AT405176B - Sulfatisch-hydraulisches bindemittel - Google Patents

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AT405176B
AT405176B AT145497A AT145497A AT405176B AT 405176 B AT405176 B AT 405176B AT 145497 A AT145497 A AT 145497A AT 145497 A AT145497 A AT 145497A AT 405176 B AT405176 B AT 405176B
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Herwig Dipl Ing Hammerschmid
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Knoch Kern & Co
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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein sulfatisch-hydraulisches Bindemittel mit den Merkmalen des einleitenden Teils von Anspruch 1. Aus der DE 39 37 432 C ist ein Bindemittel enthaltend Rauchgasgips und alpha-Halbhydrat bekannt. 



   Die EP 673 896 A beschreibt einen rissefreien Zementfliessestrich, dessen Bindemittel eine reaktive Kalziumsulfat-Verbindung enthält. 



   Ein Fliessestrich, der Zement als Bindemittel, Zuschlagstoffe und Zusatzmittel enthält, ist aus DE 295 03 540 U bekannt. Um Schwindungen während der Erstarrung-un Erhärtungsphase zu vermeiden, werden Kalziumsulfat und eine Kombination aus Kohlenwasserstoffen und Fettderivaten als Zusatzmittel verwendet. 



   Aus der DE 2 222 486 A ist eine Mischung aus   aluminatfreiem   Zement und Anhydrit für die Herstellung eines selbstverlaufenden Estrichs bekannt. 



   Ziel der Erfindung ist es, ein schwindungsarmes, sulfatischhydraulisches Bindemittel zur Verfügung zu stellen, das insbesondere für das Herstellen von   (Fliess-)   Estrichen und von Putz oder Mörtel geeignet ist. 



  Insbesondere soll der Putz oder der Mörtel und der Estrich, der unter Verwendung des erfindungsgemässen sulfatisch-hydraulischen Bindemittels hergestellt worden ist, schwindungsarm sein. 



   Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäss mit einem Bindemittel, das die Merkmale des Anspruches 1 aufweist. 



   Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. 



   Von Vorteil bei dem erfindungsgemässen sulfatischhydraulischen Bindemittel ist, dass die Gips- und die Zementhärtung parallel zueinander ablaufen, wobei die Härtungsreaktion im wesentlichen durch die Gipskristallisation eingeleitet wird. Durch die Überlagerung der beiden Erhärtungsreaktionen ist beispielsweise ein mit dem erfindungsgemässen Bindemittel hergestellter Fliessestrich schon nach vier Stunden begehbar. 



   Von Vorteil ist weiters, dass der Einsatz von (rechnerisch nach Bogue) C3A-freiem Zement die Ettringitbildung weitgehend verhindert. Dies bedeutet, dass Probleme aufgrund der möglichen Umwandlungsreaktionen von Ettringit vermieden werden und die   Temperaturwechselbeständigkeit   und die Raumbeständigkeit verbessert wird. 



   Durch den Einsatz entsprechender Zusatzmittel können mit dem   erfindungsgemässen   Bindemittel sowohl Trocken- als auch   Nassmörtel   hergestellt werden. Bevorzugt ist es, dass   Nassmörtel   mit einem Fahrmischer an den Einsatzort transportiert werden. 



   Verarbeitungsrelevante Parameter, wie die Offenzeit oder das Ausbreitmass, können bei Verwendung des erfindungsgemässen   suifatisch-hydrautischen   Bindemittels durch den Einsatz   (üblicher) Hilfs- bzw.   



  Zusatzstoffe wie Verzögerer, Beschleuniger, Entschäumer, Verdicker oder Fliessmittel gesteuert werden. 



   Wenn das erfindungsgemässe, sulfatisch-hydraulische Bindemittel für das Herstellen von Putz- und   Mauermörteln   verwendet wird, ist ein Zusatz von Kalkhydrat und, falls zur Ausbildung besonderer Eigen- 
 EMI1.1 
    Zuschlaggeblähtem   Perlit sein, wodurch eine höhere Ergiebigkeit und eine geringere Wärmeleitfähigkeit des Putzoder Mauermörtels erzielt wird. 



   Eine beispielsweise Zusammensetzung des erfindungsgmässen sulfatisch-hydraulischen Bindemittels ist die folgende :
Zement, vorzugsweise ein rechnerisch C3A-freier Portlandzement wird mit Stuckgips, je nach dem Einsatzzweck mit entsprechenden Sanden und chemischen Zusätzen vermischt. Das Mengenverhältnis Zement zu Stuckgips beträgt beispielsweise 1 : 1 bis 3, 5 : 1. Auf einen Massenanteil Bindemittel können 1, 0 
 EMI1.2 
    0 Massenanteile Zuschläge enthaltenlich   bis zu 5 % Kalkhydrat sowie bis zu 300 Liter/to geblähten Perlit. Zusatzmittel können in einer Gesamtmenge zwischen 0, 1 und 3 % bezogen auf das Bindemittel vorliegen. 



   Nachfolgend werden Beispiele für mit dem erfindungsgemässen Bindemittel hergestellte Fliessestriche und für einen Putz wiedergegeben. Alle Angaben in den   Bespielen   beziehen sich auf Massen-%. 



  Beispiel   1 :   Fliessestrich : 
16 %   hochsulfatbestä ndiger Portlandzement,  
10 % Stuckgips,
74 % Kalksteinsand 0/2 mm und 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Zusatzmittel : 
0, 25 % Melaminformaldehydharz als Fliessmittel
0, 03 % Natriumbehenat als Entschäumer,
0, 02 % Methylcellulose als Verdicker,
0, 15 % Apfelsäure als Verzögerer,
Natriumlaurylsulfat als Luftporenmittel und Natriumcarbonat als Bezchleuniger. 



