungen der Beispiele 14-20 zeichnen sich durch gute Waschbeständigkeit, geringe Verluste an Zugfestigkeit in Kettrichtung und grosse Knittererholungswinkel entsprechend der anschliessenden Tabelle aus.
EMI0008.0015
Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Katalysator* <SEP> erzeugte <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> teile <SEP> Lösung <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> Farbe <SEP> Zugfestigkeit <SEP> in <SEP> % <SEP> erholungswinkel <SEP> y
<tb> 14 <SEP> A <SEP> 1,096 <SEP> 2,12 <SEP> gelb <SEP> 28 <SEP> 238 <SEP> 1,l
<tb> 15 <SEP> C <SEP> 0,66 <SEP> 1,66 <SEP> rotorange <SEP> 27 <SEP> 239' <SEP> 1,0
<tb> 16 <SEP> C <SEP> 1,32 <SEP> 2,12 <SEP> do. <SEP> 30 <SEP> 240' <SEP> 1,0
<tb> 17 <SEP> D <SEP> 0,428 <SEP> 1,66 <SEP> bordeaux <SEP> 25 <SEP> 240 <SEP> 1,0
<tb> 18 <SEP> D <SEP> 0,856 <SEP> 2,12 <SEP> do. <SEP> 24 <SEP> 248 <SEP> 1,0
<tb> 19 <SEP> E <SEP> 0,443 <SEP> 1,66 <SEP> blau <SEP> 25 <SEP> 241 <SEP> 0.87
<tb> 20 <SEP> E <SEP> 0,886 <SEP> 2,12 <SEP> do.
<SEP> 29 <SEP> 241 <SEP> 0,87
<tb> * <SEP> Der <SEP> Katalysator <SEP> ist <SEP> Zinknitrathexahydrat. Verdoppelt man in den Beispielen 13-20 bei sonst -leichen Variablen die 6 Teile vom Harz CR auf 12 Teile, so erhält man Färbungen mit sehr guter Wasch- bestiindigkeit und den in der folgenden Tabelle ange gebenen Werten für die Verluste an Zugfestigkeit und die Knittererhol'ungswinkel.
EMI0009.0001
Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Zugfestigkeit <SEP> (%)
<SEP> Knittererholungswinkel
<tb> 21 <SEP> A <SEP> 25 <SEP> 258
<tb> 22 <SEP> A <SEP> 30 <SEP> 253
<tb> 23 <SEP> C <SEP> 31 <SEP> 261
<tb> 24 <SEP> C <SEP> 28 <SEP> 260
<tb> 25 <SEP> D <SEP> 23 <SEP> 261
<tb> 26 <SEP> D <SEP> 24 <SEP> 260'
<tb> 27 <SEP> E <SEP> 26 <SEP> 260
<tb> 28 <SEP> E <SEP> 24 <SEP> 256 Erhöht man schliesslich den Harzanteil ( Harz CR ) in den zuletzt genannten Beispielen auf 18 Teile pro 100 Teile Lösung, so erhält man ähnliche Färbungen mit etwas grösseren Verlusten der Zugfestigkeit und der Knittererholungswinkel.
Analog Beispiel 13 werden weitere Lösungen her gestellt, mit denen der Stoff behandelt wird, indem die 0,548 Teile des Farbstoffes A mit anderen Mengen verschiedener Farbstoffe und die 1,66 Teile Zinknitrat- hexahydrat durch andere Mengen des gleichen Kataly- sators gemäss der folgenden Tabelle ersetzt werden. An statt 6 Teile Harz CR werden hier 5,2 Teile Harz CR verwendet. Der Wert für x in den Beispielen 29 bis 36 liegt konstant bei 0,7, während der Wert für y, die Verluste an Zugfestigkeit und die Knittererholungswin kel für diese Beispiele aus der folgenden Tabelle zu ent nehmen sind. Alle Farbstoffe sind sehr waschbeständig.
EMI0009.0004
Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Katalysator* <SEP> erzeugte <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> Farbe <SEP> Zugfestigkeit <SEP> in <SEP> % <SEP> erholungswinkel <SEP> y
<tb> 29 <SEP> A <SEP> 0,525 <SEP> 1,43 <SEP> gelb <SEP> 28 <SEP> 238 <SEP> 1,0
<tb> 30 <SEP> A <SEP> 1,04 <SEP> 1,86 <SEP> do. <SEP> 21 <SEP> 233 <SEP> 1,0
<tb> 31 <SEP> C <SEP> 0,636 <SEP> 1,43 <SEP> rotorange <SEP> 23 <SEP> 234 <SEP> 0,87
<tb> 32 <SEP> C <SEP> l,26 <SEP> 1,86 <SEP> do. <SEP> 28 <SEP> 239' <SEP> 0,93
<tb> 33 <SEP> D <SEP> 0,410 <SEP> 1,43 <SEP> Bordeaux <SEP> 24 <SEP> 239 <SEP> 0,87
<tb> 34 <SEP> D <SEP> 0,815 <SEP> 1,86 <SEP> do.
