AT528748A4 - Verbindungsvorrichtung - Google Patents

Verbindungsvorrichtung

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AT528748A4
AT528748A4 ATA50915/2024A AT509152024A AT528748A4 AT 528748 A4 AT528748 A4 AT 528748A4 AT 509152024 A AT509152024 A AT 509152024A AT 528748 A4 AT528748 A4 AT 528748A4
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Abstract

Verbindungsvorrichtung (1) zum Verbinden einer Schubladenzarge (101) mit einem plattenförmigen Schubladenelement (100a), vorzugsweise einem Schubladenboden (102) und/oder einer Schubladenrückwand (103), mittels zumindest eines Nagels (4), wobei die Verbindungsvorrichtung (1) zumindest ein Verbindungselement (2) umfasst, wobei das zumindest eine Verbindungselement - zumindest eine Anlagefläche (3) zur Anlage des plattenförmigen Schubladenelements (100a), und - zumindest eine zur zumindest einen Anlagefläche (3) hin geöffnete Nagelöffnung (5) zur Aufnahme des zumindest einen Nagels (4) aufweist, wobei die Verbindungsvorrichtung (2) zumindest eine Haltevorrichtung (6) und zumindest einen Nagel (4) aufweist, wobei der zumindest einen Nagel (4), wenigstens in einem Auslieferungszustand der Verbindungsvorrichtung (1), durch die Haltevorrichtung (6) in der zumindest einen Nagelöffnung (5) gehalten ist.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung zum Verbinden einer Schubladenzarge
mit einem plattenförmigen Schubladenelement, vorzugsweise einem Schubladenboden und/oder
einer Schubladenrückwand, mittels zumindest eines Nagels, wobei die Verbindungsvorrichtung
zumindest ein Verbindungselement umfasst, wobei das zumindest eine Verbindungselement
- zumindest eine Anlagefläche zur Anlage des plattenförmigen Schubladenelements, und
- zumindest eine zur zumindest einen Anlagefläche hin geöffnete Nagelöffnung zur Aufnahme des zumindest einen Nagels aufweist.
Weiters betrifft die Erfindung eine Schublade mit zumindest einer solchen Verbindungsvorrich-
tung.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedenste Verbindungsvorrichtungen bekannt, bei welchen die Verbindung zwischen einer Schubladenzarge und einem plattenförmigen Schubladenelement mittels zumindest eines Nagels erfolgt. Beispielsweise ist in der Anmelder-eigenen AT 525798 B1 eine Schublade offenbart, bei welcher an den Seitenzargen jeweils ein Anbindesteg in Form einer Metallschiene zum Verbinden eines Schubladenbodens angeordnet ist. Zudem sind als Metallwinkel ausgebildete Rückwandhalter zum Verbinden der Zarge mit einer Rückwand gezeigt. Die Anbindestege und Rückwandhalter weisen dabei Öffnungen auf, in welche Nägel einbringbar sind. Somit können die Anbindestege und die Rückwandhalter mit einem Schubladenboden bzw. einer Schubladenrückwand vernagelt werden.
[0003] Nachteilig bei dieser Lösung ist, dass der Zusammenbau einer solchen Schublade für eine Person recht umständlich und aufwendig ist. Insbesondere müssen die Schubladenzargen und der Schubladenboden bzw. die Schubladenrückwand in Position gehalten werden, während ein Nagel eingeschlagen wird.
[0004] Das ist insbesondere problematisch, wenn eine Person eine Privatperson ohne Spezialwerkzeug oder dergleichen ist. In dem Fall müsste die Person nämlich die Schubladenzargen, den Schubladenboden bzw. die Schubladenrückwand in Position halten und gleichzeitig aber den Nagel und ein Werkzeug wie einen Hammer halten, um den Nagel einschlagen zu können. Es werden also zumindest zwei Personen zum Zusammenbau der Schublade benötigt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, die zuvor beschriebenen Nachteile zumindest teilweise zu beheben und einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Verbindungsvorrichtung anzugeben, welche einen einfachen Zusammenbau einer Schublade ermöglicht, anzugeben. Zudem soll auch eine Schublade mit zumindest einer solchen Verbindungsvorrichtung angegeben werden.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 12.
[0007] Erfindungsgemäß ist daher bei einer wie vorher beschriebenen Verbindungsvorrichtung vorgesehen, dass die Verbindungsvorrichtung zumindest eine Haltevorrichtung und zumindest einen Nagel aufweist, wobei der zumindest einen Nagel, wenigstens in einem Auslieferungszustand der Verbindungsvorrichtung, durch die Haltevorrichtung in der zumindest einen Nagelöffnung gehalten ist.
[0008] In anderen Worten ist der zumindest eine Nagel also an dem Verbindungselement über die Haltevorrichtung vormontiert.
[0009] Dadurch wird das Zusammenbauen einer Schublade für einen Benutzer deutlich einfacher. So kann eine Person in einem ersten Schritt die Schubladenzarge entsprechend zu dem plattenförmigen Schubladenelement positionieren (wobei die Nägel auch schon in der richtigen Position gehalten sind), diese dann, wenn nötig, mit einer Hand in Position halten und mit der anderen Hand den zumindest einen vormontierten Nagel einschlagen. Ein Zusammenbau einer Schublade ist somit auch problemlosen von einer einzelnen Person zu erledigen.
[0010] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Nägel nicht einfach verlegt werden können bzw. allgemein kaum zu verlieren sind, da Sie ja an den Verbindungselementen vormoniert sind.
