AT293797B - Ventil, insbesondere für Abgasturbinen - Google Patents

Ventil, insbesondere für Abgasturbinen

Info

Publication number
AT293797B
AT293797B AT59869A AT59869A AT293797B AT 293797 B AT293797 B AT 293797B AT 59869 A AT59869 A AT 59869A AT 59869 A AT59869 A AT 59869A AT 293797 B AT293797 B AT 293797B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
valve
spindle
housing
guide
exhaust gas
Prior art date
Application number
AT59869A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dipl Ing Dr Te Jericha
Engelbert Ing Hammerschmid
Hubert Ing Poeltl
Original Assignee
Elin Union Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elin Union Ag filed Critical Elin Union Ag
Priority to AT59869A priority Critical patent/AT293797B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT293797B publication Critical patent/AT293797B/de

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D17/00Regulating or controlling by varying flow
    • F01D17/10Final actuators
    • F01D17/12Final actuators arranged in stator parts
    • F01D17/14Final actuators arranged in stator parts varying effective cross-sectional area of nozzles or guide conduits
    • F01D17/141Final actuators arranged in stator parts varying effective cross-sectional area of nozzles or guide conduits by means of shiftable members or valves obturating part of the flow path
    • F01D17/145Final actuators arranged in stator parts varying effective cross-sectional area of nozzles or guide conduits by means of shiftable members or valves obturating part of the flow path by means of valves, e.g. for steam turbines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Details Of Valves (AREA)
  • Lift Valve (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Ventil, insbesondere für Abgasturbinen 
Ein besonderes Problem beim Bau von Gasturbinen ist die konstruktive Ausbildung ihrer Ventile. 



  Zunächst sind es die hohen Temperaturen, die es zu beherrschen gilt und die gewisse Vorkehrungen erforderlich machen. Bei den sogenannten Abgasturbinen kommt dann noch der Umstand hinzu, dass die Abgase häufig Staub u. a. Teilchen mit sich führen, die durch Erosion und Korrosion die Betriebssicherheit der Ventile gefährden. Eine solche Gefährdung weitgehend auszuschliessen, ist vor allem dann geboten, wenn die Abgasturbine mit einem Stromerzeuger gekoppelt ist und das Ventil die Leistungsregelung übernehmen muss und überdies in gewissen Fällen,   z. B.   bei Lastabwurf im zu speisenden Netz auch die Funktion des Schnellschlusses wahrzunehmen hat, wo dann das Ventil in wenigen Zehntelsekunden schliessen muss, um die Turbine abzufangen,   d. h.   ein Ansteigen der Drehzahl im Leerlauf über den zulässigen Wert hinaus zu verhindern.

   Es gilt also vor allem, auch unter den erwähnten schwierigen Bedingungen eine gute Beweglichkeit der Ventilspindel zu sichern. Hiezu ist es bekannt (s.   brit. Patentschrift Nr. 580, 259),   die Ventilspindel durch ein den Ringspalt zwischen Spindel und Führungsbuchse durchströmendes Kühlmedium möglichst kühl zu halten, um das Auftreten gefährlicher thermischer Spannungen zu vermeiden. Die dort aufgezeigten Massnahmen genügen jedoch noch nicht, sondern es muss die Spindel zentriert werden, so dass der Kühlspalt stets ringförmig gehalten und eine über den Spindelumfang hin gesehen gleichmässige Kühlung erzielt wird, und es müssen bei staubhältigen Gasen weitere Vorkehrungen getroffen werden, um Staubablagerungen in der Spindelführung zu verhindern. Hiefür einen geeigneten Weg aufzuzeigen, ist das Ziel der gegenständlichen Erfindung. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein über eine Spindel betätigtes Ventil, insbesondere für Abgasturbinen, mit Kühlluftbeaufschlagung der Ventilspindel über eine konzentrisch zur Ventilspindel liegende Ringnut im Führungsgehäuse, in welche ein Kühlluftanschluss mündet, wobei in erfindungsgemässer Weise das die Ventilführungsbuchsen tragende Führungsgehäuse vom Ventilgehäuse thermisch isoliert ist, die Ventilspindel in voll offener Lage durch einen konischen Rücksitz am Führungsgehäuse zentrisch zu den Ventilführungsbuchsen gehalten wird und der Kühlluftstrom nach Umspülung der Ventilspindel durch im Führungsgehäuse radial und umfangssymmetrisch vorgesehene Bohrungen einen Raum beaufschlagt, welcher die Ventilspindel ringförmig umgibt und von Teilen des Ventilgehäuses, der Rückseite des Ventilverschlusskörpers (Ventilkegel)

   und dem Führungsgehäuse begrenzt wird. 



