AT511771B1 - Verwendung einer bienenpopulation zur gewinnung von proben von pflanzen - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Bienenpopulation zur Gewinnung von Proben von Pflanzen, die von diesen Bienen bestäubt werden, wobei die Probengewinnung mittels einer von den Bienen zu betretenden Laufstrecke vor dem Eingang zu ihrer Behausung erfolgt, mit dem Kennzeichen, dass als Bienenpopulation eine oder mehrere Bienenarten eingesetzt werden, die normalerweise Populationen aus nicht mehr als 1.000 Individuen bilden und deren jährliche Flugzeit im April oder früher beginnt, und dass die zu gewinnende Probe eine DNA-Probe ist.

Description

Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung einer bestimmten Bienenpopulation zur Gewin¬nung von Proben von Pflanzen, die von diesen Bienen bestäubt werden.
[0002] Es ist bekannt, Bienen am Eingang zum Bienenstock eine Laufstrecke, wie z.B. einLochgitter, einen Kamm oder eine Folie, passieren zu lassen, um zu verschiedenen ZweckenProben der von diesen angeflogenen Blüten, z.B. Nektar- oder Pollenproben, zu gewinnen, dieam Lochgitter oder Kamm abgestreift werden und in einen darunter montierten Auffangbehälterfallen oder DNA-Reste an den Tarsen, die an einer Folie haften bleiben.
[0003] Um in kurzer Zeit ausreichend große Probenmengen zu erhalten, wird standardmäßigdie Honigbiene als Bienenvolk für die Probennahme gewählt, die Staaten aus bis zu 80.000Individuen bildet.
[0004] Nachteilig ist hierbei jedoch die Tatsache, dass so große Bienenpopulationen riesigeGebiete abfliegen und dabei Pollen und Nektar zahlreicher unterschiedlicher Pflanzenartensammeln. Die Analyse von Pollen einer spezifischen Pflanzenart ist dadurch nahezu unmöglich,zumindest aber mit einem enormen Aufwand verbunden.
[0005] Weiters ist bekannt, Wildbienenstämme zur Bestäubung von Pflanzen in einem definier¬ten, begrenzten Areal, z.B. einer Obstplantage, einzusetzen. Wildbienen bilden, wenn über¬haupt, weitaus kleinere Staaten aus wenigen tausend oder auch nur hunderten Individuen,deren Fluggebiet in der Regel sehr eingeschränkt ist. Somit eignen sie sich nur bedingt zurProbennahme, da in einem bestimmten Zeitraum nur sehr geringe Probenmengen gewonnenwerden könnten.
[0006] Andererseits besteht ein dringendes Interesse daran, möglichst früh über den eventuel¬len Befall einer Pflanzenart mit einem Erreger Bescheid zu wissen, um Gegenmaßnahmenergreifen zu können. So ist etwa der Befall von Obstpflanzen mit dem Feuerbranderreger einstetiges Problem in der Landwirtschaft. Feuerbrand wird vom gram-negativen Bakterium Erwiniaamylovora hervorgerufen, das Pflanzen der Familie der Rosaceen befällt, besonders Gattungender Unterfamilie Maioideae (Kernobstgehölze), vor allem Apfel (Malus x domestica), Birne(Pyrus communis) und Quitte (Cydonia oblonga). Die Infektion erfolgt in der Regel über dieBlüte (primärer Feuerbrand). Im Gegensatz dazu werden Infektionen über das Laub, später inder Vegetationsperiode, als sekundärer Feuerbrand bezeichnet. Die Infektion der Blüte breitetsich über das Xylem aus und führt zu einer im Holz fortschreitenden Nekrose. Die Krankheitverursacht verheerende Schäden in Obstanlagen mit entsprechenden wirtschaftlichen Verlus¬ten.
[0007] Die Apfel- und Birnenblüte beginnt in Mitteleuropa üblicherweise im April, in wärmerenRegionen mitunter schon Ende März. Die zu dieser Zeit herrschenden Durchschnittstemperatu¬ren sind für Honigbienen jedoch an vielen Tagen zu niedrig, um normales Flugverhalten zuzeigen.
[0008] Ziel der Erfindung war vor diesem Hintergrund die Entwicklung einer Methode, wie zueinem möglichst frühen Zeitpunkt im Jahr ausreichende Informationen über einen potenziellenBefall von Nutzpflanzen mit bestimmten Erregern erhalten werden können.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0009] Dieses Ziel erreichen die Erfinder in einem ersten Aspekt durch die Verwendung einerBienenpopulation zur Gewinnung von Proben von Pflanzen, die von diesen Bienen bestäubtwerden, wobei die Probengewinnung mittels einer von den Bienen zu betretenden Laufstreckevor dem Eingang zu ihrer Behausung erfolgt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass [0010] a) als Bienenpopulation eine oder mehrere Bienenarten eingesetzt werden, die i) normalenweise Populationen aus nicht mehr als 1.000 Individuen bilden und ii) deren jährliche Flugzeit im April oder früher beginnt; und [0011] b) die zu gewinnende Probe eine DNA-Probe ist.
