AT331649B - Hydraulische ausgleichsfederung fur ein radpaar - Google Patents

Hydraulische ausgleichsfederung fur ein radpaar

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AT331649B
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G17/00Resilient suspensions having means for adjusting the spring or vibration-damper characteristics, for regulating the distance between a supporting surface and a sprung part of vehicle or for locking suspension during use to meet varying vehicular or surface conditions, e.g. due to speed or load
    • B60G17/015Resilient suspensions having means for adjusting the spring or vibration-damper characteristics, for regulating the distance between a supporting surface and a sprung part of vehicle or for locking suspension during use to meet varying vehicular or surface conditions, e.g. due to speed or load the regulating means comprising electric or electronic elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Ausgleichsfederung für ein Radpaar eines Fahrzeuges, bei der jedes Rad auf je mindestens einem am Fahrgestell angelenkten Schwingarm gelagert ist, an dem eine
Kolbenstange gelenkig angeschlossen ist, deren Kolben innerhalb eines Zylinders verstellbar ist, wobei die
Kammern oberhalb der beiden Kolben durch eine Leitung verbunden sind. 



   Aus der   brit. Patentschrift Nr. 1, 078, S43   ist eine Anordnung dieser Art bekannt, bei der zwischen der
Kolbenstange und dem Rad eine Schraubenfeder angeordnet ist, die sich mit ihrem Ende auf dem Schwingarm und mit ihrem oberen Ende gegen den Wagenkasten   abstützt ; ferner   sind dabei die freien Enden der
Schwingarme miteinander durch einen Mittellenker verbunden, und jeder der am oberen Ende der Kolbenstangen vorgesehene, im Zylinder vertikal verstellbaren Kolben ist als Stossdämpfer ausgebildet und von Drosselbohrungen mit automatischen Ventilen durchsetzt. 



   Von der die Kammern verbindenden Leitung führt eine Zweigleitung zu einem Steuerzylinder mit einem besonderen, auf den Mittellenker wirkenden Steuersystem für ein Druckmedium, das einen Hochdruckspeicher und einen Niederdruckspeicher aufweist ; die Anordnung ist dabei so getroffen, dass die Stossdämpfer entweder vom Hoch- oder vom Niederdruckspeicher beaufschlagt sind, je nach der Stellung der Schraubenfedern. In dieser Weise ist der Hochdruckspeicher bestrebt, die Räder vom Wagenkasten wegzudrücken, wenn das Fahrzeug stark belastet ist ; hingegen wirkt der Niederdruckspeicher bei wenig belastetem Fahrzeug, und ferner dienen die
Stossdämpfer als Pumpen, um Druckmedium in den Hochdruckspeicher zu fördern, wenn das Fahrzeug schwer belastet ist. 



   Bekannt ist ferner eine hydropneumatische Federungsbauart, bei der die Niveaustabilisierung durch in das
Fahrwerk eingebaute Höhenkorrektoren erfolgt. Diese werden beim Ein- und Ausfedern der Räder wirksam, wobei eine Pumpe je nach Lage des Wagenkastens mehr oder weniger Öl in ein Federelement pumpt und so für das richtige Niveau des Wagenkastens sorgt. Diese Bauart hat wie alle andern bekannten Federungsbauarten den Nachteil, dass beim Ein- und Ausfedern der Räder am Wagenkasten Kippmomente auftreten, sodass die Raddrücke und damit auch die Reibbeiwerte der Räder auf der Fahrbahn dauernd unterschiedlich gross sind. 



  Dies wieder hat zur Folge, dass das Brems-, Lenk-, Fahr- und Kurvenverhalten des Fahrzeuges in Abhängigkeit von der jeweiligen Grösse der statischen und dynamischen Belastungen veränderlich ist. Keine der bekannten Fahrwerk- und Federungsbauarten vermag das Kippmoment der Fahrzeuge in Fahrbahn- und Geländeneigungen herabzusetzen. 



