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Die Erfindung betrifft eine Auffangvorrichtung für Exkremente für zweispännig geführte Wagen mit einer am Wagen angebrachten Tasche aus flexiblem Material.
Als bisheriger Stand der Technik sind Exkrementenauffangvorrichtungen anzusehen, die in Taschenform aus Planenmaterial bestehend hinter dem Pferde, an die Hinterhand anschliessend zwischen den Anzen (Wagenstangen) (beim Einspänner) mittels Riemen oder Gummibändern aufgehängt sind oder beim Zweispänner am Hinterzeug des Pferdegeschirres einerseits und andererseits am Vorderwagen (Ortscheite, Bracke oder Federn) festgebunden sind. Während das Pferd oder die Pferde vor dem Wagen gespannt sind, fallen die von diesen ausgeschiedenen Exkremente in diese Taschen. Dadurch wird die Strassenverunreinigung vermieden. Der Nachteil dieser Vorrichtungen ist, dass das Pferd seinen Schweif unweigerlich in die eigenen Exkremente taucht, wodurch eine Gefährdung der Passagiere erfolgt, weil diese bei heftiger Schweifbewegung der Pferde verunreinigt werden.
Weiters, dass das Pferd einer der physiologischen Funktionen seines Schweifes beraubt wird : kann mit dem Schweif nicht mehr die erforderliche Luftzirkulati- on zwischen den Hinterbeinen gewährleisten, da dieser durch die Exkremententasche abgehalten wird, zwischen den Hinterbeinen hängen zu können. Weiters tritt eine Gefährdung des gesamten Gespannes ein, da die Gefahr besteht, dass beim Auskeilen des Pferdes dieses mit den Hinterbeinen in der Exkrementenauffangvorrichtung hängen bleibt, was einen Unfall grösseren Ausmasses zur Folge haben kann.
Die gegenständliche Auffangvorrichtung für Exkremente ist nun dadurch gekennzeichnet, dass an der Deichsel und parallel zu dieser eine Translationsschiene befestigt ist, an der beidseitig im wesentlichen senkrecht zur Translationsschiene und parallel zueinander zwei Haltestangen zwischen der Bracke und den Zugtieren angeordnet sind, die gegeneinander verschiebbar an der Translationsschiene gelagert sind, und dass beidseitig der Translationsschiene zwischen den beiden Haltestangen je eine Tasche aus flexiblem Material aufgehängt ist.
Die Auffangvorrichtung besteht somit aus zwei aus Planen gefertigten, flachen Wannen, die jeweils links und rechts von der Wagenstange, symmetrisch zu dieser von jeweils zwei horizontalen Haltestangen normal zur Wagenstange gehalten werden. Die beiden Haltestangen werden durch zwei Schlitten gehalten, welche auf einer Translationsschiene, die auf der Wagenstange parallel zu dieser montiert ist, entlang der Wagenstange verschoben werden können.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Haltestangen mit kugel- oder rollengelagerten Schlitten entlang der Translationsschiene verschiebbar. Die beiden Schlitten können die Translationsschiene kugelgelagert entlang gleiten und sowohl Kräfte als auch Momente in allen drei Raumrichtungen aufnehmen.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die Haltestangen durch ein über Umlenkrollen geführtes Zugseil verschiebbar und vorzugsweise von einer in Richtung der Bracke wirkenden Rückholfeder bzw. einem Gummizug beaufschlagt.
Jener Schlitten, der der Stangenbrille näher ist, wird durch den Gummizug in Richtung Bracke gezogen und befindet sich vor dem zweiten Schlitten, der vom ersten Schlitten an die Bracke gedrückt dem ersten Schlitten als Anschlag dient. Am ersten Schlitten ist auch ein Zugseil in Richtung Stangenbrille befestigt. Mittels Betätigung dieses Zugseiles, (was vor dem Beginn des Ausscheidungsvorganges geschieht, welcher von den Pferden durch eine charakteristische Schweifhaltung und Bewegung angezeigt wird, ) über mehrere Umlenkrollen vom Kutschbock aus (wobei die ersten zwei Umlenkrollen am besten in der Wagenstange selbst, welche dazu als hohles Profil mit einer schmalen unterseitigen Öffnung ausgeführt werden kann) wird der erste der beiden Schlitten (der der Stangenbrille nähere) in Richtung Stangenbrille auf der Translationsschiene verschoben.
