AT528526B1 - Lamelle eines verschließbaren Dachgitters - Google Patents
Lamelle eines verschließbaren DachgittersInfo
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- AT528526B1 AT528526B1 ATA50466/2024A AT504662024A AT528526B1 AT 528526 B1 AT528526 B1 AT 528526B1 AT 504662024 A AT504662024 A AT 504662024A AT 528526 B1 AT528526 B1 AT 528526B1
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Lamelle eines verschließbaren Dachgitters, wobei die Lamelle aus zwei gefalteten Blechprofilen (1, 2) zusammengesetzt ist, welche im zusammengesetzten Zustand einen Hohlraum zwischen sich einschließen, wobei der Hohlraum an der Unterseite und an einer ersten Seitenfläche (14) vom ersten Blechprofil (1) verschlossen ist und an der Oberseite und an einer zweiten Seitenfläche (24) vom zweiten Blechprofil (2) verschlossen ist, wobei die beiden Blechprofile (1, 2) entweder als zwei getrennte Blechelemente vorliegen oder aus einem gemeinsamen Blechelement bestehen, indem die beiden Blechprofile (1, 2) an einem Ende des Profils der Lamelle einstückig miteinander verbunden sind.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine aus Blechelementen zusammengesetzte Lamelle eines verschließbaren Dachgitters.
[0002] Aus der EP3910128A1 ist eine Lamelle eines verschließbaren Dachgitters aus einem Strangpressprofil bekannt. Die EP3910128A1 beschäftigt sich mit dem Aufkleben einer Folie auf den Lamellen. Die FR 3055637 A1 offenbart ebenfalls eine Lamelle aus einem Strangpressprofil.
[0003] Daneben sind noch Lamellen aus einfachen Blechtrapezprofilen bekannt, beispielsweise aus der DE8333863U1, die im Gegensatz zur Lamelle in Form eines Strangpressprofils keinen Hohlraum aufweisen. Die AU 2007237309 A1, US 5732507 A und AU 3357384 A betreffen Lamellen mit im Querschnitt ovalen bzw. linsenförmigen Hohlräumen, wobei die Lamellen aus zwei Blechprofilen zusammengesetzt sind.
[0004] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Lamelle, welche einen Hohlraum aufweist, mit geringem Materialaufwand herzustellen.
[0005] Für das Lösen der Aufgabe wird vorgeschlagen, die Lamelle aus zwei gefalteten Blechprofilen zusammen zu setzen, welche im zusammengesetzten Zustand einen Hohlraum zwischen sich einschließen, wobei der Hohlraum an der Unterseite und an einer ersten Seitenfläche vom ersten Blechprofil verschlossen ist und an der Oberseite und an einer zweiten Seitenfläche vom zweiten Blechprofil verschlossen ist.
[0006] Die Unterseite ist jene Seite der Lamelle, die bei geschlossenem Dach dem Boden zugewandt ist. Die beiden Seitenflächen verbindet die Unterseite des Hohlraums mit der Oberseite des Hohlraums.
[90007] Die beiden Blechprofile können als zwei getrennte Blechelemente vorliegen oder aus einem gemeinsamen Blechelement bestehen, indem die beiden Blechprofile an einem Ende des Profils der Lamelle einstückig miteinander verbunden sind.
[0008] Der Basisabschnitt des ersten Blechprofils, welcher die Unterseite des Hohlraums bildet, überragt die durch das zweite Blechprofil gebildete Seitenfläche des Hohlraums und weist am freien Ende dieses Abschnitts eine Abwinkelung auf, welche nach oben, also in Richtung der Oberseite des Hohlraums ragt. Die Abwinkelung kann zumindest annähernd parallel zu den Seitenflächen des Hohlraums verlaufen.
[0009] Als freies Ende wird hierin jenes Ende eines Abschnitts des Profils verstanden, welches ausgehend vom Hohlraum weiter entfernt am Verlauf des Profils liegt.
[0010] Der Basisabschnitt des zweiten Blechprofils, welcher die Oberseite des Hohlraums bildet, überragt die durch das erste Blechprofil gebildete Seitenfläche des Hohlraums. Am freien Ende dieses Abschnitts weist das zweite Blechprofil bevorzugt eine Abwinkelung auf, welche nach unten, also in Richtung der Unterseite des Hohlraums ragt. Die Abwinkelung kann zumindest annähernd parallel zu den Seitenflächen des Hohlraums verlaufen.
