AT520693B1 - Akkumulator - Google Patents

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AT520693B1 ATA50973/2017A AT509732017A AT520693B1 AT 520693 B1 AT520693 B1 AT 520693B1 AT 509732017 A AT509732017 A AT 509732017A AT 520693 B1 AT520693 B1 AT 520693B1
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flat
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    • H01M10/655Solid structures for heat exchange or heat conduction
    • H01M10/6552Closed pipes transferring heat by thermal conductivity or phase transition, e.g. heat pipes
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Akkumulator (1) mit zumindest einem Speichermodul (2) für elektrische Energie und zumindest einer Kühlvorrichtung (3) zur Kühlung oder Temperierung für das zumindest eine Speichermodul (2), wobei die Kühlvorrichtung (3) zumindest ein Flachmodul (4) aufweist, in dem mehrere Heatpipes ausgebildet sind. Das Flachmodul (4) ist aus zwei miteinander verschweißten oder verlöteten oder verklebten Blechen gebildet.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Akkumulator mit zumindest einem Speichermodul für elektrische Energie und zumindest einer Kühlvorrichtung zur Kühlung oder Temperierung des zumindest einen Speichermoduls, wobei die Kühlvorrichtung zumindest ein Flachmodul aufweist, in dem mehrere Heatpipes ausgebildet sind.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung eine Kühlvorrichtung für die Kühlung zumindest eines Akkumulators, umfassend mehrere Heatpipes, die in einem Flachmodul angeordnet sind.
[0003] Die Lebensdauer und die Effektivität sowie auch die Sicherheit einer wiederaufladbaren Batterie für die sogenannte E-Mobility hängen unter anderem auch von der Temperatur im Betrieb ab. Aus diesem Grund wurden schon verschiedenste Konzepte für die Kühlung bzw. Temperierung der Akkumulatoren vorgeschlagen. Im Wesentlichen lassen sich die Konzepte in zwei Typen unterteilen, nämlich die Luftkühlung sowie die Wasserkühlung bzw. generell die Kühlung mit Flüssigkeiten.
[0004] Für die Wasserkühlung werden Kühlkörper verwendet, in denen zumindest ein Kühlmittelkanal ausgebildet ist. Diese Kühlköper werden zwischen den einzelnen Modulen des Akkumulators oder auf den Modulen angeordnet. Ein Modul ist dabei eine selbstständige Einheit des Akkumulators, also nicht zwingend nur eine Zelle.
[0005] Aus dem Stand der Technik ist weiter bekannt, dass für die Wärmeleitung sogenannte Heatpipes eingesetzt werden.
[0006] So beschreibt die DE10 2008 054 958 A1 ein Temperiersystem zum Temperieren mindestens einer wiederaufladbaren Batterie eines Kraftfahrzeugs mit mindestens einer Wärmetransportvorrichtung zur thermischen Anbindung der Batterie an mindestens eine im Kraftfahrzeug angeordnete Wärmequelle und/oder Wärmesenke. Die Wärmetransportvorrichtung weist mindestens einen Wärmekontaktbereich zur lösbaren thermischen Kontaktierung der Batterie und mindestens eine Heatpipe zum Wärmetransport auf.
[0007] Eine Heatpipe (auch als Wärmerohr bezeichnet) ist vereinfacht ausgedrückt ein in sich geschlossenes System in einem im Wesentlichen rohrförmigen Gehäuse, das in seinem Inneren ein Fluid aufweist, das sich aufgrund des herrschenden Drucks bei Betriebstemperatur nahe an seinem Siedepunkt befindet. Wird die Heatpipe in einem Teilbereich erwärmt, so geht das Fluid in die Gasphase über, um im Inneren der Heatpipe in Richtung eines kühleren Bereichs zu strömen, dort zu kondensieren und entlang der Innenwände des Gehäuses der Heatpipe in den Wärmeren Bereich zurückzufließen. Bei diesem (Wärme-)Transportprozess entzieht die Heatpipe in einem Verdampfungsbereich ihrer Umgebung Wärme und führt diese Wärme der Umgebung des Kondensationsbereichs der Heatpipe zu.
[0008] Die WO 2017/088719 A1 beschreibt einen Akkumulator mit einer Kühlvorrichtung, die in einer Bodenplatte und einer Seitenplatte mehrere Heatpipes aufweist.
