AT395083B - Steckerdose mit flansch zum geraeteeinbau fuer steckverbindungen - Google Patents
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Description
AT 395 083 B
Gegenstand der Erfindung ist eine Steckerdose mit Flansch zum Geräteeinbau, insbesondere für Audio-S teckverbindungen vom XLR-Typ, die zur Aufnahme von zumindest zweipoligen, im allgemeinen jedoch drei- oder mehrpoligen, mit Kontaktstiften und/oder Kontaktmessem versehenen Steckern bestimmt ist, bei der ein mit dem Daumen zu betätigend» Entriegelungshebel den Stecker zum Lösen aus der Steckverbindung freigibt. 5 Steckverbindungen der genannten Art finden vorwiegend in der Niederfrequenzanlagentechnik, wie beispiels- weisefür Rundfunk- undStudioanlagen, für Konferenzanlagen, für Kommunikationsanlagen und auch -einrichtungen sowie für die Verbindung der Geräte und Einrichtungen der Audiotechnik Verwendung. Solche Steckverbindungen sindzwarmiteinerVerriegelungseinrichtungausgestattetdiedasEntkuppelnnur ermöglicht wenn ein entsprechender Mechanismus, z. B. eine Taste betätigt wird, besitzen, aber keinen Schutz gegen ein willkürlich vorgenommenes 10 Entkuppeln einer vorhanden»! Steckverbindung, weil ein Versperren der vorhandenen Verriegelung nicht möglich ist. Hinzu kommt noch ein weiterer Nachteil für die bekannten Ausführungsarten genannter Steckverbindungen, der darin besteht, daß nach dem Ineinanderstecken der beiden Verbindungsteile keine wackelfreie Verbindung hergestellt ist, was dann besonders unangenehm ist, wenn das eine Ende eines Mikrophon-Schwanenhalses einen Steck» zum Anschluß an eine in einer Tischplatte od» einem Paneel montierte Steckerdose aufweist. Nach 15 erfolgtem Zusammenstecken d» Steckverbindung begünstigtdie Hebelwirkung des Schwanenhalses ein verstärktes
Wackeln des Steckers in der Steckerdose.
Eine in derUS-PS 4 239 315 beschriebene Steckverbindung vermeidet beim Einwirken von Vibrationen oder Erschütterungen durch eine in ihr vorgesehene Vorrichtung ein willkürliches Lösen der Verbindung. Dazu dient eine Schraubverbindung mit Sperrmechanismus, der zumindest aus ein», im allgemeinen jedoch aus drei Sperrklinken 20 besteht, die in muldenförmige Vertiefungen von Kulissen einrasten, wenn d» Schraubring durch Drehen die beiden
Kupplungsteile der Steckverbindung zueinand» schiebt Die als Rollen ausgebildeten Sperrklinken werden dabei mittels ein» vorgespannten Blattfeder gegen die Kulissen gedrückt und in deren Endstellung in die Kulissenmulden eingebracht. Zum Lösen der Verriegelung müssen die Rollen entgegen der Federkraft aus den Mulden gehoben werden, wozu der Schraubring von Hand aus entgegen seiner Sperrichtung gedreht wird. 25 Aus der EP-OS 156 033 ist eine vierpolige Steckvorrichtung bekannt, die zur Fixierung des Steckers in der
Steckdose einen U-förmigen Bügel mit annähernd Z-förmig ausgebildeten Schenkeln besitzt Dieser Bügel ist schwenkbar befestigt und wird in eine Führung eingebracht und v»riegelt
Um den Nachteilen bekannt»Steckverbindungenabzuhelfen, hat sich dieErfindung die Aufgabe gestellt, mittels einfach» mechanisch» Maßnahmen in der Steckerdose für die genannte Art von Steckverbindungen eine solche 30 Verbindung zu schaffen, die ein Wackeln des Steckers in der Steckerdose bei mechanischer Beanspruchung völlig vermeidet und zusätzlich noch das willkürliche Trenn»! der hergestellt»! Steckverbindung verhindert
Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht nun erfindungsgemäß darin, daß im Dosenköiper der Steckerdose zum Festkl»nmen des in die Steckerdose eingebrachten Steckers als Spannbacken wirkende Kugeln, Walzen, Stäbe od. dgl. untergebracht sind, die zum Klemmen des Steckers Kulissen eines im Dosenkörper drehbar angeordneten, 35 offen»i Kulissenringes in radialer Richtung von außen nach innen bewegen und gegen die zylindrische Außenwand des Steckers drücken, wobei die Drehung des Kulissenringes entweder der im Radialschlitz des offenen Kulissenringes gleitende an einem Drehbolzen exzentrisch angebrachte Zapfen bewirkt oder die miteinander in Eingriff stehenden Zähne, die ein»seits der offene Kulissenring an seinem äußeren Umfang und anderseits d» Drehbolzen an sein» Außenwand aufweist veranlassen, indem der Drehbolzen mit Hilfe eines Drehwerkzeuges von d» Frontseite der 40 Steckerdose her gedreht wird.
