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Fluoreszenzschirm, insbesondere für Untersuchungen mittels Röntgenstrahlen.
Bei der Herstellung von Röntgenstrahlenbildern werden, zwecks Verkürzung der Belichtungszeit bei der Aufnahme, wie bekannt, Verstärkungschirme benutzt. Bei der Herstellung dieser Schirme war man bestrebt, eine möglichst gute Lichtausbeute und damit einen möglichst günstigen Verstärkungsfaktor zu erhalten. Dass bei Anwendung solcher Verstärkungsschirrne die Zeichenschärfe gegenüber der bei Aufnahmen ohne Verstärkungsschirm erreichbaren Zeichenschärfe sich wesentlich verschlechterte, nahm man als einen nicht zu vermeidenden Nachteil dieser Schirme mit in Kauf.
Wie Versuche ergeben haben, ist dieser Mangel an Zeichenschärfe vor allem darauf zurückzuführen, dass das von den einzelnen Kristallen nach allen Seiten ausgehende Licht teilweise die lichtempfindliehe Schicht erst nach ein-oder mehrmaliger Reflexion an benachbarten Kristallen oder an der Rückseite der Folie erreicht.
Die vorliegende Erfindung beruht auf dieser Erkenntnis der Ursachen für den Mangel an Zeichenschärfe und bezweckt, das das Bild verschleiernde gestreute Licht möglichst zu vernichten oder seine Ausbreitung möglichst zu vermeiden. Dies kann z. B. dadurch geschehen, dass man die aktive Substanz oder das Bindemittel, in welches die aktive Substanz eingebettet ist, aufärbt oder dass man den Hintergrund nicht reflektierend macht. Auch durch eine wesentliche Verringerung der Schichtstärke lässt sich eine erhebliche Verbesserung erzielen.
Bei der Wahl der Schichtdicke für die aktive Schicht ging man bisher lediglich von dem Gesichtspunkt bester Verstärkungswirkung aus und fand dabei, dass bei der heute üblichen Doppelfilmtechnik zwei gleich starke Folien von etwa 0'15-0-20 WM Dicke die günstigste Wirkung ergaben. Für die zwischen Fokus und lichtempfindlicher Schicht liegende Folie wurde auch eine etwas dünnere Schicht von etwa 0'12 nun verwendet, da bei dickeren Schichten die Röntgenstrahlenabsorption in der Schicht der fokusnahen Folie sich ungünstig auswirkt.
Bemerkt sei jedoch, dass man in diesem Fall für die fokusferne Folie meist eine 0-20 wiz übersteigende Dicke wählte, da die Verstärkungswirkung der fokusfernen Folie mit der Schichtdicke bzw. Flächenbelegung mit Leuchtmasse zunimmt, und da für die fokusferne Schicht die Röntgenstrahlenabsorption nicht in Betracht kommt. Da die Zeichenschärfe einer Kombination zweier verschiedener Folien durch die Zeichenschärfe der schlechter zeichnenden Folie bestimmt ist, blieb aber bei Verwendung einer dünneren Schicht für die fokusnahe Folie die dadurch erreichbare, etwas bessere Zeichenschärfe unbemerkbar, da die Wirkung der einen Folie durch diejenige der anderen verdeckt wurde.
Die bekannte Kombination ungleicher Schichten war also nicht geschaffen worden, um die Zeichenschärfe der Folien zu verbessern, sondern um die Verstärkungswirkung über das bei gleichstarken Folien übliche Mass hinaus zu steigern. Von der Erkenntnis, dass man die Zeichenschärfe der Folien durch Anwendung feinkristallener Leuchtmassen verändern kann, hat man keinen Gebrauch gemacht, da mit abnehmender Korngrösse und mit besserer Zeichenschärfe die Leuchtkraft und Verstärkungswirkung geringer wird.
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Schichten von 0-04 bis 0-08 rmn Dicke die Unschärfe der Verstärkungsfolien soweit beseitigen kann, dass bei gleichgeschwärzten Filmstücken, von denen das eine mit, das andere ohne Folie belichtet wurde, kaum Unterschiede in der Schärfezeichnung beobachtet werden können. Die Folie verliert zwar etwas an Verstärkungswirkung, sie behält aber ihre Eigenschaft bei, noch ganz wesentliche Abkürzungen der Belichtungszeit zu ermöglichen. Man erhält also bei der Anwendung solcher Folien, bei welchen man bewusst auf das Optimum an Verstärkungswirkung verzichtet, bei etwas verlängerter Belichtung wesentlich schärfer gezeichnete Negative.
Bei Verwendung von Folien für die Doppelfilmtechnik müssen natürlich zwei Folien angewandt werden, die hinsichtlich der Dicke die angegebenen Masse nicht überschreiten.
Zur Erhöhung der Verstärkungswirkung wurde bei den bisher üblichen Verstärkungsschirmen stets ein weisser, gut reflektierender Hintergrund angebracht.
Ein solcher Hintergrund wirkt ebenfalls ungünstig auf die Zeichenschärfe ein und es lässt sich eine weitere Verbesserung erzielen, wenn man es vermeidet, dass das von der aktiven Schicht ausgehende Licht am Hintergrund der Folie reflektiert wird. Dies kann dadurch erreicht werden, dass man als Hintergrund der aktiven Schicht eine schwarze oder zu dem von der Schicht ausgehenden Licht annähernd komplementär gefärbte Schicht anbringt, beispielweise in der Weise, dass man eine schwarze Kartonrückwand mit einem farblosen Bindemittel verwendet oder dass man die Rückseite der fluoreszierenden Schicht anfärbt.
