AT528863A1 - Anordnung für einen Schubkasten mit zumindest einer Seitenwand, zumindest einem Möbelteil und zumindest einer Fügevorrichtung - Google Patents
Anordnung für einen Schubkasten mit zumindest einer Seitenwand, zumindest einem Möbelteil und zumindest einer FügevorrichtungInfo
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Abstract
Anordnung (1) für einen Schubkasten (2) mit zumindest einer Seitenwand (3), zumindest einem Möbelteil (4), bevorzugt in Form einer Rückwand (5), und zumindest einer Fügevorrichtung (6), wobei das zumindest eine Möbelteil (4) mit der zumindest einen Seitenwand (3) in zumindest einer Fügerichtung (7) quer, bevorzugt orthogonal, zu einer Längsrichtung (8) der Seitenwand (3) über die zumindest eine Fügevorrichtung (6) verbunden oder verbindbar ist, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest ein Fügeelement (9) zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) aufweist, wobei die zumindest eine Verbindungsseite (10) im verbundenen Zustand der Seitenwand (3) zugewandt ist und quer, bevorzugt orthogonal, zu der Längsrichtung (8) der Seitenwand (3) ausgerichtet ist.
Description
[0001] Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Anordnung für einen Schubkasten mit zumindest einer Seitenwand, zumindest einem Möbelteil, bevorzugt in Form einer Rückwand, und zumindest einer Fügevorrichtung, wobei das zumindest eine Möbelteil mit der zumindest einen Seitenwand in zumindest einer Fügerichtung quer, bevorzugt orthogonal, zu einer Längsrichtung der Seitenwand über die zumindest eine Fügevorrichtung verbunden oder verbindbar ist.
[0002] Weiters betrifft die Offenbarung einen Schubkasten mit einer solchen Anordnung, einem Möbel mit einem solchen Schubkasten und ein Verfahren zum Verbinden und/oder Lösen zumindest eines Möbelteils und einer Seitenwand.
[0003] Zum Stand der Technik zählt der Gegenstand der WO 2012/068604. Hier wird eine gattungsgleiche Anordnung offenbart, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung zumindest ein Fügeelement zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite des zumindest einen Möbelteils aufweist. Die Verbindungsseite ist in diesem Fall eine Stirnseite einer Rückwand eines Schubkastens, welche orthogonal zur Fügerichtung und parallel zur Längsrichtung der Seitenwand ausgerichtet ist.
[0004] Nachteilig am Stand der Technik ist, dass Fügevorrichtungen Konstruktionsraum für andere Konstruktionsmerkmale vereinnahmen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Offenbarung besteht also darin, die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise zu beheben und eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Anordnung anzugeben, welche sich insbesondere durch eine effizientere Konstruktion auszeichnet. Die Aufgabe besteht weiterhin darin, einen Schubkasten mit einer solchermaßen verbesserten Anordnung und ein Möbel mit einem solchermaßen verbesserten Schubkasten anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1, 12, 13 und 14.
[0007] Diese Aufgabe wird mittels einer Anordnung nach Anspruch 1 gelöst, nämlich einer Anordnung für einen Schubkasten mit zumindest einer Seitenwand, zumindest einem Möbelteil, bevorzugt in Form einer Rückwand, und zumindest einer Fügevorrichtung, wobei das zumindest eine Möbelteil mit der zumindest einen Seitenwand in zumindest einer Fügerichtung quer, bevorzugt orthogonal, zu einer Längsrichtung der Seitenwand über die zumindest eine Fügevorrichtung verbunden oder verbindbar ist, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung zumindest ein Fügeelement zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite des zumindest einen Möbelteils aufweist, wobei die zumindest eine Verbindungsseite im verbundenen Zustand der Seitenwand zugewandt ist und quer, bevorzugt orthogonal, zu der Längsrichtung der Seitenwand ausgerichtet ist.
[0008] Eine Längsrichtung der Seitenwand kann parallel zu einer Schubrichtung des Schubkastens sein.
[0009] Eine erste Längsrichtung kann gleich ausgerichtet sein wie eine Öffnungsrichtung eines Schubkastens.
[0010] Eine zweite Längsrichtung kann gleich ausgerichtet sein wie eine Schließrichtung eines Schubkastens.
[0011] Im Gegensatz zum Stand der Technik ist das zumindest eine Fügeelement nicht mehr auf einer Seite des zumindest einen Möbelteils angeordnet, welche parallel zur Längsrichtung der Seitenwand und orthogonal zur Fügerichtung ausgerichtet ist. Diese Seite des zumindest einen Möbelteils bietet nun Platz für andere Konstruktionselemente, beispielsweise andersartige Fügeelemente für andere Möbelteile. Somit sind die Einsatzmöglichkeiten der zumindest einen Fügevorrichtung flexibel für unterschiedliche Möbelteile erweitert und eine effizientere Konstruktion gegeben.
[0012] Ein konkretes Ausführungsbeispiel kann beispielsweise eine Seitenwand und eine Rückwand eines Schubkastens beinhalten. Über eine Fügevorrichtung kann die Seitenwand mit der
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Rückwand verbunden werden. Die Verbindungsseite der Rückwand ist in diesem Ausführungsbeispiel die Vorderseite der Rückwand und nicht, wie beim Stand der Technik, eine der Stirnseiten. Somit sind die Stirnseite und Rückseite der Rückwand und die entsprechenden Kontaktflächen der Fügevorrichtung frei für andere Konstruktionselemente. Beispielsweise kann die Fügevorrichtung nun zusätzlich andersartige Fügeelemente aufweisen, welche für andere Rückwände geeignet sind.
[0013] Die Ausrichtung der Verbindungsseite ist besonders vorteilhaft, wenn unterschiedliche Möbelteile, beispielsweise Rückwände, mit der Seitenwand verbunden werden. Ein Möbelteil aus Stahl bietet andere Verbindungsmöglichkeiten und damit einhergehende Erfordernisse als ein Möbelteil aus einem anderen Material wie Aluminium oder Holz. Ein Holzmöbelteil kann beispielsweise über ein Spreizelement mit der Seitenwand verbunden werden, was bei Möbelteilen aus Metall nicht oder nur sehr schwer ermöglicht werden kann.
[0014] Ein weiterer Vorteil der Ausrichtung der Verbindungsseite der Anordnung ist, dass beim Bewegen der Anordnung, beispielsweise beim Öffnen und/oder Schließen des Schubkastens, die Verbindungsseite nicht nur quer, bevorzugt orthogonal, zu der Längsrichtung der Seitenwand, sondern auch quer, bevorzugt orthogonal, zu einer Bewegungsrichtung, beispielsweise einer Schubrichtung des Schubkastens beim Öffnen und/oder Schließen, ausgerichtet ist. Auf diese Weise können Kräfte infolge der Massenträgheit besser abgeleitet werden. Dies kann zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit von Blockaden und/oder Schäden und somit zu einer höheren Benutzerfreundlichkeit und Lebensdauer führen.
[0015] Eine verbesserte Kräfteübertragung ist besonders vorteilhaft, wenn ein Schubkasten mit darin befindlichen Staugut geöffnet oder geschlossen wird, da das Staugut zusätzliche Masse und somit höhere Kräfte in Öffnungsrichtung und/oder Schließrichtung des Schubkastens auf das zumindest eine Möbelteil, beispielsweise eine Rückwand, ausüben.
[0016] Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass das zumindest eine Möbelteil in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine Rückwand eines Schubkastens sein kann. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann das zumindest eine Möbelteil auch eine Vorderwand eines Schubkastens sein. In noch einem anderen Ausführungsbeispiel kann eine Anordnung mit einer Seitenwand, einer Rückwand und einer Vorderwand und optional mit einer weiteren Seitenwand vorgesehen sein, optional wobei zwischen Seitenwand, Rückwand und Vorderwand jeweils eine Fügevorrichtung vorgesehen sein kann.
[0017] Ein weiterer Vorteil der Ausrichtung der Verbindungsseite der Anordnung ist, dass eine Demontage des zumindest einen Möbelteils von der restlichen Anordnung benutzerfreundlicher sein kann, da die Zugänglichkeit zu dem zumindest einen Fügeelement erhöht und somit erleichtert wird.
