AT517342B1 - Medizinisches Instrument für chirurgische Eingriffe - Google Patents

Medizinisches Instrument für chirurgische Eingriffe Download PDF

Info

Publication number
AT517342B1
AT517342B1 ATA681/2015A AT6812015A AT517342B1 AT 517342 B1 AT517342 B1 AT 517342B1 AT 6812015 A AT6812015 A AT 6812015A AT 517342 B1 AT517342 B1 AT 517342B1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
medical instrument
wire
loop
instrument according
handle
Prior art date
Application number
ATA681/2015A
Other languages
English (en)
Other versions
AT517342A4 (de
Original Assignee
Acmit Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Acmit Gmbh filed Critical Acmit Gmbh
Priority to ATA681/2015A priority Critical patent/AT517342B1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT517342B1 publication Critical patent/AT517342B1/de
Publication of AT517342A4 publication Critical patent/AT517342A4/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/34Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3468Trocars; Puncturing needles for implanting or removing devices, e.g. prostheses, implants, seeds, wires
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F11/00Methods or devices for treatment of the ears or hearing sense; Non-electric hearing aids; Methods or devices for enabling ear patients to achieve auditory perception through physiological senses other than hearing sense; Protective devices for the ears, carried on the body or in the hand
    • A61F11/20Ear surgery
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/02Details
    • A61N1/04Electrodes
    • A61N1/05Electrodes for implantation or insertion into the body, e.g. heart electrode
    • A61N1/0526Head electrodes
    • A61N1/0541Cochlear electrodes
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/18Applying electric currents by contact electrodes
    • A61N1/32Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents
    • A61N1/36Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents for stimulation
    • A61N1/36036Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents for stimulation of the outer, middle or inner ear

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Otolaryngology (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Radiology & Medical Imaging (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Psychology (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Cardiology (AREA)
  • Surgical Instruments (AREA)

Abstract

Bei einem medizinischen Instrument (1) für chirurgische Eingriffe, insbesondere für die Ohrchirurgie zur Implantation von flexiblen Elektroden, beispielsweise Cochlea-Elektroden, umfassend einen Handgriff (2), einen hohlen Instrumentenschaft (3), eine am dem Handgriff (2) gegenüberliegenden distalen Ende (9) des Instrumentenschafts (3) befindliche Klemmvorrichtung (4) mit einer größenveränderlichen Schlaufe (5) und eine Stellvorrichtung (6) zur Größenveränderung der Schlaufe (5), ist die Schlaufe (5) öffenbar ausgebildet.