[0012] Auf diese Weise ist gewährleistet, dass von den Bienen ein relativ begrenztes Gebietabgeflogen wird und dabei Pollen und Nektar von nur wenigen Pflanzenarten gesammelt wer¬den, wodurch die DNA-Probe einen relativ geringen Verdünnungs- bzw. Kontaminationsgradaufweist, und dass die Analyse zu einem frühen Zeitpunkt, idealerweise unmittelbar nach demBeginn der Blüte der jeweiligen Pflanzenart, durchgeführt werden kann. Eine solch kleine Bie¬nenpopulation ist darüber hinaus wesentlich einfacher handzuhaben und zu transportieren.
[0013] Die eingangs erwähnte Tatsache, dass von so kleinen Bienenpopulationen in einembestimmten Zeitraum nur sehr geringe Probenmengen gewonnen werden können, stellt für dieErfinder keine Einschränkung dar, da sie vor kurzem ein Verfahren zum Nachweisen von Erwi-nia amylovora in einer Probe unter Anwendung der LAMP-Methode beschrieben, haben dasunter Verwendung einer genomischen Sequenz des Feuerbranderregers als Referenzsequenzund eines darauf basierenden, hochspezifischen Primersatzes zur Amplifikation der Erwiniaamylovora-DNA durchgeführt wird. Mittels dieses Verfahrens konnten sogar Probenmengen vonnur 80 bis 100 fg an Erwinia amylovora-DNA zuverlässig und reproduzierbar nachgewiesenwerden. Darüber hinaus wurde der Primersatz von den Erfindern aufwändig optimiert, um Arte¬fakte aufgrund von kontaminierender DNA möglichst auszuschießen.
[0014] Die von den Erfindern hergestellten Primer sind die folgenden:
[0015] Daher kann eine gemäß vorliegender Erfindung ausgewählte Bienenart auch Populatio¬nen aus nicht mehr als 500 oder sogar unter 100 Individuen bilden, ohne dass die Gefahr be¬steht, dass keine ausreichenden DNA-Mengen gesammelt werden können.
[0016] Abgesehen von der Größe der Population und ihrer Flugzeit ab April oder früher sind dieBienenarten nicht speziell eingeschränkt. Unter Population ist hierin im weitesten Sinne jede Artvon Bienengemeinschaft in einem begrenzten Areal zu verstehen, also sowohl entsprechendkleine "Staaten" oder Kolonien in einem Bienenstock oder einem unterirdischen Nest als aucheine entsprechende Anzahl an Bienen auf einer bestimmten Bodenfläche, z.B. von einigenQuadratmetern. Theoretisch kommen daher auch Solitärbienen für die vorliegende Erfindung inFrage, d.h. Bienen, die jeweils alleine in unterirdischen Nestern oder Mauerspalten leben unddort ihre Nachkommen aufziehen, solange eine größere Anzahl von ihnen pro Quadratmeteranzutreffen ist. Es muss lediglich vor jedem Eingang zu ihren Behausungen eine entsprechen¬de Laufstrecke, z.B. eine Folie, vorgesehen werden, und am Ende der Probennahme werdendie mittels aller Laufstrecken gesammelten Proben einfach kombiniert.
[0017] Vorzugsweise werden jedoch soziale Bienenarten verwendet, die eine gemeinsameBehausung, d.h. in einem Stock oder Nest, nutzen, um die Anzahl an erforderlichen Laufstre¬cken gering zu halten und dennoch in kurzer Zeit die notwendige Probenmenge sammeln zukönnen. Gemäß der Erfindung können den Bienen auch Nisthilfen zur Verfügung gestellt wer¬den, d.h. vorgefertigte Stöcke oder Nester, wobei unter Letzteren auch eine größere Anzahl anNiströhren für Solitärbienen auf einer Fläche von wenigen Quadratmetern zu versehen ist.
[0018] Der Fachmann wird ohne übermäßiges Experimentieren in der Lage sein, die für denjeweiligen Zweck am besten geeigneten Bienenarten auszuwählen, wobei vor allem die geogra¬fische Lage, das dortige Klima, die Bodenbeschaffenheit und natürlich die zu bestäubende undzu untersuchende Pflanzenart zu berücksichtigen ist. Vorzugsweise ist die Bienenart aus denGattungen Hummel, Sandbiene und Mauerbiene ausgewählt, wobei noch bevorzugter eineHummelart eingesetzt wird. Deren Flugzeit beginnt typischerweise im März, bei manchenSandbienenarten sogar schon im Februar, und Hummeln sind besonders früh im Jahr unter¬wegs, wie nachstehend noch ausführlicher erläutert wird.
