AT5797U1 - Automatisiertes system zur berechnung der differenz zwischen der lohnsteuer und dem ergebnis einer arbeitnehmerveranlagung samt automatisierter erstellung der erklärung zu deren durchführung - Google Patents

Automatisiertes system zur berechnung der differenz zwischen der lohnsteuer und dem ergebnis einer arbeitnehmerveranlagung samt automatisierter erstellung der erklärung zu deren durchführung Download PDF

Info

Publication number
AT5797U1
AT5797U1 AT0045201U AT4522001U AT5797U1 AT 5797 U1 AT5797 U1 AT 5797U1 AT 0045201 U AT0045201 U AT 0045201U AT 4522001 U AT4522001 U AT 4522001U AT 5797 U1 AT5797 U1 AT 5797U1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
data
tax
employee
wage
result
Prior art date
Application number
AT0045201U
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Mag Kollaczia-Putz
Kurt P Dipl Ing Dr Judmann
Original Assignee
Kurt P Dipl Ing Dr Judmann
Thomas Mag Kollaczia-Putz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kurt P Dipl Ing Dr Judmann, Thomas Mag Kollaczia-Putz filed Critical Kurt P Dipl Ing Dr Judmann
Priority to AT0045201U priority Critical patent/AT5797U1/de
Publication of AT5797U1 publication Critical patent/AT5797U1/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06QINFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G06Q40/00Finance; Insurance; Tax strategies; Processing of corporate or income taxes
    • G06Q40/02Banking, e.g. interest calculation or account maintenance

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Accounting & Taxation (AREA)
  • Finance (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Development Economics (AREA)
  • Economics (AREA)
  • Marketing (AREA)
  • Strategic Management (AREA)
  • Technology Law (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Business, Economics & Management (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Financial Or Insurance-Related Operations Such As Payment And Settlement (AREA)

Abstract

Ein automatisiertes System samt dem Verfahren und die Verwendung dieses Systems zur Berechnung der (Steuer-)Differenz zwischen den vom Arbeitgeber in einem bestimmten Kalenderjahr für einen bestimmten Arbeitnehmer abgeführten Lohnsteuerbeträgen und dem Ergebnis einer Arbeitnehmerveranlagung für diesen Arbeitnehmer für Varianten von Einkommensdaten und/oder Varianten von steuermindernden Daten, die hinsichtlich ihres Vollständigkeitsgrades unterschiedlich sind, bestehend aus. Eingabemasken für Lohn- und/oder Gehaltsdaten, Daten über weitere Bezüge, über den Familienstand und den sonstigen steuerrelevanten persönlichen Lebensumständen, über Sonderausgaben, über Werbungskosten und über außergewöhnliche Belastungen für ein bestimmtes Kalenderjahr in Form einer strukturierten Erfassung hinsichtlich ihrer steuerlichen Behandlung samt ausführlichen Erläuterungen mit zahlreichen Beispielen,. einem Algorithmus und seiner Implementierung, welcher die Daten, die in die Eingabemasken eingegeben werden, verarbeitet und diese Daten laufend auswertet,. der Darstellung von laufenden Zwischenergebnissen während der Eingabe,. der Darstellung eines Endergebnisses samt einer Verhaltensempfehlung und. der automatisierten Erstellung der Erklärung zur Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Automatisiertes Expertensystem zur Berechnung der Differenz zwischen der von Arbeitgebern in einem bestimmten Kalenderjahr für einen bestimm- ten Arbeitnehmer abgeführten Lohnsteuerbeträgen und dem Ergebnis einer
Arbeitnehmerveranlagung für diesen Arbeitnehmer samt automatisierter
Erstellung der Erklärung zur Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung Beschreibung Die Erfindung betrifft ein automatisiertes System zur Berechnung des Ergebnisses der Steuerveranlagung für lohnsteuerpflichtige Einkommen (Arbeitnehmerveranlagung) mit der besonderen Möglichkeit, ausgehend von einer Berechnung die Auswirkung unterschiedlicher Varianten geänderter Voraussetzungen für die Berechnung ermitteln zu können.