Description

Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein medizinisches Instrument fiir chirurgische Eingriffe, insbeson-dere für die Ohrchirurgie zur Implantation von flexiblen Elektroden, beispielsweise Cochlea-Elektroden.
[0002] Im Gegensatz zu klassischen Hörgeräten, die hinter dem Ohr getragen werden und die über ein Mikrofon aufgenommene, elektronisch verstärkte Schalleindrücke über einen Hohlka-nal bzw. Schlauch zum äußeren Gehörgang führen, erfolgt bei modernen, implantierbaren Hörgeräten, sogenannten Cochlea-lmplantaten, die Stimulierung des Hörnervs (Nervus ves-tibulocochlearis) über hochflexible Elektrodeneinheiten (Elektrodenarrays) direkt in der Ge-hörschnecke (Cochlea).
[0003] Die Implantierung dieser Elektrodeneinheiten erfolgt im Rahmen einer einmaligen Operation. Bei diesem Eingriff wird durch den hinter dem menschlichen Ohr gelegenen Knochen (Mastoid) ein Zugang zur Gehörschnecke gelegt. Die dazu notwendigen chirurgischen Schritte, welche die Entfernung des Warzenfortsatzes (Mastoidektomie) und die posteriore Tympanoto-mie beinhalten, ermöglichen es, die Elektrodeneinheit anschließend von außen an das runde Fenster (Fenestra cochleae), welches als Zugangspforte in die Gehörschnecke dient, heranzu-führen. Das Mittelohr wird dabei iiber das knöcherne Mastoid unterhalb der Trommelfellebene und zwischen heiklen anatomischen Strukturen, wie dem Geschmacksnerven (Chorda tympani) bzw. dem Gesichtsnerven (Nervus fascialis), eröffnet. Die maximal realisierbare Höhe dieser Öffnung ist dadurch auf etwa 3-4mm limitiert.
[0004] Da die zu implantierenden Elektroden - wie bereits erwähnt - hochflexibel ausgebildet sind, können diese ohne geeignete mechanische Hilfsmittel iiber den vorgenannten Zugang nicht positioniert werden. Ein fiir die Implantation der Elektroden geeignetes Instrument muss es ermöglichen, die Elektrode zum runden Fenster heranzufiihren und diese anschließend in die Skala tympani der Hörschnecke zu inserieren.
[0005] Bei der Implantation von Cochlea-Elektroden der neuesten Generation, die extrem bie-geschlaff und flexibel sind, wird derzeit mit mehreren Werkzeugen gearbeitet. Eine besondere Schwierigkeit besteht darin, die Spitze der Elektrode durch die inzidierte Membran des runden Fensters einzubringen sowie die Elektrode anschließend bis zur gewiinschten Insertionstiefe von bis zu 30mm weiterzuschieben. Die Chirurgen behelfen sich dabei meist mit unterschiedli-chen Pinzetten und Zängelchen sowie anderen feinchirurgischen Standardwerkzeugen. Nur in Ausnahmefällen werden vom Hersteller der Elektroden spezielle Werkzeuge angeboten. Die Firma Advanced Bionics liefert beispielsweise zu ihrer neuesten Elektrode ein Werkzeug, das die Elektrode in einer zylindrischen Führung hält, wobei diese nach Positionierung am runden Fenster durch einen Draht weitergeschoben werden kann. Dieses Werkzeug ist jedoch nur fiir relative steife Elektroden verwendbar und eignet sich beispielsweise nicht fiir die hohe Flexibili-tät der modernsten ultraflexiblen Multikanal-Elektroden.
[0006] Die Verwendung mehrerer konventioneller Werkzeuge fiihrt weiters dazu, dass die bereits durch die anatomischen Gegebenheiten sehr limitierte Sicht an der Insertionsstelle weiter eingeschränkt wird.
