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Die Erfindung bezieht sich auf ein Fräswerkzeug gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1
Bei bekannten derartigen Fräswerkzeugen sind meist lediglich zwei Schneidplättchen in einem Halter gehalten, so dass ein solcher Fräser nur entweder zu einer Schrupp- oder Schlichtbehand- lung, zum Beispiel einer Bohrung in einem Gussteil, verwendet werden kann, dies bedingt, dass eine Schlichtbehandlung einer solchen Bohrung einen zweimaligen Werkzeugwechsel oder mindestens zwei Arbeitsstationen bei einer Fliessband-Herstellung bedingt.
Aus der DE 36 10 016 A1 ist ein Stufenbohrer bekannt geworden, der an seiner Spitze einge- setzte Schneidplättchen stirnseitig und an einer stufen- und kegelförmig sich erstreckenden Durch- messervergrösserung zwei weitere eingesetzte Schneidplättchen aufweist. Die US 4 531 867 A zeigt einen gleichartig ausgebildeten Stufenbohrer. Die DE 44 31 841 A1 zeigt ein Fräswerkzeug zur Nutenherstellung, bei dem die einzelnen Schneiden des Fräserrades hartmetallbestückt sind.
Ziel der Erfindung ist es, den eingangs geschilderten Nachteil zu vermeiden und ein Fräswerk- zeug der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, das eine vollständige Nacharbeit einer Bohrung in einem Gussteil in einem Arbeitsgang ermöglicht.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Fräswerkzeug der eingangs näher erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen kann mit einem Werkzeug und in einem Arbeitsgang eine Bohrung, zum Beispiel in einem Gussteil, entsprechend bearbeitet werden, einschliesslich des Schlichtens der aufgefrästen Bohrung. Weiterhin ergibt sich der Vorteil, dass in einem Arbeitsgang auch gleichzeitig der Übergang zur Bohrung abgefast werden kann.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Fräswerkzeug,
Fig. 2 eine vereinfachte Seitenansicht des Fräswerkzeuges und
Fig. 3 eine gegenüber der Fig. 2 um 90 gedrehte vereinfachte Seitenansicht des Fräswerk- zeuges.
Gleiche Bezugszeichen bedeuten in allen Figuren gleiche Einzelheiten
Ein erfindungsgemässes Fräswerkzeug weist einen Halter 1 auf, der durch einen Drehkörper gebildet ist. Der Halter 1 weist zwei Bereiche mit unterschiedlichem Durchmesser auf.
Der Halter 1 weist im Bereich mit dem kleineren Durchmesser vier Nuten 2,2' auf, die im we- sentlichen gleichmässig über den Umfang verteilt angeordnet und im Bereich der Stirnseite 3 des Halters 1 (Fig. 2) offen sind.
Dabei sind in zwei einander diametral gegenüberliegenden Nuten 2 als Vorschneider dienende Schneidplättchen 4 gehalten. Diese sind mit stirnseitig eingesetzten Schrauben 5 befestigt.
In den Nuten 2' sind weitere zum Schlichten vorgesehene Schneidplättchen 6 gehalten Dazu sind mit radial eingesetzten Schrauben 7 befestigte Druckplättchen 8 vorgesehen (Fig. 2). Mit diesen Druckplättchen 8 sind die Schneidplättchen 6 in den konisch verlaufenden Nuten 2' fixiert.
Die Schneidplättchen 4 und 6 weisen im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Halters 1 verlaufende Schneidkanten auf, wobei diese senkrecht zur Längsachse des Halters 1 geneigt ver- laufende Schneidkanten der Schneidplättchen 6 gegenüber den entsprechenden Schneidkanten der Schneidplättchen 4 in axialer Richtung des Halters 1 zurückgesetzt sind.
Weiter weisen die Schneidplättchen 4 und 6 im wesentlichen parallel zur Längsachse des Hal- ters 1 verlaufende Schneidkanten auf, wobei die konisch zur Längsachse des Halters verlaufenden Schneidkanten der zum Schlichten vorgesehenen Schneidplättchen 6 radial über jene der als Vor- schneider vorgesehenen Schneidplättchen 4 vorragen.
Wie aus der Fig 3 zu ersehen ist, ist im Bereich eines im wesentlichen kegelstumpfförmigen Abschnittes 9 in einer Nut 10 (Fig. 1) ein weiteres Schneidplättchen 11 gehalten. Dieses ist an einem, in der Technik bekannten Kurzklemmhalter 12 (s. DIN 4985) befestigt. Dabei ist der Plätt- chenhalter 12 mit einer Schraube 13 an dem Halter 1 befestigt.