Diese Bewegung wird von den am Schlitten befestigten Haltestangen mitgemacht.
Dadurch öffnen sich die an den Haltestangen befestigten, gefalteten Exkremententaschen und nehmen die Form einer flachen Wanne an. Fährt man mit der Translation des ersten Schlittens fort, so beginnt sich auch der zweite Schlitten Richtung Wagenstangenbrille zu bewegen, sobald die Exkremententaschen ganz geöffnet sind. Die Translation der nunmehr geöffneten Exkremententaschen wird solange fortgesetzt, bis sich die Haltestangen des ersten Schlittens unmittelbar hinter der Hinterhand der Pferde befinden bzw. diese leicht berühren. Nun können die Exkremente nach dem Ausscheidungsvorgang in die Exkremententaschen fallen.
Nach Beendigung des Ausscheidungsvorganges lässt man das Zugseil solange nach, bis der Rückholgummizug die beiden Schlitten wieder in die Ausgangsposition unmittelbar hinter der Bracke zurückgezogen hat und die
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Exkremententaschen dadurch wieder zusammengefaltet und geschlossen und von der Hinterhand der Pferde weggebracht worden sind.
Das Zugseil kann vom brackenseitigen Ende der Wagenstange über einen Bautenzug oder vermittels mehrerer Umlenkrollen zum Kutschbock geführt werden und dort mittels Pedal oder Zuggriff betätigt werden.
In den anschliessenden Zeichnungen ist eine mögliche Ausführungsform dieser Exkrementenauffangvorrichtung dargestellt.
Es zeigen : 1 eine Seitenansicht der Auffangvorrichtung, Fig. 2 ein Detail der Auffangvor- richtung mit geschlossenen Taschen und Fig. 2' mit geöffneten Taschen jeweils in Seitenansicht, Fig. 3 eine Vorderansicht der Haltestangen und Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Auffangvorrichtung.
Figur 1 zeigt die Translationsschiene T mit den Schlitten a und b auf der Deichsel S, welche sich im Vorderwagen einer Kutsche befindet. X kennzeichnet das vordere, stangenbrillenseitige Ende der Translationsschiene und Y das hintere, brackenseitige Ende. A und C kennzeichnen die beiden Enden der Haltestangen der linken Exkremententasche E.
Figur 2 zeigt nun jenen Teil der Deichsel S auf dem sich die Translationsschiene T befindet.
Die beiden Schlitten a und b befinden sich durch eine Rückholfeder bzw. einen Gummizug R am hinteren Ende Y der Translationsschiene T. Hier ist auch die linke Exkremententasche E im gefalteten Zustand eingezeichnet. Sie ist an den Haltestangen mit den Enden A und C befestigt. Das Zugseil Z mit den Umlenkrollen UZ1 und UZ2 sind zu sehen. Auch ist der Gummizug R mit einer Umlenkrolle UR eingezeichnet.
Figur 2' zeigt dieselbe Perspektive (Seitenansicht) wie Figur 2 ; befindet sich der erste Schlitten a in Richtung zum Ende X verschoben (Seilbetätigung), sodass die Exkremententaschen E, E' ganz geöffnet sind. Man erkennt die Wannenform der Taschen E, E'.
Figur 3 zeigt unabhängig voneinander die beiden Schlitten a und b von der Vorderansicht; also auf die Deichsel S vom Ende X her in Richtung Y blickend. Beim Schlitten a sind die Haltestangen G, G' mit dem Endpunkt A und Anfangspunkt B für die linke Tasche E bzw. A' und B' für die rechte Tasche E' zu sehen. Beim Schlitten b sind die Haltestangen F, F' mit den Endpunkten C und C' und den Anfangspunkten D und D' zu sehen.
Figur 4 zeigt schliesslich eine perspektivische Ansicht der geöffneten Exkremententaschen E (linke Tasche) und E' (rechte Tasche) mit den beiden Schlitten a und b als auch der Translationsschiene T und einem Teil der Deichsel S.
