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Krlegeeohiff.
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typen gewährleistet.
Der Hauptzweck der Erfindung ist die Schaffung einer relativ billigen Kriegsschifftype mit hoher Fahrgeschwindigkeit und schwerer Panzerung und Schiffsartillerie.
Der neue Kriegsschintyp soll einerseits die Funktion eines Schlachtschiffes, das hinsichtlich Panzerung, Geschützarmatur, Geschwindigkeit usw. allen Erfordernissen einer modernen Gefechtsmaschine entspricht ; andererseits die Funktion eines Torpedobootes erfüllen, das selbst das konzentrierteste Geschützfeuer feindlicher Schiffe praktisch unbeschädigt passieren kann, daher die Fähigkeit besitzt, zwecks sicherer Lancierung von Torpedos äusserst nahe an das feindliche Schiff heranzukommen.
Fig. 1 zeigt ein eintürmiges Kriegsschiff der neuen Bauart in Ansicht ; Fig. 2 ist eine Draufsicht auf das Oberdeck, Fig. 3 eine Draufsicht auf das Hauptdeck. Die Fig. 4 bis 8 zeigen Schnitte nach den Trassen A-A, B-B, C-C, D-D, E-E in Fig. 3.
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Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, besteht das neue Kriegsschiff aus einem sehr gedrungen gebauten, ungewöhnlich schwer bepanzerten Oberschiff K und einem relativ längeren, leicht gehauten l'nterschiff L, das in eigenartiger Weise mit dem Oberschiff zu einem einheitlichen Aggregat vereinigt ist. Das Oberschin ist auf dem Unterschiff L symmetrisch zu dessen Mittelebene angeordnet, d. h. Ober- und Unterschiff sind derart übereinander gelagert, dass die Längs- achsen ihrer Hüllen in die durch den Kiel gelegte Vertikalebene fallen.
Die Spantlinien des Schinsaggregates gehen mittschiffs ohne irgend welche Einbuchtungen allmählich ineinander über, wie es dem Spant einer normalen Hülle entspricht. Im vorderen Teile des rnterschiffes verlaufen die Spantlinien konvex (Fig. 6) im Achterteile des Unterschiffes konkav (Fig. 7). Die vorstehend gezeichnete Form des Schinsaggregates gewährleistet grosse Stabilität. und ausserdem einen sehr günstigen Verlauf der Bug-und Heckwellen.
Auf dem schwer beplatteten Oberschiff sind die Geschützbatterien und die Quartiere für die Mannschaft vorgesehen, während in dem leicht gebauten Unterschiff die Kessel, Maschinen, Magazine und die Schiffsantriebs- und Steuermechanismen angeordnet sind. Das Unterschiff
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unabhängig von dem Vorder- und Achterteile des Oberschiffes, zu einem besonderen Bug und Heck ausgebildet. Besonders vorteilhaft hat sich die in den Fig. 9 bis 14 dargestellte Schiffskonstruktion erwiesen, bei welcher der Vorderteil des Ober- und Unterschiffes in einen gemeinsamen
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untergebrachtwerdenkönnen. t he m den Fig. t. 2. 3 dargestellte Schlachtschifftype ist auf dem Oberdeck mit einem Barbetteturm versehen.
Auf dem Haupt- und Geschützdeck ist eine Reihe grosskalibriger Schnell- feuergeschütze installiert. weiters sind an den Breitseiten des Schiffes Torpedo-Lancierrohre vorgeschen.
E (Fig. 1) stellt die sehr gedrungen gebaute Zitadelle des Turmschiffes dar, L das Unterschiff. Die sonst im Heck des Schiffes gelagerten Antriebs- und Steuermechanismen des Schiffes itt m dem achteren Rumpffortsatz des Unterschiffes angeordnet, wodurch am Heck der Zitadelle sehr viel Raum zur Unterbringung wertvoller Gefechtsarmatur gewonnen wird.
MistdasDeckdesUnterschiffes. l'nter dem S'hutzdeck P (Fig. 4,5) ist das Unterschiff der Länge nach in wasserdichte, m der Zeichnung nicht näher dargestellte Schotten unterteilt, wie sie derzeit bei allen grösseren
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vorliegenden Schiffskonstruktion die grosse Länge des Unteraohissea die Unterbringung eines grossen WasserbaIIaatea ermöglicht, kann die Tauchung innerhalb weiter Grenzen geändert
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kante der oberen Schiffbeplattung entlang der ganzen Schiffshülle die Vereinigungsstelle zwischen Ober-und Unterschiff überdeckt.
Die Fig. 9 bis 14 zeigen ein zweitürmiges Kriegsschiff, das auf dem Oberdeck zwei schwere Geschütztürme trägt und auf dem Hauptdeck mit einer Batterie von Schnellfeuergeschützen armiert ist. Im Unterkörper des Schiffes sind gleichfalls Torpedo-Lancierrohre T vorgesehen.
Bei diesem Schiffstyp, der sich nach den vom Erfinder durchgeführten Schleppversuchen ganz ausserordentlich bewährt hat, treten die charakteristischen Merkmale der üblichen Schlachtschifftype etwas schärfer hervor. Das wesentliche Kennzeichen dieser Type besteht darin, dass das Unterschiff einen mit dem Oberschiff gemeinsamen Bug aufweist, hinten jedoch mit einem das Heck des Oberschiffes überragenden Rumpffortsatz versehen ist.
Bei dieser Schiffstype ist im Sinne vorliegender Erfindung am äussersten Heck des Schiffes ein schwerer Geschützturm installiert, eine Anordnung, die kriegstechnisch von ausserordentlicher Bedeutung ist. Bei den bisher üblichen Schlachtschifftypen konnten Geschütztypen an diesem strategisch wichtigen Orte des Schiffes nicht angeordnet werden, da bei den üblichen Typen an dieser Stelle die für den Antrieb und die Steuerung des Schiffes erforderlichen Maschinen eingebaut werden mussten. Es ist ohne Änderung des Erfindungsgedankens möglich, das Heck des Oberschiffes direkt zur Barbette eines schweren Geschützturmes auszubilden.
Die Anordnung von schweren Gefechtstürmen am äussersten Heck des Oberschiffes gestattet Schwenkungen der Geschützrohre um mehr als 3000, gewährleistet sohin ein ausserordentlich grosses Bestreichungsfeld am äussersten Hinterschiffe und verbürgt eine Reihe neuer sehr wirksamer Angriffsmöglichkeiten.
Bei der vorliegenden Schiffstype lässt sich bei ruhiger See durch Tiefertauchung des Decks A7 ein äusserst wirksamer Wasserschutz gegen Geschosse erzielen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung ist das grosse Reserveschwimmvermögen des Schiffes.
Die Vereinigungslinie zwischen Ober- und Unterschiff muss nicht, wie in der Zeichnung
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des Decks J/übergehen ; auch kann die Randkante der Oberschiffbeplattung erforderlichenfalls mittschiffs tiefer geführt sein.
Es sei schliesslich noch erwähnt, dass die vorliegende Schiffskonstruktion grosse Bewegungs-
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des Cnterschiffes zu korrigieren.
PATENT-ANSPRC ('HE :
1. Kriegsschiff, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefechtsarmatur sich in einem schwer bepanzerten Oberschiff von möglichst geringer Länge befindet, das auf einem leichter gebauten UnterschiS von relativ grösserer Länge ruht.