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Elektrophotographisches Material
Bekanntlich bereitet es erhebliche Schwierigkeiten, grosse Flächen und vor allem das Zentrum von latenten elektrostatischen Bildern, die auf elektrophotographischem Wege hergestellt sind, homogen und gleichmässig durch Tonerteilchen einzufärben, d. h., zu entwickeln. Da im Innern einer grossflächigen Bildstelle, d. h. einer unbelichteten Fläche, das elektrische Feld wesentlich schwächer ist als am Rand, haften die Tonerteilchen vorwiegend an den Randzonen.
Es wurden bereits verschiedene Verfahren beschrieben, die diese störenden, sogenannten Randeffekte, beheben sollen. So wird beispielsweise vorgeschlagen, zwischen Original und photoelektrisch leitender Isolierschicht einen Raster einzuschieben und dann das Original zu belichten.
Weiterhin ist bekannt, die Randeffekte-dadurch zu vermeiden, dass eine photoelektrisch leitende Isolierschicht verwendet wird, die neben Photohalbleitersubstanz photochemisch inerte, organische oder anorganische Stoffe enthält, die in Form eines unregelmässigen Rasters in der Schicht selbst verteilt sind.
Das erste Verfahren hat den Nachteil, dass die Herstellung der Kopien umständlich und zeitraubend ist, während bei der zweiten Methode komplizierte Herstellungsverfahren der Schichten notwendig werden.
Es ist auch auf andere Weise möglich, diesen Randeffekt zu verhindern, falls man beim Entwickeln von latenten elektrostatischen Bildern sogenannte Magnetbürsten einsetzt und diese mit einer Vorspannung versieht. Dieses Verfahren erfordert jedoch komplizierte Geräte und Methoden.
Gegenstand der Erfindung ist ein elektrophotographisches Material, bestehend aus einem leitfähigen Träger und einer auf dessen Oberfläche aufgebrachten photoelektrisch leitenden Isolierschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Trägers rauh ist, wobei die Rauhigkeitstiefen etwa gleich gross oder grösser sind, als die Dicke der photoelektrisch leitenden Isolierschicht.
Durch Anwendung des erfindungsgemässen Materials wird es in vorteilhafter Weise möglich, ohne Verwendung komplizierter Geräte oder aufwändiger Methoden, auf einfache Weise grossflächige Bildstellen eines latenten elektrostatischen Bildes homogen und gleichmässig sichtbar zu machen, wobei die photoelektrisch leitende Isolierschicht bei der vorhergehenden Aufladung keinerlei Veränderung in der Aufladungshöhe und bezüglich der Dunkelleitfähigkeit erleidet.
Diese vorteilhaften Effekte können etwa wie folgt erklärt werden :
Durch die auf dem metallischen Trägermaterial durch die Aufrauhung erzeugten, herausragenden feinen Rauhigkeitspunkte wird die gesamte photoelektrisch leitende Isolierschicht in sehr kleine Flächen zerlegt, die somit durch verhältnismässig gleichmässig verteilte Leitfähigkeitspunkte bzw. Stellen sehr geringen Widerstandes abgegrenzt werden. Bei der elektrostatischen Aufladung wird daher die Schicht diskontinuierlich aufgeladen, so dass dadurch das Auftreten von Randeffekten verhindert wird. Da die, die Rauhigkeit bedingenden, erhabenen Punkte äusserst fein sind, können auch sehr dünne Striche und Punkte mit dem erfindungsgemässen elektrophotographischen Material wiedergegeben werden.
Als Material für den Träger der photoelektrisch leitenden Isolierschicht werden beispielsweise Folien oder Platten aus Metallen, wie Aluminium, Zink, Magnesium, Kupfer, mit Folien aus diesen Metallen kaschierte oder mit Metallen bedampfte Papier- oder Kunststoffolien, genannt.
Erfindungsgemäss werden diese metallischen Oberflächen in aufgerauhtem Zustand angewendet. Die
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Aufrauhung kann beispielsweise mechanisch, chemisch oder elektrochemisch geschehen. Es ist ferner möglich, zuerst eine Folie, z. B. eine Kunststoffolie aufzurauhen und diese dann mit Metall zu bedamp- fen.
