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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Brennkammer eines atmos- phärischen Gasbrenners gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Nach bekannten Herstellungsverfahren werden die auf das jeweilige Rohr aufgeschobenen Mischkammern mit dem Rohr verschweisst oder verlötet. Dabei ergibt sich ein sehr erheblicher Herstellungsaufwand, der insbesondere durch das Schweissen oder Löten bedingt ist. Ausserdem ergibt sich, insbesondere bei verlöteten Mischkammern, aber auch bei verschweissten Mischkam- mern, das Problem einer erhöhten Korrosionsempfindlichkeit.
In manchen Fällen erfolgt die Verbindung zwischen den Mischkammern und dem jeweiligen Rohr auch durch ein mechanisches Aufweiten des Rohres mittels eines entsprechenden Domes.
Dabei ergibt sich jedoch das Problem, dass sowohl das Rohr wie auch die Bohrungen der Misch- kammern sehr genau gefertigt werden müssen und nur sehr kleine Toleranzen zulässig sind. So lässt sich durch mechanisches Aufweiten der Aussendurchmesser der Rohre meist nur um ca. 0,2 bis 0,4 mm aufweiten.
Aus der DE 2 905 101 A1 ist es bekannt, Strömungsmittelwege bei einem Platten-Rippen-Wär- metauscher mechanisch oder hydraulisch aufzuweiten, damit zwischen den Rohren und den Rippen des Wärmetauschers eine gute Verbindung erzielt wird. Es ist weiterhin aus der DE 4 103 082 A1 bekannt, Hohlkörper aus kaltumformbarem Metall durch hydraulischen Druck im Gesenk aufzuweiten.
Ziel der Erfindung ist es, die eingangs geschilderten Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, das eine einfache Herstellung eines mit Misch- kammern bestückten Rohres ermöglicht, wobei sich ein solcher Wärmetauscher durch eine weit- gehende Korrosionsfestigkeit auszeichnen soll.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ist es möglich, dass der Durchmesser der Rohre um ca. 2 mm aufgeweitet werden kann. Dies ermöglicht es bei der Herstellung der Bohrungen der Mischkammern grössere Toleranzen zuzulassen. Ausserdem kann ein grösseres Spiel zwischen Rohr und Innenwand der Bohrung der Mischkammern vorgesehen werden, wodurch das Auf- schieben der Mischkammern erleichtert wird.
Das Aufweiten des Rohres um ein beträchtliches Ausmass ergibt auch eine sehr gute und gut wärmeleitende Verbindung zwischen dem Rohr und den Mischkammern. Da es dabei zu keiner Einbringung fremder Werkstoffe, wie dies zum Beispiel beim Löten, aber aufgrund der Legierungs- bestandteile der Schweisselektroden auch beim Schweissen der Fall ist, kommt es auch zu keiner Erhöhung der Empfindlichkeit gegen Korrosion, wodurch bei einer erfindungsgemäss hergestellten Brennerkammer ein relativ hohes Mass an Korrosionsbeständigkeit erreichbar ist.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 kann auf einfache Weise bei den üblichen Rohrdi- mensionen und -qualitäten eine sehr erhebliche Aufweitung von ca. 2 mm, bezogen auf den Durch- messer, erreicht werden.
Durch die Merkmale des Anspruches 3 ergibt sich der Vorteil einer sehr einfachen Verbindung zweier Rohre, wobei auf die Anbringung separater Rohrkrümmer, die bei der Fertigstellung der Brennerkammer separat montiert werden müssen, verzichtet werden kann. Ausserdem werden dadurch Strömungsverluste vermieden, die zum Beispiel bei an die Rohrenden angelöteten Rohr- krümmern unvermeidlich sind.
Durch die Merkmale des Anspruches 4 ist ein sehr einfacher Zusammenbau einer Brenner- kammer möglich, insbesondere, wenn ein U-förmig gebogenes Rohr vorgesehen ist. Dabei kann dieses Rohr mit einer Überwurfmutter mit dem zugeordneten Hydraulikkreis verbunden werden.
Durch die Merkmale des Anspruches 5 kann das Rohr auf einfache Weise und mit einem gerin- gen apparativen Aufwand durch die Druckbeaufschlagung seines Inneren aufgeweitet werden.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen die Fig. 1 und 2 ein in ein Werkzeug eingelegtes, mit Mischkammern bestücktes Rohr vor und nach einer Druckbe- aufschlagung.
Gleiche Bezugszeichen bedeuten in beiden Figuren gleiche Einzelheiten.
Zur Herstellung einer Brennerkammer werden auf ein im wesentlichen U-förmig gebogenes Rohr 1, vorzugsweise ein Kupferrohr mit einem Durchmesser von 20 mm und einer Wandstärke von 1,5 mm, Mischkammern 2 aufgeschoben, die mit Bohrungen 5 versehen sind, die zur
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Aufnahme der Schenkel des Rohres 1 dienen.
Das mit den Mischkammern 2 bestückte Rohr 1 wird in zwei Gesenke 3,4 eingelegt und diese geschlossen, wobei die Enden des Rohres 1 in den Aufnahmen 6 des Gesenkes 4 sehr eng gehalten sind.
An der dem Gesenk 3 zugekehrten Seite des Gesenkes 4 sind im Bereich der Aufnahmen 6 Ansenkungen 7 vorgesehen.
Ein Ende des Rohres 1 wird mit einem Pfropfen 8 dicht abgeschlossen und das andere Ende mit einem Anschluss 9 versehen. Über diesen Anschluss 9 wird dem Inneren des Rohres 1, das in den geschlossenen Gesenken 3,4 gehalten ist, ein Druckmedium, zum Beispiel unter Druck stehendes Wasser, zugeführt.
Dadurch kommt es zu einem Aufweiten des Rohres 1, wodurch sich die Wand des Rohres 1 an die Innenwände der Bohrungen 5 der Mischkammern 2 und auch an die Wände der Ansenkungen 7 der Aufnahmen 6 des Gesenkes 4 anlegt. Weiters legt sich das Rohr 1 auch an die Wände des Gesenkes 3 an, das einen gegenüber dem äusseren Querschnitt des unverformten Rohres 1 grösseren Querschnitt begrenzt.
Dadurch kommt es zu einer sehr festen und sicheren Verbindung des Rohres 1 mit den Mischkammern 2.
Nach dem Ablassen des Druckes und dem Öffnen der Gesenke 3,4 kann das mit den Misch- kammern 2 fest verbundene Rohr 1 entnommen werden.
Grundsätzlich können in gleicher Weise auch Lamellenrohre hergestellt und auf einfache Weise aus solchen Lamellenrohren ein Wärmetauscher hergestellt werden. Dazu genügt es, mehrere solcher Lamellenrohre miteinander zu verbinden.
Dies kann einfach dadurch erfolgen, dass ein Ende der Rohre 1 mit einem Gewinde versehen wird und an dem anderen eine Überwurfmutter, zum Beispiel durch Anstauchen eines Wulstes, befestigt werden.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung einer Brennkammer eines atmosphärischen Gasbrenners, bei dem mit Bohrungen (5) versehene Mischkammern (2) auf Rohre (1) aufgeschoben und mit diesen verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Enden der Rohre (1) nach dem Aufschieben und Positionieren der Mischkammern (2) Gesenke (3,4) aufge- schoben werden, die die Enden der Rohre (1)eng umschliessen und anschliessend das
Innere des entsprechenden Rohres (1) in an sich bekannter Weise mit einem unter Druck stehenden Medium beaufschlagt wird.