   Zu diesem Zweck   können-basierend   auf den folgenden Schritten - mit Hilfe des Programmsystems Varianten von Eingangsdaten, sowohl durch Annäherungswerte als auch durch Kenndaten einer abgeschlossenen Lohnverrechnung jeweils für ein Kalenderjahr definiert werden und auf Basis dieser Eingaben das Ergebnis bzw. die Veränderung des Ergebnisses einer Steuerveranlagung beispielsweise zufolge zusätzlicher Einkünfte bzw. steuermindernder Positionen, ermittelt werden. 



   Schritt 1 : Eingabe von Daten in Eingabemasken
Schritt 2 : Speicherung der Daten
Schritt 3 : Bearbeitung der Daten mit dem Algorithmus
Schritt 4 : Auswertung des Ergebnisses des Algorithmus
Schritt 5 : Automatisierte Erstellung einer Steuererklärung ad 1 : 
Die Eingabe der zur Berechnung herangezogenen Daten erfolgt mit Eingabemasken, wobei die Eingabemasken derart programmiert sind, dass in den einzelnen, hinterein- ander, aufrufbaren Masken alle Daten entweder in einem Schritt oder in mehreren, weder zeitlich begrenzten noch nach einer vorgegebenen Reihenfolge ablaufenden
Schritten eingeben werden können.

   Die Eingabe der Daten erfolgt mittels numerischer und/oder alphanumerischer Eingabefelder und gliedert sich in 
A) Eingaben, deren Daten für die Funktionalität unbedingt erforderlich sind und
B) Eingaben, die der Anwender wahlweise, nach seinen jeweiligen Anforderungen ein- geben kann, wobei einerseits auf hohe Bedienerfreundlichkeit und andererseits auf einen hohen
Grad der Vollständigkeit der möglichen Eingabekombinationen geachtet wurde. 



   Zu Punkt A) gehören vorzugsweise folgende Daten : - Ein Kalenderjahr (z. B. gemäss   Ausführungsbeispiel1,   Figur X2) 
 EMI1.1 
 
Lohn-und/oder Gehaltsdatenschlossenen Lohnverrechnung (en) des vorstehend eingegebenen Kalenderjahres abgeleiteten   Lohnzettel (n) (z. B.   gemäss Ausführungsbeispiel 1, Figur X4), oder 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 - den monatlichen oder jährlichen Bruttolöhnen und/oder Bruttogehältern samt
Nebendaten dieses Kalenderjahres einer (oder mehrerer) bezugs- (pensions-) auszahlender   Stellen (z.

   B. gemäss Ausführungsbeispiel1,   Figur X5), oder - von beliebigen Variationen obig angeführter Möglichkeiten hinsichtlich jeweils verschiedener   bezugs- (pensions-) auszahlender Stellen   (z.   B. :   gemäss Ausfüh- rungsbeispiel 1, Figur X3) Zu Punkt B) gehören vorzugsweise folgende Daten : 
Daten über folgende demonstrativ   aufgezählt   weitere Bezüge   (z.

   B.   gemäss
Ausführungsbeispiel 1, Figur   X6) :   Krankengeld, Arbeitslosenunterstützung und/oder Notstandshilfe, Bezüge als Präsenzdiener oder Zivildiener, Entschädi- gungen für   Truppen,-Waffen-oder   Kaderübungen,   rückgezahlte   Sozialversi- cherungsbeiträge, Auszahlungen der Winterfeiertagsregelung der Bauarbei- terurlaubs- und Abfertigungskasse sowie allfällige sonstige Bezüge aus Er- werbstätigkeit
Daten über Familienstand bzw. den damit in Zusammenhang stehenden steuer- relevanten Angaben, insbesondere über Ehe- bzw. Lebenspartner, dessen Ein- künfte und über bestimmte im gemeinsamen Haushalt lebenden und/oder ali- mentationspflichtigen Kinder   (z.