Mechanisch aufgerauhte metallische Oberflächen werden z. B. durch Bürsten mit einer Stahlbürste oder sonst einem Bürstenmaterial das härter ist als der Träger, oder durch Behandeln mit einem Sand- strahlgebläse, hergestellt. Auch durch Prägung mit einem feinen Raster lässt sich eine für den vorliegen- den Zweck ausreichende rauhe Oberflächenstruktur erhalten. Ein Aufrauhen auf chemischem Wege kann z. B. durch Ätzen vorgenommen werden. Zu diesem Zweck beschichtet man beispielsweise eine Metall- platte mit einer lichtempfindlichen, im unbelichteten Zustand nicht ätzfähigen Substanz, z. B. Trioxy- benzophenon-naphtochinon- (1, 2) -diazid-sulfosäureester. Diese beschichtete Seite wird unter einer fein- sten Rastervorlage belichtet.
Die belichteten Teile werden mit einer alkalischen Flüssigkeit entfernt und die freigelegte Metallfläche mit 7 - 8al0iger Salpetersäure geätzt. Die unter den Rasterpunkten zurückge- bliebene, der Ätzung nicht zugängliche Schicht wird anschliessend mit einem Lösungsmittel, z. B. Äthy- lenglykolmonomethyläther, entfernt. Ferner kann eine Aufrauhung im erfindungsgemässen Sinn durch be- kannte elektrolytische Methoden vorgenommen werden.
Weiterhin sind durch Beschichtung eines Trägers mit leitfähigen anorganischen oder organischen Substanzen, wie Metallpulver, z. B. Aluminium- oder Kupferpulver, Metalloxyden, wie Kupferoxyd, Salzen, wie Natriumnitrat, Natriumsulfat oder Graphit oder aromatische Karbonsäuren, Sulfonsäuren und deren Salzen, die zusammen mit einem Harz aufgebracht werden, brauchbare, rauhe Oberflächen zu erhal- ten.
Die Rauhigkeitstiefe, d. h. die Differenz zwischen den erhabenen Punkten und der Oberfläche des Trägermaterials soll erfindungsgemäss etwa gleich gross oder grösser sein, als die Dicke der darauf aufgebrachten photoelektrisch leitenden Isolierschicht, d. h., die Aufrauhung soll im allgemeinen in dem Rahmen liegen, wie elektrophotographische Schichtdicken hergestellt werden ; also etwa zwischen 4 - 10 ,u, vorzugsweise zwischen 5-8 p. Es können jedoch in besonderen Fällen auch Schichtdicken angewendet bzw. Aufrauhungen vorgenommen werden, die über und unter diesen angegebenen Massen liegen.
Bevorzugte Ergebnisse werden erzielt, wenn die photoelektrisch leitende Isolierschicht 1 - 2 J1. dünner ist, als die Höhe der Aufrauhung der Metalloberfläche, jedoch lassen sich auch brauchbare Bilder erhalten, falls die aufgerauhten, erhabenen Stellen mehr als 2 bL über die Oberfläche dieser Schicht hinaus- ragen.
Die Messung der Rauhigkeitstiefe kann beispielsweise mittels eines Lichtschnittmikroskops vorgenommen werden. Hiebei nützt man in bekannter Weise die Interferenz der von den erhabenen Stellen der Aufrauhung und den von den tiefsten Stellen der Aufrauhung reflektierten Lichtstrahlen. Auch durch einen Lackabdruck oder eine Matrize von der Oberfläche der Aufrauhung ist es möglich, exakte Aussagen über die Rauhigkeitstiefe zu gewinnen, wenn diese Abdrucke in einem Elektronenmikroskop vermessen werden.
Die Natur der Photohalbleiterverbindungen in den photoelektrisch leitenden Isolierschichten ist nicht kritisch. Die Schichten können z. B. in Form von homogenen Überzügen aus den Photohalbleiterverbindungen oder aus den Photohalbleiterverbindungen in Mischung mit filmbildenden Stoffen angewendet werden. Als Photohalbleiter sind sowohl anorganische Verbindungen, z. B. Zinkoxyd, Zinksulfid oder Selen, als auch organische Photohalbleiter oder Mischungen untereinander geeignet. Sehr gute Ergebnisse werden erzielt, falls man die folgenden organischen photohalbleitenden Verbindungen anwendet :
Oxdiazole, z. B. 2, 5-Bis- [4'- (n-propylamino)-Z'-chlorphenyl- (i') J-l, 3, 4-oxdiazol,
Imidazole, z.
