AT233680B - Schutzkörper gegen biologisch schädlich wirkenden Neutronenfluß - Google Patents

Schutzkörper gegen biologisch schädlich wirkenden Neutronenfluß

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  Schutzkörper gegen biologisch schädlich wirkenden Neutronenfluss 
Gegenstand dieser Erfindung ist ein Schutzkörper gegen biologisch schädlich wirkenden Neutronenfluss. 



   Neben mechanischer und thermischer Energie, entstehen bei Kernreaktionen Alpha-, Beta-, harte Gammastrahlen, sowie ein starker Neutronenfluss. Im Zuge der Entwicklung von nuklearen Waffen wird   der Anteil an Neutronen   immer grösser. Diese müssen beim Schutz gegen die genannten Waffen besonders berücksichtigt werden. 



   Je nachEnergieinhalt unterscheidet man schnelle, mittlere und thermische Neutronen. Je nach ihrer Art lösen die Neutronen beim Zusammentreffen mit den Kernen verschiedener Elemente Prozesse aus, bei welchen radioaktive Reaktionsprodukte entstehen. Die schnellen und mittleren Neutronen werden hauptsächlich durch elastische Streuung an leichten Kernen abgebremst. Die langsamen (thermischen) Neutronen werden durch Kerne eingefangen. 



   Beim Einfangen von Neutronen wird beträchtliche Bindungsenergie frei, hauptsächlich in (n, Gamma)Prozessen. Für die so entstehende sekundäre Gammastrahlung von vorwiegend 2 bis 5 MeV sind die meisten Stoffe am durchlässigsten. 



   Der Neutronenabsorptionsquerschnitt in Barn   (cm-24) pro Atom,   ist das Mass für die Fähigkeit eines Elementes Neutronen zu absorbieren. Dieser ist für jedes Element, ja sogar Isotop verschieden. 



   Auf Grund der Konzentration der Atome mit   bestimmten Neutronenabsorptionsquerschnitten in   Gramm oder Milliliter Masse kann man den resultierenden Neutronenabsorptionsquerschnitt rechnen und auf g bzw. ml beziehen. Cadmium, Bor, Lithium, Beryllium, einige Seltene Erden, wie Gadolinium, Samarium, Europhium und Dysprosium zeichnen sich durch grosse Neutronenabsorptionsquerschnitte aus. Bei den Sel-   tenen Erden und beim Cadmium   tritt   beim Einfangen von Neutronen sekundäre Gammastrahlung   auf. Diese ist beim Bor viel schwächer und fehlt beim Lithium vollkommen. 
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 und T die Halbwertszeit (sec). 



   Diese Grössen sind für alle chemischen Elemente bekannt. 



   Die zum Schutz gegen Gammastrahlen angewendeten Stoffe, Beton, Barytbeton, Eisenbeton, Blei und Stahl haben sehr niedrige   Neutronenabsorptionsquerschnitte.   Manche in ihnen vorkommende Elemente, wie z. B. Eisen geben mit Neutronen sehr harte Gammastrahlen. 1 g Eisen kann   70 Milliröntgen   erzeugen. 



   Die sehr wirksamen Seltenen Erden sind, wie der Name schon sagt, sehr selten und teuer. Auch Cadmium ist relativ teuer und gibt sekundäre Gammastrahlung. Das günstigste und am meisten verwendete Material zur Neutronenabsorption ist Bor. 



   Elementares Bor ist sehr teuer. Auch das sehr günstigste Borkarbid B4C mit   78%   Bor ist teuer, 3010 Borkabid mit   701o   Aluminium gebunden geben das viel verwendete   Abscbirmmaterial"Boral",   welches etwa 23,   5%   Bor enthält. Auch dieses Material ist sehr teuer. 



   Man kann Bor mit Metallen, meist Eisen, legieren. Ferrobor enthält zirka 20   Gel.-%   Bor, etwas Aluminium und vorwiegend Eisen. Diese Legierung ist jedoch gegen Luft und Feuchtigkeit nicht beständig. 

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Claims (1)

  1. Wasser gelöste BorPATENTANSPRÜCHE : 1. Schutzkörper gegen biologisch schädlich wirkenden Neutronenfluss, bestehend aus mehreren Schichten, die einfallende und aus diesen erzeugte sekundäre Strahlen absorbieren, dadurch gekennzeich net, dass eine Schicht von Lithiumoktoborat, Lithiummetaborat oder Lithiumborfluorid in Verbindung mit Thermoplasten oder Kondensationsharzen als Neutronenabsorptionsschicht verwendet wird.
    2. Schutzkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Neutronenabsorptionsschicht mit einer Schicht schweren Gammastrahlen schwächende Material zu Verbundkörpern kombiniert wird.
    3. Schutzkörper nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Neutronenabsorptionsschicht Wasserstoff und Kohlenstoff enthaltende Moderatorstoffe, wie Kunststoffe oder Paraffin, aufgebracht werden.
AT446162A 1962-06-01 1962-06-01 Schutzkörper gegen biologisch schädlich wirkenden Neutronenfluß AT233680B (de)

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