AT5344U2 - Programmlogik zur erstellung von medizinischen untersuchungszuweisungen - Google Patents
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Abstract
Der Erfindungsgegenstand ist eine Programmlogik zur Erstellung von medizinischen Untersuchungszuweisungen. Zur Definition wird ein Code aus Untersuchungsmethode, zu untersuchendem Organ und Untersuchungseigenschaften (Attributen) hierarchisch aufgebaut. Dabei wird ein Zahlencode, eine Abkürzung in Buchstaben und einen Langtext verwendet. Die Erzeugung erfolgt durch Selektion und Prüfung einer Untersuchungsmethode, eines Organs, und ein oder mehrerer Untersuchungsattribute. Die für die Selektion gültigen Kombinationen werden gespeichert. Um den Code abzukürzen kann für Methode, Organ und Attribute jeweils ein Standard definiert werden, der dann bei Definition und Beschreibung optional ist. Um die Auswahl von Attributen zu erleichtern, werden Gruppen definiert, die die Reihenfolge der Attribute vorgeben. Für die Speicherung wird ein Datenmodell eingesetzt, das zusätzlich Indikationen, Organsysteme und Körperbereiche umfasst.
Description
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1 Beschreibung 1. 1 technisches Gebiet Der Gegenstand des Gebrauchsmusters bezieht sich auf die medizinische Datenverarbeitung.
1. 2 Stand der Technik Derzeitiger Stand der Technik sind Listen mit Untersuchungsbezeichnungen (Kataloge) die von verschiedenen Institutionen (Sozialversicherungsanstalten/Krankenkassen) und/oder engagierten Ärzten erstellt und gewartet werden.
1. 3 technische Aufgabe die gelöst werden soll Durch eine eigene Methode zur Definition und Beschreibung von medizinischen Untersuchungen werden die Erstellung, Wartung und Erweiterung von Daten in einzelnen und vernetzten EDV Systemen vereinfacht. Die Erstellung, Wartung und Erweiterung werden damit auf die wesentlichen Bestandteile einer Untersuchung beschränkt. Diese sind Untersuchungsmethode (Röntgen, Computertomographie, etc. ), untersuchtes Organ (Schädel, Hand, etc. ) und Attribute, die technische Details zur Durchführung der Untersuchung definieren (links oder rechts, Schrägaufnahme, etc. ). Erstellung, Wartung und Erweiterung umfassen dann nicht mehr die Pflege von kompletten Untersuchungslisten. Zusätzlich werden Inkonsistenzen bei verwandten Begriffen vermieden.
1. 4 Erfindungsgegenstand Der Erfindungsgegenstand ist eine Programmlogik zur Erstellung von medizinischen Untersuchungszuweisungen. Zur Definition wird ein Code aus Untersuchungsmethoden, zu untersuchenden Organen und Untersuchungseigenschaften (Attributen) hierarchisch aufgebaut.
Weiters ist das für die Generierung verwendete Datenmodell Teil des Erfindungsgegenstand.
Insbesondere ist die Anwendung einer Attributierung und die Verwendung von Methode, Organ und Attributen zur Erzeugung einer Untersuchungsbeschreibung Teil des Erfindungsgegenstand. Für jede Methode und jedes Organ werden die zulässigen Attribute einer Untersuchung definiert.
Dieser Definition ist Teil des Erfindungsgegenstand. Die Speicherung allfälliger weiterer Daten
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die auf Basis dieser Gültigkeitsdefinition erfolgt ist Teil des Erfindungsgegenstands. Die Datenbestände selbst, insbesondere die Speicherung von Indikationen, sind nicht Teil des Erfindungsgegenstands.
1. 5 Aufzählung und Benennung der Zeichnungen 1. 5. 1 Datenmodell Im weiteren werden Zeichnungen verwendet, um den Erfindungsgegenstand zu beschreiben.