   Demgegenüber bezweckt die Erfindung, eine hydraulische Ausgleichsfederung von vereinfachter Bauart zu schaffen, die insbesondere auch bei Kurvenfahrt, also bei auftretenden Fahrzeugquerneigungen anspricht. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Federung der eingangs genannten Art dahingehend auszubilden, dass ein annähernd gleichbleibendes neutrales Lenk-,   Brems-,   Fahr- und Kurvenverhalten der Fahrzeuge unabhängig von der jeweiligen Grösse der statischen und bzw. oder dynamischen Belastung erzielt wird. Weiters soll erreicht werden, dass sich das Fahrwerk automatisch und stossfrei jeder Geländelage anpasst ; das Kippmoment der Fahrzeuge soll weitestgehend herabgesetzt werden und der Wagenkasten in Horizontallage stabilisiert sein. Beim Befahren von Kurven soll sich insbesondere das bogenäussere Rad automatisch gegen auftretende Fliehkräfte abstützen. 



   Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Kolben in jedem Zylinder als an sich bekannte Stufenkolben ausgebildet sind, wobei die Kammern, die dem den grösseren Durchmesser aufweisenden Kolben des Stufenkolbens benachbart sind, ebenfalls durch eine Leitung verbunden sind, dass diese beiden die Kammern verbindenden Leitungen je an ein Ende eines Mittelzylinders angeschlossen sind und darin je einen Kolben beaufschlagen und dass diese beiden Kolben gegeneinander durch eine Druckfeder oder eine Luftfeder abgestützt sind, wobei vorzugsweise in einer der beiden die Kammern verbindenden Leitungen ein auf Fahrzeugquerneigungen bzw. Fliehkräfte ansprechender Stabilisator vorgesehen ist. In dieser Weise bildet der Mittelzylinder mit den Radaufhängungen eine Art Schwebefeder, auf der der Wagenkasten zwischen den Rädern getragen wird. 



   Setzt man das Federelement als Abstützung in der Höhe des Fahrzeugschwerpunktes ein, so kann man erreichen, dass keine Kurvenneigung auftritt. Mit der Erfindung erhält man die Vorteile, dass sie ein von der jeweiligen Grösse der statischen und bzw. oder dynamischen Belastung unabhängiges neutrales Lenk-, Brems-, Fahr- und Kurvenverhalten der Fahrzeuge zu erzielen gestattet, wobei sich das Fahrwerk automatisch und stossfrei jeder Geländelage anpasst. 



   Die Kippmomente des Wagenkastens und des Fahrzeuges werden weitestgehend herabgesetzt. Der einfache Aufbau gibt die Gewähr eines störungsfreien Betriebes. Fahrwerke mit hydraulischer Ausgleichsfederung eignen sich besonders für Geländefahrzeuge, für Krankenfahrzeuge und für Fahrzeuge zum Transport zerbrechlicher Güter. 



   An Hand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend näher erläutert. Fig. l zeigt schematisch den Aufbau eines Fahrwerkes mit der   erfindungsgemässen   hydraulischen Ausgleichfederung, wobei im Mittelzylinder eine Schraubenfeder und als Niveaustabilisator ein Kugelventil vorgesehen ist, Fig. 2 zeigt die Stellung eines abgeänderten Fahrwerkes im Gelände, wobei im Mittelzylinder eine Luftfeder und als Stabilisator ein Quecksilberschalter mit zwei elektromagnetisch betätigten Ventilen vorgesehen ist. 

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   Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind die Räder --1-- eines Radpaares eines Fahrzeuges unabhängig an Mittelträger --2-- des Wagenkastens --3-- mittels Paaren von   Schwingarmen --4--,   die ein 
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 Durchmesser aufweisenden   Kolben --6-- eines   Stufenkolbens aufweist. Der den kleineren Durchmesser aufweisende   Kolben--7--des   Stufenkolbens ist, wie der Kolben--6--, in einem entsprechend den Kolbendurchmesser abgesetzten Zylinder --8-- vertikal verstellbar. 