[0007] Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, die vorgenannten Nachteile bei der Implantation von Cochlea- Elektroden und ähnlichen chirurgischen Vorgängen zu vermeiden, bei denen insbesondere längliche Implantate durch eine kleine Körperöffnung hindurch einge-bracht werden miissen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung ein medizinisches Instrument fiir chirurgische Eingriffe, insbesondere fiir die Ohrchirurgie zur Implantation von flexiblen Elektroden, beispielsweise Cochlea-Elektroden, vor, umfassend einen Handgriff, einen hohlen Instrumen-tenschaft, eine am dem Handgriff gegeniiberliegenden distalen Ende des Instrumentenschafts befindliche Klemmvorrichtung mit einer größenveränderlichen Schlaufe und eine Stellvorrich-tung zur Größenveränderung der Schlaufe, wobei die Schlaufe öffenbar ausgebildet ist.
[0009] Die erfindungsgemäße Ausbildung des Instruments ermöglicht es, alle Arbeitsschritte der Elektrodeninsertion mit einem einzigen, einhändig bedienbaren Werkzeug einfach und rasch durchzufiihren, wodurch die Elektrodeninsertion wesentlich vereinfacht wird. Die Elektro-de wird hierbei in die Schlaufe eingeführt und durch Verengung der Schlaufe in der Schlaufe eingeklemmt. Im geklemmten Zustand kann die Elektrode dann durch Vorschieben des Instruments ein Stiick weit in den Operationskanal vorgeschoben werden. Nach Beendigung des maximal möglichen Vorschubs wird die Klemmung der Elektrode durch Aufweiten der Schlaufe gelöst und das Instrument wird zurückgezogen, während die Elektrode in ihrer Position ver-bleibt. Danach beginnt ein weiterer Vorschubschritt: durch Verengung der Schlaufe wird die Elektrode wieder eingeklemmt und im geklemmten Zustand durch Vorschieben des Instruments ein weiteres Stiick weit in den Operationskanal vorgeschoben. Nach der erforderlichen Anzahl solcher Vorschubschritte wird die Schlaufe geöffnet und das Instrument wird von der Elektrode gelöst.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können somit die folgenden Schritte einer Coch-lea-Elektroden-Implantation durchgefiihrt werden: [0011] - Ergreifen der Cochlea-Elektrode, [0012] - Einfiihren der Elektrode in den Operationskanal, [0013] - Orientierung der Elektrodenspitze zur Öffnung im runden Fenster, [0014] - Insertion in die Cochlea, [0015] - Iteratives Weiterschieben bis zur gewiinschten Insertionstiefe durch periodisches
Nachgreifen direkt am runden Fenster, [0016] - Im Falle eines ungewollten Verkriimmens der Elektrode („Buckling") während der
Insertion: Anpassung der Insertionskräfte und -winkel durch Nachgreifen der Elektrode an beliebiger Stelle weiter apikal bzw. basal (rundfensternah bzw. rundfenster-fern), [0017] - Lösen des Werkzeugs von der Elektrode und Entfernen des Instrumentes.
[0018] Die Schlaufe kann iiber die erfindungsgemäß vorgesehene Stellvorrichtung, z.B. einen Knopf Oder Schieber, vergrößert und verkleinert werden, sodass eine einfache Bedienung mittels Fingerbewegung ermöglicht wird.
[0019] Die händische Betätigung der Stellvorrichtung ist insbesondere fiir das Aufweiten der Schlaufe vorgesehen. Die anschließende Rückstellung bzw. Verengung der Schlaufe kann hingegen auch automatisch erfolgen, insbesondere nachdem der Benutzer die Stellvorrichtung loslässt. Die Ausbildung ist in diesem Zusammenhang derart getroffen, dass das medizinische Instrument ein Rückstellelement zur Riickstellung der Schlaufe aus einer zweiten Größe in eine erste geringere Größe besitzt, wobei das Riickstellelement bevorzugt ein Federelement um-fasst. Die Bedienung des Instruments erfolgt dann so, dass die Stellvorrichtung zum Aufweiten der Schlaufe durch einen Finger des Benutzers betätigt, z.B. nach vorne geschoben wird und mit dem Finger im betätigten Zustand gehalten wird. Wenn der Finger die Stellvorrichtung freight, zieht das im Werkzeug integrierte Riickstellelement die Schlaufe zusammen, sodass die Elektrode ergriffen und festgehalten wird.