[0011] Hinsichtlich einer erfindungsgemäßen Schublade ist vorgesehen, dass die Schublade zu
mindest eine Schubladenzarge, zumindest ein plattenförmiges Schubladenelement, vorzugsweise einen Schubladenboden und/oder eine Schubladenrückwand, und zumindest eine erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung umfasst, wobei das plattenförmige Schubladenelement an der zumindest einen Anlagefläche anliegt und wobei der zumindest eine Nagel zumindest teilweise in das zumindest eine plattenförmige Schubladenelement eingeschlagen ist.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0013] Als einfache Ausführungsform der zumindest einen Haltevorrichtung kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Haltevorrichtung durch die zumindest eine Nagelöffnung zur ausgebildet ist.
[0014] Das kann beispielsweise so umgesetzt werden, dass die Nagelöffnung zumindest bereichsweisen einen Durchmesser aufweist, welcher gleich groß oder kleiner als ein Nageldurchmesser des zumindest einen Nagels ist, sodass der zumindest eine Nagel kraftschlüssig in der zumindest einen Nagelöffnung gehalten ist.
[0015] Vorteilhafterweise kann jedoch vorgesehen sein, dass die zumindest eine Haltevorrichtung eine Lasche umfasst, wobei ein Kopf des zumindest einen Nagels in der Lasche gehalten ist.
[0016] Eine solche Ausbildungsform hat gleich mehrere Vorteile. Einerseits kann durch das Halten des Kopfs vordefiniert werden, in welcher Position der zumindest eine Nagel in der zumindest einen Nagelöffnung gehalten ist. Andererseits wird der zumindest eine Nagel durch die Lasche vor einem Umbiegen oder ungewollten Einschlagen geschützt. Nicht zuletzt kann über die Lasche einem Umbiegen des zumindest einen Nagels beim Einschlagen entgegengewirkt werden, da die Lasche eine, beispielsweise durch einen Hammer, aufgebrachte Kraft besser und gleichmäßiger Verteilen kann.
[0017] Es kann weiters vorgesehen sein, dass die Lasche zumindest bereichsweise elastisch ausgebildet ist, vorzugsweise wobei die Lasche zumindest ein Filmscharnier umfasst.
[0018] Eine zumindest bereichsweise elastische Ausbildung der Lasche hat zur Folge, dass diese beim Einschlagen des zumindest einen Nagels nachgiebiger ist, wodurch beim Einschlagen kein zusätzlicher Kraftaufwand zum Verformen der Lasche notwendig ist.
[0019] Über zumindest ein Filmscharnier lässt sich eine solche bereichweise elastische Ausbildung einfach umsetzen.
[0020] Selbstverständlich ist auch denkbar, dass die Lasche beim Einschlagen des Nagels zusätzlich, oder alternativ auch nur, plastisch verformt wird.
[0021] Die Lasche kann zwei Enden aufweisen, wobei ein erstes der Enden an dem zumindest einen Verbindungselement angeordnet und/oder mit diesem verbunden sein kann.
[0022] Ein zweites Ende kann ein freies Ende sein oder ebenfalls an dem zumindest einen Verbindungselement angeordnet und/oder mit diesem verbunden sein.
[0023] Somit kann die Lasche an unterschiedliche Verbindungselemente angepasst werden.
[0024] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Lasche eine, vorzugsweise im Wesentlichen kreisrunde, Öffnung aufweist, in welcher der Kopf der zumindest einen Schraube gehalten ist.
[0025] Der Kopf kann dabei form-, kraft- und/oder stoffschlüssig in der Öffnung gehalten sein. [0026] Das stellt eine einfache Möglichkeit zum Halten des zumindest einen Nagels dar.
[0027] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Lasche mit dem zumindest einen Verbindungselement verbunden ist, vorzugsweise wobei die Lasche integral mit dem zumindest einen Verbindungselement ausgebildet ist.
[0028] Die Lasche kann somit platzsparend und mit geringem zusätzlichem Fertigungsaufwand realisiert werden. Insbesondere wenn die Lasche integral mit dem Verbindungselement ausge-
bildet ist, kommen diese Vorteile besonders zur Geltung.
[0029] Vorteilhafterweise kann auch vorgesehen sein, dass die Spitze des zumindest einen Nagels in dem Auslieferungszustand vollständig innerhalb der zumindest einen Nagelöffnung angeordnet ist.
[0030] Der Nagel steht mit seiner Spitze also nicht über die Anlagefläche hinaus. Dadurch lässt sich das plattenförmige Schubladenelement einfach an der Anlagefläche zur Anlage bringen und so auch einfach zur Schubladenzarge ausrichten. Zudem wird auch eine Verletzungsgefahr für eine Person beim Zusammenbauen der Schublade verringert.
[0031] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Verbindungsvorrichtung zumindest zwei Nägel jeweils eine dazugehörige Haltevorrichtung aufweist.
[0032] Somit können an einem Verbindungselement zwei oder mehr Nägel angeordnet sein, wodurch eine stabilere Verbindung zwischen dem zumindest einen plattenförmigen Schubladenelement und der Schubladenzarge erzielt werden kann.
[0033] Bevorzugt kann auch vorgesehen sein, dass die Verbindungsvorrichtung zumindest zwei Verbindungselemente, vorzugsweise zumindest fünf Verbindungselemente, umfasst.
[0034] Durch das Vorsehen mehrerer Verbindungselemente kann eine stabilere Verbindung zwischen der Schubladenzarge und dem zumindest einem plattenförmigen Schubladenelement erreicht werden.
[0035] Eine besonders stabile Verbindung kann durch das Vorsehen von vier Verbindungselementen im Bereich eines Schubladenbodens und einem Verbindungselement im Bereich einer Schubladenrückwand, also insgesamt fünf Verbindungselementen, erzielt werden.
[0036] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass ein einzelnes Verbindungselement im Bereich einer Schubladenrückwand und im Bereich eines Schubladenbodens angeordnet sein kann. In diesen Fall wären dann zumindest vier Verbindungselemente vorgesehen.
