AT528697A2 - Tracheostomie-hme mit einem anschlussadapter zum wahlweisen anschluss derselben an einen männlichen normkonnektor einer trachealkanüle oder an einen weiblichen normkonnektor eines tracheostoma-pflasters oder einer trachealkanüle - Google Patents
Tracheostomie-hme mit einem anschlussadapter zum wahlweisen anschluss derselben an einen männlichen normkonnektor einer trachealkanüle oder an einen weiblichen normkonnektor eines tracheostoma-pflasters oder einer trachealkanüleInfo
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Abstract
Eine Tracheostomie-HME (1) mit einem Gehäuse (2) und einem darin geformten Aufnahmeraum (4) für ein Filterelement (6) sowie einem am Gehäuse (2) geformten stutzenförmigen, mit dem Aufnahmeraum (4) über eine Durchtrittsöffnung (16) kommunizierenden Anschlussadapter (8), der dazu eingerichtet ist, strömungsmäßig mit einem komplementären Konnektor (110; 210) einer Trachealkanüle (100) oder eines Tracheostomie-Pflasters (200) gekoppelt zu werden, zeichnet sich dadurch aus, dass der stutzenförmige Anschlussadapter (8) einen Innendurchmesser von im Wesentlichen 15 mm und einen Außendurchmesser von im Wesentlichen 22 mm besitzt.
Description
TRACHEOSTOMIE-HME MIT EINEM ANSCHLUSSADAPTER ZUM WAHLWEISEN ANSCHLUSS DERSELBEN AN EINEN MÄNNLICHEN NORMKONNEKTOR EINER TRACHEALKANÜLE ODER AN EINEN WEIBLICHEN NORMKONNEKTOR EINES TRACHEOSTOMAPFLASTERS ODER EINER TRACHEALKANÜLE
[0001] Die Erfindung betrifft einen Tracheostomie-HME mit einem Anschlussadapter zum wahlweisen Anschluss derselben an einen männlichen 15mm Normkonnektor einer Trachealkanüle oder an einen weiblichen 22mm Konnektor eines Tracheostoma-Pflasters oder einer Trachealkanüle, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Tracheostomie-HMEs, die umgangssprachlich auch als „künstliche Nasen“ bezeichnet werden, sind seit langem bekannt und werden bei der Atmung von Patienten dazu eingesetzt, die diesen über eine in die Luftröhre eingeführte Trachealkanüle oder ein Tracheostoma-Pflaster zugeführte Luft zu filtern, zu erwärmen und zu befeuchten. Die Fachbezeichnung HME steht hierbei als Abkürzung für „Heat and Moisture Exchanger“.
[0003] Durch den Einsatz von Tracheostomie-HMEs werden die, bedingt durch die ausgesetzte Funktion der Nase, verbundenen Wärme- und Feuchtigkeitsverluste in der Atemluft erheblich reduziert, So dass der Patient gefilterte, befeuchtet und erwärmte Frischluft zugeführt bekommt. Durch diese Maßnahmen lässt sich die Gefahr von schwerwiegenden Komplikationen, insbesondere von Schädigungen der empfindlichen Flimmerhärchen und Schleimdrüsen auf den Innenwänden der Bronchien, wirksam verringern.
[0004] Bei den heutzutage auf dem europäischen Markt vertriebenen Tracheostomie-HMEs, die nachfolgend der Einfachheit halber auch als HMEs bezeichnet werden, existieren zwei unterschiedliche standardisierte Konnektionssysteme.
[0005] Das erste standardisierte Konnektoren-System umfasst HMEs mit einem daran geformten weiblichen Normkonnektor, der einem Innendurchmesser von 15 mm besitzt und dazu eingerichtet ist, direkt auf den komplementären männlichen 15mm Normkonnektor einer Trachealkanüle aufgeschoben zu werden. Letzterer besitzt hierzu einen Außenabschnitt mit einem der Form des weiblichen 15mm Normkonnektors angepassten Außenform, die sich von der Eintrittsöffnung der Trachealkanüle aus geringfügig konisch erweitert und nach dem Aufschieben des weiblichen Konnektors eine im Wesentlichen gasdichte Verbindung zwischen dem Filterelement der HME und dem Innenraum der Trachealkanüle bereitstellt.