   B.   gemäss   Ausführungsbeispiel1,   Figur X7)
Daten über Sonderausgaben (derzeit gemäss µ 18 EStG 1988   i. d. g. F.),   insbe- sondere über Renten und/oder dauernde Lasten, Versicherungsprämien, frei- willige Höherversicherung in der gesetzlichen Sozialversicherung, freiwillige
Weiterversicherung und der Nachkauf von Versicherungszeiten in der gesetzli- 
 EMI2.1 
 junger Aktien einschliesslich Wohnsparaktien, Wandelschuldverschreibungen bzw. Partizipationsrechte zur Förderung des Wohnbaus, Steuerberatungsko- sten, Beiträge an anerkannte Religionsgemeinschaften und private Zuwendun- gen an begünstigte Spendenempfänger   (z. B.   gemäss   Ausführungsbeispiel1,   Fi- gur X8-X9) Daten über Werbungskosten (derzeit gemäss µ 16 i. V. m. µ 20 EStG 1988   i. d. g.

   F.)   insbesondere über Büromaterial, Fachliteratur,   Fortbildungskosten,     Familienheimfahrten   und Kosten für den Berufswohnsitz auswärtig Beschäftig- ter, Telefonkosten, EDV-Kosten, Werkzeug, Arbeitskleidung, Gewerkschafts- beiträge und ähnliche Beiträge, Pflichtbeiträge aufgrund einer geringfügigen
Beschäftigung, Daten zur Ermittlung einer allfälligen Pendlerpauschale   (z. B.   gemäss Ausführungsbeispiel 1, Figur X10-X11), besonders über in-und/oder ausländische Fahrt- und Reisekosten   (z. B.   gemäss   Ausführungsbeispiel1,   Figur
X12-X15) Daten über aussergewöhnliche Belastungen (derzeit gemäss µ 34 EStG 1988   i. d. g. F),   insbesondere über Katastrophenschäden und die auswärtige Ausbil- dung von Kindern   (z.

   B.   gemäss Ausführungsbeispiel 1, Figur X16), besonders über eigene Behinderungen, Behinderungen des Partners und/oder von Kin- dern (derzeit i. S. d. µ 35 EStG   i. d. g. F ; z. B.   gemäss Ausführungsbeispiel 1, Figur
X17-X18) 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Bei allen Eingaben erfolgt eine automatisierte Plausibilitätsprüfung, wobei nicht überzeugende Eingaben zurückgewiesen und noch einmal hinterfragt werden. 



  Ebenso werden die Anwender durch ein komplexes Hilfesystem unterstützt. Dieses enthält ausführliche Erläuterungen zur Steuerrelevanz der jeweiligen Eingaben, den gesetzlichen Vorschriften und der Verwaltungspraxis, jeweils mit Beispielen. ad 2 : Die Speicherung der Daten erfolgt in einer verteilten Computerarchitektur an einer realen oder virtuellen, zentralen Speicherinstanz. Diese kann singuläre oder repliziert sein. Ein Beispiel für die Datenspeicherung ist die Verwendung der Datenbank ORACLE. Der Zugriff auf die gespeicherten Daten erfolgt mit Hilfe der Mechanismen TCP/IP basierender Systeme unter Verwendung entsprechender Identifikations- und   Authentifikations- sowie Verschlüsselungsmechanismen.   Ein Beispiel dafür ist die Verwendung von SSL und https zur Übertragung.

   Die Sichten des Benutzers auf die Datenbank werden beispielsweise durch HTML Clients mit JAVA Scripts gebildet. Sie werden so ausgeführt, dass sie durch Standard Browser dargestellt werden können. ad 3 : Der Algorithmus, mit dem die Daten ausgewertet werden, ist durch die folgenden Funktionen gekennzeichnet. 