[0011] An dem der Unterseite des Hohlraums abgewandten Ende der Seitenfläche des ersten Blechprofils weist dieses bevorzugt einen Schenkel auf, welche an der den Hohlraum überragenden Fläche des Basisabschnitts des zweiten Blechprofils anliegt. Bevorzugt weist das erste Blechprofil am freien Ende des Schenkels eine Aufkantung auf, welche an der Abwinkelung des zweiten Blechprofils anliegt.
[0012] An dem der Oberseite des Hohlraums abgewandten Ende der Seitenfläche des zweiten Blechprofils weist dieses bevorzugt einen Schenkel auf, welche an der den Hohlraum überragenden Fläche des Basisabschnitts des ersten Blechprofils anliegt. Bevorzugt weist das zweite Blechprofil am freien Ende des Schenkels eine Aufkantung auf, welche an der Abwinkelung des ersten Blechprofils anliegt.
[0013] Das erste Blechprofil kann am freien Ende der Abwinkelung einen Auflagebereich aufweisen, welcher in Richtung des Hohlraums verläuft. Bei geschlossenem Dach liegt an diesem Auf-
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lagebereich eine benachbarte Lamelle des Daches auf. Das freie Ende des Auflagebereichs kann auf den Auflagebereich selbst zurückgefaltet sein, damit die Blechkante nicht frei liegt. Auch eine integrale Verbindung mit dem zweiten Blechprofil ist an dieser Stelle möglich.
[0014] Das zweite Blechprofil kann am freien Ende der Abwinkelung einen Hakenbereich aufweisen, welcher schräg in Richtung der Oberseite des Hohlraums verläuft. Der Hakenbereich umgreift die Aufkantung des ersten Blechprofils. Das freie Ende des Hakenbereichs kann auf den Hakenbereich selbst zurückgefaltet sein, damit die Blechkante nicht frei liegt. Auch eine integrale Verbindung mit dem ersten Blechprofil ist an dieser Stelle möglich.
[0015] In einer Ausführungsvariante weist der Basisabschnitt des ersten Blechprofils im Bereich der Unterseite des Hohlraums einen Knick auf.
[90016] In einer Ausführungsvariante weist der Basisabschnitt des zweiten Blechprofils im Bereich der Oberseite des Hohlraums einen Knick auf. Bei geschlossenem Dach weist die Lamelle zwei geneigte Dachflächen auf, um das Ablaufen von Regenwasser zu begünstigen. Der Knick bildet den First der Dachfläche der Lamelle. Das ablaufende Wasser gelangt in die durch die Seitenfläche des zweiten Blechprofils und die Abwinkelung des ersten Blechprofils begrenzte Rinne und kann in dieser seitlich ablaufen.
[0017] Die beiden Blechprofile können durch zusätzliche Mittel, wie Nieten oder Schrauben, aneinander befestigt sein. An einem der beiden Enden des Profils der Lamelle kann eine integrale Verbindung der beiden Blechprofile vorliegen.
[0018] Bevorzugt ist der Hohlraum zumindest teilweise mit einem Füllmaterial gefüllt.
[0019] Das Füllmaterial ist bevorzugt schalldämmend und/oder wärmedämmend. Das Füllmaterial ist bevorzugt ein Schaumstoff. In einer bevorzugten Ausführungsvariante wird das Füllmaterial in Form einer Leiste im Hohlraum eingesetzt.
[0020] Bevorzugt ist das Füllmaterial am ersten Blechprofil verklebt. Bevorzugt ist das Füllmaterial am zweiten Blechprofil verklebt.
[0021] Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen veranschaulicht: [0022] Fig. 1: Zeigt das Profil der Lamelle mit eingesetztem Füllmaterial. [0023] Fig. 2: zeigt den Zusammenbau der Lamelle.
[0024] Fig. 3: Zeigt ein erstes Abschlusselement der Lamelle.
[0025] Fig. 4: Zeigt ein zweites Abschlusselement der Lamelle.
[0026] Fig. 5: Zeigt die durch Abschlusselemente verschlossene Lamelle.
[0027] Fig. 6: Zeigt ein verschlieRbares Dachgitter aus mehreren Lamellen in geschlossener Stellung.