Für die Schiene und die Schlitten wird am besten eine standardmässig von der Industrie angebotene Linearlagereinheit verwendet, da bei dieser der Reibungswiderstand sehr gering ist und die Fertigungstoleranzen so klein, dass es bei Vibrationen der Vorrichtung (beim Fahren unvermeidbar) zu keiner Lärmentwicklung kommt. Als Tragestangen werden rostfreier Stahl bzw. herkömmliche Gewindestangen verwendet. Bei den Taschen verwendet man am besten reissfesten, biegsamen, flüssigkeitsundurchlässigen Kunststoff.
Statt an dem zweiten Schlitten (Schlitten b in den Zeichnungen) können die Exkremententaschen E, E' mit der hinteren Seite auch an der festen Bracke befestigt werden. Die feste Bracke übernimmt somit die Haltefunktion der Haltestangen G, G' des Schlittens b. Dies erfordert jedoch, dass die Taschen F, F' so lange ausgeführt werden (Abstand A - C), dass der erste Schlitten a mit seinen Haltestangen E, E' die Hinterhand der Pferde erreichen können. Diese einfachere Bauart hat den Nachteil, dass die länger ausgeführten Taschen E, E' optisch eine grössere Belästigung darstellen. Die prinzipielle Funktionsweise bleibt jedoch erhalten.
Die gegenständliche Exkrementenauffangvorrichtung erfüllt den Zweck der Strassenreinhaltung wie auch alle herkömmlichen Kotauffangvorrichtungen für ein oder zweispännig geführte Wagen und hat zusätzlich den Vorteil, die Zugtiere während des Eingespanntseiens vor dem Wagen nicht zu belästigen, zu gefährden oder in der Wahrnehmung der Schweiffunktion zu beeinträchtigen.
Zusätzlich ist die optische Belästigung weit geringer, da die Seitenfläche der zusammengefalteten, geschlossenen Taschen E, E' geringer ist als bei herkömmlichen Vorrichtungen. Auch wird der Anblick der Exkremententaschen bei der Bracke als zum Wagen gehörend enpfunden, wodurch die Ästhetik des Pferdes durch die Exkremententaschen unbehelligt bleibt.
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The invention relates to a collecting device for excrements for two-carriage guided car with a bag attached to the carriage of flexible material.
Existing as state of the art are Exkrementenauffangvorrichtungen that are hung in pocket form of tarpaulin material behind the horse, the hindquarters then between the Anzen (car poles) (the Einspänner) by means of belts or rubber bands or Zweispänner on the back of Pferdegeschirres one hand and on the other Front wagon (Ortscheite, Bracke or springs) are tied. While the horse or horses are stretched in front of the car, the excreta excreted by them fall into these pockets. As a result, the road pollution is avoided. The disadvantage of these devices is that the horse inevitably dives his tail into its own excrement, causing a hazard to the passengers, because they are contaminated in violent tailing motion of the horses.
Furthermore, the horse is deprived of one of the physiological functions of his tail: the tail can no longer guarantee the necessary circulation of air between the hind legs, as it is prevented by the excrement pocket from hanging between the hind legs. Furthermore, there is a risk to the entire team, as there is a danger that when chocking the horse this gets stuck with the hind legs in the excrement catcher, which can result in an accident of greater magnitude.
The subject collecting device for excrements is now characterized in that on the drawbar and parallel to this a translational rail is fixed to the two sides substantially perpendicular to the translation rail and parallel to each other two support rods between the bracket and the draft animals are arranged, which are mutually displaceable on the Translational rail are mounted, and that on both sides of the translational rail between the two support rods each a bag of flexible material is suspended.
The collecting device thus consists of two made of tarpaulins, flat trays, which are held to the left and right of the carriage rod, symmetrical to this of two horizontal support rods normal to the carriage rod. The two handrails are held by two carriages, which can be moved on a translation rail, which is mounted on the carriage rod parallel to this, along the carriage rod.
According to a preferred embodiment, the support rods are displaceable with spherical or roller-mounted carriage along the translation rail. The two carriages can slide along the translatory track along ball bearings and absorb both forces and moments in all three spatial directions.
According to a further preferred embodiment, the support rods are displaceable by a pull rope guided over pulleys and preferably acted upon by a force acting in the direction of the bracket return spring or an elastic band.