<SEP> 26 <SEP> 230 <SEP> 0,92
<tb> 35 <SEP> E <SEP> 0,410 <SEP> 1,43 <SEP> blau <SEP> 27 <SEP> 237 <SEP> 0,8
<tb> 36 <SEP> E <SEP> 0,844 <SEP> 1,86 <SEP> do. <SEP> 30 <SEP> 238 <SEP> 0,81
<tb> * <SEP> Der <SEP> Katalysator <SEP> ist <SEP> Zinknitrathexahydrat. <I>Beispiel 37</I> Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 X 80 Fä den wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Triton X-100 , 9 Teile Harz CR , 1,88 Teile Zink- nitrathexahydrat, 0,75 Teile Rohzucker und 0,548 Teile Farbstoff A pro 100 Teile Lösung enthält. Der imprä gnierte Stoff wird durch Abquetschrollen geführt, um eine Feuchtigkeitsaufnahme von 67 Teilen Lösung pro 100 Teile Tuch zu erhalten, bei 107 C getrocknet und 5 Min. lang bei l49 C ausgehärtet.
Der Stoff wird dann wie im Beispiel 1 gewaschen und getrocknet. Der An teil an Zinknitrathexahydrat entspricht in diesem Bei spiel einem x-Wert von 0,9 und einem y-Wert von 1,3.
Die Baumwolle besitzt eine gelbe Farbtönung mit ausgezeichneter Waschbeständigkeit, was bedeutet, dass der Rohrzucker keinen wesentlichen Einfluss auf die Waschbeständigkeit hat. Der Verlust an Zugfestigkeit in Kettrichtung beträgt 37 % bei einem Knittererholunggs- winkel von 271 .
Analog Beispiel 37 werden weitere Lösungen her gestellt, indem die 0,548 Anteile an Farbstoff A und die 1,88 Anteile Zinknitrathexahydrat durch die in der folgenden Tabelle angegebenen Farbstoff- bzw. Kataly satormengen ersetzt werden. Alle Färbungen besitzen eine ausgezeichnete Waschbeständigkeit. Während der x-Wert in allen Beispielen 0,9 ist, sind die y-Werte zu sammen mit den Verlusten an Zugfestigkeit und den Knittererholungswinkeln in der anschliessenden Tabelle eingetragen.
EMI0009.0010
Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Katalysator* <SEP> erzeugte <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter pro <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> Farbe <SEP> Zugfestigkeit <SEP> in <SEP> % <SEP> erholungswinkel <SEP> y
<tb> 38 <SEP> A <SEP> 1,096 <SEP> 2,44 <SEP> gelb <SEP> 40 <SEP> 273 <SEP> 1,34
<tb> 39 <SEP> C <SEP> 0,660 <SEP> 1,88 <SEP> rotorange <SEP> 35 <SEP> 270 <SEP> l,16
<tb> 40 <SEP> C <SEP> 1,320 <SEP> 2,44 <SEP> do. <SEP> 36 <SEP> 280" <SEP> 1,19
<tb> 41 <SEP> D <SEP> 0,428 <SEP> 1,88 <SEP> Bordeaux <SEP> 37 <SEP> 270" <SEP> 1,14
<tb> 42 <SEP> D <SEP> 0,856 <SEP> 2,44 <SEP> do.
<SEP> 38 <SEP> 272 <SEP> l,17
<tb> 43 <SEP> E <SEP> 0,443 <SEP> 1,88 <SEP> blau <SEP> 34 <SEP> 266" <SEP> l,00
<tb> 44 <SEP> E <SEP> 0,886 <SEP> 2,44 <SEP> do. <SEP> 36 <SEP> 268" <SEP> l,03
<tb> '" <SEP> Der <SEP> Katalysator <SEP> ist <SEP> Zinknitrathexahydral. Beispiel 45-62 (Vergleich) Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Fä den wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Triton X-100 , 8 Teile Harz CR , 3 Teile Zinknitrat- hexahydrat und 0,273 Teile Farbstoff A auf 100 Teile Lösung enthält. Die imprägnierte Probe wird bis zu einer Feuchtigkeitsaufnahme von 67,5 Teilen der Lösung auf 100 Teile der Probe durch Quetschwalzen geführt, bei 107 C getrocknet und 3 Min. lang bei 171 C ausge härtet.