[0037] Die Verbindungselemente können dabei im Wesentlichen identisch oder aber auch unterschiedlich voneinander ausgebildet sein. Vorzugsweise kann die Ausbildung eines Verbindungselements von dessen Position an der Schubladenzarge abhängen.
[0038] Vorteilhafterweise sind ein Teil der Verbindungselemente identisch zueinander ausgebildet, während sich andere Verbindungselement davon unterscheiden.
[90039] In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Verbindungselement zumindest eine Schnittstelle zum, vorzugsweise formschlüssigen, Verbinden des Verbindungselements mit der Schubladenzarge umfasst.
[0040] Über die zumindest eine Schnittstelle kann das zumindest eine Verbindungselement also an die Schubladenzarge angebunden werden und so das plattenförmige Schubladenelement mit der Schubladenzarge verbinden.
[0041] Die Schnittstelle kann dabei grundsätzlich auf verschiedenste Art und Weise ausgeführt sein. Es sind daher einfache Lösungen wie ein Verschrauben, Vernieten, Verklemmen oder dergleichen denkbar.
[0042] Vorteilhafterweise kann jedoch vorgesehen sein, dass die zumindest eine Schnittstelle zumindest eine Nut und/oder zumindest einen Vorsprung aufweist, wobei ein korrespondierender Vorsprung der Schubladenzarge in der zumindest einen Nut aufnehmbar ist und/oder wobei der zumindest eine Vorsprung in eine korrespondierende Nut der Schubladenzarge einbringbar ist.
[0043] Mittels einer solchen Lösung kann das Verbindungselement einfach in eine Schubladenzarge eingeschoben werden. Somit ist auch ein einfaches Positionieren des Verbindungselements entlang der Schubladenzarge möglich. Zudem kann das Verbinden mit der Schubladenzarge werkzeuglos erfolgen.
[0044] Es kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Verbindungselement einstückig aus-
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gebildet ist. Das verringert die Komplexität eins Verbindungselements und erleichtert so das Zusammenbauen einer Schublade.
[0045] Vorteilhafterweise kann das zumindest eine Verbindungselement aus Kunststoff bestehen.
[0046] Das stellt eine einfache und Kostengünstige Möglichkeit zur Fertigung eines Verbindungselements dar. Es ist aber auch denkbar, dass das Verbindungselement aus einem anderen Material oder aus mehreren verschiedenen Materialien besteht.
[0047] Es kann vorgesehen sein, dass das Verbindungselement mittel eines Spritzgussverfahrens gefertigt ist.
[0048] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Verbindungselement eine Kupplungsvorrichtung zum Kuppeln des Verbindungselements mit einer Schiene einer Schubladenausziehführung aufweist.
[0049] In diesem Fall kann das Verbindungselement eine Doppelfunktion erfüllen und die Schublade an eine Schubladenausziehführung anbinden.
[0050] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Verbindungselement zumindest eine zur zumindest einen Anlagefläche hin geöffnete Schraubenöffnung zur Aufnahme zumindest einer Schraube aufweist, wobei die Verbindungsvorrichtung zumindest eine Schraube mit einem Gewinde umfasst, wobei die zumindest eine Schraube in die zumindest eine Schraubenöffnung einschraubbar ist, wobei das zumindest eine Verbindungselement im Bereich der Schraubenöffnung in Längsrichtung der Schraubenöffnung ein Mindestdicke aufweist, die so groß ist, dass in einem eingeschraubten Zustand der Schraube zumindest ein Drittel des Gewindes mit der Schraubenöffnung in Eingriff steht.
[0051] Durch eine solche Lösung ist es möglich, Schrauben mit standardisierter Länge auch mit dünnen plattenförmigen Schubladenelementen zu verwenden. Die Mindestdicke kann nämlich so gewählt werden, dass jener Teil der Schraube, welcher in das plattenförmigen Schubladenelementen eindringt, an die Dicke des plattenförmigen Schubladenelementen angepasst und daher nicht zu lang ist.
[0052] Demgemäß kann über die Dimensionierung der Mindestdicke auch die Eindringtiefe der zumindest einen Schraube angepasst werden.
[0053] Zudem kann eine Person aufgrund der Mindestdicke die zumindest eine Schraube vor dem Zusammenbau der Schublade bereits teilweise in die Schraubenöffnung einschrauben, wodurch diese beim Zusammenbau der Schublade nicht mehr gehalten werden muss. Daher ermöglicht eine erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung auch einen erleichterten Zusammenbau der Schublade.
[0054] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass nur eine Spitze oder ein Teil der Spitze der zumindest einen Schraube aus der Schraubenöffnung und über die Auflagefläche ragt.
[0055] Demgemänß dringt nur eine Spitze oder ein Teil der Spitze der zumindest einen Schraube in das plattenförmige Element ein, wodurch ein Ausbrechen des plattenförmige Elements zuverlässig verhindert werden kann. Dabei ist das plattenförmige Element dennoch ausreichend mit dem Verbindungselement bzw. in weiterer Folge der Schubladenzarge verbunden.
[0056] In diesem Ausführungsbeispiel wirkt die zumindest eine Schraube also wie eine Kralle.
[0057] Es kann alternativ auch vorgesehen sein, dass die zumindest eine Schraube ein flaches Ende aufweist und somit nicht in das plattenförmige Element eindringt. Die zumindest eine Schraube würde in diesem Ausführungsbeispiel eine klemmende Wirkung entfalten.
[0058] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Schraube zwischen 1 mm und 3 mm, bevorzugt 2 mm, besonders bevorzugt 2,15 mm, aus der Schraubenöffnung und über die Auflagefläche ragt. In diesem Bereich kommen die oben beschriebenen Vorteile besonders zur Geltung.