[0018] Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass im Zuge der Beschreibung dieser Offenbarung die verwendeten Zahlwörter wie ein, zwei, drei und dergleichen, grundsätzlich nur die vorhandene Mindestmenge eines Merkmals der offenbarten Anordnung beschreibt. Einzelne Merkmale oder Bestandteile können natürlich auch in größerer Anzahl vorhanden sein. So können offenbarte Anordnungen z.B. mehr als eine Fügevorrichtung, mehr als ein Fügeelement usw. aufweisen. In diesem Sinne ist z.B. also das Zahlwort ein soweit sinnvoll im Sinne von mindestens ein usw. zu verstehen.
[0019] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Verbindungsseite im verbundenen Zustand der Seitenwand zugewandt ist und quer, bevorzugt orthogonal, zu der Längsrichtung der Seitenwand ausgerichtet ist und in eine Schubrichtung, bevorzugt eine Öffnungsrichtung oder eine Schließrichtung, des Schubkastens orientiert ist.
[0020] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Fügeelement zum Verbinden mit einer Vorderseite einer Rückwand eines Schubkastens ausgebildet ist.
[0021] Die Vorderseite einer Rückwand kann jene Seite der Rückwand sein, welche in Richtung
einer Längsrichtung der Seitenwand nach vorne gewandt ist. Ein Benutzer, der den Schubkasten Öffnet oder schließt, kann die Vorderseite der Rückwand erkennen.
[0022] Die Vorderseite einer Rückwand kann jene Seite der Rückwand sein, welche dem Innenraum des Schubkastens zugewandt ist.
[0023] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Fügeelement zum Verbinden mit einer Rückseite einer Vorderwand eines Schubkastens ausgebildet ist.
[0024] Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0025] Weiters wird Schutz begehrt für einen Schubkasten mit einer hier offenbarten Anordnung. [0026] Weiters wird Schutz begehrt für ein Möbel mit einem hier offenbarten Schubkasten.
[0027] Weiters wird Schutz begehrt für ein Verfahren zum
- Verbinden zumindest eines Möbelteils, bevorzugt in Form einer Rückwand eines Schubkastens, mit einer Seitenwand umfassend zumindest eine hier offenbarte Anordnung und/oder
- Lösen zumindest eines Möbelteils, bevorzugt in Form einer Rückwand eines Schubkastens, von einer Seitenwand
umfassend zumindest eine hier offenbarte Anordnung und/oder umfassend zumindest einen, bevorzugt zwei oder zumindest drei oder zumindest mehrere oder alle, der folgenden, bevorzugt chronologischen, Verfahrensschritte:
- Bewegen des zumindest einen Möbelteils in zumindest eine Fügerichtung zu der Seitenwand hin oder Bewegen der Seitenwand in eine der Fügerichtung entgegengesetzten Richtung zu dem zumindest einen Möbelteil hin
- Einführen des zumindest einen Möbelteils in zumindest einen Fügekanal zumindest einer Fügevorrichtung in eine Fügerichtung
- Herstellen der Verbindung zwischen einer Verbindungsseite des zumindest einen Möbelteils und der Seitenwand mittels zumindest einer Fügevorrichtung
- Lösen der Verbindung zwischen einer Verbindungsseite des zumindest einen Möbelteils und der Seitenwand, bevorzugt mittels Bewegen der Verbindungsseite in eine Richtung quer, bevorzugt orthogonal, zu der zumindest einen Fügerichtung
- Entnehmen des zumindest einen Möbelteils aus zumindest einen Fügekanal zumindest einer Fügevorrichtung entgegen einer Fügerichtung
- Bewegen des zumindest einen Möbelteils entgegen zumindest einer Fügerichtung von der Seitenwand weg oder Bewegen der Seitenwand in eine der Fügerichtung entgegengesetzten Richtung von dem zumindest einen Möbelteil weg
[0028] Weitere Einzelheiten und Vorteile bevorzugter Ausgestaltungsbeispiele werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
[0029] Fig. 1: eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines M6öbels;
[0030] Fig. 2, 3, 4 und 6: verschiedene perspektivische Ansichten eines Schubkastens des M6öbels aus Fig. 1;
[0031] Fig. 5: eine Detailansicht A des Schubkastens aus Fig. 4;
[0032] Fig. 7: eine Detailansicht B des Schubkastens aus Fig. 6;
[0033] Fig. 8: eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Anord-
nung im verbundenen Zustand und eines Schubkastenbodens des Schubkastens aus Fig. 1 bis 7;
[0034] Fig. 9: eine Detailansicht C der Anordnung aus Fig. 8;
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[0035] Fig. 10: eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Anordnung im nicht-verbundenen Zustand und eines Schubkastenbodens des Schubkastens aus Fig. 1 bis 7;
[0036] Fig. 11: eine Detailansicht D der Anordnung aus Fig. 10;
[0037] Fig. 12: eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels der verbundenen Anordnung und des Schubkastenbodens des Schubkastens aus Fig. 8;
[0038] Fig. 13: eine Detailansicht E der verbundenen Anordnung und des Schubkastenbodens aus Fig. 12;
[0039] Fig. 14: eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels der nichtverbundenen Anordnung und des Schubkastenbodens des Schubkastens aus Fig. 10;
[0040] Fig. 15: eine Detailansicht F der nicht-verbundenen Anordnung und des Schubkastenbodens aus Fig. 14;
[0041] Fig. 16: eine Draufsicht des mit Teilen der Fügevorrichtung verbundenen M6öbelteils, des Schubkastenbodens und eines Schienenblechs entsprechend Fig. 13;
[0042] Fig. 17: eine Draufsicht des mit Teilen der Fügevorrichtung verbundenen M6öbelteils entsprechend Fig. 13;
[0043] Fig. 18: eine Draufsicht des mit Teilen der Fügevorrichtung nicht-verbundenen Möbelteils entsprechend Fig. 15;
[0044] Fig. 19: eine perspektivische Ansicht des Möbelteils aus den Fig. 1 bis 18;
[0045] Fig. 20: eine Detailansicht G des einen Endes des Möbelteils aus Fig. 19;
[0046] Fig. 21: eine Detailansicht H des anderen Endes des Möbelteils aus Fig. 19;
[0047] Fig. 22: eine Explosionsansicht der Fügevorrichtung der Anordnung aus den Fig. 1 bis 22;
[0048] Fig. 23: eine weitere Explosionsansicht der Fügevorrichtung der Anordnung aus den Fig. 1 bis 23;
[0049] Fig. 24: eine vergrößerte Ansicht des ersten Grundkörperteils aus Fig. 23.
[0050] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Möbels 22.
[0051] Das Möbel 22 in Fig. 1 weist zwei Schubkästen 2 mit jeweils einer Schubkastenvorderseite 24 und zwei Möbelseitenwände 36 und eine Möbeloberseite auf.
[0052] Fig. 1 zeigt ein Möbel 22 mit einem hier offenbarten Schubkasten 2. [0053] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Schubkastens 2 des Möbels 22 aus Fig. 1.
[0054] In Fig. 2 ist einer der beiden Schubkästen 2 ersichtlich, wobei die Möbelseitenwand 36 geschnitten dargestellt ist.
[0055] Fig. 2 zeigt einen Schubkasten 2 mit einer hier offenbarten Anordnung 1.
[0056] Fig. 3 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Schubkastens 2 des Möbels 22 aus Fig. 1.
[0057] In Fig. 3 sind die Möbelseitenwände 36, wie in Fig. 2, geschnitten dargestellt.
[0058] In Fig. 3 ist die Rückseite des Schubkastens 2 zu erkennen. Der Schubkasten weist neben der Schubkastenvorderseite 24 zwei Seitenwände 3 und zumindest ein Möbelteil 4 auf, wobei das zumindest eine Möbelteil 4 in diesem Ausführungsbeispiel eine Rückwand 5 ist.