B. 4- (4'-Dimethylamino-phenyl)-5-phenyl-imidazol oder 2- (4 -Diäthylamino-phenyl) oder
2, 5-Bis-[4'-diäthylamino-phenyl- (l') ]-l, 3,4-oxdiazol, - 4, 5-diphenyl-imidazol oder
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Zur Herstellung des erfindungsgemässen elektrophotographischen Materials kann wie folgt verfahren werden :
Die Photohalbleiterverbindungen, gegebenenfalls mit Zusätzen, wie Sensibilisatoren, Aktivatoren, filmbildenden Harzen oder Pigmenten, werden in einer organischen und bzw. oder anorganischen Flüssig- keit gelöst bzw. dispergiert und auf die aufgerauhte Fläche eines Trägers aufgetragen, sie bilden nach dem Verdunsten des Lösungsmittels eine homogene Schicht.
Mit dem erfindungsgemässen elektrophotographischen Material können nach den bekannten Metho- den der Elektrophotographie latente elektrostatische Bilder hergestellt werden, die sich durch Anwen- dung aller gebräuchlichen Einfach- oder Doppeltoner, durch die üblichen Entwicklungsmethoden, z. B.
Kaskadenentwicklung, durch Entwicklung in einer Mulde, sichtbar machen lassen, wobei sowohl beliebig grosse Bildflächen völlig gleichmässig und deckend eingefärbt, als auch feine Linien exakt wiedergege- ben werden. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, von allen Originalen auf einfache Weise naturgetreue und genaue Kopien herzustellen.
Nach dem Fixieren kann die Kopie oder das Bild durch Hydrophilieren oder Ablösung der elektropho- tographischen Schicht an den bildfreien Stellen in eine Druckform umgewandelt werden.
Beispiel 1 : Man löst in 100 Vol. -Teilen Äthylenglykolmonomethyläther 5 Gew.-Teile 2,5-Bis- - [ 4'- diäthylamino - phenyl - (1') ] -1, 3, 4 - oxdiazol, 5 Gew.-Teile eines Carbonylgruppen enthaltenden
Styrol-Mischpolymerisates mit dem Zersetzungspunkt 200 - 2100 und dem spezifischen Gewicht 1, 15 bis
1, 16 (Lustrex 820 ) und 0, 01 Gew.-Teile Rhodamin B extra und beschichtet damit eine mechanisch aufgerauhte, gebürstete Aluminiumfolie, dessen Bürsttiefe im Durchschnitt 5-7 p beträgt. Nach dem Verdunsten des Lösungsmittels verbleibt eine fest auf der Folienoberfläche haftende Schicht von 4,7 u Dicke.
Das so hergestellte Elektrokopiermaterial wird durch eine Coronaentladung negativ aufgeladen und dann in der Kassette einer Reproduktionskamera, in der sich ein Umkehrprisma befindet, 20 - 30 sec belichtet. Als Lichtquelle werden 8 Nitraphotglühbirnen von je 500 Watt verwendet. Als Vorlage dient eine zweiseitig bedruckte Buchseite.
Als Entwicklerpulver kann beispielsweise ein Tonergemisch aus Kieselgur und einem Toner, bestehend aus einem niedrig schmelzenden Polystyrol-Kolophonium-Gemisch, dem noch Russ und zweckmässig als organischer Farbstoff Nigrosin spritlöslich zugefügt wird, dienen. Die Bestandteile des Toners werden zusammengeschmolzen, anschliessend gemahlen und, da eine einheitliche Korngrösse zur Herstellung der Bilder zweckmässig ist, durch Windsichtung getrennt. Beispielsweise ist eine Fraktion, die Korngrössen des Toners von 5 bis 10 li enthält, gut geeignet. Nach dem Einstäuben des latenten elektrophotographischen Bildes mit diesem Tonergemisch wird dieses durch Erwärmen auf 160 - 1700C im Laufe von 30 sec fixiert.