[0059] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Mindestdicke so groß ist, dass in einem einge
schraubten Zustand der Schraube das Gewinde zumindest zur Hälfte, vorzugsweise im Wesentlichen vollständig, mit der Schraubenöffnung in Eingriff steht.
[0060] Im Wesentlichen vollständig ist dabei derart auszulegen, dass etwaige Gewindeabschnitte im Bereich der Spitze der zumindest einen Schraube nicht zwingen mit der Schraubenöffnung in Eingriff stehen müssen.
[0061] Über eine solche Ausbildung kann eine gute Verankerung der Schraube im zumindest einen Verbindungselement erreicht werden, wodurch auch die Stabilität der Verbindung zwischen Schraubenspitze und dem plattenförmigen Element verstärkt wird.
[0062] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Mindestdicke zwischen 11 mm und 14 mm, bevorzugt zwischen 12 mm und 13 mm, besonders bevorzugt 12,15 mm, aufweist.
[0063] Schrauben mit standardisierter Länge haben im Möbelbaubereich üblicherweise eine Länge von 15 mm. Uber die oben genannten Dimensionen der Mindestdicke können die vorgenannten vorteilhaften Effekte für solche Schrauben mit 15 mm Länge erreicht werden.
[0064] Es kann auch vorgesehen sein, dass in der Schraubenöffnung ein zum Gewinde der Schraube korrespondierendes Gegengewinde vorgesehen ist oder wobei die Schraube als gewindefurchende Schraube ausgebildet ist.
[0065] Werden gewindefurchende Schrauben eingesetzt, so müssen die Schraubenöffnungen nicht mit einem Gewinde versehen werden, wodurch sich der Fertigungsaufwand für eine Verbindungsvorrichtung reduziert.
[0066] Im Falle, dass ein korrespondierendes Gegengewinde vorgesehen ist, wird das Einschrauben der zumindest einen Schraube in die zumindest eine Schraubenöffnung erleichtert.
[0067] Es kann auch vorgesehen sein, dass das zumindest eine Verbindungselement im Bereich der zumindest einen Schraubenöffnung eine Senkung zur zumindest teilweisen Aufnahme eines Schraubenkopfs aufweist.
[0068] In einem weiteren Ausführungsbeispiel können zumindest zwei Schraubenöffnungen und zumindest zwei Schrauben vorgesehen sein.
[0069] Hinsichtlich einer erfindungsgemäßen Schublade kann vorgesehen sein, dass zwei Schubladenzarge, zwei Verbindungsvorrichtungen und zumindest zwei plattenförmige Schubladenelemente vorgesehen sind, wobei eines der zumindest zwei plattenförmigen Schubladenelemente als Schubladenboden und ein anderes der zumindest zwei plattenförmigen Schubladenelemente als Schubladenrückwand ausgebildet ist.
[0070] Es kann auch vorgesehen sein, dass die das plattenförmige Schubladenelement eine Frontblende ist oder dass zusätzlich zu dem plattenförmigen Schubladenelement eine Frontblende vorgesehen ist.
[9071] In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Haltevorrichtung, vorzugsweise elastisch, verformt ist.
[0072] Das ist darauf zurückzuführen, dass beim Zusammenbau der Schublade der zumindest eine Nagel eingeschlagen wurde und so die Haltevorrichtung verformt wurde.
[0073] Weitere Einzelheiten und Vorteile bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
[0074] Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines Möbels mit mehreren Schubladen,
[0075] Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Schublade,
[0076] Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer Schubladenzarge mit einer Verbindungsvorrichtung,
[0077] Fig. 4a-b schematische perspektivische Darstellungen eines ersten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung,
[0078] Fig. 5a-e verschiedene schematische Darstellungen des ersten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung mit einem plattenförmigen Schubladenelement,
[0079] Fig. 6a-b schematische perspektivische Darstellungen eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung,
[0080] Fig. 7a-c verschiedene schematische Darstellungen des zweiten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung mit einem plattenförmigen Schubladenelement, und
[0081] Fig. 8a-h verschiedene schematische Darstellungen eines dritten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung mit zwei plattenförmigen Schubladenelementen.
[0082] Die Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Möbels 105 mit mehreren Schubladen 100 und die Fig. 2 eine schematische Darstellung einer solchen Schublade 100. Die Schubladen 100 können über Schubladenausziehführungen 104 aus einem Möbelkorpus 105a hinaus oder in den Möbelkorpus 105a hineinbewegt werden.
[0083] Eine Schublade 100 umfasst zwei Schubladenzargen 101 und zwei plattenförmige Schubladenelemente 100a. Eines der plattenförmigen Schubladenelemente 100a ist dabei als Schubladenboden 102 und das andere der plattenförmigen Schubladenelemente 100a als Schubladenrückwand ausgebildet.
[0084] Die Schubladenzargen 101 sind über jeweils eine Verbindungsvorrichtung 1 mit den beiden plattenförmigen Schubladenelementen 100a verbunden.
[0085] Die Schublade 100 weist weiters eine Frontblende 106 auf. Die Frontblende 106 kann dabei über eine eigenen Frontblendenhalterung mit den Schubladenzargen 101 verbunden sein. Es ist aber auch denkbar, dass die Frontblende 106 mittels zumindest einer der Verbindungsvorrichtungen 1 oder einer zumindest einer weiteren Verbindungsvorrichtung 1 mit den Schubladenzargen 101 verbunden ist.
[0086] Die Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Schubladenzarge 101 mit einer Verbindungsvorrichtung 1.