[0028] Fig. 7: Zeigt ein verschlieRßbares Dachgitter aus mehreren Lamellen in offener Stellung. [0029] Fig. 8: Zeigt eine Ausführungsvariante der Lamelle aus nur einem Blechelement.
[0030] Die Figuren 1-7 veranschaulichen alle dieselbe Lamelle eines Lamellendaches, welches auch als verschließbares Dachgitter bezeichnet werden kann. Die Lamelle ist bei dieser Variante aus zwei gefalteten Blechprofilen 1, 2 in Form von einzelnen getrennt vorliegenden Blechelementen zusammen zu setzen. Bei der Variante der Fig. 8 ist die Lamelle auch aus zwei gefalteten Blechprofilen 1, 2 zusammen zu setzen, welche jedoch aus nur einem Blechelement gebildet sind. Nach dem Zusammensetzen unterscheiden sich die Lamellen der beiden Varianten nicht voneinander, sodass die folgende Beschreibung auf beide Varianten zutrifft.
[0031] Im zusammengesetzten Zustand schließen die beiden Blechprofile 1, 2 einen Hohlraum zwischen sich ein, wobei der Hohlraum an der Unterseite und an einer ersten Seitenfläche 14 vom ersten Blechprofil 1 verschlossen ist und an der Oberseite und an einer zweiten Seitenfläche 24 vom zweiten Blechprofil 2 verschlossen ist. Die erste Seitenfläche 14 ist ein Abschnitt des
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ersten Blechprofils 1. Die zweite Seitenfläche 24 ist ein Abschnitt des zweiten Blechprofils 2.
[0032] Die Unterseite ist jene Seite des Hohlraums, die bei geschlossenem Dach dem Boden zugewandt ist. Die beiden Seitenflächen 14, 24 verbinden die Unterseite mit der Oberseite. Ein Basisabschnitt 11 des ersten Blechprofils 1, welcher die Unterseite des Hohlraums bildet überragt die durch das zweite Blechprofil 2 gebildete Seitenfläche 24 des Hohlraums und weist am freien Ende des Basisabschnitt 11 eine Abwinkelung 12 auf, welche nach oben, also in Richtung der Oberseite des Hohlraums ragt. Die Abwinkelung 12 kann zumindest annähernd parallel zu den Seitenflächen 14, 24 verlaufen. Die Seitenflächen 14, 24 können zumindest annähernd parallel zueinander verlaufen.
[0033] Ein Basisabschnitt 21 des zweiten Blechprofils 2, welcher die Oberseite des Hohlraums bildet, überragt die durch das erste Blechprofil 1 gebildete Seitenfläche 14 des Hohlraums. Am freien Ende des Basisabschnitts 21 weist das zweite Blechprofil 2 bevorzugt eine Abwinkelung 22 auf, welche nach unten, also in Richtung der Unterseite des Hohlraums ragt. Die Abwinkelung 22 kann zumindest annähernd parallel zu den Seitenflächen 14, 24 des Hohlraums verlaufen.
[0034] An dem der Unterseite des Hohlraums abgewandten Ende der Seitenfläche 14 des ersten Blechprofils 1 weist dieses einen Schenkel 15 auf, welche an der den Hohlraum überragenden Fläche des Basisabschnitts 21 des zweiten Blechprofils 2 anliegt. Bevorzugt weist das erste Blechprofil 1 am freien Ende des Schenkels 15 eine Aufkantung 16 auf, welche an der Abwinkelung 22 des zweiten Blechprofils 2 anliegt.
[0035] An dem der Oberseite des Hohlraums abgewandten Ende der Seitenfläche 24 des zweiten Blechprofils 2 weist dieses einen Schenkel 25 auf, welcher an der den Hohlraum überragenden Fläche des Basisabschnitts 11 des ersten Blechprofils 1 anliegt. Bevorzugt weist das zweite Blechprofil 2 am freien Ende des Schenkels 25 eine Aufkantung 26 auf, welche an der Abwinkelung 12 des ersten Blechprofils 1 anliegt.