Auf den genannten Schichten lassen sich auch Bildflächen von DIN A-4-Format mit einem elektrostatischen Entwicklerpulver ohne Verwendung von Magnetbürsten gleichmässig entwickeln.
Das so hergestellte elektrophotographische Bild kann in eine Druckform umgewandelt werden, wenn man das Bild mit einer Lösung überwischt, welche 40% Methanol, 10% Glycerin, 45% Glykol und 5% Natriumsilikat enthält. Die vom Toner nicht bedeckten Stellen der Schicht werden dabei weggelöst und werden hydrophil, während die druckenden Stellen, die sogenannten Bildstellen, fette Farbe annehmen. so dass nach dem Einspannen der so erhaltenen Druckform in eine Offset-Druckmaschine gedruckt werden kann.
Beispiel 2 : 95 Gew.-Teile Zinkoxyd besonders rein, Sorte A der Zinkweiss-Handelsgesellschaft Oberhausen, 80 Gew.-Teile Silikonharz (50%0igue Lösung in Toluol), 100 Gew.-Teile Toluol, 25 Gew. Teile Methanol und 0,05 Gew.-Teile Rhodamin B extra werden dreimal in einer Kolloidmühle oder in einem hochtourigen Schnellrührer homogenisiert. Die streichfertige Suspension wird in bekannter Weise
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gung von Bildern auf dem so hergestellten Elektrokopiermaterial wird die Schicht durch eine Coronaentladung negativ aufgeladen und in einem photographischen Vergrösserungsgerät ein Diapositiv mit einer Beleuchtungsstärke von 3 Lux 20 sec auf da3 aufgeladene Elektrokopiermaterial projiziert.
Anschliessend wird mit einem Entwickler, bestehend aus einem Toner und Glaskügelchen als Träger, entwickelt und durch kurzes Erwärmen auf 150 - 1600C fixiert. Man erhält Bilder, bei denen die sehr grossen Schwarzflächen völlig homogen und deckend eingefärbt sind. Die so hergestellten Bilder können in eine Druckform umgewandelt werden, wenn man sie mit einer Lösung, die 3 Gew.-Teile des Kaliumsalzes der Hexacyano-Eisen-II-säure, K4 [Fe (CN) s]' 2 Gew. -Teile Polyvinyl-phosphonsäure, 0,3 Gew.-Teile di- isobutylnaphthalin-sulfon-saures Natriumsalz und 95 Vol. -Teile Wasser enthält, überwischt. Nach kurzem Spülen mit Wasser und dem Einfärben der Druckform mit fetter Farbe kann in einer Offsetmaschine wie üblich gedruckt werden.
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Beispiel 3 : Man löst in 100 Vol.-Teilen Äthylenglykolmonomethyläther 0,75 Gew.-Teile hochmolekulares Polyvinylacetat (Mowilith 90#), 5 Gew.-Teile m-Kresol-formaldehydharz-Novolak und 2 Gew.-Teile 2,3, 4-Trioxybenzophenon-naphtochinon-(1,2)-diazid-(2)-5-sulfosäureester und beschichtet mit dieser Lösung mittels einer Schleuder eine entfettete, glatt polierte Zinkplatte. Nach sorgfältiger Trocknung bei 60-80 C belichtet man die Schichtseite unter einer feinsten Rastervorlage. Die belichteten Teile der Schicht werden mit einem Wattebausch, der mit einer 0, 5%igen Natronlauge getränkt ist, entfernt. Die freigelegte Zinkfläche wird nach dem Abspülen mit fliessendem Wasser mit 7-Seiger Salpetersäure geätzt.
Danach wird mit Wasser abgespült und die auf den Rasterpunkten zurückgebliebene Schicht mit Äthylenglykolmonomethyläther entfernt. Die so geätzte Zinkplatte wird, wie in Beispiel 1, mit einer photoleitfähigen Schicht beschichtet und darauf ein elektrophotographisches Bild erzeugt. Man erhält darauf gut geschlossene Schwarzflächen.