Hierbei wird ein Datenmodell (Fig. 1) verwendet. Dieses zeigt ein Datenbankschema wie es auf jeder gebräuchlichen Datenbank implementiert werden kann. Der Grundaufbau der durch dieses Modell vorgegeben wird ist signifikant für die beschriebene Methode.
1. 5. 2 Datenbestände In den weiteren Zeichnungen (Fig. 2 bis Fig. 12) werden Dateninhalte gezeigt. Die Figuren entsprechen dabei jeweils einer Tabelle des Datenbankschemas. Vereinzelt können sich Spalten auch von der Implementierung der Methode unterscheiden.
1. 5. 3 Codezusammensetzung Fig. 13 fasst die Tabellen für die Codezusammensetzung und die dabei notwendigen Spalteninhalte nochmals zusammen und zeigt den Zusammenhang der Daten auf.
1. 6 Beschreibung der Programmlogik 1. 6. 1 Erstellung der Basisinformation für Untersuchungszuweisungen Um die Basisinformationen für Untersuchungszuweisungen zu erfassen wird wie folgt vorgegangen : a) Es werden Untersuchungsmethoden definiert und aufgelistet (Fig. 6). b) Jeder Methode wird eine numerische und alphanumerische Zeichenfolge zugeordnet. c) Es werden alle zu untersuchenden Organe definiert und aufgelistet (Fig. 5). d) Jedem Organ wird eine numerische und alphanumerische Zeichenfolge zugeordnet. e) Es werden Zusatzattribute für Untersuchungen definiert und aufgelistet (Fig. 7). f) Jedem dieser Attribute wird eine numerische und alphanumerische Zeichenfolge zugeordnet.
<Desc/Clms Page number 3>
g) Es werden Körperteile (Fig. 3), Indikationen (Fig. 2), Attributgruppen (Fig. 8) und
Organsysteme (Fig. 4) definiert und aufgelistet.
Die Basisinformationen werden in einer Datenbank folgend dem Datenmodell (Fig. 1) gespeichert.
1. 6. 2 Erstellung von medizinischen Untersuchungszuweisungen Um medizinische Untersuchungszuweisungen zu erstellen wird nun wie folgt vorgegangen. a) Es wird eine Cross-Reference Liste zwischen Organ/technischer Untersuchungsmethode erstellt. Damit werden die medizinisch möglichen und sinnvollen Kombinationen aus den
Basisinformationen verknüpft. b) Es wird eine Cross-Reference Liste zwischen Organ/technischer Untersuchungsmethode /Zusatzattribut erstellt. Damit werden die medizinisch möglichen und sinnvollen
Kombinationen aus den Basisinformationen verknüpft. c) Es wird eine Cross-Reference Liste zwischen Organ/technischer Untersuchungsmethode / Indikation erstellt. Damit werden die medizinisch möglichen und sinnvollen
Kombinationen aus den Basisinformationen verknüpft.
Die Cross-Reference Listen werden in einer Datenbank folgend dem Datenmodell (Fig. 1) gespeichert.
1. 6. 3 Erstellung eines Codes für eine medizinische Untersuchungszuweisung Für die im erstellten Untersuchungszuweisungen können nun wie folgt Codes für eine bestimmte Person erzeugt werden : a) Auswählen der Zeichenfolge für die gewünschte Untersuchungsmethode. b) Anfügen eines Trennzeichens, beispielsweise eines Punkts. c) Auswählen der Zeichenfolge für das gewünschte Organ. d) Anfügen der Zeichenfolge an das zuletzt erwähnte Trennzeichen. e) Anfügen eines Trennzeichens, beispielsweise eines Punkts. f) Überprüfen der Gültigkeit der Kombination aus ausgewählter Methode und Organ. g) Anfügen eines Trennzeichens, beispielsweise eines Punkts. h) Auswählen der Zeichenfolge des ersten Zusatzattributs. i) Anfügen der Zeichenfolge an das zuletzt erwähnte Trennzeichen. j) Anfügen eines Trennzeichens, beispielsweise eines Punkts.