[0020] Im Rahmen der Erfindung wird unter einer Schlaufe jegliches Element verstanden, das eine Elektrode Oder einen anderen einzuführenden länglichen Gegenstand ringförmig vollstän-dig umschließen und durch Verengung einklemmen kann. Die Schlaufe bzw. der die Elektrode umschließende Ring kann hierbei aus einem Oder mehreren Bauteilen zusammengesetzt sein. Eine zwei- Oder mehrteilige Konstruktion ist insbesondere vorteilhaft, urn die Öffnungsfunktion der Schlaufe zu realisieren. Das erfindungsgemäße Instrument ist in diesem Zusammenhang bevorzugt derart weitergebildet, dass die Schlaufe von einem hakenförmigen Endabschnitt eines im Instrumentenschaft verschieblich gefiihrten und aus dem distalen Ende desselben herausragenden Drahtes und dem distalen Ende des Instrumentenschaftes gebildet ist. Eine derartige Ausbildung erlaubt eine Größenveränderung der Schlaufe durch unterschiedlich wei- tes Herausschieben des hakenförmigen Endabschnitts des Drahts aus dem distalen Ende des Schafts. Die einzuführende Elektrode kann dabei zwischen dem hakenförmigen Endabschnitt des Drahts und dem distalen Ende des Instrumentenschafts eingeklemmt werden.
[0021] Der Draht dient dabei in einfacher Weise der Verbindung des hakenförmigen Endabschnitts mit der Stellvorrichtung, wobei der Draht bevorzugt im Inneren des hohlen Instrumentenschafts verschieblich gefiihrt ist.
[0022] In vorteilhafter Weise ist das erfindungsgemäße medizinische Instrument dahingehend weitergebildet, dass der Draht mit dem hakenförmigen Endabschnitt zwischen einer ersten, zweiten und dritten Position verschiebbar geführt ist, wobei der hakenförmige Endabschnitt in der ersten Position eine erste Größe der Schlaufe definiert, der hakenförmige Endabschnitt in der zweiten Position eine zweite Größe der Schlaufe definiert, die größer ist als die erste Größe, und das freie, zurückgebogene Ende des hakenförmigen Endabschnitts in der dritten Position aus dem distalen Ende des Instrumentenschafts austaucht, urn die Schlaufe zu öffnen. In der ersten Position des hakenförmigen Endabschnitts befindet sich die Schlaufe in ihrem verengten Zustand, in dem die Elektrode in der Schlaufe eingeklemmt wird. In der zweiten Position des hakenförmigen Endabschnitts befindet sich die Schlaufe in ihrem aufgeweiteten Zustand, in dem die Elektrode locker in der Schlaufe angeordnet ist, sodass ein Nachgreifen ermöglicht wird. In der dritten Position ist der hakenförmige Endabschnitt soweit nach vorne geschoben, dass sein zurückgebogenes Ende aus dem distalen Ende des Instrumentenschafts austaucht, sodass zwischen dem zumckgebogenes Ende und dem distalen Ende des Instrumentenschafts ein Spalt gebildet wird, der die Öffnung der Schlaufe ausbildet, iiber welche die Elektrode aus der Schlaufe entfernt werden kann.
[0023] Das erfindungsgemäße medizinische Instrument kann insbesondere dahingehend weitergebildet sein, dass die Stellvorrichtung mit dem Draht zum Verschieben desselben zwischen der ersten, der zweiten und der dritten Position zusammenwirkt.