Beispiel 4 : Man verfährt wie in Beispiel 1, verwendet aber als Trägermaterial für die photoleitfähige Schicht eine Papierfolie, deren Oberfläche einen Vorstrich trägt, bestehend aus 100 Gew.-Teilen Aluminiumpulver (Korngrösse zirka 10 - 20 fil) und 200 Gew.-Teilen einer 50%gen wässerigen Dispersion
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Auf diesem Trägermaterial erhält man bei Verwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Schicht elektrophotographische Kopien, bei denen auch grosse Schwarzflächen einwandfrei wiedergegeben werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrophotographisches Material, bestehend aus einem leitfähigen Träger und einer auf dessen Oberfläche aufgebrachten photoelektrisch leitenden Isolierschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Trägers rauh ist, wobei die Rauhigkeitstiefen etwa gleich gross oder grösser sind, als die Dicke der photoelektrisch leitenden Isolierschicht.
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Electrophotographic material
As is known, it causes considerable difficulties in homogeneously and uniformly coloring large areas and, above all, the center of latent electrostatic images which are produced by electrophotographic means by means of toner particles; i.e. to develop. Since inside a large area of the picture, i. H. an unexposed area, the electric field is considerably weaker than at the edge, the toner particles mainly adhere to the edge zones.
Various methods have already been described which are intended to eliminate these disruptive, so-called edge effects. For example, it is proposed to insert a grid between the original and the photoelectrically conductive insulating layer and then to expose the original.
It is also known that edge effects can be avoided by using a photoelectrically conductive insulating layer which, in addition to photo semiconductor substance, contains photochemically inert, organic or inorganic substances that are distributed in the layer itself in the form of an irregular grid.
The first method has the disadvantage that the production of the copies is laborious and time-consuming, while the second method requires complicated production processes for the layers.
It is also possible in other ways to prevent this edge effect if so-called magnetic brushes are used when developing latent electrostatic images and these are provided with a bias voltage. However, this method requires complicated equipment and methods.
The invention relates to an electrophotographic material consisting of a conductive support and a photoelectrically conductive insulating layer applied to its surface, characterized in that the surface of the support is rough, the depths of roughness being approximately equal to or greater than the thickness of the photoelectrically conductive Insulating layer.
By using the material according to the invention, it is advantageously possible, without the use of complicated devices or costly methods, to make large-area image areas of a latent electrostatic image homogeneously and uniformly visible in a simple manner, with the photoelectrically conductive insulating layer not changing the level of charge during the previous charge and in terms of dark conductivity.
These beneficial effects can be explained roughly as follows:
Due to the outstanding fine roughness points produced on the metallic substrate by the roughening, the entire photoelectrically conductive insulating layer is broken down into very small areas, which are thus delimited by relatively evenly distributed conductivity points or points of very low resistance. In the case of electrostatic charging, the layer is therefore charged discontinuously, so that edge effects are prevented from occurring. Since the raised dots which cause the roughness are extremely fine, very thin lines and dots can also be reproduced with the electrophotographic material according to the invention.
For example, foils or plates made of metals such as aluminum, zinc, magnesium, copper, paper or plastic foils laminated with foils made of these metals or vapor-deposited with metals are mentioned as the material for the carrier of the photoelectrically conductive insulating layer.
According to the invention, these metallic surfaces are used in a roughened state. The
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Roughening can be done mechanically, chemically or electrochemically, for example. It is also possible to first apply a film, e.g. B. to roughen a plastic film and then to vaporize this with metal.
Mechanically roughened metallic surfaces are z. B. by brushing with a steel brush or some other brush material that is harder than the carrier, or by treating with a sandblasting blower. A rough surface structure that is sufficient for the purpose at hand can also be obtained by embossing with a fine grid. Roughening by chemical means can, for. B. be made by etching. For this purpose, for example, a metal plate is coated with a light-sensitive substance that cannot be etched in the unexposed state, e.g. B. trioxy benzophenone naphthoquinone (1, 2) diazide sulfonic acid ester. This coated side is exposed under a very fine screen template.