Das Schneidplättchen 11weist eine im wesentlichen schräg zur Längsachse des Halters 1 ver- laufende Schneidkante auf, die zum Entgraten beziehungsweise zum Abfassen des Randes der zu bearbeitenden Bohrung dient.
Der Halter 1 weist einen Gewindeansatz 17 auf, auf dem ein Stellring 14 aufgeschraubt ist.
Dieser dient in Verbindung mit einer nicht dargestellten Lehre zum massgerechten Schleifen bezie- hungsweise Justieren mittels der Schraube 18 der Schneidplättchen 6 und 12.
Weiter ist in einer Längsnut 15 eine zur drehfesten Mitnahme des Halters vorgesehene Feder
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16 eingesetzt.
Durch die zentrische Bohrung 19 durch das gesamte Werkzeug erfolgt beim Einsatz des Werk- zeuges während der Bearbeitung eine Zufuhr von Luft, um die anfallenden Späne des Werkstü- ckes freizublasen.
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The invention relates to a milling tool according to the preamble of claim 1
In known milling tools of this type, usually only two cutting tips are held in a holder, so that such a milling cutter can only be used for either roughing or finishing treatment, for example a bore in a cast part, which means that finishing treatment of such a tool Drilling requires two tool changes or at least two work stations in an assembly line production.
A step drill has become known from DE 36 10 016 A1, which has cutting tips inserted at its tip on the end face and two further inserted cutting tips on a step and cone-shaped diameter enlargement. US 4,531,867 A shows a step drill of the same design. DE 44 31 841 A1 shows a milling tool for the production of grooves, in which the individual cutting edges of the milling cutter wheel are equipped with carbide.
The aim of the invention is to avoid the disadvantage described at the outset and to propose a milling tool of the type mentioned at the outset which enables complete reworking of a bore in a cast part in one operation.
According to the invention, this is achieved in a milling tool of the type mentioned in more detail at the outset by the characterizing features of the patent claim.
As a result of the proposed measures, a hole, for example in a cast part, can be machined accordingly with one tool and in one work step, including the finishing of the milled hole. There is also the advantage that the transition to the bore can be chamfered simultaneously in one operation.
The invention will now be explained in more detail with reference to the drawing. Show
1 is a plan view of a milling tool according to the invention,
Fig. 2 is a simplified side view of the milling tool and
3 shows a simplified side view of the milling tool rotated by 90 relative to FIG. 2.
The same reference numerals mean the same details in all figures
A milling tool according to the invention has a holder 1, which is formed by a rotating body. The holder 1 has two areas with different diameters.
The holder 1 has four grooves 2, 2 'in the region with the smaller diameter, which are arranged essentially uniformly distributed over the circumference and are open in the region of the end face 3 of the holder 1 (FIG. 2).
In this case, two small diametrically opposed grooves 2 serving as pre-cutters are held. These are fastened with screws 5 inserted at the end.
In the grooves 2 'further cutting plates 6 provided for finishing are held. For this purpose, pressure plates 8 fastened with radially inserted screws 7 are provided (FIG. 2). With these pressure plates 8, the cutting plates 6 are fixed in the conical grooves 2 '.
The cutting tips 4 and 6 have cutting edges running essentially perpendicular to the longitudinal axis of the holder 1, these cutting edges of the cutting tips 6, which are inclined perpendicular to the longitudinal axis of the holder 1, being set back in the axial direction of the holder 1 with respect to the corresponding cutting edges of the cutting tips 4.
Furthermore, the cutting tips 4 and 6 have cutting edges which run essentially parallel to the longitudinal axis of the holder 1, the cutting edges of the cutting tips 6 which are conical to the longitudinal axis of the holder projecting radially beyond those of the cutting tips 4 which are provided as pre-cutters.
As can be seen from FIG. 3, a further cutting tip 11 is held in a groove 10 (FIG. 1) in the region of an essentially frustoconical section 9. This is attached to a short clamp holder 12 known in the art (see DIN 4985). The plate holder 12 is fastened to the holder 1 with a screw 13.
The cutting tip 11 has a cutting edge which runs essentially obliquely to the longitudinal axis of the holder 1 and is used for deburring or for grasping the edge of the bore to be machined.
The holder 1 has a threaded shoulder 17 on which an adjusting ring 14 is screwed.
This is used in conjunction with a teaching (not shown) for dimensionally correct grinding or adjustment by means of the screw 18 of the cutting tips 6 and 12.
Next is in a longitudinal groove 15 a provided for rotationally fixed entrainment of the holder
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16 used.
Air is supplied through the central bore 19 through the entire tool when the tool is being used during machining in order to blow away the chips of the workpiece that are produced.