[0019] Von den zahlreichen Hummel-, Sandbienen- und Mauerbienenarten - in Mitteleuropakommen etwa 40 Hummel-, 150 Sandbienen- und etwa 50 Mauerbienenarten vor - sind diemeisten Solitärbienen. Allerdings ist auch eine soziale Lebensweise, d.h. ein gemeinsamesNest, mancher der eigentlich als Solitärbienen bekannten Bienenarten bekannt. Wird daher ineinem bestimmten Gebiet, wie z.B. einer Obstplantage, ein Nest mit einer Laufstrecke am Nest¬eingang als Nisthilfe bereitgestellt, kann es von einer dort gezielt ausgesetzten Bienenart ge¬meinsam genutzt werden.
[0020] Verschiedene Hummelarten bilden allerdings auch Kolonien oder Staaten aus etwa 50bis 600, mitunter bis zu 1.000 Tieren und einer Königin. Für Hummeln reicht bereits eine Min¬desttemperatur von nur 6-9 °C aus, um ausfliegen zu können (bei Königinnen sogar nur 2 °C),da sie ein dichtes Haarkleid besitzen, vor allem aber ihre Körpertemperatur durch Vibrationender Brustmuskulatur, wobei die Flügel abgekoppelt werden, selbst erhöhen können. DieseFähigkeit ist unter den verschiedenen Bienengattungen einzigartig. Zum Vergleich benötigenHonigbienen üblicherweise 10-15 °C. Darüber hinaus sind Hummeln weitaus effizientere Be-stäuber und damit Probensammler als andere Bienengattungen, insbesondere als die Honig¬biene. So produziert beispielsweise ein Hummelstaat bis zu 15-mal so viel Honig wie ein gleichgroßer Staat der Honigbiene.
[0021] Die zu gewinnende DNA ist vorzugsweise Schädlings-DNA, insbesondere Erwinia amy-lovora-DNA, die dann beispielsweise nach einem LAMP-Verfahren amplifiziert und analysiertwerden kann.
[0022] Demgemäß stellt die vorliegende Erfindung in einem zweiten Aspekt ein Set zur Ver¬wendung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung bereit, das Folgendes umfasst: [0023] a) eine transportsicher verpackte Bienenpopulation wie oben beschrieben und [0024] b) Mittel zum Analysieren der in der zu gewinnenden Probe enthaltenen DNA.
[0025] Mittels eines solchen Sets können die gemäß vorliegender Erfindung gewonnenen DNA-Proben vor Ort, also z.B. direkt in einer Obstplantage, analysiert werden. Die Analysenmittelumfassen dabei vorzugsweise Mittel zum Amplifizieren der DNA mittels PCR- oder LAMP-Verfahren, wodurch - beispielsweise im Vergleich mit ELISA-Methoden - auch sehr geringeProbenmengen ausreichen, um die DNA zuverlässig analysieren zu können. Noch bevorzugterumfassen die Amplifikationsmittel Instrumente zur Durchführung eines LAMP-Verfahrens, daLAMP ("loop-mediated isothermal amplification") im Vergleich mit PCR- ("polymerase chainreaction") Amplifikation keine Thermocycler erfordern.
[0026] Die Analysenmittel des Sets umfassen daher vorzugsweise weiters spezifische Primerfür die LAMP-Reaktion, sowie gegebenenfalls eine Heizvorrichtung und/oder Mittel zur Visuali¬sierung von Produkten oder Nebenprodukten der Amplifikation, wobei ein bevorzugtes Visuali¬sierungsmittel der Farbindikator Hydroxynaphtholblau ist.
[0027] Die optionale Heizvorrichtung braucht dabei vorzugsweise nur eine Temperatur von 60-65 °C zu erzeugen, da dies für LAMP-Verfahren durchaus ausreicht und einen mobilen Einsatzim Feld weiter vereinfacht: Für diese Temperaturen reicht beispielsweise auch Heißwasser ineiner Thermoskanne aus, die somit ebenfalls unter die Definition der Heizvorrichtung fällt. Alter¬nativ dazu können etwa batteriebetriebene Widerstandsheizungen, als so genannte "Taschen¬wärmer" bekannte Systeme, die beispielsweise auf der Oxidation von auf einem Träger (z.B.
Watte) fein verteiltem Eisenpulver oder auf frei werdender Kristalisationswärme nach mechani¬scher Auslösung beruhen, oder auch Parabolspiegel zur Bündelung von Sonnenstahlen einge¬setzt werden.