   Steuerdifferenz = L-E wobei L die vom Arbeitgeber abgeführte Lohnsteuer ist und für L gilt für den Fall der Eingabe der Daten eines (amtlichen) Lohnzettels 
L = Kennziffer 260 des Lohnzettels bzw. für den Fall der Eingabe von monatlichen oder jährlichen Bruttolöhnen und/oder Bruttogehältern samt Nebendaten 
L = f (Lohn- und/oder Gehaltsausgangsdaten samt den daraus abgeleite- ten Daten) wobei diese Funktion im wesentlichen auf den Bestimmungen des   5. Teils   des Einkommensteuergesetzes 1998 insbesondere auf µ 66 EStG 1988 in der für die einzelnen Jahre jeweils geltenden Fassung beruht ; und E die veranlagte Einkommensteuer ist und für E gilt 
E = f (EK-WK-SA-AGB) wobei diese Funktion im wesentlichen auf den Bestimmungen des µ 33 ff   i.

   V. m   3   Abs. 2 EStG   1998 in der für die einzelnen Jahre jeweils geltenden Fassung beruht. 



  Unterschiedliche Verhältnisse in bezug auf Familienstand bzw. den damit in Zusammenhang stehenden steuerrelevanten Angaben werden berücksichtigt. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



  EK ist dabei die Summe der steuerpflichtigen Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit ; dafür gilt für den Fall der Eingabe der Daten eines (amtlichen) Lohnzettels 
EK = Kennziffer 245 des Lohnzettels bzw. für den Fall der Eingabe von monatlichen oder jährlichen Bruttolöhnen und/oder Bruttogehältern samt Nebendaten 
EK = f (Lohn- und/oder Gehaltsausgangsdaten samt den daraus abgeleite- ten Daten) wobei diese Funktion im wesentlichen auf den Bestimmungen des   5. Teils   des Einkommensteuergesetzes 1998 insbesondere auf µ 66 EStG 1988 in der für die einzelnen Jahre jeweils geltenden Fassung beruht. 



  Weiters gilt 
WK =   steuerrelevante   Summe der Werbungskosten gemäss   µ   16 i. V. m µ 20
EStG 1988   i. d. j. g. F   
SA =   steuerrelevante   Summe der Sonderausgaben gemäss   µ   18 EStG
1988   i. d. j. g. F   
AGB = steuerrelevante Summe der aussergewöhnlichen Belastungen ge- mäss   µ   34 i. V. m. µ 35 EStG 1988   i. g. j. g. F.   ad 4 : Die Differenz zwischen der vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abgeführten Lohnsteuer und der   (Einkommen-) Steuer   (hier als Steuerdifferenz bezeichnet) als Ergebnis des in Punkt 3 dargestellten Algorithmus ist eine ganze Zahl, die positiv, null oder negativ sein kann. 



  A) Das Resultat ist positiv : Dies bedeutet, dass für den Anwender eine Steuernach- zahlung bei Abgabe der   Arbeitnehmerveranlagung   die Folge wäre. Das System empfiehlt die Abgabe Erklärung zur   Arbeitnehmerveranlagung   nicht durchzuführen, wobei diese   Möglichkeit - insbesondere   durch Schritt   5 - aber prinzipiell möglich   ist   (z. B.   gemäss   Ausführungsbeispiel1,   Figur X22). 



  B) Das Resultat ist   null : In   diesem Fall entspricht der Betrag der von der (den) jeweili-   ge (n) bezugs- (pensions-) auszahlenden Stelle (n)   für den Anwender abgeführten
Lohnsteuer dem Ergebnis einer Arbeitnehmerveranlagung. Das System empfiehlt die Abgabe einer Erklärung zur Arbeitnehmerveranlagung nicht durchzuführen, wo- bei diese   Möglichkeit - insbesondere   durch Schritt   5 - aber prinzipiell möglich   ist. 



  C) Das Resultat ist negativ : Dies bedeutet, das der Anwender ein Steuerguthaben hat, das bei einer Arbeitnehmerveranlagung zu einer Steuerrückzahlung führen würde. 