[0087] Es ist erkennbar, dass die Verbindungsvorrichtung 1 mehrere Verbindungselemente 2 aufweist. Diese Verbindungselemente 2 sind an verschiedenen Stellen entlang der Schubladenzarge 101 angeordnet, wodurch eine stabile Verbindung der plattenförmigen Schubladenelemente 100a mit den Schubladenzargen 101 erreicht werden kann. Grundsätzlich kann aber natürlich auch eine andere Anzahl an Verbindungselementen 2 vorgesehen sein.
[0088] Im gegenständlichen Ausführungsbeispiel ist das Verbindungselement 2 im Bereich der Schubladenrückwand 103 dazu ausgebildet, sowohl die Schubladenrückwand 103 als auch den Schubladenboden 2 mit der Schubladenzarge 101 zu verbinden. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass im Bereich der Schubladenrückwand 103 ein Verbindungselement 2 zum Verbinden der Schubladenrückwand 102 und ein davon gesondertes Verbindungselement 2 zum Verbinden des Schubladenbodens 102 angeordnet ist.
[0089] Der Fig 3. ist weiters zu entnehmen, dass die Verbindungselemente 2 unterschiedlich ausgebildet sind. Insgesamt sind drei verschiedenen Ausbildungen erkennbar: im Bereich der Frontblende 106 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Verbindungselements 2, in mittleren Bereich der Schubladenzarge 101 sind zweite Ausführungsbeispiele eines Verbindungselements 2 und im Bereich der Schubladenrückwand 103 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines Verbindungselements 2 ersichtlich. Grundsätzlich kann jedoch auch vorgesehen sein, dass alle Verbindungselemente 2 gleich ausgebildet sind.
[0090] Die Fig. 4a bis 45 zeigen schematische perspektivische Darstellungen eines ersten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung 1. Ein solches Ausführungsbeispiel kommt im
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Bereich einer Frontblende 106 zum Einsatz.
[0091] Das Verbindungselement 2 ist in diesem Ausführungsbeispiel einstückig ausgebildet und aus Kunststoff gefertigt. Selbstverständlich sind auch andere geeignete Materialien und/oder eine mehrteilige Ausbildung des Verbindungselements 2 denkbar.
[0092] Es ist ein Nagel 4 erkennbar, der in einer Nagelöffnung 5 angeordnet ist. Eine Spitze ab des Nagels 4 ist dabei vollständig innerhalb der Nagelöffnung 5 angeordnet.
[0093] Ein Kopf 4a des Nagels 4 ist in einer Öffnung 7d einer Haltevorrichtung 6 gehalten. Der Nagel 4 wird also durch die Haltevorrichtung 6 in der Nagelöffnung 5 gehalten.
[0094] Der Kopf 4a kann dabei beispielsweise formschlüssig, kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig (z.B. durch Einkleben) in der Öffnung 7d gehalten werden.
[0095] Die Haltevorrichtung 6 umfasst eine Lasche 7, welche mit einem ersten Ende 7b einstückig mit dem Verbindungselement 2 verbunden ist, wobei ein zweites Ende 7c ein freies Ende ist. Im Bereich des ersten Endes 7b ist erkennbar, dass die Lasche 7 eine dünnere Materialstärke aufweist, wodurch ein Filmscharnier 7a ausgebildet werde. Zumindest im Bereich des Filmscharniers 7a ist die Lasche 7 als elastisch ausgebildet.
[0096] Neben der Nagelöffnung 5 ist eine Schraubenöffnung 10 vorgesehen, welche eine Senkung 10a zur zumindest teilweisen Aufnahme eines Schraubenkopfs 11c einer Schraube 11 aufweist. In dieser Figur ist eine Schraube 11 nicht eingezeichnet.
[0097] Das Verbindungselement 2 weist im Bereich der Schraubenöffnung 10 eine Mindestdicke D in Längserstreckung der Schraubenöffnung 10 auf. Das ist in den Fig. 5c und 5e erkennbar.
[0098] Die Schraubenöffnung 11 und die Nagelöffnung 5 sind zu einer Anlagefläche 3 hin geöffnet. An die Anlagefläche 3 kann ein plattenförmiges Schubladenelement 100a zur Anlage kommen.
[0099] Das Verbindungselement 2 umfasst eine Schnittstelle 8 zur Anbindung des Verbindungselements 2 an eine Schubladenzarge 101. Im vorliegenden Fall umfasst die Schnittstelle 8 einen Vorsprung 8a, welcher in eine korrespondierende Nut 101a der Schubladenzarge 101 eingreifen kann und eine Nut 8b, in welche ein korrespondierender Vorsprung 101b der Schubladenzarge 101 eingreifen kann.
[00100] Es sind aber auch andere Ausbildungen der Schnittstelle 8 denkbar. Beispielsweise könnten die Verbindungselemente 2 auch an oder mit der Schubladenzarge 101 verklemmt, verschraubt, vernietet, verklebt oder durch anderweitige aus dem Stand der Technik bekannte Verbindungsverfahren verbunden sein.
[00101] Weiters weist das Verbindungselement 2 eine Kupplungsvorrichtung 9 zum Kuppeln des Verbindungselements 2 mit einer Schiene einer Schubladenausziehführung 104 auf. Über das Verbindungselement 2 kann also die Schublade 100 mit einer Schubladenausziehführung 104 gekuppelt werden.
[00102] Vorteilhaft dabei ist, dass keine zusätzliche Kupplungsvorrichtung mehr vorgesehen werden muss, wodurch Produktionskosten und -aufwand für eine Schublade reduziert werden kann. Es ist aber natürlich auch denkbar, dass das Verbindungselement 2 keine Kupplungsvorrichtung 9 aufweist und dass eine herkömmliche Kupplungsvorrichtung zum Einsatz kommt.
[00103] Die Fig. 5a bis 5e zeigen verschiedene schematische Darstellungen des ersten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung 1 mit einem plattenförmigen Schubladenelement 100a.