[0009] Aus der US 2009/208829 A1 ist ein Verfahren zum Kühlen eines Batteriepacks mit einer großen Anzahl von Zellen bekannt. In einer Ausführungsform werden ein oder mehrere Heatpipes mit niedrigem Wärmewiderstand verwendet, um Wärme von dem Batteriepaket abzuführen. In einer anderen Ausführungsform sind die Heatpipes mit einer kalten Platte gekoppelt, die durch zirkulierende Flüssigkeit gekühlt wird.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes System zur Kühlung einer wiederaufladbaren Batterie, also eines Akkumulators, zu schaffen.
[0011] Die Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Akkumulator dadurch gelöst, dass das Flachmodul aus zwei miteinander verschweißten oder verlöteten Blechen gebildet ist.
[0012] Weiter wird die Aufgabe mit der eingangs genannten Kühlvorrichtung gelöst, bei der das Flachmodul aus zwei miteinander verschweißten Blechen hergestellt ist.
[0013] Von Vorteil ist dabei, dass das das Flachmodul mit den mehreren Heatpipes einfacher
herstellbar ist, als jeweils separate Heatpipes. Die gemeinsame Anordnung im Flachmodul ermöglicht weiter eine einfachere Anordenbarkeit am Akkumulator, verglichen mit einzelnen, separaten Heatpipes. Darüber hinaus ermöglicht die flache Ausbildung des Moduls eine effizientere Wärmeabfuhr.
[0014] Dadurch, dass das Flachmodul aus zwei miteinander verschweißten oder verlöteten Blechen gebildet ist, kann die ebene Anlage des Flachmoduls an den Akkumulator vereinfacht werden. Zudem sind die Bleche mit bekannten und häufig im Maschinenbau verwendeten Verfahren herstellbar und umformbar. Es ist damit eine bessere Integration der Herstellung der Flachmodule in eine bestehende Produktion möglich.
[0015] Besonders bevorzugt ist nach einer Ausführungsvariante des Akkumulators bzw. der Kühlvorrichtung an einer Außenseite des Flachmoduls eine Aufnahme bzw. zumindest ein Aufnahmeelement für eine Kühlmittelleitung ausgebildet bzw. angeordnet. Die Einbindung in einen in einem Kfz ohnehin vorhanden Kühlmittelkreislauf ist damit ohne größeren Aufwand durchführbar.
[0016] Zum besserem Wärmeabtransport kann nach einer anderen Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass der Akkumulator eine Wanne aufweist, und dass das zumindest eine Flachmodul flächig an der Wanne anliegt.
[0017] Es ist dabei möglich, dass auf zumindest einer Oberfläche des Flachmoduls eine Ausgleichsmasse angeordnet ist. Mit Hilfe dieser Ausgleichsmasse kann eine bessere Anlage des Flachmoduls an den Akkumulator oder die genannte Wanne erreicht werden, da über die Ausgleichsmasse Unebenheiten ausgeglichen werden können. Das Flächenmodul hat hierbei auch den Vorteil, dass die Ausgleichsmasse auch nur partiell aufgebracht werden kann.
[0018] Um die Effektivität der Wärmeabfuhr zu verbessern, kann nach einer anderen Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass das Flachmodul auf der Innenseite, auf der die Heatpipes ausgebildet sind, in den Heatpipes oder vollflächig einen Streusinterbelag aufweist. Es kann damit die Kapillarwirkung verbessert werden, sodass das Flachmodul auch horizontal eingesetzt werden kann.
[0019] Nach einer weiteren Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass das Flachmodul eine Befüllöffnung aufweist, die mit einem Verschlusselement verschlossen ist, wobei das Verschlusselement mittels EMPW-Technik mit einer die Befüllöffnung umgebenden Wand verschweißt ist. Von Vorteil ist dabei, dass einerseits durch die geringe Schweißtemperatur und andererseits durch die relativ hohe Geschwindigkeit der Verbindungsbildung die Gefahr des Ausdampfens der in den Heatpipes enthaltenen Flüssigkeit reduziert werden kann. Es kann damit auch der Unterdruck in den Heatpipes erhöht werden, sodass das Flachmodul eine verbesserte Effizienz aufweisen kann.