[0024] Beim Vorschieben des Drahts samt des hakenförmigen Endabschnitts von der ersten in die zweite Position muss darauf geachtet werden, dass der Draht nicht in die dritte Position gelangt, in der die Schlaufe geöffnet ist und die Elektrode aus der geöffneten Schlaufe austre-ten kann. Eine bevorzugte Ausbildung sieht in diesem Zusammenhang vor, dass die Stellvorrichtung mit einem der zweiten Position des Drahts entsprechenden Anschlag zusammenwirkt. Die Stellvorrichtung wird bei ihrer Betätigung aus der ersten Position heraus durch den Anschlag somit in einer Stellung angehalten, welche der zweiten Position des hakenförmigen Endabschnitts entspricht.
[0025] Die Stellvorrichtung kann analog auch in der dritten Position des hakenförmigen Endabschnitts des Drahts angehalten werden, die Ausbildung ist hierbei bevorzugt derart getroffen, dass die Stellvorrichtung mit einem der dritten Position des Drahts entsprechenden Anschlag zusammenwirkt.
[0026] In vorteilhafter Weise ist das erfindungsgemäße medizinische Instrument dahingehend weitergebildet, dass am Handgriff ein verlagerbares Anschlagelement angeordnet ist, das zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position verlagerbar ist und in der ersten Position den der zweiten Position des Drahts entsprechenden Anschlag und in der zweiten Position den der dritten Position des Drahts entsprechenden Anschlag ausbildet. Durch geeignete Verlage-rung des Anschlagelements kann somit ausgewählt werden, ob der Draht samt dem hakenför-migen Endabschnitt in der zweiten Position Oder in der dritten Position angehalten werden soil.
[0027] Hierdurch wird der Hub der Stellvorrichtung während der Insertionsschritte begrenzt. Das Anschlagelement ist bevorzugt urn eine sich in Längsrichtung des Handgriffs erstreckende Drehachse drehbar am Handgriff gelagert und trägt zwei in Drehrichtung und in axialer Richtung versetzt angeordnete Anschläge. Das Anschlagelement kann daher mit einer einfachen Finger-bewegung gedreht werden, wodurch das Anschlagelement zwischen seiner ersten und zweiten Position verstellt wird.
[0028] Das erfindungsgemäße medizinische Instrument ist bevorzugt dahingehend weitergebil- det, dass ein distaler Endabschnitt des Instrumentenschafts einen Führungsabschnitt zur Füh-rung des Drahts ausbildet, wobei der Führungsabschnitt bevorzugt abgewinkelt ausgebildet ist, wodurch die für die Insertion der Elektrodenspitze notwendige Richtung zum runden Fenster erreicht wird.
[0029] In diesem Zusammenhang kann bevorzugt vorgesehen sein, dass der Führungsab-schnitt in einem Winkel von 20 bis 45 Grad abgewinkelt ausgebildet ist.
[0030] Das erfindungsgemäße medizinische Instrument ist bevorzugt dahingehend weitergebil-det, dass der Draht aus Kunststoff Oder Metall gefertigt ist.
[0031] In vorteilhafter Weise ist das erfindungsgemäße medizinische Instrument dahingehend weitergebildet, dass der Handgriff eine Justiervorrichtung zur Einstellung der ersten Position des Drahtes aufweist. Auf diese Weise kann die Schlaufe auf eine Grundeinstellung justiert werden.
[0032] Das erfindungsgemäße medizinische Instrument ist bevorzugt dahingehend weitergebil-det, dass die Abmessungen des Instrumentenschafts in Durchmesser und Länge so gestaltet sind, dass das Instrument für enge chirurgische Zugänge, wie beispielsweise im Bereich der Mittelohrchirurgie genutzt werden kann.
[0033] Urn ein Gleiten des Werkzeuges in der Hand zu verhindern, ist der Handgriff beispielsweise mit aufgerauten zylindrischen Flächen Oder einer rutschfesten Hülle versehen.