Es erwies sich weiter noch als besonders vorteilhaft, die fluoreszierende Schicht selbst anzufärben, u. zw. entweder durchgehend oder nur zum Teil, etwa schichtweise. Zwar wird auch in diesem Fall die Verstärkungswirkung verringert, die Zeichenschärfe jedoch wesentlich verbessert. Zum Anfärben benutzt man mit Vorteil entweder schwarze oder andere das Licht des Schirmes genügend absorbierende Stoffe, die man zweckmässigerweise dem Bindemittel für die Leuchtmasse vor der Verarbeitung entweder in fester oder gelöster Form zusetzt. Man erhält mit solchen Folien auch bei grösserer Schichtstärke Negative mit ausgeprägt guten Schärfedetails, die sich kaum von solchen unterscheiden, die man ohne Anwendung der Folien erzielt.
Ebenso wie bei den Verstärkungsschirmen kann auch die Zeichenschärfe von Leuchtschirmen durch die verringerte Schichtstärke oder durch Vermeidung der Reflexion an dem Hintergrund des Schirmes oder in der Schicht selbst verbessert werden.
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Fluorescent screen, in particular for X-ray examinations.
In the production of X-ray images, intensifying screens are used, as is known, in order to shorten the exposure time during recording. In the manufacture of these screens, efforts were made to obtain the best possible light yield and thus the best possible gain factor. The fact that when using such intensifying screens the sharpness of the characters deteriorated significantly compared to the character sharpness that could be achieved when taking pictures without an intensifying screen was accepted as an unavoidable disadvantage of these screens.
As tests have shown, this lack of sharpness is mainly due to the fact that the light emanating from the individual crystals in all directions only reaches the light-sensitive layer after one or more reflections on neighboring crystals or on the back of the film.
The present invention is based on this knowledge of the causes of the lack of character sharpness and aims to destroy the scattered light obscuring the image as much as possible or to avoid its propagation as far as possible. This can e.g. This can happen, for example, that the active substance or the binding agent in which the active substance is embedded is colored or that the background is made non-reflective. A significant improvement can also be achieved by significantly reducing the layer thickness.
When choosing the layer thickness for the active layer, the point of view of the best reinforcement effect has been assumed until now, and it has been found that with the double-film technique commonly used today, two equally thick foils with a thickness of about 0.15-0-20 WM gave the most favorable effect. For the film located between the focus and the light-sensitive layer, a somewhat thinner layer of around 0.12 was now used, since with thicker layers the X-ray absorption in the layer of the film near the focus has an unfavorable effect.
It should be noted, however, that in this case a thickness in excess of 0-20 wiz was selected for the film far from the focus, since the reinforcing effect of the film far from the focus increases with the layer thickness or surface coverage with luminous material, and since X-ray absorption is not taken into account for the layer far from the focus comes. Since the sharpness of a combination of two different foils is determined by the sharpness of the poorly drawn foil, when a thinner layer was used for the foil close to the focus, the somewhat better sharpness that could be achieved thereby remained unnoticed, as the effect of one foil was concealed by that of the other .
The well-known combination of unequal layers was not created to improve the definition of the foils, but to increase the reinforcement effect beyond what is usual for foils of the same thickness. No use was made of the knowledge that the sharpness of characters on the foils can be changed by using fine-crystal luminous materials, since the lower the grain size and the better the sharpness of the characters, the lower the luminosity and the intensifying effect.
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Layers from 0-04 to 0-08 µm thick can remove the blurring of the reinforcing foils to such an extent that hardly any differences in the sharpness can be observed in equally blackened pieces of film, one of which was exposed with the other without foil. Although the film loses some of its reinforcing effect, it retains its property of still allowing significant shortening of the exposure time. When using such films, in which the optimum reinforcement effect is deliberately omitted, negatives with a somewhat longer exposure are obtained that are markedly sharper.
When using foils for the double-film technique, of course, two foils must be used which do not exceed the specified dimensions in terms of thickness.
To increase the reinforcement effect, a white, highly reflective background has always been attached to the intensifying screens that have been customary up to now.
Such a background also has an unfavorable effect on the sharpness of the characters and a further improvement can be achieved if one avoids that the light emanating from the active layer is reflected on the background of the film. This can be achieved by applying a black layer or a layer that is approximately complementary to the light emanating from the layer as the background of the active layer, for example by using a black cardboard back wall with a colorless binder or by using the back of the stains fluorescent layer.
It also proved to be particularly advantageous to dye the fluorescent layer yourself, u. either continuously or only partially, for example in layers. In this case too, the reinforcement effect is reduced, but the sharpness of the characters is significantly improved. For coloring, it is advantageous to use either black or other substances which sufficiently absorb the light of the screen and which are expediently added to the binding agent for the luminous material either in solid or dissolved form before processing. With such films, negatives with extremely good sharpness details, which hardly differ from those which are obtained without using the films, are obtained even with a greater layer thickness.
As with intensifying screens, the definition of luminous screens can also be improved by reducing the layer thickness or by avoiding reflection on the background of the screen or in the layer itself.