[0006] Das zweite standardisierte Konnektoren-System umfasst Tracheostomie-HMEs mit einem daran geformten männlichen Konnektor, der einen Außendurchmesser von 22 mm besitzt und dazu eingerichtet ist, direkt in die Aufnahmeöffnung eines komplementären weiblichen 22mm Konnektor eines Tracheostomie-Pflasters/Trachealkanüle eingeschoben zu werden. Letzterer ist in der Regel als Stutzen ausgeführt, der auf der dem Körper abgewandten Seite des Tracheostomie-Pflasters an diesem befestigt ist und einen Innenwandabschnitt aufweist, der eine der äußeren Form des männlichen 22mm Konnektor angepasste innere Wandfläche besitzt, deren Innendurchmesser sich zylindrisch darstellt. Hierdurch wird nach dem Einschieben des männlichen 22mm Konnektors der HME eine im Wesentlichen gasdichte Verbindung zwischen dem Filtergehäuse der HME und dem Tracheostomie-Pflaster bereitgestellt.
[0007] Aufgrund der unterschiedlichen Ausgestaltung der verschiedenen HMEs für Trachealkanülen und Tracheostomie-Pflaster verdoppelt sich die Anzahl der jeweils für eine Patientengruppe, z.B. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, vorzuhaltenden HMEs, was zu einem entsprechend erhöhten logistischen Aufwand und damit verbundenen Kosten führt.
[0008] Demgemänß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tracheostomie-HME zu schaffen, welche sich unmittelbar sowohl an einen männlichen 15mm Normkonnektor eines Trachealtubus oder einer Trachealkanüle, als auch an den weiblichen 22mm Konnektor eines Tracheostomie-Pflasters oder eine Trachealkanüle mit ebenfalls weiblichem 22mm Konnektor anschließen lässt.
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[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Tracheostomie-HME mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.
[0010] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0011] Gemäß der Erfindung umfasst eine Tracheostomie-HME ein Gehäuse, in dem ein Aufnahmeraum für ein Filterelement geformt ist, welches in bekannter Weise aus einem offenporigen medizinischen Schaumstoff oder Filterpapier besteht. Am Gehäuse ist ein stutzenförmiger Anschlussadapter geformt, der mit dem Aufnahmeraum über eine Durchtrittsöffnung kommuniziert und dazu eingerichtet ist, strömungsmäßig mit einem komplementären 15mm Normkonnektor einer Trachealkanüle oder eines 22mm Tracheostomie-Pflasters/ Trachealkanüle gekoppelt zu werden, indem der Anschlussadapter der erfindungsgemäßen HME in axialer Richtung auf den zugehörigen komplementären männlichen 15mm Normkonnektor einer Trachealkanüle aufgeschoben, bzw. in die entsprechend komplementär ausgestaltete Aufnahmeöffnung eines weiblichen 22mm Konnektors eines Tracheostomie-Pflasters, bzw. einer Trachealkanüle eingeschoben wird.
[0012] Die Tracheostomie-HME zeichnet sich dadurch aus, dass der stutzenförmige Anschlussadapter 8 einen Innendurchmesser von im Wesentlichen 15 mm und einen Außendurchmesser von im Wesentlichen 22 mm besitzt.
[0013] Eine bevorzugte Ausführungsform der HME zeichnet sich dadurch aus, dass der Anschlussadapter einen ersten am Gehäuse geformten inneren rohrförmigen Stutzen mit einem Innendurchmesser von 15 mm umfasst, dessen Innenraum über eine Luftdurchtrittsöffnung mit dem Aufnahmeraum für das Filterelement kommuniziert. Um den ersten rohrförmigen inneren Stutzen herum ist weiterhin ein zweiter rohrförmiger äußerer Stutzen angeordnet, dessen Außendurchmesser 22 mm beträgt. Die beiden Stutzen weisen dabei bevorzugt eine einheitliche Länge von z.B. 10 bis 15 mm auf.