[0036] Das erste Blechprofil 1 kann am freien Ende der Abwinkelung 12 einen Auflagebereich 13 aufweisen, welcher in Richtung der Seitenwand 24 des Hohlraums verläuft. Bei geschlossenem Dach liegt an diesem Auflagebereich 13 eine benachbarte Lamelle des Daches auf. Das freie Ende des Auflagebereichs 13 kann auf den Auflagebereich 13 selbst zurückgefaltet sein, damit die Blechkante nicht frei liegt. Weniger bevorzugt könnte eine benachbarte Lamelle des Daches auf der oberen Kante der Abwinkelung 12 aufliegen, wenn kein Auflagebereich 13 vorliegt. In einer Ausführungsvariante weist das zweite Blechprofil 2 am freien Ende der Abwinkelung 22 einen Hakenbereich 23 auf, welcher schräg in Richtung der Oberseite des Hohlraums verläuft. Der Hakenbereich 23 umgreift die Aufkantung 16 des ersten Blechprofils 1. Das freie Ende des Hakenbereichs 23 kann auf den Hakenbereich 23 selbst zurückgefaltet sein, damit die Blechkante nicht frei liegt. In der in Fig. 8 veranschaulichten Ausführungsvariante ist zum Unterschied zur Variante der Fig. 177 kein Hakenbereich 23 vorhanden, da dessen Funktion durch die integrale Verbindung der beiden Blechprofile 1, 2 ersetzt wird. In einer Ausführungsvariante weist der Basisabschnitt 11 des ersten Blechprofils 1 im Bereich der Unterseite des Hohlraums einen Knick 17 auf.
[9037] In einer Ausführungsvariante weist der Basisabschnitt 21 des zweiten Blechprofils 2 im Bereich der Oberseite des Hohlraums einen Knick 27 auf. Bei geschlossenem Dach weist die Lamelle zwei geneigte Dachflächen auf, um das Ablaufen von Regenwasser zu begünstigen. Der Knick 27 bildet den First der Dachfläche der Lamelle. Das ablaufende Wasser gelangt in die durch die Seitenfläche 24 des zweiten Blechprofils 2 und die Abwinkelung 12 des ersten Blechprofils 1 begrenzte Rinne und kann in dieser seitlich ablaufen. Bevorzugt befindet sich der Knick 27 auBermittig am Hohlraum. Bevorzugt befindet sich der Knick 17 außermittig am Hohlraum.
[0038] Die beiden Blechprofile 1, 2 können durch zusätzliche Mittel, wie Nieten 4 oder Schrauben, aneinander befestigt sein. Bevorzugt sind die Abwinkelung 12 des ersten Blechprofils 1 und die Aufkantung 26 des zweiten Blechprofils 2 durch zumindest zwei Nieten 4 verbunden.
[0039] Bevorzugt ist der Hohlraum zumindest teilweise mit einem Füllmaterial 3 gefüllt. Das Füllmaterial 3 ist bevorzugt schalldämmend und/oder wärmedämmend. Das Füllmaterial 3 ist bevor-
zugt ein Schaumstoff. In einer bevorzugten Ausführungsvariante wird das Füllmaterial 3 in Form einer Leiste im Hohlraum eingesetzt. Bevorzugt wird das Füllmaterial 3 am ersten Blechprofil 1 verklebt. Bevorzugt wird das Füllmaterial 3 am zweiten Blechprofil 2 verklebt. Das Verkleben kann durch Auftragen eines Klebers erfolgen. Das Verkleben kann durch Aufbringen eines doppelseitig klebenden Klebebandes erfolgen.
[0040] Wie veranschaulicht, kann das Füllmaterial 3 eine Rechteckleiste sein, die mit ihren beiden größeren Flächen an den beiden Blechprofilen 1, 2 verklebt ist. Die dargestellte Rechteckleiste erstreckt sich in einer Ausführungsvariante von einer Seitenfläche 14 bis zu den Knicken 17 und 27. Alternativ oder zusätzlich kann sich die Rechteckleiste oder eine zweite Rechteckleiste von der Seitenwand 24 bis zu den Knicken 17 und 27 erstrecken. Bei außermittiger Anordnung der Knicke 17 und 27 liegt die Rechteckleiste bevorzugt im breiteren Teil des Hohlraums vor.
[0041] Das Füllmaterial 3 könnte auch in seiner Form an den Hohlraum angepasst sein. Eine weitere Möglichkeit ist das Füllmaterial 3 direkt im Hohlraum zu bilden, indem ein schaumbildendes Material eingebracht wird.
[0042] Die Basisabschnitte 11 und 21 liegen bevorzugt parallel zueinander vor. Bei der bevorzugten Ausführungsvariante mit Knicken 17, 27 liegen die jeweils an einer Seite der Knicke 17, 27 anschließenden Flächen der beiden Basisabschnitte 11 und 21 parallel zueinander vor.