Anschliessend wird die Probe gemäss Beispiel 1 gewaschen und getrocknet. Die verwendete Menge an Zinknitrathexahydrat entspricht in diesem Falle einem x-Wert von 1,0 und einem y-Wert von 7,4. Die Baumwolle besitzt eine gelbe Farbtönung mit ausgezeichneter Waschechtheit. Der Verlust an Zug festigkeit in Kettrichtung beträgt 42 % bei einem Knit tererholungswinkel von 294 .
Analog Beispiel 45 werden weitere Lösungen her gestellt, indem die 0,273 Teile an Farbstoff A durch die in der folgenden Tabelle angegebenen Farbstoffmen gen ersetzt werden. Alle Färbungen sind sehr wasch beständig. Die Verluste an Zugfestigkeit sind zu hoch, während die Knittererholungswinkel sehr gross sind. Beide Grössen sind zusammen mit den Werten für y in der anschliessenden Tabelle zusammengestellt, während der x-Wert in den Beispielen 45-56 konstant bei 1,0 liegt.
EMI0010.0004
Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Katalysator* <SEP> erzeugte <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> feile <SEP> Lösung <SEP> Farbe <SEP> Zugfestigkeit <SEP> in <SEP> % <SEP> erholungswinkel <SEP> y
<tb> 46 <SEP> A <SEP> 0,273 <SEP> 4 <SEP> gelb <SEP> 44 <SEP> 292 <SEP> 12,3
<tb> 47 <SEP> A <SEP> 0,546 <SEP> 3 <SEP> do. <SEP> 44 <SEP> 288 <SEP> 3,6
<tb> 48 <SEP> A <SEP> 0,546 <SEP> 4 <SEP> do. <SEP> 47 <SEP> 285 <SEP> 6,1
<tb> 49 <SEP> C <SEP> 0,301 <SEP> 3 <SEP> rotorange <SEP> 42 <SEP> 294 <SEP> 7,0
<tb> 50 <SEP> C>> <SEP> 0,301 <SEP> 4 <SEP> do. <SEP> 45 <SEP> 292 <SEP> 12,0
<tb> 51 <SEP> C <SEP> 0,602 <SEP> 3 <SEP> do. <SEP> 40 <SEP> 284 <SEP> 3,5
<tb> 52 <SEP> C <SEP> 0,602 <SEP> 4 <SEP> do.
<SEP> 44 <SEP> 281 <SEP> 6,0
<tb> 53 <SEP> E <SEP> 0,22(l <SEP> 3 <SEP> blau <SEP> 42 <SEP> 288 <SEP> 5,6
<tb> 54 <SEP> E>> <SEP> 0,220 <SEP> 4 <SEP> do. <SEP> 47 <SEP> 295 <SEP> 9,5
<tb> 55 <SEP> E <SEP> 0,441 <SEP> 3 <SEP> do. <SEP> 42 <SEP> 280 <SEP> 2,8
<tb> 56 <SEP> E <SEP> 0,441 <SEP> 4 <SEP> do. <SEP> 45 <SEP> 279 <SEP> 4,7
<tb> * <SEP> Der <SEP> Katalysator <SEP> ist <SEP> Zinknitrathexahydrat. Analog Beispiel 45 können noch weitere Färbungen vorgenommen werden, wenn man die 0,273 Teile Farb stoff A und die 3 Teile Zinknitrathexahydrat durch die in der folgenden Tabelle angegebenen Werte ersetzt.
Die Färbungen zeichnen sich durch eine geringere Waschbeständigkeit aus, und die Farbausbeute (das Ver hältnis von aufgetragenem Farbstoff zu dem nach der alkalischen Wäsche zurückbleibenden Farbstoff) ist im Vergleich zu den Färbungen nach dem erfindungsgemä ssen Verfahren geringer. Das Auftragen ähnlicher Harze auf Baumwollstoffe in Abwesenheit von erfindungs- gemäss zu verwendenden Farbstoffen wird im allgemei nen mit weniger Zinknitrathexahydrat als in den Beispie len 57-62 durchgeführt, und es werden Verluste an Zug festigkeit und Knittererholungswinkel beobachtet, die gemäss der folgenden Tabelle mit denen der Beispiele 13 bis 20 vergleichbar sind. Die sehr geringen Knittererho lungswinkel sollen die Unbrauchbarkeit der erhaltenen wash and wear -Ausrüstung zeigen.
Die Werte für x sind in den Beispielen 57-62 konstant 0,7, während die für y tabelliert sind.