[0014] Durch die Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass sich die HME universell sowohl an einem Trachealpflaster oder einer Trachealkanüle mit 22mm Konnektor, als auch an einer Trachealkanüle mit 15 mm Normkonnektor nutzen lässt, so dass in einer Einrichtung wie einem Krankenhaus, rein rechnerisch gesehen nur noch in etwa die halbe Anzahl an HMEs vorgehalten werden muss. Da beispielsweise Tracheostomie HMEs aus hygienischen Gründen mindestens 1 x pro Tag getauscht werden müssen, lässt sich durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Lösung der logistische Aufwand für die Beschaffung, Lagerhaltung und auch umweltgerechte Entsorgung gerade in großen Institutionen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen in vorteilhafter Weise erheblich reduzieren.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen beispielhaft in Verbindung mit einer Trachealkanüle mit einem 15mm Normkonnektor und einem Tracheostomie-Pflaster mit 22mm Konnektor beschrieben.
[0016] In den Zeichnungen zeigen:
[0017] Fig. 1a eine schematische räumliche Ansicht des rastbaren Deckelelements und der korbartigen Seitenwände einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäRen HME,
[0018] Fig. 1b die schematische räumliche Ansicht der gegenüberliegenden Seite des Anschlussadapters von Fig. 1b,
[0019] Fig. 2a eine schematisierte Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform der HME vor dem Aufschieben derselben auf den Anschlusskonnektor einer Trachealkanüle mit 15mm Normkonnektor,
[0020] Fig. 29 die Ausführungsform von Fig. 2a nach dem Aufschieben der HME,
[0021] Fig. 3a die Ausführungsform von Fig. 2a vor dem Aufschieben der HME auf den Anschlusskonnektor eines Tracheostoma-Pflasters,
[0022] Fig. 3b die Ausführungsform von Fig. 2a nach dem Aufschieben der HME auf den Anschlusskonnektor, und
[0023] Fig. 4 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen HME, bei der der stutzenförmige Anschlussadapter mit einem Außendurchmesser von 22 mm und einem Innendurchmesser von 15mm aus Vollmaterial gefertigt ist.
[0024] Wie in den Figuren 1a bis 4 gezeigt ist, umfasst eine Tracheostomie-HME 1 ein Gehäuse 2, in dem ein Aufnahmeraum 4 für ein Filterelement 6 geformt ist, welches in bekannter Weise aus einem offenporigen medizinischen Schaumstoff oder Filterpapier besteht. Am Gehäuse 2 ist ein Anschlussadapter 8 geformt, der dazu eingerichtet ist, strömungsmäßig mit einem komplementären Konnektor 110, 210 einer Trachealkanüle 100 oder eines Tracheostomie- Pflasters 200 gekoppelt zu werden. Dies erfolgt dadurch, dass der Anschlussadapter 8 der TracheostomieHME 1 in axialer Richtung auf den zugehörigen komplementären männlichen 15mm Normkonnektor 110 einer Trachealkanüle 100, die auch als Trachealtubus bezeichnet wird, aufgeschoben, bzw. in die entsprechend komplementär ausgestaltete Aufnahmeöffnung eines weiblichen 22mm Konnektors 210 eines Tracheostomie-Pflasters eingeschoben wird.
[0025] Die erfindungsgemäße HME 1 zeichnet sich dadurch aus, der stutzenförmige Anschlussadapter 8 einen Innendurchmesser von im Wesentlichen 15 mm und einen Außendurchmesser von im Wesentlichen 22 mm besitzt, wozu der Adapter 8, wie in Fig. 4 gezeigt, im einfachsten Fall aus Vollmaterial gefertigt ist. Die zuvor genannten Durchmesser beziehen sich dabei auf das freie Ende des stutzenförmigen Adapters 8, das auf den zugehörigen komplementären männlichen 15mm Normkonnektor 110 einer Trachealkanüle 100 aufgeschoben, bzw. in die entsprechend komplementär ausgestaltete Aufnahmeöffnung eines weiblichen 22mm Konnektors 210 eines Tracheostomie-Pflasters 200 eingeschoben wird.
[0026] Bei einer weiteren, in Fig. 1a bis 3b gezeigten Ausführungsform der Erfindung umfasst der Anschlussadapter 8 einen ersten am Gehäuse 2 geformten inneren rohrförmigen Stutzen 10 mit einem Innendurchmesser von bevorzugt im Wesentlichen 15 mm, dessen Innenraum 14 über die Luftdurchtrittsöffnung 16 mit dem Aufnahmeraum 4 für das Filterelement 6 kommuniziert. Um den ersten rohrförmigen inneren Stutzen 10 herum ist weiterhin ein zweiter rohrförmiger äußerer Stutzen 20 angeordnet, dessen Außendurchmesser bevorzugt im Wesentlichen 22 mm beträgt. Die beiden Stutzen 10 weisen dabei bevorzugt eine einheitliche Länge von z.B. 10 bis 15 mm auf, wobei sich die konkrete Länge bevorzugt aus der zugrunde liegenden Norm des 15mm Normkonnektor ergibt. Bei einem 22mm Konnektor ist die Länge des komplementären weiblichen 22 mm Konnektor 210 hingegen nicht exakt vorgegeben, sodass auch die Länge des zweiten äußeren Stutzens 20 entsprechend gewählt wird und ggf. kürzer ausgeführt sein kann, um Kunststoffmaterial bei der Herstellung einzusparen.
[0027] Obgleich der innere und der äußere rohrförmige Stutzen 10, 20 auch axial versetzt zueinander angeordnet sein können, z.B. um zusätzlichen Raum zwischen der Außenseite des Gehäuses 2 und dem Kinn eines Patienten zu gewinnen, sind diese bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wie z.B. in Fig. 19 und den Figuren 2a bis 3b gezeigt koaxial zueinander angeordnet, so dass sich zwischen der Außenseite des inneren rohrförmigen Stutzens 10 und der Innenseite des äußeren rohrförmigen Stutzens 20 ein Ringraum 18 ergibt. Der Ringraum kommuniziert nicht mit dem Aufnahmeraum 4 und kann z.B. eine Höhe von 1 mm bis 2,5 mm besitzen, je nach Wandstärke der rohrförmigen Stutzen 10, 20, die z.B. 0,7 bis 1,5 mm betragen kann.
[0028] Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Innendurchmesser des inneren rohrförmigen Stutzens 10 bevorzugt über dessen gesamte Länge hinweg konstant, wozu der innere rohrförmige Stutzen 10 in vorteilhafter Weise die Form eines rein zylindrischen Rohrstutzens besitzt, wie dies in Fig. 2a bis 3b gezeigt ist.
[0029] Nach einem weiteren der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken besitzt der äußere rohrförmige Stutzen 20 einen im Bereich seines freien Endes angeordneten radial erweiterten Eingriffsabschnitt 22, an den sich in Richtung zum Gehäuse 2 hin betrachtet ein glattwandiger
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zylindrischer Außenabschnitt 24 anschließt, dessen Außendurchmesser konstant ist und bevorzugt 22 mm beträgt.
[0030] Durch die beiden zuletzt beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung ergibt sich gegenüber einer konischen Ausgestaltung der Außenseite des inneren Stutzens 10, bzw. der AuBenseite des äußeren rohrförmigen Stutzens 20 der Vorteil, dass sich die zusammenhängenden Bauteile für das Gehäuse 2 und die beiden damit verbundenen rohrförmigen Stutzen 10, 20 erheblich leichter entformen lassen, wenn die rohrförmigen Stutzen 10, 20 und das Gehäuse 2 als integrales einteiliges Spritzgussbauteil aus Kunststoff gefertigt werden.
[0031] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass der Eingriffsabschnitt 22 einen umlaufenden ringförmigen Vorsprung 26 umfasst, der dazu eingerichtet ist, wie in Fig. 3a gezeigt, in eine umfängliche Nut 222 einzugreifen, die standardmäßig in der Innenfläche eines weiblichen komplementären 22mm Konnektors 210 eines TracheostomiePflasters 200 geformt ist. Hierdurch ergibt sich beim Anschluss der erfindungsgemäßen HME 1 an einen vergleichsweise weichen 22mm Konnektor eines Tracheostomie-Pflasters 200 der Vorteil, dass durch den Eingriff des Eingriffsabschnitts 22 in die Nut 222 eine formschlüssige Verbindung bereitgestellt wird, die den Halt der HME 1 an dem Tracheostomie-Pflaster 200 zusätzlich verbessert. Dies erlaubt es, den äußeren rohrförmigen Stutzen 20 in kostengünstiger Weise wie zuvor beschrieben als zylindrischen Stutzen zu fertigen, ohne die Gefahr zu erhöhen, dass sich die Vorrichtung insbesondere bei mobilen Patienten in Häuslichkeit, löst und z.B. zu Boden fällt.
[0032] Alternativ kann der Eingriffsabschnitt 22 gemäß einer in den Figuren nicht gezeigten Ausführungsform auch durch zwei oder mehr einzelne Rastnasen gebildet werden, die anstelle des geschlossen umlaufenden ringförmigen Vorsprungs 26, der bevorzugt die Form einer Lippe besitzt, jeweils an unterschiedlichen Positionen in die umlaufende Nut 222 eingreifen. Hierdurch lässt sich zusätzlich Kunststoffmaterial einsparen und der Einrastvorgang erleichtern, ohne die formschlüssige Haltefunktion des Eingriffsabschnitts 22 nachteilig zu beeinträchtigen.
[0033] Nach einem weiteren der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken kann auf der Außenumfangsfläche des stutzenförmigen Anschlussadapters 8, bzw. des äußeren rohrförmigen Stutzens 20 ein gehäuseseitiger Anschlag 28, beispielsweise ein am Gehäuse 2 geformter Anschlag oder ein integral am rohrförmigen Stutzen 20 geformter, bevorzugt ringförmiger Anschlag geformt sein, wie dies z.B. in Fig. 1a und 2a gezeigt ist. Dieser verhindert, dass sich der stutzenförmige Anschlussadapter 8 der Ausführungsform von Fig. 4, bzw. der äußere rohrförmige Stutzen 20 der in den Figuren 1a bis 3b gezeigten Ausführungsform zu tief in die weibliche Aufnahmeöffnung 215 eines komplementären Konnektors 210 eines Tracheostomie-Pflasters 200 einschieben lässt, so dass dieser das Tracheostoma kontaktiert.
[0034] Dies stellt insbesondere bei komplementären Stutzen von Tracheostomie-Pflastern 200 eine nicht vernachlässigbare Gefahr dar, da diese in der Regel aus einem weichen Werkstoff wie Silikon gefertigt sind.
[0035] Um den Abstand zwischen der Außenseite des Gehäuses 2 der erfindungsgemäßen HME 1 und dem Kinn eines Patienten zu vergrößern, kann es ferner vorgesehen sein, dass das Gehäuse 2 eine abgeflachte Außenform besitzt, insbesondre die Form eines Prismas mit einer elliptischen Grundfläche, wie dies in Fig. 1a und 1b gezeigt ist. Alternativ kann die Form auch diejenige eines liegend angeordneten abgeflachten Quaders mit bevorzugt abgerundeten Ecken sein. Durch die abgeflachte Bauform des Gehäuses 2 ergibt sich der Vorteil, dass sich die Bewegungsfreiheit des Kopfes eines Patienten vergrößert, was im Gegenzuge dazu führt, dass sich die HME 1 unbeabsichtigt z.B. vom Konnektor eines Tracheostomie-Pflasters 200 löst, bzw. nachteilige Drehmomente auf die HME 1 bzw. den damit fest verbundenen komplementären Konnektor 210 eines Tracheostomie-Pflasters 200 ausgeübt werden, wenn die Person den Kopf versehentlich Zu weit in Richtung zur Brust hin bewegt.
[0036] Gemäß einer weiteren, in den Figuren 1a und 1b gezeigten Ausführungsform der Erfindung ist das Gehäuse 2 korbförmig ausgebildet und besitzt wenigstens eine umlaufende Seitenwand 2a oder alternativ mehrere aneinander grenzende Seitenwände, welche den Aufnahme-
raum 4 für das Filterelement 6 umgrenzen. Hierbei weist jede der Seitenwände 2a eine Vielzahl von Rippen 3 auf, zwischen denen Öffnungen 5 geformt sind, durch die hindurch die Atemluft von außen her in den Aufnahmeraum 4 und das darin aufgenommene Filterelement 6 eintreten kann. Durch diese Bauweise ergibt sich eine besonders leichte Konstruktion des Aufnahmeraums 4, bzw. der gesamten HME 1, die auch bei einem vergleichsweise kleinen Filterelement 6 eine hohe Luftaustauschrate ermöglicht.
[0037] Nach einem weiteren der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn der Aufnahmeraum 4 für das Filterelement 6 auf seiner der Luftdurchtrittsöffnung 16 gegenüberliegenden Seite, wie in Fig. 1a gezeigt, durch ein Deckelelement 2c verschließbar ist, das zum Verschließen des Aufnahmeraums 4 mechanisch über in Fig. 1a schematisch angedeutete Rastelemente 30 mit der wenigstens einen, bevorzugt endlos umlaufenden Seitenwand 2a koppelbar ist. Die Rastelemente 30 sind in den übrigen Figuren der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0038] Hierbei ist es von besonderem Vorteil, wenn das Filterelement 6, das aus einem bekannten elastisch deformierbaren offenporigen Schaumstoff besteht, geringfügig größere äußere Abmessungen besitzt, als die lichte Weite des Aufnahmeraums 4, da das Filterelement 6 hierdurch beim Aufsetzen des Deckelelements 2c auf die offene Seite des korbförmigen Gehäuses 2 geringfügig in die Öffnungen 5 zwischen den Rippen 3 hineingedrückt werden kann und nach dem Einrasten der Rastelemente 30 des Deckelelements 2c an der umlaufenden Gehäusewand 2a entsprechend verformt wird. Dies führt zu einer formschlüssigen Verbindung zwischen den Rippen 3 der Seitenwände 2a und dem Deckelelement 2c, durch die das Filterelement 6 unverschiebbar im Aufnahmeraum 4 fixiert wird.
[0039] Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist es weiterhin von besonderem Vorteil, wenn der Aufnahmeraum 4 für das Filterelement 6 auf seiner dem inneren und äußeren rohrförmigen Stutzen 10, 20 zugewandten Seite durch ein in Fig. 1b gut erkennbares geschlossenes flächiges Wandelement 2b begrenzt wird, in dem die Luftdurchtrittsöffnung 16 angeordnet ist und an dessen Außenseite der innere und bevorzugt auch der äußere rohrförmige Stutzen 10, 20 entspringen. Bei dieser Ausführungsform wird das Filterelement 6, wie in Fig. 2a bis 3b angedeutet, aufgrund seiner geringfügig größeren äußeren Abmessungen beim Verschließen des Deckelelements 2c vollflächig an das geschlossene flächige Wandelement 2b angepresst. Dadurch wird sichergestellt, dass die ein- und ausgeatmet Luft stets durch die Luftdurchtrittsöffnung 16 hindurch direkt in das Filtermaterial des Filterelements 6 eingeleitet wird, und nicht durch Zwischenräume und Spalte an diesem vorbeiströmt.
[0040] Das umlaufende Wandelement 2a, das damit verbundene flächige geschlossene Wandelement 2b und die daran angeordneten rohrförmigen Stutzen 10, 20 sind bevorzugt integral, insbesondere als Kunststoff-Spritzgussbauteil oder 3D-Druckbauteil, ausgeführt.
[0041] Dies vereinfacht die Fertigung und senkt die Kosten bei einer Massenfertigung in vorteilhafter Weise. In Verbindung mit dem zuvor erwähnten aufklipsbaren Deckelelement 2c (Fig. 1a) eröffnet sich hierdurch die Möglichkeit, die gesamte erfindungsgemäße Vorrichtung in kürzester Zeit aus insgesamt 3 Einzelteilen zusammenzusetzen. Diese umfassen zum einen das einseitig offene Gehäuse 2 mit der bevorzugt umlaufenden korbartig ausgestalteten Seitenwand 2a, dem damit verbundenen flächigen geschlossenen Wandelement 2b und den daran angeordneten rohrförmigen Stutzen 10, 20; zum anderen das Filterelement 6 aus Schaumstoff (in Fig. 1a und 1b nicht gezeigt) sowie schließlich das als separates Spritzgussbauteil ausgeführte Deckelelement 2c, welches nach dem Einfügen des Filterelements 6 in den einseitig offenen Aufnahmeraum 4 mit Hilfe der Rastelemente 30 auf die umlaufende Seitenwand 2 aufgeklipst wird.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
1 HME
2 Gehäuse
2a Seitenwand des Gehäuses
2b flächiges geschlossenes Wandelement
2c Deckelelement
3 Rippen
5 Öffnungen zwischen Rippen
4 Aufnahmeraum
6 Filterelement
8 stutzenförmiger Anschlussadapter
10 innerer rohrförmiger Stutzten
14 Innenraum des inneren rohrförmigen Stutzens 16 Luftdurchtrittsöffnung
18 Ringraum
20 zweiter äußerer rohrförmiger Stutzen
22 Eingriffsabschnitt
24 glattwandigen zylindrischen Abschnitt
26 Vorsprung an Eingriffsabschnitt
28 gehäuseseitiger Anschlag
30 Rastelement
100 Trachealkanüle
110 komplementären Konnektor der Trachealkanüle 200 Tracheostomie-Pflaster
210 komplementären Konnektor des Tracheostomie-Pflasters 215 Aufnahmeö6$ffnung 215 des komplementären Konnektors 222 umfängliche Nut
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Claims (10)
1. Tracheostomie-HME (1) mit einem Gehäuse (2) und einem darin geformten Aufnahmeraum (4) für ein Filterelement (6) sowie einem am Gehäuse (2) geformten stutzenförmigen, mit dem Aufnahmeraum über eine Durchtrittsöffnung (16) kommunizierenden Anschlussadapter (8), der dazu eingerichtet ist, stömungsmäßig mit einem komplementären Konnektor (110; 210) einer Trachealkanüle (100) oder eines Tracheostomie-Pflasters (200) gekoppelt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass der stutzenförmige Anschlussadapter (8) einen Innendurchmesser von im Wesentlichen 15 mm und einen Außendurchmesser von im Wesentlichen 22 mm besitzt.