[0059] In Fig. 3 ist zwischen einer Seitenwand 3 und der Rückwand 4,5 zumindest eine Fügevorrichtung 6 zu erkennen. Seitenwand 3, Rückwand 5 und Fügevorrichtung 6 ergeben zusammen
eine Anordnung 1 in Fig. 3
[0060] Fig. 3 zeigt eine Anordnung 1 für einen Schubkasten 2 mit zumindest einer Seitenwand 3, zumindest einem Möbelteil 4, bevorzugt in Form einer Rückwand 5, und zumindest einer Fügevorrichtung 6, wobei das zumindest eine Möbelteil 4 mit der zumindest einen Seitenwand 3 in zumindest einer Fügerichtung 7 quer, bevorzugt orthogonal, zu einer Längsrichtung 8 der Seitenwand 3 über die zumindest eine Fügevorrichtung 6 verbunden oder verbindbar ist, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung 6 zumindest ein Fügeelement 9 zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 aufweist, wobei die zumindest eine Verbindungsseite 10 im verbundenen Zustand der Seitenwand 3 zugewandt ist und quer, bevorzugt orthogonal, zu der Längsrichtung 8 der Seitenwand 3 ausgerichtet ist.
[0061] Unterhalb der Anordnung 1 ist in Fig. 3 eine Ausziehführung 27 zu erkennen. Der Schubkasten 2 kann entlang der Ausziehführung bewegt werden, um den Schubkasten 2 zu öffnen oder zu schließen.
[0062] In Fig. 3 befindet sich der Schubkasten 2 in einem geschlossenen Zustand. Zum Öffnen kann der Schubkasten 2 in eine Schubrichtung, konkret eine Öffnungsrichtung, bewegt werden. Zum Schließen kann der Schubkasten 2 in eine andere Schubrichtung, konkret eine Schließrichtung, bewegt werden. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Schubrichtungen, konkret die Öffnungsrichtung und Schließrichtung, des Schubkastens 2 parallel zu den Längsrichtungen 8 der Seitenwand 3 ausgerichtet.
[0063] Fig. 4 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Schubkastens 2 des Möbels 22 aus Fig. 1.
[0064] Fig. 5 zeigt eine Detailansicht A des Schubkastens 2 aus Fig. 4.
[0065] In Fig. 5 sind eine Möbelseitenwand 36, der Möbelboden 25, die Ausziehführung 27 und die Anordnung 1 zu erkennen. Zwischen der Anordnung 1 und der Ausziehführung 27 befindet sich ein Verbindungsblech 28.
[0066] Fig. 6 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Schubkastens 2 des Möbels 22 aus Fig. 1.
[0067] Fig. 7 zeigt eine Detailansicht B des Schubkastens 2 aus Fig. 6.
[0068] In Fig. 7 ist das Verbindungsblech 28 besser als in Fig. 5 zu erkennen, weil die Möbelseitenwand 36, der Möbelboden 25 und die Ausziehführung 27 ausgeblendet sind.
[0069] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Anordnung 1 im verbundenen Zustand und eines Schubkastenbodens 26 des Schubkastens 2 aus Fig. 1 bis 7.
[0070] Fig. 9 zeigt eine Detailansicht C der Anordnung 1 aus Fig. 8.
[0071] In Fig. 9 ist nochmals die Anordnung 1 mit der Seitenwand 3, dem Möbelteil 4 und der Fügevorrichtung 6 gut zu erkennen. Die Anordnung 1 befindet sich im verbundenen Zustand, in dem die Seitenwand 3 und das Möbelteil 4 jeweils mit der Fügevorrichtung 6 verbunden sind.
[0072] Um einen verbundenen Zustand zwischen dem Möbelteil 4 und der Fügevorrichtung in Fig. 9 herzustellen, wird das Möbelteil 4 in Fügerichtung 4 zur Fügevorrichtung bewegt, wobei die Fügerichtung quer, bevorzugt orthogonal, zu einer Längsrichtung 8 der Seitenwand 3 ausgerichtet ist.
[0073] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Fügevorrichtung 6 eine Befestigungsvorrichtung aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung zum Verbinden mit der zumindest einen Seitenwand 3 ausgebildet ist.
[0074] Fig. 10 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Anordnung 1 im nicht-verbundenen Zustand und eines Schubkastenbodens 26 des Schubkastens 2 aus Fig. 1 bis 7.
[0075] Fig. 11 zeigt eine Detailansicht D der Anordnung 1 aus Fig. 10.
[0076] Im Gegensatz zu Fig. 9 zeigt Fig. 11 die Anordnung 1 in einem nicht-verbundenen Zustand, konkret befinden sich die Fügevorrichtung 6 und das Möbelteil 4 in einem nicht-verbundenen Zustand. Um einen verbundenen Zustand zu erreichen, kann in Fig. 11 das Möbelteil noch weiter in Fügerichtung 7 bewegt werden, bis das zumindest eine Fügeelement 9 der Fügevorrichtung 6 mit der Verbindungsseite 10 des Möbelteils verbunden wird.
[9077] In diesem Ausführungsbeispiel weist die Fügevorrichtung 6 zwei Fügeelemente 9 auf, welche beide gleichartig in Form eines Vorsprungs 17, konkret jeweils in Form eines Rastvorsprungs, ausgeführt sind.
[90078] In diesem Ausführungsbeispiel sind weiters in der Verbindungsseite 10 des Möbelteils 4 Aufnahmeelemente 37 zum Aufnehmen der Fügeelemente vorgesehen. Konkret ist jeweils ein Aufnahmeelement 37 pro Fügeelement vorgesehen. Die Aufnahmeelemente 37 in Fig. 11 sind als Vertiefungen 13, konkret als Löcher, noch konkreter als Durchgangslöcher, in der Verbindungsseite 10 des Möbelteils 4 ausgeführt.
[0079] Wenn die beiden Fügeelemente 9 und die beiden Aufnahmeelemente 37 miteinander verbunden sind, kann somit ein verbundener Zustand und im konkreten Ausführungsbeispiel von Fig. 9 eine Schnappverbindung realisiert werden.
[0080] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass das zumindest eine Fügeelement 9 im verbundenen Zustand das Bewegen des zumindest einen Möbelteils 4 in zumindest eine Richtung, bevorzugt in die zumindest eine Fügerichtung 7 und/oder entgegen der zumindest einen Fügerichtung 7 und/oder in zumindest eine Richtung orthogonal zur zumindest einen Fügerichtung 7, blockiert.
[0081] Durch das zumindest eine Fügeelement 9 kann nicht nur eine Verbindung zwischen der zumindest einen Fügevorrichtung 6 und dem zumindest einen Möbelteil 4 hergestellt werden, sondern auch zusätzlich eine Einschränkung der Beweglichkeit des zumindest einen Möbelteils 4 erreicht werden. Hierdurch können beispielsweise Beschädigungen und/oder Abnutzung von Einzelteilen und/oder Fehlfunktionen vermieden oder zumindest reduziert werden.
[0082] In Fig. 9 und 11 sind zwei Vertiefungen 13 und ein Spreizelement 14 zum Verbinden mit zumindest einem anderen Möbelteil, bevorzugt in Form einer Rückwand, ersichtlich, wobei dieses andere Möbelteil andersartig als das zumindest eine Möbelteil 4 aus Fig. 9 und 11 sein kann. Beispielweise kann mittels des Spreizelements 14 eine Holzrückwand und mittels der Vertiefungen 13 sowie entsprechenden Schrauben oder ähnlichen Verbindungen eine andere Metallrückwand mit der Fügevorrichtung 6 verbunden werden. Somit sind die Einsatzmöglichkeiten von Fügevorrichtungen flexibel für unterschiedliche Möbelteile erweitert und eine effizientere Konstruktion gegeben.
[90083] In einem bevorzugte Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Möbelteil 4, bevorzugt in Form einer Rückwand 5, Metall, bevorzugt Stahl, und/oder Holz aufweist oder daraus besteht. Somit sind die Einsatzmöglichkeiten der zumindest einen Fügevorrichtung flexibel für unterschiedliche Möbelteile erweitert.
[0084] Fig. 12 zeigt eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels der verbundenen Anordnung 1 und des Schubkastenbodens 26 des Schubkastens 2 aus Fig. 8.