<Desc/Clms Page number 4>
k) Überprüfen der Gültigkeit der Kombination von gewähltem Zusatzattribut mit dem gewählten Organ und der gewählten Untersuchungsmethode. l) Wiederholen der Schritte h bis k für alle weiteren Zusatzattribute.
Bei der Auswahl der Zeichenkette kann sowohl ein Langtext, ein alphanumerisches oder ein numerisches Kürzel verwendet werden. Beispiele dieser Codes sind in 1. 7 angegeben. Die Zusammensetzung des Codes wird auch in Fig. 13 gezeigt.
1. 6. 4 Gültigkeitsprüfung Um nicht beliebig Untersuchungsmethode, Organ und Attribute zu kombinieren, werden im Datenmodell die gültigen Kombinationen für Methode und Organ, sowie für Methode, Organ und Attribute gespeichert. Es kann daher nur zu gültigen Untersuchungsdefinitionen kommen.
Diese Definitionen (Fig. 9 und Fig. 10) sind grundlegend für die beschriebene Methode. Auf Basis dieser Gültigkeitsdefinition werden im Datenmodell weitere Daten für die Speicherung allfälliger weiterer Daten die auf Basis dieser Gültigkeitsdefinition erfolgt 1. 6. 5 Attributselektion Für jede Untersuchung ist nur eine bestimmte Zusammensetzung an Attributen gültig. Um die Erzeugung durch Wahl von Attributen zu erleichtern, werden Attributsgruppen definiert. Die Reihenfolge der Attribute bei der Definition einer Untersuchung folgt dem Code der Attributsgruppe. Für jede Gruppe kann maximal ein Attribut gewählt werden, dies ist jedoch nicht bezeichnend für die Methode.
1. 6. 6 Abkürzungsmöglichkeiten Um den Code abzukürzen kann für die Angabe von Methode, Organ und Attribute jeweils ein Standard definiert werden (für Attribute siehe Fig. 10), der bei Definition und Beschreibung einer Untersuchung dann optional ist. Damit aus der Abkürzung keine Mehrdeutigkeit entsteht sind die Codes und Kürzel für Methode und Organe disjunkt. In 1. 6. 6 werden bei den Beispielen auch die Abkürzungsmöglichkeiten gezeigt.
1. 7 Beispiele Die folgenden Beispiele zeigen nochmals die Verwendung der Methode.
Röntgen Schläfenbein bds. nach Stenvers
<Desc/Clms Page number 5>
Untersuchungsmethode : Röntgen (rö) Organ : Schläfenbein (schl)
EMI5.1
:Code : rö. schl. bds. sten Zahlencodierung : 1. 7 6. 3. 12 Eingabekürzel : schl oder 76 Röntgen ist die Standarduntersuchungsmethode, daher kann die Bezeichnung bei der Eingabe entfallen. bds. ist die Standardkörperseite, daher kann die Bezeichnung bei der Eingabe entfallen. sten. ist die Standard (spezial) aufnahme, daher kann die Bezeichnung bei der Eingabe entfallen.
Röntgen 1. Finger der rechten Hand Untersuchungsmethode : Röntgen (rö) Organ : Finger (fing)
EMI5.2
: l,Code : rö. fing. 1. re Zahlencodierung : 1. 86. 19. 2 Eingabekürzel : fing. l. re oder 86. 19. 2 Röntgen ist die Standarduntersuchungsmethode, daher kann die Bezeichnung bei der Eingabe entfallen.
Sonographie der Nieren Untersuchungsmethode : Sonographie (us) Organ : Niere (nie) Zusatzattribute : langer Code : Sonographie. Niere
EMI5.3
: us.Cranial CT nativ und mit Kontrastmittel Untersuchungsmethode : Computertomographie (ct)
<Desc/Clms Page number 6>
Organ : Schädel (sch) Zusatzattribute : nativ und mit KM (nkm) langercode : Computertomographie. Schädel. nativ und mit KM
EMI6.1
Spinale CT L4 bis S l Untersuchungsmethode : Computertomographie (ct) Organ : Lendenwirbelsäule (lws) Zusatzattribute : L4/L5/S1 (14sl) langer Code :
EMI6.2
Lendenwirbelsäule.