EMI0010.0006
Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Katalysator* <SEP> erzeugte <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> Farbe <SEP> Zugfestigkeit <SEP> in <SEP> % <SEP> erholungswinkel <SEP> y
<tb> 57 <SEP> A <SEP> 1,64 <SEP> 1 <SEP> gelb <SEP> 5 <SEP> l89 <SEP> 0
<tb> 58 <SEP> A <SEP> 2,18 <SEP> 1 <SEP> do. <SEP> 4 <SEP> 190 <SEP> 0
<tb> 59 <SEP> E <SEP> 1,32 <SEP> 1 <SEP> blau <SEP> 1 <SEP> 182 <SEP> 0
<tb> 60 <SEP> E <SEP> 1,76 <SEP> 1 <SEP> do. <SEP> 3 <SEP> 167 <SEP> 0
<tb> 61 <SEP> B <SEP> 0,93 <SEP> 2,0 <SEP> orange <SEP> 25 <SEP> 220 <SEP> 0,62
<tb> 62 <SEP> B <SEP> 1,86 <SEP> 2,9 <SEP> do.
<SEP> 17 <SEP> 210 <SEP> 0,58
<tb> * <SEP> Der <SEP> Katalysator <SEP> ist <SEP> Zinknitrathexahydrat. Reispiel 63 (Vergleich) Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Fä den wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Triton X-100 , 20 Teile einer etwa 10 Teile Dimethy- lol'äthylenharnstoff ( Rhonite R1 >>) enthaltenden Lö sung, 1,5 Teile Zinkfluoroborat und 2 Teile Farbstoff A auf 100 Teile der Lösung enthält. Die imprägnierte Probe wird durch Quetschwalzen geleitet, um eine Feuchtigkeitsaufnahme von 70 Teilen der Lösung auf 100 Teile der Probe zu erhalten, bei 107'<B>'</B> C getrocknet und 6 Min. lang bei 155" C ausgehärtet.
Anschliessend wird wie im Beispiel 1 gewaschen und getrocknet. Die verwendete Menge Zinkfluoroborat entspricht einem x- Wert von 0,7 und einem y-Wert von 0,33. Die Baum wolle besitzt eine gelbe Farbtönung mit ausgezeichneter Waschbeständigkeit. Der Verlustpan Zugfestigkeit in Kettrichtung beträgt 22 ,'@; bei einem Knittererho1ungs- winkel von 199 , das heisst, die wash and wear -Quali- tät der Probe ist gering.
Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn man den Farbstoff A durch den Farbstoff C oder den Farb stoff E ersetzt.
Beispiel 64 (Vergleich) Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Fä den wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Triton X-100 , 8 Teile Dimethyloladipamid, 0,6 Teile Zinkchlorid und 1,8 Teile Farbstoff A auf 100 Teile der Lösung enthält. Die imprägnierte Probe wird durch Quetschwalzen geführt, um eine Feuchtigkeitsaufnahme von 70 Teilen der Lösung auf 100 Teile der Probe zu erreichen, bei 107' C getrocknet und 5 Min. lang bei 155 'C ausgehärtet. Anschliessend wird die Probe nach Beispiel I gewaschen und getrocknet. Die verwendete Menge Zinkchlorid entspricht einem x-Wert von 0,42 und einem y-Wert von 0.
Der grössere Teil des auf die Probe aufgetragenen Farbstoffs wird während der Wäsche entfernt, und man erhält einen Baumwollstoff mit schwach gelber Farbe. Die Waschbeständigkeit ist im Vergleich mit den erfin dungsgemäss hergestellten Färbungen schlechter. Der Verlust an Zugfestigkeit in Kettrichtung beträgt 8 % bei einem Knittererholungswinkel von 161 , das heisst, diese Kunstharz-Ausrüstung ist nahezu unwirksam.
Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn man den Farbstoff A durch die Farbstoffe C oder E er setzt.
Beispiele 65-76 Analog Beispiel 37 nimmt man weitere Färbungen vor, indem man die 0,548 Teile des Farbstoffs A durch die in der folgenden Tabelle angegebenen Werte und die 1,88 Teile Zinknitrathexahydrat durch 2 Teile auf 100 Teile der Lösung ersetzt. Dagegen werden an stelle der 0,75 Teile Rohrzucker 1,5 bis 2,3 Teile Rohr zucker und anstelle der 9 Teile Harz CR 14,3 Teile des kommerziell erhältlichen angegebenen Vernetzungs mittels verwendet. Die Quetschwalzen werden auf eine Feuchtigkeitsaufnahme von 70 Teilen der Lösung auf 100 Teile der Probe eingestellt. Die Färbungen zeichnen sich durch ausgezeichnete Waschechtheit, grosse Knitter erholungswinkel und geringe Verluste an Zugfestigkeit aus, wie aus der folgenden Tabelle zu entnehmen ist.