[0085] Fig. 13 zeigt eine Detailansicht E der verbundenen Anordnung 1 und des Schubkastenbodens 26 aus Fig. 12.
[0086] In Fig. 13 ist der verbundene Zustand dargestellt. Das Möbelteil 4 wurde in Fügerichtung 7 bewegt und in Verbindung mit der Fügevorrichtung 6 gebracht, welche ihrerseits mit der Seitenwand 3 verbunden ist.
[0087] Die Fügevorrichtung in Fig. 13 weist zumindest das Verbindungsblech 28 und ein Grundkörperteil 30 auf.
[0088] Fig. 14 zeigt eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels der nicht-verbundenen Anordnung 7127
1 und des Schubkastenbodens 26 des Schubkastens 2 aus Fig. 10.
[0089] Fig. 15 zeigt eine Detailansicht F der nicht-verbundenen Anordnung 1 und des Schubkastenbodens 26 aus Fig. 14.
[0090] Im Gegensatz zu Fig. 13 kann in Fig. 15 erkannt werden, dass ein nicht-verbundener Zustand vorliegt.
[0091] Unterhalb des Möbelbodens 26 kann ein Schienenblech 31 vorgesehen sein.
[0092] Ein Fügeelement 9 ist ansatzweise in Fig. 15 zu erkennen, wie es aus der Seitenwand 3 in eine der Längsrichtungen 8 herausragt.
[0093] Fig. 16 zeigt eine Draufsicht des mit Teilen der Fügevorrichtung 6 verbundenen Möbelteils 4, des Schubkastenbodens 26 und eines Schienenblechs 31 entsprechend Fig. 13.
[0094] In Fig. 16 ist die Fügevorrichtung mit dem Verbindungsblech 28, einem ersten Grundkörperteil 29 und einem zweiten Grundkörperteil 30 zu erkennen. Weiters ist auch das Schienenblech 31 zwischen dem Möbelboden 26 und dem ersten Grundkörperteil 29 zu erkennen.
[0095] Fig. 17 zeigt eine Draufsicht des mit Teilen der Fügevorrichtung 6 verbundenen Möbelteils 4 entsprechend Fig. 13.
[0096] Fig. 17 zeigt abermals einen verbundenen Zustand zwischen dem Möbelteil 4 und der Fügevorrichtung 6.
[0097] Fig. 18 zeigt eine Draufsicht des mit Teilen der Fügevorrichtung 6 nicht-verbundenen M6öbelteils 4 entsprechend Fig. 15.
[0098] Fig. 18 zeigt abermals einen nicht-verbundenen Zustand zwischen dem Möbelteil 4 und der Fügevorrichtung 6. Durch den nichtverbundenen Zustand ist ein Fügekanal 11 zu erkennen, welcher im Wesentlichen drei Seiten umfasst: - eine der Verbindungsseite 10 des Möbelteils 4 zugewandte Seite, bevorzugt eine Vorderseite einer Rückwand 5 zugewandte Seite, - eine quer, bevorzugt orthogonal, zur Fügerichtung 7 und parallel zu einer Längsrichtung 8 der Seitenwand ausgerichtete Seite und - eine parallel zur Fügerichtung 7 und quer, bevorzugt orthogonal, zu einer Längsrichtung 8 der Seitenwand ausgerichtete Seite, bevorzugt eine Rückseite einer Rückwand 5 zugewandte Seite.
[0099] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass die zumindest eine Fügevorrichtung 6 zumindest einen Fügekanal 11 aufweist, wobei der zumindest eine Fügekanal 11 das zumindest eine Fügeelement 9 aufweist und/oder im verbundenen Zustand zumindest bereichsweise zumindest zwei oder zumindest drei Seiten des zumindest einen Möbelteils 4, bevorzugt die zumindest eine Verbindungsseite 10 und/oder eine andere der Seitenwand 3 zugewandte Seite und/oder eine der Seitenwand 3 abgewandte und quer, besonders bevorzugt orthogonal, zur Längsrichtung 8 ausgerichtete Seite des zumindest einen M6öbelteils 4, umgibt.
[00100] Ein Fügekanal 11 kann besonders vorteilhaft sein, da somit
- eine Führung für die Montage bereitgestellt werden kann und somit ein benutzerfreundliches Verbinden des zumindest einen Möbelteils 4 ermöglicht,
- ein Schutz des zumindest einen Möbelteils 4 erreicht werden kann und somit Beschädigungen des zumindest einen Möbelteils 4 reduziert werden,
- eine großflächigere Kraftübertragung stattfinden kann und/oder
- mehr Platz für weitere Konstruktionsmerkmale der zumindest einen Fügevorrichtung 6 und/oder auch andere Konstruktionsmerkmale ermöglicht werden können.
[00101] Fig. 17 und 18 zeigen ein Halteelement 12 und ein Spannelement 15. [00102] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass die zumindest eine Fügevorrichtung 6 zumindest ein Halteelement 12 aufweist, wobei das
zumindest eine Halteelement 12
- zum Übertragen der im Zuge des Schließens des Schubkastens 2 auftretenden Kräfte ausgebildet ist und/oder
- zumindest bereichsweise plattenförmige ausgebildet ist und/oder
- eine Vertiefung 13, bevorzugt ein Loch und/oder ein Durchgangsloch, aufweist und/oder
- ein Spreizelement 14 aufweist und/oder
- ein Federelement 15, bevorzugt ein Biegefederelement, ist und/oder
- Im zumindest einen Fügekanal 11, bevorzugt auf einer dem zumindest einen Fügeelement 9 gegenüberliegenden Seite, angeordnet ist und/oder
- zumindest ein Metall, bevorzugt Stahl, aufweist oder daraus besteht.
[00103] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Halteelement 12 an zumindest einer Halteseite der zumindest einen Fügevorrichtung angeordnet ist, wobei die zumindest eine Halteseite im verbundenen Zustand dem zumindest einen Möbelteil 4 zugewandt ist und quer, bevorzugt orthogonal, zu der Längsrichtung 8 der Seitenwand 3 ausgerichtet ist, bevorzugt einer Rückseite einer Rückwand 5 zugewandt ist.
[00104] Ein Halteelement 12 kann vorteilhaft sein, da somit Kräfte besser übertragen werden können. Dies kann besonders dann vorteilhaft sein, wenn schwere Schubkästen eingesetzt werden und/oder schweres Staugut in Schubkästen gelagert wird, wodurch die auftretenden Kräfte beim Öffnen und/oder Schließen eines Schubkastens relativ hoch sein können.
[00105] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass die zumindest eine Fügevorrichtung 6 zumindest ein Spannelement 16, bevorzugt zumindest ein Spielausgleichselement, aufweist, wobei das zumindest eine Spannelement 16, bevorzugt das zumindest eine Spielausgleichselement, - zum, bevorzugt elastischen, Vorspannen des verbundenen zumindest einen Möbelteils 4, bevorzugt entgegen der zumindest einen Fügerichtung 7, ausgebildet ist und/oder - zumindest bereichsweise plattenförmige ausgebildet ist und/oder - ein Federelement 15, bevorzugt ein Biegefederelement, ist und/oder - Im zumindest einen Fügekanal 11, bevorzugt auf einer orthogonal auf die zumindest eine Fügerichtung 7 ausgerichtete Seite und/oder auf einer parallel zur Längsrichtung 8 ausgerichtete Seite, angeordnet ist und/oder - zumindest ein Metall, bevorzugt Stahl, aufweist oder daraus besteht.
[00106] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass das Spannelement 16 zum Spannen der Verbindung zwischen der zumindest einen Fügevorrichtung und dem zumindest einen Möbelteil 4 und/oder der Seitenwand 3 ausgebildet ist.
[00107] Ein Spannelement 16 kann vorteilhaft sein, um beispielsweise das zumindest eine Möbelteil 4 in zumindest eine Richtung vorzuspannen. Im Fall einer Vorspannung entgegen der Fügerichtung 7 kann somit eine leichtere Demontage erreicht und/oder ein geringeres Spiel realisiert werden. Im Fall einer Vorspannung parallel zur Fügerichtung kann eine stärkere Verbindungskraft durch einen Kraftschluss und/oder Formschluss erreicht werden.