[0034] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 eine Draufsicht des erfindungsge-mäßen medizinischen Instruments sowie eine Detailansicht der Klemmvorrichtung samt grö-ßenveränderlicher Schlaufe, Fig.2 und Fig.3 zeigen eine Detailansicht der Stellvorrichtung samt Anschlag und Fig.4 und Fig.5 zeigen die Klemmvorrichtung samt größenveränderlicher Schlaufe in geschlossenem sowie in offenem Zustand.
[0035] Fig. 1a zeigt das erfindungsgemäße medizinische Instrument 1 umfas- send einen Handgriff 2, einen hohlen Instrumentenschaft 3, eine am dem Handgriff 2 gegeniiberliegenden distalen Ende 9 des Instrumentenschafts 3 befindliche Klemmvorrichtung 4 mit einer größenveränderlichen Schlaufe 5 und eine Stellvorrichtung 6 zur Größenveränderung der Schlaufe 5.
[0036] Fig.lb zeigt die Klemmvorrichtung 4 am distalen Ende 9 des Instrumen tenschafts in einer vergrößerten Ansicht. Es ist ersichtlich, dass die Schlaufe 5 von einem hakenförmigen Endabschnitt 7 eines im Instrumentenschaft 3 verschieblich gefiihrten und aus dem distalen Ende 9 des Instrumentenschaftes 3 herausragenden Drahtes 8 und dem distalen Ende 9 des Instrumentenschaftes 3 gebildet ist. Der Draht 8 ist hierbei im Inneren des hohlen Instrumentenschafts 3 geführt und wirkt mit der Stellvorrichtung 6 zusammen. Der Draht 8 ist so mit der Stellvorrichtung gekoppelt, dass ein Vorschieben der Stellvorrichtung 6 in Richtung zum distalen Ende 9 des Instrumentenschafts 3 ein entsprechendes Vorschieben des Drahts 8 samt des hakenförmigen Endabschnitts 7 bewirkt.
[0037] Das medizinisches Instrument besitzt weiters ein am Handgriff 2 angeordnetes verlager-bares Anschlagelement 14, sowie eine Justiervorrichtung 13 zur Einstellung der Grundposition des Drahtes 8.
[0038] In Fig.2 und Fig.3 ist eine Detailansicht der Stellvorrichtung 6 samt Anschlagelement 14 gezeigt, wobei in Fig.2 die Stellvorrichtung 6 mit einem einer zweiten Position des Drahts 8 entsprechenden Anschlag 11 zu-sammenwirkt und in Fig.3 gezeigt ist, wie die Stellvorrichtung 6 mit einem einer dritten Position des Drahts 8 entsprechenden An- schlag 12 zusammenwirkt. Der Anschlag 11 ist im Vergleich zum Anschlag 12 zurückversetzt, sodass der hakenförmige Endab-schnitt 7 in der Position der Stellvorrichtung 6 gemäß Fig.2 weni-ger weit aus dem distalen Ende 9 des Instrumentenschafts 3 vor-ragt als in der Position der Stellvorrichtung 6 gemäß Fig.3. Das Anschlagelement 14 ist weiters um eine sich in Längsrichtung des Handgriffs 2 erstreckende Drehachse drehbar am Handgriff 2 ge-lagert, wobei das Anschlagelement 14 je nach Drehstellung ent-weder den Anschlag 11 (Fig.2) Oder den Anschlag 12 (Fig.3) zur Verfügung stellt.
[0039] In Fig. 4 und Fig.5 ist eine Detailansicht der Klemmvorrichtung samt größenveränder- licher Schlaufe gezeigt, wobei die Schlaufe in geschlossenem (Fig.4), sowie in geöffnetem Zustand (Fig.5) dargestellt ist.
[0040] Fig.4 zeigt die Schlaufe 5 in der geschlossenen Position in aufgeweitetem Zustand, in der die Elektrode lose umschlossen wird. Die Schlaufe 5 kann ausgehend von dieser Position durch Zurückziehen des hakenförmigen Endabschnitts 7 verengt werden, wodurch die Elektrode zwischen dem hakenförmigen Endabschnitt und dem distalen Ende 9 des Instrumentenschafts 3 eingeklemmt wird. Weiters kann der hakenförmige Endabschnitt 7 ausgehend von der Position gemäß Fig.4 weiter nach vorne vorgeschoben werden, bis das zuriickgebogene Ende des Endabschnitts 7 aus dem distalen Ende 9 des Instrumentenschafts 3 austaucht und einen Spalt bildet (Fig.5), über welchen die Cochlea-Elektrode aus der Schlaufe 5 entfernt werden kann.