   Überschreitet dieses Steuerguthaben eine bestimmte aber variable Höhe, empfiehlt das System diese-insbesondere durch Schritt   5 - durchzuführen. (z. B.   gemäss   Ausführungsbeispiel1, Figur X21)    

 <Desc/Clms Page number 5> 

 ad 5 : Über getrennte Anforderung des Arbeitnehmers generiert das System in einer auto- matisierten Weise eine Erklärung zur Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung gemäss den   jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften ;   dabei werden die Schritte 1-3 noch einmal durchlaufen, um den Anwender die Möglichkeit zu geben, seine Daten zu überprüfen, zu korrigieren und/oder zu ergänzen (wobei aufgrund von gesetzlichen
Vorschriften bzw. aufgrund der Praktikabilität bestimmte Eingaben eventuell zusätzlich als unbedingt erforderlich qualifiziert werden können). 



   Auch hier erfolgt bei allen Eingaben eine automatisierte Plausibilitätsprüfung, wobei undenkbare Eingaben zurückgewiesen und nicht-eindeutige, unklare oder nur schwer denkmöglichen Eingaben noch einmal hinterfragt werden. 



  Das gegenständliche, vorstehend beschriebene, Programmsystem ist zum Betrieb in ver-   teilten   Systemen - im besonderen im weltweiten Internet - konzipiert und erlaubt die Durchführung der Eingaben und die Ausgabe der Ergebnisse in interaktiver Art und Weise auch lediglich unter Verwendung sogenannter Internet-Browser auf Seiten der Clients. Der Serverteil kann dabei plattformunabhängig oder plattformspezifisch implementiert sein, er stellt ein Bindeglied zwischen der Präsentationsschicht und der Speicherung der Daten in geeigneten Speichertechniken dar. 



  Ein wesentliches Anwendungsbeispiel für das gegenständliche System besteht in der internet- oder intranetbasierten interaktiven Berechnung der Auswirkungen der Arbeitnehmerveranlagung. Dabei wird beispielsweise von den der laufenden Lohnverrechnung in dem zu betrachtenden Berechnungsjahr zugrunde liegenden Daten ausgegangen, die nicht nur als exakte Daten in Form eines aus der abgeschlossenen Lohnverrechnung abgeleiteten Lohnzettel sondern von Schätzwerten in Form der monatlichen oder jährlichen Bruttolöhnen und/oder Bruttogehältern samt Nebendaten erfasst werden können.

   Unabhängig von der   gewählten   Eingabevariante werden durch das Programmsystem und dem eingeschlossenen Expertensystemteil - insbesondere auch bei der Verwendung von   Schätzwerten - die   einer allenfalls bereits durchgeführten originären Lohnsteuerberechnung nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften zuzuordnenden Ergebnisse, die dem Benutzer nicht bekannt sein müssen, ermittelt. In weiterer Folge können zusätzliche, bei der ursprünglichen Steuerberechnung nicht berücksichtigte Informationen erfasst und die Auswirkungen auf das Rechenergebnis   evaluiert   werden.

   Abhängig von den Ergebnissen des Berechnungsvorganges wird ein Entscheidungskriterium durch das Expertensystems gebildet, das In einem Fall die Empfehlung zur Beantragung der Durchführung einer Neuberechnung (also einer Arbeitnehmerveranlagung) gibt und diese   Erklärung - nach   getrennter Aufforderung durch den Benutzer-automatisch generiert. 