[00108] Fig. 19 zeigt eine perspektivische Ansicht des Möbelteils 4 aus den Fig. 1 bis 18.
[00109] Das Möbelteil 4 in Fig. 19 zeigt jeweils zwei Aufnahmeelemente 37 an zwei einander gegenüberliegenden Enden des Möbelteils 4, alle Aufnahmeelemente 37 jedoch auf der Verbindungsseite 10. Auf diese Weise können beide Enden mit einer oder zwei Fügevorrichtungen 6 verbunden werden.
[00110] Die Figuren 8 bis 18 offenbaren ein Verfahren zum - Verbinden zumindest eines Möbelteils 4, bevorzugt in Form einer Rückwand 5 eines Schubkastens 2, mit einer Seitenwand 3 umfassend zumindest eine hier offenbarte Anordnung 1 und/oder - Lösen zumindest eines Möbelteils 4, bevorzugt in Form einer Rückwand 5 eines Schubkastens 2, von einer Seitenwand 3 umfassend zumindest eine hier offenbarte Anordnung
1 und/oder umfassend zumindest einen, bevorzugt zwei oder zumindest drei oder zumindest mehrere oder alle, der folgenden, bevorzugt chronologischen, Verfahrensschritte:
- Bewegen des zumindest einen Möbelteils 4 in zumindest eine Fügerichtung 7 zu der Seitenwand 3 hin oder Bewegen der Seitenwand 3 in eine der Fügerichtung 7 entgegengesetzten Richtung zu dem zumindest einen Möbelteil 4 hin
- Einführen des zumindest einen Möbelteils 4 in zumindest einen Fügekanal 11 zumindest einer Fügevorrichtung 6 in eine Fügerichtung 7
- Herstellen der Verbindung zwischen einer Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 und der Seitenwand 3 mittels zumindest einer Fügevorrichtung 6
- Lösen der Verbindung zwischen einer Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 und der Seitenwand 3, bevorzugt mittels Bewegen der Verbindungsseite 10 in eine Richtung quer, bevorzugt orthogonal, zu der zumindest einen Fügerichtung 7
- Entnehmen des zumindest einen Möbelteils 4 aus zumindest einen Fügekanal 11 zumindest einer Fügevorrichtung 6 entgegen einer Fügerichtung 7
- Bewegen des zumindest einen Möbelteils 4 entgegen zumindest einer Fügerichtung 7 von der Seitenwand 3 weg oder Bewegen der Seitenwand 3 in eine der Fügerichtung 7 entgegengesetzten Richtung von dem zumindest einen Möbelteil 4 weg
[00111] Fig. 20 zeigt eine Detailansicht G des einen Endes des Möbelteils 4 aus Fig. 19. [00112] Fig. 21 zeigt eine Detailansicht H des anderen Endes des Möbelteils 4 aus Fig. 19.
[00113] Die Aufnahmeelemente 37 in der perspektivischen Vorderansicht in Fig. 20 und 21 entsprechen jenen aus der perspektivischen Hinteransicht in Fig. 9 und 10.
[00114] Fig. 22 zeigt eine Explosionsansicht der Fügevorrichtung 6 der Anordnung 1 aus den Fig. 1 bis 22.
[00115] Fig. 23 zeigt eine weitere Explosionsansicht der Fügevorrichtung 6 der Anordnung 1 aus den Fig. 1 bis 23.
[00116] In Fig. 22 und 23 kann die Fügevorrichtung 6 und deren Bestandteile besser erkannt werden, also zumindest ein erster Grundkörperteil 29, ein zweiter Grundkörperteil 30, ein Einstellkörper 28, wobei der Einstellkörper 28 gleichzeitig das Verbindungsblech 21 darstellt, und ein Einstellelement 21.
[00117] In diesem Ausführungsbeispiel setzen sich diese Bestandteile zu der Fügevorrichtung 6 zusammen. Gleichzeitig stellen diese Bestanteile im Verbund auch eine Einstellvorrichtung 18 dar, mit welcher die relative Lage zwischen zumindest zwei Bestandteilen eingestellt werden kann.
[00118] Die Einstellvorrichtung 18 in Fig. 22 und 23 weist einen zweiteiligen Grundkörper mit dem ersten und dem zweiten Grundkörperteilen 29,30 auf, welche relativ zum Einstellkörper 28 eingestellt werden können.
[00119] Der erste Grundkörperteil 29 in Fig. 22 und 23 weist einen Vorsprung 17 als Teil einer Fixiervorrichtung 35 zum Fixieren des ersten und des zweiten Grundkörperteils miteinander auf. Eine korrespondierende Vertiefung 13,35 ist ebenso Teil der Fixiervorrichtung 35.
[00120] Der Einstellkörper 28 in Fig. 22 und 23 weist eine Einstellelementaufnahme 32 zur Aufnahme des Einstellelements 21 auf, welches zwischen den beiden Grundkörperteilen 29 und 30 angeordnet ist und an diesen drehbar gelagert ist.
[00121] Im zusammengebauten Zustand kann das Einstellelement 21 aus Fig. 22 und 23 um seine Drehachse 20 gedreht werden, wobei die Exzenterwelle des Einstellelements 21 innerhalb der Einstellelementaufnahme 32 des Einstellkörpers 28 drehbar angeordnet ist. Die sich drehende Exzenterwelle kann durch Kontakt mit einem oberen oder unteren Rand der Einstellelementaufnahme 32 den Einstellkörper 28 als Ganzes in Relation zum Grundkörper bewegen.
[00122] Zusätzlich kann, wie in Fig. 22 und 23 dargestellt, vorgesehen sein, dass die einstellbare
Position des Einstellkörpers 28 in Relation zur Position des Grundkörpers 29,30 durch eine geführte Bewegung infolge des Drehens des Einstellelements 21 erfolgt. Die geführte Bewegung kann durch Führungselemente 34 und entsprechende Führungselementaufnahmen 33 erreicht werden.
[00123] Der Einstellkörper 28 in Fig. 22 und 23 weist zwei Führungselementaufnahmen 33 zur Aufnahme von zwei Führungselementen 34 auf einer zugewandten Seite des zweiten Grundkörperteils 30 auf.
[00124] Das Zusammenspiel der Einstellvorrichtung 18 mit den Grundkörperteilen 29 und 30, dem Einstellkörper 28, dem Einstellelement 21 und den Führungselementen 34 samt Führungselementaufnahmen 33 sowie Einstellelementaufnahme 32 am Einstellkörper 28 kann beispielsweise ein vertikales Einstellen der Position eines Endes eines Schubkastens ermöglichen. Auf diese Weise kann zusätzlich die Neigung des Schubkastens eingestellt werden.
[00125] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass die zumindest eine Fügevorrichtung 6 zumindest eine Einstellvorrichtung 18 zum Einstellen einer relativen Lage zwischen zumindest einem Grundkörper 19 und zumindest einem Einstellkörper 20 aufweist, zumindest umfassend zumindest ein um eine Drehachse 23 drehbares Einstellelement 21, bevorzugt zumindest einen Exzenter und/oder zumindest eine Schnecke, wobei die relative Lage zwischen dem zumindest einen Grundkörper 19 und dem zumindest einen Einstellkörper 20 durch Drehen des zumindest einen Einstellelements 21 um die Drehachse 23 einstellbar ist.
[00126] In einem bevorzugte Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Möbelteil 4, bevorzugt in Form einer Rückwand 5, auf der Rückseite ein durch zumindest drei Flächen definiertes Hohlvolumen aufweist, bevorzugt wobei sich das Hohlvolumen vollständig über zumindest eine räumlich gerichtete Ausdehnung, bevorzugt über eine Breite und/oder Höhe und/oder Tiefe, des Möbelteils 4 erstreckt.
[00127] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass das zumindest eine Fügeelement 9 - ein Vorsprung 17, bevorzugt ein Rastvorsprung und/oder eine Rastnoppe, ist und/oder - ein Teil einer Schnappverbindung mit dem zumindest einen Möbelteil 4 ist und/oder - zumindest einen Kunststoff aufweist oder daraus besteht.