[00104] In Fig. 5a ist in perspektivischer Ansicht erkennbar, dass das plattenförmige Schubladenelement 100a als Schubladenboden 102 ausgebildet ist. Der Schubladenboden 102 liegt mit einer Unterseite 102a an der Anlagefläche 3 an.
[00105] In Fig. 5b und der zugehörigen Schnittdarstellung 5c ist eine Schraube 11 bereits in den Schubladenboden 102 eingeschraubt. Es ist erkennbar, dass das Gewinde 11a der Schraube 11
in diesem Ausführungsbeispiel nicht mit der Schraubenöffnung 10 in Eingriff steht. Trotzdem kann über die Mindestdicke D die Eindringtiefe der Schraube 10 kontrolliert werden.
[00106] In diesem Ausführungsbeispiel ist erkennbar, dass die Schraube 11 von einer Seitenkannte 102b des Schubladenbodens 102 ausreichend beabstandet ist, sodass ein Einschrauben der Schraube 11 in den Schubladenboden 102 kein Ausbrechen des Schubladenbodens 102 zur Folge hat.
[00107] Ein Nagel 4 ist in den Fig. 5b und 5c noch nicht eingeschlagen. Es ist erkennbar, dass der Nagel 4 in der Nagelöffnung 5 über die Haltevorrichtung 6 gehalten ist.
[00108] In den Fig. 5d und 5e ist der Nagel 4 eingeschlagen. Es ist erkennbar, dass die Lasche 7 der Haltevorrichtung 6 beim Einschlagen im Bereich des Filmscharniers 7a verformt wurde. Der Kopf 4a des Nagels 4 ist auch weiterhin in der Öffnung 7d der Lasche 7 gehalten.
[00109] In diesem Ausführungsbeispiel werden also sowohl eine Schraube 11 als auch ein Nagel 4 zum Verbinden der Schubladenzarge 101 mit einem plattenförmigen Schubladenelement 100a verwendet. Es kann aber auch nur eine Schraube 11 oder nur ein Nagel 4 zum Einsatz kommen.
[00110] Kommt nur eine Schraube 11 zum Einsatz, wird der Nagel 4 einfach nicht eingeschlagen. Er verbleibt jedoch vormontiert am Verbindungselement. Kommt nur ein Nagel 4 zum Einsatz, so bleibt die Schraubenöffnung 10 frei. Jedenfalls kann auch nur durch den Nagel 4 oder nur durch die Schraube 10 eine ausreichende Verbindung zwischen Schubladenzarge 101 und plattenförmigen Schubladenelement 100a geschaffen werden.
[00111] In den Fig. 5b bis 5e ist weiterhin erkennbar, wie der Vorsprung 101a der Schubladenzarge 101 in die Nut 8a des Verbindungselements 2 eingreift. Der Vorsprung 8b des Verbindungselements 2 greift in die Nut 101b der Schubladenzarge 101 ein.
[00112] Darüber hinaus ist auch erkennbar, dass die Schubladenzarge 101 hohl ausgebildet ist und dass die Kontur des Verbindungselements 2 zumindest abschnittsweise zu einer Kontur eines Innenraums der Schubladenzarge 101 korrespondierend ausgebildet ist.
[00113] Durch obige Ausbildungen wird das Verbindungselement 2 im Inneren der Schubladenzarge 101 formschlüssig gehalten. Das Verbindungselement 2 kann also einfach in Längsrichtung der Schubladenzarge 101 in diese eingeschoben werden. somit sind auch die Positionen der Verbindungselemente 2 an der Schubladenzarge 101 durch Verschieben frei wählbar.
[00114] Die Fig. 6a bis 6b zeigen schematische perspektivische Darstellungen eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung 1. Ein solches Ausführungsbeispiel kommt in einem mittleren Bereich der Schubladenzarge 101 zum Einsatz.
[00115] Das Verbindungselement 2 unterscheidet sich von dem Verbindungselement 2 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel unter anderem dadurch, dass zwei Nagelöffnungen 5 mit darin gehaltenen Nägel 4 vorgesehen sind.
[00116] Die Haltevorrichtungen 6 umfassen wiederum jeweils eine Lasche 7 mit einer Öffnung 7d zur Aufnahme eines Kopfs 4a eines Nagels 4. Die Lasche 7 weist auch zwei Enden 7b und 7c auf, wobei die Lasche 7 aber mit beiden Enden mit dem Verbindungselement 2 verbunden ist.
[00117] Im Bereich des ersten Endes 7b ist wiederum ein Filmscharnier 7a ausgebildet. Zudem ist auch im mittleren Bereich der Lasche 7 ein weiteres Filmscharnier 7a erkennbar. Schlussendlich ist auch im Bereich des zweiten Endes ein dünneres Material vorgesehen, welches ein Filmscharnier 7a bildet.
[00118] Auch eine Mindestdicke D im Bereich der Schraubenöffnung 10 unterscheidet sich vom vorherigen Ausführungsbeispiel.
[00119] Zudem weist das Verbindungselement 2 keine Kuppelungsvorrichtung 9 auf.
[00120] Die Fig. 7a bis 7c zeigen verschiedene schematische Darstellungen des zweiten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung 1 mit einem plattenförmigen Schubladenelement 100a.
[00121] In der Fig. 7a ist wiederum zu erkennen, dass das plattenförmigen Schubladenelement 100a in Form eines Schubladenbodens 102 mit einer Unterseite 10a an der Anlagefläche 3 anliegt.
