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Verfahren und Einrichtung zum Erhärten von Stoffen aller Art, insbesondere von Baustoffen.
Es ist bekannt, durch Umgraben und Mengen (also durch Bewegen) Stoffe aller Art mit anderen Stoffen zu vermischen, sowie unter Anwendung von Druck flüssige Stoffe in feste Stoffe einzupressen, um verschiedene Zwecke. zu erreichen, z. B. Durchtränken, Im- prägnieren, Erhärten bzw. Verdichten von Stoffen. Die vorliegende Erfindung verfolgt und erreicht die gleichen Zwecke, jedoch ohne dass die zu präparierenden Stoffe zu bewegen sind, nämlich durch Entziehen der Luft aus den zu behandelnden Stoffen und durch Er- hitzen bzw. Brennen der Stoffe an der Verwendungsstelle.
Dies geschieht in folgender Weise : In die geformte Masse werden Löcher eingedrückt, deren Entfernung voneinander von der Durchlässigkeit der Stoffe abhängt. Ein Teil dieser
Löcher wird mit einer Luft-oder Saugpumpe verbunden, der andere Teil mit den zu- zuführenden Stoffen (z. B. Flüssigkeiten) beschickt. Durch Abziehen der Luft tritt in den
Löchern und Kapillaren der Stoffe Luftverdünnung ein, wodurch die Flüssigkeiten nach- gezogen werden und die ganze Masse durchtränken. Durch einfaches Überbrausen der ganzen Massenoberfläche kann die Wirkung noch erhöht werden.
Ist ein Dichten der Masse erforderlich, so wird dies nach der vorliegenden Ei flndung, wie folgt, erreicht. Die Oberfläche der zu dichtenden Masse wird mit Platten oder Schilden bedeckt, welche in geeigneter Weise mit den Löchern verbunden sind, so dass, wenn in den Löchern e) n Vaknum erzeugt wird, die Platten durch den atmosphärischen Druck gegen die Masse gepresst werden.
Für besondere Zwecke können bestimmte Stoffe, z. B. Lehm, Ton, durch Brennen noch weiter erhärtet werden.
Das beschriebene Verfahren eignet sich beispielsweise zum Erhärten von Strassen,
Dämmen, Kanälen, Tunnels, Schächten, aller Art Baugrund asw., ebenso wie zur Herstellung von Mauern und Decken für Hochbauten. Desgleichen ist das Verfahren anwendbar zum
Färben, Desinfizieren und Durchlüften von Stoffen, zum intensiven Durchtränken von Erde mit antiseptischen, Bacillen und Ungeziefer tötenden Stoffen, wie auch, um Ackerboden mit Nährstoffen zu versehen.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in beispielsweiser Anordnung dargestellt.
Die Fig. 1 der Zeichnung stellt den Querschnitt eines Strassendammes dar und ver- anschaulich eine Ausführungsart des Verfahrens mit der zugehörigen Einrichtung. In den
Damm sind verschiedene Bohrlöcher eingearbeitet, und zwar ein Bohrloch b zum Einführen der Imprägniernngsfiüssigkeit und eine Anzahl benachbarter Bobrlöcher a zum Absaugen der Luft. Durch die Rohre/, welche in Abschlussstopfen l'enden, wird die Luft aus den Bohrlöchern a abgesaugt, was zur Folge hat, dass sich die in das Bohrloch b gefüllte
Flüssigkeit durch die ganze Masse hindurch ausbreitet.
Um eine gnte Wirkung erzielen zu können, bedeckt man, gemäss der Erfindung, die
Masse mit den Platten oder Schilden g. Bei der Herstellung der Löcher sind die Platten oder Schilde mit den Löchern entsprechenden Stösseln versehen. Die Bohrlöcher kana man auch bei sehr durchlässige und weniger stabilem Material mit gelochten Röhren auskleiden.
Fig. 2 veranschaulicht die Anwendung des Verfahrens auf eine freistehende Mauer,
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Method and device for hardening materials of all kinds, in particular building materials.
It is known to mix all kinds of substances with other substances by digging and moving them, as well as pressing liquid substances into solid substances using pressure for various purposes. to achieve, e.g. B. Soaking, impregnating, hardening or compressing substances. The present invention pursues and achieves the same purposes, but without having to move the substances to be prepared, namely by removing air from the substances to be treated and by heating or burning the substances at the point of use.
This is done in the following way: Holes are pressed into the formed mass, the distance between which depends on the permeability of the substances. Part of this
The holes are connected to an air or suction pump, the other part is charged with the substances to be fed (e.g. liquids). Removing the air enters the
Holes and capillaries of the substances dilute the air, whereby the liquids are drawn in and soak the whole mass. The effect can be increased by simply showering over the entire surface of the mass.
If it is necessary to seal the mass, this is achieved according to the present invention as follows. The surface of the mass to be sealed is covered with plates or shields which are suitably connected to the holes so that when a vacuum is created in the holes e) n, the plates are pressed against the mass by the atmospheric pressure.
For special purposes, certain substances, e.g. B. loam, clay, can be further hardened by firing.
The method described is suitable, for example, for hardening roads,
Dams, canals, tunnels, shafts, all kinds of building ground etc., as well as for the production of walls and ceilings for high-rise buildings. The method is also applicable to
Dyeing, disinfecting and aerating fabrics, for the intensive saturation of soil with antiseptic substances that kill bacilli and vermin, as well as to provide arable land with nutrients.
The subject of the invention is shown in the drawing in an exemplary arrangement.
FIG. 1 of the drawing shows the cross section of a road embankment and illustrates one embodiment of the method with the associated device. In the
Various boreholes are incorporated into the dam, namely a borehole b for introducing the impregnation liquid and a number of adjacent bob holes a for sucking off the air. The air is sucked out of the boreholes a through the pipes /, which end in the end plugs, with the result that the air which is in the borehole b is filled
Spreading liquid through the whole mass.
In order to achieve a good effect, one covers, according to the invention, the
Earth with the plates or shields g. When making the holes, the plates or shields are provided with pestles corresponding to the holes. The drill holes can be lined with perforated tubes even with very permeable and less stable material.
Fig. 2 illustrates the application of the method to a free-standing wall,
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