[00128] Eine Schnappverbindung zwischen dem zumindest einem Fügeelement 9, beispielsweise einem Rastvorsprung oder einer Rastnoppe, und der Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 kann vorteilhaft sein, da es sich hierbei um eine einfach zu herzustellende und zu lösende Verbindung handelt. Für die Montage wird das zumindest eine Möbelteil 4 in die Fügerichtung 7 bewegt, bis ein Teil der Schnappverbindung auf der zumindest einen Fügevorrichtung 6 und ein korrespondierender Teil der Schnappverbindung auf der Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 miteinander in Eingriff kommen. Für die Demontage kann die Verbindungsseite einfach von der zumindest einen Fügevorrichtung 6, bevorzugt in eine Längsrichtung 8 der Seitenwand 3, weggedrückt werden, wodurch die Schnappverbindung gelöst wird und das zumindest eine Möbelteil 4 entgegen der Fügerichtung 7 entfernt werden kann.
[00129] Durch den Einsatz eines Kunststoffs für das zumindest eine Fügeelement kann eine h6öhere Elastizität als beispielsweise bei Metall erreicht werden, wodurch die Montage und Demontage erleichtert werden. Ebenso vorteilhaft kann es sein, wenn das zumindest eine Möbelteil 4 auf der Verbindungsseite 10 zumindest ein elastisches Aufnahmeelement 37 zum Aufnehmen des zumindest einen Fügeelements aufweist.
[00130] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass das zumindest eine Fügeelement 9 zum, bevorzugt zerstörungsfrei, lösbaren oder unlösbaren Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 ausgebildet ist.
[00131] Unter „lösbares Verbinden“, „lösbar verbunden“ und „lösbar verbindbar“ kann verstanden werden, dass zumindest zwei ursprünglich voneinander getrennte Komponenten miteinander ver-
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bunden werden können, wobei dieses lösbare Verbinden anschließend, bevorzugt zerstörungsfrei, aufgelöst werden kann, sodass die zumindest zwei Komponenten wieder in ihrem ursprünglichen voneinander getrennten Zustand vorliegen, um daraufhin erneut verbunden werden zu können. „Lösbares Verbinden“, „lösbar verbunden“ und „lösbar verbindbar“ kann bevorzugt als „zerstörungsfrei lösbares Verbinden“, „zerstörungsfrei lösbar verbunden“ und „zerstörungsfrei lösbar verbindbar“ bezeichnet werden.
[00132] Unter „unlösbares Verbinden“, „unlösbar verbunden“ und „unlösbar verbindbar“ kann verstanden werden, dass zumindest zwei ursprünglich voneinander getrennte Komponenten miteinander verbunden werden können, wobei dieses unlösbare Verbinden anschließend nicht aufgelöst werden kann, bevorzugt ohne dass die Integrität zumindest einer der zumindest zwei Komponenten beschädigt wird und/oder ohne dass ein erneutes Verbinden der zumindest zwei Komponenten erschwert oder ausgeschlossen wird. „Unlösbares Verbinden“, „unlösbar verbunden“ und „unlösbar verbindbar“ kann bevorzugt als „zerstörungsfrei unlösbares Verbinden“, „zerstörungsfrei unlösbar verbunden“ und „zerstörungsfrei unlösbar verbindbar“ bezeichnet werden.
[00133] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass das zumindest eine Fügeelement 9 zum stoffschlüssigen, kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 ausgebildet ist.
[00134] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass das zumindest eine Fügeelement 9 zum manuellen, bevorzugt werkzeuglosen, Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 ausgebildet ist.
[00135] Ein manuelles, bevorzugt werkzeugloses, Verbinden und/oder Lösen erhöht die Benutzerfreundlichkeit durch eine einfachere Montage und Demontage.
[00136] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Anordnung 1 kann es vorgesehen sein, dass die zumindest eine Fügevorrichtung 6 zumindest zwei, zumindest drei oder mehrere Fügeelemente 9 zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite 10 des zumindest einen Möbelteils 4 aufweist, bevorzugt wobei zumindest zwei, zumindest drei oder alle der vorhandenen Fügeelemente 9
- gleichartig ausgebildet sind und/oder
- Im verbundenen Zustand auf einer, bevorzugt einzigen, dem zumindest einen Möbelteil
4 zugewandten Seite der zumindest einen Fügevorrichtung 6 angeordnet sind.
[00137] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Möbelteil 4 auf der Verbindungsseite 10 zumindest ein Aufnahmeelement 37 zum Aufnehmen des zumindest einen Fügeelements aufweist, wobei bevorzugt das zumindest eine Aufnahmeelement 37 - eine Vertiefung 13, bevorzugt ein Loch und/oder ein Durchgangsloch, ist und/oder - ein Teil einer Schnappverbindung mit der zumindest einen Fügevorrichtung 6 ist und/oder - zumindest ein dünnwandiges Metall, bevorzugt dünnwandigen Stahl, aufweist oder daraus besteht und/oder - zumindest einen Kunststoff aufweist oder daraus besteht.
[00138] Ein Aufnahmeelement 37 kann vorteilhaft sein, insbesondere wenn es Teil einer Schnappverbindung mit der zumindest einen Fügevorrichtung 6 ist. Wie bereits oben zur Schnappverbindung beschrieben, kann hier analog vorteilhaft sein, wenn das zumindest eine Möbelteil 4 auf der Verbindungsseite 10 eine elastische Aufnahme zum Aufnehmen des zumindest einen Fügeelements aufweist.
[00139] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Aufnahmeelement 37 zum, bevorzugt zerstörungsfrei, lösbaren oder unlösbaren Verbinden mit der zumindest einen Fügevorrichtung 6 ausgebildet ist
[00140] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Aufnahmeelement 37 zum stoffschlüssigen, kraftschlüssigen und/oder
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formschlüssigen Verbinden mit der zumindest einen Fügevorrichtung 6 ausgebildet ist.
[00141] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Aufnahmeelement 37 zum manuellen, bevorzugt werkzeuglosen, Verbinden mit der zumindest einen Fügevorrichtung 6 ausgebildet ist
[00142] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Möbelteil 4 auf der Verbindungsseite 10 zumindest zwei, zumindest drei oder mehrere Aufnahmeelemente 37 zum Aufnehmen zumindest eines Fügeelements oder zumindest zweier oder zumindest dreier oder mehrerer Fügeelement 9 aufweist, bevorzugt wobei zumindest zwei, zumindest drei oder alle der vorhandenen Aufnahmeelement 37
- gleichartig ausgebildet sind und/oder
- auf der Vorderseite 10 angeordnet sind und/oder
- Im verbundenen Zustand auf einer, bevorzugt einzigen, der zumindest einen Fügevor-
richtung 6 zugewandten Seite des zumindest eine Möbelteils 4 angeordnet sind.
[00143] Fig. 24 zeigt eine vergrößerte Ansicht des ersten Grundkörperteils 30 aus Fig. 23. [00144] Bisher Beschriebenes für Fig. 22 und 23 gilt analog für Fig. 24.
[00145] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass
- das zumindest eine Fügeelement 9 und/oder
- der zumindest eine Fügekanal 11 und/oder
- das zumindest eine Haltelement 12 und/oder
- das zumindest eine Spannelement 16 und/oder
- die zumindest eine Einstellvorrichtung 18 und/oder
- der zumindest eine Grundkörper 19 und/oder
- der zumindest eine Einstellkörper 21 und/oder
- die zumindest eine Befestigungseinrichtung integraler Bestandteil der zumindest einen Fügevorrichtung 6 ist.
[00146] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Anordnung 1 kann vorgesehen sein, dass
- die zumindest eine Seitenwand 3 und/oder
- das zumindest eine Möbelteil 4 und/oder
- die zumindest eine Fügevorrichtung 6 und/oder
- das zumindest eine Fügeelement 9 und/oder
- die zumindest eine Verbindungseite 10 und/oder
- der zumindest eine Fügekanal 11 und/oder
- das zumindest eine Haltelement 12 und/oder
- das zumindest eine Spannelement 16 und/oder
- die zumindest eine Einstellvorrichtung 18 und/oder
- der zumindest eine Grundkörper 19 und/oder
- der zumindest eine Einstellkörper 21 und/oder
- die zumindest eine Befestigungseinrichtung einteilig oder zweiteilig oder mehrteilig ausgeführt ist.