The sled, which is closer to the bar glasses, is drawn through the elastic band in the direction of Brackie and is located in front of the second sled, which, pressed by the first sled on the sled, serves as a stop for the first sled. On the first slide, a pull rope is attached in the direction of bar glasses. By operating this pull rope, (which happens before the beginning of the excretory process, which is indicated by the horses by a characteristic tail position and movement,) over several pulleys from the coach (the first two pulleys are best in the car bar itself, which as hollow profile can be made with a narrow lower-side opening), the first of the two carriages (closer to the bar glasses) is displaced in the direction of bar glasses on the translational rail.
This movement is accompanied by the handrails attached to the carriage.
This opens the folded excrement pockets attached to the handrails and assumes the shape of a shallow pan. If one proceeds with the translation of the first carriage, the second carriage also begins to move in the direction of the carriage frame glasses as soon as the excrement pockets are completely opened. The translation of the now opened excrement pockets is continued until the support rods of the first carriage are located directly behind the hindquarters of the horses or touch them lightly. Now the excreta can fall into the excrement pockets after the elimination process.
After completion of the elimination process leaves the pull rope as long as until the return rubber band has the two carriages pulled back to the starting position immediately behind the bracket and the
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Excrement pockets have been folded and closed again and taken away from the hindquarters of the horses.
The traction cable can be guided from the bracket-side end of the carriage bar via a Bautenzug or by means of several pulleys to Kutschbock and operated there by means of pedal or pull handle.
In the following drawings, a possible embodiment of this excrement collecting device is shown.
1 shows a side view of the collecting device, FIG. 2 shows a detail of the collecting device with closed pockets, and FIG. 2 'with opened pockets, in each case in side view, FIG. 3 shows a front view of the holding rods, and FIG. 4 shows a perspective view of the collecting device.
Figure 1 shows the translation rail T with the carriage a and b on the drawbar S, which is located in the front of a carriage. X indicates the front, bar-side end of the translation rail and Y the rear, bracket-side end. A and C indicate the two ends of the handrails of the left excrement pocket E.
FIG. 2 now shows that part of the drawbar S on which the translation rail T is located.
The two carriages a and b are located by a return spring or an elastic band R at the rear end Y of the translation rail T. Here, the left excrement pocket E is shown in the folded state. It is attached to the handrails with the ends A and C. The pull cable Z with the deflection rollers UZ1 and UZ2 can be seen. Also, the elastic R is drawn with a pulley UR.
FIG. 2 'shows the same perspective (side view) as FIG. 2; is the first carriage a in the direction of the end X shifted (rope operation), so that the excrement pockets E, E 'are completely open. One recognizes the trough shape of the pockets E, E '.
Figure 3 shows independently of each other, the two carriages a and b from the front view; So look at the drawbar S from the end X in the direction of Y. When carriage a, the support rods G, G 'with the end point A and starting point B for the left pocket E and A' and B 'for the right pocket E' can be seen. When carriage b, the support rods F, F 'with the end points C and C' and the starting points D and D 'can be seen.
Finally, FIG. 4 shows a perspective view of the opened excrement pockets E (left pocket) and E '(right pocket) with the two slides a and b as well as the translation rail T and a part of the drawbar S.
The rail and carriages are best used with a linear bearing unit offered by the industry as a standard, since the frictional resistance is very low and the manufacturing tolerances are so small that no noise is generated when the device vibrates (unavoidable when driving). As support rods stainless steel or conventional threaded rods are used. The bags are best made of tear-resistant, flexible, liquid-impermeable plastic.
Instead of the second carriage (carriage b in the drawings), the excrement pockets E, E 'can be attached to the rear side also on the fixed bracket. The fixed bracke thus assumes the holding function of the support rods G, G 'of the carriage b. However, this requires that the pockets F, F 'be carried out so long (distance A - C) that the first carriage a with its support rods E, E' can reach the hindquarters of the horses. This simpler design has the disadvantage that the longer running pockets E, E 'visually represent a major annoyance. The principle of operation is retained.
The subject Exkrementenauffangvorrichtung fulfills the purpose of road safety as well as all conventional Kotauffangvorrichtungen for one or zwepnnigig guided car and also has the advantage not to bother the draft animals during the Spannedseiens in front of the car, endanger or affect the perception of the Schweiffunktion.
In addition, the optical annoyance is much lower, since the side surface of the folded, closed pockets E, E 'is lower than in conventional devices. Also, the sight of the excrement bags belonging to the hawk is considered to belong to the wagon, whereby the aesthetics of the horse through the excrement pockets remains unmolested.