[00122] In den Fig. 7b und 7c sind Schnitte durch das Verbindungselement 2 dargestellt, wobei in der Fig. 7b die Nägel 4 nicht eingeschlagen und in der Fig. 7c die Nägel eingeschlagen sind. In beiden Figuren ist eine Schraube 11 in die Schraubenöffnung
[00123] Es ist erkennbar, dass das Gewinde 11a der Schraube 11 im Wesentlichen vollständig mit der Schraubenöffnung 10 in Eingriff steht. Lediglich ein Gewindeabschnitt im Bereich der Spitze 11b der Schraube 11 ist nicht mit der Schraubenöffnung in Eingriff. Der Schraubenkopf 11c der Schraube 11 ist zu großen Teilen in der Senkung 10a versenkt.
[00124] Es ist erkennbar, dass aufgrund der Dimensionierung der Mindestdicke D lediglich ein Teil der Schraubenspitze 11b über die Anlagefläche hinaus ragt und in das plattenförmige Schubladenelement 100a eindringt. Es ist eine geringe Eindringtiefe erkennbar, wodurch ein Ausbrechen des plattenförmigen Schubladenelements 100a verhindert werden kann.
[00125] Trotz der geringen Eindringtiefe kann das plattenförmige Schubladenelement 100a ausreichend mit der Schubladenzarge 101 verbunden werden. Die Schnittstelle 8 zum Verbinden des Verbindungselements 2 mit der Schubladenzarge 101 funktioniert im Wesentlich analog wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
[00126] In Fig. 7c ist wiederum ersichtlich, dass sich die Laschen 7 beim Einschlagen der Nägel 4 verformt haben.
[00127] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel reicht bereits die Verwendung der Schraube 11 oder des Nagels 4 allein aus, um eine ausreichende Verbindung zwischen plattenförmigen Schubladenelement 100a und Schubladenzarge 101 herstellen zu können.
[00128] Die Fig. 8a bis 8h zeigen verschiedene schematische Darstellungen eines dritten Ausführungsbeispiels einer Verbindungsvorrichtung 1 mit zwei plattenförmigen Schubladenelementen 100a. Ein solche Ausführungsbeispiel kommt im Bereich einer Schubladenrückwand 103 zum Einsatz.
[00129] Es ist erkennbar, dass eines der zwei plattenförmigen Schubladenelemente 100a als Schubladenboden 102 und das andere als Schubladenrückwand 103 ausgebildet ist.
[00130] In den Fig. 8a und 8b sind weder Schrauben 111 eingeschraubt, noch sind Nägel 4 eingeschlagen. In den Fig. 8c und 8s sind Schrauben 11 eingeschraubt, die Nägel 4 jedoch nicht eingeschlagen. In den Fig. 8e und 8f sind Schrauben 11 eingeschraubt und die Nägel 4 eingeschlagen.
[00131] Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom zweiten Ausführungsbeispiel dadurch, dass ein Großteil der Merkmale des Verbindungselements 2 zweimal vorhanden sind. An einer Anlagefläche 3 liegt also der Schubladenboden 102 an und an der anderen die Schubladenrückwand 3.
[00132] In diesem Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein einstückiges Verbindungselement. Es können aber auch zwei gesonderte Verbindungselemente 2 vorgesehen sein, wobei eines der Verbindungselement 2 zur Verbindung des Schubladenbodens 102 und das andere zur Verbindung der Schubladenrückwand mit der Schubladenzarge 101 zuständig ist.
[00133] Die Haltevorrichtung 6 im Bereich des Schubladenbodens 102 entsprechen im Wesentlichen jenen des zweiten Ausführungsbeispiels.
[00134] Im Bereich der Schubladenrückwand 103 umfasst die Haltevorrichtung 6 eine Lasche 7 welche jedoch zwei Öffnungen 7d zur Aufnahme von Köpfen 4a zweier Nägel 4 aufweist. Die Haltevorrichtung 6 kann also zwei Nägel 4 in ihren jeweiligen Nagelöffnungen 5 halten.
[00135] Zudem sind Schraubenöffnungen 7e in der Lasche 7 vorgesehen, durch welche Schrauben 11 in unterhalb der Lasche 7 angeordneten Schraubenöffnungen 10 einbringbar sind.
[00136] Auch die schubladenrückwandige Lasche 7 weist mehrere Filmscharniere 7a auf, welche beim Einschlagen der Nägel 4 verformt werden (Fig. 868).
[00137] In den Fig. 78g und 8h sind Schnitte durch die jeweiligen Abschnitte des Verbindungselements 2 erkennbar. Im Bereich der Schubladenrückwand 103 ist ein Abstand der Schrauben 11 zu einer Seitenkante der Schubladenrückwand 103 ausreichend groß, sodass die Schrauben 11 in der Schubladenrückwand 103 verschraubt werden können.
[00138] Im Bereich des Schubladenbodens 102 ist dies nicht der Fall, hier dringt nur ein Teil einer Spitze 11b der Schraube 11 in den Schubladenboden 102 ein und hält diese somit nach Art einer Kralle.
[00139] Auch bei einem Verbindungselement 2 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel ist es ausrechend, wenn entweder nur die Nägel 4 oder die Schrauben 11 zur Verbindung der plattenförmigen Schubladenelemente 100a mit der Schubladenzarge verwendet werden.