[0028] Hydroxynaphtholblau ist als Visualisierungsmittel bevorzugt, da in Gegenwart von Erdal¬kalimetallionen ein Farbumschlag von violett nach blau stattfindet, der mit bloßem Auge gut zuerkennen ist. Die Erdalkalimetallionen stammen beispielsweise von einem Magnesiumpyro-phosphat-Niederschlag, der als Nebenprodukt der LAMP-Reaktion anfällt und eine Trübungverursacht, die als solche ebenfalls zur Visualisierung herangezogen werden könnte. Der Far¬bumschlag ist jedoch schon bei geringeren Mengen an Amplifikationsprodukten gut sichtbarund daher bevorzugt.
[0029] Durch die erfindungsgemäße Verwendung bestimmter, oben definierter Wildbienenarten,einschließlich der Gattung Hummel, zur DNA-Probengewinnung von Pflanzen, insbesonderevon Nutzpflanzen wie Obst- und Gemüsepflanzen, können Informationen über den Befall derjeweilige Pflanze mit einem Erreger bereits kurz nach Beginn der Blütezeit erlangt werden, wasmehr Zeit für eventuell erforderliche Gegenmaßnahmen zur Verfügung stellt. Vor allem beiEinsatz des Sets gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung, insbesondere in Kombination mitdem oben beschriebenen Primersatz, können auf zuverlässige Weise Informationen über dievon den Bienen bestäubten Pflanzen erhalten werden.

Claims (15)

  1. Patentansprüche 1. Verwendung einer Bienenpopulation zur Gewinnung von Proben von Pflanzen, die vondiesen Bienen bestäubt werden, wobei die Probengewinnung mittels einer von den Bienenzu betretenden Laufstrecke vor dem Eingang zu ihrer Behausung erfolgt, dadurch ge¬kennzeichnet, dass a) als Bienenpopulation eine oder mehrere Bienenarten eingesetzt werden, die i) normalerweise Populationen aus nicht mehr als 1.000 Individuen bilden und ii) deren jährliche Flugzeit im April oder früher beginnt; und b) die zu gewinnende Probe eine DNA-Probe ist.
  2. 2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bienenart Populatio¬nen aus nicht mehr als 500 Individuen bildet.
  3. 3. Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bienenart Populatio¬nen aus nicht mehr als 100 Individuen bildet.
  4. 4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieFlugzeit der Bienenart bereits im März oder früher beginnt.
  5. 5. Verwendung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dass eine oder mehrere aus den Gattungen Hummel, Sandbiene und Mauerbiene ausge¬wählte Bienenart eingesetzt wird.
  6. 6. Verwendung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Hum¬melarten eingesetzt werden.
  7. 7. Verwendung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dass die zu gewinnende DNA-Probe eine Schädlings-DNA ist.
  8. 8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zu gewinnende DNA-Probe Erwinia amylovora-DNA ist.
  9. 9. Set zur Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, Folgendes umfassend: a) eine transportsicher verpackte Bienenpopulation wie in einem der Ansprüche 1 bis 6 de¬finiert und b) Mittel zum Analysieren der in der zu gewinnenden Probe enthaltenen DNA.
  10. 10. Set nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Analysenmittel Mittel zum Amp-lifizieren der DNA mittels PCR- oder LAMP-Verfahren umfassen.
  11. 11. Set nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplifikationsmittel Instrumen¬te zur Durchführung eines LAMP-Verfahrens umfassen.
  12. 12. Set nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Analysenmittel weiters spezifi¬sche Primer für die LAMP-Amplifikation umfassen.
  13. 13. Set nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Analysenmit¬tel eine Heizvorrichtung umfassen.
  14. 14. Set nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Analysen¬mittel weiters Mittel zur Visualisierung von Produkten oder Nebenprodukten der Amplifika¬tion umfassen.
  15. 15. Set nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Visualisierungsmittel der Far¬bindikator Hydroxynaphtholblau ist. Hierzu keine Zeichnungen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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ALEXANDROVA, M., CIMINI, B., BAZZI, C., CARPANA, E., MASSI, S. AND SABATINI, A.G. 2002. THE ROLE OF HONEYBEES IN SPREADING ERWINIA AMYLOVORA. ACTA HORT. (ISHS) 590:5560 *
SABATINI, A.G., ALEXANDROVA, M., CARPANA, E., MEDRZYCKI, P., BORTOLOTTI, L., GHINI, S., GIROTTI, S., PORRINI, C., BAZZI, C., BARONI, F. AND ALESSANDRINI, A. 2006. RELATIONSHIPS BETWEEN APIS MELLIFERA AND ERWINIA AMYLOVORA: BIOINDICATION, BACTERIUM DISPERSAL AND QUARANTINE PROCEDURES. ACTA HORT. (ISHS) 704:155162 *

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