   An Hand der Zeichnungen, in denen Fig. 1 das erfindungsgemässe Ventil im Zusammenbau mit dem Turbinengehäuse darstellt und Fig. 2 in vergrösserter Darstellung die Lagerung der Ventilspindel erläutert, soll die erfindungsgemässe Ventilkonstruktion näher erläutert werden. 



   In den Zeichnungen   bedeutet --1-- das   Turbinengehäuse, also insbesondere das Gehäuse einer Abgasturbine, an dem das vorzugsweise ringförmige   Ventilgehäuse --2-- angeflanscht   ist. An der Verbindungsstelle zwischen Turbinengehäuse und Ventilgehäuse wird über einen Verbindungsflansch   --3-- der Diffusor-25--des   Ventils getragen. Mit den Pfeilen--4--ist die Richtung der 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Gasströmung durch das im voll geöffneten Zustand gezeichnete Ventil angedeutet.

   Die Ventilspindel ist mit --5-- positioniert und der aus einem Stück mit der Ventilspindel bestehende Verschlusskörper in Form eines Kegels   mit-6--.   Die Ventilspindel wird in einem eigenen, vom übrigen Ventilgehäuse 
 EMI2.1 
    Ventilgehäuse-2-durch--9--   und einer inneren Führungsbüchse --10-- ausgestattet, die im Detail an Hand der Fig. 2 erläutert werden sollen, und enthält eine   Ringnut--18--,   in die ein   Kühlluftanschluss--11--   mündet. Das   Führungsgehäuse-7-besitzt   ferner Bohrungen-12--, die in einen Raum-13münden, der bei voll geöffnetem Ventil nach oben vom Befestigungsflansch des Führungsgehäuses 
 EMI2.2 
 der Unterseite des Ventilkegels--6--angedeutet. 



   In Fig. 2 ist darüber hinaus eine im Aussenteil der Spindelführung zusätzlich angeordnete   Labyrinthbüchse --19-- mit   mehreren mit Schneiden versehenen   Rippen --19a-- sowie   ein
Verschlussdeckel --20-- angedeutet. Um die aufeinandergleitenden Teile der Spindel und ihrer Führung gegen Oxydation zu schützen und um gute Hochtemperaturgleiteigenschaften zu erhalten, werden die aufeinandergleitenden Flächen mit einem vorzugsweise durch Schweissen aufgebrachten Hartmetallüberzug, vorzugsweise ein Stellitüberzug, versehen.   Mit-21-ist   die Stellitauskleidung der   Büchsen--9   und 10--angedeutet und   mit--23--die   Stellitierung der Spindeloberfläche.

   In der Stellitauskleidung der   Büchsen--9   und   10--sind   Nuten vorgesehen, angedeutet durch die   Strichlierung--22--,   die ein dichtes Aneinanderliegen der Spindel und der Führungsbüchsenoberflächen verhindern und einen weitgehend gleichmässigen Kühlluftdurchtritt durch den Spalt sichern, auch wenn die Spindel einseitig anliegen sollte. Für den   Rücksitz-15-sind   beide Stellitierungen entlang der Oberflächen gegen den Ventilkegel hin gezogen und aufeinander eingeschliffen, so dass ein dichter ventilartiger Sitz entsteht.--24--bedeutet eine Ringnut in der Stellitierung der Büchse   --10--,   in die die schon erwähnten Bohrungen --12-- münden. 



   Durch die Anordnung eines eigenen Gehäuses zur Führung der Ventilspindel, welches mit dem Ventilgehäuse selbst nur über eine schmale Zentrierleiste verbunden ist, wobei die Verbindung überdies über eine relativ dünne Rippe erfolgt, wird eine weitgehende thermische Isolierung zwischen Ventilgehäuse und Ventilführung erreicht. Es wird dadurch der Wärmefluss vom heissen Ventilgehäuse in das Führungsgehäuse für die Spindel weitgehend unterbunden, anderseits ist dadurch für das Spindelführungsgehäuse die Freiheit der Wärmedehnung gewahrt, wie dies bei den zu erwartenden Temperaturunterschieden zwischen Ventilgehäuse und Spindelführungsgehäuse gegeben sein muss.