Claims (15)

  1. Patentansprüche
    1. Medizinisches Instrument (1) für chirurgische Eingriffe, insbesondere für die Ohrchirurgie zur Implantation von flexiblen Elektroden, beispielsweise Cochlea-Elektroden, umfassend einen Handgriff (2), einen hohlen Instrumentenschaft (3), eine am dem Handgriff (2) ge-genüberliegenden distalen Ende (9) des Instrumentenschafts (3) befindliche Klemmvorrich-tung (4) mit einer größenveränderlichen Schlaufe (5) und eine Stellvorrichtung (6) zur Grö-ßenveränderung der Schlaufe (5), wobei die Schlaufe (5) öffenbar ausgebildet ist.
  2. 2. Medizinisches Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rückstell-element zur Rückstellung der Schlaufe (5) aus einer zweiten Größe in eine erste geringere Größe vorgesehen ist, wobei das Rückstellelement bevorzugt ein Federelement umfasst.
  3. 3. Medizinisches Instrument nach Anspruch 1 Oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaufe (5) von einem hakenförmigen Endabschnitt (7) eines im Instrumentenschaft (3) verschieblich geführten und aus dem distalen Ende (9) desselben herausragenden Drahtes (8) und dem distalen Ende (9) des Instrumentenschaftes (3) gebildet ist.
  4. 4. Medizinisches Instrument nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht (8) mit dem hakenförmigen Endabschnitt (7) zwischen einer ersten, zweiten und dritten Position verschiebbar gefiihrt ist, wobei der hakenförmige Endabschnitt (7) in der ersten Position eine erste Größe der Schlaufe (5) definiert, der hakenförmige Endabschnitt (7) in der zweiten Position eine zweite Größe der Schlaufe (5) definiert, die größer ist als die erste Größe, und das freie, zuriickgebogene Ende (10) des hakenförmigen Endabschnitts (7) in der dritten Position aus dem distalen Ende (9) des Instrumentenschafts (3) austaucht, urn die Schlaufe (5) zu öffnen.
  5. 5. Medizinisches Instrument nach Anspruch 3 Oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellvorrichtung (6) mit dem Draht (8) zum Verschieben desselben zwischen der ersten, der zweiten und der dritten Position zusammenwirkt.
  6. 6. Medizinisches Instrument nach Anspruch 3, 4 Oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellvorrichtung (6) mit einem der zweiten Position des Drahts (8) entsprechenden An-schlag (11) zusammenwirkt.
  7. 7. Medizinisches Instrument nach Anspruch 3, 4 Oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellvorrichtung (6) mit einem der dritten Position des Drahts (8) entsprechenden Anschlag (12) zusammenwirkt.
  8. 8. Medizinisches Instrument nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Handgriff (2) ein verlagerbares Anschlagelement (14) angeordnet ist, das zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position verlagerbar ist und in der ersten Position den der zweiten Position des Drahts entsprechenden Anschlag und in der zweiten Position den der dritten Position des Drahts entsprechenden Anschlag ausbildet.
  9. 9. Medizinisches Instrument nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (14) urn eine sich in Längsrichtung des Handgriffs erstreckende Drehachse dreh-bar am Handgriff gelagert ist und zwei in Drehrichtung und in axialer Richtung versetzt an-geordnete Anschläge trägt.
  10. 10. Medizinisches Instrument nach einem der Anspmche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement des Rückstellelements mit dem Draht zum Zurückholen des Drahtes von der zweiten Position in die erste Position zusammenwirkt.
  11. 11. Medizinisches Instrument nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein distaler Endabschnitt des Instrumentenschafts einen Führungsabschnitt zur Füh-rung des Drahts ausbildet, wobei der Führungsabschnitt bevorzugt abgewinkelt ausgebildet ist.
  12. 12. Medizinisches Instrument nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Füh-rungsabschnitt in einem Winkel von 20 bis 45 Grad abgewinkelt ausgebildet ist.
  13. 13. Medizinisches Instrument nach einem der Anspmche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht aus Kunststoff Oder Metall gefertigt ist.
  14. 14. Medizinisches Instrument nach einem der Anspmche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (2) eine Justiervorrichtung (13) zur Einstellung der ersten Position des Drahtes (8) aufweist.
  15. 15. Medizinisches Instrument nach einem der Anspmche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen des Instrumentenschafts (3) in Durchmesser und Länge so gestal-tet sind, dass das Instrument (1) für enge chirurgische Zugänge, wie beispielsweise im Be-reich der Mittelohrchirurgie genutzt werden kann. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
ATA681/2015A 2015-10-20 2015-10-20 Medizinisches Instrument für chirurgische Eingriffe AT517342B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA681/2015A AT517342B1 (de) 2015-10-20 2015-10-20 Medizinisches Instrument für chirurgische Eingriffe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA681/2015A AT517342B1 (de) 2015-10-20 2015-10-20 Medizinisches Instrument für chirurgische Eingriffe