2. Tracheostomie-HME (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anschlussadapter (8) einen ersten am Gehäuse (2) geformten inneren rohrförmigen Stutzen (10) mit einem Innendurchmesser von bevorzugt im Wesentlichen 15 mm umfasst, dessen Innenraum (14) über die Luftdurchtrittsöffnung (16) mit dem Aufnahmeraum (4) für das Filterelement (6) kommuniziert, und dass um den ersten rohrförmigen inneren Stutzen (10) herum ein zweiter rohrförmiger äußerer Stutzen (20) angeordnet ist, dessen Außendurchmesser bevorzugt im Wesentlichen 22 mm beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der innere und äußere rohrförmige Stutzen (10, 20) koaxial zueinander angeordnet sind, und dass zwischen der Außenseite des inneren rohrförmigen Stutzens (10) und der Innenseite des äußeren rohrförmigen Stutzens (20) bevorzugt ein Ringraum (18) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des inneren rohrförmigen Stutzens (10) bevorzugt über dessen gesamte Länge hinweg konstant ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere rohrförmige Stutzen (20) einen im Bereich seines freien Endes angeordneten radial erweiterten Eingriffsabschnitt (22) und einen sich an diesen in Richtung zum Gehäuse (2) hin betrachtet anschließenden glattwandigen zylindrischen Abschnitt (24) umfasst, dessen Außendurchmesser konstant ist und bevorzugt 22 mm beträgt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsabschnitt (22) einen umlaufenden ringförmigen Vorsprung (26) umfasst, der dazu eingerichtet ist, in eine umfängliche Nut (222) einzugreifen, die in der Innenfläche eines komplementären Konnektors (210) eines Tracheostomie-Pflasters (200) geformt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffsabschnitt (22) mehrere einzelne Rastnasen umfasst, die dazu eingerichtet sind, in eine umfängliche Nut (222) einzugreifen, die in der Innenfläche eines komplementären Konnektors (210) eines Tracheostomie-Pflasters (200) geformt ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorherehenden Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Außenumfangsfläche des äußeren rohrförmigen Stutzens (20) oder an der Außenseite des Gehäuses ein gehäuseseitiger Anschlag (28), insbesondere eine ringförmiger, integral mit dem Stutzen (20) geformter Anschlagring angeordnet ist, der eine radiale Weiterbewegung des äußeren rohrförmigen Stutzens (20) beim Einschieben desselben in eine Aufnahmeö6$ffnung (215) eines komplementären Konnektors (210) eines Tracheostomie-Pflasters (200) begrenzt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (4) für das Filterelement (6) auf seiner dem inneren und äußeren rohrförmigen Stutzen (10, 20) zugewandten Seite durch ein geschlossenes flächiges Wandelement (2b) begrenzt wird, in dem die Luftdurchtrittsöffnung (16) geformt ist und an dessen Außenseite der innere und bevorzugt auch der äußere rohrförmige Stutzen (10, 20) entspringen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der, das geschlossene flächige Wandelement (2b) und der innere und/oder äußere rohrförmige Stutzen (10, 20) integral, insbesondere als Spritzgussbauteil oder 3D-Druckbauteil, geformt sind.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
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| DE102024129715.8A DE102024129715A1 (de) | 2024-10-14 | 2024-10-14 | Tracheostomie-hme mit einem anschlussadapter zum wahlweisen anschluss derselben an einen männlichen normkonnektor einer trachealkanüle oder an einen weiblichen normkonnektor eines tracheostoma-pflasters oder einer trachealkanüle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528697A2 true AT528697A2 (de) | 2026-04-15 |
Family
ID=99224641
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA55062/2025A AT528697A2 (de) | 2024-10-14 | 2025-07-29 | Tracheostomie-hme mit einem anschlussadapter zum wahlweisen anschluss derselben an einen männlichen normkonnektor einer trachealkanüle oder an einen weiblichen normkonnektor eines tracheostoma-pflasters oder einer trachealkanüle |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT528697A2 (de) |
| DE (1) | DE102024129715A1 (de) |
-
2024
- 2024-10-14 DE DE102024129715.8A patent/DE102024129715A1/de active Pending
-
2025
- 2025-07-29 AT ATA55062/2025A patent/AT528697A2/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE102024129715A1 (de) | 2026-04-16 |
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