Die verwendete Menge Zinknitrathexahydrat entspricht einem x-Wert von 0,8, während die y-Werte ebenfalls tabelliert sind.
EMI0011.0003
Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Vernetzungsmittel <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter pro <SEP> 10O <SEP> Teile <SEP> Lösung <SEP> vernetzungsmittel <SEP> Zugfestigkeit <SEP> in <SEP> % <SEP> erholungswinkel <SEP> y
<tb> 65 <SEP> C <SEP> 1,26 <SEP> Fixapret <SEP> CP <SEP> 32 <SEP> 248 <SEP> 0,97
<tb> 66 <SEP> D <SEP> 0,815 <SEP> do. <SEP> 34 <SEP> 252 <SEP> 0,96
<tb> 67 <SEP> E <SEP> 0,844 <SEP> do. <SEP> 33 <SEP> 246 <SEP> 0,85
<tb> 68 <SEP> C <SEP> 1,26 <SEP> Rhonite <SEP> R1 <SEP> 28 <SEP> 225' <SEP> 0,97
<tb> 69 <SEP> D <SEP> 0,815 <SEP> do. <SEP> 33 <SEP> 229 <SEP> 0,96
<tb> 70 <SEP> E <SEP> 0,844 <SEP> do.
<SEP> 27 <SEP> 230 <SEP> 0,85
<tb> 71 <SEP> C <SEP> 1,26 <SEP> Melomel <SEP> HC <SEP> 28 <SEP> 220 <SEP> 0,97
<tb> 72 <SEP> D <SEP> 0,815 <SEP> do. <SEP> 32 <SEP> 255 <SEP> <SEP> 0,96
<tb> 73 <SEP> E <SEP> 0,844 <SEP> do. <SEP> 31 <SEP> 248 <SEP> 0,85
<tb> 74 <SEP> C <SEP> 1,26 <SEP> Dextraset <SEP> UN <SEP> 33 <SEP> 236 <SEP> 0,97
<tb> 75 <SEP> D <SEP> 0,815 <SEP> do. <SEP> 34 <SEP> 252 <SEP> 0,96
<tb> 76 <SEP> E <SEP> 0,844 <SEP> do. <SEP> 36 <SEP> 260 <SEP> 0,85 Verwendet man in den Beispielen 64-75 Appretur harz für Textilien, z. B.
Onyxset A , Emboset ANC , Thermorez P , Quaker Reactant 439 , Quaker Re- actant 465 , Quaker Reactant 475 , Emboset K , Onyxset 0-5 , Permafresh LCR , Permafresh N , Cymel 300 , Melomel ZM , Resloon M-75 , Sta- bilizer N , Permafresh LF und Aerotex Resin 23 Special, dann erhält man ähnlich wie bei Verwendung von Dimethylolsuccinamid, Dimethyloladipamid und Di- methylolpropylenharnstoff vergleichbare Ergebnisse.
Beispiele 77-79 Analog Beispiel 37 nimmt man weitere Färbungen vor, indem man die 0,548 Teile Farbstoff A durch die in der folgenden Tabelle angegebenen Werte und die 1,88 Teile Zinknitrathexahydrat durch 2,4 Teile des gleichen Stoffes ersetzt. Ein Teil der Lösung wird auf bewahrt und nach einer Lagerung von 28 Tagen zur Herstellung weiterer Färbungen verwendet. Alle Fär- bungen sind sehr waschbeständig und haben, wie die folgende Tabelle zeigt, vergleichbare Verluste an Zug festigkeit und vergleichbare Knittererholungswinkel. Die Menge des verwendeten Zinknitrathexahydrats entspricht einem x-Wert von 0,9, während die y-Werte tabelliert sind.
EMI0011.0015
Verlust <SEP> an <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter Teile <SEP> Farbstoff <SEP> erzeugte <SEP> Zugfestigkeit <SEP> Zugfestigkeit <SEP> Knitter- <SEP> erholungswinkel
<tb> sseispicl <SEP> Farbstoff <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> 'Teile <SEP> erholungswinkel
<tb> Farbe <SEP> ohne <SEP> Lagerung <SEP> <B>28</B> <SEP> Tage <SEP> Lagerung <SEP> mit <SEP> <B>28</B> <SEP> Tagen <SEP> y
<tb> Lösung <SEP> ", <SEP> "@ <SEP> ohne <SEP> Lagerung
<tb> " <SEP> ", <SEP> Lagerung
<tb> 77 <SEP> A <SEP> 1,<B>1</B>0 <SEP> gelb <SEP> 32 <SEP> 30 <SEP> 259 <SEP> 266 <SEP> 1,29
<tb> 78 <SEP> C <SEP> 1,32 <SEP> rotorange <SEP> 27 <SEP> 30 <SEP> 254 <SEP> 254' <SEP> 1,15
<tb> 252" <SEP> 1
<tb> 79 <SEP> E <SEP> 0,88<B>6</B> <SEP> blau <SEP> 25 <SEP> 30 <SEP> 254 <SEP> ,
00 Beispiel 80 Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Tei len wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Triton X-100 , 21,4 Teile einer etwa 7 Teile alkylier tes Dimethyloluron ( Dextraset UN ) enthaltenden Lö sung Teile Zinknitrathexahydrat, 3 Teile einer Poly äthylenemulsion ( Cyanolube-Softener TSI Special), 4 Teile einer 2,2 Teile Polyvinylacetat ( Wicaser S-55 ) enthaltenden Emulsion und 0,361 Teile Farbstoff B auf 100 Teile der Klotzlösung enthält.