Der in dieSteck»doseeingebrachteSteck»wird also erfmdungsgemäß and» Außenwandseiner Hülse gespannt und geklemmt wodurch das Wackeln in der Steckerdose vollständig vermieden wird. Selbst die über den Schwanenhals auf den Steck» ausübbaren Hebelkräfte bleiben, dank der in der Steckerdose vorhandenen Spann- und Klemmvorrichtung, wirkungslos. 45 Ein weiteres Merkmal der Erfindung bestehtdarin, daß der im Dosenkörper der Steckerdose drehbar angeordnete offene Kulissenring an seinem einen Ende eine Spermase trägt die beim Drehen des Kulissenringes in die Klemmstellung des Steckers in der Steckerdose mit dem in der Steck»dose angeordneten Entriegelungshebel in Eingriff kommt und diesen gegen eine Betätigung zur Entriegelung sperrt
Die erfinderische Maßnahme verhindert, daß eine einmal vorgenommene Steckv»bindung wieder willkürlich 50 getrennt werden kann. Damit wird vermieden, daß an einer fest verkabelten Anlage, beispielsweise einer für ein Popkonz»t aufgestellten Verstärkeranlage oder auch an einer beliebigen and»en transportablen oder ortsfesten Audioanlage, nach der Verkabelung von drittenPersonen willkürlich Verbindungen Verändertoder getrennt werden. Aber auch in Konferenzanlagen eingesetzte, steckbare Schwanenhalsmikrophone w»den vor willkürlichem oder gar mutwilligem Heransziehen aus deren Steckverbindungen geschützt und gegen Diebstahl gesichert 55 Fs läßt sich durch eine einzige Drehbewegung mit einem Drehwerkzeug sowohl die Wackelsicherheit durch formschlüssige V»bindung zwischen Steckerdose und Steck» als auch die Sp»re gegen ein Abziehen des Steckers als Diebstahlschutz erreichen, was für einen weiten Anwendungsb»eich solch» Steckverbindungen einen sehr großen Vorteil bedeutet. -2-
AT 395 083 B
Das zum Drehen des Drehbolzens »forderliche Drehwerkzeug kann im einfachsten Fall ein Schraubenzieher für Kreuz- oder Schlitzkopfschrauben sein; es sind ab» auch Inbuswerkzeuge, Spezialhebel, Knebel oder Drehknöpfe ebenso zur Ausübung der Drehbewegung denkbar. Schließlich bildet die Anwendung eines Spezialschlüssels zum erschwerten Bedienen durch Dritte eine mögliche weitere Ausgestaltung. S Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß anstatt des drehbar angeordneten, offenen Kulissenringes ein längs sein» Wand geschlitzt» Kulissenzylinder vorgesehen ist, der die zum Klemmen der Steckerhalse verwendeten Walzen oder profilierten Stäbe radial von außen nach innen bewegt
Besonders bei für Mikrophone v»wendeten Schwanenhälsen von großer Länge ist eine starke Hebelwirkung auf die Steckverbindung vorhanden, die eine besond»s kräftige Klemmung d» Steckerhülse in d» Steckerdose 10 »ford»tDazumußdieKlemmungd»Steckertiülseendangihr»gesamtenEinstecktiefeerfolgen, wozuentsprechend lange Walzen oder Stäbe radial von außen nach innen gegen die zylindrische Außenwand des Steckers gedrückt werden. Damit d» Druck gleichmäßig üb» die gesamte Länge der Walzen oder Stäbe ausgeübt wird, ist an Stelle des Kulissenringes ein Kulissenzylinder erford»lich. Die Drehbewegung des Kulissenzylinders wird auf die gleiche Weise hergestellt wie die bereits für den Kulissenring beschriebene. Auch die Sperrvorrichtung für den 15 Entriegelungshebel bleibt im Prinzip unveränd»t; die zur Sperre d» Entriegelung notwendige Nase ist am Kulissenzylinder angeordnet.