[0043] In Fig. 2 sind Zwischenschritte zur Herstellung der Lamelle veranschaulicht. Bevorzugt wird zuerst das Füllmaterial 3 am ersten Blechprofil 1 verklebt. Danach wird ein Klebeauftrag auf dem Füllmaterial 3 aufgebracht oder durch Abziehen einer Trennfolie freigelegt. Danach wird das zweite Blechprofil 2 am ersten Blechprofil eingeschnappt, indem dieses zunächst mit dem Hakenbereich 23 über die Aufkantung 16 bewegt wird (Dieser Zwischenschritt entfällt bei der Variante mit nur einem Blechelement). Danach wird unter Verformung des Basisabschnitts 21 und/oder der Seitenfläche 24 die Aufkantung 26 unter den Auflagebereich 13 gedrückt.
[0044] Durch Anbringung von Abschlusselementen 5, 6 wird die Lamelle fertiggestellt. Die Abschlusselemente 5, 6 sind in Fig. 3-5 veranschaulicht. Jedes der Abschlusselemente 5, 6 weist einen Fortsatz 7 auf, welcher zur drehbaren Lagerung der Lamelle an einer Rahmenkonstruktion dient. Der Fortsatz kann wie dargestellt als Zapfen mit Durchgangsöffnung vorliegen, welcher durch eine Schraube und eine innen am Abschlusselement 5, 6 vorliegende Mutter am Abschlusselement 5, 6 befestigt ist. Zumindest ein Abschlusselement 5 weist zusätzlich einen Eingriffsabschnitt 9 auf, an welchem ein Betätigungsmittel des Lamellendachs ansetzen kann. Das Betätigungsmittel kann ein Seilzug oder ein Gestänge sein, mit dessen Hilfe mehrere Lamellen gemeinsam verstellbar sind. Der Eingriffsabschnitt 9 kann wie dargestellt als Blechzunge vorliegen, welche vom Abschlusselement 5 absteht und eine Öffnung aufweist. Die Blechzunge bietet einen Hebel für ein an der Öffnung ansetzendes Betätigungsmittel. Die Abschlusselemente 5, 6 liegen bevorzugt als Blechelemente vor, deren Grundkörper den Hohlraum zwischen den Blechprofilen 1, 2 seitlich verschließt. Vom Grundkörper ragen zumindest zwei Blechlaschen in den Hohlraum hinein. Die Blechlaschen sind mit den Blechprofilen 1, 2 vernietet oder verschraubt. Weniger bevorzugt kann auch eine Verklebung oder Verschweißung erfolgen. Wie dargestellt kann die Befestigung durch Nieten 4 erfolgen.
[0045] Die Blechzunge kann wie in Fig. 3 erkennbar ist als ein Abschnitt des Grundkörpers vorliegen, welcher vom gemeinsamen Profil der Blechprofile 1, 2 hervorragt. Die Blechzunge kann optional durch eine Blechlasche verstärkt sein, welche an den Blechprofile 1, 2 anliegen kann.
[0046] Wie dargestellt, können Blechlaschen der Abschlusselemente 5, 6, welche im Bereich der Seitenflächen 14, 24 vorliegen, außen an den Seitenflächen 14, 24 vorliegen, wodurch das Einschubausmaß der Abschlusselemente 5, 6 begrenzt ist.
[0047] Wie in den Fig. 3-5 veranschaulicht ist, können am Auflagebereich 13 Dämpfungselemente 8 vorliegen, beispielsweise in Form von Gummipuffern, welche in Öffnungen des Auflagebereichs 13 eingesteckt sind. Beispielsweise können fünf Gummipuffer über die Länge der Lamelle verteilt vorliegen.
[0048] Die beiden Blechprofile 1, 2 bestehen bevorzugt aus einem 0,2 bis 1 mm dicken Blech, 4113
insbesondere aus einem 0,3 bis 0,8 mm dicken Blech, insbesondere aus einem 0,4 bis 0,6 mm dicken Blech, besonders bevorzugt aus einem 0,5 mm dicken Blech.
[0049] Die beiden Abschlusselemente 5, 6 bestehen bevorzugt aus einem dickeren Blech als die beiden Blechprofile 1, 2. Die Abschlusselemente 5, 6 bestehen bevorzugt aus einem mindestens 1 mm dicken Blech, insbesondere aus einem zumindest 1,5 mm dicken Blech, besonders bevorzugt aus einem 2 mm dicken Blech.