Die imprägnierte Probe wird für eine Feuchtigkeits aufnahme von 70 Teilen der Lösung auf 100 Teile der Probe durch Quetschwalzen geleitet, bei 107 C getrock net und 5 Min. lang bei 149 C ausgehärtet. Anschlie ssend wird die Probe wie im Beispiel 1 gewaschen und getrocknet. Sie besitzt eine orange Farbtönung und einen harten, etwas rauhen Griff. Der Verlust an Zug festigkeit in Kettrichtung beträgt 37 %, während der Knittererholungswinkel der ausgerüsteten Probe bei 249 liegt.
Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn man die 0,361 Teile des Farbstoffs B durch 1,04 Teile des Farbstoffs A 0,815 Teile des Farbstoffs D oder 0,844 Teile des Farbstoffs E ersetzt. Die Menge des Zinknitrathexahydrats entspricht hier einem x-Wert von 0,7, bei y-Werten von 1.03, 0,95 und 0.85.
Beispiel 81 Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Fä den wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile eines Benetzungsmittels ( Deceresol Surfactant FW ), 5,7 Teile Harz CR , 1,15 Teile Zinknitrathexahydrat (entsprechend 63 % der erforderlichen Mindestmenge an Zinknitrathexahydrat), 0,75 Teile Zinksulfatmonohydrat (entsprechend 35 % der Mindestmenge von Zinksulfat mondhydrat), 7,2 Teile wasserabstossendes Mittel ( Per- mel Resin B ) und 1,15 Teile des Farbstoffs A auf 100 Teile der Klotzlösung enthält. Der Wert von x ist 0,8 (berechnet aus Zinknitrat) und y = 0,875 (berechnet aus Zinksulfat).
Die imprägnierte Probe wird für eine Feuchtigkeitsaufnahme von 70 Teilen der Lösung auf 100 Teile der Probe durch Quetschwalzen geführt, bei 107 C getrocknet und 5 Min. lang bei 149 C ausge härtet. Anschliessend wird die Probe wie im Beispiel 1 gewaschen und getrocknet. Sie besitzt dann eine gelbe Farbtönung, die sehr waschbeständig und gut wasser abstossend ist. Der Verlust an Zugfestigkeit in Kettrich- tung beträgt 38% bei einem Knittererholungswinkel von 256g der ausgerüsteten Probe. Ähnliche Ergebnisse er hält man, wenn man 1,15 Teile des Farbstoffes A durch 1,15 Teile des Farbstoffes C oder 0,72 Teile des Farbstoffes E ersetzt (die Werte von y sind dann 0,82 bzw. 1,1).
Vergleichbare Ergebnisse erhält man auch dann, wenn die 7,2 Teile des wasserabstossenden Mittels durch 2,9 Teile einer Silikonemulsion ( Aerotex Water Repel- lent S ) und 0,83 Teile eines Silikonkatalysators ( Aero- tex Accelerator S ) ersetzt.
In gleicher Weise können auch die 7,2 Teile des wasserabstossenden Mittels durch 5,9 bis 11,4 Teile eines melaminhaltigen wasserabstossenden Mittels ( Ra- nedare PF ) ersetzt werden.
Schliesslich erhält man ebenfalls vergleichbare Ergeb nisse, wenn die 5,7 Teile Harz CR durch eine Lö sung ersetzt werden, die etwa 5,5 Teilte alkyliertes Di- methyloluron ( Dextra-set UN ) enthält.