[00147] Obwohl die bisherige Beschreibung mit einem gewissen Maß an Ausführlichkeit verfasst wurde, ist zu beachten, dass viele Änderungen an den Details der Konstruktion der Ausführungsbeispiele und der Platzierung ihrer Komponenten vorgenommen werden können, ohne vom grundlegenden Konzept und Umfang dieser Offenbarung abzuweichen. Es versteht sich, dass die Anordnung nicht auf die hier zur Veranschaulichung dargelegten Ausführungsformen beschränkt ist.
[00148] Sämtliche beschriebenen Ausführungsbeispiele können, wenn technisch möglich, miteinander kombiniert werden und/oder durch einzelne Merkmale anderer Ausführungsbeispiele ergänzt werden.
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Patentansprüche
1. Anordnung (1) für einen Schubkasten (2) mit zumindest einer Seitenwand (3), zumindest einem Möbelteil (4), bevorzugt in Form einer Rückwand (5), und zumindest einer Fügevorrichtung (6), wobei das zumindest eine Möbelteil (4) mit der zumindest einen Seitenwand (3) in zumindest einer Fügerichtung (7) quer, bevorzugt orthogonal, zu einer Längsrichtung (8) der Seitenwand (3) über die zumindest eine Fügevorrichtung (6) verbunden oder verbindbar ist, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest ein Fügeelement (9) zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Verbindungsseite (10) im verbundenen Zustand der Seitenwand (3) zugewandt ist und quer, bevorzugt orthogonal, zu der Längsrichtung (8) der Seitenwand (3) ausgerichtet ist.
2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest einen Fügekanal (11) aufweist, wobei der zumindest eine Fügekanal (11) das zumindest eine Fügeelement (9) aufweist und/oder im verbundenen Zustand zumindest bereichsweise zumindest zwei oder zumindest drei Seiten des zumindest einen Möbelteils (4), bevorzugt die zumindest eine Verbindungsseite (10) und/oder eine andere der Seitenwand (3) zugewandte Seite und/oder eine der Seitenwand (3) abgewandte und quer, besonders bevorzugt orthogonal, zur Längsrichtung (8) ausgerichtete Seite des zumindest einen Möbelteils (4), umgibt.
3. Anordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, bevorzugt nach dem vorangegangenen Anspruch 2, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest ein Halteelement (12) aufweist, wobei das zumindest eine Halteelement (12)
- zum Übertragen der im Zuge des Schließens des Schubkastens (2) auftretenden Kräfte ausgebildet ist und/oder
- zumindest bereichsweise plattenförmige ausgebildet ist und/oder
- eine Vertiefung (13), bevorzugt ein Loch und/oder ein Durchgangsloch, aufweist und/ oder
- ein Spreizelement (14) aufweist und/oder
- ein Federelement (15), bevorzugt ein Biegefederelement, ist und/oder
- Im zumindest einen Fügekanal (11), bevorzugt auf einer dem zumindest einen Fügeelement (9) gegenüberliegenden Seite, angeordnet ist und/oder
- zumindest ein Metall, bevorzugt Stahl, aufweist oder daraus besteht.
4. Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, bevorzugt nach einem der vorangegangenen Ansprüche 2 oder 3, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest ein Spannelement (16), bevorzugt zumindest ein Spielausgleichselement, aufweist, wobei das zumindest eine Spannelement (16), bevorzugt das zumindest eine Spielausgleichselement,
- zum, bevorzugt elastischen, Vorspannen des verbundenen zumindest einen Möbelteils (4), bevorzugt entgegen der zumindest einen Fügerichtung (7), ausgebildet ist und/oder
- zumindest bereichsweise plattenförmige ausgebildet ist und/oder
- ein Federelement (15), bevorzugt ein Biegefederelement, ist und/oder
- Im zumindest einen Fügekanal (11), bevorzugt auf einer orthogonal auf die zumindest eine Fügerichtung (7) ausgerichtete Seite und/oder auf einer parallel zur Längsrichtung (8) ausgerichtete Seite, angeordnet ist und/oder
- zumindest ein Metall, bevorzugt Stahl, aufweist oder daraus besteht.
5. Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) - ein Vorsprung (17), bevorzugt ein Rastvorsprung und/oder eine Rastnoppe, ist und/oder - ein Teil einer Schnappverbindung mit dem zumindest einen Möbelteil (4) ist und/oder - zumindest einen Kunststoff aufweist oder daraus besteht.
6. Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) zum, bevorzugt zerstörungsfrei, lösbaren oder unlösbaren Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) ausgebildet ist.
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10.
11.
12.
13. 14.
AT 528 863 A1 2026-06-15
Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) zum stoffschlüssigen, kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) ausgebildet ist.
Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) zum manuellen, bevorzugt werkzeuglosen, Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) ausgebildet ist.
Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) im verbundenen Zustand das Bewegen des zumindest einen Möbelteils (4) in zumindest eine Richtung, bevorzugt in die zumindest eine Fügerichtung (7) und/oder entgegen der zumindest einen Fügerichtung (7) und/oder in zumindest eine Richtung orthogonal zur zumindest einen Fügerichtung (7), blockiert.
Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest zwei, zumindest drei oder mehrere Fügeelemente (9) zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) aufweist, bevorzugt wobei zumindest zwei, zumindest drei oder alle der vorhandenen Fügeelemente (9)
- gleichartig ausgebildet sind und/oder
- Im verbundenen Zustand auf einer, bevorzugt einzigen, dem zumindest einen Möbelteil
(4) zugewandten Seite der zumindest einen Fügevorrichtung (6) angeordnet sind.
Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest eine Einstellvorrichtung (18) zum Einstellen einer relativen Lage zwischen zumindest einem Grundkörper (19) und zumindest einem Einstellkörper (20) aufweist, zumindest umfassend zumindest ein um eine Drehachse (23) drehbares Einstellelement (21), bevorzugt zumindest einen Exzenter und/oder zumindest eine Schnecke, wobei die relative Lage zwischen dem zumindest einen Grundkörper (19) und dem zumindest einen Einstellkörper (20) durch Drehen des zumindest einen Einstellelements (21) um die Drehachse (23) einstellbar ist.
Schubkasten (2) mit einer Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 11.
Möbel (22) mit einem Schubkasten (2) nach dem vorangegangenen Anspruch.
Verfahren zum
- Verbinden zumindest eines Möbelteils (4), bevorzugt in Form einer Rückwand (5) eines Schubkastens (2), mit einer Seitenwand (3) umfassend zumindest eine Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 und/oder
- Lösen zumindest eines Möbelteils (4), bevorzugt in Form einer Rückwand (5) eines Schubkastens (2), von einer Seitenwand (3) umfassend zumindest eine Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 und/oder
umfassend zumindest einen, bevorzugt zwei oder zumindest drei oder zumindest mehrere oder alle, der folgenden, bevorzugt chronologischen, Verfahrensschritte:
- Bewegen des zumindest einen Möbelteils (4) in zumindest eine Fügerichtung (7) zu der Seitenwand (3) hin oder Bewegen der Seitenwand (3) in eine der Fügerichtung (7) entgegengesetzten Richtung zu dem zumindest einen Möbelteil (4) hin
- Einführen des zumindest einen Möbelteils (4) in zumindest einen Fügekanal (11) zumindest einer Fügevorrichtung (6) in eine Fügerichtung (7)
- Herstellen der Verbindung zwischen einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) und der Seitenwand (3) mittels zumindest einer Fügevorrichtung (6)
- Lösen der Verbindung zwischen einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen M6öbelteils (4) und der Seitenwand (3), bevorzugt mittels Bewegen der Verbindungsseite (10) in eine Richtung quer, bevorzugt orthogonal, zu der zumindest einen Fügerichtung
(7)
- Entnehmen des zumindest einen Möbelteils (4) aus zumindest einen Fügekanal (11) zumindest einer Fügevorrichtung (6) entgegen einer Fügerichtung (7)
- Bewegen des zumindest einen Möbelteils (4) entgegen zumindest einer Fügerichtung (7) von der Seitenwand (3) weg oder Bewegen der Seitenwand (3) in eine der Fügerichtung (7) entgegengesetzten Richtung von dem zumindest einen Möbelteil (4) weg.