  Beispiel 2 :   Fliessestrich :    
18 % hochsulfatbeständiger Portlandzement,
16   %   Stuckgips,
66 % Kalksteinsand 0/2 mm und Zusatzmittel : 
0, 25 % Melaminformaldehydharz als Fliessmittel,   0, 03   % Natriumbehenat als Entschäumer,
0, 02 % Methylcellulose als Verdicker,
0, 25 % Apfelsäure als Verzögerer,   Natriumlaurylsulfat als Luftporenmittel   und Natriumcarbonat als Beschleuniger. 



  Beispiel 3 :   NaSmörtel   zum Transport in einem Fahrmischer : 
21 % hochsulfatbeständiger Portlandzement,
16 % Stuckgips,
63 % Kalksteinsand 0/2 mm und Zusatzmittel : 
0, 25 % Melaminformaldehydharz als Fliessmittel,
0, 04 % Natriumbehenat als Entschäumer,   0, 03   % Methylcellulose als Verdicker,   0, 35   % Apfelsäure als Verzögerer,   Natriumlaurylsulfat als Luftporenmittel   und Natriumcarbonat als Beschleuniger. 



  Beispiel 4 Putz : 
15 % hochsulfatbeständiger Portlandzement,
5 % Stuckgips, 
 EMI2.1 
 
200 Liter   Perlitfto,     1 % Kalkhydr t   und Zusatzmittel : 
0, 1 % Methylcellulose und Stärkeether als Verdicker,
0, 005 % Natriumlaurylsulfat als Luftporenmittel,   0, 05   % Apfelsäure als Verzögerer,   0, 05   % Natriumcarbonat als Beschleuniger
In der nachstehenden Tabelle sind die den Beispielen 1 bis 4 zugeordneten Mörteldaten wiedergegeben. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Wasserfaktor <SEP> [%] <SEP> Druckfest. <SEP> n. <SEP> 28 <SEP> Erstarrungsbeginn <SEP> Erstarrungsende <SEP> [min] <SEP> Begehbarkeit
<tb> Tagen <SEP> [N/mm] <SEP> [min]
<tb> 1 <SEP> 0, <SEP> 19 <SEP> 32, <SEP> 2 <SEP> 48 <SEP> 110 <SEP> ca.

   <SEP> 4 <SEP> Std <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 0, <SEP> 20 <SEP> 33, <SEP> 4 <SEP> 55 <SEP> 125 <SEP> ca. <SEP> 5 <SEP> Std <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 0, <SEP> 21 <SEP> 36, <SEP> 1 <SEP> 125 <SEP> 380 <SEP> ca. <SEP> 1 <SEP> Tag
<tb> 4 <SEP> 0, <SEP> 23 <SEP> 4, <SEP> 3 <SEP> 100 <SEP> 230 <SEP> 
<tb> 
 
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt wiedergegeben werden :
Ein sulfatisch-hydraulisches Bindemittel für Putz, Mörtel und Estriche enthält rechnerisch C3A-freien Portlandzement, und als   Sulfatträger   Stuckgips, wobei das Mengenverhältnis Zement zu Gips 1 : 1 bis 3, 5 : 1 beträgt.

   Weiters kann das sulfatisch-hydraulische Bindemittel, das insbesondere zum Herstellen von Fliessestrichen sowie von   Nass- und Trockenmörteln   geeignet ist, Zusatzmittel wie Verzögerer, Beschleuni-   ger,   Entschäumer, Verdicker und/oder Fliessmittel in einer Gesamtmenge zwischen 0, 1 und 3 % bezogen auf den   Bindemittelanteil   enthalten. Wenn das erfindungsgemässe Bindemittel für das Herstellen von Putzmörteln verwendet wird, enthält es bevorzugt bis zu 10 % Kalkhydrat sowie allenfalls bis zu 300 Liter/to geblähten Perlit als Leichtzuschlagstoff. 



   Bei Verwendung des beschriebenen sulfatisch-hydraulischen Bindemittels können schwindungsarm erhärtende Mörtel und zwar sowohl Trocken- als auch Nassmörtel sowie Estriche, insbesondere Fliessestriche, hergestellt werden Patentansprüche 1. Bindemittel für Mörtel und Estriche   enthaltend C3A-freien Portlandzement   und einen   Sulfatträger,   sowie   Hilfs- oder Zusatzstoffe,   wie Verzögerer, Beschleuniger, Entschäumer, Luftporenbildner, Verdicker und/oder Fliessmittel, dadurch gekennzeichnet, dass der Sulfatträger Stuckgips   (ss-Calciumsulfat-  
Halbhydrat) ist.

Claims (1)

  1. 2. Bindemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mengenverhältnis Zement zu Gips in dem Bindemittel 1 : 1 bis 3, 5 : 1 beträgt.
    3. Bindemittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass je Massenanteil Bindemittel 1. 0 bis 4, 0 Massenanteile Zuschlagstoffe enthalten sind.
    4. Bindemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Zusatzstoffen (in Summe) zwischen 0, 1 und 3, 0 Masse-% bezogen auf das Bindemittel liegt.
    5. Bindemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel bei Verwendung zum Herstellen von Putzmörteln bis zu 10 Masse-% Kalkhydrat enthält.
    6. Bindemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel bei Verwendung zum Herstellen von Putzmörteln bis zu 300 Liter/to Leichtzuschlagstoff, wie geblähten Perlit, enthält.
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