Beispiel 82 Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Fä den wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Triton X-100 , 7,1 Teile Harz CR , 1,55 Teile Zink sulfatmonohydrat und 0,61 Teile Farbstoff C auf 100 Teile der Lösung enthält. Die imprägnierte Probe wird durch Quetschwalzen geleitet, damit sich eine Feuchtig keitsaufnahme von 70 Teilen Lösung auf 100 Teile der Probe ergibt, bei l07 C getrocknet und bei 149 C 5 Min. lang ausgehärtet. Anschliessend wird sie 2 Min. lang in einer kochenden, verdünnten Lösung von kalzi- nierter Soda und Ätheralkoholsulfat ( Duponol RA ) gewaschen und getrocknet. Die verwendete Menge an Zinksulfat entspricht hier einem x-Wert von 0,8 und einem y-Wert von 1,0.
Die Baumwolle besitzt eine rot orange Farbtönung von ausgezeichneter Waschechtheit. Der Verlust an Zugfestigkeit in Kettrichtung beträgt 23% bei einem Knittererholungswinkel von 213 .
Analog Beispiel 82 können weitere Lösungen berei tet werden, indem die 1,55 Teile Zinksulfatmonohydrat durch verschiedene Mengen anderer Zinksalze, die in der folgenden Tabelle eingetragen sind, ersetzt werden. Diese Lösungen werden in der Art des Beispiels 82 zum gleich zeitigen Färben und Ausrüsten von mercerisierten Baum- wollproben verwendet. Alle Färbungen sind ausseror dentlich waschecht. Die erzeugten Farben, die Verluste an Zugfestigkeit und die Knittererholungswinkel sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.
EMI0012.0017
Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Katalysator <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter
<tb> Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Katalysator <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> erzeugte <SEP> Zugfestigkeit <SEP> erholungs- <SEP> x <SEP> y
<tb> Lösung <SEP> Lösung <SEP> Farbe <SEP> in <SEP> winket
<tb> 83 <SEP> C <SEP> 2,44 <SEP> ZnSO4H2O <SEP> 5,3 <SEP> rotorange <SEP> 35 <SEP> 233 <SEP> 2,3 <SEP> 1,1
<tb> 84 <SEP> E <SEP> 0,39 <SEP> do. <SEP> 1,55 <SEP> blau <SEP> 26 <SEP> 220 <SEP> 0,8 <SEP> 0,9
<tb> 85 <SEP> E <SEP> 1,56 <SEP> do. <SEP> 5,3 <SEP> do. <SEP> 37 <SEP> 278 <SEP> 2,3 <SEP> 1,1
<tb> 86 <SEP> C <SEP> 0,61 <SEP> ZnSiF,;6H;
y0 <SEP> <B><I>1,55</I></B> <SEP> rotorange <SEP> 23 <SEP> 220" <SEP> 0,8 <SEP> 1,()
<tb> 87 <SEP> C <SEP> 2,44 <SEP> do. <SEP> 5,3 <SEP> do. <SEP> 36 <SEP> 244' <SEP> 2,4 <SEP> 1,1
<tb> 88 <SEP> E <SEP> 0,39 <SEP> do. <SEP> 1,55 <SEP> blau <SEP> 28 <SEP> 227 <SEP> 0,8 <SEP> 0,9
<tb> 89 <SEP> E <SEP> 1,56 <SEP> do. <SEP> 5,3 <SEP> do. <SEP> 39 <SEP> 253 <SEP> 2,4 <SEP> 1,0
<tb> 90 <SEP> C <SEP> 0,61 <SEP> ZnCI.., <SEP> 3,88 <SEP> rotorange <SEP> 40 <SEP> 254" <SEP> 2,0 <SEP> 2,3
<tb> 91 <SEP> C <SEP> 2,44 <SEP> do. <SEP> <B>1</B>0,1 <SEP> do. <SEP> 41 <SEP> 254' <SEP> 3,5 <SEP> 2,8
<tb> 92 <SEP> E <SEP> 0,39 <SEP> do. <SEP> 3,88 <SEP> blau <SEP> 41 <SEP> <B>258'</B> <SEP> 2,0 <SEP> 2,2
<tb> 93 <SEP> E <SEP> 1,56 <SEP> do. <SEP> 10,1 <SEP> do.
<SEP> 40 <SEP> 259 <SEP> 3,5 <SEP> 2,8
EMI0013.0001
Teile <SEP> Farbstoff <SEP> Teile <SEP> Katalysator <SEP> Verlust <SEP> an <SEP> Knitter Beispiel <SEP> Farbstoff <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> Katalysator <SEP> pro <SEP> 100 <SEP> Teile <SEP> erzeugte <SEP> Zugfestigkeit <SEP> erholungs- <SEP> x <SEP> y
<tb> Lösung <SEP> Lösung <SEP> Farbe <SEP> in <SEP> % <SEP> winkel
<tb> 94 <SEP> C <SEP> 0,61 <SEP> ZnBr2 <SEP> 3,88 <SEP> rotorange <SEP> 33 <SEP> 248 <SEP> 2,1 <SEP> 2,1
<tb> 95 <SEP> C <SEP> 2,44 <SEP> do. <SEP> 10,1 <SEP> do. <SEP> 34 <SEP> 236 <SEP> 3,7 <SEP> 2,8
<tb> 96 <SEP> E <SEP> 0,33 <SEP> do. <SEP> 3,88 <SEP> blau <SEP> 32 <SEP> 246 <SEP> 2,1 <SEP> 2,4
<tb> 97 <SEP> E <SEP> 1,56 <SEP> do. <SEP> 10,1 <SEP> do.