  Eine weitere Ausprägung des Systems besteht in einer innerhalb kurzer Zykluszeiten synchron mit der   feld- oder blockweisen   Eingabe mehrerer Felder laufend vorgenommenen Berechnung durch das Expertensystem. Dabei werden sowohl Schätzwerte als auch sukzessive nur partiell eingegebene ergänzende Werte, die der Steuerberechnung zugrunde liegen, durch das Expertensystem dazu herangezogen, die sich aus den bereits durchgeführten Eingaben ergebenden Berechnungen durchzuführen sowie durch Abschätzungen zu ergänzen und innerhalb einer sich ergebenden Ergebnisunschärfe anzuzeigen. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 



  Bestehende Systeme zur Berechnung der Steuern für Lohnsteuerpflichtige erlauben die Erfassung vorliegender Daten, um auf Basis der Rechenvorschriften die aus den Eingaben resultierenden Steuern zu ermitteln. Diese Systeme weisen den Nachteil auf, dass sie nicht unmittelbar dazu herangezogen werden können die Veränderung allenfalls hinsichtlich der Detaildaten auch nicht exakt bekannter, bereits durchgeführten Steuerberechnungen durch zusätzliche Parameter wie Einnahmen und Ausgaben ermitteln zu können.

   Dieser Nachteil wird durch das gegenständliche System vermieden, das es erlaubt eine bereits durchgeführte im Detail allerdings unbekannte Steuerberechnung durch geschätzte Daten durch das vorliegende Expertensystem nachzubilden und die unbekannten Daten innerhalb eines Unschärfebereiches zu ermitteln, um diese Daten einer veränderten Berechnung zugrunde legen zu können. 



  Bestehende Programme zur Berechnung der Steuern für Lohnsteuerpflichtige erlauben es darüber hinaus nicht sukzessive, einzelnen Eingaben zugeordnet unmittelbar zyklisch laufend eine Berechnung der Auswirkungen dieser Eingaben, auf Basis der bereits eingegebenen sowie von Berechnungsergebnissen des Expertensystems vornehmen zu können und auf diese Art und Weise laufende Zwischenergebnisse darstellen zu können. 



   Die Figuren 1-3 zeigen schematisch den Ablauf des Verfahrens. 



   Die Figuren   Xl - X22   zeigen diverse Bildschirmmasken (Screenshots) einer
Ausführungsform des Systems.

Claims (1)