Claims (1)
- Neue Patentansprüche1. Anordnung (1) für einen Schubkasten (2) mit zumindest einer Seitenwand (3), zumindest einem Möbelteil (4), bevorzugt in Form einer Rückwand (5), und zumindest einer Fügevorrichtung (6), wobei das zumindest eine Möbelteil (4) mit der zumindest einen Seitenwand (3) in zumindest einer Fügerichtung (7) orthogonal zu einer Längsrichtung (8) der Seitenwand (3) und entlang einer weiteren Längsrichtung des zumindest einen Möbelteils (4) über die zumindest eine Fügevorrichtung (6) verbunden oder verbindbar ist, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest ein Fügeelement (9) zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Verbindungsseite (10) im verbundenen Zustand der Seitenwand (3) zugewandt ist und quer, bevorzugt orthogonal, zu der Längsrichtung (8) der Seitenwand (3) ausgerichtet ist.2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest einen Fügekanal (11) aufweist, wobei der zumindest eine Fügekanal (11) das zumindest eine Fügeelement (9) aufweist und/oder im verbundenen Zustand zumindest bereichsweise zumindest zwei oder zumindest drei Seiten des zumindest einen Möbelteils (4), bevorzugt die zumindest eine Verbindungsseite (10) und/oder eine andere der Seitenwand (3) zugewandte Seite und/oder eine der Seitenwand (3) abgewandte und quer, besonders bevorzugt orthogonal, zur Längsrichtung (8) ausgerichtete Seite des zumindest einen Möbelteils (4), umgibt.3. Anordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, bevorzugt nach dem vorangegangenen Anspruch 2, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest ein Halteelement (12) aufweist, wobei das zumindest eine Halteelement (12)- zum Übertragen der im Zuge des Schließens des Schubkastens (2) auftretenden Kräfte ausgebildet ist und/oder- zumindest bereichsweise plattenförmige ausgebildet ist und/oder- eine Vertiefung (13), bevorzugt ein Loch und/oder ein Durchgangsloch, aufweist und/ oder- ein Spreizelement (14) aufweist und/oder- ein Federelement (15), bevorzugt ein Biegefederelement, ist und/oder- Im zumindest einen Fügekanal (11), bevorzugt auf einer dem zumindest einen Fügeelement (9) gegenüberliegenden Seite, angeordnet ist und/oder- zumindest ein Metall, bevorzugt Stahl, aufweist oder daraus besteht.4. Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, bevorzugt nach einem der vorangegangenen Ansprüche 2 oder 3, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest ein Spannelement (16), bevorzugt zumindest ein Spielausgleichselement, aufweist, wobei das zumindest eine Spannelement (16), bevorzugt das zumindest eine Spielausgleichselement,- zum, bevorzugt elastischen, Vorspannen des verbundenen zumindest einen Möbelteils (4), bevorzugt entgegen der zumindest einen Fügerichtung (7), ausgebildet ist und/oder- zumindest bereichsweise plattenförmige ausgebildet ist und/oder- ein Federelement (15), bevorzugt ein Biegefederelement, ist und/oder- Im zumindest einen Fügekanal (11), bevorzugt auf einer orthogonal auf die zumindest eine Fügerichtung (7) ausgerichtete Seite und/oder auf einer parallel zur Längsrichtung (8) ausgerichtete Seite, angeordnet ist und/oder- zumindest ein Metall, bevorzugt Stahl, aufweist oder daraus besteht.5. Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) - ein Vorsprung (17), bevorzugt ein Rastvorsprung und/oder eine Rastnoppe, ist und/oder - ein Teil einer Schnappverbindung mit dem zumindest einen Möbelteil (4) ist und/oder - zumindest einen Kunststoff aufweist oder daraus besteht.171727ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE10.11.12.13. 14.AT 528 863 A1 2026-06-15Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) zum, bevorzugt zerstörungsfrei, lösbaren oder unlösbaren Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) ausgebildet ist.Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) zum stoffschlüssigen, kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) ausgebildet ist.Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) zum manuellen, bevorzugt werkzeuglosen, Verbinden mit der zumindest einen Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) ausgebildet ist.Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das zumindest eine Fügeelement (9) im verbundenen Zustand das Bewegen des zumindest einen Möbelteils (4) in zumindest eine Richtung, bevorzugt in die zumindest eine Fügerichtung (7) und/oder entgegen der zumindest einen Fügerichtung (7) und/oder in zumindest eine Richtung orthogonal zur zumindest einen Fügerichtung (7), blockiert.Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest zwei, zumindest drei oder mehrere Fügeelemente (9) zum Verbinden mit zumindest einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) aufweist, bevorzugt wobei zumindest zwei, zumindest drei oder alle der vorhandenen Fügeelemente (9)- gleichartig ausgebildet sind und/oder- Im verbundenen Zustand auf einer, bevorzugt einzigen, dem zumindest einen Möbelteil(4) zugewandten Seite der zumindest einen Fügevorrichtung (6) angeordnet sind.Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die zumindest eine Fügevorrichtung (6) zumindest eine Einstellvorrichtung (18) zum Einstellen einer relativen Lage zwischen zumindest einem Grundkörper (19) und zumindest einem Einstellkörper (20) aufweist, zumindest umfassend zumindest ein um eine Drehachse (23) drehbares Einstellelement (21), bevorzugt zumindest einen Exzenter und/oder zumindest eine Schnecke, wobei die relative Lage zwischen dem zumindest einen Grundkörper (19) und dem zumindest einen Einstellkörper (20) durch Drehen des zumindest einen Einstellelements (21) um die Drehachse (23) einstellbar ist.Schubkasten (2) mit einer Anordnung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 11.Möbel (22) mit einem Schubkasten (2) nach dem vorangegangenen Anspruch.Verfahren zum- Verbinden zumindest eines Möbelteils (4), bevorzugt in Form einer Rückwand (5) eines Schubkastens (2), mit einer Seitenwand (3) umfassend zumindest eine Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 und/oder- Lösen zumindest eines Möbelteils (4), bevorzugt in Form einer Rückwand (5) eines Schubkastens (2), von einer Seitenwand (3) umfassend zumindest eine Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 und/oderumfassend zumindest einen, bevorzugt zwei oder zumindest drei oder zumindest mehrere oder alle, der folgenden, bevorzugt chronologischen, Verfahrensschritte:- Bewegen des zumindest einen Möbelteils (4) in zumindest eine Fügerichtung (7) zu der Seitenwand (3) hin oder Bewegen der Seitenwand (3) in eine der Fügerichtung (7) entgegengesetzten Richtung zu dem zumindest einen Möbelteil (4) hin- Einführen des zumindest einen Möbelteils (4) in zumindest einen Fügekanal (11) zumindest einer Fügevorrichtung (6) in eine Fügerichtung (7)- Herstellen der Verbindung zwischen einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) und der Seitenwand (3) mittels zumindest einer Fügevorrichtung (6)ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE- Lösen der Verbindung zwischen einer Verbindungsseite (10) des zumindest einen Möbelteils (4) und der Seitenwand (3), bevorzugt mittels Bewegen der Verbindungsseite (10) in eine Richtung quer, bevorzugt orthogonal, zu der zumindest einen Fügerichtung (7)- Entnehmen des zumindest einen Möbelteils (4) aus zumindest einen Fügekanal (11) zumindest einer Fügevorrichtung (6) entgegen einer Fügerichtung (7)- Bewegen des zumindest einen Möbelteils (4) entgegen zumindest einer Fügerichtung (7) von der Seitenwand (3) weg oder Bewegen der Seitenwand (3) in eine der Fügerichtung (7) entgegengesetzten Richtung von dem zumindest einen Möbelteil (4) weg.Hierzu 8 Blatt Zeichnungen19727ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO2026107536A1 (de) | 2026-05-28 |