The exposed parts are removed with an alkaline liquid and the exposed metal surface is etched with 7-8% nitric acid. The layer that remains under the grid points and is not accessible to etching is then treated with a solvent, e.g. B. Ethylene glycol monomethyl ether removed. Furthermore, roughening in the sense according to the invention can be carried out by known electrolytic methods.
Furthermore, by coating a carrier with conductive inorganic or organic substances, such as metal powder, e.g. B. aluminum or copper powder, metal oxides such as copper oxide, salts such as sodium nitrate, sodium sulfate or graphite or aromatic carboxylic acids, sulfonic acids and their salts, which are applied together with a resin, to obtain usable, rough surfaces.
The depth of roughness, d. H. the difference between the raised points and the surface of the carrier material should, according to the invention, be approximately equal to or greater than the thickness of the photoelectrically conductive insulating layer applied thereon, d. That is to say, the roughening should generally be within the scope of how electrophotographic layer thicknesses are produced; between 4 - 10 u, preferably between 5-8 p. In special cases, however, it is also possible to apply layer thicknesses or to make roughening that are above and below these specified dimensions.
Preferred results are obtained when the photoelectrically conductive insulating layer 1-2 J1. is thinner than the height of the roughening of the metal surface, but useful images can also be obtained if the roughened, raised areas protrude more than 2 bL above the surface of this layer.
The measurement of the roughness depth can be carried out, for example, by means of a light section microscope. The interference of the light rays reflected from the raised points of the roughening and the light rays reflected from the deepest points of the roughening is used in a known manner. It is also possible to obtain exact statements about the roughness depth by means of a lacquer impression or a matrix from the surface of the roughening, if these impressions are measured in an electron microscope.
The nature of the photosemiconductor compounds in the photoelectrically conductive insulating layers is not critical. The layers can e.g. B. in the form of homogeneous coatings from the photo semiconductor compounds or from the photo semiconductor compounds in a mixture with film-forming substances. Both inorganic compounds such. B. zinc oxide, zinc sulfide or selenium, as well as organic photo semiconductors or mixtures with one another are suitable. Very good results are achieved if the following organic photo-semiconductor compounds are used:
Oxdiazoles, e.g. B. 2, 5-bis- [4'- (n-propylamino) -Z'-chlorophenyl- (i ') J-l, 3, 4-oxdiazole,
Imidazoles, e.g.
B. 4- (4'-Dimethylaminophenyl) -5-phenyl-imidazole or 2- (4-diethylaminophenyl) or
2, 5-bis [4'-diethylaminophenyl- (l ')] -1, 3,4-oxdiazole, -4, 5-diphenyl-imidazole or
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The following procedure can be used to produce the electrophotographic material according to the invention:
The photo-semiconductor compounds, optionally with additives such as sensitizers, activators, film-forming resins or pigments, are dissolved or dispersed in an organic and / or inorganic liquid and applied to the roughened surface of a carrier; after the solvent has evaporated, they form a homogeneous layer.
With the electrophotographic material according to the invention, latent electrostatic images can be produced by the known methods of electrophotography, which can be produced by using all customary single or double toners, by the customary development methods, e.g. B.
Cascade development can be made visible through development in a hollow, whereby image areas of any size are colored completely evenly and opaque, and fine lines are reproduced exactly. This makes it possible to easily produce true-to-life and exact copies of all originals.
After fixing, the copy or the image can be converted into a printing form by hydrophilizing or removing the electrophotographic layer at the non-image areas.
Example 1: Dissolve in 100 parts by volume of ethylene glycol monomethyl ether 5 parts by weight of 2,5-bis- [4'- diethylamino - phenyl - (1 ')] -1, 3, 4 - oxdiazole, 5 parts by weight Parts of a carbonyl group containing
Styrene copolymer with a decomposition point of 200-2100 and a specific gravity of 1.15 to
1.16 (Lustrex 820) and 0.01 parts by weight of Rhodamine B extra and thus coats a mechanically roughened, brushed aluminum foil with an average brushing depth of 5-7 p. After the solvent has evaporated, a layer 4.7 .mu.m thick adhering firmly to the surface of the film remains.