1. Automatisiertes System zur Berechnung der Steuerdifferenz zwischen der vom Arbeitgeber oder den Arbeitgebern in einem bestimmten Kalenderjahr für einen bestimmten Arbeitnehmer abgeführten Lohnsteuerbeträgen und dem Ergebnis einer Arbeitnehmerveranlagung für diesen Arbeitnehmer für Varianten von Einkommensdaten und/oder Varianten von steuermindernden Daten, die hinsichtlich ihres Vollständigkeitsgrades unterschiedlich sein können, dadurch gekennzeichnet, dass es aus a) Eingabemasken für Lohn- und/oder Gehaltsdaten, Daten über weitere Bezüge, Daten über den Familienstand und den sonstigen steuerrelevanten persönlichen Lebensumständen, Daten über Sonderausgaben, Daten über Werbungskosten, Daten über aussergewöhnliche Belastungen, insbesondere auch über eigene Behinderungen,
Behinderung des Partners und/oder Behinderungen von Kindern für ein bestimmtes Kalenderjahr in Form einer strukturierten Erfassung hinsichtlich ihrer steuerlichen Behandlung samt ausführlichen Erläuterungen zur Steuerrelevanz, den gesetzlichen Vorschriften und der Verwaltungspraxis, jeweils mit zahlreichen Beispielen, b) einem Algorithmus und seiner Implementierung, welcher die Daten, die in die Eingabemasken eingegeben werden, verarbeitet und diese Daten laufend auswertet, c) der Darstellung von laufenden Zwischenergebnissen während der Eingabe, und d) der Darstellung eines Endergebnisses samt einer Verhaltensempfehlung besteht.
2. Automatisiertes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der Lohn- und/oder Gehaltsausgangsdaten samt den daraus abgeleiteten Daten - insbesondere der durch den Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abgeführten Lohnsteuer-durch Eingabe von Grunddaten in Form von Schätz- und Näherungswerten erfolgt, wobei die daraus resultierenden Ergebnisdaten im Rahmen eines Unsicherheitsbereiches von 0, 01% bis 30%, vorzugsweise von 0, 1% bis 10%, besonders vorzugsweise von 0, 1% bis 1% ermittelt werden.
3. Automatisiertes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der Lohn- und/oder Gehaltsausgangsdaten samt den daraus abgeleiteten Daten auf Basis des aus einer abgeschlossenen Lohnverrechnung eines bestimmten Kalenderjahres abgeleiteten Lohnzettels erfolgt.
4. Automatisiertes System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehr als einem Arbeitgeber die Lohn- und/oder Gehaltsausgangsdaten bei einem oder mehreren Arbeitgebern durch die Eingabe von Grunddaten in Form von Schätz- und Näherungswerten erfolgt, wobei die daraus resultierenden Ergebnisdaten im Rahmen eines Unsicherheitsbereiches von 0, 01% bis 30%, vorzugsweise von 0, 1% bis 10%, besonders vorzugsweise von 0, 1% bis 1'X ermittelt werden und bei einem oder mehreren (anderen) Arbeitgebern auf Basis des aus einer abgeschlossenen Lohnverrechnung eines bestimmten Kalenderjahres abgeleiteten Lohnzettels erfasst werden können. <Desc/Clms Page number 8>
5. Automatisiertes System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung der Daten für die Steuerermittlung in den Eingabemasken durch deren strukturierten Erfassung entsprechend ihrer steuerlichen Behandlung erfolgt.
6. Automatisiertes System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge der strukturierten Eingabe eine laufende Ergebnisermittlung auf Basis bereits erfasster sowie weiters mit und ohne Berücksichtigung von automatisiert ermittelten Schätzwerten dazu herangezogen wird, um die Auswirkung der aktuellen Eingabe auf die Ergebnisbildung mit einem Unsicherheitsbereiches von 0, 01% bis 30%, vorzugsweise von 0, 1% bis 10%, besonders vorzugsweise von 0, 1% bis 1% unmittelbar nach Abschluss der Eingabe darzustellen.
7. Automatisiertes System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu dem Ergebnis der Berechnungen in einer automatisierten Weise eine Erklärung zur Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung gemäss den jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften erstellt wird.
8. Verfahren zur automatisierten Berechnung der Steuerdifferenz zwischen der vom Arbeitgeber oder den Arbeitgebern in einem bestimmten Kalenderjahr für einen bestimmten Arbeitnehmer abgeführten Lohnsteuerbeträgen und dem Ergebnis einer Arbeitnehmerveranlagung für diesen Arbeitnehmer für Varianten von Einkommensdaten und/oder Varianten von steuermindernden Daten, die hinsichtlich ihres Vollständigkeitsgrades unterschiedlich sein können, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der Differenz zwischen der vom Arbeitgeber in einem bestimmten Kalenderjahr für einen bestimmten Arbeitnehmer abgeführten Lohnsteuerbeträgen und dem Ergebnis einer Arbeitnehmerveranlagung für diesen Arbeitnehmer für Varianten von Einkommensdaten und/oder Varianten von steuermindernden Daten mittels eines automatisierten Systems gemäss einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6 erfolgt.
9. Verfahren zur automatisierten Erstellung einer Erklärung zur Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung gemäss den jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung der dazu notwendigen Daten und deren automatisierten Verarbeitung mittels eines automatisierten Systems gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6 erfolgt und zusätzlich zu dem Ergebnis der Berechnungen in einer automatisierten Weise eine Erklärung zur Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung gemäss den jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften erstellt wird 10.
Verwendung eines automatisierten Systems nach einem der Ansprüche 1-7 zur Berechnung der Differenz zwischen der vom Arbeitgeber in einem bestimmten Kalenderjahr für einen bestimmten Arbeitnehmer abgeführten Lohnsteuerbeträgen und dem Ergebnis einer Arbeitnehmerveranlagung für diesen Arbeitnehmer für Varianten von Einkommensdaten und/oder Varianten von steuermindernden Daten.
11. Verwendung eines automatisierten Systems nach einem der Ansprüche 1-7 zur Erstellung einer Erklärung zur Durchführung der Arbeitnehmerveranlagung gemäss den jeweils gültigen gesetzlichen Vorschriften.
AT0045201U 2001-06-05 2001-06-05 Automatisiertes system zur berechnung der differenz zwischen der lohnsteuer und dem ergebnis einer arbeitnehmerveranlagung samt automatisierter erstellung der erklärung zu deren durchführung AT5797U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0045201U AT5797U1 (de) 2001-06-05 2001-06-05 Automatisiertes system zur berechnung der differenz zwischen der lohnsteuer und dem ergebnis einer arbeitnehmerveranlagung samt automatisierter erstellung der erklärung zu deren durchführung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0045201U AT5797U1 (de) 2001-06-05 2001-06-05 Automatisiertes system zur berechnung der differenz zwischen der lohnsteuer und dem ergebnis einer arbeitnehmerveranlagung samt automatisierter erstellung der erklärung zu deren durchführung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT5797U1 true AT5797U1 (de) 2002-11-25