   Die   Kammer--9--oberhalb   des Kolbens --6-- des einen   Rades--l--ist   mit der entsprechenden Kammer --9-- des andern Rades --1-- über eine   Leitung --10-- verbunden,   und die Kammern-11-sind entsprechend durch eine   Leitung --12-- miteinander   verbunden. 



   Die Leitung --10-- führt dabei zu einem in der Fahrzeugmitte angeordneten   Mittelzylinder-13--,   an 
 EMI2.2 
    --14-- angeschlossen ist ;Zylinder-13-. In   diesem   Zylinder --13-- sind   zwei Kolben angeordnet, ein   unterer --15-- und   ein   oberer-16--,   und zwischen diesen   Kolben-14, 15-liegt   eine schraubenlinienförmige Druckfeder   - -17--,   die sich mit ihren Enden gegen die einander zugekehrten Seitenflächen der Kolben-15, 16abstützt. 



   Die von der   Kammer --11-- des   einen (in Fig. l linken) Rades-l-kommende Leitung-12durchsetzt den   Mittelzylinder-13-und   ist im Oberteil derselben über ein entsprechendes Drosselventil 
 EMI2.3 
 durchsetzt und sodann bei--19--von rechts her in dessen Oberteil mündet,   u. zw.   in ein horizontales Rohr --20-- desselben, in dem eine Kugel --21-- sich durch Abrollen unter Schwer- bzw. Fliehkraft bewegen kann. Am andern Ende des   Rohres-20-führt bei-22-die Leitung-12-weiter   zur Kammer   - 11-des ändern   (in Fig. 1 rechten) Rades In dieser Weise bildet das   Rohr-20-mit   der Kugel   --21-- einen   auf Fahrzeugquemeigungen bzw. Fliehkräfte ansprechenden Stabilisator. 



   Die   Leitungen--10   und 12-- sind durch eine Flüssigkeitspumpe (nicht dargestellt) mit Druckmedium, z. B. öl versorgt, das auch die Kammer--9, 11-- und die Räume unterhalb des Kolbens --15-- und 
 EMI2.4 
 



   Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende :
Werden durch Fahrbahnunebenheiten ein Rad --1-- oder beide   Räder-l-beim Einfedem   gleichzeitig angehoben, so entsteht durch die Stufenkolben-6, 7-eine Drucksteigerung in den Leitungen   - 10   und 12--, die auf den Mittelzylinder --13-- wirkt und dort von der   Feder --17-- elastisch   abgefangen wird, wobei die Raddrücke jeweils immer gleich gross sind. Auf den Wagenkasten wirkt sich diese Drucksteigerung in leichten vertikalen Schwingungen aus. Beim Ausfedern werden die Federschwingungen von den Drosselventilen-14, 18-abgefangen und gedämpft. 



   Bei grösseren Fahrbahnunebenheiten, bei Geländeneigungen quer zur Fahrrichtung und bei Fliehkrafteinwirkung in Kurvenfahrt kommt der Stabilisator zur Wirkung. Neigt sich der Wagenkasten in Querrichtung, dann rollt die   Kugel-21-im Rohr-20-z. B.   nach links und schlägt an der Mündung der   Leitung --12-- bei --22-- an,   wodurch die   Kammer --11-- beim   rechten Rad --1-- vom Raum oberhalb des   Kolbens --16-- getrennt   wird. Dadurch entsteht in der   Kammer --11-- beim   linken Rad   --l-- eine   Drucksteigerung, die den Wagenkasten --3-- abstützt; gleichzeitig fällt in der   Kammer--11--   beim rechten   Rad--l--der   Druck ab, und es entsteht am Fahrzeug ein für den Wagenkasten --3-- nach rechts gerichtetes Kippmoment.