[0050] Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen ein aus mehreren Lamellen zusammengesetztes verschließbares Dachgitter. In Fig. 6 ist das Dachgitter verschlossen dargestellt. In Fig. 7 ist das Dachgitter geöffnet dargestellt.
[0051] Der Hohlraum jeder Lamelle ist an den beiden seitlichen Enden der Blechprofile 1, 2 jeweils durch ein Abschlusselement 5, 6 verschlossen, wobei jedes Abschlusselement 5, 6 einen Fortsatz 7 aufweist, welcher zur drehbaren Lagerung der Lamellen an einer Rahmenkonstruktion (nicht dargestellt) des verschließbaren Dachgitters dient. Zumindest eines der Abschlusselemente 5, 6 weist einen Eingriffsabschnitt 9 auf, an welchem ein Betätigungsmittel (nicht dargestellt) des verschlieRbaren Dachgitters ansetzen kann, wobei bei einer Krafteinwirkung am Eingriffsabschnitt 9 jede Lamelle um deren Fortsatz 7 schwenkbar ist.
[0052] Das verschlieRbare Dachgitter umfasst mehrere Lamellen die bevorzugt gemäß den Fig. 1 bis 5 oder 8 ausgebildet sind. Das verschließbare Dachgitter umfasst eine Rahmenkonstruktion und ein Betätigungsmittel. Das Betätigungsmittel ist mit mehreren Lamellen verbunden, welche jeweils schwenkbar in der Rahmenkonstruktion gelagert sind, wobei die mehreren Lamellen durch Betätigung des Betätigungsmittels gemeinsam verschwenkbar sind.
[0053] Bevorzugt wird dabei, dass bei geschlossenem Dachgitter die Lamellen mit jenem Teil des Basisabschnitts 21 des zweiten Blechprofils 2, welcher die durch das erste Blechprofil 1 gebildete Seitenfläche 14 des Hohlraums überragt, auf dem Auflagebereich 13 einer benachbarten Lamelle aufliegen.
[0054] In der Ausführungsvariante mit Schenkel 15 liegt der Schenkel 15 des ersten Blechprofils 1, welcher an der den Hohlraum überragenden Fläche des Basisabschnitts 21 des zweiten Blechprofils 2 anliegt, zwischen jenem Teil des Basisabschnitts 21 des zweiten Blechprofils 2, welcher die durch das erste Blechprofil 1 gebildete Seitenfläche 14 des Hohlraums überragt und dem Auflagebereich 13 der benachbarten Lamelle.
[0055] Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass das zweite Blechprofil 2 eine die Seitenwand 14 überragende Dachfläche der jeweiligen Lamelle bildet, welche Dachfläche bei geschlossenem Dachgitter oberhalb der Rinne der benachbarten Lamelle liegt, welche Rinne durch die Seitenfläche 24 des zweiten Blechprofils 2 und die Abwinkelung 12 des ersten Blechprofils 1 begrenzt ist und deren Grund durch den Basisabschnitt 11 des ersten Blechprofils gebildet ist.
[0056] Im Bereich des Grundes und bevorzugt auch im Bereich der Abwinkelung 12 können zwei Lagen Blech vorliegen, aufgrund der bevorzugt dort vorhandenen Schenkel 25 und Aufkantung 26 des zweiten Blechprofils 2.
[0057] In Fig. 8 ist eine Variante veranschaulicht, bei welcher die beiden Blechprofile 1, 2 aus einem gemeinsamen Blechelement gebildet sind. Dazu sind die beiden Blechprofile 1, 2 an einem Ende des Profils der Lamelle einstückig miteinander verbunden. Wie in Fig. 8 veranschaulicht ist, kann diese Verbindung der beiden Blechprofile 1, 2 an den Enden der Aufkantung 16 des ersten Blechprofils 1 und der Abwinkelung 22 des zweiten Blechprofils 2 vorliegen. Der Hakenbereich 23 entfällt dabei, da anstelle des Verhakens der als getrennte Blechelemente vorliegenden beiden Blechprofile 1, 2 eine integrale Verbindung der Blechprofile 1, 2 vorliegt, indem diese aus nur einem Blechelement bestehen.