Family

ID=3490978

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0045201U AT5797U1 (de) 2001-06-05 2001-06-05 Automatisiertes system zur berechnung der differenz zwischen der lohnsteuer und dem ergebnis einer arbeitnehmerveranlagung samt automatisierter erstellung der erklärung zu deren durchführung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT5797U1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Heck et al. Vermögenskonzentration in Österreich: Ein Update auf Basis des HFCS 2017
Bartolj et al. An empirical analysis of the effects of student work and academic performance on the probability of employment
Stephan Employer wage subsidies and wages in Germany: empirical evidence from individual data
van den Berg et al. Under heavy pressure: intense monitoring and accumulation of sanctions for young welfare recipients in Germany
Erbenova et al. Work incentive and other effects of social assistance and unemployment benefit policy in the Czech Republic
Zweck et al. SOEP-IS 2017: Survey report on the 2017 SOEP Innovation Sample
Bhattarai et al. Unveiling the role of director-specific quality in creating firm value
Grogan et al. The duration of unemployment in Russia
AT5797U1 (de) Automatisiertes system zur berechnung der differenz zwischen der lohnsteuer und dem ergebnis einer arbeitnehmerveranlagung samt automatisierter erstellung der erklärung zu deren durchführung
Elliehausen et al. The impact of credit counseling on subsequent borrower credit usage and payment behavior
DE4136320A1 (de) Finanzinstrument
Bockman Interest, Ideology, and Claims‐Making Activity
DE112020006013T5 (de) Ein system zur investitionsförderung und verfahren dafür
Hart UNEMPLOYMENT INSURANCE AND THE FIRM'S EMPLOYMENT STRATEGY: A EUROPEAN AND UNITED STATES COMPARISON.
Schnabel et al. Employment stability of entrants in newly founded firms: a matching approach using linked employer-employee data from Germany
Frintrup Essays on the implementation of sustainable public sector accounting/Eingereicht von Markus Frintrup
Cristea et al. Study on the Incidence of Social Security Contributions on Employment and Unemployment, in the European Context
DE102016117236A1 (de) Verfahren zur Beantragung und Erteilung eines Bankkredites
Weche Ownership Patterns and Enterprise Groups in German Structural Business Statistics
DE102004007063A1 (de) Methode und System für die Bewertung komplexer Systeme, insbesondere für Unternehmensrating und -bewertung
Haug Grant dependence, regulation and the effects of formula-based grant systems on German local governments: A data report for Saxony-Anhalt
Gohl Participatory Impact Monitoring
Schroeder Essays in Crime, Labour, and Credit Markets
Abdulahad A proposed Model for taxation for corporate profits in the General Tax Authority: a Practical Study
Storkamp Analysis of automated monitoring for results-based agri-environmental schemes

Legal Events

Date Code Title Description
MM9K Lapse due to non-payment of renewal fee