The electrocopy material produced in this way is negatively charged by a corona discharge and then exposed for 20-30 seconds in the cassette of a reproduction camera in which an erecting prism is located. 8 nitraphot light bulbs of 500 watt each are used as the light source. A book page printed on both sides serves as a template.
A toner mixture of kieselguhr and a toner, consisting of a low-melting polystyrene-colophony mixture, to which carbon black and, expediently, nigrosine as an organic dye, is added in a fuel-soluble manner, can serve as developer powder. The components of the toner are melted together, then ground and, since a uniform grain size is useful for producing the images, separated by air separation. For example, a fraction which contains grain sizes of the toner of 5 to 10 li is well suited. After dusting the latent electrophotographic image with this toner mixture, it is fixed by heating to 160-170 ° C. over the course of 30 seconds.
On the layers mentioned, image areas of A4 format can also be developed uniformly with an electrostatic developer powder without the use of magnetic brushes.
The electrophotographic image produced in this way can be converted into a printing form if the image is wiped over with a solution which contains 40% methanol, 10% glycerol, 45% glycol and 5% sodium silicate. The areas of the layer that are not covered by the toner are dissolved away and become hydrophilic, while the printing areas, the so-called image areas, take on a bold color. so that after clamping the printing form obtained in this way, it can be printed in an offset printing machine.
Example 2: 95 parts by weight of zinc oxide particularly pure, type A from Zinkweiss-Handelsgesellschaft Oberhausen, 80 parts by weight of silicone resin (50% oigue solution in toluene), 100 parts by weight of toluene, 25 parts by weight of methanol and 0, 05 parts by weight of Rhodamine B extra are homogenized three times in a colloid mill or in a high-speed high-speed stirrer. The ready-to-spread suspension is prepared in a known manner
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In order to produce images on the electrocopy material produced in this way, the layer is negatively charged by a corona discharge and a slide with an illuminance of 3 lux is projected onto the charged electrocopy material for 20 seconds in a photographic enlarger.
Then it is developed with a developer consisting of a toner and glass beads as a carrier and fixed by briefly heating to 150-1600C. Images are obtained in which the very large black areas are colored completely homogeneously and opaque. The images produced in this way can be converted into a printing form if they are mixed with a solution containing 3 parts by weight of the potassium salt of hexacyano iron (II) acid, K4 [Fe (CN) s] '2 parts by weight polyvinyl -phosphonic acid, 0.3 parts by weight of di-isobutylnaphthalene sulfonic acid sodium salt and 95 parts by volume of water contains, wiped over. After briefly rinsing with water and coloring the printing form with bold ink, you can print as usual in an offset machine.
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Example 3: 0.75 parts by weight of high molecular weight polyvinyl acetate (Mowilith 90 #), 5 parts by weight of m-cresol-formaldehyde resin novolak and 2 parts by weight 2, 3, 4 are dissolved in 100 parts by volume of ethylene glycol monomethyl ether -Trioxybenzophenon-naphthoquinone- (1,2) -diazide- (2) -5-sulfonic acid ester and coated a degreased, smoothly polished zinc plate with this solution using a centrifuge. After careful drying at 60-80 C, the layer side is exposed under a very fine screen template. The exposed parts of the layer are removed with a cotton ball soaked in 0.5% sodium hydroxide solution. After rinsing with running water, the exposed zinc surface is etched with 7-water nitric acid.
It is then rinsed with water and the layer remaining on the grid points is removed with ethylene glycol monomethyl ether. The zinc plate thus etched is coated with a photoconductive layer as in Example 1, and an electrophotographic image is formed thereon. Well-closed black areas are obtained thereupon.
Example 4: The procedure is as in Example 1, but a paper film is used as the carrier material for the photoconductive layer, the surface of which has a precoat consisting of 100 parts by weight of aluminum powder (grain size approx 50% based on aqueous dispersion
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When using the layer described in Example 1, electrophotographic copies are obtained on this carrier material in which even large black areas are reproduced perfectly.
PATENT CLAIMS:
1. Electrophotographic material consisting of a conductive carrier and a photoelectrically conductive insulating layer applied to its surface, characterized in that the surface of the carrier is rough, the depths of roughness being approximately equal to or greater than the thickness of the photoelectrically conductive insulating layer.