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Die Luftpumpe, beispielsweise solche für pneumatische Radreifen, bestehen bekanntlich aus einem längeren oder kürzeren Zylinderkörper, in welchem ein Kolben beweglich angeordnet ist, der an einer mit biegsamen Rändern versehenen Lederdichtung befestigt ist und am Ende einer Stange aufsitzt, deren Bewegung durch einen Griff begrenzt ist.
Diese Anordnung hat mehrere Nachteile. Angenommen nämlich, dass sich die Pumpe in vertikaler und der Griff in der höchsten Lage befindet, so tritt die Aussenluft durch ein kleines Loch oder durch einen auf der Kolbenstange gebildeten Einlass in den Zylinder und kann, während der Kolben steigt, aus dem oberen Teil in den unterhalb des Kolbens liegenden Raum nur durch einen Spielraum oder durch eine etwaige in der Zylinderwand gebildete ringförmige Ausnehmung treten.
Anderseits kann die im Zylinder enthaltene Luft beim Kolbenniedergang so lange nicht verdichtet werden, bis die erwähnte Ausnehmung nicht erreicht ist oder bis der Kolben wieder dicht an die Zylinderwand anliegt. Mit welcher Geschwindigkeit immer der von oben nach unten wirkende Verdiehtungshub vor sich geht, das Verdichten tritt nicht augenblicklich ein, besonders, wenn die fette Lederdichtung bisweilen austrocknet und sich durch den ständigen Gebrauch verengt oder die Elastizität nachgibt.
Ausserdem ist ein längerer Kolbenhub nicht nur mühsam, sondern auch mit Energieverlust verbunden, da nur ein Teil der aufgewendeten Arbeit nützlich verwertet wird.
Durch die Erfindung werden die obigen Nachteile gänzlich gehoben. Eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemäss ausgebildeten Kolbens samt seinen Hilfsorganen ist in den Fig. 1 und 2 der Zeichnung dargestellt. Die Fig. 3 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform.
Im Pumpenkörper 1 wird ein Kolben 2 mit einer Lederdichtung 3 bewegt. Die vorteilhaft rohrförmige Kolbenstange 4 besitzt im Innern eine zweite Stange 5, die mit einem Kopf 6 versehen und in einer Muffe 7 geführt ist. Die Stange 5 weist an ihrem unteren Ende eine runde konische Scheibe 8 auf, welche voll, ausgeschnitten oder aufgebogen sein kann und welche durch eine oder mehrere Federn 10 ständig nach oben gegen den Deckel 9 gedrückt wird, wodurch ein leichtes Anpressen der Scheibe gegen die Lederdichtung 3 erzielt wird.
Die Wirkungsweise der Pumpe ist nun folgende : Es sei angenommen, dass sich der Kolben bei vertikaler Lage der Pumpe in der tiefsten Endlage seiner Bahn befindet. Wenn nun die Kolbenstange 4 gehoben wird, so wird sich die Lederdichtung zufolge des im unteren Pumpenteil erzeugten Unterdruckes von der Scheibe 8 loslösen und diese durch Zusammenziehen sanft abwärts stossen.
Nachdem der Kolben seine Höchstlage erreicht hat, legt sich die Scheint 8 unter der Wirkung der Feder 10 wieder an die gesamte Innenfläche der Lederdichtung 3 an (Fig. 2), dehnt diese gegen die Innenwand des Zylinders 1 aus, welche in dieser Weise selbsttätig abgedichtet wird. Beim Niedergehen der Stange 4 wird die im Zylinder 1 eingeschlossene Luft durch die Scheibe 8 verdichtet, wobei der gesamte Hub nützlich, ohne Verlust von Luftmengen verwendet wird.
Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Kolbenstange 4 mit einem Loch 11 versehen, wodurch der Luftdurchtritt aus dem oberhalb des Kolbens liegenden Teil in den unterhalb liegenden Raum erleichtert wird. Ferner muss der Kopf 6 der inneren Stange 5 sowie die Stange selbst im Rohr 4 bzw. in der Muffe 7 einen gewissen Spielraum haben.
Der oben beschriebene Kolben kann in der mannigfachsten Weise ausgeführt werden und ist keinesfalls auf die angeführten Beispiele beschränkt.
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The air pumps, for example those for pneumatic wheel tires, are known to consist of a longer or shorter cylinder body in which a piston is movably arranged, which is attached to a leather seal provided with flexible edges and rests on the end of a rod whose movement is limited by a handle .
This arrangement has several disadvantages. Assuming that the pump is in the vertical position and the handle in the highest position, the outside air enters the cylinder through a small hole or through an inlet formed on the piston rod and can, as the piston rises, from the upper part in enter the space below the piston only through a clearance or through any annular recess formed in the cylinder wall.
On the other hand, the air contained in the cylinder cannot be compressed when the piston descends until the recess mentioned is not reached or until the piston again rests tightly against the cylinder wall. Regardless of the speed at which the compression stroke, which acts from top to bottom, takes place, the compression does not occur instantaneously, especially if the fat leather seal occasionally dries out and narrows due to constant use or the elasticity gives way.
In addition, a longer piston stroke is not only tedious, but also associated with a loss of energy, since only part of the work expended is usefully used.
The above disadvantages are completely eliminated by the invention. An example embodiment of the piston designed according to the invention, including its auxiliary organs, is shown in FIGS. 1 and 2 of the drawing. 3 shows a modified embodiment.
A piston 2 with a leather seal 3 is moved in the pump body 1. The advantageously tubular piston rod 4 has a second rod 5 inside, which is provided with a head 6 and guided in a sleeve 7. The rod 5 has a round conical disc 8 at its lower end, which can be full, cut out or bent open and which is constantly pressed upwards against the cover 9 by one or more springs 10, whereby a slight pressing of the disc against the leather seal 3 is achieved.
The operation of the pump is as follows: It is assumed that the piston is in the lowest end position of its path when the pump is in a vertical position. If the piston rod 4 is now lifted, the leather seal will detach itself from the disk 8 as a result of the negative pressure generated in the lower part of the pump and push it gently downwards by contracting.
After the piston has reached its maximum position, under the action of the spring 10, the sheet 8 rests against the entire inner surface of the leather seal 3 (Fig. 2), expanding it against the inner wall of the cylinder 1, which is automatically sealed in this way becomes. As the rod 4 descends, the air trapped in the cylinder 1 is compressed by the disc 8, utilizing the entire stroke usefully without any loss of air.
In the modified embodiment according to FIG. 3, the piston rod 4 is provided with a hole 11, whereby the passage of air from the part lying above the piston into the space below is facilitated. Furthermore, the head 6 of the inner rod 5 and the rod itself in the pipe 4 or in the sleeve 7 must have a certain amount of play.
The piston described above can be designed in the most varied of ways and is in no way restricted to the examples given.