L4/L5/s1Eingabekürzel : ct. lws. 14s1 oder 5. 81. 64 MR-Angiographie der Aorta abdominalis Untersuchungsmethode : Magnetresonanztomographie (mr) Organ : Aorta abdominalis (bao) Zusatzattribute : Angiographie (ang) langercode : Magnetresonanztomographie. Aorta abdominalis. Angiographie Code : mr. bao. ang Zahlencodierung : 6. 97. 21 Eingabekürzel : mr. bao. ang oder 6. 97. 21
<Desc/Clms Page number 7>
EMI7.1
Claims (1)
- 2 Ansprüche Es wird Schutz begehrt für eine Programmlogik zur Erstellung von medizinischen Untersuchungszuweisungen gekennzeichnet durch folgende Schritte : A I Erstellung einer Datenbank mit folgenden Schritten A II Erstellung einer Aufstellung von technischen Untersuchungsmethoden wie beispielsweise Röntgen, Magnetresonanztomographie, etc.A III Zuweisung einer numerischen oder alphanumerischen Zeichenfolge zu jeder technischen Untersuchungsmethode A IV Erstellung einer Aufstellung von Organen A V Zuweisung einer numerischen oder alphanumerischen Zeichenfolge zu jedem Organ A VI Erstellung einer Aufstellung von Zusatzattributen wie beispielsweise nativ, mit Kontrastmittel, etc.A VII Zuweisung einer numerischen oder alphanumerischen Zeichenfolge zu jedem Zusatzattribut A VIII Erstellung einer Aufstellung von Körperteilen A IX Erstellung einer Aufstellung von Indikationen A X Erstellung einer Aufstellung von Gruppen von Zusatzattributen A XI Erstellung einer Aufstellung von Organsystemen A XII Erstellung einer Cross-Reference Liste zwischen Organ/technischer Untersuchungsmethode, um sicherzustellen, dass die ausgewählte Kombination medizinisch möglich und sinnvoll ist A XIII Erstellung einer Cross-Reference Liste zwischen Organ/technischer Untersuchungsmethode/Zusatzattribute um sicherzustellen, um sicherzustellen,dass die ausgewählte Kombination medizinisch möglich und sinnvoll ist A XIV Erstellung einer Cross-Reference Liste zwischen Organ/technischer Untersuchungsmethode/Indikationen die für eine Untersuchung eine Aufstellung medizinisch möglicher und sinnvoller Indikationen angibt <Desc/Clms Page number 9> B I Erstellung eines Codes für eine Untersuchungszuweisung unter Verwendung der unter Punkt A erstellten Dantebank mit folgenden Schritten B II Erstellung eines Untersuchungscodes für eine bestimmte Person B III Auswählen einer Zeichenfolge für die bestimmte Untersuchungsmethode B IV Anfügen eines Trennzeichens, beispielsweise eines Punktes.B V Auswählen der Zeichenfolge für das bestimmte Organ.B VI Anfügen dieser Zeichenfolge nach dem Trennzeichen B VII Überprüfen der Gültigkeit der Kombination von gewählter Untersuchungsmethode und Organ B VIII Anfügen eines weiteren Trennzeichens B IX Auswählen der Zeichenfolge des ersten Zusatzattributs B X Anfügen der Zeichenfolge nach dem Trennzeichen B XI Überprüfen der Gültigkeit der Kombination von gewähltem Zusatzattribut mit dem gewählten Organ und der gewählten Untersuchungsmethode B XII wiederholen der Schritte B IX bis B XI für alle weiteren Zusatzattribute
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