[0020] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0021] Es zeigen jeweils in vereinfachter, schematischer Darstellung: [0022] Fig. 1 einen Akkumulator in Seitenansicht mit einer Kühlvorrichtung;
[0023] Fig. 2 eine erste Ausführungsvariante eines Flachmoduls in Schrägansicht und in Explosionsdarstellung;
[0024] Fig. 3 eine zweite Ausführungsvariante eines Flachmoduls in Schrägansicht und in Explosionsdarstellung;
[0025] Fig. 4 einen Ausschnitt aus einer Schweißvorrichtung vor dem Schweißen; [0026] Fig. 5 ein eingeschweißtes Verschlusselement;
[0027] Fig. 6 eine Heatpipe mit eingeschweißtem Verschlusselement in Seitenansicht geschnitten;
[0028] Fig. 7 eine Ausführungsvariante eines Wärmerohres in Seitenansicht geschnitten.
[0029] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0030] In Fig. 1 ist ein Akkumulator 1, d.h. eine wiederaufladbare Batterie, in Seitenansicht dargestellt.
[0031] Der Akkumulator 1 umfasst zumindest ein Speichermodul 2, insbesondere mehrere Speichermodule 2, für elektrische Energie. Beispielsweise kann der Akkumulator 1 zwischen 2 und 50 Speichermodule 2 aufweisen, die insbesondere auf mehrere Reihen aufgeteilt sein. Diese genannten Werte für die Anzahl an Speichermodulen 2 ist aber nicht beschränkend zu verstehen.
[0032] Da der prinzipielle Aufbau derartiger Akkumulatoren 1 für die E-Mobility aus dem einschlägigen Stand der Technik bekannt ist, sei zur Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen. Die nachstehende Beschreibung beschränkt sich daher auf die Kühlung des Akkumulators 1.
[0033] Der Akkumulator weist eine Kühlvorrichtung 3 auf. Diese Kühlvorrichtung 3 weist zumindest en Flachmodul 4 auf, das im Folgenden noch näher beschrieben wird. Die weiteren Bestandteile der Kühlvorrichtung 3 können dem Stand der Technik entsprechen. Nachdem der Akkumulator 1 insbesondere in der Automobilindustrie eingesetzt wird, kann die restliche Kühlvorrichtung 3 durch die üblichen Komponenten einer Fahrzeugkühlung gebildet sein, und einen Kühlkreislauf mit Kühlleitungen, einen Wärmetauscher (Kühler), etc., aufweisen. Es sei dazu ebenfalls auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.
[0034] Wie aus dem Vergleich Fig. 1 zu ersehen ist, ist das Flachmodul 4 an einer Seite des Akkumulators 1 angeordnet, insbesondere unten. Es kann aber auch vorgesehen werden, dass mehrere Seiten bzw. Oberflächen des Speichermoduls 2 bzw. der Speichermodule 2 derartige Flachmodule aufweisen, diese beispielsweise oben und/oder seitlich angeordnet sind.
[0035] Es ist weiter bevorzugt, wenn sämtliche Speichermodule 2 mit zumindest einem Flachmodul 4 - der Akkumulator 1 kann auch mehrere Flachmodule 4 aufweisen - wirkungsverbunden sind, also beispielsweise die gesamte Unterseite der Speichermodule 2 mit zumindest einem Flachmodul 4 versehen ist, damit sämtliche Speichermodule 2 gekühlt werden können.
[0036] Prinzipiell kann jedes Speichermodul 2 mit einem eigenen Flachmodul 4 ausgerüstet sein. Bevorzugt ist aber ein Flachmodul mehreren Speichermodulen 2 zugeordnet, insbesondere pro Reihe an Speichermodulen 2 ein Flachmodul 4 vorgesehen.
[0037] Es sei darauf hingewiesen, dass sich die Begriffe Oberseite, etc., auf die Einbaulage des Akkumulators 1 in einem Kraftfahrzeug beziehen.
[0038] In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsvariante des Flachmoduls 4 in Schrägansicht und in Explosionsdarstellung dargestellt.
[0039] Das Flachmodul 4 weist ein erstes (oberes) Flächenelement 5 und ein zweites (unteres Blechelement 6 auf) bzw. besteht aus diesen beiden Flächenelement 5, 6.
[0040] Unter einem Flächenelement 6 im Sinne der Erfindung wird ein Element verstanden, das eine Dicke 7 zwischen 0,3 mm und 3 mm, eine Breite 8 von 300 mal der Dicke 7 bis 3000 mal der Dicke 7 und eine Länge 9 von 1 mal der Breite 8 bis 10 mal der Breite 8 aufweist.
[0041] Als erstes und zweites Flächenelement 5, 6 werden Metallbleche verwendet, beispielsweise ein Kupferblech, ein Aluminiumblech, ein Stahlblech, etc.
[0042] In der dargestellten Ausführungsvariante des Flachmoduls 4 weist das zweite Flächenelement 6 mehrere nutförmige Vertiefungen 10 auf. Diese nutförmigen Vertiefungen erstrecken sich in Richtung der Länge 9 des Flächenelementes 6 und enden in einem Abstand 11 zur ersten Breitseitenkante 12 und in einem Abstand 13 zur zweiten Breitseitenkante 14. Die Abstände 11
und 13 können dabei ausgewählt sein aus einem Bereich von 2 mm bis 100 mm.
[0043] Diese Vertiefungen 10 bilden die Heatpipes. Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, sind in dem Flachmodul mehrere Heatpipes nebeneinander und beabstandet zueinander angeordnet. Beispielsweise können in einem Flachmodul zwischen zwei und zwanzig Heatpipes angeordnet sein.
[0044] Das erste Flächenelement 5 ist bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsvariante innen (in Richtung auf das zweite Flächenelement 6) und außen völlig eben und ohne derartige Vertiefungen ausgebildet. Es kann damit eine vollflächigere Anlage des Flachmoduls 4 an das Speichermodul 2 oder ein sonstiges wärmeabgebendes Element erreicht werden.
[0045] Es ist aber auch möglich, dass sowohl das erste als auch das zweite Flächenelement 5, 6 die Vertiefungen 10 aufweisen. Dabei können die Vertiefungen 10 des ersten Flächenelementes 5 und die Vertiefungen 10 des zweiten Flächenelementes 6 einander gegenüberliegend ausgebildet sein, sodass sie jeweils einen vertieften Teil einer Heatpipe bilden. Die Vertiefungen 10 des ersten Flächenelementes 5 können aber auch versetzt zu den Vertiefungen 10 des zweiten Flächenelementes 6 ausgebildet sein.
[0046] Die Flächenelemente 5, 6 können beispielsweise durch Ausstanzen, Ausschneiden, etc. hergestellt werden. Die Vertiefungen 10 können gleichzeitig damit oder durch späteres Umformen des Flächenelementes 5, 6, beispielsweise Tiefziehen, etc. hergestellt werden. Derartige Verfahren sind dem Fachmann bekannt.
[0047] Das erste und das zweite Flächenelement 5, 6 werden entlang der Seitenkanten stoffschlüssig durch Schweißen, Löten, Kleben, etc., miteinander verbunden, und gegebenenfalls formschlüssig. Gegebenenfalls können das erste und das zweite Flächenelement 5, 6 auch zwischen den einzelnen Vertiefungen form- und/oder stoffschlüssig miteinander verbunden, sodass jede Heatpipe gegenüber den anderen Heatpipes abgeschlossen ist und einen geschlossenen Kreislauf bilden kann.
[0048] Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass das erste Flächenelement 5 einstückig mit dem zweiten Flächenelement 6 ausgebildet ist, und dieses einstückige Flächenelement dann in der Mitte gefaltet/’umgebogen wird. In diesem Fall können der erste Teil und der zweite Teil des Flächenelementes entlang von nur drei anstelle von vier Seitenkanten miteinander verbunden werden.
[0049] Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, kann im zweiten Flächenelement 6 (und/oder im ersten Flächenelement 5) entlang der Breitseitenkante 14 (alternativ auch entlang der Breitseitenkante 12) ein rinnenförmiger Kanal 15 ausformt sein, der in Richtung auf das andere Flächenelement 5 (und/oder Flächenelement 6) offen ist. In diesem Kanal kann eine Kühlflüssigkeit, beispielsweise Wasser, geführt werden, mit der die von dem Flachmodul 4 weitergeleitet Wärme abtransportiert werden kann. Dieser Kanal 15 erstreckt sich orthogonal zu den Vertiefungen 10. In seinen Endbereichen kann der Kanal 15 mit Anschlusselementen ausgestattet sein, um ihn in ein Kühlsystem einbinden zu können bzw. um eine Strömungsverbindung zwischen mehreren Flachmodulen 4 herstellen zu können.