   Durch eine weitgehende rotationssymmetrische Ausbildung des Ventilgehäuses, der Befestigungsflansche für das Gehäuse zur Führung der Ventilspindel und für den Diffusor, der seitlichen Begrenzung für den Raum   --13-- und   des Diffusors selbst, bleibt auch bei unterschiedlicher Wärmedehnung die zentrische Lage des Führungsgehäuses erhalten. Es ist daher die zentrische Lage von Ventilspindel und Diffusor gegeneinander und damit die Dichtwirkung gewährleistet. Infolge seiner Befestigung mittels Flansch - und der im übrigen freien Anordnung des Diffusors ist auch dieser in der Lage, unterschiedlichen Wärmedehnungen, wie sie insbesondere kurz nach dem öffnen des Ventils eintreten, ohne starken Innenspannungen zu folgen. 



   An den Stellen, die starker Erosion ausgesetzt sind, also am Einlauf in den Diffusor   bei--16--   sowie an der Unterseite des Ventilkegels bei--17--ist die Oberfläche durch Auftragen von Hartmetall geschützt. 



   Um die Beweglichkeit der Spindel zu sichern, gilt es vor allem, sie möglichst kühl und ihre Führung frei von Staubablagerungen aus dem Gasstrom zu halten. Dazu dient die Kühlung der Spindel 
 EMI2.3 
 --11-- eintretende--18-- und durch Nuten in den   Büchsen--9   und 10--verteilt. Ein Zweigstrom fliesst zwischen   Spindel--5--und Büchse--10--und   über eine weitere   Ringnut --24-- durch   Bohrungen 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Die   Labyrinthbüchse--19--hat   die Aufgabe, das nach aussen zu wesentlich grössere Druckgefälle der Kühlluft abzudrosseln, um die Luftverluste nach aussen auf ein Minimum zu beschränken.

   Durch den erstgenannten Zweigstrom wird der   Raum --13-- kühler   gehalten als die gaserfüllten Räume ausserhalb und dient somit zur weiteren thermischen Isolierung des Spindelführungsgehäuses vom Ventilgehäuse. Da der Querschnitt des ringförmigen   Spaltes--14--grösser   ist als der gesamte Querschnitt der Bohrungen--12--, kann nicht verhindert werden, dass auch Gas in den Raum - eintritt, doch wird in voll geöffnetem Zustand des Ventils der Kühlluftanteil im Raum - überwiegen und daher die Temperatur im Raum --13-- entsprechend niedriger liegen. Ist das Ventil teilweise oder ganz geschlossen, so ist der Spalt --14-- weit geöffnet und der Raum -   gaserfüllt.   Aber auch in diesem Zustand kann es keineswegs zum Eintritt von Gas in die Spindelführung selbst kommen.

   Es wird dann nämlich ein verstärkter Kühlluftstrom die Spindel entlang geführt, weil durch die Öffnung des   Rücksitzes --15-- nun   auch der volle Querschnitt des Ringraumes zwischen   Spindel-5-und Führungsbüchse-10-für   den Kühlluftdurchtritt zur 
 EMI3.1 
 sondern auch als Sperrluft gegen den Zutritt erosiver oder sonstiger aggresiver Teilchen in die Spindelführung. 



   Die axialen Nuten in den   Büchsen--9   und   10--könnten   natürlich auch durch Spiralnuten ersetzt werden und es könnten diese Nuten auch in der Spindel selbst vorgesehen sein. 



