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Die Erfindung betrifft einen Platten-Heizkörper zur Anbringung an einer Wand oder einer ähnlichen Fläche mit zumindest einem Heizelement zur Wärmeabgabe.
Plattenförmige Heizkörper der eingangs genannten Art sind üblicherweise aus Metall gefertigt und über Befestigungshaken an einer Wand anbringbar. Die Energiezufuhr erfolgt in den meisten Fällen über Strom oder einen Warmwasserkreislauf. An manchen Stellen wirken die gewöhnlich weiss lackierten Heizkörper für ihre Umgebung störend, da sie sich zu deutlich von dem umgebenden Ambiente abheben. Durch Verkleidungen aus Holz oder anderen geeigneten Materialien kann diesem Mangel in vielen Fällen abgeholfen werden, lediglich in Badezimmern, Küchen oder ähnlichen Nassräumen war es bisher nicht möglich, eine geeignete Anpassung an die geflieste Umgebung vorzunehmen, da auf den Metall-Heizkörpern ein Fliesenkleber nur schlecht haftet und die aufgeklebten Fliesen sich daher nach einiger Zeit wieder vom Heizkörper ablösen.
Aus der DE-GM 78 19 888 geht ein elektrisches, plattenförmiges Wärmespeicherheizgerät hervor, das an der Wand befestigbar ist, wobei die Rückseite des Gehäuses eine Vertiefung aufweist, aus der ein Anschlusskabel herausgeführt ist. Der in diesem Dokument gezeigte plattenförmige Heizkörper ist allerdings von einem Gehäuse umgeben, welches nicht näher beschrieben ist.
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in Form eines massiven Blockes mit nutförmigen Ausnehmungen ausgebildet und der für das Aufeinanderschichten mehrerer solcher Speichersteine innerhalb eines Speicherofens gedacht ist.
Im Artikel"Lebensgerechtes Raumklima und Heizung" (Abb. 10) ist eine Heizwand aus Sichtmauerwerk mit einer Rohrschlange in der Mörtelfuge gezeigt. Eine solche Heizwand ist auch mit einer verputzbaren und somit verfliesbaren Oberfläche ausstattbar, diese wird aber als massive Wand aus Ziegeln mit einer Mörtelschicht dazwischen aufgebaut, die keineswegs für eine Befestigung als Heizkörper an der Wand gedacht ist.
In der DE-A1-36 24 987 ist weiters ein Heizsystem für eine Fussboden- oder Wandheizung vorgeschlagen worden, das in einem geschlossenen Kreislauf mit Warmluft beheizbar ist. Dazu sind geradlinige Hauptkanäle und von diesen seitlich abzweigende Nebenkanäle vorgesehen, durch die die über Heizwiderstände erwärmte Luft zirkulieren kann. Ein solches System kann jedoch aufgrund des erforderlichen Zirkulationsweges nur für relativ grosse Flächen benutzt werden und muss zudem in einem Boden oder in einer Wand verlegt werden. Demgegenüber ist der erfindungsgemässe Platten-Heizkörper zur Montage an einer Wand gedacht und ist somit nicht Teil einer solchen Wand oder einer ähnlichen Fläche, z. B. eines Bodens.
In dem in der DE-GM-90 00 636 geoffenbarten, aus wärmespeichemden Bauelementen zusammengesetzten Heizkörper verläuft eine Heizwendel derart, dass sie beim Zusammenbau der Heizelemente mühelos und ungehindert eingelegt werden kann. Zu diesem Zweck sind die Bauelemente mit einer besonderen Winkelform ausgestattet. Heizkörper
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dieser Art sind für den Einbau in Speicheröfen und nicht als frei montierbare Heizkörper für die Montage an einer Wand gedacht. Die einzelnen Bauelemente werden nur aufeinandergesetzt und in den Zeichnungen der DE-GM-90 00 636 sind keine elektrischen Zuleitungsanschlüsse eingezeichnet, die für eine Nutzung als frei montierbarer Wandheizkörper erforderlich wäre.
Es kann der Fachmann daher aus diesem Dokument auch keinen Hinweis entnehmen, einen Platten-Heizkörper zur Anbringung an der Wand auszubilden.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Heizkörper der eingangs genannten Art anzugeben, der zumindest bereichsweise mit Fliesen oder einem ähnlichen keramischen Material verkleidbar ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass-in Gebrauchslage gesehenzumindest die Vorderseite des Heizkörpers in an sich bekannter Weise aus gebranntem Ton, Rohkeramik, Schamott od. dgl. gebildet ist.
Aufgrund der erfindungsgemäss ausgebildeten Vorderseite ist der Heizkörper zumindest auf dieser unter Zuhilfenahme eines hitzebeständigen Fliesenklebers verfliesbar, ohne dass es zu einem Ablösen der Fliesen kommen kann. Die Vorteile der Verfliesbarkeit liegen zum einen in der problemlosen Reinigung des erfindungsgemässen Heizkörpers, in der Anpassbarkeit an umgebende Verfliesungen und in der Unempfindlichkeit gegen Spritzwasser oder andere Arten von Feuchtigkeit.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Heizkörper eine Hochloch-Ziegelplatte aus gebranntem Ton umfasst, wobei in den Hochlöchem der Ziegelplatte zumindest ein, vorzugsweise rohrförmiges, Heizelement aufgenommen ist. Dadurch kann der Heizkörper aus einem handelsüblichen Bauelement gefertigt werden, in den die Heizelemente eingebracht werden können und der an seinen Aussenwänden ohne Probleme verfliesbar ist. Die Heizelemente müssen dabei so ausgelegt sein, dass diese in die Hochlöcher eingeschoben und dort befestigt werden können.
Um die stirnseitigen Enden des Heizkörpers zu verschliessen, kann vorgesehen sein, dass der Heizkörper an einer Hochloch-Stimseite mit einer vorzugsweise keramischen Platte und an der gegenüberliegenden Hochloch-Stimseite mit einem Blech abgedeckt ist, an dem eine Gerätesteckdose befestigt ist. Über die Gerätesteckdose erfolgt die Zufuhr von elektrischem Strom, die in den Heizelementen in Wärme umgewandelt wird.
Gemäss einer anderen Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Heizkörper eine keramische Platte mit Hohlräumen umfasst, wobei in den Hohlräumen zumindest ein, vorzugsweise rohrförmiges, Heizelement aufgenommen ist. Die keramische Platte kann in ihrer Form an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden, wobei die Hohlräume nach der Form der Heizelemente gestaltbar sind.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Heizelemente in den Hochlöchem oder Hohlräumen durch Distanzhalter beabstandet von deren Wandungen befestigt sind Dadurch kann die in den Hochlöchem oder Hohlräumen befindliche Luft frei zirkulieren und es findet eine gleichmässige Wärmeleitung zwischen den Wandungen und den Heizelementen statt.
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Besonders bevorzugt können gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung die rohrförmigen Heizelemente U-förmig gebogen sein und vorzugsweise einen elektrischen Widerstandsheizdraht beinhalten. Elektrische Heizelemente dieser Art sind bereits bekannt, sie ergeben zusammen mit der verfliesbaren Aussenseite des erfindungsgemässen Heizkörpers eine einfach zu montierende Heizeinrichtung, die in Badezimmern oder Küchen sehr gut an die Form und die Farbgebung der umgebenden Fliesen anpassbar sind.
In weiterer Ausbildung der Erfindung können die Hochlöcher oder die Hohlräume parallel zueinander verlaufen, wobei jedes zweite Hochloch bzw. jeder zweite Hohlraum ein Heizelement aufnimmt. Durch diese über jeweils ein freies Hochloch bzw. einen freien Hohlraum beabstandete Anordnung von Heizelementen entsteht eine sehr gleichmässige Verteilung der von den Heizelementen abgegebenen Wärme.
Schliesslich kann vorgesehen sein, dass in einem der Hochlöcher ein Temperaturbegrenzer aufgenommen ist, der die Energiezufuhr zu den Heizelementen in Abhängigkeit von der Raumtemperatur steuert. Dadurch kann eine vollautomatische Temperaturregelung des zu beheizenden Raumes vorgenommen werden.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels eingehend erläutert. Es zeigt dabei
Fig. l einen Schnitt durch eine Ausführungsform einen verfliesten PlattenHeizkörper parallel zur Vorderseite des Heizkörpers ;
Fig. 2 einen Schnitt BB durch eines Platten-Heizkörpers gemäss Fig. l ohne Fliesen und
Fig. 3 einen Schnitt AA durch einen Platten-Heizkörper gemäss Fig. l mit Fliesen.
In den Fig. l, 2 und 3 ist ein Platten-Heizkörper mit mehreren Heizelementen 2 zur Wärmeabgabe dargestellt, der an einer Wand 15 oder einer ähnlichen Fläche anbringbar ist. Erfindungsgemäss ist-in Gebrauchslage gesehen-zumindest die in den zu beheizenden Raum gerichtete Vorderseite des Heizkörpers aus gebranntem Ton, Rohkeramik, Schamott od. dgl. gebildet. Solche ähnlichen Materialien, aus denen die Vorderseite gebildet sein kann, müssen als Haft-Untergrund für einen Fliesenkleber geeignet sein.
Es kann der erfindungsgemässe Heizkörper nicht nur an seiner Vorderseite sondern bis auf die Heizelemente zur Gänze aus diesen vorstehend angegebenen Materialien bestehen.
In der in den Fig. l, 2 und 3 gezeigten Ausführungsform umfasst der Heizkörper eine Hochloch-Ziegelplatte 1 aus gebranntem Ton, wie sie für das Baugewerbe als Massenprodukt hergestellt wird. Die Hochlochplatte kann dabei ebenso aus Rohkeramik, Schamott oder ähnlichen zur Verfliesung geeigneten Materialien gebildet sein. Übliche Abmasse einer solchen Platte sind z. B. Höhe H= 660 mm, Breite B = 500 mm und Tiefe T = 40 mm. Die Erfindung ist aber auf keine bestimmte Dimensionierung des Heizkörpers eingeschränkt.
Eine solche Ziegelplatte weist Hochlöcher 13 auf, in denen die Heizelemente 2 aufgenommen sind. Die Anzahl der Heizelemente kann beliebig variieren, in dem gezeigten
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Ausführungsbeispiel verlaufen die Hochlöcher 13 parallel zueinander, wobei jedes zweite Hochloch 13 ein Heizelement 2 aufnimmt.
Alternativ dazu kann anstelle der Hochloch-Ziegelplatte eine keramische Platte mit Hohlräumen vorgesehen sein, in denen die vorzugsweise rohrförmigen, Heizelemente aufgenommen sind.
Der Heizkörper in Fig. 1 ist an einer Hochloch-Stirnseite mit einer vorzugsweise keramischen Platte 8 und an der gegenüberliegenden Hochloch-Stirnseite mit einem Blech 5 abgedeckt, um die Hochlöcher an ihren stirnseitigen Enden abzuschliessen, damit kein Staub oder sonstige Schmutzpartikel in diese eindringen können. An dem Blech 5 ist eine Gerätesteckdose 4 befestigt, über die Strom zu den Heizelementen 2 geleitet wird, die einen elektrischen Widerstandsheizdraht beinhalten. Um die elektrische Verdrahtung zu vereinfachen sind die rohrförmigen Heizelemente 2 U-förmig gebogen, sodass die elektrischen Zuleitungen an einem Ende der Heizelemente angebracht werden können. Die entsprechenden Verbindungen zu der Gerätesteckdose 4 sind in Fig. l eingezeichnet.
Der erfindungsgemässe Heizkörper beschränkt sich aber nicht auf elektrische Heizelemente sondern kann auch beispielsweise mit mit Warmwasser durchströmten Heizelementen ausgeführt werden.
Die Heizelemente 2 sind in den Hochlöchem 13 durch Distanzhalter 11 von deren Wandungen beabstandet befestigt, sodass durch Luftzirkulation in den Hochlöchem 13 eine gleichmässige Wärmeabgabe an den Hochloch-Ziegel stattfindet.
In einem der Hochlöcher 13 ist ein Temperaturbegrenzer 3 aufgenommen, der die Energiezufuhr zu den Heizelementen 2 in Abhängigkeit von der Raumtemperatur steuert.
Dazu ist dieser mit allen Heizelementen 2 und mit der Gerätesteckdose 4 elektrisch verbunden, um die Stromzufuhr geeignet steuern zu können. Der Temperaturbegrenzer 3 ist über einen Distanzhalter 11'in dem mittleren Hochloch 13 beabstandet von den umgebenden Wandungen gehalten.
Fig. l und Fig. 3 zeigen den Heizkörper bereits in verfliestem Zustand, während Fig. 2 diesen in unverfliestem Zustand zeigen. Das Aufbringen der Fliesen kann vor oder nach der Befestigung des erfindungsgemässen Heizkörpers an einer Wand erfolgen und wird durch beabstandetes Auflegen der Fliesen auf die mit hitzefestem Fliesenkleber verschmierte Oberfläche des Heizkörpers durchgeführt. Nach dem Erhärten des Klebers werden die Fugen mittels Fugenmasse gefüllt.
In Fig. 2 ist auch eine von vielen möglichen Befestigungsarten für den erfindungsgemässen Heizkörper an der Wand 15 gezeigt. Diese erfolgt mittels an dieser Wand 15 angeschraubten Schlitzbügeln 20, die an ihren der Wand gegenüberliegenden Enden mit Schrauben 7 an dem Hochloch-Ziegel l festgelegt sind. Die der Wand 15 zugewandte Seite des Hochloch-Ziegels ist dabei mit einer Abdeckplatte 6 aus geeignetem Material verkleidet, welche mit einer Alu-Folie 10 überzogen ist, die auf der Abdeckplatte 6 hitzefest aufkaschiert ist, um eine Wärmeabstrahlung in Richtung der Wand 15 zu unterbinden.