[0050] Alternativ dazu kann aber vorgesehen sein, wie dies die Ausführungsvariante des Flachmoduls nach Fig. 3 zeigt, dass dieser Kanal 15 im zweiten Flächenelement 6 umgedreht ist, sich also in Richtung nach außen Öffnet. Es kann damit eine Kühlmittelleitung 16 einfach in dem Kanal angeordnet werden, sodass die Anbindung des Flachmoduls 4 an ein bestehendes Kühlsystem eines Kraftfahrzeugs einfacher erfolgen kann.
[0051] Generell sei an dieser Stelle angemerkt, dass in den Fig. 3 bis 7 gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsformen der Erfindung gezeigt sind, wobei für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den Fig. 1 und 2 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung zu den Fig. 1 und 2 hingewiesen bzw. darauf Bezug genommen.
[0052] Allgemein kann/können das zweite Flächenelement 6 und/oder das erste Flächenelement 5 eine Aufnahme bzw. ein Aufnahmeelement für eine Kühlmittelleitung haben, diese/das insbesondere einstückig damit ausbildet sein. Die kanalförmige Aufnahme ist einfacher herzustellen,
beispielsweise mit einem der voranstehend genannten Verfahren. Die Aufnahme bzw. die zumindest eine Aufnahme oder das zumindest eine Aufnahmeelement (das auch ein gesonderter Bauteil sein kann) kann aber auch anders ausgeführt sein, beispielsweise in Form eins Clipses, eines Schnappverschlusses, eines Haltebügels, etc.. Die zumindest eine Aufnahme muss sich also nicht über die gesamte Breite 8 des Flachmoduls 4 erstrecken, auch wenn dies herstellungsbedingt von Vorteil ist.
[0053] Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, kann auf einer inneren Oberfläche des Flachmoduls 4 ein Streusinterbelag 17 angeordnet sein. Dieser kann sich dabei nur auf die Vertiefungen 10 beschränken (Fig. 2) oder vollflächig, also auch zwischen den Vertiefungen 10, aufgebracht sein (Fig. 3).
[0054] Es sei angemerkt, dass, obwohl aus Fig. 3 nicht ersichtlich, auch dieses Flachmodul 4 die mehreren Vertiefungen 10 aufweist, wie diese zu Fig. 2 beschrieben wurden.
[0055] Der Streusinterbelag kann beispielsweise aus Kupfer- oder Aluminiumpartikel hergestellt sein.
[0056] Zurückkommend zu Fig. 1 kann zwischen dem Speichermodul 2 bzw. den Speichermodulen 2 und dem Flachmodul 4 bzw. den Flachmodulen 4 eine Wanne 18 angeordnet sein, in der das oder die Speichermodul(e) 2 aufgenommen sein können. Das oder die Flachmodul(e) 4 liegen als bei dieser Ausführungsvariante nicht direkt an dem/den Speichermodul(en) 2 an sondern liegt flächig an dieser Wanne 18 an.
[0057] Die Wanne 18 selbst besteht bevorzugt aus einem Wärme leitbaren Werkstoff, insbesondere einem metallischen Werkstoff oder einem wärmeleitfähigen Kunststoff, damit die Wärme von dem zumindest einen Speichermodul 2 zu dem zumindest einen Flachmodul 4 gelangt.
[0058] Nach einer weiteren Ausführungsvariante kann vorgesehen sein, dass auf zumindest einer Oberfläche des Flachmoduls 4 eine Ausgleichsmasse 19 angeordnet ist, wie dies ebenfalls anhand des Ausführungsbeispiels des Akkumulators 1 in Fig. 1 dargestellt ist. Diese Ausgleichsmasse 19 kann beispielsweise ein thermisch leitfähiger Kunststoff, Wärmeleitpads, eine Wärmeleitfolie, ein Metallschwamm, etc., sein.
[0059] Bekanntlich werden Heatpipes mit einer Flüssigkeit befüllt, die dann im Betrieb durch Verdampfen und Kondensieren den Wärmetransport von einem Bereich der Heatpipe zu einem anderen Bereich übernimmt. Für das Einfüllen dieser Flüssigkeit kann das Flachmodul 4 eine Befüllöffnung 20 aufweisen, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist. Nach dem Einfüllen der Flüssigkeit wird diese Befüllöffnung 20 mit einem Verschlusselement 21, z.B. einem Stopfen, verschlossen. Bevorzugt ist dazu nach ein Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass das Verschlusselement mittels EMPW-Technik (Electro Magnetic Pulse Welding) mit einer die Befüllöffnung 20 umgebenden Wand 22 des Flachmoduls 4 verschweißt ist.