   Beide Kippmomente gleichen sich aus, und der Wagenkasten --3-- stützt sich gegen weiteres Kippen nach links ab. Durch die Kippmomentabstützung am Wagenkasten wird in Verbindung mit der automatischen Fahrwerkstabilisierung das Kippmoment des Fahrzeuges weitestgehend herabgesetzt. Auf gleiche Weise erfolgt die automatische Abstützung des bogenäusseren Rades gegen die Fliehkraft. 



   Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich zu jener nach Fig. l dadurch, dass erstens an Stelle einer Schraubenfeder--17--im Mittelzylinder--13--dort eine pneumatische Feder--17'--, z. B. ein Luftkissen, vorgesehen ist, und dass zweitens als Stabilisator ein Quecksilberschalter --23-- vorgesehen ist. 



  Dabei ist in die   Leitung --12-- auf   dem Weg von der   Kammer --11-- zum   Raum oberhalb des oberen Kolbens --16-- im Mittelzylinder --13-- je ein elektrisch betätigbares   Ventil --24-- angeordnet,   das durch den Quecksilberschalter --23-- gesteuert wird. Wie in vollen Linien in Fig. 2 dargestellt, sind bei Geradeausfahrt auf ebenem Gelände beide   Ventile --24-- offen   gehalten, so dass die   Leitung --12-- von   
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 dann fliesst das Quecksilber   z. B.   nach links und schliesst dort Schaltkontakte, welche das linke   Ventil-24-   schliessen, so dass die gewünschte Unterbrechung in der   Leitung --12-- analog   zur Fig. 1 hergestellt ist. 



   Im Rahmen der Erfindung sind Abänderungen an den beschriebenen Ausführungsbeispielen möglich. 

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  Insbesondere kann die Art des im Mittelzylinder--13--vorgesehenen Federsystems eine beliebige sein. Auch können die   Drosselventile --18- eine   andere als die dargestellte Ausbildung aufweisen. Auch für den auf Fahrzeugquerneigungen ansprechenden Stabilisator können gleichwertige Konstruktionen eingebaut werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Hydraulische Ausgleichsfederung für ein Radpaar eines Fahrzeuges, bei der jedes Rad auf je mindestens einem am Fahrgestell angelenkten Schwingarm gelagert ist, an dem eine Kolbenstange gelenkig angeschlossen ist, deren Kolben innerhalb eines Zylinders verstellbar ist, wobei die Kammern oberhalb der beiden Kolben durch 
 EMI3.1 
 sich bekannte Stufenkolben (6,7) ausgebildet sind, wobei die Kammern (9), die den den grösseren Durchmesser aufweisenden Kolben (6) des Stufenkolbens benachbart sind, ebenfalls durch eine Leitung (10) verbunden sind, dass diese beiden die Kammern (9,11) verbindenden Leitungen (10,12) je an ein Ende eines   Mittelzylindirs   (13) angeschlossen sind und darin je einen Kolben (15,16) beaufschlagen und dass diese beiden Kolben (15,16) gegeneinander durch eine Druckfeder (17) oder eine Luftfeder (17') abgestützt sind,

   wobei vorzugsweise in einer (12) der beiden die Kammern (9,11) verbindenden Leitungen (10,12) ein auf Fahrzeugquerneigungen bzw. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. einen Quecksilberschalter (23) gebildet ist, durch den zwei in der Verbindungsleitung (12) zum Mittelzylinder (13) liegende Ventile (24) steuerbar sind, von denen jeweils eines bei Fahrzeugquerneigungen in die Schliessstellung bringbar ist. EMI3.3 einem horizontal angeordneten Rohr (20) besteht, in dem eine seinen Innendurchmesser aufweisende Kugel (21) verstellbar geführt ist, die bei Fahrzeugquerneigung durch Schwerkraftwirkung die Leitung (12) abschliesst, die zu der Kammer (11) fährt, die dann dem kleineren Durchmesser aufweisenden Kolben (7) des Stufenkolbens (6,7) benachbart ist. EMI3.4
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