BEZUGSZEICHENLISTE:
1 Verbindungsvorrichtung 2 Verbindungselement
3 Anlagefläche
4 Nagel 4a Kopf 4b Spitze
5 Nagelöffnung 6 Haltevorrichtung 7 Lasche 7a Filmscharnier 7b erstes Ende 7cC zweites Ende 7d Öffnung 7e Schraubenöffnung 8 Schnittstelle 8a Nut 8b Vorsprung 9 Kupplungsvorrichtung 10 Schraubenöffnung 10a Senkung 11 Schraube 11a Gewinde 11b Spitze 11c Schraubenkopf 12d
100 Schublade
100a plattenförmiges Schubladenelement 101 Schubladenzarge
101a Vorsprung
101b Nut 102 Schubladenboden
102a Unterseite 102b Seitenkante 103 Schubladenrückwand 104 Schubladenausziehführung 105 Möbel 105a Möbelkorpus 106 Frontblende
L Längserstreckung D Mindestdicke

Claims (14)

Patentansprüche
1. Verbindungsvorrichtung (1) zum Verbinden einer Schubladenzarge (101) mit einem plattenförmigen Schubladenelement (100a), vorzugsweise einem Schubladenboden (102) und/oder einer Schubladenrückwand (103), mittels zumindest eines Nagels (4), wobei die Verbindungsvorrichtung (1) zumindest ein Verbindungselement (2) umfasst, wobei das zumindest eine Verbindungselement - zumindest eine Anlagefläche (3) zur Anlage des plattenförmigen Schubladenelements
(100a), und - zumindest eine zur zumindest einen Anlagefläche (3) hin geöffnete Nagelöffnung (5) zur Aufnahme des zumindest einen Nagels (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (2) zumindest eine Haltevorrichtung (6) und zumindest einen Nagel (4) aufweist, wobei der zumindest einen Nagel (4), wenigstens in einem Auslieferungszustand der Verbindungsvorrichtung (1), durch die Haltevorrichtung (6) in der zumindest einen Nagelöffnung (5) gehalten ist.
2. VWVerbindungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei die zumindest eine Haltevorrichtung (6) eine Lasche (7) umfasst, wobei ein Kopf (4a) des zumindest einen Nagels (4) in der Lasche (7) gehalten ist.
3. Verbindungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei die Lasche (7) zumindest bereichsweise elastisch ausgebildet ist, vorzugsweise wobei die Lasche (7) zumindest ein Filmscharnier (7a) umfasst.
4. VWVerbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei die Lasche (7) mit dem zumindest einen Verbindungselement (2) verbunden ist, vorzugsweise wobei die Lasche (7) integral mit dem zumindest einen Verbindungselement (2) ausgebildet ist.
5. Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Spitze (4b) des zumindest einen Nagels (4) in dem Auslieferungszustand vollständig innerhalb der zumindest einen Nagelöffnung (5) angeordnet ist.
6. Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Verbindungsvorrichtung (1) zumindest zwei Verbindungselemente (2), vorzugsweise zumindest vier oder fünf Verbindungselemente (2), umfasst.
7. Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das zumindest eine Verbindungselement (2) zumindest eine Schnittstelle (8) zum, vorzugsweise formschlüssigen, Verbinden des Verbindungselements (2) mit der Schubladenzarge (91) umfasst.
8. Verbindungsvorrichtung (1) nach Anspruch 7, wobei die zumindest eine Schnittstelle (8) zumindest eine Nut (8a) und/oder zumindest einen Vorsprung (8b) aufweist, wobei ein korrespondierender Vorsprung (101a) der Schubladenzarge (101) in der zumindest einen Nut (8a) aufnehmbar ist und/oder wobei der zumindest eine Vorsprung (8b) in eine korrespondierende Nut (101b) der Schubladenzarge (101) einbringbar ist.
9. Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das zumindest eine Verbindungselement (2) einstückig ausgebildet ist.
10. Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das zumindest eine Verbindungselement (2) eine Kupplungsvorrichtung (9) zum Kuppeln des Verbindungselements (2) mit einer Schiene einer Schubladenausziehführung (94) aufweist.
11. Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das zumindest eine Verbindungselement (2) zumindest eine zur zumindest einen Anlagefläche (3) hin geöffnete Schraubenöffnung (10) zur Aufnahme zumindest einer Schraube (11) aufweist, wobei die Verbindungsvorrichtung (2) zumindest eine Schraube (11) mit einem Gewinde (11a) umfasst, wobei die zumindest eine Schraube (11) in die zumindest eine Schraubenöffnung (10) einschraubbar ist, wobei das zumindest eine Verbindungselement (2) im Bereich der Schraubenöffnung (10) in Längsrichtung der Schraubenöffnung (10) ein Mindestdicke (D) aufweist, die so groß ist, dass in einem eingeschraubten Zustand der zumindest einen Schraube (11)
14128
zumindest die Hälfte des Gewindes (11a) mit der Schraubenöffnung (10) in Eingriff steht.
12. Schublade (100) umfassend zumindest eine Schubladenzarge (101), zumindest ein plattenförmiges Schubladenelement (100a), vorzugsweise einen Schubladenboden (102) und/oder eine Schubladenrückwand (103), und zumindest eine Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei das plattenförmige Schubladenelement (100a) an der zumindest einen Anlagefläche (3) anliegt und wobei der zumindest eine Nagel (4) zumindest teilweise in das zumindest eine plattenförmige Schubladenelement (100a) eingeschlagen ist.
13. Schublade (100) nach Anspruch 12, wobei zwei Schubladenzarge (101), zwei Verbindungsvorrichtungen (1) und zumindest zwei plattenförmige Schubladenelemente (100a) vorgesehen sind, wobei eines der zumindest zwei plattenförmigen Schubladenelemente (100a) als Schubladenboden (102) und ein anderes der zumindest zwei plattenförmigen Schubladenelemente (100a) als Schubladenrückwand (103) ausgebildet ist.
14. Schublade (100) nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei die zumindest eine Haltevorrichtung (6), vorzugsweise elastisch, verformt ist.
Hierzu 13 Blatt Zeichnungen
ATA50915/2024A 2024-11-19 2024-11-19 Verbindungsvorrichtung AT528748B1 (de)

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ATA50915/2024A AT528748B1 (de) 2024-11-19 2024-11-19 Verbindungsvorrichtung
PCT/AT2025/060388 WO2026107531A1 (de) 2024-11-19 2025-10-20 Verbindungsvorrichtung

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