[0060] Die Wand 22 des Flachmoduls 4 bzw. des Wärmerohres kann durch einen hochgezogenen Teil gebildet sein, wie dies aus den Fig. 6 und 7 zu ersehen ist. Um diese Befüllöffnung 20 herum kann für das Verschließen eine Saugglocke 23 angeordnet werden, mit der die Evakuierung der Heatpipes bzw. des Wärmerohres durchgeführt werden kann. Die Saugglocke 23 liegt über ein Dichtelement 24 dichtend an der Wand 22 an. Auf der Höhe, auf der das Verschlusselement 21 mit der Wand verschweißt wird, wird eine Spule 25 (EMPW Feldumformer) angeordnet. Durch das Verschweißen von Wand 22 und Verschlusselement 21 miteinander wird die Wand 22 nach innen und/oder das Verschlusselement 21 nach außen gezogen und miteinander verschweißt, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist.
[0061] Aus Fig. 5 ist weiter ersichtlich, dass die Vertiefungen 10 nach einer bevorzugten Ausführungsvariante des Flachmoduls 4 nur im zweiten Flächenelement 6 ausgebildet sein können, und dass das erste Flächenelement 5 völlig eben sein kann.
[0062] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus des Akkumulators 1 bzw. des Flachmoduls 4 diese nicht zwingenderweise maßstäblich dargestellt sind.
1 Akkumulator 2 Speichermodul 3 Kühlvorrichtung
4 Flachmodul
5 Flächenelement 6 Flächenelement 7 Dicke
8 Breite
9 Länge
10 Vertiefung
11 Abstand
12 Breitseitenkante 13 Abstand
14 Breitseitenkante 15 Kanal
16 Kühlmittelleitung 17 Streusinterbelag 18 Wanne
19 Ausgleichsmasse 20 Befüllöffnung
21 Verschlusselement 22 Wand
23 Saugglocke
24 Dichtelement
25 Spule
AT 520 693 B1 2020-12-15

Claims (8)

Patentansprüche
1. Akkumulator (1) mit zumindest einem Speichermodul (2) für elektrische Energie und zumindest einer Kühlvorrichtung (3) zur Kühlung oder Temperierung für das zumindest eine Speichermodul (2), wobei die Kühlvorrichtung (3) zumindest ein Flachmodul (4) aufweist, in dem mehrere Heatpipes ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachmodul (4) aus zwei miteinander verschweißten oder verlöteten oder verklebten Blechen gebildet ist.
2. Akkumulator (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Außenseite des Flachmoduls (4) eine Aufnahme für eine Kühlmittelleitung (16) ausgebildet ist.
3. Akkumulator (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine Wanne (18) aufweist, und dass das zumindest eine Flachmodul (4) flächig an der Wanne (18) anliegt.
4. Akkumulator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf zumindest einer Oberfläche des Flachmoduls (4) eine Ausgleichsmasse (19) angeordnet ist.
5. Akkumulator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachmodul (4) auf der Innenseite, auf der die Heatpipes ausgebildet sind, in den Heatpipes oder vollflächig einen Streusinterbelag (17) aufweist.
6. Akkumulator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachmodul (4) eine Befüllöffnung (20) aufweist, die mit einem Verschlusselement (21) verschlossen ist, wobei das Verschlusselement (21) mittels EMPW-Technik mit einer die BefüllÖffnung (20) umgebenden Wand (22) verschweißt ist.
7. Köühlvorrichtung (3) für die Kühlung zumindest eines Akkumulators (1), umfassend mehrere Heatpipes, die in einem Flachmodul (4) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachmodul (4) aus zwei miteinander verschweißten oder verlöteten oder verklebten Blechen hergestellt ist.
8. Kühlvorrichtung (3) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Außenseite des Flachmoduls (4) zumindest ein Aufnahmeelement für eine Kühlmittelleitung (16) angeordnet ist.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
ATA50973/2017A 2017-11-23 2017-11-23 Akkumulator AT520693B1 (de)

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