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Lamellenkupplung,
Die Erfindung betrifft eine Lamellenkupplung, deren Lamellen Wellungen besitzen und bezweckt unter anderem, ein besseres Anhaften der Lamellen aneinander zu erzielen und dadurch ihre Kupplungskraft wesentlich zu steigern. Zu diesem Behufe werden der Erfindung gemäss die Lamellen aus einzelnen dünnen Metallblechen mittels Pressens oder dgl. in der Weise hergestellt. dass ihre Ringwellungen eine gewisse Biegsamkeit erhalten. Dabei
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auf der anderen entsprochen. Die einzelnen Scheiben erhalten somit übereinstinmende Wellungen, wodurch ein genaues Zusammenarbeiten der Platten ermöglicht wird Ut'd überdies beim Aneinanderreihen solcher Lamellen in einem möglichst kleinen möglichst viele Reibungsflächen erhalten werden.
In der Zeichnung zeigen die Fig. I, II und III eine Kupplung, bei welcher die zu übertragende Kraft nur klein ist ; hier ist keine besondere Vorrichtung vorhanden, um die Hitze abzuleiten, welche einfach durch Leitung und Strahlung entweicht.
Fig. I ist ein Längsschnitt, Fig. II ein Querschnitt und Fig. III ein tcilweiser Schnitt durch die Roibungsschciben in vergrössertem Massstabe.
Die Fig. IV, V, VI und VII sind Schnitte, ähnlich denjenigen nach den Fig. I und II, und zeigen Anordnungen, bei welchf'1l eine zirkulierende Flüssigkeit als Kühlmittel benützt wird ; die Fig. V HI und IX zeigen Anordnungen, bei welchen Luft als Kühlmittel dient.
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der Scheiben dar, die aus einzelnen Teilen zusammengesetzt sind. Die Fig. XIII, XIV und XV zeigen eine abgeänderte Ausführungsform der Hülsen und des Federgehäuses.
In der Ausführungsform nach den Fig. l, 11 und III ist 1 die treibende und 2 die getriebene Welle ; 3 ist eine zylindrische Hülse, welche auf die Welle 1 aufgekeilt ist und 4 ein zylindrisches Gehäuse, welches in einen Fortsatz ausläuft, der auf der Welle 2 aufgekeilt ist. Der äussere Teil der Hülse 3 und der innere des Gehäuses 4 sind mit zahl-
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dem Gehäuse wird durch einen aufgeschraubten Deckel 5 verschlossen. Am anderen Ende dieses Raumes ist eine ringförmige Platte 6 vorgesehen, gegen welche die an dem Federgehäuse 8 befestigten Bolzen 7 stossen. Dieses Gehäuse wird durch die Schraubenfeder 9, welche sich gegen den lIalsring 10 lehnt, beständig nach links gepresst und wird in der bekannten Weise durch einen gegabelten Hebel betätigt, der in die Vertiefung 11 eingreift.
Der ringförmige Raum zwischen dem Deckel 5 und der Platte 6 ist mit zwei Sätzen von Reibungsscheiben D und F gefüllt, von denen der Deutlichkeit halber nur einige in Fig. III dargestellt sind. Der Satz D ist mit nach innen gerichteten Fortsätzen 13 (Fig. II) versehen, welche in Nuten der Hülse 3 eingreifen ; der andere Satz F ist in ähnlicher Weise mittels der äusseren Fortsätze 13'mit dem Gehäuse 4 verbunden, während er ausser Bereich der Hülse 3 ist.
Die Scheiben werden aus Metallblech hergestellt, welches genügend dünn ist, damit sie mittels eines Paares von Press-und Schneidegesenken gestanzt und geschnitten werden können. Sie sind, wie aus Fig. III ersichtlich, winkelförmig gewellt, indem sie zwischen einem Paar von positiven und negativen Pressstempeln zusammengepresst werden. Die Wellungen sind kreisförmig und konzentrisch, wobei alle Scheiben beider Sätze bezüglich
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der Wellungen gleich sind, so dass sie zwischen denselben Formstempeln gepresst werden können. Die Scheiben sind auch von gleicher Dicke, ausgenommen an jenen Stellen, wo sie infolge des Pressprozesses etwas verdünnt 8iDd
Aus dieser Anordnung der Scheiben aus Metallblech ergeben sich wesentliche Vorteile.
Die Kosten betragen nur einen geringen Bruchteil jener von Scheiben, welche mittels besonderer Maschinen hergestellt sind ; sie sind bedeutend dünner als die. in gewöhnlicher Weise bearbeiteten und es kann dadurch eine bedeutend grössere Anzahl in einer Kupplung von mässiger Länge untergebracht werden. Da der erforderliche Flächen- druck sich umgekehrt verändert, wie die Anzahl der Eingriffsflächen, so ist nur ein verhältnismässig geringer Flächendruck erforderlich. Ferner geht aus Fig. III hervor, dass infolge der durchwegs gleichen Stärke der Platten der erforderliche Spielraum an den Scheiteln der Wellungen vorhanden ist, so dass der Eingriff mit keilartiger Wirkung erfolgt, während die Scheitel, an denen das Metall infolge des Pressprozesses geschwächt ist, gegen Abnützung geschützt sind.
Wenn das Federgehäuse 8 nicht betätigt wird, so werden die Wellen durch den
Druck der Feder 9 in Eingriff gehalten, welcher Druck durch die Bolzen 7 und die Platte 6 übertragen wird. Zur Ausschaltung wird das Federgehäuse durch den Hebel nach rechts bewegt, wodurch der Druck vermindert wird. Um die beschriebene Anordnung in eine Bremse umzuwandeln, ist es nur erforderlich, die Welle 2 festzulegen oder das
Gehäuse 4 an einem festen Widerlager anzuordnen.
Die Fig. IV und V zeigen eine Ausführungsform der Kupplung mit Anordnungen, um eine Flüssigkeit, beispielsweise Wasser oder Öl, zum Zwecke der Kühlung zirkulieren zu lassen. Die Wellen, die Hülse, das Gehäuse und die Vorrichtung zum Einstellen der
Kupplung, von welcher nur die Platte 6 und der Bolzen 7 dargestellt sind, sind wie früher konstruiert.
Der Unterschied liegt in der Anordnung der Zwischenscheiben Sas welche zwischen abwechselnde Paare der treibenden Scheiben Da. und Db eingesetzt sind ; die
Reihenfolge der Scheiben ist die folgende : Zuerst eine Gehäusescheibe Fa, dann eine treibende Scheibe Da. dann eine Zwischenscheibe Sas hierauf eine treiberde Scheibe Db und schliesslich wieder eine Gehäusescheibe Fa ; diese Reihenfolge wiederholt *bis der
Raum gefüllt ist. Die Zwischenscheiben besitzen radiale oder kurvenförmige Wellungen (Fig. V), die ähnlich denjenigen in Fig. X und XI sind, mit der Ausnahme, dass sie nicht entgegengesetzt verlaufen, und welche den Zweck haben, eine radiale Zirkulation der
Flüssigkeit in dem Gehäuse von der Achse nach dem Umfange hervorzurufen.
Ein Rohr 20 verbindet einen Auslass in der Nähe des Umfanges mit einem Einlass in der Nähe der
Achse und erhält so die Zirkulation aufrecht, wobei der zwischenliegende Teil des Rohres im Zickzackwege rund um das Gehäuse geht und dazu dient, die Flüssigkeit abzukühlen.
Alle Scheiben sind an ihren Fortsätzen durchbohrt (Fig. V), so dass die Flüssigkeit in achsialer Richtung frei hindurchfliessen kann.
In den Ausführungsformen nach den Fig. VI und VII ist ein Gehäuse dargestellt, welches zu einem Fuss ausgebildet ist und sich für eine Bremse eignet. Der Deutlichkeit halber sind die Scheiben nicht dargestellt, weil ihre Einrichtung dieselbe wie vorher ist.
Bei dieser Ausführungsform unterstützen radiale Rippen 21 die Kühlung.
Die Ausführnngsform nach den Fig. VIII, IX, X und XI unterscheidet sich von den beschriebenen insofern, als die Kühlung hier durch Luft erfolgt und an Stelle des rohrförmigen Gehäuses 4 ein offener Behälter tritt, der aus Endplatten 22 und Verbindungbolzen 23 besteht. Die Anordnung der Reibungsscheiben und Zwischenscheiben ist ähnlich derjenigen nach den Fig. IV und V. Die Zwischei) scheiben Sx sind teilweise mit schraubenförmigen Wellungen (Fig. X und XI) versehen. Alle Wellungen können ähnlich geformt sein, wie im oberen Teil der Fig. X, eder die eine Hälfte kann wie der obere und die andere Hälfte wie der untere Teil dieser Figur gewellt sein.
In diesem Falle wird die Luft nach innen durch die eine Hälfte der Scheiben, dann durch die Mitte und dann durch die andere Hälfte der Scheiben nach aussen getrieben.
Fig. XII zeigt eine Reibungsscheibe, welche aus zwei Teilen hergestellt ist. Zweck dieser Einrichtung ist, zu ermöglichen, dass die Scheiben in jenen Fällen an ihre Stelle gebracht oder herausgenommen werden können, wo es nicht praktisch ist, dieselben über das Ende der Welle zu streifen, wie beispielsweise bei einer Eisenbahnwagenachse. Die Teillinie ist schraubenförmig, um zu verhindern, dass die Kanten fehlerhaft werden. Die
Scheiben der verschiedenen Ausführungsformen können in verschiedener Weise gespalten, oder es kann die Teillinie auch gerade oder schräg (Fig. XIV) sein. Bei grossen Kupplungen ist die Teilung der Scheiben in zwei oder mehrere Teile geboten.
Die Fig. XIII, XIV und XV zeigen eine Anordnung, durch welche das Gewicht der
Kupplung möglichst verringert und ihre Montierbarkeit erleichtert wird ; Fig. XIII ist eine Seitenansicht. teilweise im Schnitt, Fig XIV eine teilweise Schnitt-und Endansicht
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und 4 und das Federgehäuse 8 sind aus halbzylinderförmigem Metallblech hergestellt ; diese Einrichtung ergibt ausser einer leichteren Bauart als die früher beschriebene feste und kompakte Form noch den Vorteil, dass die Teile über die Wolle geklappt werden können. Die Hülse 4 (Fig. XIV) ist aus zwei Lagen gebildet, einer äusseren Lage 4, 8 und einer inneren 41, wobei jede Lage aus zwei Teilen besteht, die ungefähr halbzylindrische Form besitzen, während ihre Enden bei a und b dargestellt sind.
Die Querwellungen werden durch Pressen oder Stanzen hergestellt, wodurch die inneren Vertiefungen gebildet werden, welche mit den Fortsätzen 13'der Scheiben in Eingriff stehen. Aus der gewellten Form der Scheiben ergibt sich der Vorteil, dass man die Lagen in der in der Zeichnung dargestellten Form miteinander verbinden kann, wobei die Teile in achsialer Richtung aufeinander gleiten, während die ganze Einrichtung durch Eintreiben de. - Keile 26 zusammengehalten wird. In einigen Fällen können mehr als zwei Lagen benützt werden, wobei die Wellungen durch die verschiedenen Lagen hindurch miteinander übereinstimmen.
Dieselbe Konstruktion ist bei der Ausführungsform der Hülse 3 nach Fig. XIV beibehalten, wobei statt einer besonderen Keilnut einer der durch die Wellungen geformten Längsschlitze als Keilführung für den Keil 29 benützt wird. Die Verbindung zwischen den beiden Teilen der Hülse 4, 4x wird mittels der Zungen 27 (Fig. XIII) hergestellt, welche in radialer Richtung umgebogen und zwischen die halbkreisförmigen Platten 28 eingenietet werden. Die Hülsen 3 und 4x sind an ihren entsprechenden Wellen durch Keile 29 befestigt.
Die Einrichtung ist also in der Weise getroffen, dass die inneren Lagen an der Welle durch die Keile 29 befestigt sind und durch die äusseren Lagen und die Keile 26 zusammen- gehalten werden. Die Gehäuse sind aus zwei Hälften hergestellt und werden durch ein anderes Gehäusepaar zusammengehalten, dessen Wellungen mit den Wellungen des inneren
Paares zusammengreifen, während das Ganze durch die Keile 26 zusammengehalten wird.
Bei grossen Kupplungen, welche geschmiert werden, ist der Reibungswiderstand, welcher infolge der Zähigkeit des Schmiermaterials eintritt, selbst wenn die Platten nicht zusammengepresst sind, genügend, um den freien Lauf der Kupplung zu verhin'. ern und in diesem Falle wird eine Verbindung der eben beschriebenen Kupplung mit einei ge- wöhnlichen Reibungskupplung oder einer Klauenkupplung benützt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lamellenkupplung, bei welcher die Lamellen Wellungen besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen ans dünnen biegsamen Blcchscheiben bestehen, bei welchen den Ausbuchtungen auf der einen Seite Einbuchtungen auf der anderen Seite entsprechen, zum Zwecke, beim Aneinanderreihen solcher Lamellen in einem möglichst kleinen Raum möglichst viele Reibungsflächen und infolge der Verdrehungswirkung ein Verwerfen der Lamellen und damit ein besseres Anhaften aneinander zu erhalten.