Weitere Einzelheiten zur Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen. Es ist in Fig. 1 eine Unteransicht im Schnitt und in Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie (Π-Π) d» Fig. 1 eines Ausführungsbeispieles d» erfindungsgemäßen Steckerdose gezeigt Eine andere Ausführungsform der 20 Erfindung ist in Fig. 3 als Unteransicht im Schnitt und ein weiteres Ausführungsbeispiel in Fig. 4 in Unteransicht im
Schnitt und in Fig. S im Schnitt nach der Linie (V-V) der Fig. 4 dargestellt
Die prinzipielle Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Steckverbindungistaus den Fig. 1 und 2 ersichtlich. Ein in eine Steckerdose (1) eingebrachter Stecker besitzt eine Steckerhülse (4), die an ihrer zylindrischen Außenwand mittels z. B. drei Kugeln (3a, 3b, 3c) festgeklemmt wird. Ein mit einem Drehwerkzeug bewegbarer Drehbolzen (6) 25 versetzt einen offenen Kulissenring (2) durch den in einem Radialschlitz (8) einer Fahne (9) gleitenden exzentrischen
Zapfen (7) ebenfalls in eine Drehbewegung, wodurch je nach Drehrichtung im offenen Kulissenring (2) angebrachte Kulissen (10a, 10b, 10c) die Kugeln (3a, 3b, 3c) entweder gegen die Außenwand d» Steckerhülse (4) drücken oder aber diese zum Ein- und Ausführen des Steckers freigeben. Die Kulissen (10a, 10b, 10c) veranlassen, daß die Kugeln (3a, 3b, 3c) in radialer Richtung jeweils nach innen oder nach außen bewegt werden. Der offene Kulissenring (2) trägt 30 an seinem einen Ende eine Spermase (5), welche gleichzeitig mit dem Klemmvorgang die Sperre gegen ein willkürliches Abziehen des Steckers veranlaßt Ein Entriegelungshebel (11) wird durch die vorgeschobene Spermase (5) in seiner Ausgangslage festgehalten, wodurch die Betätigung des Entriegelungshebels (11) v»hindert ist und eine Entriegelung der Steckverbindung nicht erfolgen kann. Die erfindungsgemäße Konstruktion ist so ausgestaltet daß das Festklemmen des in die Steckerdose (1) eingebracht»! Steckers und das Sperren der Verriegelungseinrichtung 35 wahlweise auch getrennt für sich anwendbar ist
Eine mögliche Ausgestaltung jener die Drehbewegung des offenen Kulissenringes (2) veranlassenden Konstruktionsteile besteht darin, daß sowohl am Umfang des offenen Kulissenringes (2) als auch auf d» Außenwand des Drehbolzens (6) ineinandergreifende Zähne (12,13) angebracht sind. Diese Variante ist in Fig. 3 dargestellt Ebenso zeigt Fig. 3 eine am offenen Kulissenring (2) vorgesehene Entriegelungsnase (14), die beim Freigeben der 40 Klemmung an der Steckerhülse (4) den Entriegelungshebel (11) nach innen schiebt wodurch die Steckerverriegelung gelöst ist Durch diese Maßnahme braucht beim Abziehen des Steck»s keine zusätzliche Betätigung von außen h» aufdieSteckerdose(l)ausgeübtwerden.ZumbesserenEmgreifenderEntriegelungsnase(14)istderEntriegelungshebel (11) an der zur Entriegelungsnase (14) hin gewendeten Seite leicht abgeschrägt
DieFig. 4 und 5 zeigen den Fall, daßdieSteckerhülse (4) innerhalbd»Steck»dose(l) möglichstauf ihr»gesamten 45 Einstecldänge geklemmt ist Dabei finden anstatt der beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3 vorgesehene