[0058] In einer Ausführungsvariante kann auch das zweite Blechprofil 2 einen Hakenbereich aufweisen, sodass die integrale Verbindung am Ende der beiden Hakenbereiche erfolgt.
[0059] In einer Ausführungsvariante kann die integrale Verbindung am Ende des Schenkels 15 des ersten Blechprofils 1 und am freien Ende des Basisabschnitts 21 des zweiten Blechprofils 2
vorliegen. Bei dieser Variante entfallen neben dem Hakenbereich 23 auch die Aufkantung 16 des ersten Blechprofils 1 und die Abwinkelung 22 des zweiten Blechprofils 2.
[0060] Das Schließen der Blechprofile 1, 2 aus nur einem Blechelement erfolgt dabei ebenso wie zu Fig. 2 beschrieben, indem unter Verformung des Basisabschnitts 21 und/oder der Seitenfläche 24 die Aufkantung 26 unter den Auflagebereich 13 gedrückt wird.
[90061] In einer anderen Ausführungsvariante (nicht dargestellt) kann die integrale Verbindung am Ende des Auflagebereichs 13 des ersten Blechprofils 1 vorliegen, indem auch das zweite Blechprofil 2 einen Auflagebereich aufweist. Wenn auf den Auflagebereich 13 verzichtet wird, kann die integrale Verbindung an den Enden der Abwinkelung 12 des ersten Blechprofils 1 und der Aufkantung 26 des zweiten Blechprofils 2 vorliegen. Das Schließen der Blechprofile 1, 2 erfolgt dann in umgekehrter Richtung, wobei eine Verbindung der Blechprofile 1, 2 am anderen Ende des Profils der Lamelle erfolgt, beispielsweise durch Vernieten, Verschrauben oder Verkleben der Aufkantung 16 mit der Abwinkelung 22.
Claims (20)
1. Lamelle eines verschlieRbaren Dachgitters, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamelle aus zwei gefalteten Blechprofilen (1, 2) zusammengesetzt ist, welche im zusammengesetzten Zustand einen Hohlraum zwischen sich einschließen, wobei der Hohlraum an der Unterseite und an einer ersten Seitenfläche (14) vom ersten Blechprofil (1) verschlossen ist und an der Oberseite und an einer zweiten Seitenfläche (24) vom zweiten Blechprofil (2) verschlossen ist, wobei die beiden Blechprofile (1, 2) entweder als zwei getrennte Blechelemente vorliegen oder aus einem gemeinsamen Blechelement bestehen, indem die beiden Blechprofile (1, 2) an einem Ende des Profils der Lamelle einstückig miteinander verbunden sind.
2. Lamelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Basisabschnitt (11) des ersten Blechprofils (1), welcher die Unterseite des Hohlraums bildet, die durch das zweite Blechprofil (2) gebildete Seitenfläche (24) des Hohlraums überragt, wobei das erste Blechprofil (1) am freien Ende des Basisabschnitts (11) eine Abwinkelung (12) aufweist, welche nach oben, also in Richtung der Oberseite des Hohlraums ragt.
3. Lamelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Blechprofil (1) am freien Ende der Abwinkelung (12) einen Auflagebereich (13) aufweist, welcher in Richtung der Seitenwand (24) des Hohlraums verläuft.
4. Lamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Basisabschnitt (21) des zweiten Blechprofils (2), welcher die Oberseite des Hohlraums bildet, die durch das erste Blechprofil (1) gebildete Seitenfläche (14) des Hohlraums überragt.
5. Lamelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Blechprofil (2) am freien Ende des Basisabschnitts (21) eine Abwinkelung (22) aufweist, welche nach unten, also in Richtung der Unterseite des Hohlraums ragt.
6. Lamelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Blechprofil (2) am freien Ende der Abwinkelung (22) einen Hakenbereich (23) aufweist, welcher schräg in Richtung der Oberseite des Hohlraums verläuft.
7. Lamelle nach Anspruch 2 in Kombination mit Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Blechprofil (1) an dem der Unterseite des Hohlraums abgewandten Ende der Seitenfläche (14) einen Schenkel (15) aufweist, welcher an der den Hohlraum überragenden Fläche des Basisabschnitts (21) des zweiten Blechprofils (2) anliegt.
8. Lamelle nach Anspruch 7 in Kombination mit Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Blechprofil (1) am freien Ende des Schenkels (15) eine Aufkantung (16) aufweist, welche an der Abwinkelung (22) des zweiten Blechprofils (2) anliegt.