<SEP> 37 <SEP> 253' <SEP> 3,7 <SEP> 2,6
<tb> 98 <SEP> C <SEP> 2,44 <SEP> Zn(SCN)2 <SEP> 10,1 <SEP> rotorange <SEP> 25 <SEP> 224 <SEP> 3,5 <SEP> 3,0
<tb> 99 <SEP> E <SEP> 1,56 <SEP> do. <SEP> 10,1 <SEP> blau <SEP> 32 <SEP> 223 <SEP> 3,5 <SEP> 2,8
<tb> Zinkphenol 100 <SEP> C <SEP> 0,61 <SEP> sulfonat- <SEP> 2,67 <SEP> rotorange <SEP> 28 <SEP> 226 <SEP> 0,9 <SEP> 3,3
<tb> Octahydrat
<tb> 101 <SEP> C <SEP> 2,44 <SEP> do. <SEP> 10,6 <SEP> do. <SEP> 34 <SEP> 226 <SEP> 2,6 <SEP> 3,8
<tb> 102 <SEP> E <SEP> 0,39 <SEP> do. <SEP> 2,67 <SEP> blau <SEP> 29 <SEP> 228 <SEP> 0,9 <SEP> 3,4
<tb> 103 <SEP> E <SEP> 1,56 <SEP> do. <SEP> 10,6 <SEP> do.
<SEP> 41 <SEP> 239 <SEP> 2,6 <SEP> 3,7
<tb> 104 <SEP> C <SEP> 2,44 <SEP> Zinkbenzol- <SEP> 10,6 <SEP> rotorange <SEP> 38 <SEP> 248 <SEP> 2,2 <SEP> 4,4
<tb> 105 <SEP> E <SEP> 1,56 <SEP> sulfonat³6³H20 <SEP> 10,6 <SEP> blau <SEP> 42 <SEP> 258 <SEP> 2,2 <SEP> 4,0
<tb> do. Beispiel 106 Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Fä den wird mit einer Lösung imprägniert, die 0,2 Teile Triton X-100 , 21,5 Teile einer Lösung aus alkylier tem Dimethyloluron ( Dextraset UN ), 1,43 Teile Zink- fluoroborat und 0,421 Teile Farbstoff E auf 100 Teile der Lösung enthält. Die imprägnierte Probe wird für eine Feuchtigkeitsaufnahme von 70 Teilen der Lö sung auf 100 Teile der Probe durch Quetschwalzen ge führt, bei 107 C getrocknet und 5 Min. lang bei l49 C ausgehärtet.
Sie wird dann 2 Min. lang in einer kochen den, verdünnten Lösung von calcinierter Soda und Ather- alkoholsulfat ( Duponol RA ) gewaschen und getrock net. Die verwendete Menge von Zinkfluoroborat ent spricht hier einem x-Wert von 0,7 und einem y-Wert von 0,85. Die Baumwolle erhält so eine blaue Farbtönung mit grosser Waschbeständigkeit. Der Verlust an Zug festigkeit in Kettrichtung beträgt 37 % bei einem Knitter erholungswinkel von 244 . Beispiel 107 Eine mercerisierte Baumwollprobe mit 80 ¿ 80 Tei len wird in der Art des Beispiels 106 gefärbt und aus gerüstet, indem der Anteil an Zinkfluoroborat von 1,43 Teilen auf 2,86 Teile und der Anteil an Farbstoff E von 0,421 Teilen auf 1,68 Teile erhöht wird.
Die in die sem Beispiel verwendete Menge an Zinkfluoroborat ent spricht einem x-Wert von 0,9 und einem y-Wert von 0,83. Die Probe wird so mit einer blauen Farbtönung und einer ausgezeichneten Waschbeständigkeit ausgerü stet. Der Verlust an Zugfestigkeit in Kettrichtung beträgt 41 3; bei einem Knittererholungswinkel von 222".
Zusätzlich zu den oben im einzelnen angegebenen Farbstoffen sind auch noch Farbstoffe mit den folgenden Strukturformeln für das Verfahren nach der Erfindung besonders nützlich:
EMI0013.0013
EMI0014.0001