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT517342B1 true AT517342B1 (de) 2017-01-15
AT517342A4 AT517342A4 (de) 2017-01-15

Family

ID=57641920

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
ATA681/2015A AT517342B1 (de) 2015-10-20 2015-10-20 Medizinisches Instrument für chirurgische Eingriffe

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT517342B1 (de)

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007006574A1 (de) * 2005-07-14 2007-01-18 Universität Rostock Einführinstrument
US20120035615A1 (en) * 2009-05-22 2012-02-09 Advanced Bionics, Llc Composite Stylet
US20130172901A1 (en) * 2010-07-19 2013-07-04 Institut National De La Sante Et De La Recherche Medicale (Inserm) Tool for inserting fine tubular objects into the cochlea
WO2014027337A2 (en) * 2012-08-17 2014-02-20 Cochlear Limited Cochlear implant electrode assembly insertion tool
WO2015013120A1 (en) * 2013-07-26 2015-01-29 Med-El Elektromedizinische Geraete Gmbh Cochlear implant electrode insertion support device

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007006574A1 (de) * 2005-07-14 2007-01-18 Universität Rostock Einführinstrument
US20120035615A1 (en) * 2009-05-22 2012-02-09 Advanced Bionics, Llc Composite Stylet
US20130172901A1 (en) * 2010-07-19 2013-07-04 Institut National De La Sante Et De La Recherche Medicale (Inserm) Tool for inserting fine tubular objects into the cochlea
WO2014027337A2 (en) * 2012-08-17 2014-02-20 Cochlear Limited Cochlear implant electrode assembly insertion tool
WO2015013120A1 (en) * 2013-07-26 2015-01-29 Med-El Elektromedizinische Geraete Gmbh Cochlear implant electrode insertion support device

Also Published As

Publication number Publication date
AT517342A4 (de) 2017-01-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2589348A1 (de) Vorrichtung zur Explantation von Elektrodenleitungen
DE112008003820T5 (de) Einkörper-Lanzette und Schmerzlos-Blutentnahme-Vorrichtung
DE10027342B4 (de) Behandlungsinstrument für ein Endoskop
DE102018002356A1 (de) Instrumenten-Set und Verfahren zur Durchführung von Operationen an Wirbeln oder Knochen
EP3064167B1 (de) Distraktionsset, umfassend eine vorrichtung zur distraktion bzw. dehnung von knochensegmenten
EP3415197A1 (de) Elektrodendraht und system zur implantation eines solchen elektrodendrahts
EP1731106B1 (de) Medizinisches Instrument zum Entfernen von Gegenständen aus engen Kanälen
EP2384708A1 (de) Einführvorrichtung für einen Ballonkatheter
DE19515626C2 (de) Instrument zum Positionieren wenigstens einer Arbeitshülse
AT517342B1 (de) Medizinisches Instrument für chirurgische Eingriffe
EP0918489A1 (de) Trokarhülse für die endoskopie
DE102018006442A1 (de) Instrumenten-Set
EP3801358B1 (de) Zahnmedizinisches instrument zum entfernen frakturierter wurzelkanalinstrumente
WO2014090227A1 (de) Endosphinkter
EP3410960A1 (de) Chirurgisches steinfanginstrument
DE10145107B4 (de) Füllstab für Endoskope
EP1929966A2 (de) Medizinisches Instrument zum Entfernen von Gegenständen aus engen Kanälen
DE2923105A1 (de) Instrument zur gallenoperation
DE10105080B4 (de) Verstellbare intraokulare Linse und zugehörige Verstellvorrichtung
EP2964073B1 (de) Spiegel, insbesondere medizinischer spiegel, und vorrichtung, insbesondere zur wurzelkanalbehandlung
WO2020074028A1 (de) System zum manuellen einbringen eines chirurgischen drahts in einen knochen oder ein weichteilgewebe
WO1991019532A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur extrahierung in einem körperorgan eingewachsener elektrodenspiralen
DE202018105044U1 (de) Zahnmedizinisches Instrument zum Entfernen frakturierter Wurzelkanalinstrumente
EP3695809B1 (de) Ophthalmologisches handgerät
DE10211720B4 (de) Vorrichtung zur Handhabung einer dünnen Linse

Legal Events

Date Code Title Description
MM01 Lapse because of not paying annual fees

Effective date: 20201020