Kugeln (3a, 3b, 3c) bzw. Walzen, vorzugsweise profili»te Stäbe (15a, 15b, 15c) Anwendung. Diese w»den mittels eines mit Kulissen (16a, 16b, 16c) versehenen Kulissenzylind»s (17) radial gegen die Außenwand d» Steckerhülse (4) gedrückt Sperr- und Entriegelungsnasen sind sinngemäß zu denen gemäß der in Fig. 1 und 3 gezeigten Anordnungen angebracht Der Drehmechanismus entspricht ebenfalls dem in den Fig. 1 und 3 erläuterten. 50 -3- 55
Claims (4)
- 5 AT 395 083 B PATENTANSPRÜCHE 1. Steckerdose mitFlansch zum Geräteeinbau, insbesondere für Audio-Steckverbindungen vom XLR-Typ, die zur Aufnahme von zumindest zweipoligen, im allgemeinen aber drei- oder mehrpoligen, mit Kontaktstiften und/oder Kontaktmessem versehenen Steckern bestimmt ist, bei der ein mit dem Daumen zu betätigender Entriegelungshebel den Stecker zum Lösen aus der Steckverbindung freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß im Dosenkörper (18) der Steckerdose (1) zum Festklemmen des in die Steckerdose (1) eingebrachten Steckers (4) als Spannbacken wirkende 15 Kugeln, Walzen, Stäbe (3a, 3b, 3c, 15a, 15b, 15c) od. dgl. untergebracht sind, die zum Klemmen des Steckers (4) Kulissen (10a, 10b, 10c, 16a, 16b, 16c) eines im Dosenkörper (18) drehbar angeordneten, offenen Kulissenringes (2) in radialer Richtung von außen nach innen bewegen und gegen die zylindrische Außenwand des Steckers (4) drücken, wobei die Drehung des Kulissenringes (2) entweder der im Radialschlitz (8) des offenen Kulissenringes (2) gleitende an einem Drehbolzen (6) exzentrisch angebrachte Zapfen (7) bewirkt oder die miteinander in Eingriff 20 stehenden Zähne (12,13), die einerseits der offene Kulissenring (2) an seinem äußeren Umfang und anderseits der Drehbolzen (6) an seiner Außenwand aufweist, veranlassen, indem der Drehbolzen (6) mit Hilfe eines Drehwerkzeuges von der Frontseite der Steckerdose (1) her gedreht wird (Fig. 1 bis 3).
- 2. Steckerdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im Dosenkörper (18) der Steckerdose (1) drehbar 25 angeordnete offene Kulissenring (2) an seinem einen Ende eine Spermase (5) trägt, die beim Drehen des Kulissenringes (2) in die Klemmstellung des Steckers (4) in der Steckerdose (1) mit dem in der Steckerdose (1) angeordneten Entriegelungshebel (11) in Eingriff kommt und diesen gegen eine Betätigung zur Entriegelung sperrt (Fig. 1,3).
- 3. Steckerdose nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt des drehbar angeordneten, offenen Kulissenringes (2) ein längs seiner Wand geschlitzter Kulissenzylinder (17) vorgesehen ist, der die zum Klemmen der Steckerhülse verwendeten Walzen oder profilierten Stäbe (15a, 15b, 15c) radial von außen nach innen bewegt (Fig.
- 4,5). 35 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 40 45 50 -4- 55
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|---|---|---|---|---|
| US4239315A (en) * | 1978-12-18 | 1980-12-16 | International Telephone And Telegraph Corporation | Electrical connector |
| EP0156033A2 (de) * | 1984-03-02 | 1985-10-02 | Robert Bosch Gmbh | Vielpolige Steckvorrichtung |
-
1990
- 1990-05-14 AT AT60990A patent/AT395083B/de active
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Also Published As
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