   In der erfindungsgemäss aufgezeigten Art und Weise wird also eine gute thermische Isolierung der Spindelführung sowie eine sichere Zentrierung der Spindel in ihrer Führung geschaffen, so dass ein gleichmässiger Ringspalt gewährleistet ist, welcher eine gleichmässige Verteilung des Kühlmittelstromes entlang des Umfanges der Spindel bewirkt. Über die axial bzw. spiralförmig verlaufenden Nuten in der Spindelführung wird eine sichere Beseitigung von eingedrungenen Staubteilchen erreicht, da sich solche Ablagerungen in den Nuten ansammeln können, von wo sie durch den dort vorhandenen starken Kühlluftstrom sicher wieder entfernt werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :      1.   Über eine Spindel betätigtes Ventil, insbesondere für Abgasturbinen, mit Kühlluftbeaufschlagung der Ventilspindel über eine konzentrisch zur Ventilspindel liegende Ringnut im 
 EMI3.2 
 das die Ventilführungsbuchsen (9,10) tragende Führungsgehäuse (7) vom Ventilgehäuse (2) thermisch isoliert ist, die Ventilspindel (5) in voll offener Lage durch einen konischen Rücksitz (15) am Führungsgehäuse (7) zentrisch zu den Ventilführungsbuchsen (9,10) gehalten wird und der Kühlluftstrom nach Umspülung der Ventilspindel (5) durch im Führungsgehäuse (7) radial und umfangssymmetrisch vorgesehene Bohrungen (12) einen Raum (13) beaufschlagt, welcher die Ventilspindel (5) ringförmig umgibt und von Teilen des Ventilgehäuses (2), der Rückseite des Ventilverschlusskörpers (Ventilkegel 6)

   und dem Führungsgehäuse (7) begrenzt wird. 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. (9,10) in der Führungsfläche gleichmässig über den Umfang verteilte, axial oder schraubenförmig verlaufende Nuten (22) besitzen. EMI3.4 (7) zur Führung der Ventilspindel (5) von einem Flansch getragen wird, der zwischen dem Ventilgehäuse (2) und der auf das Ventilgehäuse aufgesetzten, die Betätigungsorgane für die EMI3.5 geöffnetem Ventil der Raum (13) mit dem übrigen Ventilgehäuse (2) nur über einen engen Spalt (14) in Verbindung steht.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : DT-AS 1 015 291 GB-PS 580 259
AT59869A 1969-01-21 1969-01-21 Ventil, insbesondere für Abgasturbinen AT293797B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT59869A AT293797B (de) 1969-01-21 1969-01-21 Ventil, insbesondere für Abgasturbinen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT59869A AT293797B (de) 1969-01-21 1969-01-21 Ventil, insbesondere für Abgasturbinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT293797B true AT293797B (de) 1971-10-25

Family

ID=3494813

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT59869A AT293797B (de) 1969-01-21 1969-01-21 Ventil, insbesondere für Abgasturbinen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT293797B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19615237C2 (de) Abgasturbolader für eine Brennkraftmaschine
DE69109305T2 (de) Regelung des schaufelspritzenspiels für eine gasturbine.
DE69327180T2 (de) Schauffelzusammensetzung für eine gasturbine mit integrierter kühldüse
EP1428983B1 (de) Abgasturbinengehäuse
DE1601559A1 (de) Durch ein kuehlmedium gekuehlter bauteil einer gasturbine
EP1389690A1 (de) Innenkühlbare Schraube
EP2035669A1 (de) Sekundärluftsystem für turboladerturbine
DE1576987B2 (de) Verstellbare leitschaufel einer axialturbine
CH700990B1 (de) Turbinensystem.
DE112013001271T5 (de) Turboladerlagergehäuse mit integriertem Wärmschutzschild
DE112015003934T5 (de) Gasturbine
EP0116160A1 (de) Aussengelagerter Abgasturbolader mit ungekühltem Gaskanal
EP2820309A1 (de) Strömungsmaschine mit temperiertem deckel
AT293797B (de) Ventil, insbesondere für Abgasturbinen
DE2006667C2 (de) Ventil, insbesondere für Abgasturbinen
EP1222399A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur kühlung der strömung in zwischen rotoren und statoren von turbomaschinen ausgebildeten radialspalten
DE102017108597A1 (de) Strahltriebwerk mit einer Kühleinrichtung
DE3011503A1 (de) Verdichteranordnung fuer ein axialgasturbinentriebwerk
US3029064A (en) Temperature control apparatus for turbine cases
EP0690204B1 (de) Kondensationsturbine mit mindestens zwei Dichtungen zur Abdichtung des Turbinengehäuses
US5678594A (en) Value for high temperature fluids
EP2725203A1 (de) Kühlluftführung in einer Gehäusestruktur einer Strömungsmaschine
US20160208930A1 (en) Valve for shutting off and/or controlling the flow rate of fluid flows, and a method for the post-production of such a valve
CN219139828U (zh) 一种阀笼式单座阀
EP1617041A1 (de) Abgasturbine für einen Turbolader mit luftgekülter Turbinenscheibe

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee