AT150699B - Einrichtung zur selbsttätigen Regelung von Heizungsanlagen nach der Witterung. - Google Patents

Einrichtung zur selbsttätigen Regelung von Heizungsanlagen nach der Witterung.

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AT150699B
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Karl Dr Ing Schultze
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Karl Dr Ing Schultze
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur selbsttätigen Regelung von Heizungsanlagen nach der Witterung. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Einflüssen der geschilderten Art. b) Durch sehr gute und wenig Wärme speichernd   Wärmedämmung   des Vergleichsraumes lässt sich gegenüber der ersterwähnten Einrichtung die Nacheilung der Regelung auf ein beliebig geringes   Mass   vermindern.   c)   Die Regelung wird gegenüber der zweiterwähnten Einrichtung vollkommen selbständig. d) Die Regelung geschieht im Gegensatz zu der dritterwähnten Einrichtung abhängig von der Witterung. 



   In der Fig. 1, in der eine beispielsweise Ausführung wiedergegeben ist, bedeutet 1 einen Warmwasserheizkessel mit seiner Vorlaufleitung 2 und seiner Rücklaufleitung 3. An diese Heizungsanlage ist ausserhalb des Hauses ein Heizkörper 4 angeschlossen, welcher einen allen Witterungseinflüssen ausgesetzten   Vergleichsraum   5 beheizt. Dieser   Vergleichsraum   enthält einen Wärmefühler 6, welcher bei Erreichen einer einstellbaren Temperatur, z. B.   200 C,   den Stromkreis des die Zugklappe des Kessels betätigenden Elektromotors 7 unterbricht. In der Leitung 9 zum Heizkörper 4 ist ein Drosselorgan eingebaut.

   Die Wirkungsweise ist folgende : Solange der   Wärmefühler   6 infolge einer Temperatur des Vergleichsraumes von   200 C   oder mehr den Kontakt unterbrochen hält, bleibt der Motor stromlos und die Luftklappe des Kessels unter dem Einfluss ihrer Schwerkraft geschlossen. Sinkt nun die Heizwassertemperatur mit zunehmender Veraschung des Rostes oder aus irgendwelchen andern Ursachen unter den zur Vollerwärmung der Räumlichkeiten notwendigen Wert, so wird auch die Temperatur des Vergleichsraumes, dessen Heizfläche seinem Wärmebedarf entsprechend bemessen ist, sinken, und es wird der   Wärmefühler   den Stromkreis schliessen, worauf der Motor die Luftklappe des Kessels öffnet. 



  Dasselbe ereignet sich, wenn bei gleichbleibender Heizmitteltemperatur sinkende Aussentemperatur   oder heftiger Wind ein Abfallen der Temperatur des Vergleiehsraumes bewirkt. Die durch Öffnen der Luftklappe verstärkte Zufuhr von Verbrennungsluft erhöht die Kesselleistung und mit ihr die Temperatur   des Vergleiehsraumes. Nach Erreichen der vorgeschriebenen Temperatur von 20 C unterbricht der
Kontakt des Wärmefühlers wieder den Stromkreis : des Motors, die Luftklappe schliesst sich und das
Spiel beginnt von vorn. 



   Statt des in der Figur dargestellten   Wärmefühlers   kann auch ein solcher verwendet werden, welcher statt des vollständigen Öffnens und   Sch1iessens   der Luftklappe eine Proportionalreglung oder eine absatzweise Reglung bewirkt,   etwa mittels wärme empfindlicher elektrischer   Widerstände, Thermoelemente od. dgl. Der Wärmefühler braucht auch nicht elektrische Impulse auszusenden, sondern kann auch nach einem andern bekannten Prinzip, etwa der Ausdehnung einer eingeschlossenen Flüssigkeit, wirken. Er kann auch von aussen auf beliebige Temperaturen einstellbar gemacht werden, so dass er bei   eingeschränktem   Betrieb, z. B. bei Nacht, bereits bei einer niedrigeren Temperatur den Stromkreis unterbricht.

   Je nach der Ausführung des Steuerorganes oder Motors kann er auch so eingerichtet sein, dass er den Strom bei sinkender Raumtemperatur unterbricht. Die   Veränderung   der Wärmeleistung der Heizungsanlage braucht auch nicht durch Beeinflussung der Verbrennungsluftmenge zu erfolgen. Die Wärmeleistung einer an ein Fernheizwerk angeschlossenen Heizungsanlage wird z. B. besser durch Betätigung eines Drosselventils in der Heizmittelleitung oder durch selbsttätiges Zumischen von Rücklaufwasser vermittels eines durch den   Wärmefühler   beeinflussten Mischventiles geregelt werden. Der Motorstromkreis kann auch mit einem Endausschalter versehen werden. 



   Die äussere Form des   Vergleiehsraumes   kann die eines beliebigen Behälters oder Hohlkörpers sein. Der Vergleiehsraum kann, wie an sich bekannt, mit einem Gas oder einer Flüssigkeit gefüllt sein. 



  Durch entsprechende Bemessung und Ausführung der Wärmedämmung kann man erreichen, dass die Speicherwärme des   Vergleichsraumes   ausserordentlich gering im Vergleich zu seinem   Wärmebedarf   wird, so dass schon eine geringe Veränderung der Heizwassertemperatur den   Wärmefühler   zum sofortigen Ansprechen bringt. 



   Um eine fabrikmässige Herstellung des Vergleichsraumes mit seinem Heizkörper und Wärmefühler ohne Einbusse an Genauigkeit der Regelung auch bei Heizungsanlagen zu ermöglichen, die verschieden reichlich mit Heizkörpern versehen sind, kann man das Drosselorgan 8 so einstellen, dass der Wärmefühler nach Belieben zeitiger oder später, d. h. bei niedrigerer oder höherer Temperatur des Vergleichsraumes anspricht. 



   Das Verfahren kann bei Heizungsanlagen aller Art, insbesondere Warmwasser-, Dampf-, Gas-, Öl-und elektrischen Heizanlagen, angewandt werden. Dabei kann der Heizkörper des   Vergleiehsraumes   entweder unmittelbar durch das Heizmittel der Heizungsanlage oder unter Verwendung eines von diesem Heizmittel geheizten   Wärmeaustauschers   beheizt werden. Bei Verwendung eines Wärmeaustauschers wird zweckmässig ein frostsicheres Heizmittel für die Beheizung des Vergleichsraumes benutzt. 



   Der Vergleiehsraum braucht nicht frei in der Atmosphäre aufgehangen zu werden, sondern es genügt, wenn er so in die Aussenwand des Gebäudes eingebaut wird, dass er von der Aussenwitterung massgebend und von der Innentemperatur des Gebäudes unwesentlich beeinflusst wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.1 
 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3> 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieHeizleistung des Heizkörpers (4) im Vergleichsraum (5) so bemessen ist, dass sie bei höchster Heizmitteltemperatur und niedrigster Aussenlufttemperatur den der gewöhnlichen Raumtemperatur entsprechenden Wärmebedarf des Vergleichsraumes gerade deckt.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleichsraum (5) mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. EMI3.1
AT150699D 1935-09-19 1936-07-15 Einrichtung zur selbsttätigen Regelung von Heizungsanlagen nach der Witterung. AT150699B (de)

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