9. Lamelle nach Anspruch 2 in Kombination mit Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Blechprofil (2) an dem der Oberseite des Hohlraums abgewandten Ende der Seitenfläche (24) einen Schenkel (25) aufweist, welche an der den Hohlraum überragenden Fläche des Basisabschnitts (11) des ersten Blechprofils (1) anliegt.
10. Lamelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Blechprofil (2) am freien Ende des Schenkels (25) eine Aufkantung (26) aufweist, welche an der Abwinkelung (12) des ersten Blechprofils (1) anliegt.
11. Lamelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisabschnitt (11) des ersten Blechprofils (1) im Bereich der Unterseite des Hohlraums einen Knick (17) aufweist.
12. Lamelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisabschnitt (21) des zweiten Blechprofils (2) im Bereich der Oberseite des Hohlraums einen Knick (27) aufweist.
13. Lamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum zumindest teilweise mit einem Füllmaterial (3) gefüllt ist.
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14. Lamelle nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (3) als ein vorgefertigtes leistenförmiges Element vorliegt, welches an den Blechprofilen (1, 2) verklebt ist.
15. Lamelle nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial (3) aus einem im Hohlraum des Blechprofils (1, 2) geschäumten Material gebildet ist.
16. Lamelle nach einem der Ansprüche 13 bis 15 in Kombination mit den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Füllmaterial (3) von einer der beiden Seitenflächen (14, 24) bis zu den beiden Knicken (17, 27) erstreckt.
17. Lamelle nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum an den beiden seitlichen Enden der zusammengesetzten Blechprofile (1, 2) durch je ein Abschlusselement (5, 6) verschlossen ist, wobei jedes Abschlusselement (5, 6) einen Fortsatz (7) aufweist, welcher zur drehbaren Lagerung der Lamelle an einer Rahmenkonstruktion des verschlieRbaren Dachgitters dient und zumindest eines der Abschlusselemente (5, 6) einen Eingriffsabschnitt (9) aufweist, an welchem ein Betätigungsmittel des verschließbaren Dachgitters ansetzen kann, wobei bei einer Krafteinwirkung am Eingriffsabschnitt (9) die Lamelle um den Fortsatz (7) schwenkbar ist.
18. Lamelle nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Abschlusselement (5, 6) einen Grundkörper aufweist, welcher die Öffnungsfläche des Hohlraums verschließt, wobei vom Grundkörper zumindest zwei Blechlaschen in den Hohlraum hineinragen, wobei weitere Blechlaschen der Abschlusselemente (5, 6), welche im Bereich der Seitenflächen (14, 24) vorliegen außen an den Seitenflächen (14, 24) vorliegen.
19. Verschließbares Dachgitter umfassend mehrere Lamellen gemäß Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das verschließbare Dachgitter die Rahmenkonstruktion und das Betätigungsmittel umfasst, wobei das Betätigungsmittel mit mehreren Lamellen verbunden ist, welche jeweils schwenkbar in der Rahmenkonstruktion gelagert sind, wobei die mehrere Lamellen durch Betätigung des Betätigungsmittels gemeinsam verschwenkbar sind.
20. VerschlieRbares Dachgitter nach Anspruch 19 in Kombination mit Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossenem Dachgitter die Lamellen mit jenem Teil des Basisabschnitts (21), welcher die durch das erste Blechprofil (1) gebildete Seitenfläche (14) des Hohlraums überragt, auf dem Auflagebereich (13) einer benachbarten Lamelle aufliegen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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| ATA50466/2024A AT528526B1 (de) | 2024-06-10 | 2024-06-10 | Lamelle eines verschließbaren Dachgitters |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50466/2024A AT528526B1 (de) | 2024-06-10 | 2024-06-10 | Lamelle eines verschließbaren Dachgitters |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT528526A1 AT528526A1 (de) | 2026-01-15 |
| AT528526B1 true AT528526B1 (de) | 2026-06-15 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| ATA50466/2024A AT528526B1 (de) | 2024-06-10 | 2024-06-10 | Lamelle eines verschließbaren Dachgitters |
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2024
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-
2025
- 2025-06-10 EP EP25181676.5A patent/EP4663893A1/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP4663893A1 (de) | 2025-12-17 |
| AT528526A1 (de) | 2026-01-15 |